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Dokumentenidentifikation DE69013454T2 23.02.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0419072
Titel Zierleisten für Kraftfahrzeuge oder dergl.
Anmelder Hashimoto Forming Industry Co. Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Mimura, Hirotoshi, Hashimoto Forming Ind. Co. Ltd., Yokohama City, Kanagawa Prefecture, JP;
Abe, Yukie, Hashimoto Forming Ind. Co. Ltd., Yokohama City, Kanagawa Prefecture, JP;
Tamura, Tatsuya, Hashimoto Forming Ind. Co.Ltd., Yokohama City, Kanagawa Prefecture, JP;
Hotta, Tetsuo, Hashimoto Forming Ind. Co. Ltd., Yokohama City, Kanagawa Prefecture, JP
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 83700 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 90489 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 82319 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 90489 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 69013454
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 31.08.1990
EP-Aktenzeichen 903095453
EP-Offenlegungsdatum 27.03.1991
EP date of grant 19.10.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1995
IPC-Hauptklasse B60J 10/00
IPC-Nebenklasse B60R 13/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Zierleiste für Kraftfahrzeuge oder dergl., wie etwa eine untere Fensterleiste entlang der unteren Kante einer Heckscheibe eines Fahrzeugs oder eine Scheuerleiste entlang einer Kante einer Tür die durch Blechschrauben oder dergl. an dem Fahrzeug-Karosseriepanel befestigt ist.

Bisher sind verschiedene Arten von Zierleisten für Kraftfahrzeuge oder dergl. bekannt und tatsächlich in Gebrauch. Als ein Beispiel offenbart die japanische Gebrauchsmusteranmeldungs- Offenlegungsschrift Nr. 63-301 820 eine Fensterleiste, die entlang der unteren Kante einer Heckscheibe eines Fahrzeugs angeordnet und so an dem Fahrzeug-Karossenepanel befestigt ist, daß sie einen Spalt zwischen der Heckscheibe und dem Kofferraumpanel abdeckt. Zu diesem Zweck umfaßt die bekannte Leiste einen länglichen Hauptkörper aus relativ steifem Matenal wie etwa Metallblech, das zu einer vorbestimmten Länge und Querschnitt geformt ist. Der Hauptkörper stellt einen Befestigungsabschnift zum Befestigen der Leiste an dem Fahrzeug-Karosseriepanel mitttels Bolzen oder ähnlichen Befestigungselementen zur Verfügung, welche durch in dem Befestigungsabschnitt ausgebildete Öffnungen greifen. Die Leiste ist mit einem Deckabschnitt versehen, der sich von dem weg Haupkörper erstreckt um den Befestigungsabschnitt einschließlich der Befestigungselemente abzudecken, und einen entlang der Kante des Hauptkörpers angeordneten Lippenabschnitt aus plastifiziertem Kunstharz, der zum Anliegen an der Oberfläche der Heckscheibe zu bringen ist.

Wenn die Leiste gemäß der vorstehend erwähnten Ausbildung an Ort und Stelle montiert und an einem Fahrzeug-Karossenepanel befestigt ist, dient die Leiste dazu, das Erscheinungsbild der unteren Kante der Heckscheibe durch Abdecken des Spaltes zwischen der Heckscheibe und dem Kofferraumpanel zu verbessem sie kann aber nur mittels umständlicher und zeitraubender manueller Tätigkeiten an dem Fahrzeug-Karosseriepanel befestigt werden. Insbesondere ist es nicht einfach möglich Befestigungselemente, wie etwa Blechschrauben, zu verwenden, die in die Öffnungen in dem Befestigungsabschnitt eingesetzt werden und dann von außen gedreht werden können, um eine verbesserte Arbeitseffizienz zu erreichen, weil die Befestigungselemente und der Befestigungsabschnitt der Leiste von dem Deckabschnitt abgedeckt sind. Stattdessen ist es nötig, zuerst Befestigungsbolzen so in die Öffnungen in dem Befestigungsabschnitt einzusetzen, daß ihre Köpfe durch den Deckabschnitt abgedeckt sind, und an den Bolzen von der anderen Seite des Fahrzeug-Karosseriepanels mit entsprechenden Muttem anzugreifen, wenn man die Leiste an dem Fahrzeug-Karosseriepanel befestigt. Dies bedeutet, daß in einem schmalen Innenraum der Fahrzeugkarosserie sehr feinfühlige Werkzeugbewegungen auszuführen sind, was es schwierig oder beinahe unmöglich macht, die Effizienz bei der Montage zu erhöhen. Der Deckabschnitt der Leiste könnte weggelassen werden, aber ein solches Weglassen führt zu einem schlechten Erscheinungsbild, weil die Befestigungselementeköpfe direkt freiliegen und/oder von außen sichtbar sind.

