PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69105698T2 13.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0482954
Titel Lüftungsklappe.
Anmelder Titon Hardware Ltd., Stanway, Colchester, GB
Erfinder Stoney, Arthur, Halstead Essex CO9 2DA, EN;
Burt, Arthur John, Ipswich Suffolk IP8 4JG, EN;
Waters, Richard A., Royston Hertfordshire SQ8 0BH, EN
Vertreter Herrmann-Trentepohl, W., Dipl.-Ing., 44623 Herne; Kirschner, K., Dipl.-Phys.; Bockhorni, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte; Strasse, M., Rechtsanw.; Grosse, W., Dipl.-Ing., 81476 München; Thiel, C., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 44623 Herne; Dieterle, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 04109 Leipzig
DE-Aktenzeichen 69105698
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.10.1991
EP-Aktenzeichen 913099008
EP-Offenlegungsdatum 29.04.1992
EP date of grant 07.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.1995
IPC-Hauptklasse F24F 7/00
IPC-Nebenklasse F24F 13/072   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Lüftungen, insbesondere aber nicht ausschließlich zur Verwendung in Räumen mit dicht verschlossenen Fenstern und/oder Doppelverglasung, wo es wünschenswert ist, für eine Lüftung zu sorgen, ohne das Fenster öffnen zu müssen. Diese Art von Lüftung wird nun oft als "Sekundärlüftung" bezeichnet und wurde in den letzten Jahren durch den Einsatz einer Schlitzlüftung in einen Schlitz erzielt, der in den Umrandungen von Fenstern und dergleichen geschnitten oder gebildet wurde. Das innere Ende des Schlitzes kann offen gelassen werden, ist aber üblicherweise mit einem manuell bedienbaren Verschluß oder Gitter versehen, während sich an der Außenseite oft eine Haube befindet, die sich von der Oberseite des Schlitzes nach außen und nach unten erstreckt und eine nach unten weisende Öffnung aufweist, die ein Fliegengitter enthalten kann, wobei die Haube somit den Schlitz vor dem Eindringen von Regen und auch Staub und Schmutz schützt.

Es hat sich gezeigt, daß, wenn der Verschluß, falls vorhanden, während windiger Bedingungen offen bleibt, Zugluft durch die Lüftung bläst. Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen solcher Lüftungsmittel.

In DE-B-2 118 030 wird eine Haube zur Verwendung mit einem Lüftungsschlitz beschrieben, umfassend ein längliches Gehäuse, einen länglichen Einlaß in das Innere des Gehäuses, eine Rückwand mit einer Reihe von darin ausgebildeten Öffnungen zur Bildung eines Auslasses aus dem Inneren des Gehäuses, so daß ein Strömungsweg für Luft durch das Innere von dem Einlaß zu dem Auslaß entsteht, und Druckdifferenz-Steuermittel, umfassend eine bewegliche Klappe in Form eines Streifens, die sich in Längsrichtung der Haube für den Verschluß der Öffnungen in der Rückwand erstreckt, und Vorspannmittel, die dazu neigen, die Klappe von den Öffnungen wegzubewegen, wobei die Klappe durch eine Druckdifferenz entlang der Wand gegen die Spannkraft des Vorspannmittels zu den Öffnungen bewegbar ist, um den Strömungsweg durch die Haube bei zunehmender Druckdifferenz allmählich zu schließen. Bei der beschriebenen Anordnung in DE-B-2 118 030 strömt Luft durch die Klappe entlang ihrer Längsränder, und die Klappe bewegt sich in Richtungen, die im allgemeinen senkrecht zu ihrer Ebene liegen, in einem konvergierenden oder keilförmigen Durchgang, um den Bereich des Strömungsquerschnittes durch die Haube zu variieren. Bei dieser Anordnung muß die Gesamthöhe des Durchganges und somit das entsprechende Maß der Haube im wesentlichen größer als die Breite der Klappe sein.

Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Haube zur Verwendung mit einem Lüftungsschlitz ein längliches Gehäuse, einen länglichen Einlaß in das Innere des Gehäuses, eine Wand mit einer Reihe von darin ausgebildeten Öffnungen zur Bildung eines Auslasses aus dem Inneren des Gehäuses, so daß ein Strömungsweg für Luft durch das Innere von dem Einlaß zu dem Auslaß entsteht, und Druckdifferenz-Steuermittel, welche eine bewegliche Klappe in Form eines Streifens, die sich in Längsrichtung der Haube für den Verschluß der Öffnungen in der Wand erstreckt, und Vorspannmittel enthalten, die dazu neigen, die Klappe von den Öffnungen wegzubewegen, wobei die Klappe durch eine Druckdifferenz entlang der Wand gegen die Spannkraft des Vorspannmittels zu den Öffnungen bewegbar ist, um den Strömungsweg durch die Haube bei zunehmender Druckdifferenz allmählich zu schließen, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe zweite Öffnungen enthält, die zumindest teilweise nicht mit den ersten Öffnungen in der Wand ausgerichtet sind, wenn der Streifen an die Wand angrenzt.

