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Dokumentenidentifikation DE68915342T2 19.01.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0348022
Titel Befestigungsvorrichtung zum lösbaren Zusammenhalten einer Vielzahl von Blättern oder plattenförmigen Teilen, z.B. Druckplatten.
Anmelder Poppapin Ltd., London, GB
Erfinder Niblock, Michael Robert, Beckenham Kent, GB
Vertreter Strehl, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Schübel-Hopf, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Groening, H., Dipl.-Ing.; Lang, G., Dipl.-Phys.; Rasch, M., Dipl.-Ing. Univ.; Frhr. von Brandis, H., Dipl.-Phys.Univ., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 68915342
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 28.03.1989
EP-Aktenzeichen 893030676
EP-Offenlegungsdatum 27.12.1989
EP date of grant 18.05.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.1995
IPC-Hauptklasse B42F 3/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft lösbare Befestigungsmittel zum gegenseitigen Befestigen einer Mehrzahl folien- oder plattenförmiger Teile. Das erfindungsgemäße Befestigungsmittel ist insbesondere, jedoch nicht ausschließlich dazu geeignet, zwei oder mehr Farblithographie-Druckplatten oder die Folien eines photographischen Films, wie sie in einem Fotolithographieprozess zum Herstellen der Platten verwendet werden, aneinander zu befestigen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum lösbaren Befestigen mehrerer derartiger Lithographie-Druckplatten oder Filmfolien aneinander.

Zu einem Farblithographie-Druckprozeß gehört die Übertragung mehrerer verschiedener Farbkomponenten für das erforderliche Bild auf eine Bildaufnahmefolie. Die Farbe für jede aufeinanderfolgende Bildkomponente wird durch einen Offsetprozeß übertragen, wobei das anfängliche Farbmuster auf der Oberfläche einer speziell vorbereiteten Lithographieplatte in Form einer dünnen Metallfolie, die an der Oberfläche einer Trägerwalze befestigt ist, ausgebildet wird. Um zu gewährleisten, daß die aufeinanderfolgenden Bildkomponenten unter genauer Positionseinhaltung übertragen werden, um ein scharfes zusammengesetztes Bild zu erzeugen, ist es bekannt, die Druckmaschine mit einer Einrichtung zu versehen, die dazu dient, die Druckplatten an ihren jeweiligen Trägerwalzen korrekt zu positionieren. Eine derartige Positioniereinrichtung weist normalerweise Vorsprünge auf, die in vorgeformte Ausrichtöffnungen in den Druckplatten eingreifen. Die Ausrüstung, wie sie vom Druckplattenhersteller verwendet wird, ist in geeigneter Weise so ausgebildet, daß sie diese Ausrichtöffnungen in einem anerkannten Standardformat abhängig vom Typ der Druckmaschine, für die die Platten vorgesehen sind, einstanzt, und sie auch die jeweiligen Farbkomponente-Druckmuster in korrekter Positionsbeziehung zu diesen eingestanzten Ausrichtöffnungen ausbildet.

Für den Transport vom Plattenhersteller zum Drucker wird jeder Plattensatz als Stapel zusammengesetzt und die Platten werden aneinander befestigt. Dies erfolgt normalerweise unter Verwendung von Stücken von Klebeband, das an den Ecken des Stapels befestigt wird, jedoch hat diese etwas grobe Technik bestimmte Nachteile. Erstens muß das Band sehr sorgfältig angebracht werden, andernfalls die Platten nicht ausreichend fest aneinander befestigt werden, um ein Rutschen Vorderseite-an-Vorderseite der Platten zu verhindern, was zu Beschädigungen der Bildmuster führt, wie sie auf den Vorderseiten der Platten vorhanden sind. Demgemäß ist dieses Klebebandverfahren zeitaufwendig und schwierig auszuführen. Zweitens reißt das Band häufig während des Transports, was es ermöglicht, daß ein solches Verrutschen auftritt, mit den oben angegebenen unerwünschten Ergebnissen. Drittens muß das Band vom Drucker vollständig entfernt werden, andernfalls Druckfehler auftreten können; diese Entfernung des Bandes ist erneut eine zeitaufwendige und schwierig auszuführende Arbeit.

