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Dokumentenidentifikation DE68918662T2 09.02.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0367524
Titel Fensterverkleidungsbauelement für Kraftfahrzeuge.
Anmelder Hashimoto Forming Industry Co. Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Iwata, Takao Hashimoto Forming Ind. Co., Ltd., Yokohama City Kanagawa Pref., JP;
Hotta, Tetsuo Hashimoto Forming Ind. Co., Ltd., Yokohama City Kanagawa Pref., JP
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 83700 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 90489 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 82319 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 90489 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 68918662
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.10.1989
EP-Aktenzeichen 893111633
EP-Offenlegungsdatum 09.05.1990
EP date of grant 05.10.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.1995
IPC-Hauptklasse B60J 1/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fensterverkleidungsbauelement für Kraftfahrzeuge mit einem Querschnitt. der sich in seiner Längsrichtung ändert.

Typischerweise werden Fensterverkleidungsbauelemente zusammen mit Kraftfahrzeugen verwendet, welche ein Karosseriepanel mit einer äußeren Oberfläche, einen von der äußeren Oberfläche zurückgesetzten Flansch und einen den Flansch mit der äußeren Oberfläche verbindenden Schulterabschnitt umfassen. Der Flansch des Karosseriepanels dient dazu, darauf eine Fensterscheibe zu montieren, wobei die Randkante der Fensterscheibe dem Schulterabschnitt des Karosseriepanels gegenüberliegt und dazwischen einen Spalt läßt.

Eine Anzahl von Fensterverkleidungsbauelement-Arten, die zum Erfüllen verschiedener funktioneller und/oder optisch-dekorativer Anforderungen augebildet sind, sind bekannt und finden bei Kraftfahrzeugen weithin Verwendung. Unter anderem offenbart JP-Y2-54.416/82 ein Bauelement, das einen sich entlang der oberen Kante einer Fensterscheibe erstreckenden oberen Abschnitt und einen sich entlang einer seitlichen Kante der Fensterscheibe erstreckenden Seitenabschnitt umfaßt. Der Seitenabschnitt weist einen Hauptkörper auf, der so ausgebildet ist, daß er den Spalt zwischen dem Fahrzeug-Karosseriepanel und der Fensterscheibe abdeckt. Der Seitenabschnitt ist weiter mit einem über die gesamte Länge des Seitenabschnittes reichenden und sich von dem Hauptkörper weg in Richtung und oberhalb der Fensterscheibe erstreckenden Wulst versehen, so daß zwischen dem Wulst und der Fensterscheibe ein Kanal gebildet wird. Der Kanal dient dazu, Regenwasser auf der Fensterscheibe daran zu hindern, über den Seitenabschnitt und den benachbarten Karosserieabschnitt oder Pfosten auf ein angrenzendes Seitenfenster zu strömen, indem das Wasser so geführt wird, daß es entlang dem Kanal strömt, ohne die Sicht des Fahrers durch das Seitenfenster zu beeinträchtigen. Der obere Abschnitt ohne den Wulst realisiert seinerseits eine glatte äußere Oberfläche der Fahrzeugkarossene entlang der oberen Kante der Fensterscheibe. Wegen des Unterschiedes in der Querschnittsform zwischen dem oberen und dem Seitenabschnit müssen jedoch beide getrennt hergestellt und dann miteinander verbunden werden, wobei gegebenenfalls ein getrenntes Eckverbindungsstück verwendet wird.

Um die oben erwähnten Nachteile der herkömmlichen Anordnung zu beseitigen, ist aus der japanischen Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift JP-A-283.017/87 ein anderer Typ eines Fensterverkleidungsbauelementes bekannt, welches aus einem extrudierten Körper aus einem Kunstharz mit ursprünglich konstantem Querschnitt über die gesamte Länge besteht und das anschließend einer Verformung unterzogen wurde, so daß der Kanal entlang des Seitenabschnittes des Verkleidungsbauelementes gebildet wird. Eine solche Anordnung des Verkleidungsbauelementes erlaubt jedoch nicht die Bildung eines Seitenabschnittes, dessen Breite sich in Längsrichtung ändert und kann vielleicht nicht immer die ganze Spannweite der Verzierungsanforderungen abdecken, welche die Verkleidungsbauelemente erfüllen müssen.

