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Dokumentenidentifikation DE68919363T2 30.03.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0426845
Titel STAUBDICHTE KOPFHAUBE.
Anmelder Toray Industries, Inc., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder ANDO, Katsutoshi, Shiga 520, JP;
TOGASHI, Ryoichi, Kouka-gun Shiga 520-33, JP
Vertreter Kador, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80469 München
DE-Aktenzeichen 68919363
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.05.1989
EP-Aktenzeichen 899064299
WO-Anmeldetag 26.05.1989
PCT-Aktenzeichen JP8900532
WO-Veröffentlichungsnummer 9014024
WO-Veröffentlichungsdatum 29.11.1990
EP-Offenlegungsdatum 15.05.1991
EP date of grant 09.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1995
IPC-Hauptklasse A42B 1/04
IPC-Nebenklasse A42B 1/18   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine staubdichte Kopfbedeckung, insbesondere Kopfhauben, die bei einem relativ einfachen Aufbau eine sehr starke staubdichte Wirkung haben und die Aubreitung von Haaren, Schuppen und Staub deutlich verhindern, wobei eine starke Luftdurchlässigkeit möglich ist, so daß sich der Benutzer nicht verschwitzt oder staubig fühlt, selbst wenn er diese Kopfbedeckung lange getragen hat. Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung kann in einer Vielzahl von industriellen Bereichen wirksam verwendet werden, die eine staubdichte Kopfbedeckung erfordern.

Eine einfache Kopfbedeckung, die allgemein als Lufthauben oder saubere Hauben bezeichnet wurden und aus Faservlies mit hoher Luftdurchlässigkeit bestanden, wurde bisher von Arbeitern verwendet, die in einer Umgebung arbeiten, die den strengen Ausschluß von Staub erfordert, z.B. in der Lebensmittelindustrie, der Elektronikindustrie, der Präzisionsbearbeitungsindustrie und der pharmazeutischen Industrie als auch auf medizinischem Gebiet.

Die herkömmliche Kopfbedeckung ermöglicht jedoch die Ausbreitung von Haaren, Schuppen und Staub durch den stark luftdurchlässigen Faservlies auf unerwünschte Weise, dadurch werden die Arbeitsumgebung und die in diesen Umgebungen bearbeiteten Materialien ernsthaft verunreinigt.

Eine Kopfbedeckung, die aus einem Gewebe ohne Luftdurchlässigkeit hergestellt wurde, damit Staub und andere Verunreinigungen vollständig blockiert werden, ist ebenfalls bekannt, diese Kopfbedeckung ruft beim Benutzer jedoch ein unangenehmes Gefühl hervor, da sein Kopf von einer schwülen oder staubigen Umgebung umschlossen wird, wenn diese Kopfbedeckung lange Zeit getragen wird.

Deshalb ist allgemein bekannt, daß Luftdurchlässigkeit und staubdichte Wirkung im allgemeinen mit einer Kopfbedeckung der oben beschriebenen Art unvereinbar sind.

Folglich ist es Aufgabe dieser Erfindung, eine staubdichte Kopfbedeckung bereitzustellen, die eine ausreichend hohe Luftdurchlässigkeit aufweist, damit jedes verschwitzte oder staubige Gefühl im wesentlichen vermieden wird, selbst wenn diese lange Zeit getragen wird, die jedoch eine hervorragende staubdichte Wirkung hat.

Deshalb stellt diese Erfindung eine Kopfbedeckung mit den folgenden Merkmalen bereit.

Die erfindungsgemäße staubdichte Kopfbedeckung besteht aus einem Material, das als Hauptkomponente Faservlies aufweist, das dauerhaft aufgeladen bzw. elektritisiert wurde, so daß es eine elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche von nicht weniger als 1 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² und eine Luftdurchlässigkeit von 10 bis 1000 cm³/cm² s aufweist.

Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung weist einen relativ einfachen Aufbau auf und zeigt eine hervorragende Luftdurchlässigkeit und erzeugt außerdem eine deutliche staubdichte Wirkung, so daß Haare, Schuppen, Staub usw., die sich frei in der Kopfbedeckung bewegen, durch eine Vervielfachung der Wirkungen effektiv adsorbiert und eingefangen werden, d.h. durch die Wirkung der elektrostatischen Adsorption, die das Elektretmaterial zeigt, und die mechanische Filterwirkung des Materials, wodurch das Verstreuen der eingefangenen Verunreinigung aus der Kopfbedeckung nach außen verhindert wird.

Deshalb kann die erfindungsgemäße Kopfbedeckung verwendet werden, ohne daß man sich verschwitzt fühlt und ohne daß die Umgebung verschmutzt wird, und somit hat die erfindungsgemäße Kopfbedeckung hervorragende Eigenschaften als staubdichte Kopfbedeckung.

Deshalb ist die erfindungsgemäße Kopfbedeckung für verschiedene Arbeitsräume geeignet, z.B. saubere Räume, chirurgische Operationssäle, pharmazeutische Produktionsräume, Küchen in Restaurants, Fabriken zur Lebensmittelherstellung und Arbeitsräume der Hygieneindustrie, Elektronikindustrie, Präzisionsbearbeitungsindustrie usw., als auch Umgebungen, in denen eine Verunreinigung durch Verschmutzungen vom Kopf der dort arbeitenden oder wohnenden strikt vermieden werden muß.

Das Faservlies-Elektret, das als Material der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung verwendet wird, zeigt starke staubadsorbierende und -einfangende Wirkungen, es hat ebenfalls eine hohe Luftdurchlässigkeit und ein geringes Gewicht pro Flächeneinheit. Dieses bei dieser Erfindung verwendete Faservlies-Elektretmaterial weist vorzugsweise ein Gewicht pro Flächeneinheit von 100 g/m² oder weniger, noch bevorzugter 80 g/m² oder weniger, besonders bevorzugt einige 10 g/m² auf, und somit hat die erfindungsgemäße Kopfbedeckung ein sehr geringes Gesamtgewicht von zum Beispiel 10 bis 50 g/m². Diese extrem leichte Kopfbedeckung ruft für den Träger kein unangenehmes Gefühl hervor. Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung kann außerdem als Wegwerfprodukt verwendet werden, da sie mit geringen Kosten hergestellt werden kann.

Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung kann jedoch wiederholt verwendet werden, wenn die Verunreinigung nicht ernsthaft ist, da sie durch Waschen mit kaltem oder heißem Wasser gereinigt werden kann, ohne daß die Elektretwirkung wesentliche beeinträchtigt wird, die diese Kopfbedeckung ursprünglich aufwies.

Die die vorliegende Erfindung verkörpernde Kopfbedeckung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detaillierter beschrieben, welche zeigen:

Fig. 1 eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung;

Fig. 2A bis 2C schematische Schnittansichten, die verschiedene Beispiele der Verwendung des Elektretmaterials zeigen, das als Material der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung verwendet werden kann; und

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Meßvorrichtung, die das Verfahren zum Messen der elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche zeigt.

Fig. 1 ist eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen staubdichten Kopfbedeckung, die als einfache Haube aufgebaut ist, die der ähnlich ist, die allgemein als Haarhaube oder saubere Haube bezeichnet wird. Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung 1 besteht hauptsächlich zumindest aus dem Faservlies-Elektret 2.

Bei der praktischen Verkörperung dieser Erfindung besteht die Kopfbedeckung aus einem Elektretmaterial in Form von Faservlies, das sehr leicht, d.h. federleicht, ist. Um zu verhindern, daß die Kopfbedeckung beim Tragen vom Kopf rutscht, ist vorzugsweise eine geeignete Einrichtung vorgesehen, z.B. ein Befestigungsfaden, damit das leichte Herunterrutschen der Kopfbedeckung verhindert wird.