Nach dem Drucken wird der Drucker normalerweise die Druckplatten einlagern und erneut müssen die Platten jedes Satzes für bequeme Einlagerung aneinander befestigt werden, zu welchem Zweck normalerweise das vorstehend genannte mühselige Klebebandverfahren verwendet wird.

Der Prozeß, wie er vom Plattenhersteller zum Herstellen der Druckplatten verwendet wird, ist ein photographischer Prozeß unter Verwendung von Folien eines photographischen Films. Diese Folien oder transparente Trägerfolien, auf denen sie angebracht sind, werden ebenfalls mit Ausrichtöffnungen durch Stanzen versehen, um eine korrekte Relativpositionierung der Platten und der Filme während des Prozesses zu gewährleisten, und man trifft gewöhnlich auf die vorstehend genannten Schwierigkeiten hinsichtlich des gegenseitigen Befestigens der Filmsätze für den Transport und die Lagerung.

Die Erfindung zielt darauf hin, diese Schwierigkeiten zu lindern und schafft zu diesem Zweck gemäß einer Erscheinungsform ein Verfahren zum lösbaren und nichtrutschenden gegenseitigen Befestigen eines Stapels von Druckplatten, von denen jede angrenzend an eine Kante desselben angeordnet ist, mit einer ersten und einer zweiten Ausrichtungsöffnung zum Positionieren der Platte in einer Druckvorrichtung, welches Verfahren folgende Schritte aufweist: Zusammensetzung des Stapels von Druckplatten mit Ausrichtung ihrer entsprechenden Kanten, wobei ihre entsprechenden ersten und zweiten Öffnungen satzweise ausgerichtet sind, und Befestigen jeweiliger erster und zweiter Befestigungsvorrichtungen am Stapel an den jeweiligen Sätzen der ersten und zweiten ausgerichteten Öffnungen, wobei jede Befestigungsvorrichtung ein integral ausgebildetes, einstückiges Element aufweist, das einen ersten und einen zweiten Befestigungsabschnitt aufweist, die entlang eines langgestreckten, flexiblen Verbindungselements voneinander beabstandet sind, wobei einer der Befestigungsabschnitte einen im wesentlichen flachen Träger aufweist, von dem ein im wesentlichen zylindrisches Zapfenelement vorspringt, und wobei die anderen Befestigungsabschnitte eine Halterungsöffnung aufweisen, die so ausgebildet ist, daß sie eine lösbare, einschnappende Befestigung mit dem Zapfenelement bildet, wobei der Befestigungsschritt das Folgende für jeden Satz ausgerichteter Öffnungen beinhaltet: Hindurchführen des Zapfenelements einer jeweiligen Befestigungsvorrichtung durch den Satz ausgerichteter Öffnungen von einer Seite des Stapels aus, wobei das Zapfenelement mit den Innenkanten der Öffnungen so in Eingriff steht, daß es im wesentlichen in Querrichtung in bezug auf die Öffnungen unbeweglich ist, anschließendes Umbiegen des flexiblen Verbindungselements um die ausgerichteten Plattenkanten des Stapels, und Befestigen des anderen Befestigungsabschnitts von der anderen Seite des Stapels durch Einschnappbefestigung in denjenigen Teil des Zapfenelements, der durch die andere Seite des Stapels durchdringt, wodurch die Befestigungsvorrichtungen eine Relativgleitbewegung der Druckplatten im wesentlichen verhindern.

Die Erfindung schafft auch eine Befestigungsvorrichtung zum lösbaren gegenseitigen Befestigen mehrerer folienförmiger oder plattenförmiger Teile, die in Vorderseite-zu-Vorderseite oder Rückseite-zu-Rückseite-Kontakt zusammengesetzt sind. AU-B-518608 offenbart ein einstückiges Befestigungsmittel, das aus ineinanderpassenden Teilen besteht, die über ein flexibles Band miteinander verbunden sind, um einen Stapel übereinandergelegter, perforierter Folien zueinanderzugruppieren. Jeder Teil verfügt über einen Kopf, der im Gebrauch eine Außenfolie des Stapels kontaktiert, und über einen Stiel, der sich im wesentlichen rechtwinklig zum Kopf erstreckt und durch die Perforationen der Folie oder jeder Folie geht. Die Stiele sind über einen Schiebesitz miteinander verbindbar, wobei ein Stiel koaxial in den anderen paßt, und sie sind durch Ziehen trennbar, um die Stiele voneinander zu trennen.

