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Dokumentenidentifikation DE69014410T2 20.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0399840
Titel Kabelverbindereinrichtung.
Anmelder AT & T Corp., New York, N.Y., US
Erfinder Gladden, Robert Hillard, Jr., Georgia 30093, US;
Thomas, Phillip Maurice, Lake City, Georgia 30260, US
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 65193 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Kramer, R., Dipl.-Ing., 81245 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 65193 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., 82166 Gräfelfing; Herden, A., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 65193 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69014410
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.05.1990
EP-Aktenzeichen 903057099
EP-Offenlegungsdatum 28.11.1990
EP date of grant 30.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.1995
IPC-Hauptklasse H01R 4/64

Beschreibung[de]
Technisches Feld

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kabelverbindungsvorrichtung

Hintergrund der Erfindung

Systeme von Nachrichtenübermittlungskabeln enthalten üblicherweise eine Vielzahl von diskreten Kabellängen, die an Spleißstellen miteinander verbunden sind und die an Endpunkten mit anderen Einrichtungen verbunden sind. Jede dieser diskreten Kabellängen enthält einen Mehrfachleiter oder einen Lichtleitfaserkern, der von einer relativ dünnen, metallischen Abschirmung und von einer äußeren Kunststoffumhüllung umschlossen sein kann. Die Abschirmung weist typischerweise die Form eines metallischen Bandes auf, das der Länge nach um den Kern gewickelt ist, um ein rohrförmiges Element mit überlappenden Säumen zu bilden. Eine metallische Abschirmung schützt Handwerker vor Verletzungen, falls eine Starkstromleitung das Kabel berührt, schützt vor induktiven Einstreuungen aufgrund der Spannungen in Starkstromleitungen, schützt vor Blitzen und unterdrückt die Einstreuung von Radiofrequenzen. Die metallische Abschirmung erzeugt auch einen physischen Schutz für den Kabelkern und wirkt als Hindernis gegen das Eindringen von Feuchtigkeit.

Um beispielsweise eine effektive Abschirmung gegen das durch Starkstromleitungen induzierte Rauschen zu erreichen, muß für die Kontinuität der Abschirmung entlang des gesamten Kabels gesorgt werden. An Spleißstellen, an denen die Kabelumhüllung und die Abschirmung entfernt werden, um die einzelnen Leiter freizulegen, ist es für einen ordnungsgemäßen elektrischen Schutz der Leiter notwendig, für die Kontinuität der Abschirmung um die Spleißstellen herum zu sorgen. Darüber hinaus ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Abschirmung eines Kabels geerdet ist. Die Verbindung mit der Abschirmung eines Kabels an den Spleißstellen wird im allgemeinen mittels einer Abschirmungsklemmvorrichtung erreicht, die in der Technik als Verbindungsklemme oder Verbindungsvorrichtung bezeichnet wird. Die Verbindungsvorrichtungen auf gegenüberliegenden Seiten des Spleißes werden miteinander verbunden.

Eine herkömmliche Verbindungsvorrichtung enthält ein Unterteil, das unterhalb der Abschirmung angebracht wird und einen Stift aufweist, der durch einen Schlitz nach außen vorsteht, welcher in die Abschirmung und in die darüber liegende, äußere Umhüllung hineingeschnitten ist. Auf dem Stift ist eine äußere Brücke befestigt, um die Abschirmung und die Umhüllung zwischen dem Unterteil und der Brücke festzuklemmen.

Eine andere Verbindungsvorrichtung für eine Kabelabschirmung enthält eine innere Platte, an deren einem Ende ein Dorn nach oben steht und beabstandet zu dem Dorn, einen nach außen hervorstehenden, mit Gewinde versehenen Stift. Das gegenüberliegende Ende der inneren Platte wird unter die Abschirmung geschoben, bis der Stift an die Enden der Abschirmung und der Umhüllung stößt. Eine äußere Platte wird über der Umhüllung auf dem Stift angeordnet und mittels einer Mutter, die auf den Stift aufgeschraubt wird, gegen die innere Platte gedrückt. Die äußere Platte berührt zuerst den hervorstehenden Dorn der inneren Platte und möchte sich um diesen drehen, wodurch die Abschirmung und die Umhüllung zwischen den anderen Enden der Platten festgeklemmt werden. Solch eine Verbindungsvorrichtung für eine Kabelabschirmung, welche die Grundlage für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet, ist in dem US-Patent RE 28 468 offenbart.

