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Dokumentenidentifikation DE69200400T2 09.02.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0502793
Titel Übungsmine.
Anmelder Giat Industries S.A., Versailles, FR
Erfinder Bourgin, Pascal, F-42240 Unieux, FR
Vertreter Beetz, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Timpe, W., Dr.-Ing.; Siegfried, J., Dipl.-Ing.; Schmitt-Fumian, W., Prof. Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Mayr, C., Dipl.-Phys.Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69200400
Vertragsstaaten DE, GB, IT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 12.02.1992
EP-Aktenzeichen 924200462
EP-Offenlegungsdatum 09.09.1992
EP date of grant 14.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.1995
IPC-Hauptklasse F42B 8/28

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft militärisches Übungsmaterial und sie betrifft insbesondere Scheinminen, die für die Übung und das Trainieren von Personal verwendet werden, jedoch auch Material, das für das Wiederbeladen, den Transport, das Lagern, das Schießen verwendet wird.

Die Erfindung betrifft noch genauer den Bereich von Oberflächen-Übungsminen auf dem Land.

Um die Ausbildung des Personals zum Schießen und zur Handhabung von Materialien und Oberflächen-Landminen zu ermöglichen, wird allgemein zurückgegriffen auf sog. Übungsminen, die der Form und der Masse von tatsächlichen Minen entsprechen, wobei sie keinerlei Explosionsladungen aufweisen.

Derartige Minen weisen einen Körper in allgemeiner Tonnenform auf, der eine Symmetrieachse besitzt, die meistens auch die Drehachse ist. Ein derartiger Körper wird durch zwei Gehäuse aus Elastomer oder ähnlichem Material gebildet, die einen inneren Hohlraum begrenzen, der von einem Ballast aus einem dichten Material besetzt ist.

Die beiden Gehäuse, die symmetrisch sind bezüglich einer mittigen Querebene senkrecht zur Drehachse, sind mit Klammern oder Rippen aus Stahl von axialer Richtung verbunden, die die Gehäuse durchqueren und die außen mit den zwei Querseiten vernietet sind, die diese letzteren für den Körper definieren.

Die Vernietung der Enden der Klammern dient ebenfalls dazu, die Unbeweglichkeit von zwei äußeren Ringen gegenüber den Querseiten sicherzustellen, und auf die elastische Laschen aufgeschweißt sind, die sich am Umfang des Körpers nach außen erstrecken, gemäß abwechselnden radialen Richtungen von einer Seite zur anderen, unter Aufweisen jeweils einer divergierenden Neigung von der entsprechenden Seite zur querverlaufenden Mittenebene der beiden Gehäuse hin. Die elastischen Zungen oder Laschen haben zur Funktion, die Positionierung der Minen sicherzustellen unabhängig von der Art des Terrains.

Derartige Scheinminen oder Übungsminen sind für die Funktion, die sie annehmen sollen zufriedenstellend, weisen jedoch einen Nachteil auf, der grundsätzlich auf ihren Herstellungskosten basiert, aufgrund der großen Anzahl von elementaren Teilen, die erzeugt und zusammengebaut werden müssen, um deren Bildung sicherzustellen. Es ist somit notwendig, dreizehn unterschiedliche elementare Teile herzustellen und zusammenzufügen, was unbestritten den allgemeinen Herstellungspreis erhöht und die Belastung durch Lagern, Montage und Zusammenfügen für eine jede Mine anwachsen läßt.

Die Aufgabe der Erfindung, ist diesen Nachteil zu beheben unter Vorschlagen einer neuen Struktur, die erlaubt, den Herstellungspreis durch Verringerung der Anzahl der elementaren Teile, die den Aufbau einer Mine bilden, beträchtlich zu senken, und vor allem auch durch Wegfall der meisten Montageoperationen, die durch den Stand der Technik obligatorisch wurden.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist auch das mechanische Verhalten zu verbessern, insbesondere der elastischen Laschen, unter Wegfall von Korrosionsgefahren, hauptsächlich in Verbindung mit der Verbindungsart durch Schweißen zwischen den elastischen Laschen und den sie tragenden Ringen gemäß dem Stand der Technik.

