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Dokumentenidentifikation DE69103078T2 02.03.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0457451
Titel Trägerelemente.
Anmelder Foseco International Ltd., Nechells, Birmingham, GB
Erfinder Chadwick, Robert, Stoke-On-Trent, Staffordshire ST9 0LA, GB
Vertreter Diehl, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 80639 München; Glaeser, J., Dipl.-Ing., 22767 Hamburg; Hiltl, E., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Burger, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80639 München
DE-Aktenzeichen 69103078
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, GR, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.04.1991
EP-Aktenzeichen 913037446
EP-Offenlegungsdatum 21.11.1991
EP date of grant 27.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.1995
IPC-Hauptklasse F27D 5/00
IPC-Nebenklasse B28B 11/00   B65D 21/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Stützeinheiten und insbesondere Einheiten, die in ihrer Bauweise so ausgeführt sind, daß sie sich leichter stapeln lassen. Die Erfindung ist von besonderer Relevanz für Brennhilfsmittel, die bei der Herstellung von Keramikgegenständen zum Einsatz kommen.

Während der Herstellung werden Keramikgegenstände bei hohen Temperaturen gebrannt, und Porzellanware kann beispielsweise bei Temperaturen im Bereich von 1.000ºC bis 1.450ºC gebrannt werden. Während des Brennvorgangs ist es erforderlich, für die Gegenstände eine Stützvorrichtung oder Stützvorrichtungen vorzusehen. zu den unterschiedlichen Ausführungen bekannter Stützvorrichtungen zählen feuerfeste Ofenstützen, Brennplatten, Brennstützen und Brennkapseln. Eine Ofenstütze wird beispielsweise benutzt, um die Form der Ware, die während der Wärmebehandlung eine glasig-plastische Phase durchläuft, zu stützen und vor Verformen und Durchbiegen zu schützen.

Es versteht sich daher, daß das Brennhilfsmittel selbst aus einem hochfeuerfesten Material bestehen muß, um dem Brennzyklus des dadurch zu stützenden Gegenstandes widerstehen zu können, und deshalb besteht das Brennhilfsmittel normalerweise aus einem derartigen Material, beispielsweise Cordierit oder Siliziumkarbid oder gebundenem Keramikfasermaterial, daß es während seiner eigenen Herstellung einen Brennvorgang erforderlich macht.

Im Falle einer Ofenstütze kann diese beispielsweise eine nach innen gewölbte Form aufweisen, die im allgemeinen der Form des dadurch zu stützenden Porzellangegenstandes entspricht, und es kann erforderlich sein, für jeden Porzellangegenstand eine eigene, speziell geformte Ofenstütze bereitzuhalten, um dadurch diesen Gegenstand während seiner glasigen Phase in der gewünschten Weise zu stützen. Daher müssen Porzellanhersteller große Vorräte an Ofenstützen vorhalten, deren Transport und Lagerung mit beträchtlichem Platzbedarf verbunden und somit teuer sein kann.

Stapelbare Behältnisse sind aus der EP-A-004027 bekannt, in der ein für Pizzas o.ä. vorgesehenes Behältnis runder Kontur beschrieben ist, das einen Umfangsrand mit zinnenartigen Vorsprüngen aufweist, so daß die Behältnisse mit in Kontakt zueinander stehenden Rändern dicht ineinanderliegend gestapelt und "im Einsatz" dann übereinanderliegend angeordnet werden können.

Die FR-A-2357845 beschreibt quadratische oder rechteckige Stützvorrichtungen, die an jeder Stirnseite einen Satz Füße besitzen, so daß sie in der einen Konfiguration dicht gestapelt und in der "Einsatz"-Konfiguration, um 180º gedreht, mit durch die Füße festgelegtem Abstand verwendet werden können.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, ein speziell geformtes Brennhilfsmittel bereitzustellen, das so ausgelegt ist, daß es alle Anforderungen, die von konventionellen Gegenständen gestellt werden, erfüllt, jedoch in bezug auf den Platz, der für seine Lagerung und auch während der Herstellung für seinen eigenen Brennzyklus benötigt wird, effizienter ist.

Die Erfindung stellt demgemäß eine Stützeinheit allgemein runder Kontur in der Draufsicht bereit, deren Umfang mit einem Rand in Form von abwechselnd nach oben und nach unten angeordneten zinnenartigen Vorsprüngen oder Stufen versehen ist, so daß ein Paar Einheiten in einer ersten Stellung dicht übereinander gestapelt werden kann, wobei die oberen zinnenartigen Vorsprünge der einen an die oberen zinnenartigen Vorsprünge der anderen und die unteren zinnenartigen Vorsprünge der einen an die unteren zinnenartigen Vorsprünge der anderen angrenzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einer zweiten Stellung aufeinander angebracht werden können, wobei die unteren zinnenartigen Vorsprünge der oberen Einheit auf den oberen zinnenartigen Vorsprüngen der unteren Einheit aufliegen, um Raum für den durch die untere Einheit zu stützenden Gegenstand zu schaffen.

