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Dokumentenidentifikation DE3716843C2 20.04.1995
Titel Schaltungsanordnung für eine Signalumwerteeinrichtung
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Schade, Gerd, Dipl.-Ing., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 15.05.1987
DE-Aktenzeichen 3716843
Offenlegungstag 24.11.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.1995
IPC-Hauptklasse H04Q 1/30

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine Signalumwerteeinrichtung in digitalen Fernsprechsonderanlagen mit externer Tonwahlsignalisierung und interner Gleichstromsignalisierung.

Aus "Lehrbuch der Fernmeldetechnik" (1986), Bergmann, Bd. 1, Seiten 739-769 sind Fernsprech- und Fernsprechsonderanlagen bekannt, in denen in externen Teilnetzen noch mit Tonwahlsignalen bestimmte Ziffern- und Leitungskriterien übertragen werden. Die Fernsprechanlagen müssen so angepaßt werden, daß die externe Tonwahlinformation intern so wie die vorhandene Gleichstromsignalisierung verarbeitet werden kann, wobei jeder Sprechkreis durch einen jeweils einen Fernsprechkanal umfassenden internen Teilnehmer - oder externen Amtsleitungsanschluß einschließlich der Signalisierung - Gleichstrom- oder Tonwahlsignalisierung repräsentiert ist. Im Zusammenhang mit Signalumsetzungen ist auch allgemein bekannt, spezielle Signalempfänger, beispielsweise Tonwahlempfänger, einzusetzen, die die über Verbindungsleitungen übertragenen Tonwahlsignale erkennen und in entsprechende Meldungsdaten umsetzen. Die Verarbeitung dieser Tonwahlsignale im internen Verbindungsverkehr kann somit in der sonst üblichen Weise wie für Gleichstromsignale erfolgen und die für verschiedene Leitungszustände, wie Belegung, Wahlserie, Melden mit den entsprechenden Rückquittierungen, notwendigen Schaltfolgen bewirken. Dies bedeutet zwar, daß die internen Schalt- und Steuervorgänge innerhalb der Anlage unverändert ablaufen können, erfordert aber einen leitungsbedingten Mehraufwand, insbesondere im Hinblick auf die Signalempfänger.

Aus der DE 27 37 785 B1 sind auch zentralisierte Signalempfänger bekannt, die mehreren Leitungen gemeinsam zugeordnet sind.

Hierbei sind in einer Fernsprechvermittlungsanlage jedoch zusätzliche Anschaltemittel, wie Koppelfeld einschließlich Steuerung erforderlich, um zu gewährleisten, daß die Signalempfänger jeweils nur von einer einzigen Leitung zur Signalumsetzung benutzt werden können. Diese Steuervorgänge müssen darüber hinaus durch zusätzliche Programmablauffolgen gesteuert werden und greifen in nicht unerheblicher Weise in die vorhandenen Steuervorgänge ein.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Schaltungsanordnung anzugeben, bei der unter Beibehaltung der im System verarbeitbaren Signalisierungsart mit Gleichstromsignalisierung das Empfangen und Aussenden von Tonwahlsignalen möglich ist, ohne in die intern ablaufenden Steuervorgänge eingreifen zu müssen und darüber hinaus den zusätzlichen Aufwand für derartige Signalumwertungen auf ein Minimum zu begrenzen.

Erfindungsgemäß wird dies durch die Kombination der Merkmale des Patentanspruchs 1 erreicht.

Mit dem Vorsehen der sprechkreiseindividuellen Datenleseeinrichtungen innerhalb der Signalumwerteeinrichtung können also die in bekannter Weise durch entsprechende Meldungsdaten markierten Tonwahlsignale von den Leitungen und die Gleichstromsignale von den entsprechenden (Gruppen-)Steuerungen der Anlage an den Mikroprozessor übertragen und von diesem aus in das jeweils andere Signal - Tonwahlsignal von der Leitung in Gleichstromsignal zur Steuerung und umgekehrt - umgesetzt werden. Die mit dem Mikroprozessor in Verbindung stehende Programmspeichereinrichtung sorgt dafür, daß die von den Datenleseeinrichtungen angebotenen Meldungsdaten von dem Mikroprozessor übernommen und logisch weiter verarbeitet werden. Vom Mikroprozessor selbst werden alle Signaländerungen an den Eingängen der Datenleseeinrichtungen durch zyklisches Abfragen erfaßt, ausgewertet und weiter verarbeitet. Die dem Mikroprozessor zugeordnete Variablenspeichereinrichtung dient als sogenannter Pufferspeicher und bewirkt, daß Leitungszustände und Zifferndaten, die aufgrund der verschiedenen Signalisierungsverfahren mit unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten und zeitversetzt eintreffen, wieder zeitgerecht von dem Mikroprozessor zur Leitung bzw. zur Steuerung übertragen werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, den Mikroprozessor funktionell mit einer Adressenleseeinrichtung zu verknüpfen, so daß Teiladressen von dem Mikroprozessor an die Variablenspeichereinrichtung übertragen werden können. Dies hat den Vorteil, daß zur Steuerung der Variablenspeichereinrichtung ein Mikroprozessor eingesetzt werden kann, dessen Adressenleitungsanzahl kleiner ist als die der Variablenspeichereinrichtung. Die Teiladresse für die Variablenspeichereinrichtung wird praktisch über die Datenausgangsleitungen zur Adressenleseeinrichtung und von dort aus als Ergänzung der Variablenspeichereinrichtung übertragen.