US-A-4.308.704 offenbart eine Zierleiste gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Es ist daher ein Hauptziel der Erfindung, eine verbesserte Zierleiste zu schaffen, die in der Lage ist, die Nachteile der oben erwähnten herkömmlichen Anordnung zu vermindern.

Gemäß der Erfindung wird eine Zierleiste für Kraftfahrzeuge oder dergl. geschaffen, umfassend

einen länglichen Hauptkörper von vorbestimmter Länge und Querschnitt, der einen mit Öffnungen zum Durchgreifen von Befestigungselementen zum Befestigen der Zierleiste an einer Karosserie des Fahrzeugs oder dergl. versehenen Befestigungsabschnitt umfaßt,

und ein Klappenelement, das sich längs entlang des Hauptkörpers erstreckt und einen ersten, einstückig mit dem Hauptkörper verbundenen Endbereich sowie einen zweiten, zwischen einer offenen Position, in der die Öffnungen zugänglich sind und einer geschlossenen Position, in der die Öffnungen im wesentlichen verdeckt sind, beweglichen Endbereich aufweist, dadurch gekennzeichnet,

daß der Hauptkörper aus Metall und das Klappenelement aus einem Kunstharz besteht,

daß das Klappenelement eine der geschlossenen Position entsprechende stabile Position aufweist,

daß der Hauptkörper einen Randabschnitt zum Abdecken eines Randes eines an der Fahrzeugkarosserie zu befestigenden Bauteils und einen Schulterabschnitt umfaßt, wobei der Randabschnitt gegenüber dem Befestigungsabschnitt versetzt ist und sich der Schulterabschnitt dazwischen erstreckt, und

daß das Klappenelement an oder in der Nähe der Stelle mit dem Hauptkörper verbunden ist, an der der Randabschnift und der Schulterabschnitt miteinander verbunden sind, wodurch der erste Endabschnitt des Klappenelementes von dem Befestigungsabschnitt weg versetzt ist.

Die erfindungsgemäße Zierleiste kann in einem Zustand einfach an einer Fahrzeugkarosserie befestigt werden, in dem der zweite Endbereich des Klappenelementes in die offene Position bewegt und/oder in dieser gehalten wird, in welcher das Klappenelement die Öffnungen in dem Befestigungsabschnitt nicht abdeckt, um einen Zugang von außen zu den Öffnungen zu erlauben, so daß Blechschrauben oder ähnliche Befestigungselemente in die Öffnungen eingesetzt und von außen mit einem geeigneten Werkzeug mit verbesserter Effizienz gedreht werden können, ohne besondere Einschränkung bezüglich des Arbeitsraumes. Weiter wird, nachdem die Zierleiste an einer Fahrzeugkarosserie befestigt worden ist, der zweite Endbereich des Klappenelementes in die geschlossene Position bewegt und in dieser gehalten, in welcher das Klappenelement den Befestigungsabschnitt abdeckt und die Öffnungen und Befestigungselemente von außen unsichtbar hält, wodurch ein edles Erscheinungsbild erreicht wird.

Die Erfindung schafft auch ein eine Zierleiste umfassendes Kraftfahrzeug. Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung weiter verstanden, wenn man diese zusammen mit den beigefügten Zeichnungen nimmt, die nur beispielhaft angegeben sind.

Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht, die ein mit einer erfindungsgemäßen Fensterleiste ausgerüstetes Kraftfahrzeug zeigt;

Fig. 2 ist eine schematische Ansicht, welche eine erste Ausführungsform der Erfindung ziegt, wobei das Klappenelement in seiner geschlossenen Position gehalten ist;

Fig. 3 ist eine schematische Ansicht, welche die Fensterleiste aus Figur 2 zeigt, wobei das Klappenelement in seiner offenen Position gehalten ist;

Fig. 4 ist eine Fig. 2 ähnliche schematische Ansicht, die eine zweite Ausführungsform der Erfindung zeigt;

Fig. 5 ist eine ebene Ansicht, die eine dritte Ausführungsform der Erfindung zeigt; und die Figuren 6 und 7 sind Querschnitte der in Fig. 5 gezeigten Fensterleiste.

Die Erfindung wird nun in weiteren Einzelheiten unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen beschrieben

In Fig. 1 ist ein Beispiel eines Kraftfahrzeugs dargestellt, an dem die Erfindung angewendet ist. Das Fahrzeug ist als Ganzes durch das Bezugszeichen 10 bezeichnet, und umfaßt eine Fahrzeugkarosserie 11, eine Heckscheibe 12, einen Koferraumdeckel 13 und eine erfindungsgemäße Zierleiste, die in Form einer entlang der unteren Kante der Heckscheibe 12 angeordneten unteren Leiste 14 zum Abdecken eines Spalts zwischen der Heckscheibe 12 und dem Kofferraumdeckel 13 vorliegt.

Wie insbesondere in Fig. 2 gezeigt, umfaßt die Leiste 14 einen steifen und länglichen, profilierten Hauptkörper 15 von vorbestimmter Länge und Querschnitt, der aus geeignetem Material besteht, wie etwa einem Blech aus Aluminium oder rostfreiem Stahl, das einem Walzformprozeß unterzogen wurde.

Der Hauptkörper 15 umfaßt einen Randabschnitt 16, der mit Abstand von dem Fahrzeug- Karosseriepanel 11 und parallel zu diesem angeordnet ist, um so die untere Kante der Fensterscheibe 12 abzudecken, einen aufrechten Abschnitt 17, der sich von dem Randabschnitt 16 in Richtung auf das Karosseriepanel 11 zu erstreckt, und einen sich von dem Schulterabschnitt 17 weg erstreckenden und in der Nähe des Fahrzeug-Karosseriepanels 11 sowie parallel zu diesem angeordneten Befestigungsabschnitt 18, an dem die Leiste 14 an dem Fahrzeug- Karosseriepanel 11 befestigt ist.

Der Randabschnitt 16 weist einen freien Endbereich auf, der mit einem relativ flexiblen Lippenabschnitt 19a versehen ist, welcher an deren unteren Kante zum Anliegen an der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 12 zu bringen ist. Der Lippenabschnitt 19a besteht aus geeignetem Kunstharz, wie etwa PVC-, EVA- oder PE-Harz, das teilweise auf der hinteren Oberfläche des Randabschnitts 16 angeordnet ist. Auf der äußeren Oberfläche des Hauptkörpers 15 ist eine Deckschicht 19b aus geeignetem Kunstharz ausgebildet, das ebenfalls ein PVC-, EVA- oder PE- Harz sein kann. Der Befestigungsabschnitt 18 weist einen freien Endbereich auf, der mit einem weiteren Lippenabschnitt 19c versehen ist, welcher sich nach unten und schräg erstreckt, um einen Spalt zwischen dem Befestigungsabschnitt 18 und dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 abzudecken.

In dem Befestigungsabschnitt 18 einschließlich der Deckschicht 19b ist eine Mehrzahl von Öffnungen 20 ausgebildet, die voneinander beabstandet und in Längsrichtung des Hauptkörpers 15 angeordnet sind. Wie nachstehend erklärt werden wird, dienen diese Öffnungen 20 dazu, durch sie Befestigungselemente zum Befestigen der Zierleiste 14 an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 szu führen, etwa Blechschrauben.