Demzufolge ist es ein Ziel der Erfindung, ein neuartiges Fensterverkleidungsbauelement für Kraftfahrzeuge zu schaffen, das die Bildung eines Seitenabschnittes mit in Längsrichtung veränderlicher Breite erlaubt und so verschiedene Verzierungsanforderungen erfüllt.

Gemäß der Erfindung wird ein Fensterverkleidungsbauelement für Fahrzeuge, die ein Karosseriepanel mit einer äußeren Oberfläche, einem von der äußeren Oberfläche zurückspringenden Flansch und einem Schulterabschnitt, der den Flansch mit der äußeren Oberfläche verbindet, sowie eine an dem Flansch des Karosseriepanels montierte Fensterscheibe umfassen, wobei die Fensterscheibe eine Randkante aufweist, die dem Schulterabschnitt des Karosseriepanels mit einem dazwischen verbleibenden Spalt gegenüberliegt, geschaffen, umfassend:

wenigstens einen oberen Abschnitt der sich wenigstens teilweise entlang einer oberen Kante der Fensterscheibe erstreckt, wenigstens einen Seitenabschnitt, der sich entlang wenigstens einer Seitenkante der Fensterscheibe erstreckt, wenigstens einen Eckabschnitt, der die seitlichen und oberen Abschnitte einstückig und fortlaufend in Längsrichtung des Fensterverkleidungsbauelementes miteinander verbindet;

einen Hauptkörper, der ein Blechmaterial umfaßt und so ausgebildet ist, daß er den Spalt abdeckt, wobei der Hauptkörper eine Breite aufweist, die sich in Längsrichtung des Fensterverkleidungsbauelements verändert und erste und zweite Abschnitte umfaßt, die in Eingriff mit den äußeren Oberflächen des Karosseriepanels bzw. der Fensterscheibe bringbar sind; und

ein längliches Kissenelement, welches ein einstückig mit dem zweiten Abschnitt des Hauptkörpers verbundenes elastisches Material umfaßt, das sich entlang der gesamten Länge des Fensterverkleidungsbauelements erstreckt, so daß das Kissenelement die äußere Oberfläche der Fensterscheibe berührt, wobei es mit dem Hauptkörper zusammenwirkt, um entlang des Seitenabschnitts ein Wehr zu bilden, welches Wasser auf der Fensterscheibe daran hindert, über den seitlichen Abschnitt zu strömen und das Wasser so führt, daß es entlang des Seitenabschnitts strömt;

wobei der erste Abschnitt des Hauptkörpers entlang sowohl des oberen als auch des seitlichen Abschnitts im wesentlichen in einer Ebene mit der äußeren Oberfläche des Karosseriepanels liegt und

die äußere Oberfläche des zweiten Abschnitts des Hauptkörpers entlang des oberen Abschnitts von der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe um einen ersten Abstand beabstandet ist und die äußere Oberfläche des zweiten Abschnitts des Hauptkörpers entlang des Seitenabschnitts von der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe um einen zweiten Abstand beabstandet ist, der größer ist als der erste Abstand), um so ein Wehr entlang des Seitenabschnitts zu bilden.

Bei der oben erwähnten Anordnung des erfindungsgemäßen Fensterverkleidungsbauelementes kann das mit dem zweiten Abschnitt des Verkleidungsbauelement-Hauptkörpers zusammenwirkende längliche Kissenelement entlang des Seitenabschnittes eine Dicke aufweisen, die um so viel größer ist als seine Dicke entlang des oberen Abschnittes, daß das zum Erhalten der Sicht des Fahrers durch die Seitenfenster ausgeformte Wehr gebildet wird. Außerdem kann der zweite Abschnitt des Hauptkörpers eine in Längsrichtung veränderliche Breite aufweisen, was wirksam der Anforderung nach einer Diversifikation der Verzierungen der Verkleidungsbauelemente entgegenkommt.

Auf Weiterentwicklungen bezüglich der in Anspruch 1 definierten Erfindung wird in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 7 Bezug genommen.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf einige bevorzugte Ausführungsformen vollständiger erklärt, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind.

Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Kraftfahrzeuges mit einem erfindungsgemäßen Fensterverkleidungsbauelement;

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht in vergrößertem Maßstab einer Ausführungsform des an der Fahrzeugkarosserie montierten Verkleidungsbauelementes;

Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2, der den oberen Abschnitt des Verkleidungsbauelementes zeigt;

Fig. 4 ist ein Querschnitt entlang der Linie IV-IV in FIg. 2, der den Eckabschnitt des Verkleidungsbauelementes zeigt;

Fig. 5 ist ein Querschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 2, der den Seitenabschnitt des Verkleidungsbauelementes zeigt;

Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht, welche die Rückseite des Verkleidungsbauelementes im Bereich des Eckabschnitts zeigt;

Fig. 7 ist ein Fig. 3 entsprechender Querschnitt, der das Verkleidungsbauelement zusammen mit einem Befestigungselement und Clips zum Befestigen des Verkleidungsbauelementes an dem Karosseriepanel zeigt; und

Figs. 8 und 9 sind jeweils den Figuren 3 und 5 entsprechende Querschnitte, welche die oberen und Seitenabschnitte einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verkleidungsbauelementes zeigen.

In Fig. 1 ist ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie 1, einer Frontscheibe oder Fensterscheibe 2, Seitenfenstern 3 und einem erfindungsgemäßen Windschutzscheiben- Verkleidungsbauelement 4 dargestellt, das entlang dem Rand der Fensterscheibe 2 anzuordnen ist und das, wie in Fig. 2 deutlicher gezeigt ist, ein Paar oberer Abschnitte 5, die sich entlang der oberen Kante der Fensterscheibe 2 erstrecken sollen, ein Paar Seitenabschnitte 6, die sich entlang den seitlichen Kanten der Fensterscheibe 2 erstrecken sollen, und ein Paar Eckabschnitte 7, die unterbrechungslos die oberen und Seitenabschnitte 5,6 zu einem einstückigen Bauteil verbinden, umfaßt.

Die Kraftfahrzeugkarosserie 1 umfaßt ein Karosseriepanel 8 mit einer äußeren Oberfläche 8a, einem von der äußeren Oberfläche 8a zurückgesetzten Flansch 8b und einen den Flansch 8b mit der äußeren Oberfläche 8a verbindenden Schulterabschitt 8c. Der Flansch 8b des Karosseriepanels 8 dient dazu, die Fensterscheibe 2 mittels eines Klebers 9 und eines Abdichtungsgummis 10, die durch eine opake gedruckte Schicht 11 auf dem Rand der hinteren Oberfläche der Fensterscheibe 2 verdeckt sind, zu befestigen. Die Fensterscheibe 2 wird so auf dem Flansch 8b montiert, daß die Kante der Scheibe 2 von dem Schulterabschnitt 8c beabstandet ist und ein Spalt 12 dazwischenliegt. Die Fensterscheibe 2 kann aus einem anorganischen Glas oder geeignetem durchsichtigem Kunstharzmaterial, wie etwa Polycarbonat oder Acrylharz, bestehen.

Das Verkleidungsbauelement 4 umfaßt einen Hauptkörper, der so ausgebildet ist, daß er den Spalt 12 zwischen der Kante der Fensterscheibe 2 und dem Schulterabschnitt 8c des Karosseriepanels 8 abdeckt. Der Hauptkörper besteht aus einem geeigneten Blechmaterial, wie etwa durch Stanzen in eine gewünschte Form gebrachtem rostfreiem Stahl, und umfaßt einen in Eingriff mit der äußeren Oberfläche 8a des Karosseriepanels bringbaren ersten Abschnitt 4a, einen zweiten Abschnitt 4b, der wiederum mit der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 2 in Eingrif brlngbar ist, und einen Schulterabschnitt 4c, welcher die ersten und zweiten Abschnitte 4a, 4b miteinander verbindet. Der erste Abschnitt 4a weist eine Breite W&sub1; auf, welche über die gesamte Länge des Verkleidungsbauelementes 4 konstant sein kann. Der zweite Abschnitt 4b weist eine Breite auf, die in Längsrichtung des Verkleidungsbauelementes 4 veränderlich ist. lnsbesondere kann der zweite Abschnitt 4b eine Breite W&sub2; entlang des oberen Abschnitts, eine Breite W&sub3; entlang des Eckabschnitts 7, die größer ist als die Breite W&sub2;, und eine Breite W&sub4; entlang des Seitenabschnittes 6, die größer ist als die Breite W&sub3;, aufweisen (W&sub2;< W&sub3;< W&sub4;). Wenn gewünscht, kann die Breite W&sub4; des zweiten Abschnitts so ausgebildet werden, daß sie in Richtung des unteren Endes des Seitenabschnittes 6 kontinuierlich zunimmt, wie in Fig. 1 zu sehen. Der Hauptkörper umfaßt weiter Bahnen 4d, 4e, die, wie in Fig. 6 gezeigt, entsprechend auf den Rückseiten des ersten bzw. zweiten Abschnitts 4a, 4b angeordnet sind. In diesen Bahnen 4d, 4e ist in den den Eckabschnitten 7 entsprechenden Eckbereichen jeweils ein Paar Ausnehmungen 4f, 4g zum Erleichtern des axialen Biegens des Blechmaterials entlang der Eckabschnitte 7 und eine Zunge 4h, 4i zwischen den Ausnehmungen 4f, 4g jedes Paares zum Angreifen an geeigneten Befestigungsclips, falls nötig, ausgebildet.

