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Dokumentenidentifikation DE3301935C2 20.04.1995
Titel Dichtleiste für verschließbare Öffnungen in Fahrzeugkarosserien
Anmelder Draftex Industries Ltd., Edinburgh, Midlothian, GB
Erfinder Bright, Robert Granville, 4060 Viersen, DE
Vertreter Stenger, A., Dipl.-Ing., 4000 Düsseldorf; Watzke, W., Dipl.-Ing.; Ring, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 21.01.1983
DE-Aktenzeichen 3301935
Offenlegungstag 04.08.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.1995
IPC-Hauptklasse B60J 10/00
IPC-Nebenklasse B60J 10/08   B60R 13/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtleiste für verschließbare Öffnungen in Fahrzeugkarosserien, die längs des mit stark gekrümmten Bereichen versehenen Öffnungsumfangs verlegbar ist, mit einem Dichtteil aus einem weichen, flexiblen Material, welches einen sich in Längsrichtung erstreckenden Innenhohlraum definiert, sowie mit einem Verstärkungsteil in Form einer ebenfalls aus einem weichen, flexiblen Material bestehenden Rippe, die im Innenhohlraum des Dichtteils angeordnet ist und sich über die gesamte Innenweite des Innenhohlraums in einer Richtung erstreckt, jedoch in der dazu senkrechten Richtung nur über eine kleine Strecke der Innenweite des Innenhohlraums, wobei die Rippe derart im Dichtteil angeordnet ist, daß sie die durch Biegen gekrümmten Bereiche des Dichtteils in der Krümmungsebene abstützt, ohne in der dazu senkrechten Richtung die Zusammendrückbarkeit des Dichtteils durch ein Schließteil im wesentlichen zu beeinträchtigen.

Derartige Dichtleisten dienen dazu, insbesondere an Fahrzeugkarosserien, Tür-, Fenster- oder andere Öffnungen zugluft- und witterungsdicht gegen das Schließteil abzudichten. Hierzu sind sie umlaufend an der Öffnung der Fahrzeugkarosserie angebracht. Die Tür, das Fenster oder ein anderes Schließteil schließt gegen das weiche, flexible Dichtteil, indem es dessen sich in Längsrichtung erstreckenden Innenhohlraum zusammendrückt. Entlang Krümmungen in der Öffnung treten allerdings Probleme auf, da dort das Dichtteil mit seinem Innenhohlraum so deformiert und zusammengequetscht wird, daß die ursprüngliche Querschnittsform des Innenhohlraumes verloren geht. Dies beeinträchtigt die Dichtfunktion der Dichtleiste.

Eine Dichtleiste der eingangs genannten Art ist aus der DD 371 58 bekannt. Sie besteht aus einem weichen, flexiblen Material, welches einen sich in Längsrichtung erstreckenden, schlauchförmigen Innenhohlraum definiert. In das Dichtteil ist ein Verstärkungsteil in Form einer Rippe einstückig extrudiert. Diese Rippe kann sternförmig ausgebildet sein, sie kann aber ebenso in Form eines diagonal verlaufenden Verbindungssteges im Innenhohlraum ausgebildet sein. Zwar wird bei dieser Dichtleiste das Dichtteil in Kurvenbereichen mittels des Verstärkungsteils ausgesteift, jedoch ist das Verstärkungsteil derart im Innenhohlraum angeordnet, daß es sich zumindest teilweise in der Weise erstreckt, daß die Kompressibilität des Dichtteils beeinträchtigt wird. Hierdurch kann es zu einer Verringerung der Dichtwirkung kommen. Darüber hinaus ist bei dieser Dichtleiste der Materialaufwand sehr groß, da sich das Verstärkungsteil über die gesamte Länge des Dichtteils erstreckt.

