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Dokumentenidentifikation DE4430250A1 09.03.1995
Titel Landwirtschaftliche Maschine, insbesbondere Erntemaschine wie beispielsweise Maschine zur Traubenernte
Anmelder Pellenc S.A., Pertuis, FR
Vertreter Staeger, S., Dipl.-Ing.; Sperling, R., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Anmeldedatum 25.08.1994
DE-Aktenzeichen 4430250
Offenlegungstag 09.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.1995
IPC-Hauptklasse A01B 59/00
IPC-Nebenklasse B60K 23/00   B60K 25/00   B60D 1/24   
IPC additional class // A01D 46/28  
Zusammenfassung Landwirtschaftliche Maschine mit einer Arbeitseinheit (11), die an der Rückseite eines Zugfahrzeugs (T) angehängt ist und von mindestens zwei Rädern (18a, 18b) getragen ist, von denen mindestens eines ein Antriebsrad ist und von einem Hydraulikmotor mit zweifacher Drehrichtung (19a, 19b) angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zwischengeschaltete Kupplungs- und Antriebseinrichtung aufweist, die aus einem Rahmen (2) gebildet wird, der unabhängig vom Chassis (33) der Arbeitseinheit (11) ist und einerseits an der Vorderseite Befestigungseinrichtungen (7a, 7b, 8) aufweist, die ihre feste Montage an der Rückseite eines Zugfahrzeugs (T), wie zum Beispiel eines landwirtschaftlichen Traktors, ermöglichen, beispielsweise mittels einer an sich bekannten Dreipunktkupplung, und die andererseits an der Rückseite ein Kupplungsorgan (9) aufweist, das ihre Verbindung mit der Deichsel (10) der angekuppelten Arbeitseinheit oder des angekuppelten Fahrzeuganhängers (11) ermöglicht, wobei der Rahmen (2) mit einer hydraulischen Regelpumpe (3) ausgerüstet ist, die zur Sicherstellung des Antriebs und/oder der Bremsung des Antriebsrads oder der Antriebsräder (18a, 18b) der angekuppelten Arbeitseinheit oder des angekuppelten Fahrzeuganhängers (11) dient, sowie mit einer automatischen Regeleinrichtung (20, 23, 25) für die Hydraulikfördermenge der Pumpe (3).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere, wenn auch ohne Einschränkung, landwirtschaftliche Maschinen, die eine Arbeitseinheit aufweisen, die von mindestens zwei Rädern getragen wird, von denen mindestens eines ein Antriebsrad ist, und die des weiteren eine hydraulische Regel- oder Verstellpumpe für den Antrieb ihres Antriebsrads oder ihrer Antriebsräder aufweisen, wobei diese Arbeitseinheit so gestaltet ist, daß sie an ein Zugfahrzeug angekuppelt werden kann, das ihre Bedienung und den Antrieb der hydraulischen Regelpumpe ermöglicht.

Eine landwirtschaftliche Maschine dieser Art kann aus einer Erntemaschine für Reihenkulturen bestehen, wie beispielsweise in besonders vorteilhafter Weise einer Maschine zur Traubenernte.

Es ist bekannt, eine gezogene Arbeitseinheit, wie beispielsweise ein Erntemaschine, durch mindestens zwei Antriebsräder abzustützen, die jeweils von einem Hydraulikmotor angetrieben werden, dessen Betrieb über eine hydraulische Regel- oder Verstellpumpe sichergestellt wird.

Ferner ist es bekannt (FR-A-2.611611), sich die Veränderungen des Abstands, der die Arbeitseinheit vom Zugfahrzeug trennt, zunutze zu machen, um eine Veränderung der Pumpenleistung zu erzielen, und zwar dergestalt, daß bei größerem Abstand die Pumpenleistung erhöht wird, so daß die Geschwindigkeit der gezogenen Arbeitseinheit beschleunigt wird, während bei geringerem Abstand die Pumpenleistung abnimmt und die Geschwindigkeit der Arbeitseinheit ebenfalls verringert wird.