Um die vorgenannten Aufgaben zu lösen, ist die erfindungsgemäße Übungsmine dadurch gekennzeichnet, daß:

- der Körper durch ein Abformen von einem einzigen Gußstück um den Ballast herum gebildet wird,

- die Laschen durch die umgeschlagenen Endbereiche von Beschlägen gebildet werden, die in den Bereich des Körpers eingetaucht sind, der den Ballast umgibt, und

- der Ballast derart geformt oder gebildet ist, daß sein Schwerkraftzentrum auf den axialen und querverlaufenden Symmetrieachsen des Körpers angeordnet ist.

Verschiedene andere Eigenschaften ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, die beispielhaft und nicht einschränkend eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gegenstandes zeigen.

Die Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Übungsmine.

Die Fig. 2 ist eine Schnittansicht gemäß der Linie II-II von Fig. 1.

Die Fig. 3 ist eine Perspektive, teilweise weggebrochen, die detaillierter gewisse die Erfindung bildende Elemente darstellt.

Gemäß den Zeichnungen weist die erf indungsgemäße Übungsmine einen Körper 1 von allgemeiner Tonnenform auf, die eine Symmetrie- oder Drehachse x-x' aufweist. Der Körper 1 weist zwei ebene Querseiten 2 und 3 auf, die untereinander parallel und senkrecht zur Achse x-x' sind. Die Querseiten 2 und 3 begrenzen den Körper zusammen mit einem Umfang 4, der glatt, ausgeschnitten oder weiterhin so erzeugt sein kann, daß er winkelmäßig gleich beabstandete Aufnahmen 5 aufweist, deren Funktion im nachfolgenden erscheint.

Der Körper 1 ist von einem Ballast 6 gebildet, der auf mehrere unterschiedliche Weisen realisiert werden kann, mit der Maßgabe, daß er die Anforderungen nach einem geringen Herstellungspreis, dem Vorhandensein einer gewissen Volumenmasse, allgemein enthalten zwischen 2,3 und 2,5, einer guten Temperaturhaltbarkeit bis zu ungefähr 220º C, einer guten mechanische Haltbarkeit, insbesondere gegen Kompressionskräfte und einer guten Widerstandskraft gegenüber aggressiven äußeren chemischen Stoffen erfüllt.

Beispielsweise kann der Ballast 6 gebildet sein aus einer Betonmasse, die verstärkt ist oder nicht, von allgemein zylindrischer Form, deren Umfang beispielsweise von einer Hülle 7 umgeben ist, die Verbindungshülle genannt wird, die beispielsweise aus polyvinylchlorid hergestellt sein kann.

Es muß jedoch auch in Betracht gezogen werden, daß der Ballast 6 ebenfalls aus einer einzigen Masse eines anderen Materials oder auch noch durch die Zufügung von Platten oder Blöcken, ggf. verbunden untereinander durch jegliche geeignete Mittel, gebildet werden kann. In allen diesen Fällen wird der Ballast 6 hergestellt, um eine einzige Masse von kompakter Eigenschaft zu bilden, deren Schwerkraftzentrum auf den axialen oder querverlaufenden Symmetrieachsen angeordnet sein muß.

Der Körper 1 ist ebenfalls durch ein Abformen 8 aus jeglichem geeigneten Material gebildet, und insbesondere aus einem Elastomer-Polyester, der unter dem Markennamen PEBAX bekannt ist. Das Gußstück 8 wird aus einem einzigen Teil erzeugt, um komplett dem Ballast 6 sowohl an seinem Umfang als auch seinen Querseiten zu umgeben.