Die Verbindungsvorrichtung, wie sie in der Technik bezeichnet wird, wird oft im Inneren einer Kabelmuffe ("Verschluß") angeordnet. Wünschenswerterweise ist die gesuchte Verbindungsvorrichtung verschlußunabhängig, d.h. daß die Verbindungsvorrichtung nicht so ausgebildet ist, daß sie an eine bestimmte Verschlußstruktur angepaßt ist, sondern vielmehr in einer Vielzahl von Kabelmuffen verwendbar ist.

Ein weiteres Problem besteht auch im Hinblick auf Lichtleitfaserkabel. Bei diesen ist es nicht ungewöhnlich, daß die Kabel einiger Hersteller eine Vielzahl von sich längs erstreckenden Verstärkungselementen aufweisen, die aus einem metallischen Material hergestellt sind. Wenn solche Verstärkungselemente in einem zu spleißenden Kabel enthalten sind, müssen auch sie elektrisch mit der Erdleitung verbunden werden, die über den Spleiß geführt wird. Die im Stand der Technik beschriebenen, herkömmlichen Verbindungsvorrichtungen können nicht dafür verwendet werden, elektrische Verbindungen mit metallischen Verstärkungselementen eines Kabels herzustellen.

Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer Verbindungsvorrichtung, die dafür verwendet werden kann, die elektrische Kontinuität einer Abschirmung über einen Kabelspleiß herzustellen. Die gesuchte Vorrichtung sollte auch elektrisch und mechanisch mit einem oder mehreren Verstärkungselementen eines Kabelumhüllungssystems verbunden werden können. Der Stand der Technik enthält anscheinend keine Verbindungsvorrichtungen, welche diese Anforderungen erfüllen.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine erfindungsgemäße Kabelverbindungsvorrichtung enthält ein erstes Kabeleingriffsteil, um mit einem inneren Abschnitt des Kabels in Eingriff zu treten und an diesem befestigt zu werden. Das erste Kabeleingriffssteil enthält zwei bogenförmige Teile, von denen einer einen aufrecht stehenden Teil enthält. Die bogenförmigen Teile wirken zusammen, um zwischen sich einen inneren Abschnitt des Kabels festzuklemmen. Ein zweites Kabeleingriffsteil tritt mit einer Kunststoffumhüllung des Kabels in Eingriff, die den inneren Teil des Kabels umhüllt. Das zweite Kabeleingriffsteil enthält einen aufrecht stehenden Teil, der an dem aufrechten Teil des ersten Kabeleingriffsteils befestigt wird. Ein Teil der Vorrichtung zum Aufnehmen eines Erdungsdrahtes wird an zumindest einem der aufrechten Teile befestigt.

Eines der inneren, bogenförmigen Teile des ersten Kabeleingriffsteils tritt mit einer Abschirmung des Kabels in Eingriff. Es weist eine Stütze auf, um daran das andere bogenförmige Teil leichter befestigen zu können. Drähte eines Verstärkungselementes des Kabels können zwischen dem aufrechten Teil des zweiten Kabeleingriffsteils und dem einen Erdungsdraht aufnehmenden Teil enden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

In den Figuren zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kabelverbindungsvorrichtung;

Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Kabelmuffe ("Verschluß"), bei der die Vorrichtung aus Fig. 1 verwendet werden kann;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 5 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 4;

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform einer Kabelverbindungsvorrichtung und

Fig. 7 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 6 innerhalb einer Kabelmuffe.

Detailbeschreibung

In den Fig. 1 und 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Kabelverbindungsvorrichtung 20 dargestellt, die beispielsweise in der in Fig. 3 dargestellten Kabelmuffe 21 (nachfolgend auch Kabelverschluß 21 bezeichnet) verwendet werden kann. Die Kabelverbindungsvorrichtung 20 enthält ein erstes Kabeleingriffsteil 22, ein zweites Kabeleingriffsteil 24 und ein Teil zur Aufnahme eines Erdungsdrahtes oder einen Verbindungsblock 26.