Bei dem Aufbau der Maschinen vorstehend genannter Bauart ist die hydraulische Verstellpumpe, die den Antrieb und die Regelung der Antriebsräder sicherstellt, auf dem Chassis der gezogenen Arbeitseinheit installiert und an den Zapfwellenantrieb des Zugfahrzeugs mittels einer homokinetischen Kraftübertragung angekuppelt, die spezielle, relativ zerbrechliche Kardangelenke umfaßt. Daraus ergeben sich mehrere Nachteile, wie beispielsweise:

  • - ein notwendigerweise großer Wendekreis, der die Manövriermöglichkeiten im Gelände einschränkt, beispielsweise am Ende der Reihen, insbesondere bei Anwendung an Erntemaschinen, die zur Arbeit in Weinbergen oder Obstgärten bestimmt sind;
  • - ein rascher Verschleiß der Kardangelenke, die stark belastet werden, usw.


Eine wesentliche Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteilen abzuhelfen.

Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus Patentanspruch 1. Unteransprüche zeigen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.

Gemäß einer ersten und wichtigen charakteristischen erfindungsgemäßen Anordnung umfaßt die beanspruchte landwirtschaftliche Maschine eine zwischengeschaltete Kupplungs- und Antriebseinrichtung, die aus einem von dem Chassis der Arbeitseinheit verschiedenen bzw. unabhängigen Rahmen gebildet wird, und die einerseits an der Vorderseite Befestigungseinrichtungen aufweist, die ihre feste Montage an der Rückseite eines Zugfahrzeugs, wie zum Beispiel eines landwirtschaftlichen Traktors, ermöglichen, beispielsweise mittels einer bekannten Dreipunktbefestigung, und die andererseits an der Rückseite ein Kupplungsorgan aufweist, das ihre Verbindung mit der Deichsel des angekuppelten Fahrzeuganhängers ermöglicht, wobei der Rahmen mit einer hydraulischen Regel- oder Verstellpumpe zur Sicherstellung des Antriebs und/oder der Bremsung des Antriebsrads oder der Antriebsräder des angekuppelten Fahrzeuganhängers ausgerüstet ist sowie mit einer automatischen Regeleinrichtung der Hydraulikförderleistung der Pumpe.

Auf diese Weise kann der Zapfwellenantrieb des Traktors über einen einfache Kardanantrieb, sogar über eine starre Kraftübertragung, d. h. ohne Verwendung von Kardangelenken, an die Antriebswelle der Verstellpumpe angekuppelt werden. Tatsächlich nehmen die Ankupplungspunkte der Getriebewelle an den Zapfwellenantrieb des Traktors und an die Antriebswelle der Verstellpumpe während der Arbeit dank der vorgenannten Einrichtung konstant eine unveränderliche Position ein.

Diese Einrichtung gestattet einen Wendekreis mit Winkeln über 90 Grad, was selbst mit den vollkommensten Kardangelenken nicht möglich ist.

Außerdem wird mehr Gewicht auf die Hinterräder des Traktors verlegt, wodurch dessen Antriebskraft erhöht wird.

Nach einer anderen erfindungsgemäßen Anordnung ist der Zwischenrahmen mit einer Kippstange ausgestattet, die mit einem Kupplungsorgan versehen ist, das ihre Verbindung mit der Deichsel der gezogenen Arbeitseinheit ermöglicht, wobei diese Kippstange, die einen Bestandteil der Regeleinrichtung der Hydraulikfördermenge der Pumpe bildet, über eine Kraftübertragungseinrichtung mit deren Steuerung verbunden ist.

Diese Anordnung ermöglicht eine beträchtliche Vereinfachung der Konstruktion des Steuersystems für die verschiedenen Fördermengen der Pumpe.

