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Dokumentenidentifikation DE4330999A1 19.01.1995
Titel Verfahren zur Herstellung von Graphikkonturen
Anmelder Doro Tape Ehlis GmbH & Co. KG, 42855 Remscheid, DE
Erfinder Ehlis, Uwe, 42897 Remscheid, DE
Vertreter Füssel, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 42897 Remscheid
DE-Anmeldedatum 13.09.1993
DE-Aktenzeichen 4330999
Offenlegungstag 19.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.1995
IPC-Hauptklasse B44C 1/16
IPC additional class // C09J 5/00,B32B 7/12,7/06  
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Graphikkonturen, bei welchem aus einer selbstklebenden Trägerfolie Positiv- und Negativflächen ausgeschnitten werden. Die Negativflächen werden mit Hilfe einer mit aktivierbarem Klebstoff versehenen Abhebefolie gleichzeitig und zusammen abgehoben, nachdem der Klebstoff in den entsprechenden Bereichen der Negativflächen aktiviert wurde.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Graphikkonturen, ein hierfür geeignetes Folienmaterial, sowie eine Vorrichtung zum Erstellen von Graphikkonturen.

In diesem Zusammenhang ist es bekannt, graphische Klebebänder, die aus einseitig mit Klebstoff beschichteter und auf einer Grundschicht aufgeklebter PVC-Folie, der sogenannten Trägerfolie, bestehen, durch digitalisierte Schneideinrichtungen so zu durchtrennen, daß die Trägerfolien, nicht jedoch die Grundschicht, in positivflächen und Negativflächen getrennt sind. Als nächster Schritt werden nun die Negativflächen herausgenommen, so daß die gewünschte Graphikkontur bereits vorliegt.

Die so erstellte fertige Graphikkontur wird nun üblicherweise mit Hilfe eines Übertragungsbands, welches einseitig mit Klebstoff beschichtet ist, von der Grundschicht abgehoben und dann auf z. B. eine Autotür oder eine Fensterscheibe oder dergleichen aufgebracht.

Dabei kommt der Auswahl des Übertragungsbands besondere Bedeutung zu, da es hinsichtlich Klebkraft, Durchsichtigkeit und Planlage besondere Eigenschaften aufweisen muß.

Das grundsätzliche Problem besteht jedoch immer im Entfernen des sogenannten Restgitters, wobei als Restgitter die Summe aller Negativflächen bezeichnet wird. Hierfür ist es bekannt, die Negativflächen mit Hilfe spitzer Nadeln anzupicken und dabei zu versuchen, die Negativflächen von der Grundschicht abzuheben.

Weiterhin ist es bekannt, mit Hilfe von Saugnäpfen die Negativflächen innerhalb der Graphikkonturen anzufahren und diese dann gezielt abzusaugen.

Es wurde auch versucht, durch Einwirkung von Wärme, die Negativflächen, die im Verhältnis zu den Positivflächen mitunter sehr klein sind, so aufzuweichen, daß diese anschließend beim Abzug der Trägerfolie über eine scharfe Kante von selbst abheben sollten.

Diese Methoden mögen in Einzelfällen funktionieren, sie sind jedoch nicht geeignet, um in großem Maßstab Anwendung zu finden.

Es ist daher Aufgabe dieser Erfindung, eine Methode anzugeben, mit welcher die Positivflächen und Negativflächen beliebiger graphischer Konturen auf einfache Weise unter Entfernung der Negativflächen getrennt werden können. Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein hierzu geeignetes Material anzugeben, sowie eine Vorrichtung, mit welcher die Methode vollautomatisch durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 10.

Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß die Negativflächen durch einfaches Abziehen des Abhebefilms entfernt, in besonderer Verfahrensvariante sogar zugleich entfernt werden können.