Die Zierleiste ist weiter einstückig mit einem flexiblen Klappenelement 21 versehen, welches so ausgebildet ist, daß es den Befestigungsabschnitt 18 des Hauptkörpers 15 einschließlich der Öffnungen 20 abdeckt. Das Klappenelement 21 besteht aus geeignetem Kunstharz, das ebenfalls PVC-, EVA- oder PE-Harz sein kann, und umfaßt einen Grundendbereich 21a mit einer reduzierten Dicke, der mit dem Hauptkörper 15 in der Nähe einer Verbindung zwischen dessem Randabschnitt 16 und dessen aufrechtem Abschnitt 17 verbunden ist, sowie einen freien Endbereich 21b, der in der Nähe des freien Endbereichs des Befestigungsabschnittes 18 liegen kann. Der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 kann ein Spitzenende in Form eines Vorsprunges 21c aufweisen, der über den freien Endbereich 18 hinaus vorspringt, um die Handhabung des Klappenelementes 21 zu erleichtern. Der Grundendbereich 21 a des Klappenelementes 21, der mit dem Hauptkörper 15 verbunden ist und eine verringerte Dicke aufweist, dient als Scharnier, um das der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 zwischen einer in Fig. 2 gezeigten geschlossenen Position und einer in Fig. 3 gezeigten offenen Position beweglich ist.

Nur für Beispielzwecke wird angenommen, daß das untere Ende der Heckfensterscheibe 12 mittels aus einem geeigneten Kunstharz mit gewünschter Elastizität und Härte bestehenden Stoppern 22 gegenüber dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 positioniert ist und mittels eines Klebstoffes 23 auf seiner hinteren Oberfläche an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 haftet. Es wird weiter angenommen, daß jeder Stopper 22 einstückig mit einer in die Öffnungen 20 einzusetzenden Tülle 24 versehen ist, sowie an der äußeren Oberfläche des Fahrzeug-Karosseriepanels befestigt ist und durch die Tülle 24 gehalten wird. Die Tüllen 24 werden durch entsprechende Öffnungen in dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 geführt und durch Vorsprünge 25, die an der hinteren Oberfläche des Panels 11 angreifen, gegen Herausziehen gesichert und an Ort und Stelle gehalten.

Die Zierleiste 14 wird auf folgende Weise an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 befestigt: Zuerst wird, nachdem die Fensterscheibe 12 zusammen mit dem Klebstoff 23 an Ort und Stelle positioniert wurde, die Zierleiste 14 an einer vorbestimmten Stelle positioniert, wobei der Lippenabschnitt 19a auf dem Randabschnitt 16 des Hauptkörpers 15 an deren unteren Kante an der äußeren Oberfläche der Fensterscheibe 12 anliegt, der Befestigungsabschnitt 18 des Hauptköpers 15 nahe der äußeren Oberfläche des Fahrzeug-Karosseriepanels 11 positioniert ist und sich die Stopper 22 daziwschen befinden. Der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 wird von Hand in die in Fig. 3 gezeigte offene Position bewegt und gehalten, in der Blechschrauben oder ähnliche Befestigungselemente einfach in die Tüllen 24 eingesetzt werden können und von außen ohne Schwierigkeiten zugänglich sind und/oder gedreht werden können. Somit ist es durch Drehen der Befestigungselemente 26 in die Tüllen 24 einfach möglich, die Zierleiste 14 mit einer beträchtlich erhöhten Effizienz an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 zu befestigen.

Nachdem die Zierleiste 14 an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 befestigt worden ist, wird der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 aus der in Fig. 3 gezeigten offenen Position losgelassen. So gelangt der freie Endbereich 21 durch seine eigene Elastizität zurück in die in Fig. 2 gezeigte geschlossene Position, und das Klappenelemnt 21 bedeckt den Befestigungsabschnitt 18 des Hauptkörpers 15, um die Befestigungselemente 26 und die Tüllen 24 optisch zu verstecken und ein edles Erscheinungsbild zu schaffen.

In Fig. 4 ist eine modifizierte Ausführungsform gezeigt, bei welcher der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 sich über den freien Endbereich des Befestigungsabschnittes 18 hinaus erstreckt, um den Spalt zwischen dem Befestigungsabschnitt 18 und dem Fahrzeug- Karosseriepanel 11 abzudecken. In diesem Fall ist es nicht nötig, den Befestigungsabschnitt 18 mit dem Lippenabschnitt 19 zu versehen.

Noch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen unteren Zierleiste wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 5 bis 7 erklärt. Bei dieser Ausführungsform umfaßt die Zierleiste 14 eine bistabiles Klappenelement 21, das zwischen zwei stabilen Positionen beweglich ist, d.h. einer in Fig. 6 gestrichelt dargestellten offenen Position und einer in Fig. 6 ausgezogen dargestellten geschlossenen Position des Klappenelementes 21.

