PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4332359A1 30.03.1995
Titel Einströmverfahren und Einströmvorrichtung eines Abgases in eine Brennkammer
Anmelder Rössle, Gottfried, Dipl.-Ing., 71640 Ludwigsburg, DE
Erfinder Rössle, Gottfried, Dipl.-Ing., 71640 Ludwigsburg, DE
Vertreter Kohler, R., Dipl.-Phys.; Schmid, B., Dipl.-Ing.; Holzmüller, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Rüdel, D., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Bähring, A., Dipl.-Phys. Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 70565 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 23.09.1993
DE-Aktenzeichen 4332359
Offenlegungstag 30.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1995
IPC-Hauptklasse F02G 5/02
IPC-Nebenklasse F23M 13/00   F23D 21/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Einströmverfahren für ein Abgas (12) eines Kraftwerks in eine Brennkammer (4) eines Brenners (1), dessen Brenngas (2) über eine Brennkammeröffnung (6) in die Brennkammer (4) eingeleitet wird, wobei das Brenngas (2) über ein durch die Brennkammeröffnung (6) in die Brennkammer (4) führendes Brennerrohr (3) in die Brennkammer (4) eingeleitet wird und daß das Kraftwerks-Abgas (12) über mindestens eine um das Brennerrohr (3) herum angeordnete Einlaßöffnung in die Brennkammer (4) einströmt. Mit diesem Verfahren können die Kraftwerksabgase so in die Brennkammer (4) des Brenners (1) eingeleitet werden, daß die Brennflamme (2a) und somit die Qualität der Verbrennung möglichst nicht beeinträchtigt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Einströmverfahren für ein Abgas eines Kraftwerks in eine Brennkammer eines Brenners, dessen Brenngas über eine Brennkammeröffnung in die Brennkammer eingeleitet wird. Bei der Erfindung ist vor allein an Kraftwerke, insbesondere an kleine Kraftwerke gedacht, die mit Verbrennungsmotoren oder mit Verbrennungsturbinen angetrieben werden.

Ein derartiges Verfahren ist durch die DE 51 11 298 A1 bekanntgeworden.

Bei dem bekannten Verfahren wird das in einem Brenner erzeugte Brenngas in eine Brennkammer geleitet und dort verbrannt. An die Brennkammer schließt sich eine weitere Kammer an, in die Abgase eines Kraftwerks eingeleitet werden. Diese Abgaskammer und die Brennkammer sind in einem Wärmetauscher integriert, in dem die fühlbare und latente Wärme des verbrannten Brenngases und des Kraftwerks-Abgases auf ein Heizmedium übertragen werden.