Die vorstehend genannten sowie weitere charakteristische und vorteilhafte Aufgaben sind anhand der nachfolgenden Beschreibung und den dazugehörigen Zeichnungen besser verständlich, wobei:

Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht einer Maschine zur Traubenernte ist, welche die charakteristischen erfindungsgemäßen Anordnungen aufweist und an der Rückseite eines herkömmlichen landwirtschaftlichen Traktors befestigt gezeigt ist, von dem nur der rückwärtige Teil dargestellt ist.

Fig. 2 eine Seitenansicht des Zwischenrahmens ist, der die Hydraulikzentrale der Maschine mit der hydraulischen Verstellpumpe und dem automatischen Regelmechanismus für die Hydraulikfördermenge der Pumpe haltert.

Fig. 3 eine teilweise ausgebrochene und geschnittene Draufsicht auf Fig. 2 ist.

Fig. 4 eine schematische Darstellung ist, die die Gestaltung und die Funktionsweise des Regelsystems der Hydraulikmotoren für die Antriebsräder des Fahrzeuganhängers darstellt.

Fig. 5 eine detaillierte Ansicht der Verbindungsstange des Regelmechanismus der Verstellpumpe ist.

Bei der Beschreibung eines interessanten, jedoch nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Maschine und ihrer wesentlichen, charakteristischen Anordnungen wird auf diese Zeichnungen Bezug genommen.

Nach einer ersten charakteristischen Anordnung umfaßt die erfindungsgemäße Maschine eine zwischengeschaltete Kupplungs- und Antriebseinheit 1, die im wesentlichen aus einem von dem Chassis 33 der gezogenen Arbeitseinheit unabhängigen oder verschiedenen Zwischenrahmen 2 besteht, auf dem eine hydraulische Regel- oder Verstellpumpe 3 installiert ist, die zum Antrieb der Hydraulikmotoren der Antriebsräder der Maschine dient. In vorteilhafter Weise sind ebenfalls auf dem Zwischenrahmen 2 die verschiedenen Bestandteile der Hydraulikzentrale 4 installiert, die beispielsweise neben der hydraulischen Verstellpumpe 3 eine oder mehrere Zusatzpumpen, einen Ölbehälter 5 und eine oder mehrere hydraulische Servopumpen 6 für den Antrieb der Hydraulikmotoren umfaßt, mit denen die Arbeitseinheit 11 ausgestattet ist und die den Antrieb der Werkzeuge oder Arbeitsorgane 12 dieser Einheit sicherstellen.

Der Zwischenrahmen 2 umfaßt in seinem unteren Teil einen soliden Tragbalken 2a, der in bezug auf die Fortbewegungsachse der Maschine quer ausgerichtet ist und eine Halterung 2b trägt, auf der die verschiedenen Bestandteile der Hydraulikzentrale (Ölbehälter, Pumpen, usw.) installiert sind. Der Zwischenrahmen 2 ist an seiner Vorderseite mit Befestigungslaschen 7a, 7b, 8 versehen, die seine starre Befestigung am Befestigungssystem der Dreipunktkupplung eines herkömmlichen landwirtschaftlichen Traktors T gestatten, beispielsweise mittels starrer Kupplungsstangen 14a, 14b, 15.

Andererseits ist der Zwischen- oder Hilfsrahmen 2 an seiner Rückseite und an seinem unteren Teil mit einem Kupplungsorgan 9ausgestattet, durch das er mit der Deichsel 10 der Arbeitseinheit 11 der Maschine verbunden ist oder verbunden werden kann, die gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel eine Erntemaschine ist, die aber ebensogut eine Maschine sein könnte, die andere Funktionen zu erfüllen hat (Verarbeitungsmaschine, Pflückmaschine, usw.), oder ein Transportanhänger für verschiedene Produkte, usw.