Die Erfindung wird in einem figürlich dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei lediglich nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Schalteinrichtungen auszugsweise angedeutet sind.

Die Signalumwerteeinrichtung SUE enthält die Datenleseeinrichtungen DL1, DL2, deren Eingänge E1, E2 die Meldungsdaten sowohl der externen Tonwahlsignalisierung als auch der internen Gleichstromsignalisierung aufnehmen. Über nicht näher bezeichnete Und-Verknüpfungsglieder wird mit Hilfe der Steuerung des Mikroprozessors MC über sogenannte Scann-Leitungen SC1, SC2 und der Lesebefehlsleitung DR dafür Sorge getragen, daß lediglich nur eine der beiden Datenleseeinrichtungen DL1 bzw. DL2 die gespeicherten Meldungsdaten zum Mikroprozessors MC übertragen kann. Mit Hilfe der Programmspeichereinrichtung PSE werden die im Mikroprozessor MC eingehenden Meldungsdaten entsprechend weiter verarbeitet und beispielsweise nach Erkennen des Meldungszustandes einer Leitung dieser Zustand als Gleichstromsignal über das Ausgangsleitungsbündel A zur nicht dargestellten (Gruppen-)Steuereinrichtung geleitet.

Dem Mikroprozessor MC ist außerdem die Variablenspeichereinrichtung VSE zugeordnet, die als Pufferspeicher bestimmte Leitungszustände bzw. Zifferndaten als Anpassung zu den mit unterschiedlicher Geschwindigkeit innerhalb der verschiedenen Signalisierungsverfahren übertragenen Daten zwischenspeichert.

Mit Hilfe der zusätzlichen Adressenleseeinrichtung ALE, die von dem Mikroprozessor MC über die Befehlsleitung EN angesteuert werden kann, wird es möglich, daß der Mikroprozessor MC eine Variablenspeichereinrichtung VSE steuern kann, die hinsichtlich der Anzahl von Adressenleitungen größer ist als die des Mikroprozessors MC. Während also einige Adreßleitungen der Variablenspeichereinrichtung VSE direkt mit dem Mikroprozessor MC angesteuert werden, gelangen die Teiladressen durch Doppelausnutzung der Datenausgangsleitungen des Mikroprozessors MC zur Adressenleseeinrichtung ALE und werden von dieser zur Variablenspeichereinrichtung VSE übertragen.

Mit einer derartigen Signalumwerteeinrichtung SUE ist es möglich, die über die Leitungen übertragenen Tonwahlsignale und die von den Steuerungen erzeugten Gleichstromsignale mit dem Mikroprozessor MC in die entsprechend gegenläufige Signalform umzuwandeln und an die (Gruppen-)Steuerung und an die entsprechenden Leitungen weiterzuleiten.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltungsanordnung für eine Signalumwerteeinrichtung in digitalen Fernsprechsonderanlagen mit externer Tonwahlsignalisierung und interner Gleichstromsignalisierung, gekennzeichnet durch die Merkmale
    1. 1.1 die Signalumwerteeinrichtung (SUE) enthält eine die Zahl der verschiedenen Sprechkreise entsprechende Anzahl von Datenleseeinrichtungen (DL1, 2) zur Aufnahme von Meldungsdaten der externen Tonwahlsignalisierung und der internen Gleichstromsignalisierung,
    2. 1.2 die Datenleseeinrichtungen (DL1, 2) sind mit einem Mikroprozessor (MC) funktionell derart verknüpft, daß in einem Signaländerungen ausreichend erfassenden Zeittakt (Last-Look-Verfahren) die Meldedaten von der jeweiligen Datenleseeinrichtung (DL1 oder DL2) zum Mikroprozessor (MC) übertragbar sind,
    3. 1.3 der Mikroprozessors (MC) steht unter dem Steuereinfluß einer Programmspeichereinrichtung (PSE),
    4. 1.4 der Mikroprozessor (MC) ist mit einer Variablenspeichereinrichtung (VSE) zur Zwischenspeicherung von Ziffern- und Zustandsinformationen von Leitungen verbunden.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das Merkmal
    1. 2.1 der Mikroprozessor (MC) steht mit einer Adressenleseeinrichtung (ALE) zur Übertragung von Teiladressen an die Variablenspeichereinrichtung (VSE) in Verbindung.






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