Die in Fig. 1 gezeigte Kopfbedeckung ist zum Beispiel vorzugsweise entlang der Öffnung der Kopfbedeckung mit einem elastischen Material oder mit einem geeigneten Befestigungsmittel 3 versehen, z.B. ein Befestigungsfaden entlang der Öffnung der Kopfbedeckung. Das elastische Material oder Das Befestigungsmittel soll das leichte Herunterrutschen der Kopfbedeckung verhindern und kann verschiedene Formen einem Befestigungsmittels aufweisen, z.B. eine Schnur, Druckknöpfe, Knöpfe usw. Als elastisches Material kann jedes Material verwendet werden, das im wesentlichen eine Elastizität aufweist. Das elastische Material kann zum Beispiel ein Faden aus Gummi sein. Das Befestigungsmittel kann auch durch Vernähen der Kanten des Randes der Öffnung der Kopfbedeckung bereitgestellt werden, so daß ein kontinuierlicher saumartiger Abschnitt gebildet wird, und durch diesen saumartigen Abschnitt wird ein Faden geführt.

Das Faservlies-Elektret 2 kann allein oder in Form eines Verbundmaterials oder Laminatmaterials in Kombination mit einem anderen Material oder anderen Materialien verwendet werden, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, die schematische Schnittansichten darstellt, die verschiedene Arten der Verwendung des Faservlies-Elektretmaterials zeigt, das als Material der erfindungsgemäßen Köpfbedeckung verwendet werden kann. Fig. 2A zeigt den Fall, bei dem das Faservlies- Elektretmaterial 2a allein verwendet wird, und die Fig. 2B und 2C zeigen Fälle, bei denen das Faservlies-Elektret 2a zusammen mit einem anderen Material 2b in Form eines Verbundmaterials oder eines Laminatmaterials verwendet wird. Es ist naheliegend, daß das Faservlies-Elektret in anderen Formen verwendet werden kann, als sie in Fig. 2A bis 2C gezeigt sind.

Die erfindungsgemäße staubdichte Kopfbedeckung kann verschiedene Konfigurationen haben, dies hängt vom Zweck oder Inhalt ihrer Verwendung ab. Die Kopfbedeckung kann zum Beispiel mit oder ohne Blenden hergestellt werden. Diese Kopfbedeckung kann auch mit Öffnungen im Bereich der oder um die Ohren des Trägers herum versehen sein.

Das Faservlies-Elektretmaterial kann auch eine Vielzahl von Formen aufweisen. Das Faservlies-Elektret wird jedoch im allgemeinen aus langen Filamenten bzw. Spinnfäden oder durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern hergestellt. Das Faservlies-Elektret muß eine Luftdurchlässigkeit von 10 bis 1000 cm³/cm² s aufweisen. Wenn die Luftdurchlässigkeit geringer als 10 cm³/cm² s ist, ruft die Kopfbedeckung ein verschwitztes oder staubiges Gefühl hervor und beeinträchtigt den Komfort der Kopfbedeckung. Eine Luftdurchlässigkeit von mehr als 1000 cm³/cm² s beeinträchtigt andererseits die Filtrationswirkung und ermöglicht somit ein unerwünschtes signifikantes Austreten von Haaren, Schuppen und Staub aus der Kopfbedeckung nach außen. Wenn das Faservlies- Elektret zusammen mit einem anderen Material in Form eines Verbund- oder Laminatmaterials verwendet wird, zeigt dieses Verbund- oder Laminatmaterial vorzugsweise eine Luftdurchlässigkeit im oben beschriebenen Bereich. Wenn ein federleichtes Gewebe-Elektret aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern verwendet wird, hat dieses Gewebe in Anbetracht der Festigkeit und Zähigkeit vorzugsweise eine Luftdurchlässigkeit von 10 bis 400 cm³/cm² s. Wenn das Faservlies-Elektret andererseits aus langfasrigem Spinnvlies besteht, ist eine hohe Luftdurchlässigkeit von 300 bis 1000 cm³/cm² s annehmbar, da dieses Faservlies eine hohe Festigkeit und Zähigkeit aufweist.