Dieser Vorteil wird insbesondere dann erreicht, wenn der Abhebefilm durchsichtig ist. In diesem Fall lassen sich nämlich die Negativflächen von außen erkennen. In diesem Fall eignet sich die erfindungsgemäße Methode insbesondere auch für die Einzelfertigung. Für die Fertigung in großen Stückzahlen kann auch eine maschinelle Verarbeitung vorgesehen sein. Hierauf wird noch eingegangen. Erfindungsgemäß können die Negativflächen entweder jeweils für sich mit Abhebefilm beaufschlagt werden. In diesem Fall kann die Aktivierung des Abhebefilms auf der gesamten Fläche erfolgen. Andererseits ist es möglich, den Abhebefilm sowohl auf Positivflächen als auch auf Negativflächen aufzubringen. In diesem Fall soll erfindungsgemäß die Aktivierung lediglich innerhalb der Negativflächen erfolgen. Der Klebestoff bleibt, soweit er auf den Positivflächen aufliegt, unaktiviert, so daß diese beim späteren Abheben des Abhebefilms nicht betroffen sind. Besonders schnell ist die erfindungsgemäße Methode, wenn die Aktivierung lediglich punktuell oder linienförmig erfolgt, daß heißt nicht auf der gesamten Negativfläche, sondern nur punktuell oder linienförmig innerhalb der Negativflächen. Für diesen Fall ist ein entsprechend starker aktivierbarer Klebstoff vorzusehen. Die Aktivierung kann, wie bereits erwähnt, manuell oder von einer Datenverarbeitungsanlage gesteuert erfolgen. Die erfindungsgemäße Methode läßt sich auch ohne weiteres im Durchlaufverfahren anwenden. Hierzu sind insbesondere die Merkmale des Anspruchs 5 vorteilhaft.

Will man eine berührungsfreie Aktivierung des Abhebefilms, so bieten sich die Merkmale des Anspruchs 6 an, für den normalen Gebrauch bieten die Merkmale des Anspruchs 7 hinsichtlich Kosten und Geschwindigkeit Vorteile.

Dabei kommen für die Realisierung der Erfindung zwei grundsätzliche Prinzipien in Betracht:

Einerseits ist es möglich, daß bereits die Grundfolie als Abhebefilm hergestellt ist. In diesem Fall wird empfohlen, die Grundfolie, wie an sich bekannt, auf der Seite der Trägerfolie mit einem Trennmittel, z. B. Silikon, zu überziehen. Der wesentliche Gedanke dieser Erfindung besteht dann darin, daß die Grundfolie mit einem aktivierbaren Klebstoff versehen ist, der so aktiviert werden kann, daß die Schicht aus Trennmittel überbrückt und die Trennwirkung des Trennmittels dabei aufgehoben wird. Gute Ergebnisse wurden mit Grundfolien erzielt, die aus Polyester oder einem anderen Thermoplast bestehen, während als Trennschicht z. B. Silikon in Frage kommt. Bei der Aktivierung dieser derartigen Grundfolie erfolgt ein Verschmelzen des Folienmaterials der Grundfolie mit den Negativflächen, ungeachtet der Trennwirkung des Trennmittels an den Positivflächen.

In diesem Fall kommt der Grundfolie also die Doppelbedeutung zu, daß sie einerseits die Trägerfolie aufnimmt, und daß sie andererseits nach der Klebstoffaktivierung als Abhebefilm dient.

Eine andere Variante der Erfindung beruht darauf, daß der Abhebefilm als separater Folienkörper ausgestaltet ist, der auf die Trägerfolie von der Oberseite aufgelegt und dann aktiviert wird. Hierzu ist der Abhebefilm auf seiner, der Trägerfolie zugewandten Seite, mit dem aktivierbaren Klebstoff versehen. Auch in diesem Fall kann der Folienkörper selbst aus dem Klebstoffmaterial bestehen.

Hierfür haben sich die Folienmaterialien der Ansprüche 10-13 als besonders vorteilhaft bewährt.

Den Merkmalen des Anspruchs 14 kommt besondere Bedeutung zu.

Die Erfindung hat nämlich erkannt, daß das Verfahren ohne weiteres auf den, an sich bekannten, digitalisierten Schneideinrichtungen durchführbar ist. Für diesen Zweck ist es lediglich erforderlich, einen elektronischen Speicher bereitzustellen, der die Koordinaten innerhalb der Negativflächen enthält.