Während dieses Befestigungsmittel für viele Anwendungen ziemlich zufriedenstellend ist, kann es zu Schwierigkeiten führen, wenn es als Befestigungsvorrichtung bei einem Verfahren gemäß der ersten Erscheinungsform der Erfindung verwendet wird. Genauer gesagt, könnte der Aufbau des Befestigungsmittels ein leichtes Ausmaß einer Relativgleitbewegung der oberen Platten erlauben, wenn es dazu verwendet würde, die Druckplatten in einem Stapel aneinander zu befestigen, was zur unerwünschten Beschädigung der Bilder auf den Platten führen würde, wie oben erwähnt.

Gemäß der zweiten Erscheinungsform der Erfindung ist eine Befestigungsvorrichtung zum lösbaren gegenseitigen Befestigen mehrerer Druckplatten geschaffen, die in Vorderseite-zu-Vorderseite- oder Rückseite-zu-Rückseite-Kontakt zusammengesetzt sind, wobei die Platten mit übereinstimmend positionierten, geformten und abgemessenen Ausrichtungsöffnungen versehen sind, welche Befestigungsvorrichtung ein integral ausgebildetes, einstückiges Element aufweist, das einen ersten und einen zweiten Befestigungsabschnitt aufweist, die voneinander entlang eines langgestreckten, flexiblen Verbindungselements beabstandet sind, wobei die Befestigungsabschnitte von entgegengesetzten Seiten der Plattenanordnung her so positionierbar sind, daß das Verbindungselement sich über eine Kante der Anordnung erstreckt, wobei die Befestigungsabschnitte lösbar mit einem im wesentlichen zylindrischen Zapfenelement verbindbar sind, von denen eines durch die ausgerichteten Öffnungen hindurchdringt, wobei der eine der Befestigungsabschnitte mit einem im wesentlichen ebenen Träger ausgebildet ist, von dem das Zapfenelement hochsteht, wobei das Zapfenelement eine Umfangsfläche zum Eingriff mit den Innenkanten der Öffnungen aufweist, welche Umfangsfläche dazu in der Lage ist, über einen Teil der Länge des Zapfens so an den Innenkanten anzugreifen, daß eine Relativgleitbewegung der Platten verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt einen unteren Zapfenteil anschließend an den Träger und einen oberen Zapfenteil aufweist, der mit dem unteren Zapfenteil zusammenhängt und von diesem nach oben hochsteht, und daß der andere Befestigungsabschnitt mit einer Befestigungsöffnung versehen ist, die so ausgebildet ist, daß sie den oberen Zapfenteil aufnimmt und mit diesem eine lösbare, einschnappende Befestigung bildet.

Bei den offenbarten Ausführungsbeispielen beinhaltet der Zapfen einen Halterungsstift, der im allgemeinen koaxial zur genannten Umfangsfläche und radial innerhalb dieser liegt und im oberen Zapfenteil eine Außenfläche aufweist, die mit mehreren in Umfangsrichtung beabstandeten Vertiefungen oder Hinterschneidungen ausgebildet ist, wobei die Kante der Halterungsöffnung mit einer entsprechenden Mehrzahl in Umfangsrichtung beabstandeter flexibler Lippen ausgebildet ist, die so ausgebildet sind, daß sie durch Einführen des Halterungsstifts in die Halterungsöffnung umgebogen werden und durch Einschnappwirkung in die entsprechenden Aussparungen oder Hinterschneidungen eingreifen.

