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Dokumentenidentifikation DE4430254A1 16.03.1995
Titel Erntemaschine, beispielsweise Maschine zur Traubenernte
Anmelder Pellenc S.A., Pertuis, FR
Erfinder Pellenc, Roger, Pertuis, FR
Vertreter Staeger, S., Dipl.-Ing.; Sperling, R., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Anmeldedatum 25.08.1994
DE-Aktenzeichen 4430254
Offenlegungstag 16.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.1995
IPC-Hauptklasse A01D 46/28
IPC-Nebenklasse B65G 19/06   B65G 65/06   
IPC additional class // B65G 65/32  
Zusammenfassung Erntemaschine, beispielsweise Maschine zur Traubenernte, die mindestens eine Fördereinrichtung und bevorzugt zwei Fördereinrichtungen (33) umfaßt, die zur Weiterleitung der Traubenernte bis in einen am oberen Teil der Maschine angeordneten Bottich (34) symmetrisch zu beiden Seiten der Ernteeinrichtungen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Fördereinrichtung oder jede dieser Fördereinrichtungen (33) einen unteren Abschnitt (33a) umfaßt, der sich im unteren Teil der Maschine erstreckt und aus zwei benachbarten Förderbandtrumen (37, 38) gebildet wird, und einen hochgezogenen Abschnitt (33b), der sich von einem der Enden des unteren Abschnitts nach oben erstreckt und ebenfalls aus zwei benachbarten Förderbandtrumen (39, 40) gebildet wird, wobei das obere Bandtrum (37) des unteren Abschnitts (33a) in Richtung auf dessen freies Ende läuft, während das untere Bandtrum des unteren Abschnitts in einer Rinne (41) positioniert ist und in Richtung auf den hochgezogenen Abschnitt (33b) läuft.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Erntemaschine für Reihenkulturen, wie beispielsweise in besonders vorteilhafter Weise eine Maschine zur Traubenernte.

Die Arbeitseinheit dieser Maschinen umfaßt mindestens eine und sehr häufig zwei Transport- oder Fördereinrichtungen, die symmetrisch zu beiden Seiten der Mittelachse der Maschine angeordnet sind und jeweils die Weiterleitung der von den Weinstöcken abgeschnittenen Trauben in einen am oberen Teil der Maschine angeordneten Bottich ermöglichen.

Bestimmte Fördereinrichtungen werden aus einer großen Endlosschleife gebildet, die aufeinanderfolgend ein horizontales unteres Bandtrum zur Aufnahme der Ernte, ein aufsteigendes Bandtrum, ein horizontales oberes Bandtrum zum Abladen der Ernte und ein nach unten laufendes Bandtrum umfaßt. Ein Nachteil dieses Aufbaus der Fördereinrichtungen besteht darin, daß die Holzstücke oder kleinen Zweige, von denen eine bestimmte Menge unvermeidlich zur gleichen Zeit wie die Früchte auf das aufnehmende untere Bandtrum fällt, bis zum Abladen des Erntegutes in den Bottich im Inneren der Endlosschleife festgehalten werden.

Bei einem anderen bekannten Aufbau nimmt eine erste horizontale Transporteinrichtung die von den Weinstöcken abgeschnittenen Früchte auf und leitet sie bis zu einer zweiten schrägen Transporteinrichtung weiter, deren oberes Ende in einen Bottich mündet. Ein derartiger Aufbau weist den Nachteil auf, daß er an der Stelle, an der die beiden Fördereinrichtungen aufeinandertreffen, zu einem unerwünschten Zerquetschen einer bedeutenden Menge von Weintrauben führt.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Nachteilen der vorher erwähnten Transport- oder Fördereinrichtungen abzuhelfen, mit denen die Maschinen zur Traubenernte gegenwärtig ausgerüstet sind.

Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus Patentanspruch 1. Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.

Erfindungsgemäß wird dieses Ziel durch eine Maschine erreicht, bei der die Fördereinrichtung oder jede ihrer Fördereinrichtungen einen unteren Abschnitt umfaßt, der im unteren Teil der Maschine angeordnet ist und von zwei benachbarten Förderbandtrumen gebildet wird, sowie einen nach oben und nach unten führenden Abschnitt, der sich von einem der Enden des unteren Abschnitts nach oben erstreckt und ebenfalls aus zwei benachbarten Förderbandtrumen gebildet wird, wobei das obere Bandtrum des unteren Abschnitts in Richtung auf dessen freies Ende läuft, während das untere Bandtrum des unteren Abschnitts in einem Trog oder einer Rinne angeordnet ist und in Richtung auf den nach oben und nach unten führenden Abschnitt läuft.