Es ist offensichtlich, daß bei erfindungsgemäßen Konstruktionen der Strom durch die Öffnungen in der Klappe geht.

Die Wand, welche die ersten Öffnungen enthält, kann eine Rückwand der Haube sein, welche direkt über dem äußeren Ende des Schlitzes liegen soll. Die Öffnungen können zum Beispiel die Form von Rechtecken aufweisen. Die Klappe kann die Form eines Streifens aufweisen, der sich im allgemeinen parallel zu der Wand erstreckt. Die Spannung kann von einer oder mehreren Federn erzeugt werden, aber vorzugsweise ist der Streifen elastisch. Der Streifen kann an der Wand befestigt sein und mit dieser an einem Punkt entlang seiner Länge in Kontakt stehen und von der Wand vom Verankerungspunkt wegweisen. Auf dem Streifen oder der Wand oder beiden können Auflagemittel vorgesehen sein, die verhindern, daß der Streifen mit der Wand direkt in Kontakt kommt, und somit gewährleisten, daß ein begrenztes Maß an Lüftung immer möglich ist, und ein Anhaften verhindern, so daß gewährleistet ist, daß sich der Streifen von der Wand löst, wenn die Druckdifferenz abnimmt.

Die Erfindung kann auf verschiedene Weisen ausgeführt werden, und ein Beispiel einer Haube für eine Lüftung, welche die Erfindung darstellt, wird nun beispielhaft mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, von welchen:

Figur 1 eine teilweise Hinteransicht der Haube ist;

Figur 2 eine Seitenansicht der Haube ist;

Figur 3 ein Querschnitt der Haube entlang Linie III-III von Figur 1 ist;

Figur 4 ein teilweiser waagrechter Längsschnitt entlang Linie IV-IV der Figur 1 ist;

Figur 5 ein Querschnitt ähnlich wie Figur 3 entlang Linie V-V der Figur 4 ist und

Figur 6 ein schematischer waagrechter Längsschnitt ähnlich der Figur 4 aber in einem kleineren Maßstab ist und die gesamte Lüftungshaube zeigt.

Wie am besten aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich ist, umfaßt eine Haube im wesentlichen einen länglichen Kasten, der die Form einer Röhre aufweist, die aus drei Komponenten 1, 2 und 3 besteht, wobei die erste den Körper der Haube darstellt und die obere und vordere Wand 4 und 5 der Haube bildet, die zweite die Rückwand der Haube bildet und die dritte ein Fliegengitter 7 darstellt, welches die Bodenwand der Haube bildet. Die Enden der Röhre werden durch geformte Endteile 8 und 9 geschlossen, die Öffnungen 11 für Schrauben aufweisen, durch welche die Haube an der Fläche befestigt werden kann, an der sie angebracht wird.

Die Haube weist eine im allgemeinen nach unten weisende Öffnung auf, die durch das Fliegengitter 7 geschlossen wird, wobei die Längsränder des Gitters in Schlitzen 13, 14 gehalten werden, die in den unteren Rändern der Wände 2 bzw. 1 geformt sind. Die Rückwand der Haube wird durch die zweite Komponente 2 gebildet, die ein komplexer Formteil mit einer Längswand 21 ist, die im allgemeinen in der Draufsicht bogenförmig ist, wie aus Figur 4 ersichtlich, und von einer oberen und unteren waagrechten Wand 22, 23 getragen wird, die durch senkrechte Wände 24 verbunden sind, um bei Betrachtung von hinten eine Kassettenwirkung zu erzielen. Die gebogene Längswand ist mit achtundzwanzig rechteckigen Öffnungen 25 ausgebildet. Eine Klappe 26 in Form eines leicht elastischen Streifens ist durch Nieten 27 an dem Mittelteil der Längswand befestigt und mit achtundzwanzig rechteckigen Öffnungen 28 versehen, die, wie aus Figur 4 ersichtlich, im allgemeinen mit den Öffnungen 25 in der Wand 21 nicht ausgerichtet sind. Im entspannten Zustand des Streifens 26, wie in Figur 4 dargestellt, ist der Streifen gerade oder flach, aber unter der Wirkung des Differenzdrucks, wie in der Folge beschrieben wird, ist er imstande, sich in die in Figur 4 durch strichpunktierte Linien dargestellte Position 26a zu wölben, in der er an die Rückwand 21 angrenzt, aber weiterhin durch einen Anschlag 29 einen kurzen Abstand zu der Rückwand aufweist.

Die untere Wand 23 enthält einen Niederdruckschlitz 31, der jederzeit ein Mindestmaß an Lüftung garantiert.

