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Dokumentenidentifikation DE4307031C2 20.04.1995
Titel Schwingungsdämpfer
Anmelder Maas, Gerhard, Puerto Ordaz, VE
Erfinder Maas, Gerhard, Puerto Ordaz, VE
Vertreter Koch, G., Dipl.-Ing.; Haibach, T., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Feldkamp, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80339 München
DE-Anmeldedatum 05.03.1993
DE-Aktenzeichen 4307031
Offenlegungstag 08.09.1994
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.1995
IPC-Hauptklasse F16F 7/14
IPC-Nebenklasse F16F 13/00   B60G 13/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwingungsdämpfer, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.

Derartige Schwingungsdämpfer finden vielfältige Anwendung im Maschinenbau zur Dämpfung der Relativbewegung zweiter gegeneinander beweglicher, insbesondere gegeneinander abgefederter Teile. Ein breites Anwendungsgebiet derartiger Schwingungsdämpfer sind Stoßdämpfer für die Radaufhängung von Kraftfahrzeugen.

Die meisten bekannten Schwingungsdämpfer weisen ein Dämpfungselement auf der Grundlage eines Strömungsmittels, wie zum Beispiel Gas oder Hydraulikflüssigkeit auf, das bei der Bewegung der Befestigungsstücke des Schwingungsdämpfers aufeinander zu durch eine Drosselstelle hindurchgeleitet wird, um die Bewegung der Befestigungsstücke in Richtung aufeinander und voneinander fort zu dämpfen. Die hierfür erforderlichen pneumatischen oder hydraulischen Bauelemente sind relativ aufwendig und verschleißanfällig, so daß insbesondere bei hoher Belastung derartige Schwingungsdämpfung nach relativ kurzer Zeit ersetzt werden müssen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schwingungsdämpfer der eingangs genannten Art zu schaffen, der verringerte Herstellungskosten und eine vergrößerte Lebensdauer aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schwingungsdämpfers ergibt sich ein einfacher Aufbau, da das Dämpfungselement durch einen einfachen langgestreckten verseilten Materialstrang gebildet ist, der durch Verbinden seiner Enden zu einem Ring geformt ist.

Die beiden Befestigungsstücke sind teleskopartig ineinander gleitend ausgebildet, so daß sie ein Ausknicken des Schwingungsdämpfers in einem Fall verhindern, in dem diese Befestigungsstücke nicht auf einer Linie zueinander geführt sind.

Ein derartiger Ring nimmt eine erhebliche Verformungsenergie beim Bewegen der Befestigungsstücke in Richtung aufeinander und voneinander fort auf, so daß die Bewegung dieser Befestigungsstücke und damit der Teile, deren Bewegung gedämpft werden soll, stark gedämpft wird.

Aus der FR-PS 1 560 072 ist es bereits bekannt, einen verseilten Metallstrang in Form eines Ringes zur Dämpfung von Schwingungen zu verwenden. Hierbei wird jedoch eine Vielzahl von Ringen mit verschiedenen Richtungen ihrer Hauptebenen verwendet, so daß eine derartige Konstruktion als Stoßdämpfer im Fahrwerk von Kraftfahrzeugen nicht geeignet ist.

Bei einer weiteren schwingungsdämpfenden Anordnung gemäß der EP 0 124 640 A2 werden anstelle einzelner Ringe schraubenwendelförmig aufgerollte Drahtseile als Schwingungsdämpfer verwendet. Auch hierbei ist der Raumbedarf für eine Anwendung in einem Kraftfahrzeug nicht tragbar.

Der Ring kann eine Kreisform oder auch eine elliptische Form im unbelasteten Zustand aufweisen, wobei durch entsprechende Auswahl der Materialstärke der Einzelstränge des Materialstranges sowie durch die Art der Verseilung dieser Materialstränge die Dämpfungscharakteristik beeinflußbar ist.

Selbstverständlich ist es auch möglich, mehrere dieser Ringe, beispielsweise zwei Ringe parallel wirkend zwischen den freien Enden der Befestigungsstücke anzuordnen.

Die Materialstränge selbst bestehen vorzugsweise aus Stahl mit entsprechenden Eigenschaften, sie können jedoch auch aus modernen Kunststoffwerkstoffen wie zum Beispiel Kevlar bestehen, die ein geringes Gewicht mit hoher Festigkeit vereinen.