Bei den Ausführungsbeispielen weist der untere Zapfenteil eine in Umfangsrichtung zusammenhängende Wand für Eingriff in die ausgerichteten Öffnungen der Platten auf , und der obere Zapfenteil weist mehrere radial angeordnete, in Umfangsrichtung beabstandete Elemente auf, die sich axial vom unteren Zapfenteil in einer Richtung quer zur Ebene des Trägers wegstrecken und radiale Außenkanten oder Flächen aufweisen, die mit der Wand zusammenhängen und sich in Richtung derselben fortsetzen, wobei die Halterungsöffnungen im anderen Befestigungsabschnitt in Umfangsrichtung beabstandete, radial angeordnete Öffnungsabschnitte zum Aufnehmen der Elemente des oberen Zapfenteils aufweisen, wobei die Anordnung dergestalt ist, daß sie frei von jeglichen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Spalten zwischen dem Zapfenelement und dem anderen Befestigungsabschnitt ist, in den eine Öffnungskante der Platte oder mehrere hineinrutschen kann bzw. können, wenn die zwei aneinander befestigt werden.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Figur 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist;

Figur 2 eine Seitenansicht der in Figur 1 dargestellten Befestigungsvorrichtung ist;

Figur 3 ein Längsschnitt durch die Befestigungsvorrichtung von Figur 1 entlang der Linie III-III in Figur 1 ist;

Figur 4 eine perspektivische Darstellung eines Satzes von Druckplatten ist, die mittels zweier Befestigungsvorrichtungen der Art, wie sie in den Figuren 1 bis 3 veranschaulicht ist, aneinander befestigt sind;

Figur 5 ein Querschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung gemäß den Figuren 1 bis 3 ist, wie sie dazu verwendet ist, die Druckplatten in einem Satz aneinander zu befestigen; und

Figur 6 schematisch eine andere Vorgehensweise des Aufhängens eines Satzes von Druckplatten oder Filmen veranschaulicht, die durch ein Paar derartiger Befestigungsvorrichtungen aneinander befestigt sind; und

Figur 7 eine Draufsicht auf eine modifizierte Form einer Befestigungsvorrichtung ist.

Gemäß den Figuren 1 bis 3 weist eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ein einstückiges Element auf, das aus einem Kunststoff, z. B. Polypropylen, durch Spritzgießen hergestellt ist und das einen ersten und einen zweiten Befestigungsabschnitt in Form jeweiliger Kopfteile 2 bzw. 3 aufweist, die über ein Verbindungsteil in Form eines langgestreckten, flexiblen Verbindungsbandes 4 miteinander verbunden sind. Jedes Kopfteil ist im wesentlichen kreisförmig und es ist mit einer jeweiligen Endnase 5, 6 ausgebildet, deren Zweck im Verlauf der Beschreibung deutlich wird.

Das erste Kopfteil 2 weist einen Träger 9 auf, der integral mit einem Zapfen 7 mit einer zylindrischen Wand 8 ausgebildet ist, der so vorspringt, daß seine Achse rechtwinklig zum Träger 9 steht. Der Zapfen 7 beinhaltet einen Halterungszapfen oder -stift 10, der rechtwinklig vom Träger 9 jenseits eines abgeschrägten Randes 8a der zylindrischen Wand 8 hochsteht, wie es am besten in Figur 2 erkennbar ist. Dieser Stift 10 ist radial einwärts der Wand 8 angeordnet und er ist mit einem sich verjüngenden Kopfabschnitt 11 ausgebildet.

Der Zapfen 7 beinhaltet auch drei radial angeordnete, in Umfangsrichtung gleichbeabstandete, begrenzende Stegelemente 12, die vom Träger 9 hochstehen und an ihren radial innenliegenden Abschnitten mit dem zentralen Stift 10 und an ihren radial außenliegenden Abschnitten mit der zylindrischen Wand 8 integral verbunden sind. Die radial außenliegenden Kanten 13 dieser Elemente 12 sind, wie es aus Figur 2 erkennbar ist, kontinuierlich zum Schnittprofil der Wand 8 ausgebildet.

Jeder der drei Umfangsabschnitte des Stifts 10 zwischen benachbarten Stegelementen 12 verfügt über eine Hinterschneidung 14.