Im Fall einer Graphikkontur in Form einer Beschriftung lassen sich diese Negativflächen ohne weiteres einmal einprogrammieren und immer wieder verwenden. Weiterhin muß anstelle des Trennmessers nunmehr eine entsprechende Aktivierungseinrichtung eingesetzt werden, was ebenfalls keine Schwierigkeiten bereiten dürfte. In einem Ausführungsbespiel ist die Aktivierungseinrichtung eine Heizeinrichtung, die anstelle des Schneidmessers auf den Abhebefilm abgesenkt wird, wo sie den unterhalb des Abhebefilms aufgebrachten Heißklebstoff kurzzeitig aktiviert. Die Aktivierung erfolgt so, daß der dabei schmelzende Heizklebstoff an der darunter befindlichen Fläche anhaftet, so daß der Abhebefilm zusammen mit dem zwischenzeitlich wieder ausgehärteten Heißklebstoff und der daran anhaftenden Negativfläche abgehoben werden kann.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 das Prinzip der Erfindung in Verbindung mit

Fig. 2 das Abheben der anhaftenden Negativflächen,

Fig. 1a das Prinzip der Erfindung in Verbindung mit

Fig. 2a der Ausbildung der Grundfolie als Abhebefolie

Fig. 3 die Anwendung der Erfindung in Durchlaufverfahren,

Fig. 4 die Erfindung mit matrixförmig ansteuerbaren Durchlässigkeitsfilter,

Fig. 5 eine Vorrichtung zum automatischen Aktivieren der Negativflächen.

Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für die Fig. 1-5.

Ausgehend von einer Trägerfolie 1, die auf ihrer Unterseite mit einer Klebeschicht 4 versehen ist, welche durch eine Grundfolie 5 abgedeckt ist, ist die Trägerfolie 1 in Positivflächen 2 und Negativflächen 3 geteilt. Dies kann entweder durch eine digitalisierte Schneideinrichtung, einen sogenannten Schneidplotter, oder auch durch Stanzen erfolgt sein.

Wichtig ist, daß die Schnittkanten nicht durch die Grundfolie 5 verlaufen, so daß die Grundfolie 5 über die gesamte Fläche der Graphikkonturen zusammenhängend ist.

In einem Ausführungsbeispiel kann die Graphikkontur aus einem Schriftzug bestehen. In diesem Fall wären zum Beispiel die inneren Bereiche eines "O" oder eines "A" oder dergleichen als Negativflächen bezeichnet. Bevor nun ein derartiger Schriftzug an seinem Bestimmungsort angebracht werden kann, müssen zunächst die unerwünschten Negativflächen entfernt werden.

Hierzu dient ein Abhebefilm 7, der auf seiner, der Trägerfolie 1 zugewandten Fläche mit einem aktivierbaren Klebstoff 6 versehen ist. Dieser Abhebefilm ist zumindest auf die Negativfläche aufzubringen.

Ohne Einschränkung der Erfindung ist gezeigt, daß der Abhebefilm 7 sowohl auf Positivflächen 2 als auch auf Negativflächen 3 aufliegt. Nach dem Auflegen des Abhebefilms 7 besteht noch keine haftende Verbindung zwischen dem aktivierbaren Klebstoff 6 und der Oberseite der Trägerfolie 1. Die mit Pfeilen dargestellten Maßnahmen sollen die Aktivierung 8 zeigen. Hierfür sind verschiedene Methoden sinnvoll und denkbar, wenn auch diese hier nicht vollständig aufgezählt werden können. An den aktivierten Stellen kommt es nun zu einer Klebereaktion zwischen dem aktivierbaren Klebstoff 6 und den Oberflächen der Negativflächen 3. Dies ist in Fig. 2 mit den aktivierten Bereichen 11 verdeutlicht. In diesem Fall besteht die Besonderheit, daß die Aktivierung des Klebstoffs lediglich punktuell oder linienförmig erfolgt. Generell ist es auch denkbar, die Aktivierung über die gesamte Negativfläche vorzunehmen.

Fig. 2 zeigt nun, daß der Abhebefilm 7 zusammen mit den anklebenden Negativflächen 9 in Richtung der Abziehbewegung 10 abgezogen wird, während die Positivflächen 2 auf der Grundfolie 5 zurückbleiben.

