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Dokumentenidentifikation DE69010639T2 16.03.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0430740
Titel Plattenkühler für Hochöfen und eine aus solchen Kühlelementen zusammengesetzte Einrichtung.
Anmelder Forcast International, Puteaux, FR
Erfinder Rollot, Pierre, F-79460 Magne, FR;
Dufour, Alain, F-13920 Saint Mitre les Remparts, FR;
Delaitre, Lucien, F-08350 Donchery, FR;
Thiel, Bernard, F-08200 Sedan, FR;
Graffeuille, Francois, F-59240 Dunkerque, FR;
Capelani, Raymond, F-59760 Grande-Synthe, FR;
Dosda, Hubert, F-13310 Saint Martin de Crau, FR;
Dardart, Jean-Michel, F-08330 Vrigne aux Bois, FR
Vertreter Wilhelms, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Kilian, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Pohlmann, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69010639
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 07.11.1990
EP-Aktenzeichen 904031697
EP-Offenlegungsdatum 05.06.1991
EP date of grant 13.07.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.1995
IPC-Hauptklasse C21B 7/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kühlplatte, die in metallurgischen Einheiten verwendet wird, deren Wände hohen Wärmeflüssen unterworfen sind, wie etwa für Hochöfen.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine diese Art von Platten benutzende Kühleinrichtung.

Moderne Hochöfen werden in zunehmendem Maße bei solchen Durchsätzen und Drucken eingesetzt, daß die abgegebenen Wärmeflüsse global, lokal und in regelloser Weise erheblich sein können, und daß es notwendig ist, sie aufzunehmen und ihren Transport zu gewährleisten, insbesondere in den Zonen der Rasten, des Bauchs, an der Schachtbasis, auf halber Schachthöhe und oben am Schacht. Insbesondere im Falle selbsttragender Einheiten ist es unverzichtbar, daß die Panzerung keine Temperaturniveaus erreicht oder Temperaturänderungen, mit der Ausbildung thermischer Spannungen, durchmacht, die ihr Verhalten hinsichtlich mechanischen Festigkeiten gefährden kann.

Die Wärmeflüsse, die in den verschiedenen Zonen des Hochofens abgegeben werden, müssen durch ein heterogenes System aufgenommen werden, das aus der hochschmelzenden Auskleidung, dem Kühlelement, d. h. der Kühlplatte, der Panzerung gebildet ist, so daß das Kühlelement eine Doppelfunktion einer energischen Kühlung der hochschmelzenden Auskleidung und eines Schirms gegen Flüsse zur Panzerung erfüllt.

Die Verwendung solcher Kühlplatten, die zwischen der Innenwand der Panzerung und der hochschmelzenden Auskleidung angeordnet sind, ist wegen der Schwankungen des Wärmeflusses, die den modernen Techniken des Betriebs der Hochöfen zueigen sind, notwendig, wobei diese Schwankungen lokal, rasch und regellos über die Zeit verteilt sein können.

Auf einem weiteren Anwendungsgebiet können die Kühlplatten auf eine bestimmte Temperatur gebracht und auf ihr gehalten werden, so daß sie die Funktionen eines Erwärmens oder Temperaturhaltens von Körpern irgendeiner granulometischen Form erfüllen, damit deren Wassergehalt abgezogen werden kann oder sie auf eine für ihre Verwendung notwendige Temperatur gebracht werden können.

Die Kühlplatten sind durch Gußelemente gebildet, die in ihrem Körper von einem Netz von Rohren durchlaufen werden, in welchen ein Kühlfluß strömt, der im allgemeinen Wasser ist.

Diese Platten sind insbesondere in FR-A-2 493 871 und FR-A-2 552 105 beschrieben.

Diese Kühlrohre münden auf einer Seite der Kühlplatten und durchsetzen die Panzerung, auf deren Außenseite sie entweder untereinander oder mit Kühlrohren einer oberen oder unteren benachbarten Platte verbunden sind. Die so verbundenen Rohre bestimmen die Strömungsleitungen für das Fluid, die in einer im wesentlichen vertikalen Ebene längs der Wand des Hochofens ansteigen, wobei diese Leitungen an einen äußeren Strömungs- und Kühlkreis des Fluids angeschlossen sind.