Es versteht sich, daß eine große Anzahl der Einheiten in der ersten Stellung gestapelt werden kann und so nur minimalen Platz beansprucht, und daß dies auch einen beträchtlichen Vorteil während der Herstellung der Einheiten darstellt. Die "rohen" geformten Einheiten können in dieser Stapelkonfiguration durch einen Ofen geleitet und so gebrannt werden.

Es wird bevorzugt, daß der Umfang der Einheit einen durchgehenden Rand aufweist, d.h. daß es zwischen den oberen und unteren zinnenartigen Vorsprüngen keine Unterbrechungen gibt, sondern daß der Rand durchgehend verläuft, um die oberen und unteren zinnenartigen Vorsprünge zu verbinden. Dies ist wichtig, damit die Stützvorrichtungen die erforderliche Festigkeit und die gewünschten Tragfähigkeitseigenschaften erhalten. Es wird ebenfalls bevorzugt, daß die obere und untere zinnenartige Vorsprünge zusammenfügenden Randteile in einem anderen Winkel als 90º zu diesen zinnenartigen Vorsprüngen stehen, um so ein leichtes Stapeln zu ermöglichen.

Wie vorstehendbei dem Einheiten in Form von Ofenstützen erwäht, weisen diese normalerweise eine nach innen gewölbte Form auf, deren erforderlicher exakter Wölbungsgrad für jeden einzelnen durch die Ofenstütze zu stützenden Gegenstand vom Stand der Technik her bestens bekannt ist.

Brennhilfsmittel nach vorliegender Erfindung können aus geeigneten feuerfesten Materialien und mit Hilfe geeigneter Formgebungsverfahren hergestellt werden. Es wird jedoch bevorzugt, sie aus gebundenen Keramikfaserzusammensetzungen herzustellen. Besonders geeignete Zusammensetzungen sind in unserer gleichzeitig anhängigen Europäischen Patentanmeldung Nr. 90302378.6 (Veröffentlichung Nr. 0395203) beschrieben. Diese umfassen Keramikfasern aus Aluminosilikat oder Aluminiumoxid mit einem feuerfesten, aus pulverförmigen Teilchen bestehenden Füllstoff und einem feuerfesten Reaktionsbindemittel, wobei das Bindemittel Aluminiumoxid und Siliziumdioxid enthält, die beide kolloidale Teilchengröße aufweisen. Diese Zusammensetzungen werden vorzugsweise dadurch in die gewünschte Form gebracht, daß zunächst eine Aufschlämmung und anschließend durch Vakuumformen die gewünschte Form hergestellt wird. Bei einer besonders geeigneten zweistufigen Formgebungsmethode, die ebenfalls in unserer Europäischen Patentanmeldung Nr. 90302378.6 (Veröffentlichung Nr. 0395203) beschrieben ist, wird die Aufschlämmung zunächst in eine vorgeformte Form gebracht, die Vorform wird dann in die endgültige erforderliche Form gepreßt und anschließend gebrannt.

Die vorliegende Erfindung wird nunmehr lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

Fig. 1 eine Draufsicht einer gewölbten Ofenstütze nach vorliegender Erfindung ist;

Fig. 2 eine Darstellung entlang der Linie A von Fig. 1 ist;

Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III von Fig. 1 ist;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht ist, die ein Paar Ofenstützen der in Fig. 1 dargestellten Ausführung in ihrer Stapelkonfiguration, d.h. ersten Stellung, zeigt; und

Fig. 5 eine ähnliche Ansicht ist, die das Paar "im Ensatz", bzw. in seiner zweiten Stellung, darstellt, in der die Einheiten mit Abstand zueinander angeordnet sind, um einen (nicht dargestellten) Porzellangegenstand in der unteren Einheit zu stützen.

Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Ofenstütze 10 allgemein runder Kontur in der Draufsicht, die eine nach innen gewölbte Form mit einem Basisteil 11 und geneigten Seitenwäden 12 besitzt. Der Umfang der Ofenstütze weist einen durchgehenden Rand 13 auf, der aus einer Reihe von nach oben angeordneten zinnenartigen Vorsprüngen oder Stufen 14 besteht, die durch winklig angeordnete Randteile 16 abwechselnd mit nach unten angeordneten zinnenartigen Vorsprüngen oder Stufen 15 verbunden sind. Die Ofenstütze ist zweckmäßig durch das vorstehend erwähnte Vakuumformen einer Aufschlämmung aus geeigneten Materialien als integrale einteilige Einheit hergestellt.