Sowohl die Befestigungsstücke als auch die Ringe können ggf. in einer Schutzhülle angeordnet sein, die aus Gummi oder Kunststoffmaterial besteht.

Um die Eigenschaften des Schwingungsdämpfers zu beeinflussen, kann weiterhin zwischen den freien Enden der Befestigungsstücke eine Feder angeordnet sein, die die beiden Befestigungsstücke voneinander vorspannt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform des Schwingungsdämpfers,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Schwingungsdämpfers nach Fig. 1.

Die in Fig. 1 nur schematisch dargestellte Ausführungsform des Schwingungsdämpfers weist ein erstes Befestigungsstück 1 auf, das über ein Befestigungsauge 11 an einem nicht dargestellten ersten Teil befestigbar ist, dessen Bewegung gegenüber einem zweiten Teil gedämpft werden soll, das mit einem zweiten Befestigungsauge 21 eines zweiten Befestigungsstückes 2 verbunden ist. Zwischen den freien, einander zugewandten Enden der Befestigungsstücke 1 und 2 ist ein Dämpfungselement in Form eines Ringes 3 aus einem langgestreckten Materialstrang angeordnet, der zu einem Ring geformt ist und dessen Enden miteinander verbunden sind. Diese Verbindung kann in Abhängigkeit von der Art des Materialstranges durch Verlöten, Verschweißen, Verkleben, Einbetten in Kunststoffmaterial oder mit Hilfe von Klemmeinrichtungen erfolgen.

Sowohl der zu dem Ring 3 geformte Materialstrang als auch die Befestigungsstücke 1, 2 können mit einem Schutzüberzug aus Kunststoff, Gummi oder dergleichen versehen sein, um ihre Beständigkeit gegen äußere Einflüsse zu verbessern.

Da die Teile, deren Bewegung relativ zueinander gedämpft werden soll, in vielen Fällen keine lineare Führung der Befestigungsstücke 1, 2 aufeinander zu ergeben, ist das erste Befestigungsstück 1 teleskopartig in dem zweiten Befestigungsstück 2 geführt, wobei das erste Befestigungsstück zu diesem Zweck eine sich in das erste Befestigungsstück hineinerstreckende Verlängerung 13 aufweist, die durch geeignete Mittel gleitend im Inneren des Befestigungsstückes 2 geführt ist.

Bei dieser Ausführungsform sind an diametral gegenüberliegenden Seiten der Befestigungsstücke Ringe 3 befestigt. Diese Ringe können beispielsweise mit Hilfe von Klemmhülsen 7 an den Außenseiten der Befestigungsstücke 1, 2 befestigt werden, wobei jeweils eine dieser Befestigungshülsen außerdem zur Verbindung des Materialstranges zu einem Ring dient.

Zwischen den freien Enden der Befestigungsstücke 1, 2 kann eine Vorspannfeder 4 angeordnet sein, die ebenfalls in einer Schutzhülle aus Kunststoff oder Gummimaterial eingebettet sein kann.

Die spezielle Form der Befestigungsstücke 1, 2 sowie die Anordnung einer Feder zwischen den freien Enden der Befestigungsstücke hängt von den jeweiligen Anwendungsfällen ab, sowie davon, ob getrennte Federmittel ohnehin zwischen den Teilen angeordnet sind, deren Bewegung zu dämpfen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Schwingungsdämpfer für Kraftfahrzeuge zur Dämpfung der Bewegung der Bewegung zueinander beweglicher erster und zweiter Teile, mit einem ersten, mit dem ersten Teil verbindbaren Befestigungsstück und einem zweiten mit dem zweiten Teil verbindbaren Befestigungsstück sowie mit mindestens einem Dämpfungselement, das zwischen den freien Enden der ersten und zweiten Befestigungsstücke angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstücke (1, 2) als teleskopartig ineinander verschiebbare Rohre ausgebildet sind und daß jeweils ein Ring (3) aus einem langgestreckten verseilten Materialstrang mit Hilfe von Klemmhülsen (7) an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten des Außenumfanges der Rohre (1, 2) befestigt ist.
  2. 2. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialstrang ein Drahtseil ist.
  3. 3. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialstrang aus verstärktem Kunststoffmaterial besteht.
  4. 4. Schwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe (3) im unbelasteten Zustand im wesentlichen kreisförmig sind.
  5. 5. Schwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Rohren (1, 2) eine Vorspannfeder (4) angeordnet ist.






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