Die Kühlplatten müssen so konzipiert sein, daß sie einen guten Wärmeaustausch mit dem Kühlfluid und der hochschmelzenden Auskleidung gewährleisten und dabei einen Schirm gegen den Wärmefluß erzeugen, der sich vom Ofen zur Panzerung hin ausbreitet. Ferner müssen sie widerstandsfähig gegenüber Verformungen und thermischen Belastungen sein, die sich aus den hohen Wärmeflüssen ergeben, widerstandsfähig gegen abrasiven Verschleiß sein, wenn die hochschmelzende Auskleidung teilweise oder vollständig verschwunden sein wird, und sie müssen leicht austauschbar sein, ohne daß man in den Hochofenraum eindringen muß.

Die bekannten Kühlplatten erfüllen diese Bedingungen nicht immer vollständig.

So gestatten sie nicht, daß man für bestimmte empfindliche Zonen des Hochofens über einen noch wirksameren Schirm gegenüber dem Durchgang von Wärmeflüssen verfügt, und daß in intensiverer Weise die Eckbereiche der Platten bewässert werden.

Andererseits weisen sie Unzulänglichkeiten auf, die dazu führen, daß mehr oder weniger vollständig und mehr oder weniger schnell die hochschmelzende Auskleidung verloren geht, was zur Folge hat, daß die Platten nach nur einigen Jahren mit der Beladung des Hochofens in Berührung kommen, ohne daß die physikochemischen Eigenschaften der verwendeten hochschmelzenden Materialien hätten vollständig genutzt werden können, indem wesentlich der Zeitpunkt verzögert wird, von dem ab die Platten zwingerenden Bedingungen unterworfen sind, da die hochschmelzende Auskleidung verschwunden ist.

Es sind Kühleinrichtungen, insbesondere von Hochöfen, bekannt, deren Kühlplatten durch ein im wesentlichen quaderförmiges Element gebildet sind, in welchem zueinander parallel angeordnete Längsrohre eingelassen sind, wobei diese Rohre auf ein und derselben Hauptfläche im oberen bzw. im unteren Teil der Kühlplatte in einer Schutzhülse münden, bei der eine ihrer Eigentümlichkeiten in der mit Rippen versehenen Form auf der Seite, die derjenigen, wo die Kühlrohre münden, gegenüber liegt, besteht.

Die Kühlplatten werden mit ihrem hochschmelzenden Verkleidungselement direkt am Hüttenstandort beim Bau oder der Instandsetzung eines Hochofens bestückt, wodurch dieser Vorgang nicht mit aller Sorgfalt und den erforderlichen Qualitätskontrollen durchgeführt werden kann.

Aus EP-A-0 337 271 ist bereits ein Kühlfeld für einen Tankofen bekannt, welches eine Gußplatte aufweist, in welcher Kühlrohre eingelassen sind, die sich an den Hauptflächen der Platte öffnen. Eine dicke Schicht aus hochschmelzenden Beton wird auf der anderen Hauptfläche der Platte vor der Montage derselben aufgebracht und auf dieser anderen Fläche der Platte an einer Profilstruktur angeformt, um das Verhaken dieser Schicht zu verbessern.

Aus US-A-1 376 617 ist auch eine Trennwand des Feuerungsraums eines Ofens bekannt, die sich aus einer Wand aus Ziegeln aufbaut, die in einer Kassette eingelassen sind, die aus einem Doppelmantel aufgebaut ist, und in der ein Wasservolumen umläuft. Die Kassette ist aus zwei quaderförmigen Kästen gebildet, die in einander gefügt sind und am Rand horizontale und vertikale Hohlwände aufweisen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Kühleinrichtung, welche eine größere Zuverlässigkeit aufweist und außerdem in homogener und wirksamer Weise die Rolle einer Abschirmung für den Durchgang von Flüssen vom Ofen zur Panzerung gewährleistet und ein Anbringen der hochschmelzenden Verkleidungselemente direkt in der Fabrik ermöglicht.

Die vorliegende Erfindung hat also eine Kühlplatte für einen Hochofen zum Gegenstand, in welchem ein Kühlfluid mittels innerer Rohre strömt, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Form eines "C" hat, dessen Schenkel zwei fortgesetzte horizontale Einfassungen definieren, zwischen denen ein Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material eingesetzt ist.