Die Kabelverbindungsvorrichtung 20 kann beispielsweise mit einem Kabel 30 verbunden werden (s. Fig. 2 und 3), das einen Kern 32, eine geriffelte metallische Abschirmung 34 und eine Kunststoffumhüllung 36 enthält. Der Kern 32 enthält (nicht dargestellte) isolierte metallische Leiter oder einen oder mehrere beschichtete Lichtwellenleiter 37- 37. Die Lichtwellenleiter sind ferner typischerweise von einem Kernrohr 35 aus Kunststoff umgeben, welches wiederum von der Abschirmung und der Umhüllung umgeben ist. Das Kabel 30 enthält zudem typischerweise ein oder mehrere, sich in Längsrichtung erstreckende metallische Verstärkungselemente 38-38, die zwischen der Abschirmung 34 und der Umhüllung 36 angeordnet sind.

Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung 20 ist dafür ausgebildet, für elektrische Kontinuität über eine Spleißstelle zu sorgen, beispielsweise wo zwei der Kabel 30-30 miteinander und/oder mit Teilnehmerleitungen verspleißt sind. Die Vorrichtung 20 kann auch dafür verwendet werden, eine Verbindung zwischen der Abschirmung eines Kabels und Erde herzustellen und um Verstärkungselemente des Kabels enden zu lassen.

Das erste Kabeleingriffsteil 22 enthält zwei bogenförmige Teile 42 und 44, die zusammenwirken, um einen elektrischen Eingriff mit der Abschirmung 34 des Kabels zu bilden. Das Teil 42 wird üblicherweise als Verbindungsschuh und das Teil 44 als Verbindungsplatte bezeichnet. Der Verbindungsschuh 42 erstreckt sich in Längsrichtung entlang eines Stückes des Kabels, von dem die Umhüllung entfernt wurde, und weist eine Querschnittsstruktur auf, die im großen und ganzen mit der Querschnittskrümmung eines Bereiches von Kabelabschirmungen übereinstimmt. Der Verbindungsschuh 42 wird zwischen der Abschirmung 34 und dem Kern 32 eingeschoben, bis ein mit Gewinde versehener Stift 46, der an dem auf dem Kabel angeordneten Verbindungsschuh befestigt ist und sich radial von ihm nach außen erstreckt, mit einem peripheren Ende 47 der Kabelabschirmung in Eingriff tritt.

Wie aus den Fig. 1 und 2 zu sehen ist, ist die Verbindungsplatte 44 des ersten Kabeleingriffsteils auch bogenförmig in einer Querrichtung und enthält eine Öffnung 48, durch welche sich der Stift 46 des Verbindungsschuhs 42 erstreckt. Auf den Stift 46 wird eine Mutter 50 aufgeschraubt, um die Verbindungsplatte 44 sicher mit dem Verbindungsschuh 42 zu verbinden, wobei die Abschirmung 34 des Kabels dazwischen festgeklemmt wird.

Die Verbindungsplatte 44 enthält auch einen aufrechten Teil 52 mit einer geschlitzten Öffnung 54. Der aufrechte Teil 52 wird an einem aufrechten Teil 56 des zweiten Kabeleingriffsteils 24 befestigt.

Aus den Fig. 1 und 2 ist zu sehen, daß der aufrechte Teil 56 des zweiten Kabeleingriffsteils 24 integral mit einer Schuhplatte 58 ausgebildet ist, die sich in Längsrichtung entlang eines Teils des mit einer Hülle versehenen Kabelabschnittes erstreckt (s. auch Fig. 4 und 5). Der Teil 58 weist in Querrichtung zur Kabellängsachse eine bogenförmige Konfiguration auf, die mit der Umhüllung 36 jedes Kabels in einem Bereich von Kabelgrößen in Eingriff treten kann. Die longitudinalen Randbereiche des Teils 58 sind gezahnt oder sonstwie geformt, um die Verbindung mit dem Kunststoff der Kabelumhüllung zu erleichtern. Außerdem ist sowohl das freie Ende des aufrecht stehenden Teils 56 als auch ein zur Schuhplatte 58 benachbarter Abschnitt so ausgebildet, daß eine Vielzahl von beabstandet zueinander angeordneten Fingern 55-55 gebildet wird. Zudem sind die Finger so ausgerichtet, daß sie sich im wesentlichen parallel zur Schuhplatte 58 erstrecken.