In der US 3 159 886 ist eine Dichtleiste mit einem Dichtteil offenbart, welches mittels eines Klemmteils auf einem Flansch der Karosserieöffnung umläuft. Um dem Dichtteil in den Kurvenbereichen mehr Halt zu geben, ist dieses durch ein eingespritztes und anschließend aushärtendes Schaumstoffmaterial verstärkt. Das Schaumstoffmaterial verhindert zwar, daß das schlauchförmige Dichtteil in den gebogenen Bereichen deformiert wird, allerdings füllt das Schaumstoffmaterial den Innenhohlraum vollständig aus, wodurch sich das Dichtteil versteift und auch hierdurch die Dichtwirkung beeinträchtigt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtleiste der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sie einwandfreie Dichteigenschaften auch entlang von Krümmungen in der Karosserieöffnung aufweist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Dichtleiste der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß die Rippe parallel zur Krümmungsebene und nur im Bereich der Krümmungen angeordnet ist, und daß die Rippe längs einer ihrer beiden Längskanten am Innenhohlraum angebracht ist, während sie mit ihrer anderen, näher am Schließteil gelegenen Längskante nicht oder nur mittels eines dünnen Steges am Innenhohlraum angebracht ist.

Ein derartiger Verstärkungskörper im Bereich der Krümmung der Dichtleiste gewährleistet, daß der Innenhohlraum des Dichtteils auch im Bereich der Krümmung seine ursprüngliche Form beibehält. Der Verstärkungskörper verhindert, daß das Dichtteil im Krümmungsbereich plattgedrückt wird. Die Dichtleiste besitzt somit über den ganzen Umfang der Karosserieöffnung optimale Dichteigenschaften.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen einer erfindungsgemäß ausgebildeten Dichtleiste schematisch dargestellt worden sind. In den Zeichnungen zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Dichtleiste entlang der Türöffnung einer Fahrzeugkarosserie,

Fig. 2 einen Querschnitt durch die Dichtleiste gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,

Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch mit zusammengedrückter Dichtleiste durch eine die Türöffnung verschließende Tür, und

Fig. 4 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch mit dem Verstärkungskörper in einer anderen Ausführungsform.

Fig. 1 zeigt eine Dichtleiste 5, die entlang einer Türöffnung 7 eines Kraftfahrzeuges befestigt ist. Die Tür selbst ist nicht dargestellt. Die Dichtleiste 5 kann dem Fahrzeughersteller in unbestimmter Länge geliefert werden, der sie entsprechend der Umfangslänge der Türöffnung 7 zuschneidet und sie dann in der richtigen Position befestigt. Stattdessen kann die Dichtleiste 5 jedoch auch teilweise oder ganz, entsprechend der Größe und der Form der Türöffnung 7, vorgeformt sein.

Wie in Fig. 2 dargestellt, besteht die Dichtleiste 5 aus einem U-förmigen Klemmteil 6 und einem Dichtteil 8, das einen rohrförmigen Innenhohlraum aufweist. Die Dichtleiste 5 ist an der Fahrzeugkarosserie mit Hilfe des Klemmteils 6 befestigt, das auf einem Flansch 9 der Fahrzeugkarosserie festgeklemmt ist. Der Flansch 9 umläuft die Türöffnung und liegt im wesentlichen in deren Ebene. Das Dichtteil 8 wird auf diese Weise entlang der Außenseite der Türöffnung 7 gehalten, so daß die Tür 10 (in Fig. 2 gestrichelt dargestellt) gegen dieses Dichtteil 8 schließt, wodurch eine zugluft- und witterungsdichte Abdichtung erzielt wird.

Das Klemmteil 6 besitzt einen U-förmigen Kern oder Verstärkungsträger 11, z. B. aus Metall, der vollständig im Körper 12 aus Kunststoff oder Gummi beispielsweise mittels eines Extrusionsverfahrens mittels Querspritzkopf eingebettet ist.

Der Verstärkungsträger 11 kann jede geeignete Form aufweisen. Er kann beispielsweise aus aneinandergereihten U-förmigen Metallelementen bestehen, die entweder mittels Verbindungsglieder miteinander verbunden oder getrennt voneinander angeordnet sind. Stattdessen kann er auch aus hin und her laufendem Draht bestehen. Andere Formen von Verstärkungsträgern können auch verwendet werden.

Vorteilhafterweise weist der Körper 12 aus Kunststoff oder Gummi Greif- und Dichtlippen 14 auf, die von den gegenüberliegenden Innenwänden des Klemmteils 6 sich nach innen erstrecken und an den gegenüberliegenden Seiten des Flansches 9 anliegen, um so das Klemmteil 6 auf dem Flansch 9 in seiner Position festzuhalten.