Gemäß weiterer Merkmale der Erfindung

- weist wenigstens eine der Einfassungen eine Hinterschneidung zur Verblockung des Verkleidungselements aus hochschmelzendem Material auf,

- setzt sich das Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material aus geformten hochschmelzenden Ziegeln zusammen,

- ist das Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material monolithisch, hergestellt durch Gießen eines hochschmelzenden Betons in den durch die Einfassungen begrenzten Raum,

- ist der an der Hinterschneidung anliegende Ziegel ein Ziegel, der die Gesamtheit der Ziegel des Verkleidungselements aus hochschmelzendem Material deblockiert,

- ist die Hinterschneidung ein Ausschnitt zum Halten des monolithischen Verkleidungselements,

- befindet sich eine die Hinterschneidung aufweisende Einfassung im oberen Teil der Kühlplatte,

- weist jede Einfassung eine horizontale Schicht aus wenigstens einem Kühlrohr in Abhängigkeit von ihrem Standort im Hochofen auf,

- weist jede Einfassung auf ihrer heißen Seite einen Einsatz mit einem zur Verstärkung der heißen Seite geeigneten Profil auf,

- ist der Einsatz aus Siliziumkarbid.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Einrichtung zur Kühlung eines Hochofens mit Hilfe von weiter oben definierten Kühlplatten, wobei die Kühlplatten in übereinander liegenden, aufeinanderfolgenden Kränzen längs der Innenwand des Panzers des Hochofens angeordnet und von inneren Rohren durchsetzt sind, in denen ein Kühlfluid strömt, wobei die Eingänge und die Ausgänge dieser inneren Rohre auf verschiedenen Höhen liegen, die inneren Rohre von zwei in einer vertikalen Ebene benachbarten Platten miteinander so verbunden sind, daß ein Netz von vertikalen Strömungsleitungen für das Fluid geschaffen wird, das mit einem äußeren Kreis verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten eines jeden Kranzes in Bezug auf die Platten des benachbarten Kranzes in einer horizontalen Ebene um wenigstens ein Kühlrohr versetzt sind, derart, daß auf dem größten Teil der Oberfläche der Platten Leitungen identischer Länge ausgebildet werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden sich im Zuge der folgenden Beschreibung ergeben, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erfolgt. Auf dieser ist

Fig. 1 eine schematische allgemeine Ansicht einer an einem Hochofen angepaßten Kühleinrichtung,

Fig. 2 eine Seitenansicht einer Kühlplatte,

Fig. 3 eine Ansicht der Kühlplatte der Fig. 1 von der Rückseite,

Fig. 4 eine Ansicht der Kühlplatte der Fig. 1 von oben,

Fig. 5 eine abgewickelte Teilansicht eines Netzes von Strömungsleitungen für das Kühlfluid an einem Teil des Gesamtumfangs des Hochofens,

Fig. 6 eine Teilseitenansicht, welche die Befestigung von zwei Kühlplatten auf dem Hochofenpanzer zeigt.

Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung weist einen Hochofen 1 auf, an dessen Innenwand Kühlplatten angeordnet sind, bei denen lediglich deren miteinander verbundene innere Leitungen dargestellt und mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet sind. Die Kühlplatten weisen tatsächlich innere Rohre auf, die auf verschiedene Höhen in den oberen und unteren Teilen derselben münden, und mit der in einer vertikalen Ebene unmittelbar darüber und unmittelbar darunter benachbarten Platte verbunden sind, und so eine Strömungsleitung zu definieren, die durch die Gesamtheit der miteinander verbundenen inneren Rohre gebildet ist.

Eine Speiseringleitung 3, die den Hochofen in seinem unteren Teil umgibt, weist einen Aufbau von Einzelspeiseleitungen 4 auf, die jeweils an die Eingänge 5 der Strömungsleitung 2 angeschlossen sind. Eine Rückführungsringleitung 6, die den Hochofen auf einem höheren Niveau umgibt, weist ebenfalls eine Gesamtheit von Einzelrückführungsleitungen 7 auf, die an den Ausgängen 8 der Strömungsleitung angeschlossen sind. Dieser Aufbau von vertikalen Strömungsleitungen bildet ein längs des Hochofenpanzers angeordnetes Netz, welches in seinem unteren Teil mit der Speiseringleitung 3 und in seinem hohen Teil mit der Rückführungsringleitung 6 verbunden ist.