Die Bedingungen des Abformens bezüglich Druck und Temperatur werden bestimmt durch die Wahl des das Gußstück 8 bildenden Materials, und müssen als vom bekannten Technik abhängig betrachtet werden. Jedoch muß man auch feststellen, daß die Eigenschaften des oder der den Ballast bildenden Materialien ausgewählt werden müssen, damit letzterer eine gegenüber Druck ausreichende mechanische Widerstandskraft, gegenüber der Formtemperatur sowie gegenüber ggf. aggressiven Eigenschaften der Bestandteile des Materials des Gußstücks 8 aufweisen.

Der Körper 1, wie er oben beschrieben ist, ist ebenfalls mit elastischen Laschen 9 verbunden, die sich außerhalb am Umfang 4 erstrecken, ausgehend von den Querseiten 2 und 3, gemäß abwechselnden radialen Richtungen von einer Seite zur anderen, wie das insbesondere ausgehend von Fig. 1 und 3 verdeutlicht wird. Die Laschen 9 sind mit der Bezugsziffer 2 und 3 identifiziert, je nachdem, ob sie zu Querseite 2 oder 3 gehören oder davon ausgehen.

Die Laschen 9&sub2; und 9&sub3;, die winkelmäßig alternierend sind von einer Seite zur anderen, sind auch auf winkelmäßig gleich beabstandete Weise angeordnet, wobei jede ausgehend von der entsprechenden Seite zur Quermittenebene P des Körpers 1 und senkrecht zur Symmetrieachse x-x' auseinandergeht.

Gemäß der Erfindung sind die Laschen 9&sub2; und 9&sub3; aus den zu einem "U" umgeschlagenen Endbereichen von Beschlägen 10 gebildet, die in Form von zwei Sätzen 11&sub2; und 11&sub3; geordnet sind. Jeder Satz weist zwei Beschläge 10 auf, deren zentrale Seelen 12 unter rechtem Winkel angeordnet sind, um mit ihrem Mittenbereich verbunden zu sein. Die Verbindung der beiden einen jeden Satz bildenden Beschläge kann auf jede mögliche Art hergestellt werden, insbesondere durch einen Pion, einen Niet oder dergleichen 13, aus jeglichem geeigneten Material, das gewählt wird, um mögliche Korrosionsgefahren zu vermeiden.

Die Sätze 11&sub2; und 11&sub3; sind im Gußstück 8 enthalten, in dem sie vollständig eingetaucht sein können, oder einfacherweise teilweise umhüllt sein, wenn beispielsweise die Beschläge 10 anfangs so ausgebildet sind, daß sie den Ballast 6 aufnehmen. In allen Fällen sind die Sätze 11&sub2; und 11&sub3; in umgekehrter Verschachtelung angeordnet, beiderseits des Ballastes 6, wobei sie im vorliegenden Fall um 45º versetzt sind, derart, daß die Flügel 14 sich aufeinanderfolgend auf abwechselnde Weise am äußeren Umfang des Ballastes 6 erstrecken, damit die Laschen 9, die sie durch ihre umgeschlagenen Endbereiche bilden, den obengenannten Einsatzbedingungen entsprechen.

Es muß berücksichtigt werden, daß im Ausführungsbeispiel jeder Satz 11 aus zwei Beschlägen 10 gebildet wird, und daß der Körper 6 zwei Sätzen zugeordnet ist, derart, daß die Scheinmine acht elastische Laschen 9 aufweist. In bestimmten Fällen kann ein unterschiedlicher Aufbau vorgenommen werden, unter Bildung eines jeden Satzes 11, beispielsweise ausgehend von drei Beschlägen 10.

Auf klassische Weise sind bei der Bildung von geformten oder angeformten Körpern, die Sätze 11&sub2; und 11&sub3;, sowie der Ballast 6 in der Bildungsform des Gußstücks 8 derart angeordnet, daß die verschiedenen Laschen 9 mit den positiven Eindrücken der Form übereinstimmen, die am Umfang 4 des Gußstücks 8 die Aufnahmen 5 mit axialer Eigenschaft begrenzen müssen. Diese Aufnahmen sollen dazu dienen, das elastische Umschlagen der verschiedenen Laschen 9 zu ermöglichen, um das Setzen, das Lagern oder das Beladen in Rohren oder zylindrischen Transport- oder Schießbehältern zu erleichtern.