Das zweite Kopfteil 3 ist mit einer Öffnung 15 mit einem im wesentlichen kreisförmigen zentralen Abschnitt 16 und drei radial angeordneten, in Umfangsrichtung gleichbeabstandeten Armen 17 ausgebildet. Auf der Seite des Kopfteils 3, das in dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten flachen Zustand der Vorrichtung auf der dem Zapfen 7 abgewandten Seite liegt, ist eine zylindrische Wand 18 ausgebildet, die die Öffnung 15 umschließt.

Gemäß Figur 4 der Zeichnungen wird eine vorstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 beschriebene Vorrichtung dazu verwendet, einen Stapel lithographischer Druckplatten oder photographischer Filme 20 aneinander zu befestigen, die so zusammengesetzt sind, daß ihre Ausrichtlöcher 21 ausgerichtet sind. Um das Befestigungsmittel anzubringen, wird der Zapfen 7 des ersten Kopfteils in die ausgerichteten Löcher 21 von einer Seite des Stapels eingeschoben, bis der Träger 9 in Kontakt mit der Außenseite der Platte auf dieser Seite liegt; die Höhe H der Zylinderwand 7 ist vorzugsweise geringfügig größer als die kombinierte Dicke von fünf Standarddruckplatten, welches die Anzahl in einem standardmäßigen Farblithographie-Plattensatz ist, so daß sie gerade über die andere Seite des Stapels übersteht, wie in Figur 5 dargestellt. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel zur Verwendung mit Platten mit 0,5 mm Dicke hat diese Abmessung H ungefähr den Wert 3,3 mm. Tatsächlich könnte eine Vorrichtung mit dieser Größe der Abmessung H einen Stapel mit bis zu sieben derartiger Platten aufnehmen. Der flexible Verbinder 4 wird dann um die Kante 22 des Stapels von Platten oder Filmen umgebogen und das Kopfteil 3 wird auf den vorspringenden Kopf 11 des Stifts 10 und die Abschnitte 12 des Zapfens aufgeschoben. Die Arme 17 der Öffnung 16 werden entsprechend zu den Festhalteteilen 12 ausgerichtet, um diese aufzunehmen, wenn die zwei Kopfteile auf diese Weise zusammengeschoben werden. Jedes Paar in Umfangsrichtung benachbarter Arme 17 legt zwischen diesen eine jeweilige flexible Lippe 23 fest, die sich nach außen umbiegt, wenn sie während dieses Befestigunsprozesses auf der Oberfläche des konischen Kopfs 11 nach unten läuft, und schließlich schnappt sie in die entsprechende Minterschneidung 14 zurück. Der Durchmesser des kreisförmigen, zentralen Abschnitts 16 der Öffnung 15 ist kleiner als der Gesamtaußendurchmesser des Stifts 10 und demgemäß greifen die Lippen 23 eng in die Hinterschneidungen 14 ein, um das Befestigungsmittel in der in Figur 5 dargestellten Sicherungsposition zu halten.

Die Nasen 5 und 6 erleichtern die Abtrennung des zweiten Kopfteils 3 vom Stift 10 und das anschließende Entfernen des ersten Kopfteils von den ausgerichteten Öffnungen 21 der Druckplatten.

Es ist erkennbar, daß das Befestigungsmittel nicht nur die Druckplatten zusammenhält, sondern daß es auch jedes Gleiten Vorderseite-an-Vorderseite zwischen diesen verhindert, welches Gleiten andernfalls die Komponentenbildmuster auf den Oberflächen beschädigen könnte. Diese Gleitverhinderung wird dadurch erzielt, daß der Außendurchmesser des Zapfens im wesentlichen so groß gemacht wird wie der Durchmesser der Öffnungen 21. Ferner schließen, da die radialen Vorsprünge der drei Festhaltestege 12 dem Radius der Zylinderwand 8 entsprechen, ihre Außenkanten 24 an das Querschnittsprofil der Wand 8 an, wie es aus Figur 5 erkennbar ist. Da diese Teile 24 gerade durch das zweite Kopfteil 3 hindurchstehen, besteht keine Möglichkeit, daß der Öffnungskantenabschnitt der Platte 20a zwischen dem abgeschrägten Oberrand 8a der Zylinderwand 8 und der Unterseite des Kopfteils 3 gleitet.