Durch diese Anordnung werden die Holzstücke oder kleinen Zweige, die auf das aufnehmende Bandtrum der Fördereinrichtung oder der Fördereinrichtungen fallen, automatisch ausgestoßen, wenn sie das freie Ende des unteren Abschnitts der Fördereinrichtung oder der Fördereinrichtungen erreichen.

Die vorgenannte sowie weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile werden anhand der folgenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnungen besser verständlich, wobei:

Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht einer Maschine zur Traubenernte ist, welche die charakteristischen erfindungsgemäßen Einrichtungen aufweist;

Fig. 2 eine detaillierte, vergrößerte Seitenansicht des rückwärtigen Endes einer der Fördereinrichtungen dieser Maschine darstellt und

Fig. 3 eine Draufsicht und Schnittdarstellung entlang der Linie 3-3 aus Fig. 2 ist.

Bei der Beschreibung eines interessanten, jedoch nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Erntemaschine und ihrer wesentlichen, charakteristischen Einrichtungen wird auf diese Zeichnungen Bezug genommen.

In an sich bekannter Weise umfaßt eine derartige Maschine hauptsächlich Einrichtungen zur Ernte (nicht dargestellt), um die Trauben vom Weinstock abzuschneiden, sowie mindestens eine und vorzugsweise zwei Fördereinrichtungen 33, die symmetrisch zu beiden Seiten der Ernteeinrichtungen angeordnet sind und eine Weiterleitung der geernteten Früchte bis in die am oberen Teil der Maschine angeordneten Bottiche 34 ermöglichen. Diese Fördereinrichtungen bestehen sehr häufig aus Endlosbandförderern, deren aktive Oberfläche abwechselnd mit gekrümmten Schaufeln 35 und Querleisten 36 versehen ist.

Gemäß einer erfindungsgeinäßen, charakteristischen Anordnung weist diese Fördereinrichtung oder jede dieser Fördereinrichtungen einen unteren Abschnitt 33a auf, der sich im unteren Teil der Maschine parallel zu deren Längsachse erstreckt, und einen hochgezogenen Abschnitt 33b, der sich von einem der Enden des unteren Abschnitts nach oben erstreckt.

In Arbeitsstellung ist der untere Abschnitt 33a der Fördereinrichtung horizontal oder im wesentlichen horizontal angeordnet, während der hochgezogene Abschnitt 33b mit dem unteren Abschnitt einen spitzen Winkel bildet, beispielsweise in einer Größenordnung von 70 Grad.

Der untere Abschnitt 33a wird aus zwei benachbarten Förderbandtrumen 37, 38 gebildet, die parallel, Rücken an Rücken in entgegengesetzten Richtungen laufen, während der hochgezogene Abschnitt 33b ebenfalls aus zwei benachbarten Förderbandtrumen gebildet wird, die parallel, Rücken an Rücken in entgegengesetzten Richtungen laufen, wobei beispielsweise ein Förderbandtrum 39 in Richtung nach oben und ein Förderbandtrum 40 in Richtung nach unten läuft.

Das obere Bandtrum 37 des unteren Abschnitts 33a läuft in Richtung auf dessen freies Ende, während das untere Bandtrum 38 des unteren Abschnitts in einem Trog oder einer Rinne 41 in Richtung auf den hochgezogenen Abschnitt 33b der Fördereinrichtung läuft.

Die Höhe der Schaufeln 35 ist so bemessen, daß sich ihr Scheitel dicht am Boden der Rinne 41 befindet, wenn sie sich in ihr bewegen. Andererseits ist die Höhe der Rinne 41 so bemessen, daß ihr oberer Rand 41a höher liegt als die Ebene, in der das untere Bandtrum 38 der Fördereinrichtung umläuft.

Der hochgezogene Abschnitt 33b des Transportbandes verläuft in einer Säule 42, deren Querschnitt die reibungslose Fortbewegung des nach oben führenden Bandtrums 39 und des nach unten führenden Bandtrums 40 ermöglicht, die mit Mitnehmerschaufeln 35 ausgestattet sind.

An ihrem oberen Ende weist die Säule 42 eine Austragöffnung 43 auf.

Die untere Rinne 41 ist mit der Säule 42 über einen gekrümmten Abschnitt 51 verbunden.