Das Verkleidungsbauelement 4 umfaßt weiter erste und zweite, sich über die gesamte Länge des Verkleidungsbauelementes 4 erstreckende längliche Kissenelemente 13, 14, die beide im wesentlichen aus einem elastischen Kunstharz, wie etwa Weich-PVC oder einem anderen geeigneten Elastomermaterial, z.B. einem Butylgummi, bestehen. Das erste Kissenelement 13 weist eine über die gesamte Länge des Verkleidungsbauelementes 4 konstante Dicke auf, ist einstückig mit dem ersten Abschnitt 4a des Hauptkörpers verbunden und so ausgebildet, daß es in Kontakt mit der äußeren Oberfläche 8a des Karosseriepanels 8 bring bar ist. Das zweite Kissenelement 14 weist eine Dicke entlang dem Seitenabschnitt 6 auf, die größer ist als seine Dicke entlang dem oberen Abschnitt 5, ist einstückig mit dem zweiten Abschnitt 4b des Hauptkörpers verbunden und so ausgebildet, daß es in Kontakt mit der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 2 bring bar ist. Wie nachstehend erklärt wird, dient das zweite Kissenelement 14 als Abstandshalter zwischen dem zweiten Abschnitt 4b des Hauptkörpers und der Fensterscheibe 2. Diese Kissenelemente 13, 14 können einstückig mit dem Blechmaterial für den Verkleidungsbauelement-Hauptkörper geformt sein, z.B. durch ein Einsatzspritzgußverfahren, bei dem das Blechmaterial von gewünschter Form in einer Spritzgußform plaziert und dann das die Abstandshalter-Elemente 13, 14 bildende Material in den Formhohlraum eingespritztwird.

Das Verkleidungsbauelement 4 der oben erwähnten Strukutr kann mittels Haltern und Clips an Ort und Stelle montiert werden, die in den Figuren 2 bis 5 aus Gründen der Klarheit weggelassen wurden. Wie insbesondere in Fig. 7 zu sehen, wird der Halter 15 über die gesamte Länge des Schulterabschnitts 8c mittels eines viskosen Bandes oder ähnlichen Haftmittels 16 an dem Karosseriepanel 8 befestigt. Der Halter 15 besteht vorzugsweise aus einem Kunstharz wie etwa Polyamid, um eine ausreichende Steifigkeit aufzuweisen. Andererseits werden flexible Clips 17, die in Eingriff mit dem Halter 15 brlngbar sind, an in Längsrichtung voneinander beabstandeten Positionen in den Raum auf der Rückseite des Hauptkörpers zwischen den Bahnen 4d, 4e eingesetzt. Die Clips 17 bestehen vorzugsweise aus einem Kunstharz wie etwa Polyacetal oder Polyamid, um eine ausreichende Flexibilität aufzuweisen.