Bei dem aus der DE 41 11 298 A1 bekannten Verfahren kann entweder die Wärme des in der Brennkammer verbrannten Brennabgases oder die Wärme des Kraftwerks-Abgases oder aber zugleich die Wärme des Brennabgases und des Kraftwerkes-Abgases auf das Heizmedium übertragen werden. Das Einströmen des Kraftwerks-Abgases in die mit der Brennkammer verbundene Abgaskammer beeinflußt dabei die Verbrennung des Brenngases, da die Brennflamme, die bei der Verbrennung des Brenngases in der Brennkammer erzeugt wird, durch die Strömung des Kraftwerks-Abgases beeinträchtigt wird. Dies macht es notwendig, das Einströmen des Kraftwerks-Abgases entweder in derselben Kammer an einem von der Brennerflamme so weit wie möglich entfernten Ort auszuführen oder aber die Brenn- und Abgaskammer räumlich so voneinander zu trennen, daß die Brennerflamme durch das Einströmen des Kraftwerks-Abgases nicht mehr beeinträchtigt wird. Die erste Möglichkeit führt zu größeren Abmessungen der gemeinsamen Brenn- und Abgaskammer, während im zweiten Fall komplizierte Ausgestaltungen der beiden mit einander verbundenen Kammern mit halboffenen Trennwänden erforderlich sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei dem Verfahren der eingangs genannten Art die Kraftwerks- Abgase so in die Brennkammer eines Brenners einzuleiten, daß die Brennerflamme und somit die Qualität der Verbrennung möglichst nicht beeinträchtigt wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Brenngas über ein durch die Brennkammeröffnung in die Brennkammer führendes Brennerrohr in die Brennkammer eingeleitet wird und daß das Kraftwerks-Abgas über mindestens eine um das Brennerrohr herum angeordnete Einlaßöffnung in die Brennkammer einströmt.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat somit den wesentlichen Vorteil, daß durch die eine oder die mehreren Einlaßöffnungen das Kraftwerks-Abgas so eingeleitet werden kann, daß sich einige der bezüglich des Brennerrohres radialen Strömungskomponenten des Kraftwerks-Abgases in der Brennkammer aufheben. Dadurch wird die Brennerflamme, die mit im wesentlichen zum Brennerrohr parallelen Strömungskomponenten in die Brennkammer hineinströmt, durch die Strömung des Kraftwerks-Abgases weniger beeinträchtigt, als wenn das Kraftwerks-Abgas an irgendeiner anderen Stelle in die Brennkammer eintreten würde.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß dem Brenngas an den Randzonen der Brennerflamme Kraftwerks-Abgas beigemischt wird. Eine derartige Abgasbeimischung führt zu einer erheblichen Verringerung der Stickoxidemissionen. Zwar steigt dabei die Emission von Partikeln an, jedoch können diese durch eine meist ohnehin erforderliche, nachgeschaltete Vorrichtung, wie eine Rußwäsche oder Rußfilterung, leicht wieder entfernt werden. Bekannte Abgasbeimischungen verursachen jedoch gewöhnlich erhebliche Konstruktionskosten, während es das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt, die Abgasbeimischung kostenfrei zu verwirklichen.

Vorteilhafterweise heben sich die bezüglich des Brennerrohres radialen Strömungskomponenten des Abgases in der Brennkammer auf. Dies führt zu einer zeitlich besonders stabilen Brennerflamme und zu einer guten Qualität der Verbrennung.

Ein besonders bevorzugtes Einströmverfahren kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß das Abgas über eine um das Brennerrohr konzentrisch angeordnete im wesentlichen ringförmige Einlaßöffnung in die Brennkammer einströmt. Das Kraftwerks-Abgas wird dann konzentrisch zum Brennerabgas in die Brennkammer in der Weise eingeleitet, daß das Brennabgas den Kern des Abgasstromes bildet, während das Kraftwerks-Abgas einen ringförmigen Mantel um das Brennerabgas bildet. Dadurch wird die Brennerflamme durch die Strömung des Kraftwerks-Abgases nicht mehr beeinträchtigt. Die Stickoxidbildung an den Randzonen der Brennerflamme wird auf einen minimalen Wert reduziert, da die Beimischung des Kraftwerks- Abgases auf der gesamten Außenfläche der Brennerflamme erfolgt.

In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Einlaßöffnung für das Abgas die Brennkammeröffnung verwendet. Dies hat den Vorteil geringerer konstruktiver Maßnahmen und erlaubt es, das erfindungsgemäße Verfahren auch bei bekannten Brennern anzuwenden.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens strömt das Abgas durch mehrere Einlaßöffnungen gleichzeitig in die Brennkammer ein. Auch hierbei können sich die radialen Strömungskomponenten des Kraftwerks-Abgases aufheben.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Einströmvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, die sich dadurch kennzeichnet, daß der Brenner ein Brennerrohr aufweist, das sich durch eine Brennkammeröffnung bis in die Brennkammer erstreckt und daß die Brennkammer mindestens eine um das Brennerrohr herum angeordnete Einlaßöffnung aufweist, durch die das Abgas des Kraftwerks in die Brennkammer einströmt. Die oben genannten Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich ohne weiteres auch auf die erfindungsgemäße Vorrichtung übertragen.