Dieses Kupplungsorgan wird vorteilhafterweise aus einem der Bestandteile eines Drehgelenks gebildet, der mit dem anderen Bestandteil des Gelenks zusammenwirkt, das am vorderen Ende der Deichsel 10 oder der Kupplungsstange der Arbeitseinheit oder des Fahrzeuganhängers 11 angeordnet ist. Der Zwischenrahmen ist beispielsweise in seinem Mittelteil und an seiner Basis mit einer Kupplungsmuffe 9 ausgestattet, die mit einem Kupplungszapfen 13 zusammenwirkt, der sich am vorderen Ende der Deichsel oder der Kupplungsstange 10 der Arbeitseinheit oder des Fahrzeuganhängers 11 befindet, mit dem sie mittels eines eine horizontale Achse 13a umfassenden Gelenks verbunden ist.

Es ist verständlich, daß, nachdem der Zwischenrahmen 2 starr an die Rückseite des Traktors T montiert ist, der Zapfwellenantrieb des Traktors und der Kupplungskopf bzw. das Kupplungsende 16 der Antriebswelle der hydraulischen Verstellpumpe 3 zueinander unveränderliche Positionen einnehmen, unabhängig davon, wie groß der Einschlagwinkel ist, so daß sie miteinander über einen einfachen Kardanantrieb 17 verbunden werden können oder sogar über eine starre Kupplung.

Andererseits ermöglicht die Verbindung des Zwischenrahmens 2 und der Deichsel 10 der Arbeitseinheit oder des Fahrzeuganhängers 11 mittels eines einfachen Drehgelenks 9-13 die optimalen relativen Winkelbewegungen zwischen dem Rahmen und dem Fahrzeuganhänger. Die Einheit, die aus dem Traktor T, der zwischengeschalteten Kupplungs- und Antriebseinrichtung 1 und der gezogenen Maschine oder dem gezogenen Gerät 11 besteht, besitzt daher einen relativ engen Wendekreis, wodurch die Fortbewegung und Manövrierbarkeit der Einheit im Gelände in hohem Maße erleichtert wird, insbesondere am Ende einer Reihe von Bäumen, Sträuchern oder anderen Pflanzen in den Obstgärten und Weinbergen.

Die erfindungsgemäße Maschine weist eine an sich bekannte Einrichtung zur Unterstützung des Antriebs und der Bremsung des Antriebsrades oder der Antriebsräder 18a, 18b der Arbeitseinheit oder des Fahrzeuganhängers 11 auf, die jeweils von einem Hydraulikmotor 19a, 19b angetrieben werden. Eine derartige Einrichtung umfaßt im wesentlichen einen Ölbehälter 5, eine Regel- oder Verstellpumpe des Typs "mit geschlossenem Kreislauf" zur Unterstützung des Antriebs und Hydraulikmotoren 19a, 19b mit zweifacher Drehrichtung, die jeweils den Antrieb der Räder 18a, 18b sicherstellen.

Die Verstellpumpe 3 und die Motoren 19a, 19b sind über Kreisläufe 31, 32 verbunden, wobei die Einheit ein hydrostatisches System mit geschlossenem Kreislauf bildet, deren zwei Kreislaufarme mit Hilfe der Pumpe unabhängig voneinander und abwechselnd unter Druck gesetzt oder druckentlastet werden können, wobei die Pumpe das Öl in den Kreislauf 31 oder in den Kreislauf 32 fördern kann und eine Position "0" aufweist, in der ihre Fördermenge null beträgt.