Zum Verständnis des weiteren Verfahrens soll nun erwähnt werden, daß die verbleibenden Positivflächen 2 nach Entfernung des Abhebefilms 7 mit einem Übertragungsband beaufschlagt werden, welches auf seiner Unterseite einen Klebstoff aufgetragen hat. Die Klebekraft dieses Klebstoffs ist so, daß die Klebewirkung zwischen der Klebeschicht 4 und der Grundfolie 5 überwunden wird. Damit lassen sich die Positivflächen unter Beibehaltung ihrer Position relativ zueinander von der Grundfolie 5 abheben und werden dann mit der Klebeschicht 4 auf die vorgesehene Fläche, eine Glasscheibe, eine Autotür oder dergleichen aufgeklebt. Diesbezüglich wird in vollem Umfang auf den Stand der Technik bezug genommen.

Darüber hinaus hat die Verwendung eines Übertragungsbands auch für eine Weiterbildung der Erfindung Bedeutung, wie sie in den Fig. 1a und 2a dargestellt ist.

In diesem Fall ist die Grundfolie 5 mit der Klebeschicht 4 zugleich als Abhebefilm 7 mit aktivierbarem Klebstoff 6 ausgestaltet.

Dies bedeutet, daß kein besonderer Abhebefilm notwendig ist, wie in den Fig. 1 und 2 beschrieben.

Zu diesem Zweck besitzt die Grundfolie 5 einen aktivierbaren Kleber. Dieser aktivierbare Kleber kann einerseits durch eine besondere Beschichtung aufgebracht sein. Andererseits kann die Grundfolie 5 selbst aus aktivierbarem Klebstoff bestehen. Zwischen der Grundfolie 5 und der Trägerfolie 1 ist eine Klebeschicht 4 für die Trägerfolie 1 vorgesehen. Insofern unterscheidet sich lediglich die Grundfolie darin, daß sie eine Doppelfunktion erfüllt. Einerseits dient die Grundfolie 5 der Abdeckung der Klebeschicht 4, solang die Trägerfolie 1 noch nicht aufgeklebt wurde. Andererseits nimmt die Grundfolie 5 die Wirkungen des Abhebefilms 7 mit dem aktivierbaren Klebstoff 6 war. Wie man erkennt, erfolgt im Bereich der Aktivierung 8 ein Verschmelzen der Grundfolie 5 derart, daß die Verschmelzung auch durch die Klebeschicht 4 hindurch wirksam wird und an den Negativflächen 3 anhaftet. Dies muß jedoch nicht zwangsläufig so sein. Im wesentlichen kommt es hierbei auf das Verhältnis der Adhäsionskräfte zwischen der Klebeschicht 4 und den aktivierten Bereichen an. Nachdem nun die Negativflächen entsprechend mit der Grundfolie 5 verklebt worden sind, wird an Hand der Fig. 2a das weitere Vorgehen erläutert. Zunächst bedarf es dann der Aufbringung des Übertragungsbands 35, welches auf seiner der Trägerfolie 1 zugewandten Seite mit einer Haftschicht 36 versehen ist. Es soll der Vollständigkeit halber gesagt sein, daß die Klebewirkung der Haftschicht 36 gegenüber der Trägerfolie 1 größer ist als die Klebewirkung der Klebeschicht 4 gegenüber der Grundfolie 5 in den Bereichen der Positivflächen, d. h. ohne Aktivierung, jedoch geringer als die Klebewirkung der Grundfolie 5 in den Bereichen der Negativflächen, d. h. mit Aktivierung.

Anschließend wird dann z. B. das Übertragungsband 35 festgehalten und die Grundfolie 5, welche nun als Abhebefolie 7 dient, entfernt, oder es wird die Grundfolie 5 festgehalten und das Übertragungsband 5 zusammen mit den anhaftenden Positivflächen entfernt.

Es soll darüber hinaus ausdrücklich erwähnt werden, daß sich die vorangegangene, sowie die folgende Beschreibung stets auf beide Verfahrensvarianten bezieht, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt ist.