In einer anderen Ausführungsform sind mehrere Brennkammeröffnungen für das Kraftwerks-Abgas in gleichen Winkelabständen konzentrisch um die Brennkammeröffnung herum angeordnet. Zweckmäßigerweise sind die mehreren Brennkammeröffnungen rotationssymmetrisch um das Brennerrohr herum angeordnet. Dabei werden mehrere Brennkammeröffnungen mit gleichen Öffnungsquerschnitten so um die Brennkammeröffnung angeordnet, daß der geometrische Schwerpunkt der mehreren Öffnungen in der Mitte der Brennkammeröffnung liegt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Einlaßöffnung als im wesentlichen ringförmige, zum Brennerrohr konzentrische Einlaßöffnung ausgebildet. Dabei kann die mindestens eine Einlaßöffnung als umlaufende Ringöffnung ausgebildet sein, oder durch radiale Stege in einzelnen, vorzugsweise in gleiche Ringsegmente unterteilt sein. Eine ringförmige, um das Brennerrohr konzentrische Einlaßöffnung weist im Vergleich zu anderen Öffnungsquerschnitten die maximale Öffnungsfläche auf.

Besonders vorteilhaft ist die mindestens eine Einlaßöffnung durch die Brennkammeröffnung selbst gebildet, deren Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser des Brennerrohres ist. Dies hat den großen Vorteil, daß auch bei bekannten serienmäßigen Heizkesseln, die mit einem Brenner ausgestattet sind, das erfindungsgemäße Einströmverfahren angewandt werden kann. Dazu müssen an den Heizkesseln bzw. an den Brennern keine Veränderungen vorgenommen werden. Der Brenner und der Kessel können von Anfang an mit solch unterschiedlichen Durchmessern ausgewählt werden, beispielsweise durch Verwendung verschiedener Fabrikate, daß sich der Spalt zwischen Brennkammeröffnung und Brennerrohr ergibt. Zur nachträglichen Ausbildung eines ringförmigen Spaltes kann möglicherweise auch der Außendurchmesser des Brennerrohres verkleinert werden. Dies ist bei solchen Kesseln zu bevorzugen, wo die Wärmetauscher, die in dem Kesselgehäuse verlaufen, keine nachträgliche Vergrößerung der Brennkammeröffnung erlauben. Wo dies technisch möglich ist, genügt es, den Innendurchmesser der bereits vorhandenen Brennkammeröffnung gegebenenfalls zu vergrößern, so daß das Kraftwerks-Abgas durch den ringförmigen Spalt zwischen der vergrößerten Brennkammeröffnung und dem Brennerrohr in die Brennkammer eingeleitet werden kann. Damit wird es möglich, gewöhnliche Heizungsanlagen in Heizkraftwerke zu verwandeln und dadurch die wertvollen Brennstoffe zunächst zur Krafterzeugung zu nutzen und den Heizungs-Energiebedarf durch Abwärme aus der Stromerzeugung bereitzustellen. Somit ist es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, Fernwärmeleitungen einzusparen und die Kraft-Wärme-Kopplung insbesondere in kleinen Anwendungen rentabel zu machen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung erleichtert es beispielsweise auch, Heizkessel und Kraftwerk vertikal anzuordnen, so daß für das Kraftwerk kein zusätzlicher Raumbedarf erforderlich ist. Das Kraftwerks-Abgas kann so auf kürzestem Wege in den Wärmetauscher geleitet werden.

Zur Durchführung des Verfahrens wird ein Anschlußstück zum Einbau in eine erfindungsgemäße Vorrichtung vorgeschlagen, das eine Zuführungsleitung und zwei konzentrisch gegenüberliegende Anschlußflansche aufweist, die das Anschlußstück in seinem zwischen Brenner und Brennkammer eingebauten Zustand jeweils an der dem Brenner der Brennkammer zugewandten Seite abdichten, wobei die Innendurchmesser der Flanschöffnungen größer oder gleich dem Außendurchmesser des Brennerrohres sind.