Dieses Strömungsleitungsnetz ist an jedem seiner Enden über die Zuführungsringleitung 3 und die Rückführungsringleitung 6 mit einem nicht dargestellten äußeren Kreis verbunden.

In Fig. 1 ist zur Vereinfachung nur eine Speiseringleitung und eine Rückführungsringleitung für eine Strömungsleitung für das Kühlfluid dargestellt.

Das Kühlfluid, das in der folgenden Beschreibung nicht einschränkend als Wasser betrachtet wird, wird auf verschiedenen Höhen in der gleichen Vertikalebene entsprechend den verschiedenen Rängen, bzw. Reihen von Kühlplatten eingeführt.

Wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt, ist jede Kühlplatte 20 aus einem im wesentlichen parallelepipedischen Gußelement gebildet, das die Form eines "C" hat, dessen Mittelteil den Körper 21 der Platte bildet und dessen beide schenkel im oberen und unteren Teil eine horizontale und kontinuierlich fortgesetzte Einfassung 22 bzw. 23 definieren.

Im Körper 21 der Platte 20 sind Längsrohre 24a, 24b, 24c... eingelassen, die vertikal angeordnet, zueinander parallel und beispielsweise in einer Anzahl von fünf vorhanden sind (Fig. 3).

An der Rückseite der Platte 20 münden die Eingänge 25a, 25b, 25c,... und die Ausgänge 26a, 26b, 26c... der Kühlrohre 24a, 24b, 24c,....

Die Eingänge 25a, 25b, 25c.... und die Ausgänge 26a, 26b, 26c... sind auf drei Höhen verteilt, derart, daß im Körper 21 eine Abwechslung von kurzen Rohren 24a, 24b und 24e und langen Rohren 24b und 24d definiert wird.

Jede Einfassung 22 und 23 wird beispielsweise durch zwei Querrohre 27a, 27b, bzw. 28a, 28b gekühlt, die horizontal angeordnet sind und deren Eingänge 270a, 270b und 280a, 280b und Ausgänge 271a, 271b und 281a, 281b auf der Rückseite der Kühlplatte münden.

Die horizontalen Rohre 27a, 27b und 28a sowie 28b erlauben eine intensivere Kühlung der Ecken der Kühlplatte 20 und gewährleisten zusammen mit der Gesamtheit der Längsrohre in homogener Weise eine Schirmrolle für den Durchgang von Wärmeflüssen durch wirkungsvolle Kühlung jeder Kühlplatte 20 und der Gesamtheit der Platten, die ihnen gemeinsam sind.

Die Anzahl der horizontalen Rohre hängt von der Stelle der Kühlplatte 20 im Hochofen ab.

Der Querschnitt der horizontalen Rohre 27a, 27b, 28a und 28b ist derart, daß mit ausreichenden Strömungsgeschwindigkeiten, oberhalb 2 m/s, die abgegebenen Flüsse ohne Erfordernis großer Mengen sowie ohne Erzeugung anomal hoher Druckverluste aufgenommen werden können.

Die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlfluids in den Vertikalrohren 24a, 24b, 24c... kann in Abhängigkeit von einem Kühlmodul eingestellt werden.

Die zwischen den Einfassungen 22 und 23 liegende Vorderseite der Platte 20 weist eine Prägung 30 (Figur 2) auf, deren Wellen mit einem hochschmelzenden Material 31 guter Leitfähigkeit und kleiner Granulometrie gefüllt sind.

Die Dicke der Einfassungen 22 und 23 ist von der Größenordnung 200 mm. Wenigstens eine der Einfassungen, beispielsweise die Einfassung 22 im in Fig. 2 dargestellten Beispiel, weist eine Hinterschneidung 22a auf, die es gestattet, beispielsweise die Ziegel 52, insbesondere aus Siliziumkarbid gebunden an Nitrid und die hochschmelzende Auskleidung bildend, zu verblocken.

Der Ziegel 32a, der sich gegen die Hinterschneidung 22a legt, ist ein Schlüsselziegel, der die Gesamtheit der hochschmelzenden Ziegel blockiert.