Wir haben gefunden, daß die elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche des Faservlies-Elektrets vorzugsweise 1 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² oder mehr beträgt, damit die Ausbreitung von Verunreinigungen, z.B. Haare, Schuppen und Staub, aus der Kopfbedeckung wirksam verhindert wird, wobei die elektrostatische Adsorption ausgenutzt und die Aktivität des Trägers während der Arbeit in Betracht gezogen wird.

Das Faservlies-Elektret besteht vorzugsweise aus organischen synthetischen Materialien mit einem Volumenwiderstand von 10¹&sup4; Ω cm oder mehr. Das Faservlies-Elektret kann zum Beispiel aus Polypropylenfasern hergestellt werden. Das Faservlies wird vorzugsweise nach dem Spinnvliesverfahren, dem Schmelzblasverfahren oder dem Faserbündelverfahren hergestellt. Damit eine merkliche Wirkung beim Einfangen von Staub erhalten wird, beträgt die durchschnittliche Feinheit oder Größe der Fasern, die das Faservlies bilden, vorzugsweise 10 Denier oder weniger, noch bevorzugter 3 Denier oder weniger. Das durch ein Schmelzblasverfahren hergestellte Faservlies, das aus Polypropylenfasern hergestellt wird, wird besonders bevorzugt verwendet; dies beruht teilweise darauf, daß es die durchschnittliche Feinheit leicht auf 0,5 Denier oder weniger, oder sogar auf 0,1 Denier oder weniger verringern kann, und teilweise darauf, daß es eine hohe Festigkeit liefern kann. Selbstverständlich ist ein höherer Grad der durchschnittlichen Feinheit bevorzugt, da die Zahl der Fasern erhöht werden kann, wodurch die Wirkungen beim Einfangen und Adsorbieren von Staub verbessert werden. Die Erfindung zeigt keine Einschränkung bezüglich der Untergrenze der durchschnittlichen Feinheit; eine durchschnittliche Feinheit von weniger als 0,001 Denier ist jedoch in Anbetracht des gegenwärtigen Technologieniveaus unpraktisch. Zukünftige Entwicklungen der Technologie werden natürlich die Herstellung von feineren Fasern ermöglichen, und diese feineren Fasern können ebenfalls als Material für die erfindungsgemäße Kopfbedeckung verwendet werden.

Wenn Spinnvlies verwendet wird, beträgt die durchschnittliche Feinheit der Fasern im allgemeinen 10 Denier oder weniger, und somit ist die Faser im allgemeinen größer als die der oben genannten durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern. Die Verwendung von Spinnvlies mit einer Flachheit im Querschnitt von 1,2 oder mehr ist bevorzugt, da diese Fasern die Wirkung der Adsorption und des Einfangens von Haaren verbessern. Dies kann auf zwei Faktoren zurückgeführt werden: eine Verbesserung der Adsorption aufgrund einer größeren Kontaktfläche zwischen den Fasern und den Haaren, und eine Verbesserung der Adsorption durch eine höhere elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche. Der Begriff "Flachheit im Querschnitt" soll den Wert bedeuten, der durch Messen der Länge der längeren und kürzeren Achsen des Querschnitts der Faser und Teilen der Länge der längeren Achse durch die Länge der kürzeren Achse erhalten wird. Bei dieser Erfindung wird die Flachheit als Durchschnittswert der Flachheit der Anzahl n von Fasern ausgedrückt in diesem Fall sind die Werte für n 50. Bei dieser Erfindung beträgt das Gewicht des Faservlies- Elektrets vorzugsweise 100 g/m² oder weniger, noch bevorzugter 10 bis 50 g/m². Wenn das Gewicht im oben beschriebenen Bereich liegt, kann eine staubdichte Kopfbedeckung hergestellt werden, die extrem leicht und weich ist, wodurch jede Unbequemlichkeit oder Ermüdung beim Tragen dieser Kopfbedeckung vermieden wird.