Der die Erdleitung aufnehmende Abschnitt oder Verbindungsblock 26 wird schließlich zwischen den Fingern 55-55 an dem freien Ende des aufrechten Teils 56 und den zur Schuhplatte 58 benachbarten Fingern aufgenommen und zu der Schuhplatte 58 des zweiten Kabeleingriffsteils 24 mit Zwischenraum angeordnet. Der Verbindungsblock 26 enthält ein Gehäuse 60, das eine mit einem Gewinde versehene Bohrung 63 (5. Fig. 4) zur Aufnahme eines Befestigungselementes 65 enthält, welches sich durch die geschlitzte Öffnung 54 in dem aufrechten Teil des ersten Kabeleingriffsteils 22 sowie durch eine Öffnung 61 in dem aufrechten Teil 56 des zweiten Kabeleingriffsabschnitts erstreckt.

Falls ein Kabel, mit dem die Vorrichtung verbunden wird, Verstärkungselemente enthält, kann man die Verstärkungselemente enden lassen, indem man sie durch Einkerbungen führt, die zwischen benachbarten Fingern des aufrechten Teils 56 gebildet werden. Die Finger 55-55 sind hinreichend beabstandet zueinander angeordnet, um eine Vielzahl von dünnen Verstärkungselementen aufzunehmen. Zwischen den Fingern kann auch ein Verstärkungselement mit größerem Durchmesser oder eine relativ geringe Anzahl davon aufgenommen werden. Beim Drehen des Befestigungselementes 65 in die Bohrung 63 werden die Verstärkungselemente 38-38, die zwischen den Fingern 55-55 des aufrechten Teils 56 angeordnet sind, zwischen dem aufrechten Teil 56 und dem Gehäuse 60 des Verbindungsblocks 26 fest zusammengeklemmt. Zudem werden die zwei Kabeleingriffsteile und das Gehäuse 60 fest miteinander verbunden.

Das Gehäuse 60 enthält auch zwei Bohrungen 64-64, die sich parallel zu der Schuhplatte 58 erstrecken, wenn das Gehäuse an dem zweiten Kabeleingriffsteil 24 befestigt ist. Jede Bohrung 64 kann einen Endabschnitt des Erdungsdrahtes 66 aufnehmen. Ein mit einem Gewinde versehener Durchgang 68 steht mit jeder Bohrung in Verbindung und ist zur Aufnahme einer Stellschraube 69 ausgelegt, um den Erdungsdraht in seiner Bohrung zu befestigen.

Wie zu sehen ist, ist auch das Gehäuse 60 beabstandet zu der Schuhplatte 58 angeordnet, wenn es mit dem ersten und zweiten Kabeleingriffsteil zusammengefügt ist. Hierdurch kann ein verstellbares Klemmband 70 um das Kabel 30 angeordnet und zwischen der Schuhplatte 58 und dem Gehäuse 60 durchgeführt werden, um die Vorrichtung 20 sicher mit dem Kabel verbunden zu halten.

Bei der Verwendung der Kabelverbindungsvorrichtung 20 führt ein Handwerker ein zu verspleißendes Kabel 30 durch eine Durchführungsdichtung 74 (s. Fig. 3) in eine Endplatte 72 ein, wo Umhüllungskomponenten entfernt werden, um von jedem Kabel die metallische Abschirmung 34 freizulegen. Der Handwerker führt dann ein Klemmband 70 aus einem Satz von Zubehörteilen von einem Abschnitt, von dem die Umhüllungssystem entfernt wurde, und von einem Abschnitt, von dem der Kabelmantel entfernt wurde, über einen Endabschnitt des Kabels 30. Die Drähte 38-38 des Verstärkungselementes des Kabels werden in zwei Gruppen aufgeteilt und in rechten Winkeln zu der Längsachse des Kabels gedreht. Die Schuhplatte 58 des zweiten Kabeleingriffsteils 24 wird dann mit dem zu der freiliegenden Abschirmung benachbarten Kabelmantel 36 in Eingriff gebracht. Die Schuhplatte 58 ist so angeordnet, daß die Einkerbungen zwischen den Fingern 55-55 in dem aufrechten Teil 56 die Drähte der Verstärkungselemente des Verstärkungselementsystems aufnehmen. Das Klemmband 70 wird anschließend über der Schuhplatte 58 des zweiten Kabeleingriffsteils angeordnet und befestigt, um die Schuhplatte mit dem Kabel 30 zu verbinden.