Bei der in Figur 4 dargestellten Befestigungsstellung bilden die zwei Befestigungsmittel 1 ein Paar Schleifen, durch die der Druckplattenstapel an einem Lager-Aufhängestab 26 aufgehängt werden kann, wie durch Figur 6 veranschaulicht. Figur 7 zeigt eine modifizierte Form eines Befestigungsmittels mit einer Form des Zapfens 7', die speziell so ausgebildet ist, daß der Zapfen durch eine wohlbekannte Form einer nichtkreisförmigen Ausrichtöffnung geht, wie sie allgemein bei Lithographiedrucktechniken als Variante zu kreisförmigen Öffnungen verwendet wird.

Selbstverständlich kann die Form des Zapfens an jede Form einer Ausrichtöffnung angepaßt werden.

Es ist zu würdigen, daß das vorstehend beschriebene Befestigungsmittel schnell und einfach verwendet werden kann und eine sichere und wirkungsvolle Maßnahme zum lösbaren Befestigen von Druckplatten aneinander unter Verwendung eines vorhandenen charakteristischen Merkmals solcher Platten, nämlich der Ausrichtöffnungen, schafft.

Obwohl die Erfindung für eine Befestigungsvorrichtung für Druckplatten beschrieben wurde, ist zu würdigen, daß die offenbarte Vorrichtung oder modifizierte Formen derselben dazu verwendet werden können, andere Arten perforierter folienförmiger oder plattenförmiger Teile, z. B. Papierblätter, aneinander zu befestigen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum lösbaren und nichtrutschenden gegenseitigen Befestigen eines Stapels von Druckplatten (20), von denen jede angrenzend an eine Kante desselben angeordnet ist, mit einer ersten und einer zweiten Ausrichtungsöffnung (21) zum Positionieren der Platte in einer Druckvorrichtung, welches Verfahren folgende Schritte aufweist: Zusammensetzung des Stapels von Druckplatten mit Ausrichtung ihrer entsprechenden Kanten, wobei ihre entsprechenden ersten und zweiten Öffnungen satzweise ausgerichtet sind, und Befestigen jeweiliger erster und zweiter Befestigungsvorrichtungen (1) am Stapel an den jeweiligen Sätzen der ersten und zweiten ausgerichteten Öffnungen, wobei jede Befestigungsvorrichtung ein integral ausgebildetes, einstückiges Element aufweist, das einen ersten und einen zweiten Befestigungsabschnitt (2, 3) aufweist, die entlang eines langgestreckten, flexiblen Verbindungselements (4) voneinander beabstandet sind, wobei einer der Befestigungsabschnitte einen im wesentlichen flachen Träger aufweist, von dem ein im wesentlichen zylindrisches Zapfenelement (7) vorspringt, und wobei die anderen Befestigungsabschnitte eine Halterungsöffnung aufweisen, die so ausgebildet ist, daß sie eine lösbare, einschnappende Befestigung mit dem Zapfenelement bildet, wobei der Befestigungsschritt das Folgende für jeden Satz ausgerichteter Öffnungen beinhaltet: Hindurchführen des Zapfenelements einer jeweiligen Befestigungsvorrichtung durch den Satz ausgerichteter Öffnungen von einer Seite des Stapels aus, wobei das Zapfenelement mit den Innenkanten der Öffnungen so in Eingriff steht, daß es im wesentlichen in Querrichtung in bezug auf die Öffnungen unbeweglich ist, anschließendes Umbiegen des flexiblen Verbindungselements um die ausgerichteten Plattenkanten des Stapels, und Befestigen des anderen Befestigungsabschnitts von der anderen Seite des Stapels durch Einschnappbefestigung in denjenigen Teil des Zapfenelements, der durch die andere Seite des Stapels durchdringt, wodurch die Befestigungsvorrichtungen eine Relativgleitbewegung der Druckplatten im wesentlichen verhindern.