Wenn das Faservlies-Elektret zusammen mit einem anderen Material verwendet wird, d.h. als Verbund- oder Laminatmaterial, ist das mit dem Faservlies-Elektret kombinierte Material vorzugsweise ein anderes Faservlies mit einem hohen Zähigkeitswert. Das mit dem Faservlies-Elektret kombinierte Material hat auch vorzugsweise eine sehr glatte Oberfläche und zeigt keinen Verschleiß und keine Staubbildung. Folglich wird besonders bevorzugt langfasriges Faservlies, insbesondere langfasriges Spinnvlies, verwendet, obwohl Faservlies aus kurzen Fasern befriedigend ist. Das mit dem Faservlies-Elektretmaterial kombinierte Material kann leicht dauerhaft aufgeladen sein, um zu sichern, daß das Verbundmaterial sehr gute Elektreteigenschaften hat, dies ist jedoch nicht wesentlich. In der Praxis sollte das mit dem Faservlies- Elektret zu kombinierende Material in Anbetracht zusätzlicher Eigenschaften ausgewählt werden, die das Faservlies- Elektret nicht besitzt, das die Hauptkomponente darstellt. Ein Material mit hoher Zähigkeit, ein Material mit antielektrostatischen Eigenschaften, ein Material, das das Aussehen verbessert, usw. sind zum Beispiel als Material geeignet, das mit dem Faservlies-Elektret kombiniert werden soll.

Besonders dann, wenn eine Anzahl von Faservlies-Elektretarten in Form eines Verbund- oder Laminatmaterials verwendet wird, liefert eine Kombination eines Faservlies-Elektrets aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern und eines langfasrigen Spinnvlies-Elektrets in Form eines Verbund- oder Laminatmaterials eine sehr gute praktische Verwendbarkeit, da diese Kombination sowohl eine hohe Wirkung beim Einfangen von Staub als auch eine hohe Zähigkeit aufweist. Bei der Verwendung dieses Verbund- oder Laminatmaterials werden die besten Ergebnisse erhalten, wenn beide Faservlies-Elektretmaterialien eine elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche von 1 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² oder mehr und eine Luftdurchlässigkeit zwischen 10 und 1000 cm³/cm² s aufweisen. Dies ist jedoch nicht wesentlich, und es wird eine merkliche Wirkung erhalten, wenn die oben beschriebenen Anforderungen an die elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche und die Luftdurchlässigkeit von einem dieser Faservlies-Elektrete erfüllt werden.

Die erfindungsgemäße Staubdichte Kopfbedeckung besteht folglich aus einem Material mit mindestens einem Faservlies- Elektret als Hauptkomponente, und die Erfindung schließt die Verwendung eines anderen Materials oder anderer Materialien zusätzlich zu diesem Faservlies-Elektret, das die Hauptkomponente darstellt, an gewünschten Stellen auf der Kopfbedeckung nicht aus.

Es ist auch klar, daß die erfindungsgemäße staubdichte Kopfbedeckung vor der Verwendung verschiedenen Behandlungen oder Verfahren unterzogen werden kann, z.B. dem Bedrucken, Färben usw.

Totz der Tatsache, daß die erfindungsgemäße Kopfbedeckung auf Gebieten verwendet werden soll, in denen der hygienische Zustand oder das attraktive Aussehen wichtige Faktoren darstellen, hat die Kopfbedeckung vorzugsweise eine einfache Gestaltung und ist weiß oder weist eine andere helle Farbe auf.

Wenn die Kopfbedeckung als Wegwerfartikel verwendet werden soll, d.h. eine Entsorgung nach einer Verwendung von 1 Woche bis 10 Tagen, ist das Faservlies-Elektretmaterial in Anbetracht der praktischen Eignung, der Kosten und des hygienischen Aussehens zum Beispiel vorzugsweise weiß oder weist eine andere helle Farbe auf.

Wenn die erfindungsgemäße Kopfbedeckung leicht verunreinigt ist, kann sie wiederholt verwendet werden, wenn sie mit kaltem oder heißem Wasser gewaschen wird, ohne daß ihre Elektretmerkmale beeinträchtigt werden.

Es folgt eine Beschreibung des Verfahrens zur Messung der elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche, wobei auf Fig. 3 besonderer Bezug genommen wird.