Das Dichtteil 8 ist rohrförmig ausgebildet und besteht beispielsweise aus Gummi, vorzugsweise Schaumgummi. Das Dichtteil 8 ist so am Klemmteil 6 angebracht, daß es entlang einer seiner Außenwände verläuft. Das Dichtteil 8 kann am Klemmteil 6 auf geeignete Weise befestigt sein, beispielsweise durch Kleben, durch mechanische Verbindung oder durch einstückiges Extrudieren mit dem Körper 12 des Klemmteils 6.

Im Bereich einer Krümmung weist das Dichtteil 8 einen Verstärkungskörper 18 auf, der beispielsweise aus geschäumtem Kunststoff oder Gummi besteht. Der Verstärkungskörper 18 besitzt einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt und ist von ausreichender Länge (z. B. 10 cm), daß er sich über den gesamten gekrümmten Bereich des Dichtteils 8 erstreckt. In Fig. 1 ist dies gestrichelt dargestellt.

Der Verstärkungskörper 18 kann auf relativ lose Weise im Dichtteil 8 befestigt sein, so daß er mittels eines geeigneten Werkzeuges leicht entlang des Innenhohlraums des Dichtteils 8 in die richtige Position verschoben werden kann. Ein schnell klebender Klebstoff 19 fixiert ihn dann in der richtigen Stellung. Zu diesem Zweck wird der Klebstoff 19 durch ein kleines Loch 20 in der Wand des Dichtteils 8 eingeführt. Das Loch 20 kann eigens dafür in die Wand gebohrt werden. Sind entlang des Dichtteils 8 mit Abstand voneinander Luftlöcher angeordnet, kann stattdessen von einem geeignet gelegenen Luftloch Gebrauch gemacht werden.

Es genügt, wenn der Verstärkungskörper 18 mittels einer einzigen Klebstelle befestigt wird, die etwa in der Mitte des Verstärkungskörpers 18 liegt. Stattdessen können jedoch auch mehrere Klebstellen vorgesehen sein, wobei jede einem geeignet angeordneten Loch 20 zugeordnet ist.

Der Verstärkungskörper 18 ist am Dichtteil 8 nur über eine seiner Schmalseiten befestigt (in Fig. 2 die untere Schmalseite), die obere Schmalseite ist frei.

Entlang sämtlicher Krümmungen der Dichtleiste 5 können Verstärkungskörper 18 vorgesehen sein. Die Verstärkungskörper 18 können in ihrer Anordnung und in ihrer Länge einander ähnlich sein und auf ähnliche Weise in ihrer Lage fixiert werden.

Die Verstärkungskörper 18 geben dem Dichtteil 8 halt, so daß seine Form in Bezug zum Klemmteil 6 auch entlang Krümmungen der Dichtleiste 5 bestehen bleibt. Ohne die Verstärkungskörper 18 hat das Dichtteil 8 das Bestreben, sich in den Krümmungen oder Ecken der Dichtleiste 5 zu deformieren, indem es normalerweise "zusammenbricht", d. h. sein normalerweise zylindrischer Querschnitt flacht sich ab. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern, was schlimmer ist, das Dichtteil 8 ist nicht mehr in seiner richtigen Stellung, um seine Dichtfunktion zu erfüllen. Dieses Bestreben des "Zusammenbrechens" wird durch die Verstärkungskörper 18 beträchtlich herabgesetzt. Die Verstärkungskörper 18 brauchen nicht exakt den Aufbau zu haben, wie er in dem Ausführungsbeispiel dargestellt ist.

Obwohl die Verstärkungskörper sehr wirkungsvoll sind, eine Deformation des Dichtteils 8 im Bereich von Krümmungen in der Dichtleiste 5 zu verhindern, wirken sie sich im wesentlichen nicht nachteilig auf die Zusammendrückbarkeit der Dichtleiste 8 beim Schließen der Tür 10 aus. Diese übt eine zusammendrückende Kraft in Richtung des Pfeiles B aus. Im Vergleich zu rohrförmigen Elementen, die in das Dichtteil 8 im Bereich von Krümmungen eingefügt werden können, sind die Verstärkungskörper 18 deshalb von Vorteil, da derartige rohrförmige Elemente im wesentlichen den gesamten Innenhohlraum des Dichtteils 8 ausfüllen, so daß sie die Zusammendrückbarkeit und damit das Dichtvermögen beeinträchtigen, obwohl sie dem Dichtteil 8 im Bereich der Krümmungen oder Ecken den gewünschten Halt geben können. Fig. 3 zeigt, wie der Verstärkungskörper 18 wegschwenkt, wenn das Dichtteil 8 durch die schließende Tür 10 zusammengedrückt wird.