Was auch aus der Zeichnung und der vorhergehenden Beschreibung herrührt, ist eine Übungsmine gemäß der Erfindung aus einem einzigen Vorgang durch Bildung des Gußstücks 8 um den Ballast 6 und der Sätze 11&sub2; und 11&sub3; gebildet, die vorher in der Form angeordnet sind.

Derart werden die Vorgänge des Zusammenfügens der verschiedenen Elementarteile, wie dies beim Stand der Technik vorgesehen ist, unterbunden, was ermöglicht, die Herstellungskosten zu verringern. Die erfindungsgemäße Mine bietet eine mechanisch widerstandsfähigere Struktur, die Korrosionsgefahren weniger unterliegt, insbesondere in den Verbindungszonen und Biegezonen der Laschen 9, die auf ein einstückige Weise durch die Beschläge 10 gebildet werden, die in den Körper 1 eingetaucht sind, was die Widerstandskraft der Laschen gegenüber Schlägen beim Auftreffen auf den Boden erhöht.

Der Vorschlag der strukturellen Realisierung gemäß der vorliegenden Erfindung erlaubt ebenfalls die Anzahl der Aufbauteile zu verringern, da zwei Laschen 9 durch einen einzigen Beschlag 10 nur durch Umbiegen gebildet werden.

Um die Dicke der Laschen 10 im Verbindungsbereich mit den Flügeln 14 der Beschläge 10 zu berücksichtigen, wird vorteilhafterweise vorgesehen, das Gußstück 8 derart herzustellen, daß an jeder Seite 2 und 3 und ausgehend vom Umfang 4 ein Blatt 15 vorgesehen ist, von im wesentlichen gleicher Dicke, wenn nicht größer als jene der Laschen 9.


Anspruch[de]

1. Übungsmine von der Art mit einem Körper (1) von allgemeiner Tonnenform, mit einer Symmetrieachse (x-x'), der einen inneren Ballast (6) einschließt, mit zwei parallelen Seiten (2 und 3), die beiderseits einer quer zur Achse verlaufenden Mittenebene (P) angeordnet sind, und mit ausgehend von den beiden Seiten elastischen Zungen oder Laschen (9) versehen sind, die sich vom Umfang des Körpers aus wegerstrecken, gemäß radialen Richtungen von einer Seite zur anderen abwechselnd unter Aufweisen jeweils einer divergierenden Neigung von der entsprechenden Seite zur querverlaufenden Mittenebene hin,

dadurch gekennzeichnet, daß:

- der Körper (1) durch ein Abformen vom einstückigen Gußstück (8) um den Ballast (6) herum gebildet wird,

- die Laschen (9) durch umgeschlagene Endbereiche von Beschlägen (10) gebildet werden, die in den Bereich des Körpers eingetaucht sind, der den Ballast umgibt, und

- der Ballast derart geformt oder gebildet ist, daß sein Schwerkraftzentrum auf den axialen und querverlaufenden Symmetrieachsen des Körpers angeordnet ist.

2. Übungsmine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (9), die zur selben Seiten gehören, durch die nach außen umgeschlagenen Endabschnitte von Beschlägen in "U"-Form (10) gebildet sind, deren Seelen (12) mit ihren Mittenbereichen verbunden sind.

3. Übungsmine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (9) einer jeden Seite durch zwei Beschläge gebildet werden, deren Seelen (12) unter einem rechten Winkel untereinander angeordnet sind.

4. Übungsmine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (9) abwechselnd unter einem gleichen Winkel beabstandet sind.

5. Übungsmine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (9) elastisch in offenen Aufnahmen (5) umschlagbar sind, die am Umfang des Körpers ausgebildet sind.

6. Übungsmine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballast (6) durch eine dichte Materialmasse gebildet wird, die wenigstens teilweise durch eine Hülle (7) umgeben ist, die mit dem Abform-Gußstück verbunden ist.







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