Das zu messende Material 4, d.h. ein Faservlies-Elektretmaterial wird zwischen einer geerdeten Elektrode 5 und einer anderen Metallelektrode 6 mit einem Durchmesser von 4 cm angeordnet, und es werden elektrostatische Ladungen induziert und im Kondensator 7 gespeichert. Dann wird die Spannung im Kondensator 7 mit einem Voltmeter 8 gemessen, und die elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche wird nach der folgenden Formel bestimmt. In Fig. 3 kennzeichnet die Bezugsziffer 9 die Erdung.

Elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche (C/cm²) = C x V/S

worin:

C = kapazitiver Blindwiderstand des Kondensators (Farad)

V = Spannung (Volt)

S = Fläche der Elektrode (cm²)

Die Luftdurchlässigkeit des Faservlies-Elektrets wird mit einer Prüfvorrichtung vom zerbrechlichen Typ nach dem Prüfverfahren gemessen, das in JIS L-1096 beschrieben ist.

Nachfolgend werden Beispiele der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung, insbesondere der praktische Aufbau und die praktischen Leistungen, beschrieben.

Beispiel 1

Ein Faservlies aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern aus Polypropylenfasern mit einer durchschnittlichen Feinheit von 0,03 Denier (d) wurde hergestellt und in einem elektrischen Feld dauerhaft aufgeladen, das von einer hohen Spannung erzeugt worden war.

Das so erhaltene Faservlies-Elektret wies eine elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche von 5 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm², ein Gewicht von 20 g/m² und eine Luftdurchlässigkeit von 80 cm³/cm² s auf.

Mit diesem Faservlies-Elektret wurde eine staubdichte Kopfbedeckung des Haubentyps hergestellt, der in Fig. 1 schematisch dargestellt ist. An den offenen Rand der Kopfbedeckung wurde ein flaches Gummiband als elastisches Material angebracht, wodurch der feste Sitz der Kopfbedeckung am Kopf des Trägers erreicht und das leichte Herunterrutschen der Kopfbedeckung vom Kopf verhindert und das Austreten von Staub und anderen Verunreinigungen vermieden wurde.

Die so hergestellte Kopfbedeckung wurde einem Verwendungstest in einem sauberen Raum unterzogen, und es zeigte sich, daß die Kopfbedeckung verwendet werden konnte, ohne daß man sich verschwitzt oder staubig fühlt, und ohne daß eine Ermüdung oder Unbequemlichkeit hervorgerufen wurde. Die Kopfbedeckung dieses Beispiels verringerte die Ausbreitung von Staub und einem anderen Material vom Kopf des Trägers deutlich, und es wurde somit bestätigt, daß die Kopfbedeckung dieses Beispiels ein hervorragendes Produkt darstellt, das verwendet werden kann, ohne daß eine wesentliche Verschmutzung verursacht wird.

Beispiel 2

Es wurden zwei Arten von Faservlies-Elektretmaterialien hergestellt; ein Faservlies aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern aus Polypropylen mit einer durchschnittlichen Feinheit von 0,05 d und einem Gewicht von 20 g/m², und ein langfasriges Spinnvlies aus Polypropylen mit einer durchschnittlichen Feinheit von 2 d und einem Gewicht von 15 g/m². Diese beiden Faservlies-Elektrete wurden durch ein Verbindungsverfahren durch Prägen bei Wärme miteinander verbunden, wodurch ein Verbundvliesmaterial gebildet wurde. Das so erhaltene Verbundvliesmaterial wurde anschließend in einem intensiven elektrischen Feld dauerhaft aufgeladen, wodurch ein Faservlies-Elektret mit einer elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche von 3 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² erhalten wurde.

Das so erhaltene Faservlies-Elektret wurde zu einer staubdichten Kopfbedeckung des Typs geformt, der in Fig. 1 schematisch gezeigt ist, so daß das Faservlies aus den durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern mit dem Kopf des Trägers in Kontakt stand. Die Luftdurchlässigkeit dieses Elektretmaterials betrug 75 cm³/cm² s.