Wenn das Verkleidungsbauelement 4 durch Ineingriffbringen der Clips 17 und des Halters 15 an Ort und Stelle montiert ist, bildet das erste Kissenelement 13 eine über die gesamte Länge des Verkleidungsbauelementes 4 in Kontakt mit der äußeren Oberfläche 8a des Karosseriepanels 8 stehende Lippe. Das zweite Kissenelement 14 steht entlang des gesamten Randes der Fensterscheibe 2 in Kontakt mit der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 2. Weil das Kissenelement 14 wie oben erwähnt eine in Längsrichtung veränderliche Dicke aufweist, ist das freie Ende des zweiten Abschnittes 4b des Verkleidungsbauelement-Hauptkörpers entlang des oberen Abschnittes 5 nahe an der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 2 angeordnet, wie in Fig. 3 gezeigt. während es entlang dem Seitenabschnitt 6 etwas davon beabstandet ist, wie in Fig. 5 dargestellt. Dies ist in den Figuren 3 biss durch die Höhe h1, h2 und h3 dargestellt (h1< h2< h3), um die der zweite Abschnitt 4b von der Fensterscheibe 2 beabstandet ist. Somit dient ein niedrigeres Profil des Kissenelementes 14 entlang dem oberen Abschnitt 5 dazu, entlang der oberen Kante der Fensterscheibe 2 eine glatte äußere Oberfläche der Kraftfahrzeugkarosserie 1 zu realisieren, während das Kissenelement 14 entlang jedem Seitenabschnitt 6 als Abstandshalter fungiert, um ein Wehr 18 zu bilden, welches verhindert, daß Regenwasser auf der Fensterscheibe 2 über den Seitenabschnitt 6 und den benachbarten Pfosten der Kraftfahrzeugkarosserie 1 auf das Seitenfenster 3 strömt, indem das Wasser so geführt wird, daß es entlang dem Seitenabschnitt 6 fließt, ohne die Sicht des Fahreres durch die Seitenfenster 3 zu beeinträchtigen.

Wenn, wie bei der dargestellten Ausführungsform, die Breite des ersten Abschnitts 4a über die gesamte Länge des Verkleidungsbauelementes 4 konstant gehalten wird, während die Breite des zweiten Abschnittes 4b verändert wird, ist es einfach möglich, ein ausgezeichnetes Erscheinungsbild dahingehend zu realisieren, daß die oberen und Seitenabschnitte auf ununterbrochene Weise miteinander verbunden sind, ohne daß getrennte Eckverbindungsstücke dazwischen benötigt werden. Das Fensterverkleidungsbauelement 4 mit in Längsrichtung veränderlichem Querschnitt kann relativ einfach hergestellt werden und ist in der Lage, die zunehmende Spannweite von Verzierungsanforderungen abzudecken.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der zweite Abschnitt 4b des Verkleidungsbauelement-Hauptkörpers eine Verlängerung entlang des Seitenabschnittes 6 aufweist, die in Richtung der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 2 vorsteht und mit dem Kissenelement 14 von konstanter Dicke zusammenwirkt, um das Wehr 18 zu bilden, ist in den Figuren 8 und 9 gezeigt.

Aus der vorhergehenden Beschreibung wird schnell klar, daß gemäß der Erfindung der Verkleidungsbauelement-Hauptkörper den zweiten Abschnitt mit einer in Längsrichtung veränderlichen Breite umfassen kann, der mit einem Kissenelement mit einer in Längsrichtung veränderlichen Dicke zusammenwirkt, um ein Wehr entlang dem Seitenabschnitt des Verkleidungsbauelementes zu definieren, um die Sicht des Fahrers durch das Seitenfenster zu bewahren und verschiedene Verzierungsanforderungen zu erfüllen.

Man muß anmerken, daß die Erfindung nicht auf die oben erwähnten gezeigten Ausführungsformen beschränkt ist, die nur als Beispiele vorgestellt wurden, und eine Anzahl von Veränderungen und/oder Modifikationen möglich sind, ohne den in den Ansprüchen definierten Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Zum Beispiel ist, obwohl das Verkleidungsbauelement in Fig. 1 als in zwei Hälften geteilt dargestellt ist, eine auf der linken Seite und eine auf der rechten Seite, deren obere Hälften miteinander verbunden sind, dies keine Voraussetzung. Somit kann das Verkleidungsbauelement zwei Hälften umfassen, die jeweils einen relativ kurzen an den Eckabschnitt anschließenden oberen Abschnitt umfassen, der mit dem entsprechenden oberen Abschnitt der gegenüberliegenden Hälfte durch einen relativ langen oberen Verbindungsabschnitt zu verbinden ist. Wahlweise kann das Verkleidungsbauelement einen einzelnen oberen Abschnitt und je ein Paar von Seiten- und Eckabschnitten umfassen, die zu einem einstückigen Körper ausgeformt sind.

Weiterhin können die Kissenelemente zuvor entweder durch einen Spritzguß- oder Extrusionsvorgang getrennt von dem Hauptkörper geformt und dann an dem Hauptkörper befestigt werden.