Dafür wurde beispielsweise der Hauptkörper 15 der Zierleiste 14 als Ganzes einschließlich dem Klappenelement 21 einem Biegen unterzogen, um eine vorbestimmte Krümmung aufzuweisen, die der Krümmung entlang der unteren Kante der Heckscheibe 12 entspricht, wie insbesondere in Fig. 5 gezeigt. Somit umfaßt die Zierleiste 14 zwei Seitenbereiche 14a, 14b mit einem relativ kleinen Krümmungsradius und einen Mittelbereich 14c mit einem relativ großen Krümmungsradius. Das Biegen erfolgt im wesentlichen parallel zu einer Ebene, die den Befestigungsabschnift 18 des Hauptkörpers 15 umfaßt, und die neutrale Ebene liegt zwischen den Endbereichen 21a, 21b des Klappenelementes 21, so daß der innere Endbereich 21a und der äußere Endbereich 21b entsprechend auf radial inneren bzw. äußeren Seiten bezüglich der neutralen Biegeebene angeordnet sind. Dies bedeutet, daß der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 im Vergleich zu dessen Grundendbereich 21a immer einer höheren Zugspannung ausgesetzt ist.

Weiterhin liegt der freie Endbereich 21b des der Ausführungsform entsprechenden Klappenelementes 21 im Vergleich zu einer einzigen stabilen Position A des Klappenelementes 21 ohne die Biegung wegen der Tendenz, die Zugspannung als Ergebnis des axialen Biegens zu entspannen, in der stabilen offenen Position B näher dem Krümmungszentrum und in der stabilen geschlossenen Position C näher dem freien Endbereich 18a des Befestigungsabschnitts 18. Somit umfaßt die Bewegung des freien Endbereichs 21b des Klappenelementes 21 zwischen der offenen Position B und der geschlossenen Position C eine erste Phase, in der auf das Klappenelement 21 eine inkremental ansteigende Zugspannung aufgebracht wird, bis der freie Endbereich 21b eine Position erreicht, in der er einer maximalen Zugspannung ausgesetzt ist, und eine nachfolgende zweite Phase, in der das Klappenelement eine Tendenz zeigt, die Zugspannung zu entspannen.

Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen wird die Zierleiste 14 in der stabilen offenen Position B des Klappenelementes 21 an dem Fahrzeug-Karosseriepanel 11 befestigt. Danach wird der freie Endbereich 21 b des Klappenelementes 21 nach unten in die geschlossene Position C gedruckt. Während dieser Bewegung durchläuft das Klappenelement 21 eine sogenannte Schnap- oder Übermittenbewegung, wenn der freie Endbereich 21b die Position mit maximaler Zugspannung erreicht, und wird automatisch in die geschlossene Position C bewegt, in welcher der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 in Kontakt mit dem freien Endbereich 18a des Befestigungsabschnitts 18 gehalten wird, um letzteren zusammen mit den Befestigungselementen 26 abzudecken und so ein edles Erscheinungsbild sicherzustellen.

Um eine zufriedenstellende Schnappbewegung des Klappenelementes 21 zu realisieren, ist es vorzuziehen, daß der freie Endbereich 21b des Klappenelementes 21 eine Dehnung pro Einheitszugspannung aufweist, die geringer ist als die Dehnung des Grundendbereichs 21a pro Einheitszugspannung. Dies kann beispielsweise durch eine erhöhte Dicke des Klappenelementes 21 am freien Endbereich 21b und/oder durch Einbetten eines flexiblen Kernelementes 36 mit einer relativ niedrigen Dehnung, etwa einem Glasfaserstrang, in den freien Endbereich 21b des Klappenelementes 21 und/oder durch Formen des freien Endbereiches 21b aus einem relativ harten Kunstharz mit einer im Vergleich zu den übrigen Bereichen des Klappenelementes 21 relativ niedrigen Dehnbarkeit erreicht werden.