Wie in Beispiel 1 wurde am offenen Rand der Kopfbedeckung ein Faden aus Gummi als elastisches Material vorgesehen, um den festen Sitz der Kopfbedeckung am Kopf des Trägers zu sichern, womit das Entweichen von Staub und anderen Verunreinigungen verhindert wurde.

Ein Verwendungstest dieser staubdichten Kopfbedeckung in einem sauberen Raum zeigte, daß diese Kopfbedeckung verwendet werden kann, ohne daß man sich verschwitzt fühlt, wobei die Ausbreitung von Staub und anderen Verunreinigungen vom Kopf des Trägers im Vergleich mit ähnlichen herkömmlichen Produkten verringert wird. Somit wurde bestätigt, daß diese Kopfbedeckung verwendet werden kann, ohne daß eine wesentliche Verschmutzung der Umgebung hervorgerufen wird. Es wurde auch bestätigt, daß diese Kopfbedeckung eine hervorragende Haltbarkeit aufwies und eine Benutzung über einen langen Zeitraum überstehen kann.

Beispiel 3

Es wurde ein Faservlies aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern aus Polypropylen mit einer durchschnittlichen Feinheit von 0,03 d und einem Gewicht von 50 g/m² hergestellt, und dieses wurde in einem intensiven elektrischen Feld dauerhaft aufgeladen, wodurch ein Faservlies- Elektret mit einer elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche von 5,5 x 10&supmin;¹&sup0; erhalten wurde.

Es wurde auch ein langfasriges Spinnvlies aus Polyester mit einer durchschnittlichen Feinheit von 2 d und einem Gewicht von 20 g/m² hergestellt, das einer antielektrostatischen Behandlung unterzogen wurde. Das oben genannte Faservlies- Elektret und das langfasrige Spinnvlies aus Polyester wurden miteinander durch Wärme verbunden, wodurch ein Verbundvlies gebildet wurde. Das langfasrige Spinnvlies aus Polyester war materiell nicht dauerhaft aufgeladen. Das so gebildete Verbundvlies wies eine Luftdurchlässigkeit von 40 cm³/cm² s auf.

Das so erhaltene Verbundvlies wurde zu einer Kopfbedeckung geformt, so daß das Faservlies aus den durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern mit dem Kopf des Trägers in Kontakt kam. Der Rand der Öffnung der Kopfbedeckung wurde vernäht, so daß ein kontinuierlicher saumartiger Abschnitt gebildet wurde, durch den ein Befestigungsfaden geführt wurde, so daß die Kopfbedeckung fest auf dem Kopf des Trägers sitzt, womit das Entweichen von Staub vermieden wurde.

Diese Kopfbedeckung konnte befriedigend verwendet werden, ohne daß man sich verschwitzt fühlt. Es wurde auch bestätigt, daß diese Kopfbedeckung verwendet werden konnte, ohne daß eine wesentliche Verschmutzung der Umgebung hervorgerufen wurde.

Beispiel 4

Die erfindungsgemäße Kopfbedeckung wurde aus einem langfasrigen Spinnvlies aus Polypropylen mit einer durchschnittlichen Feinheit von 2 d, einem Gewicht von 20 g/m², einer Luftdurchlässigkeit von 400 cm³/cm² s und einer elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche von 1,5 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² hergestellt.

50 Stücke der Kopfbedeckung wurden anschließend einem Verwendungstest durch 50 Arbeiter unterzogen, die in der Lebensmittelproduktion arbeiteten, und es zeigte sich, daß das Herunterfallen und die Ausbreitung von Haaren nahezu vollständig verhindert wurde.

Fast alle der am Test dieser Kopfbedeckung teilgenommenen Arbeiter stellten fest, daß die Kopfbedeckung bequem verwendet werden konnte, ohne daß man sich verschwitzt oder staubig fühlt.