In Fig. 4 sind zwei identische Ofenstützen 20 und 20A in der Stapelkonfiguration dargestellt, wobei 20A eng in der nach innen gewölbten Vertiefung von 20 anliegt, die vom Basisteil 11 und den Seitenwänden 12 definiert wird. Die entsprechenden oberen zinnenartigen Vorsprünge 24 und 24A der beiden Ofenstützen stehen wie die entsprechenden unteren zinnenartigen Vorsprünge 25 und 25A sowie die winklig angeordneten Randteile 26 und 26A in Kontakt zueinander oder liegen eng aneinandergrenzend aufeinander. Die geneigten Seitenwände 12 und das Basisteil 11 der oberen Ofenstütze 20A liegen auf den geneigten Seitenwänden 12 und dem Basisteil 11 der unteren Ofenstütze 20 auf bzw. werden dadurch gestützt.

Fig. 5 zeigt die beiden Ofenstützen von Fig. 4 in ihrer zweiten Stellung, d.h. "im Einsatz". Hier ist die Ofenstütze 20A so angeordnet, daß sie oben auf der Ofenstütze 20 aufliegt, so daß lediglich ein Kontakt zwischen den unteren zinnenartigen Vorsprüngen 25A der oberen Ofenstütze und den oberen zinnenartigen Vorsprüngen 24 der unteren Ofenstütze besteht. Somit kann ein Gegenstand, der gebrannt werden soll, von der Ofenstütze 20 aufgenommen werden, bevor die Ofenstütze 20A in diese "Einsatz"-Konfiguration gebracht wird. In ähnlicher Weise kann jeweils nacheinander ene weitere Ofenstütze oben auf die Ofenstütze 20A aufgelegt werden, um so die erforderliche Anzahl von Stützvorrichtungen für einen einzelnen Stapel von Gegenständen, die gebrannt werden sollen, zur Verfügung zu haben.

In einer weiteren Ausführungsform können die untere Fläche der unteren zinnenartigen Vorsprünge und die obere Fläche der oberen zinnenartigen Vorsprünge mit zusammenwirkenden Schlitzen bzw. vorstehenden Stellen (oder umgekehrt) versehen werden, so daß in der "Einsatz"-Konfiguration die benachbarten Einheiten in wirksamer Weise miteinander verriegelt werden können, um ein Verschieben zu verhindern.


Anspruch[de]

1. Stützeinheit (10, 20, 20a) allgemein runder Kontur in der Draufsicht, deren Umfang mit einem Rand (13) in Form von abwechselnd nach oben (14) und nach unten (15) angeordneten zinnenartigen Vorsprüngen oder Stufen versehen ist, so daß ein Paar Einheiten (20, 20A) in einer ersten Stellung dicht übereinander gestapelt werden kann, wobei die oberen zinnenartigen Vorsprünge (24) der einen an die oberen zinnenartigen Vorsprünge (24A) der anderen und die unteren zinnenartigen Vorsprünge (25) der einen an die unteren zinnenartigen Vorsprünge (25A) der anderen angrenzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einer zweiten Stellung aufeinander angebracht werden können, wobei die unteren zinnenartigen Vorsprünge (25A) der oberen Einheit (20A) auf den oberen zinnenartigen Vorsprüngen (24) der unteren Einheit (20) aufliegen, um Raum für den durch die untere Einheit (20) zu stützenden Gegenstand zu schaffen.

2. Stüzeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der Einheit (10) einen durchgehenden Rand (13) aufweist.

3. Stützeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarte obere und untere zinnenartige Vorsprünge (14, 15) zusammenfügenden Teile (16) des durchgehenden Rands (13) in einem aneren Winkel als 90º zu jenen zinnenartigen Vorsprüngen stehen.

4. Stützeinheit nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß sie nach innen gewölbt ist.

5. Stützeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Flächen der unteren zinnenartigen Vorsprünge mit Schlitzen oder vorstehenden Stellen versehen sind, die mit entsprechenden vorstehenden Stellen oder Schlitzen an den oberen Flächen der oberen zinnenartigen Vorsprünge einer benachbarten Einheit verriegelt werden können, wodurch benachbarte Einheiten in der zweiten Stellung miteinander verriegelt werden können.

6. Stützeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer gebundenen Keramikfaserzusammensetzung hergestellt ist.

7. Stützeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikfasern aus Aluminosilikat oder Aluminiumoxid bestehen.

8. Stützeinheit nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Bindemittel Siliziumdioxid und Aluminiumoxid enthält, die beide kolloidale Teilchengröße aufweisen.

9. Stützeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Herstellen einer Aufschlämmung der gewünschten Zusammensetzung, Vakuumformen der Aufschlämmung zur gewünschten Form und anschließendes Brennen hergestellt wird.







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