Das Transportband 37-38-39-40 der Fördereinrichtung wird über einen Trommelantrieb 44 angetrieben, der im oberen Teil der Säule 42 angeordnet ist und um den sich das obere Ende des hochgezogenen Abschnitts 39-40 des Bandes schlingt, wobei der Antrieb dieser Trommel in bekannter Art durch einen Hydraulikmotor sichergestellt ist.

Das freie Ende des unteren Abschnitts 37-38 des Transportbandes schlingt sich um eine bewegliche Trommel 45, die am rückwärtigen Ende der Rinne 41 angeordnet ist. Der obere Teil der Schleife 46, die das Ende des unteren Abschnitts des Transportbandes bildet, das sich um die Trommel 45 schlingt, ist höher angeordnet als der Seitenrand 41b des freien Endes der Rinne 41.

Das Transportband schlingt sich des weiteren einerseits um eine Umlenktrommel 47, die im Inneren der aus dem Transportband gebildeten Schleife an der Verbindungsstelle der Bandtrume 38 und 39 angeordnet ist, und andererseits um ein Paar Getrieberäder 48, die außerhalb der Schleife an der Verbindungsstelle der Bandtrume 40 und 37 anordnet sind.

Über dem freien Ende des unteren Abschnitts 33a der Fördereinrichtungen 33 ist ein Ventilator 49 angeordnet, der von einem Hydraulikmotor 50 angetrieben wird.

Daher ist zu verstehen, daß in dem Fall, in dem Äste oder kleine Zweige vermischt mit dem Erntegut auf das aufnehmende Bandtrum 37 des Transportbandes der Fördereinrichtungen 33 gelangt sind, diese unerwünschten Fremdkörper beim Passieren der Schleife 46, die das Ende des unteren Abschnitts der Fördereinrichtungen bildet, automatisch aus den Fördereinrichtungen ausgestoßen werden.

Die mit dem Erntegut vermischten Blätter werden vom Ventilator 49 weggeblasen, der über den freien Ende des unteren Abschnitts 33a der Fördereinrichtung oder jeder der Fördereinrichtungen 33 angeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Erntemaschine, beispielsweise Maschine zur Traubenernte, die mindestens eine Fördereinrichtung und bevorzugt zwei Fördereinrichtungen (33) umfaßt, die zur Weiterleitung der Traubenernte bis in einen am oberen Teil der Maschine angeordneten Bottich (34) symmetrisch zu beiden Seiten der Ernteeinrichtungen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Fördereinrichtung oder jede dieser Fördereinrichtungen (33) einen unteren Abschnitt (33a) umfaßt, der sich im unteren Teil der Maschine erstreckt und aus zwei benachbarten Förderbandtrumen (37, 38) gebildet wird, und einen hochgezogenen Abschnitt (33b), der sich von einem der Enden des unteren Abschnitts nach oben erstreckt und ebenfalls aus zwei benachbarten Förderbandtrumen (39, 40) gebildet wird, wobei das obere Bandtrum (37) des unteren Abschnitts (33a) in Richtung auf dessen freies Ende läuft, während das untere Bandtrum des unteren Abschnitts in einer Rinne (41) positioniert ist und in Richtung auf den hochgezogenen Abschnitt (33b) läuft.
  2. 2. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgezogene Abschnitt (33b) der Fördereinrichtung oder jeder der Fördereinrichtungen (33) mit dem unteren Abschnitt (33a) der Fördereinrichtung, mit dem er über einen gekrümmten Abschnitt (51) verbunden ist, einen spitzen Winkel bildet.
  3. 3. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgezogene Abschnitt (33b) der Fördereinrichtung oder jeder der Fördereinrichtungen (33) mit dem unteren Abschnitt (33a) der Fördereinrichtung, mit dem er über einen gekrümmten Abschnitt (51) verbunden ist, einen Winkel im Bereich von 70 Grad bildet.
  4. 4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil der Schleife (46), die das Förderband (37-38-39-40) am freien Ende des unteren Abschnitts (33a) der Fördereinrichtung oder jeder der Fördereinrichtungen (33) bildet, über die Höhe hinausragt, in der sich der Seitenrand (41b) des Endes der Rinne (41) befindet.
  5. 5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ventilator (49) über dem freien Ende des unteren Abschnitts (33a) der Fördereinrichtung oder jeder der Fördereinrichtungen (33) angeordnet ist.






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