Beispiel 5

Es wurde ein langfasriges Spinnvlies aus Polypropylen mit einer durchschnittlichen Feinheit von 2 d, einem Gewicht von 20 g/m², einer Luftdurchlässigkeit von 400 cm³/cm² s und einer elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche von 1,5 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² hergestellt. Das so hergestellte Faservlies wurde anschließend einer Kalandrierbehandlung unterzogen, wodurch ein Faservlies mit einer Luftdurchlässigkeit von 150 cm³/cm² s erhalten wurde, das aus flachen Fasern bestand, die eine Flachheit des Querschnitts von 1,6 aufwiesen.

Dieses Faservlies wurde dauerhaft aufgeladen, so daß eine Faservlies-Elektretlage mit einer elektrostatischen Ladungsdichte der Oberfläche von 1,5 x 10&supmin;&sup9; C/cm² erhalten wurde.

Mit dieser Faservlies-Elektretlage wurde eine staubdichte Kopfbedeckung des Typs von Haarhauben hergestellt, der in Fig. 1 schematisch gezeigt ist. Die so hergestellte Kopfbedeckung wurde einem Verwendungstest in einem sauberen Raum unterzogen, und es zeigte sich, daß diese Kopfbedeckung verwendet werden konnte, ohne daß man sich verschwitzt oder staubig fühlt, und ohne daß eine Ermüdung oder Unbequemlichkeit hervorgerufen wird. Die Kopfbedeckung dieses Beispiels verringerte die Verteilung von Staub oder einem anderen Material vom Kopf des Trägers ebenfalls deutlich, und somit wurde bestätigt, daß die Kopfbedeckung dieses Beispiels geeignet als staubdichte Kopfbedeckung in einem sauberen Raum verwendet werden kann. Es wurde ebenfalls bestätigt, daß diese Kopfbedeckung eine hervorragende Haltbarkeit aufwies.


Anspruch[de]

1. Staubdichte Kopfhaube aus einem Material, das als Hauptkomponente Faservlies aufweist, das dauerhaft aufgeladen wurde, so daß es eine elektrostatische Ladungsdichte der Oberfläche von 1 x 10&supmin;¹&sup0; C/cm² oder mehr und eine Luftdurchlässigkeit von 10 bis 1000 cm³/cm² x s aufweist.

2. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 1, worin das Faservlies-Elektret aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern besteht, die eine durchschnittliche Feinheit von 0,5 Denier aufweisen oder feiner sind.

3. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 2, worin das Faservlies-Elektret ein Faservlies aus durch ein Schmelzblasverfahren hergestellten Fasern ist, das aus Polypropylenfasern besteht, die durchschnittliche Feinheit von 0,1 Denier haben oder feiner sind.

4. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 1, worin das Faservlies-Elektret ein langfasriges Spinnvlies ist, das Fasern mit einer durchschnittlichen Feinheit von 10 Denier oder feinere Fasern aufweist.

5. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 4, worin das Faservlies-Elektret ein langfasriges Spinnvlies ist, das aus Fasern besteht, die eine Flachheit im Querschnitt von nicht weniger als 1,2 haben.

6. Staubdichte Kopfhaube nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin das Gewicht des Faservlies-Elektrets nicht höher als 50 g/m² ist.

7. Staubdichte Kopfhaube nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin das Faservlies-Elektret mit anderen Materialien verbunden wird, wodurch ein Verbund- oder Laminatmaterial gebildet wird.

8. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 7, worin das Faservlies-Elektret ein Verbundmaterial oder Laminatmaterial ist, das ein durch ein Schmelzblasverfahren hergestelltes Faservlies-Elektret und ein langfasriges Spinnvlies-Elektret aufweist.

9. Staubdichte Kopfhaube nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin entlang der Öffnung der Kopfhaube ein im wesentlichen elastisches Material oder ein Befestigungsteil vorgesehen ist.

10. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 9, worin das elastische Material ein Faden oder ein bandähnliches Teil aus Gummi ist.

11. Staubdichte Kopfhaube nach Anspruch 9, worin das Befestigungsteil ein fadenartiges Teil ist.

12. Staubdichte Kopfhaube nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin das Faservlies-Elektret eine im wesentlichen weiße Farbe autweist.







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