Für ein Kabel mit einer geriffelten Abschirmung wird der Verbindungsschuh 42 des ersten Kabeleingriffsteils zwischen der geriffelten, metallischen Abschirmung 34 und dem Kernrohr 35 verschoben, bis der Stift 46 an eine periphere Kante 47 der Abschirmung anstößt. Die Verbindungsplatte 44 ist benachbart zur Schuhplatte angeordnet, um die Öffnung 48 in der Verbindungsplatte mit dem aufrecht von dem Verbindungsschuh abstehenden Stift 46 auszurichten. Die Mutter 50 wird auf dem mit einem Gewinde versehenen Stift 46 aufgeschraubt, um die Abschirmung zwischen dem Verbindungsschuh 42 und der Verbindungsplatte 44 durch Druck sicher zu befestigen. Dies führt auch zu einem elektrischen Eingriff zwischen dem ersten Kabeleingriffsteil 22 und der Abschirmung 34.

Zu diesem Zeitpunkt mag es der Handwerker für notwendig erachten, die Position des zweiten Kabeleingriffsteils entlang des Kabels 30 einzustellen. Hierdurch wird der aufrechte Teil 56 benachbart zu dem aufrechten Teil 52 des ersten Kabeleingriffsteil 22 angeordnet.

Anschließend wird der Verbindungsblock 26 mit der von dem Kabel weg gerichteten Stellschraube 69 so ausgerichtet, daß die Drahtbündel der Verstärkungselemente zwischen dem Verbindungsblock und dem aufrechten Teil 56 des zweiten Kabeleingriffsteils 24 angeordnet sind. Ein Befestigungselement 65 wird durch die geschlitzte Öffnung 54 in dem aufrechten Teil 52 der Verbindungsplatte 44 und dem aufrechten Schenkel 56 des zweiten Kabeleingriffsteils in die Bohrung 63 des Gehäuses 60 durchgeschoben. Hierdurch werden die beiden Kabeleingriffsteile 22 und 24 sicher miteinander verbunden, und die Abschirmung und die Verstärkungselemente werden sowohl miteinander als auch mit der Vorrichtung 20 elektrisch verbunden.

In den Fig. 4 und 5 ist eine alternative Ausführungsform einer Kabelverbindungsvorrichtung 20 dargestellt, die bei Kabeln verwendet werden kann, welche zwar keine Abschirmung, aber Verstärkungselemente enthalten. Wie zu sehen ist, werden infolge des Fehlens einer Abschirmung weder der Verbindungsschuh 42 noch die Verbindungsplatte 44 benötigt. Lediglich das zweite Kabeleingriffsteil 24 ist mit einem Klemmband 70 sicher mit der Kabelumhüllung 36 verbunden. Die Drähte 38-38 der Verstärkungselemente des Kabels 30 sind etwa in einem Winkel von 90º zur Längsachse des Kabels gedreht und zwischen dem Verbindungsblock 26 und dem aufrechten Schenkel 56 angeordnet. Wie zuvor werden die Verstärkungselemente 38-38 von Einkerbungen aufgenommen, die zwischen den Fingern 55-55 des aufrechten Teils 56 des Kabeleingriffsteils 24 gebildet sind. Anschließend wird ein Befestigungselement 65 durch die Öffnung 61 in dem aufrechten Schenkel 56 der zweiten Klemmbacke und in die mit einem Gewinde versehenen Bohrung 63 in dem Gehäuse 60 eingeschraubt. Das Befestigungselement 65 wird eingeschraubt, um den aufrechten Schenkel 56 mit dem Verbindungsblock 26 und mit den Drähten 38-38 des Verstärkungselementes dazwischen zu verbinden.