Dank der C-Form der Kühlplatte 20 können die Ziegel 32 direkt in der Fabrik bei der Herstellung der Platten mit der erforderlichen Sorgfalt und den erforderlichen Qualitätskontrollen montiert werden, die bei der üblichen Zeitdauer des Baus oder der Instandsetzung der hochschmelzenden Wände der Hochöfen am Hüttenstandort nicht vollständig aufgebracht werden können.

Das hochschmelzende Verkleidungselement kann monolithisch, beispielsweise aus hochschmelzendem Beton sein, der zwischen die Einfassungen 22 und 23 gegossen ist, und bildet im Falle der Hinterschneidung 22a einen Ausschnitt zum Halten dieses Elements an der Platte 20.

Auf diese Weise ermöglicht diese neue Generation von Kühlplatten die Gewinnung eines besseren Kontakts zwischen dem Guß und dem hochschmelzenden Material, eine Qualitätssicherung bei der Anwendung der hochschmelzenden Materialien und ein Zeitgewinn beim Bau oder der Instandsetzung der Hochöfen.

Jede Einfassung 22 und 23 weist auf ihrer heißen Seite einen Einsatz 33, beispielsweise aus Siliziumkarbid, auf, insbesondere mit trapezförmigem Querschnitt mit abgerundetem hinterem Ende, zur Verstärkung dieser heißen Seite auf (Fig. 2).

Wenn man nun auf Fig. 5 Bezug nimmt, stellt man fest, daß die Kühlplatten 20 in aufeinanderfolgenden übereinander liegenden Kränzen A, B, C... längs der Innenwand des Hochofenpanzers angeordnet sind und die Innenrohre 24 zweier in einer Vertikalebene benachbarter Platten miteinander so verbunden sind, daß ein Netz von vertikalen Strömungsleitungen für das Fluid gebildet wird, welches mit einem äußeren Kreis verbunden ist.

Wie in Fig. 5 zu sehen, sind die Platten 20 jedes zweiten Kranzes, beispielsweise die Platten 20 der Kränze B und D, in Bezug auf die Platten 20 des benachbarten höheren Kranzes A und C in einer horizontalen Ebene um ein Strömungsrohr für das Kühlfluid versetzt, derart, daß über den größten Teil der durch die Kühlplatten bestimmten Fläche Leitungen 40 einheitlicher Länge gebildet werden.

Diese Definition ermöglicht die Gewinnung einer gleichmäßigen Verteilung des Kühlfluids.

Unter Bezugnahme nun auf Fig. 6 wird jetzt die Befestigung der Platten 20 am Panzer 41 des Hochofens beschrieben.

Jede Platte 20 ist an dem Panzer 41 mittels einerseits eines festen Punktes 42 beispielsweise im unteren Teil mit kontrolliertem Druck auf kontinuierliche Dichtungen 43 aus Elastomer und isolierenden Füllmaterialien 44 und andererseits einem beweglichen Punkt 45 mit Dichtungskompensatoren 46 beispielsweise im oberen Teil der Platte 20 mit kontrolliertem Druck auf diskontinuierliche Dichtungen 47 aus Elastomer und isolierenden Füllmaterialien 44 befestigt.

Geschweißte Scheiben 48 sind zwischen den Eingängen 25 der Rohre 24 und dem Panzer 41 an den festen Punkten 42 vorgesehen, während gleitende Scheiben 49 zwischen den Ausgängen 26 der Rohre 24 an den beweglichen Punkten 45 vorgesehen sind.

Diese Vorrichtungen gestatten eine Relativbewegung zwischen den Platten 20 und das eventuelle Austauschen derselben am Ende der Betriebszeit des Hochofens innerhalb sehr kurzer Frist, ohne daß in das Innere denselben eingedrungen werden muß.

Zwischen zwei benachbarten Kühlplatten 20 sind Dichtungen 50 vorgesehen, die nach dem Anbringen der Platten am Panzer 41 montiert werden. Diese Dichtungen 50 sind beispielsweise durch einen Faserkitt gebildet.