Die Motoren 19a, 19b für die Räder 18a, 18b sind parallelgeschaltet. Zum Zweck der Optimierung der von der Verstellpumpe 3 gelieferten Leistung ist es erforderlich, daß der Druck und die Fördermenge der Geschwindigkeit der Räder (Fördermenge) und an den Druck (Rad-Drehmoment) angepaßt werden, und zwar in Abhängigkeit von den Fortbewegungsbedingungen der Maschine im Gelände (Steigungen, Gefälle, schlammige Böden, usw.). Diese Einrichtung gestattet es, sich die Veränderungen des Abstandes zunutze zu machen, der die Arbeitseinheit bzw. das gezogene Gerät 11 vom Zugfahrzeug T trennt, um die für den Antrieb oder die Bremsung der Räder der gezogenen Maschine erforderliche hydraulische Energie optimal anzupassen. Genauer gesagt nutzt man die Veränderungen des Abstandes, der die Arbeitseinheit 11 vom Zugfahrzeug T trennt, um verschiedene Fördermengen der hydraulischen Verstellpumpe 3 zu erhalten, und zwar dergestalt, daß bei größerem Abstand die Förderleistung der Pumpe erhöht wird, so daß die Geschwindigkeit des gezogenen Geräts erhöht wird, während bei geringerem Abstand die Förderleistung der Pumpe abnimmt und die Geschwindigkeit des gezogenen Geräts ebenfalls verringert wird, bis sie derjenigen des Zugfahrzeugs entspricht.

Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine gezogene Maschine 11, die mit zwei Antriebsrädern 18a, 18b ausgestattet ist, aber es ist zu betonen, daß es zur Ausführung der Erfindung ausreichend wäre, wenn nur eines der Räder ein Antriebsrad ist.

Gemäß einer charakteristischen erfindungsgemäßen Anordnung ist die automatische Regeleinrichtung für die Fördermenge der Pumpe 3 ebenfalls auf dem Zwischenrahmen 2 installiert.

Nachstehend wird ein interessantes Ausführungsbeispiel dieser Regeleinrichtung beschrieben.

In seinem unteren Teil trägt der Rahmen 2 eine Kippstange 20. Nach dem dargestellten Beispiel ist diese Stange an der Rückseite des Balkens 2a und parallel zu diesem angeordnet, d. h. horizontal und senkrecht zur Fortbewegungsachse des Zugfahrzeugs T. Diese Kippstange 20 ist an ihren Enden in Lagern 21 gehaltert, die sich an der Rückseite und im unteren Teil des Rahmens 2 befinden.

Die Kippstange 20 ist mit einem Verbindungs- oder Kupplungsorgan verbunden, das vorteilhafterweise, wie vorher angegeben, aus einem der Bestandteile eines Drehgelenks, wie zum Beispiel einer Muffe mit vertikaler Achse 9 gebildet werden kann.

Das Kupplungsorgan 9 ist vorzugsweise entlang der Kippstange 20 in seiner Position verstellbar, welche beispielsweise auf mindestens einem Teil ihrer Länge voneinander beabstandete Löcher 34 aufweist, die die Befestigung des Kupplungsorgans mit Hilfe von Bolzen 35 oder anderen Befestigungsorganen an verschiedenen, an der Kippstange möglichen Stellen gestatten. Diese Anordnung ermöglicht die Positionsveränderung der gezogenen Maschine 11 in bezug auf das Zugfahrzeug T.

In der Nähe eines ihrer Enden ist die Stange 20 mittels eines Gelenks 22 mit einem der Enden einer Verbindungsstange 23 verbunden, deren anderes Ende mittels eines Gelenks 24 mit einem der Enden eines Schwenkhebels 25 verbunden ist. Das entgegengesetzte Ende dieses Schwenkhebels ist an die Steuerwelle 26 des Regelsystems der Fördermenge der hydraulischen Verstellpumpe 3 gekoppelt.

Die Verbindungsstange 23 weist vorteilhafterweise eine verstellbare Länge auf, wodurch die Regelung der Totpunkteinstellung der Pumpe 3 hinsichtlich der Position der Kippstange 20 ermöglicht wird. Diese Stange (Fig. 5) wird beispielsweise in drei Hauptteilen ausgeführt, zum Beispiel einem Mittelabschnitt 23a, dessen Enden mit gegenläufigen Gewinden versehen sind und in die zwei Endstücke 23b eingeschraubt werden, die mit einem zusätzlichen Innengewinde ausgestattet sind.