Darüber hinaus zeigt Fig. 3, daß der Abhebefilm 7 von einer Abzugsrolle 12 als Rollenbahn abgezogen wird. Die Trägerfolie 1 wird nun mit gleicher Richtung und Fördergeschwindigkeit wie der Abhebefilm 7 in den Walzenspalt 13 eines ersten Walzenpaares 14 gefüttert, wo die Unterseite des Abhebefilms 7, das heißt die Klebstoffseite, auf die Oberseite der Trägerfolie 1 aufgelegt wird. Die Aktivierung des Klebstoffs des Abhebfilms 7 ist wieder mit den Pfeilen 8 gekennzeichnet. Während nun der Abhebefilm 7 und die Trägerfolie 1 mit gleicher Richtung und Geschwindigkeit vom ersten Walzenpaar 14 zum zweiten Walzenpaar 15 laufen, erfolgt nach Durchlaufen des zweiten Walzenpaares eine divergente Auseinanderführung des Abhebefilms 7 mit den daran anklebenden Negativflächen, während das Trägermaterial zur weiteren Verarbeitung geführt werden kann. Im vorliegenden Fall wird der Abhebefilm 7 auf die Aufwickelrolle 16 aufgewickelt, um anschließend entsorgt zu werden.

Weiterhin zeigt Fig. 4, daß ein elektronischer Speicher 17 Koordinaten enthält, die innerhalb der Negativflächen 3 liegen. Dieser Speicher 17 ist mit einem Filter 19 verbunden. Der Filter 19 ist nach Art einer Matrix in einzelne Matrixbereiche unterteilt, die nach Zeile und Spalte mit dem elektronischen Speicher 17 verbunden sind. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind nur die Verbindungen gezeigt, mit welchen die entscheidenden Durchlässigkeitsbereiche 21aktiviert werden. Es soll jedoch gesagt sein, daß jeder Matrixbereich 20 mit einer entsprechenden Leitung an den elektronischen Speicher 17 angeschlossen ist. Der Filter 19 befindet sich im Strahlengang zwischen einer Strahlungsquelle 18 und dem Abhebefilm 7. Im Normalfall ist der Filter 19 für die ausgesandten Strahlen undurchlässig. Dies bedeutet, daß kein Strahl den Filter durchdringen kann, um auf den Abhebefilm 7 aufzutreffen. Der Speicher 17 enthält jedoch die innerhalb, der Negativfläche 3 liegenden Koordinaten, so daß die mit dem Kreuz gekennzeichneten Matrixbereiche auf durchlässig geschaltet werden. Hierdurch entsteht ein Durchlässigkeitsbereich 21, der bewirkt, daß die Strahlen auf die darunter befindliche Negativfläche auftreffen, wodurch der aktivierbaren Klebstoff 6 entsprechend aktiviert wird. Weiterhin zeigt Fig. 5 eine Vorrichtung zum Erstellen derartiger Konturen. Diese Vorrichtung kann entweder als sogenannter Schneidplotter ausgebildet sein und durch eine entsprechende Software und Hardware, wie im folgenden beschrieben, ergänzt werden. Gleichsam ist es denkbar, für diesen Zweck separate Vorrichtungen vorzusehen.

Die im folgenden als Plotter 22 bezeichnete Vorrichtung besitzt zwei parallel zueinander liegende Längsschienen 23, die zwischen sich die vorgeschnittene Trägerfolie 1 aufnehmen. Innerhalb der Längsschienen 23 sind, in an sich bekannter Weise, zwei Schlitten bewegbar angeordnet, die durch den Längsmotor 25 in Längsbewegungsrichtung 28 verfahren werden können. Die beiden Schlitten tragen nun eine Quertraverse 24. Auf der Quertraverse 24 sitzt eine Werkzeugtransporteinrichtung 31, die mittels des Quermotors 26 in Richtung der Querbewegung 29 auf der Quertraverse verfahren werden kann. Desweiteren ist die Quertraverse 24 in der Drehrichtung 30 kippbar, wozu der Aktivierungsmotor 27 dient.