Wenn die im eingebauten Zustand dem Brenner zugewandte Flanschöffnung einen im wesentlichen dem Außendurchmesser des Brennrohres entsprechenden Innendurchmesser aufweist, so läßt sich eine nachträgliche Verbindung eines bekannten Brenners mit dem Anschlußstück leicht realisieren.

Vorteilhafterweise ist die durch die beiden Flansche definierte Breite des Anschlußstückes kleiner oder gleich 10 cm. Die Breite des Anschlußstückes hängt dabei von der Größe (Leistung) des Brenners bzw. der Anlage ab. Bei einem 1000-kW-Brenner ist eine entsprechend große Breite zu wählen, beispielsweise 10 cm, während bei einem 25-kW-Brenner eine Breite von vorzugsweise 2 cm ausreicht. Diese geringfügige Abweichung von der Normallage des Brenners bzw. der Brennerflamme in der Brennkammer, macht es möglich, das Anschluß stück bei einem bekannten Brenner mit einem Brennerrohr zwischen Brenner und Brennkammer einzufügen, ohne daß sich der Wirkungsgrad der Verbrennung verschlechtert.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung. Ebenso können die oben genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter.

Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die einzige Fig. 1 zeigt eine Einströmvorrichtung für ein Abgas eines Kraftwerks in eine Brennkammer eines Brenners über ein erfindungsgemäßen Anschlußstück.

In der Figur ist mit 1 ein Brenner bezeichnet, in dem ein Brenngas 2 erzeugt wird. Das Brenngas 2 wird über ein Brennerrohr 3 in eine Brennkammer 4 eingeleitet, die in einem Kesselgehäuse 5 angeordnet ist und in der die Verbrennung des Brenngases über eine Brennerflamme 2a stattfindet. Das Brennerrohr 3 erstreckt sich durch eine Öffnung im Kesselgehäuse 5, die sogenannte Brennkammeröffnung 6, in die Brennkammer 4 hinein. Als Kessel kann beispielsweise ein sogenannter Veritherm-Kessel (Hersteller: Veritherm Heizungstechnik GmbH, Peine) verwendet werden, während bewährte Industriemotoren mit beliebig vielen Zylindern als Kraftwerksantrieb verwendet werden können (z. B. Zylindermotoren von M.A.N., Augsburg). Die Motoren können mit leichtem Heizöl (also Dieselöl), Pflanzenöl, Flüssiggas, Erdgas, Klärgas oder Biogas betrieben werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brennkammeröffnungen, wo der Innendurchmesser der Brennkammeröffnung 6 deutlich größer als der Außendurchmesser des Brennerrohres 3 ist und das mit dem Brenner 1 verbundene Brennerrohr 3 durch die Brennkammeröffnung 6 soweit hindurchgeführt wird, bis ein mit dem Brenner 1 verbundener Brennerflansch 7 dichtend am Kesselgehäuse 5 anliegt, wird erfindungsgemäß zwischen den Brennerflansch 7 und das Kesselgehäuse 5 ein Anschlußstück 8 eingefügt. Das Anschlußstück weist zwei Anschlußflansche 9a, 9b für eine dichtende Befestigung mit dem Brennerflansch 7 und dem Kesselgehäuse 5 auf, wobei die Anschlußstücke 9a, 9b auf bekannte Weise mit dem Brennerflansch 7 und dem Kesselgehäuse 5 verschraubt werden. Der dem Brennerflansch 7 zugewandte Anschlußflansch 9b weist eine Öffnung mit einem dem Außendurchmesser des Brennerrohres 3 entsprechenden Innendurchmesser auf, während die Öffnung des anderen Anschlußflansches 9a konzentrisch zur Öffnung des Anschlußflansches 9a und größer als der Außendurchmesser des Brennerrohres 3 ist. Der Raum 10 zwischen den beiden Anschlußflanschen 9a, 9b des Anschlußstückes 8 weist eine Zuführungsöffnung 11 auf. Die Brennkammeröffnung 6, durch die sich das Brennerrohr 3 in die Brennkammer 4 erstreckt, weist einen größeren Innendurchmesser auf als der Außendurchmesser des Brennerrohres 3. Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der Durchmesser der Brennkammeröffnung 6 etwas kleiner als der Innendurchmesser des der Brennkammer 4 zugewandten Anschlußflansches 9a.