Mit der erfindungsgemäßen Einrichung läßt sich für gewisse empfindliche Zonen des Hochofens über einen noch wirksameren Schirm gegenüber dem Durchgang des Wärmeflusses verfügen, lassen sich in intensiverer Weise die Eckzonen der Platten bewässern und die Bildung mehr oder weniger großer Zwischenschichten vermeiden, die für den Wärmeübergang und das Wärmeleitungsphänomen durch den durch die Platten und die hochschmelzende Wand gebildeten Aufbau hindurch nachteilig sind.

Ferner vermeidet die besondere Form der Kühlplatten die Trennung der hochschmelzenden Auskleidung von ihrer Auflage an der heißen Fläche, was ein vollständiges Ausnützen der physikochemischen Eigenschaften der hochschmelzenden Materialien gestattet.


Anspruch[de]

1. Kühlplatte eines Hochofens, in welcher ein Kühlfluid mittels innerer Rohre (24a, 24b, 24c,..) strömt, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Form eines "C" hat, dessen Schenkel zwei fortgesetzte horizontale Einfassungen (22, 23) definieren, zwischen denen ein Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material eingesetzt ist.

2. Kühlplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß wenigstens eine der Einfassungen (22, 23) eine Hinterschneidung (22a) zur Verblockung des Verkleidungselements aus hochschmelzendem Material aufweist.

3. Kühlplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material aus geformten hochschmelzenden Ziegeln (32) zusammengesetzt ist.

4. Kühlplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material monolithisch, hergestellt durch Gießen eines hochschmelzenden Betons in den durch die Einfassungen (22, 23) begrenzten Raum, ist.

5. Kühlplatte nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Hinterschneidung (22a) anliegende Ziegel (32a) ein Schlüsselziegel, ist, der die Gesamtheit der Ziegel (32) des Verkleidungselement aus hochschmelzendem Material blockiert.

6. Kühlplatte nach den Ansprüche 1, 2 und 4 dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterschneidung, (22a) ein Ausschnitt zum Halten des monolithischen Verkleidungselements ist.

7. Kühlplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Hinterschneidung (22a) aufweisende Einfassung (22) sich im oberen Teil der Kühlplatte (20) befindet.

8. Kühlplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einfassung (22, 23) eine horizontale Schicht aus wenigstens einem Kühlrohr (27a, 27b, 28a, 28b) in Abhänigkeit von ihrem Standort im Hochofen (1) aufweist.

9. Kühlplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einfassung (22, 23) auf ihrer heißen Seite einen Einsatz (33) mit einem zur Verstärkung der heißen Seite geeigneten Profil aufweist.

10. Kühlplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (33) aus Siliziumkarbid ist.

11. Einrichtung zur Kühlung eines Hochofens mit Hilfe von Kühlplatten nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kühlplatten (20) in übereinander liegenden aufeinanderfolgenden Kränzen längs der Innenwand des Panzers (41) des Hochofens (1) angeordnet und von inneren Rohren (24a, 24b, 24c..) durchsetzt sind, in denen ein Kühlfluid strömt, wobei die Eingänge (25a, 25b, 25c ...) und die Ausgänge (26a, 26b, 26c...) der inneren Rohre auf verschiedenen Höhen liegen, die inneren Rohre (24a, 24b, 24c..) von zwei in einer vertikalen Ebene benachbarten Platten (20) miteinander so verbunden sind, daß ein Netz von den wesentlichen vertikalen Leitungen (40) für das Strömen der Flüssigkeit geschaffen wird, das mit einem äußeren Kreis verbunden ist, dadurch gekennzeichet, das die Platten (20) jedes Kranzes in Bezug auf die Platten (20) des benachbarten Kranzes in einer horizontalen Ebene um wenigstens ein Kühlrohr versetzt sind derart, daß auf dem größten Teil der Oberfläche der Platten (20) Leitungen (40) identischer Längen ausgebildet werden.

12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kühlplatte (20) gegen den Panzer (41) des Hochofens unter kontrolliertem Druck mittels einerseits fester Punkte (42) im unteren oder oberen Teil der Platte (20) auf kontinuierlichen Dichtungen (43) aus Elastomer und isolierenden Füllmaterialien (44) und anderseits beweglicher Punkte (45) mit Dichtungskompensator (46) in oberen oder unteren Teil der Platte (20) auf diskontinuierlichen Dichtungen (47) aus Elastomer und isolierenden Füllmaterialien (44) festgelegt ist.







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