Die Werkzeugtransporteinrichtung 31 nimmt eine Aktivierungseinrichtung 32 auf, die über einen Heizdraht 33 mit dem elektronischen Speicher, bzw. der Datenverarbeitungsanlage verbunden ist. Mit Hilfe dieser Vorrichtung lassen sich nun alle Punkte innerhalb der Negativflächen anfahren. Das Überfahren der Positivflächen 2geschieht dabei mit angehobener Aktivierungseinrichtung 32, so daß keine Gefahr besteht, die aktivierbaren Klebeschicht 6 auf einer Positivfläche wirksam zu machen. Erreicht nun die Aktivierungseinrichtung 32 eine Negativfläche, so wird der Aktivierungsmotor 27 in Bewegung gesetzt und es erfolgt eine Kippbewegung 30, wodurch die Aktivierungseinrichtung 32 auf die Abhebefolie abgesenkt wird. Gleichzeitig erfolgt über den Heizdraht 33 eine Beheizung zumindest der Spitze, die auf dem Abhebefilm liegt, wodurch der Heißklebstoff 6, wie oben beschrieben, aktiviert wird. Danach wird der Aktivierungsmotor 27 in entgegengesetzter Richtung betätigt und die Aktivierungseinrichtung vom Abhebefilm abgehoben. Dies erfolgt nun für sämtliche Negativflächen so, daß anschließend der Abhebefilm zusammen mit den daran anhaftenden Negativflächen entfernt werden kann.

Im vorliegenden Fall ist ohne Einschränkung der Erfindung eine linienförmige Aktivierung 34 gezeigt, die mit gehörigem Abstand zum Rand der Negativflächen im wesentlichen der Kontur nachfährt, dabei aber einen deutlichen Abstand von diesem Rand einnimmt, damit keine zufällige Aktivierung der Klebeschicht in Bereich der Positivflächen erfolgt.

Die wesentliche Funktionsweise der Erfindung ist darin zu sehen, daß die Negativflächen durch Aktivierung eines Klebstoffs an einen Abhebefilm gefesselt werden, während die Positivflächen von der Aktivierung des Klebstoffs ausgenommen bleiben.

Bezugszeichenliste

1 Trägerfolie

2 Positivfläche

3 Negativfläche

4 Klebeschicht

5 Grundfolie

6 aktivierbarer Klebstoff

7 Abhebefilm

8 Aktivierung

9 anklebende Negativfläche

10 Abziehbewegung

11 aktivierter Bereich

12 Abzugsrolle

13 Walzenspalt

14 erstes Walzenpaar

15 zweites Walzenpaar

16 Aufwickelrolle

17 elektronischer Speicher, Datenverarbeitungsanlage

18 Strahlungsquelle

19 Filter

20 Matrixbereiche

21 Durchlässigkeitsbereich

22 Plotter

23 Längsschiene

24 Quertraverse

25 Längsmotor

26 Quermotor

27 Aktivierungsmotor

28 Längsbewegung

29 Querbewegung

30 Kippbewegung

31 Werkzeugtransporteinrichtung

32 Aktivierungseinrichtung

33 Heizdraht

34 linienformige Aktivierung

35 Übertragungsband

36 Haftschicht


Anspruch[de]
  1. 1. Methode zum Herstellen von Graphikkonturen aus Trägerfolie (1), die linienförmig in Positivflächen (2) und Negativflächen (3) getrennt ist, wobei die Negativflächen (3) vor der weiteren Verarbeitung mechanisch entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daß

    mit den Negativflächen (3) ein mit aktivierbarem Klebstoff (6) versehener Abhebefilm (7) durch Aktivierung (8) des Klebstoffs (6) innerhalb der Negativflächen (3) verbunden wird, und daß

    dann der Abhebefilm (7) zusammen mit den anklebenden Negativflächen (3) abgezogen wird.
  2. 2. Methode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

    der Abhebefilm (7) Positivflächen (2) und Negativflächen (3) überdeckt, und daß

    die Aktivierung (8) des Klebstoffs (6) lediglich innerhalb der Negativflächen (3) erfolgt.
  3. 3. Methode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung (8) des Klebstoffs (6) lediglich punktuell (11) oder linienförmig (34) erfolgt.
  4. 4. Methode nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung (8) durch eine Aktivierungseinrichtung (32) erfolgt, die innerhalb der Negativfläche (3) von einer Datenverarbeitungsanlage (17) angesteuert ist.
  5. 5. Methode nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß

    der Abhebefilm (7) als Rollenbahn von einer Abzugsrolle (12) abgezogen und unter konvergenter Zusammenführung der mit gleicher Richtung und Fördergeschwindigkeit laufenden Trägerfolie (1) in den Spalt (13) eines ersten Walzenpaares (14) geführt und auf die Trägerfolie (1) aufgelegt wird, und daß

    nach Aktivierung (8) des Klebestoffs (6) Abhebefilm (7) und Trägerfolie (1) unter divergenter Auseinanderführung aus dem Spalt eines zweiten Walzenpaares (15) voneinander getrennt werden, wobei vorzugsweise der Abhebefilm (7) zu einer Aufwickelrolle (16) aufgewickelt und das Trägermaterial (1) zur Weiterverarbeitung geführt werden.
  6. 6. Methode nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß

    ein elektronischer Speicher einer Datenverarbeitungsanlage (17) Koordinaten innerhalb der Negativflächen (3) enthält, und daß

    eine Strahlungsquelle (18) zur Trägerfolie (1) weist, wobei der Strahlengang durch ein Filter (19) unterbrochen ist, welches matrixartig (20) ansteuerbare Durchlässigkeitsbereiche (21) aufweist, die, sofern sie innerhalb der Negativflächen (3) liegen, von der Datenverarbeitungsanlage (17) im Sinn der Durchlässigkeit aktiviert werden.
  7. 7. Methode nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abhebefilm (7) einen wärmeaktivierbaren Klebstoff (6) aufweist und daß die Aktivierung (8) mit einer Heizeinrichtung erfolgt.
  8. 8. Methode nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß

    der Abhebefilm (7) einen aktivierbaren Kleber und eine Schicht aus Trennmittel aufweist (=Grundfolie (5)), und daß

    die Trennmittelseite des Abhebefilms (7) mit der Trägerfolie (1) beaufschlagt wird, wobei nach Erstellung der Graphikkonturen die Trägerfolie (1) auf ihrer Oberfläche von einem, mit Haftschicht (36) versehenen, Übertragungsband (35) überdeckt wird, und daß

    nach Aktivierung die Grundfolie (5) als Abhebefilm (7) abgezogen wird.
  9. 9. Methode nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche einer auf der Grundfolie (5) aufgebrachten Trägerfolie (1) der Abhebefilm (7) zur Aktivierung (8) aufgebracht wird.
  10. 10. Mit Klebemittel versehenes Folienmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel (6) bei Raumzustand im wesentlichen vollständig klebefrei und dabei jedoch chemisch und/oder physikalisch, bevorzugt durch Wärmeeinfluß aktivierbar ist.
  11. 11. Folienmaterial nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel (6) als Klebeschicht über die gesamte Fläche des Folienmaterials (7) aufgetragen ist.
  12. 12. Folienmaterial nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel (6) ein dünn aufgetragener Heißklebstoff ist, dessen Aktivierungstemperatur unterhalb der Schmelztemperatur des Folienmaterials (7) liegt.
  13. 13. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, daß das Folienmaterial aus einem klebeaktivierbaren Klebstoff, vorzugsweise einem Thermoplast (z. B. Polyester) besteht, und insbesondere in der Verwendung als Grundfolie (5) einseitig mit Trennmittel (z. B. Silikon) überzogen ist.
  14. 14. Vorrichtung (22) zum Erstellen von Graphikkonturen aus Trägerfolie (1) mit einer Werkzeugtransporteinrichtung (31), die entlang von Trennlinien zwischen Positivflächen (2) und Negativflächen (3) der Trägerfolie (1) von einer Datenverarbeitungsanlage (17) gesteuert verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Datenverarbeitungsanlage (17) einen elektronischen Speicher mit Koordinaten innerhalb der Negativflächen (3) enthält, und daß

    die Werkzeugtransporteinrichtung (31) eine Aktivierungseinrichtung (32) aufnimmt und zu den Koordinaten innerhalb der Negativflächen (3) derart ansteuerbar ist, daß die Aktivierungseinrichtung (32) dort betätigt (8) wird.






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