Andererseits ist die Verbindungsstange 23 vorzugsweise in ihrem Mittelteil mit einem Silentblock 23c ausgerüstet, um Stoßeinwirkungen auf die Pumpe 3 zu vermeiden.

Ein Stoßdämpfer 27 ist an seinen entgegengesetzten Enden und mittels Gelenken 28, 29 einerseits an der Kippstange 20 und andererseits an einem starren Element 2c des Zwischenrahmens 2 befestigt.

Dieser Stoßdämpfer 27 wird vorteilhafterweise in an sich bekannter Weise aus einem doppeltwirkenden Zylinder gebildet, der einen Körper umfaßt, in dem ein Kolben zwei einander gegenüberliegende Kammern begrenzt, die permanent über einen Schlauch miteinander in Verbindung stehen, der eine regulierbare Einschnürung aufweist. Der Stoßdämpfer ermöglicht die Absorption von Stößen aufgrund von unbeabsichtigten Bewegungen, wenn die Maschine außerhalb der Arbeitszeiten auf der Straße fährt.

In dieser Situation ist das Hilfssystem für den Antrieb neutralisiert.

Andererseits bildet der doppeltwirkende Stoßdämpferzylinder 27 ein aktives Organ eines manuellen Steuerungssystems der hydraulischen Verstellpumpe. Die zu beiden Seiten des beweglichen Kolbens des Zylinders 27 angeordneten Kammern sind mittels geeigneter Kanäle 36, 37, die teilweise in den Fig. 3 und 4 dargestellt sind, mit einer Hydraulikflüssigkeitsquelle verbunden, deren manuelle Steuerung so ausgelegt und angeordnet ist, daß der Fahrer des Zugfahrzeugs T sie ohne Schwierigkeiten vom Fahrersitz des Zugfahrzeugs aus bedienen kann.

Die Funktionsweise des Regelsystems für die Fördermenge der vorstehend beschriebenen Verstellpumpe 3 verläuft wie folgt:

A) Antriebshilfe

Wenn der Fahrzeuganhänger 11 zurückbleibt (Räder nicht ausreichend angetrieben), beispielsweise, wenn die Einheit eine Steigung hinauffährt oder aufgrund eines durchnäßten Geländes zurückbleibt, übt er eine Widerstandskraft auf das Zugfahrzeug T aus, und der Abstand, der ihn von diesem trennt, wird größer; Der Fahrzeuganhänger zieht am Gelenk 9-13, wodurch die Kippstange 20 veranlaßt wird, nach vorne zu kippen (und zwar im Gegenuhrzeigersinn, wenn man Fig. 2 betrachtet). Dieses Kippen löst über die Stange 23 das Verschwenken des Hebels 25 aus, der mit der Steuereinrichtung zur unterschiedlichen Einstellung des Hubraums der Pumpe 3 gekoppelt ist, und zwar in Richtung einer Erhöhung des Hubraums. Diese zur Amplitude der Zunahme der Auslenkung proportionale Hubraumvergrößerung ist mit einer Zunahme der Fördermenge im Hydraulikkreislauf 32 verbunden. Diese Zunahme der Fördermenge erzeugt eine Zunahme des Drucks in demselben Hydraulikkreislauf 32.

Dieses Phänomen nimmt zu, bis der Druck ausreichend ist, um ein Motordrehmoment zu erzeugen, das in der Lage ist, die dem Rad entgegengesetzte Widerstandskraft zu überwinden.

Der Fahrzeuganhäger 11 übt dann eine geringere Widerstandskraft auf das Gelenk 9-13 aus und neigt dazu, im Vergleich zum Zugfahrzeug schneller zu werden und zu diesem aufzuholen. Das Phänomen kehrt sich an den Kraftübertragungselementen der Regeleinrichtung um, bis wieder eine Regelstellung zur Regelung der Fördermenge der Pumpe 3 erreicht ist, in der im System Ausgewogenheit hinsichtlich Fördermenge und Druck herrscht.