Es ist offensichtlich, daß die Figuren 1 und 4 nur einen Endteil einer vollständigen Haube zeigen, die in jeder passenden Länge angefertigt werden kann. Figur 6 zeigt eine derartige Haube, wobei eine Rückwandstruktur 2 wie beschrieben mit einer ähnlichen Struktur 35 kombiniert ist, die nur die halbe Länge aufweist, wobei die beiden endweise in einem Hauptkörper 1 angeordnet sind, der eine passende Länge aufweist. Natürlich können Hauben mit anderen Längen konstruiert werden, wobei eine die zweifache Länge einer Rückwandstruktur 2 aufweist, anstatt nur das Eineinhalbfache, wie in Figur 6 dargestellt.

Der Betrieb der Haube ist wie folgt.

Wenn ein geringer Differenzdruck zwischen der nach unten weisenden Öffnung der Haube und dem Schlitz, gegen den die Haube angeordnet ist, besteht, befindet sich die Klappe 26 in dem Zustand, der in Figur 4 in vollen Linien dargestellt ist. Luft kann in die Haube durch das Fliegengitter 7, durch die Öffnungen 28 in der Klappe 26 und dann durch die Öffnungen 25 in der Wand 21 und in den Schlitz strömen. Wenn die Druckdifferenz zunimmt, neigen die Endteile oder Flügel der Klappe 26 dazu, sich gegen die Elastizität der Klappe zu der Wand 21 zu bewegen, wodurch der Widerstand gegenüber dem Luftstrom erhöht wird. Wenn die Druckdifferenz einen bestimmten Wert erreicht, kommt die Klappe 26 mit dem Anschlag 29 in Kontakt, in welchem Zustand die weiter in der Mitte liegenden Öffnungen 25 in der Wand 21 im wesentlichen verschlossen werden, während ein zunehmend größerer aber noch immer geringer Strom durch die äußeren Öffnungen möglich ist. Bis zu diesem Zustand ist die Strömungsgeschwindigkeit durch die Haube und in den Schlitz zumindest annähernd unabhängig von dem Differenzdruck. Wegen des Anschlags 29 jedoch kann die Klappe 26 nicht flach gegen die Wand 21 zu liegen kommen, so daß immer ein kleiner Strömungsweg für Luft durch die Wand 21 bestehen bleibt, um gemeinsam mit der geringen Strom, der durch den Schlitz 31 möglich ist, ein Maß an Lüftung zu bieten. Wenn die Druckdifferenz wieder fällt, neigt die Elastizität der Klappe 26 dazu, die Flügel der Klappe von der Wand 21 wegzubewegen und somit den Querschnitt des Strömungsweges durch die Haube und in den Schlitz fortlaufend zu vergrößern, bis die Klappe 26 wieder in ihre entspannte Position gelangt.


Anspruch[de]

1. Abdeckhaube zur Verwendung mit einem Lüftungsschlitz, welche ein längliches Gehäuse, einen länglichen Einlaß in das Innere des Gehäuses, eine Wand (21) mit einer Reihe von darin ausgebildeten Öffnungen (25) zur Bildung eines Auslasses aus dem Inneren des Gehäuses, so daß ein Strömungsweg für Luft durch das Innere von dem Einlaß zu dem Auslaß entsteht, und Druckdifferenz-Steuermittel aufweist, welche eine bewegliche Klappe (26) in Form eines Streifens, die sich in Längsrichtung der Abdeckhaube für den Verschluß der Öffnungen (25) in der Wand (21) erstreckt, und Vorspannmittel aufweisen, die dazu neigen, die Klappe von den Öffnungen wegzubewegen, wobei die Klappe durch eine Druckdifferenz entlang der Wand gegen die Spannkraft des Vorspannmittels zu den Öffnungen bewegbar ist, um den Strömungsweg durch die Haube bei zunehmender Druckdifferenz allmählich zu schließen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (26) zweite Öffnungen (28) enthält, die sich zumindest teilweise außerhalb der Ausrichtung mit den ersten Öffnungen (25) in der Wand (21) befinden, wenn der Streifen an die Wand angrenzt.

2. Abdeckhaube nach Anspruch 1, wobei die Wand (21), welche die ersten Öffnungen enthält, eine Rückwand der Abdeckhaube ist, welche Wand das äußere Ende des Schlitzes direkt überlagern soll.

3. Abdeckhaube nach Anspruch 1 oder 2, wobei die ersten Öffnungen (25) die Form von Rechtecken aufweisen.

4. Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Vorspannmittel eine oder mehrere Federn umfaßt.

5. Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Vorspannmittel durch den Streifen (26) gebildet ist, der elastisch ist.

6. Abdeckhaube nach-einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Streifen (26) an der Wand (21) befestigt ist und mit dieser an einem Punkt entlang seiner Länge in Kontakt steht und von der Wand von dem Verankerungspunkt (27) aus abweicht.

7. Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 6, welche Auflagemittel (29) auf dein Streifen oder der Wand oder beiden beinhaltet, die verhindern, daß der Streifen mit der Wand direkt in Kontakt kommt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com