Wird über die Zuführungsleitung 11 das Abgas 12 eines Kraftwerks eingeleitet, so strömt das Abgas 12 in den Raum 10 zwischen den beiden Anschlußflanschen 9a, 9b und weiter über den ringförmigen Spalt in der Brennkammeröffnung 6, der zwischen der Brennkammeröffnung 6 und dem Brennerrohr 3 gebildet ist, in die Brennkammer 4 ein. Das Abgas 12 strömt also konzentrisch zu dem Brenngas 2 in die Brennkammer 4ein, wobei die Brennflamme 2a den Kern der in die Brennkammer 4 einströmenden Gase bildet, während das Kraftwerks-Abgas 12 einen ringförmigen Mantel um die Brennerflamme 2a bildet. Da sich auf diese Weise die bezüglich des Brenngases 2 radialen Strömungskomponenten des Kraftwerks-Abgases in der Brennkammer 4 vollständig aufheben, wird die Brennflamme 2a durch das einströmende Kraftwerks-Abgas 12 nicht beeinträchtigt. Die Stickoxidbildung an den Randzonen der Brennflamme 2a wird auf einen minimalen Wert reduziert, da eine Beimischung des Kraftwerks-Abgases 12 zum Brenngas 2 die Stickoxidbildung verringert und auf der gesamten Außenfläche der Brennerflamme 2a erfolgt.

Die Abgasströme des Kraftwerks und des Brenners 1 werden in der Brennkammer 4 vereint und einer gemeinsamen Behandlung zugeführt. Dazu ist nur ein Wärmetauschsystem erforderlich, dessen ein Heizmedium führende Wärmetauscherrohre in dem Gehäuse der Brennkammer 4 ausgebildet sein können. Die beiden Abgasströme können aber auch, wie in der Figur gezeigt ist, durch eine Austrittsöffnung 13 aus der Brennkammer 4 austreten und einer nichtgezeigten Wärmetauscherkammer zugeführt werden.