2. Befestigungsvorrichtung (1) zum lösbaren gegenseitigen Befestigen mehrerer Druckplatten (20), die in Vorderseite- zu-Vorderseite- oder Rückseite-zu-Rückseite-Kontakt zusammengesetzt sind, wobei die Platten mit übereinstimmend positionierten, geformten und abgemessenen Ausrichtungsöffnungen (21) versehen sind, welche Befestigungsvorrichtung ein integral ausgebildetes, einstückiges Element aufweist, das einen ersten und einen zweiten Befestigungsabschnitt (2, 3) aufweist, die voneinander entlang eines langgestreckten, flexiblen Verbindungselements (4) beabstandet sind, wobei die Befestigungsabschnitte von entgegengesetzten Seiten der Plattenanordnung her so positionierbar sind, daß das Verbindungselement sich über eine Kante der Anordnung erstreckt, wobei die Befestigungsabschnitte lösbar mit einem im wesentlichen zylindrischen Zapfenelement (7) verbindbar sind, von denen eines durch die ausgerichteten Öffnungen hindurchdringt, wobei der eine der Befestigungsabschnitte (2) mit einem im wesentlichen ebenen Träger (9) ausgebildet ist, von dem das Zapfenelement (7) hochsteht, wobei das Zapfenelement eine Umfangsfläche zum Eingriff mit den Innenkanten der Öffnungen aufweist, welche Umfangsfläche dazu in der Lage ist, über einen Teil der Länge des Zapfens so an den Innenkanten anzugreifen, daß eine Relativgleitbewegung der Platten verhindert wird, dadurch gekenzeichnet, daß der Abschnitt einen unteren Zapfenteil (8) anschließend an den Träger und einen oberen Zapfenteil (12) aufweist, der mit dem unteren Zapfenteil zusammenhängt und von diesem nach oben hochsteht, und daß der andere Befestigungsabschnitt (3) mit einer Befestigungsöffnung (15) versehen ist, die so ausgebildet ist, daß sie den oberen Zapfenteil aufnimmt und mit diesem eine lösbare, einschnappende Befestigung bildet.

3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Zapfen einen Halterungsstift (10) aufweist, der im wesentlichen koaxial zur besagten Umfangsfläche ist und radial innerhalb derselben liegt und der im oberen Zapfenteil eine Außenfläche aufweist, die mit mehreren in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Vertiefungen oder Hinterschneidungen (14) ausgebildet ist, und wobei die Kante der Halterungsöffnung mit einer entsprechenden Mehrzahl in Umfangsrichtung beabstandeter flexibler Lippen (23) ausgebildet ist, die so ausgebildet sind, daß sie durch Einführen des Halterungsstifts in die Halterungsöffnung umgebogen werden und durch Einschnappwirkung in die entsprechenden Aussparungen oder Hinterschneidungen eingreifen.

4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, bei der der untere Zapfenteil eine in Umfangsrichtung zusammenhängende Wand (8) für Eingriff in die ausgerichteten Öffnungen der Platten aufweist, und bei der der obere Zapfenteil mehrere radial angeordnete, in Umfangsrichtung beabstandete Elemente (12) aufweist, die sich axial vom unteren Zapfenteil in einer Richtung quer zur Ebene des Trägers wegstrecken und radiale Außenkanten oder Flächen (13) aufweisen, die mit der Wand (8) zusammenhängen und sich in Richtung derselben fortsetzen, wobei die Halterungsöffnungen (15) im anderen Befestigungsabschnitt in Umfangsrichtung beabstandete, radial angeordnete Öffnungsabschnitte (17) zum Aufnehmen der Elemente (12) des oberen Zapfenteils aufweisen, wobei die Anordnung dergestalt ist, daß sie frei von jeglichen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Spalten zwischen dem Zapfenelement und dem anderen Befestigungsabschnitt ist, in den eine Öffnungskante der Platte oder mehrere hineinrutschen kann bzw. können, wenn die zwei aneinander befestigt werden.

5. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem jede Befestigungsvorrichtung eine solche gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4 ist.







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