Um unbeabsichtigte Bewegungen aufgrund von Stoßeinwirkungen unter bestimmten Einsatzbedingungen zu eliminieren, arbeitet die Steuerung des Regelsystems durch die Wirkung des Stoßdämpfers 27 mit Verzögerung.

B) Bremshilfe

Im umgekehrten Fall, wenn eine Einheit aus Traktor T - Fahrzeuganhänger 11 ein Gefälle hinunterfährt, neigt der Fahrzeuganhänger 11 selbstverständlich dazu, das Zugfahrzeug T einzuholen und es zu schieben.

Der Fahrzeuganhänger übt also eine Schubkraft auf das Gelenk 9-13 aus, wodurch die Kippstange 20 in entgegengesetzter Richtung hochgekippt wird (und zwar im Uhrzeigersinn in Fig. 2) und eine umgekehrte Bewegung des Steuerhebels 25 der Regeleinrichtung der Fördermenge der Pumpe 3 auslöst, deren Betätigung eine Umkehrung der Fördermenge der Pumpe bewirkt, die über den Zweig 31 des Hydraulikkreislaufs die Umkehrung der Fördermenge zum Motor bzw. zu den Motoren veranlaßt, wodurch im ersten Augenblick ein heftiges Abbremsen des Fahrzeuganhängers verursacht wird, so daß der Abstand zwischen dem Traktor und dem Fahrzeuganhänger aufgrund dieser Bremsung wieder größer wird, wodurch anschließend die Fördermenge der Pumpe bis zum Punkt "0" gebracht und danach diese Fördermenge in der Gleichgewichtsposition der Pumpe an die Geschwindigkeit des Zugfahrzeugs angepaßt wird.

C) Manuelle Funktionsweise

Wenn das Zugfahrzeug keine ausreichende Bodenhaftung hat (zum Beispiel im Falle von Schlamm), kann mit Hilfe des manuellen Steuerhebels 30 eingegriffen werden, der die Steuerung des Zylinders 27 und dadurch auch der Regeleinrichtung der Pumpe 13 mittels der Kraftübertragung 20-23-25 ermöglicht, mit der der Zylinder verbunden ist, so daß der angetriebene Fahrzeuganhänger (im Vorwärts- oder Rückwärtsgang) vom Zugfahrzeug unabhängig gemacht wird, was das Überwinden von Hindernissen möglich macht.

Wie vorher angegeben sind die beiden Servopumpen 6 für den Antrieb der Hydraulikmotoren, mit denen die Arbeitseinheit ausgestattet ist und durch die der Antrieb der Werkzeuge oder der Arbeitsorgane 12 der Einheit sichergestellt wird, ebenfalls auf dem Zwischenrahmen installiert. Der Antrieb dieser Pumpen 6 und der Verstellpumpe 3 erfolgt über ein an sich bekanntes Übersetzungsgetriebe 38, das die allgemeine Antriebswelle mit dem Kupplungskopf 16 umfaßt.