Anspruch[de]

1. Fensterverkleidungsbauelement für Fahrzeuge, die ein Karosseriepanel (8) mit einer äußeren Oberfläche (8a), einem von der äußeren Oberfläche zurückspringenden Flansch (8b) und einem Schulterabschnitt (8c), der den Flansch mit der äußeren Oberfläche verbindet, sowie eine an dem Flansch des Karosseriepanels montierte Fensterscheibe (2) umfassen, wobei die Fensterscheibe eine Randkante aufweist, die dem Schulterabschnitt des Karosseriepanels mit einem dazwischen verbleibenden Spalt (12) gegenüberliegt, umfassend:

wenigstens einen oberen Abschnitt (5) der sich wenigstens teilweise entlang einer oberen Kante der Fensterscheibe erstreckt, wenigstens einen Seitenabschnitt (4), der sich entlang wenigstens einer Seitenkante der Fensterscheibe erstreckt, wenigstens einen Eckabschnitt (7), der die seitlichen und oberen Abschnitte einstückig und fortlaufend in Längsrichtung des Fensterverkleidungbauelements miteinander verbindet;

einen Hauptkörper (4a, 4b), der ein Blechmaterial umfaßt und so ausgebildet ist, daß er den Spalt (12) abdeckt, wobei der Hauptkörper eine Breite aufweist, die sich in Längsrichtung des Fensterverkleidungsbauelements verändert und erste und zweite Abschnitte (4a, 4b) umfaßt, die in Eingriff mit den äußeren Oberflächen des Karosseriepanels bzw. der Fensterscheibe bring bar sind; und

ein längliches Kissenelement (14), welches ein einstückig mit dem zweiten Abschnitt des Hauptkörpers verbundenes elastisches Material umfaßt, das sich entlang der gesamten Länge des Fensterverkleidungsbauelements erstreckt. so daß das Kissenelement die äußere Oberfläche der Fensterscheibe berührt, wobei es mit dem Hauptkörper zusammenwirkt, um entlang des Seitenabschnitts ein Wehr zu bilden, welches Wasser auf der Fensterscheibe daran hindert, über den seitlichen Abschnitt zu strömen und das Wasser so führt, daß es entlang des Seitenabschnitts strömt;

wobei der erste Abschnitt des Hauptkörpers entlang sowohl des oberen als auch des seitlichen Abschnitts im wesentlichen in einer Ebene mit der äußeren Oberfläche des Karosseriepanels liegt und

die äußere Oberfläche des zweiten Abschnitts (4b) des Hauptkörpers entlang des oberen Abschnitts von der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe um einen ersten Abstand (h&sub1;) beabstandet ist und die äußere Oberfläche des zweiten Abschnitts des Hauptkörpers entlang des Seitenabschnitts von der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe um einen zweiten Abstand (h&sub3;) beabstandet ist, der größer ist als der erste Abstand (h&sub1;), um so ein Wehr entlang des Seitenabschnitts zu bilden.

2. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissenelement (14) eine erste Dicke entlang des oberen Abschnitts und eine zweite Dicke entlang des Seitenabschnitts aufweist, die um so viel größer ist als die erste Dicke, daß das Wehr gebildet wird.

3. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt (4b) des Hauptkörpers einen Vorsprung entlang des seitenabschnitts (6) aufweist, der in Richtung der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe (2) vorspringt und mit dem Kissenelement (14) zusammenwirkt, um das Wehr (18) zu bilden.

4. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt (4b) des Hauptkörpers entlang des oberen Abschnitts eine vorbestimmte Ausrichtung gegenüber dem ersten Abschnitt einnimmt, und daß der zweite Abschnitt des Hauptkörpers entlang des Seitenabschnitts eine andere vorbestimmte Ausrichtung gegenüber dem ersten Abschnitt einnimmt.

5. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Abschnitte des Hauptkörpers über einen Schulterabschnitt (4c) einstückig miteinander verbunden sind.

6. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt des Hauptkörpers eine Breite aufweist, die sich in Längsrichtung des Fensterverkleidungsbauelements verändert.

7. Fensterverkleidungsbauelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt des Hauptkörpers eine vorbestimmte Breite (W&sub1;) entlang des oberen Abschnitts und eine andere vorbestimmte Breite (W&sub4;) entlang des Seitenabschnitts aufweist.







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