Statt den Verstärkungskörper 18 entlang des ganzen Dichtteils 8 in die richtige Stellung zu verschieben, ist es auch möglich, ihn derart einzuführen, daß eines der sich normalerweise im Dichtteil 8 befindlichen Luftlöcher gedehnt und der Verstärkungskörper 18 hindurchgeschoben wird. Es kann auch ein spezielles Loch dafür geschaffen werden.

Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, in der der Verstärkungskörper 18 einstückig mit dem Dichtteil 8 extrudiert und an diesem mittels schmaler, einstückiger Stege 18A und 18B befestigt ist. In dieser Form kann sich der Verstärkungskörper 18 über die gesamte Länge des Dichtteils 8 erstrecken, obwohl seine Verstärkungswirkung nur im Bereich von Krümmungen notwendig ist. Einer der Stege 18A, 18B kann schwächer als der andere ausgebildet sein, so daß er nach Schließen des Schließteils durchtrennt wird und der Verstärkungskörper 18 dann nur noch mittels eines Steges 18A bzw. 18B befestigt ist.

Bezugszeichenliste

5 Dichtleiste

6 Klemmteil

7 Türöffnung

8 Dichtteil

9 Flansch

10 Tür

11 Verstärkungsträger

12 Körper

14 Greif- und Dichtlippe

18 Verstärkungskörper

18A Steg

18B Steg

19 Klebstoff

20 Loch

B Pfeil


Anspruch[de]
  1. 1. Dichtleiste für verschließbare Öffnungen in Fahrzeugkarosserien, die längs des mit stark gekrümmten Bereichen versehenen Öffnungsumfangs verlegbar ist, mit einem Dichtteil (8) aus einem weichen, flexiblen Material, welches einen sich in Längsrichtung erstreckenden Innenhohlraum definiert, sowie mit einem Verstärkungsteil in Form einer ebenfalls aus einem weichen, flexiblen Material bestehenden Rippe (18), die im Innenhohlraum des Dichtteils (8) angeordnet ist und sich über die gesamte Innenweite des Innenhohlraums in eine Richtung erstreckt, jedoch in der dazu senkrechten Richtung nur über eine kleine Strecke der Innenweite des Innenhohlraums, wobei die Rippe (18) derart im Dichtteil (8) angeordnet ist, daß sie die durch Biegen gekrümmten Bereiche des Dichtteils (8) in der Krümmungsebene abstützt, ohne in der dazu senkrechten Richtung die Zusammendrückbarkeit des Dichtteils (8) durch ein Schließteil im wesentlichen zu beeinträchtigen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (18) parallel zur Krümmungsebene und nur im Bereich der Krümmungen angeordnet ist, und daß die Rippe (18) längs einer ihrer beiden Längskanten am Innenhohlraum angebracht ist, während sie mit ihrer anderen, näher am Schließteil (10) gelegenen Längskante nicht oder nur mittels eines dünnen Steges (18A bzw. 18B) am Innenhohlraum angebracht ist.
  2. 2. Dichtleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (18) längs wenigstens ihrer einen Längskante am Dichtteil (8) festgeklebt ist.
  3. 3. Dichtleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff (19) am Scheitel der Krümmung angebracht ist.
  4. 4. Dichtleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (18) einstückig mit dem Material des Dichtteils (8) extrudiert ist.
  5. 5. Dichtleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein in Längsrichtung sich erstreckendes, U-förmiges Klemmteil (6), an dessen einer Außenwand das Dichtteil (8) befestigt ist und dadurch dieses Dichtteil (8) in seiner Position längs der verschließbaren Öffnung hält.
  6. 6. Dichtleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (18) aus Schaumgummi besteht.






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