Der Fahrzeuganhänger 11 kann aus der eigentlichen Arbeitseinheit einer landwirtschaftlichen Maschine gebildet werden, die für verschiedene Arbeiten ausgelegt ist, sowie in besonders vorteilhafter Weise aus der Ernteeinheit einer Maschine zur Traubenernte. Jedenfalls könnte der Fahrzeuganhänger auch zu Transportzwecken von verschiedenen Materialien und Produkten dienen und für diesen Zweck ausgelegt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Landwirtschaftliche Maschine mit einer Arbeitseinheit (11), die an die Rückseite eines Zugfahrzeugs (T) angehängt ist und von mindestens zwei Rädern (18a, 18b) getragen ist, von denen mindestens eines ein Antriebsrad ist und von einem Hydraulikmotor mit zweifacher Drehrichtung (19a, 19b) angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zwischengeschaltete Kupplungs- und Antriebseinrichtung aufweist, die aus einem Rahmen (2) gebildet wird, der unabhängig vom Chassis (33) der Arbeitseinheit (11) ist und einerseits an der Vorderseite Befestigungseinrichtungen (7a, 7b, 8) aufweist, die ihre feste Montage an der Rückseite eines Zugfahrzeugs (T), wie zum Beispiel eines landwirtschaftlichen Traktors, ermöglichen, beispielsweise mittels einer an sich bekannten Dreipunktkupplung, und die andererseits an der Rückseite ein Kupplungsorgan (9) aufweist, das ihre Verbindung mit der Deichsel (10) der angekuppelten Arbeitseinheit oder des angekuppelten Fahrzeuganhängers (11) ermöglicht, wobei der Rahmen (2) mit einer hydraulischen Regelpumpe (3) ausgerüstet ist, die zur Sicherstellung des Antriebs und/oder der Bremsung des Antriebsrads oder der Antriebsräder (18a, 18b) der angekuppelten Arbeitseinheit oder des angekuppelten Fahrzeuganhängers (11) dient, sowie mit einer automatischen Regeleinrichtung (20, 23, 25) für die Hydraulikfördermenge der Pumpe (3).
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenrahmen (2) mit einer Kippstange (20) mit einem Kupplungsorgan (9) ausgestattet ist, das seine Verbindung mit der Deichsel (10) der gezogenen Arbeitseinheit (11) ermöglicht, wobei die Kippstange (20), die ein Bestandteil der Regeleinrichtung für die Hydraulikfördermenge der Pumpe (3) ist, mit deren Steuerung mittels eines Kraftübertragungssystems (23, 25) verbunden ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippstange (20) horizontal angeordnet ist, vorzugsweise im unteren Teil des Zwischenrahmens (2).
  4. 4. Maschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine manuelle Steuereinrichtung umfaßt, die die Steuerung des Kippens der Kippstange (20) und der Einrichtung (20, 23, 25) zur Regelung der Hydraulikfördermenge der hydraulischen Verstellpumpe ermöglicht.
  5. 5. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungseinrichtung, die die Kippstange (20) mit der Steuerwelle (26) des Regelsystems für die Fördermenge der hydraulischen Verstellpumpe (3) verbindet, eine Stange (23) aufweist, die mit einem mit der Steuerwelle (26) gekoppelten Schwenkhebel (25) verbunden ist.
  6. 6. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stoßdämpfer (27) an seinen gegenüberliegenden Enden und mittels Gelenken (28, 29) einerseits an der Kippstange (20) und andererseits an einem feststehenden Element (2c) des Zwischenrahmens (2) befestigt ist.
  7. 7. Maschine nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßdämpfer (27) aus einem doppeltwirkenden Zylinder mit doppelter Kolbenstange besteht und damit einen Bestandteil der manuellen Steuereinrichtung für die Kippstange (20) bildet.
  8. 8. Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (23) der Kraftübertragungseinrichtung (20, 23, 25) eine verstellbare Länge aufweist.
  9. 9. Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (23) der Kraftübertragungseinrichtung (20, 23, 25) einen Silentblock (23c) aufweist, der vorzugsweise in ihrem Mittelteil angeordnet ist.
  10. 10. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsorgan (9), mit dem die Kippstange (20) des Zwischenrahmens (2) ausgestattet ist, mit einer entlang der Kippstange verstellbaren Position befestigt ist.
  11. 11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebspumpe bzw. Antriebspumpen (6) der Hydraulikmotoren, welche die Funktion der Werkzeuge oder Arbeitsorgane (12) der angekuppelten Arbeitseinheit (11) sicherstellen, ebenfalls auf dem Zwischenrahmen (2) installiert sind, wobei der Antrieb dieser Pumpen (6) und der Verstellpumpe (3) über ein an sich bekanntes Übersetzungsgetriebe (38) erfolgt, das mit der allgemeinen Antriebswelle ausgerüstet ist, die mit dem Kupplungskopf (16) zum Zapfwellenantrieb des Traktors (T) versehen ist.






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