Aus der vorhergegangenen Beschreibung ist einfach zu erkennen, daß die Erfindung eine verbesserte Zierleiste schafft, die so ausgebildet ist, daß sie durch das Verwenden von Blechschrauben oder ähnlicher Befestigungselemente an der Fahrzeugkarosserie befestigt werden kann, die einfach von außen ohne besondere Schwierigkeiten beim Handhaben eines Arbeitswerkzeuges zum Drehen der Befestigungselemente zugänglich sind und von außen unsichtbar gehalöten werden, nachdem die Zierleiste an der Fahrzeugkarosserie befestigt worden ist, wodurch ein gutes Erscheinungsbild realisiert wird.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, die nur als Beispiele gezeigt wurden, und eine Anzahl von Veränderungen oder Modifikationen kann durchgeführt werden, ohne den in den Ansprüchen definierten Umfang der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Zierleiste (14) für Kraftfahrzeuge, oder dergl., umfassend:

einen länglichen Hauptkörper (15) von vorbestimmter Länge und Querschnitt, der einen mit Öffnungen (20) zum Durchgreifen von Befestigungselementen zum Befestigen der Zierleiste (14) an einer Karosserie (11) des Fahrzeugs oder dergl. versehenen Befestigungsabschnitt (18) umfaßt; und

ein Klappenelement (21), das sich längs entlang des Hauptkörpers (15) erstreckt und einen ersten, einstückig mit dem Hauptkörper (15) verbundenen Endbereich (21a) sowie einen zweiten, zwischen einer offenen Position, in der die Öffnungen (20) zugänglich sind und einer geschlossenen Position, in der die Öffnungen (20) im wesentlichen verdeckt sind, beweglichen Endbereich (21b) aufweist; dadurch gekennzeichnet,

daß der Hauptkörper (15) aus Metall und das Klappenelement aus einem Kunstharz besteht;

daß das Klappenelement (21) eine der geschlossenen Position entsprechende stabile Position aufweist;

daß der Hauptkörper (15) einen Randabschnitt (16) zum Abdecken eines Randes eines an der Fahrzeugkarosserie zu befestigenden Bauteils (12) und einen Schulterabschnitt (17) umfaßt, wobei der Randabschnitt (16) gegenüber dem Befestigungsabschnitt (18) versetzt ist und sich der Schulterabschnitt (17) dazwischen erstreckt; und

daß das Klappenelement (21) an oder in der Nähe der Stelle mit dem Hauptkörper (15) verbunden ist, an der der Randabschnitt (16) und der Schulterabschnitt (17) miteinander verbunden sind, wodurch der erste Endabschnitt (21a) des Klappenelementes (21) von dem Befestigungsabschnift (18) weg versetzt ist.

2. Zierleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Endbereich (21a) des Klappenelementes von verringerter Dicke ist und eine Scharnierverbindung zwischen dem Klappenelement (21) und dem Hauptkörper (15) bildet.

3, Zierleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endbereich (21b) des Klappenelementes (21) so ausgebildet ist, daß er von Hand in seiner offenen Position gehalten werden kann.

4. Zierleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Klappenelement (21) bistabil ist und eine weitere stabile Position aufweist, die der offenen Position entspricht.

5. Zierleiste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper (15) einem Biegen um eine vorbestimmte, zwischen den ersten und zweiten Endbereichen (21a, 21b) des Klappenelementes (21) liegende neutrale Biegeebene unterzogen wurde, so daß die ersten und zweiten Endbereiche (21a, 21b) entsprechend auf radial inneren und äußeren Seiten bezüglich der neutralen Biegeebene liegen, wodurch der zweite Endbereich (21b) während der Bewegung des zweiten Endbereiches (21b) zwischen der offenen Position (B) und der geschlossenen Position (C) eine Position (A) passiert, in der er einer maximalen Zugspannung ausgesetzt ist.

6. Zierleiste nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endbereich (21b) des Klappenelementes (21) steifer ist als der erste Endbereich (21a).

7. Zierleiste nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endbereich (21b) des Klappenelementes (21) dicker ist als der erste Endbereich (21a).

8. Zierleiste nach Anspruch einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endbereich (21b) des Klappenelementes (21) mit einem steifen Kemelement (36) versehen ist, wobei das Kernelement (36) in dem zweiten Endbereich (21b) eingebettet ist.

9. Zierleiste nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endbereich (21b) aus einem im Vergleich zum Rest des Klappenelementes (21) härteren und steiferen Material gebildet ist.







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