Die Brennkammeröffnung wird erforderlichenfalls vergrößert und das Anschlußstück in den Zwischenraum zwischen Brenner und Kessel eingefügt. Bei bekannten Brennern ist die Länge des Brennerrohres dadurch bestimmt, daß die Wärmeableitung der durch die Brennerflamme an der Brennerrohrspitze auftretenden Wärme das mit dem Brennerrohr verbundene Kesselgehäuse nicht zu sehr erwärmt. Da durch die erfindungsgemäße Vergrößerung der Brennkammeröffnung kein thermischer Kontakt mehr zwischen Brennerrohr 3 und Kesselgehäuse 6 vorhanden ist, ergeben sich durch das Abrücken, insbesondere um nur 2 cm, keine Nachteile, zumal auch die Brennerflamme 2a dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Die Erfindung betrifft ein Einströmverfahren für ein Abgas 12 eines Kraftwerks in eine Brennkammer 4 eines Brenners 1, dessen Brenngas 2 über eine Brennkammeröffnung 6 in die Brennkammer 4 eingeleitet wird, wobei das Brenngas 2 über ein durch die Brennkammeröffnung 6 in die Brennkammer 4 führendes Brennerrohr 3 in die Brennkammer 4 eingeleitet wird und daß das Kraftwerks-Abgas 12 über mindestens eine um das Brennerrohr 3 herum angeordnete Einlaßöffnung in die Brennkammer 4 einströmt. Mit diesem Verfahren können die Kraftwerksabgase so in die Brennkammer 4 des Brenners 1 eingeleitet werden, daß die Brennflamme 2a und somit die Qualität der Verbrennung möglichst nicht beeinträchtigt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Einströmverfahren für ein Abgas (12) eines Kraftwerks in eine Brennkammer (4) eines Brenners (1), dessen Brenngas (2) über eine Brennkammeröffnung (6) in die Brennkammer (4) eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Brenngas (2) über ein durch die Brennkammeröffnung (6) in die Brennkammer (4) führendes Brennerrohr (3) in die Brennkammer (4) eingeleitet wird und daß das Kraftwerks-Abgas (12) über mindestens eine um das Brennerrohr (3) herum angeordnete Einlaßöffnung in die Brennkammer (4) einströmt.
  2. 2. Einströmverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die bezüglich des Brennerrohres (3) radialen Strömungskomponenten des Abgases (12) in der Brennkammer (4) aufheben.
  3. 3. Einströmverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas (12) über eine um das Brennerrohr (3) konzentrisch angeordnete ringförmige Einlaßöffnung in die Brennkammer (4) einströmt.
  4. 4. Einströmverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Einlaßöffnung für das Abgas (12) die Brennkammeröffnung (6) verwendet wird.
  5. 5. Einströmverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas (12) durch mehrere Einlaßöffnungen gleichzeitig in die Brennkammer (4) einströmt.
  6. 6. Einströmvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Kraftwerk, einem Brenner (1) und einer Brennkammer (4), dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner (1) ein Brennerrohr (3) aufweist, das sich durch eine Brennkammeröffnung (6) bis in die Brennkammer (4) erstreckt und daß die Brennkammer (4) mindestens eine um das Brennerrohr (3) herum angeordnete Einlaßöffnung aufweist, durch die das Abgas (12) des Kraftwerks in die Brennkammer (4) einströmbar ist.
  7. 7. Einströmvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Brennkammeröffnungen für das Abgas (12) des Kraftwerks in gleichen Winkelabständen konzentrisch um die Brennkammeröffnung (6) herum angeordnet sind.
  8. 8. Einströmvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Einlaßöffnung als im wesentlich ringförmige, zum Brennerrohr (3) konzentrische Einlaßöffnung ausgebildet ist.
  9. 9. Einströmvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Einlaßöffnung durch die Brennkammeröffnung (6) gebildet ist, deren Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser des Brennrohres (3) ist.
  10. 10. Anschlußstück (8) zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und zum Einbau in eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück (8) eine Zuführungsöffnung (11) und zwei konzentrisch gegenüberliegende Anschlußflansche (9a, 9b) aufweist, die das Anschlußstück (8) in seinem zwischen Brenner (1) und Brennkammer (4) eingebauten Zustand jeweils an der dem Brenner (1) und der Brennkammer (4) zugewandten Seite abdichten, wobei die Innendurchmesser der Öffnungen der Flansche (9a, 9b) größer oder gleich dem Außendurchmesser des Brennerrohres (3) sind.
  11. 11. Anschlußstück nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die im eingebauten Zustand dem Brenner (1) zugewandte Öffnung des Flansches (9b) einen im wesentlichen dem Außendurchmesser des Brennrohres (3) entsprechenden Innendurchmesser aufweist.
  12. 12. Anschlußstück nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die beiden Flansche (9a, 9b) definierte Breite des Anschlußstückes (8) kleiner oder gleich 20 cm, vorzugsweise etwa 2 cm ist.
  13. 13. Einströmvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Brenner (1) und der Brennkammer (4) ein Anschlußstück (8) gemäß der Ansprüche 10 bis 12 angeordnet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com