In den Fig. 6 und 7 ist eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kabelverbindungsvorrichtung dargestellt. Zwischen der Endplatte 72 und einer inneren Endplatte 73 der Kabelmuffe oder des Verschlusses 21 ist eine Verbindungseinrichtung 80 angeordnet. Die Verbindungseinrichtung 80 tritt mit dem Abschnitt des Kabels zwischen den Endplatten 72 und 73 in Eingriff, um mit der metallischen Abschirmung eines Kabels 30 eine elektrische Verbindung herzustellen. Das Kabel 30, das mit einem anderen Kabel verspleißt werden soll, erstreckt sich durch Durchführungsdichtungen in der Endplatte 72, nach der Umhüllungskomponenten entfernt sind, um von jedem Kabel die metallische Abschirmung 34 freizulegen. Die Verbindungseinrichtung 80 ist an jedem Kabel angebracht, um mit der metallischen Abschirmung jedes Kabels eine elektrische Verbindung herzustellen, wonach ein Erdungsdraht 66 mit der Verbindungseinrichtung verbunden und durch eine Öffnung in einer der Durchführungsdichtungen aus dem Verschluß 20 herausgeführt wird. Die metallische Abschirmung wird von einem zusätzlichen Stück jedes Kabels entfernt, um sein Kernrohr 35 freizulegen. Das Kernrohr 35 wird durch eine ausgerichtete Öffnung in einer Durchführungsdichtung 75 der Endplatte 73 in das Innere des Verschlusses geführt, um das Verspleißen von Lichtleitfasern mit anderen Lichtleitfasern innerhalb des Kernrohres zu erleichtern.

Sollte eines der Kabel oder beide keine metallische Abschirmung aufweisen, kann die Verbindungseinrichtung zwischen den Endplatten 72 und 73 dennoch zur Erdung metallischer Verstärkungselemente verwendet werden. Die Verbindung eines jeden metallischen Abschnittes der zu verspleißenden Kabel in der in Fig. 3 gezeigten Anordnung kann zwischen den Endplatten durchgeführt werden, d.h. in einem anderen Bereich des Verschlusses 21 als in dem das Verspleißen der Lichtleitfaser durchgeführt wird.

Jeder freiliegende Abschnitt einer Metallabschirmung 34, der sich über einen Kunststoffmantel hinaus erstreckt, wird zwischen einem Verbindungsschuh 82 eines ersten Kabeleingriffsteils 83, mit einem sich von ihm nach oben erstreckenden Gewindestift 84 und einer äußeren Verbindungsplatte 86 angeordnet. Die Verbindungsplatte 86 wird durch eine auf den Gewindestift 84 aufgeschraubte Mutter 88 auf der Abschirmung gehalten. Die äußere Verbindungsplatte 86 enthält einen gedrehten Abschnitt 89, der durch ein Befestigungselement 93 und eine Mutter 90 sicher an einem gedrehten Abschnitt 91 eines zweiten Kabeleingriffsteils 87 befestigt ist. Der gedrehte Abschnitt 91 erstreckt sich von einer gekrümmten Platte 95, die durch ein verstellbares Klemmband 97 sicher mit der Kabelumhüllung 36 verbunden ist. Die Längs-Randbereiche der Platte 95 sind mit Zähnen versehen, die in der Kabelumhüllung befestigt werden.

Eventuell vorhandene Drähte von Verstärkungselementen des Kabels, die zwischen der Abschirmung und dem Mantel angeordnet sind, können beispielsweise an dem gedrehten Abschnitt 91 des zweiten Kabeleingriffsteils sicher befestigt werden. Dies kann durch Zurückdrehen der Arme 92- 92 des gedrehten Abschnittes 91 erreicht werden, um U- förmige Abschnitte zu bilden, die mit den Verstärkungselementen 38-38 in Klemmeingriff stehen.

Zwischen den beiden getrennten Abschnitten 89 und 91 ist eine Endplatte 94 eines L-förmigen Erdungsabschnittes 98 angeordnet. Ein anderer Schenkel 101 des L-förmigen Abschnittes 98 ist innerhalb einer Hülse 96 mit einer Stellschraube 99 befestigt. Ein bloßgelegter Abschnitt eines Erdungsdrahtes 66, der sich durch die äußere Durchführungsdichtung 74 erstreckt und der außerhalb des Verschlusses von einem Kunststoffmantel umgeben sein kann, ist so angeordnet, daß er innerhalb der Hülse mit dem Schenkel 101 in Eingriff tritt. Der Erdungsdraht 66 ist außerhalb des Verschlusses geeignet geerdet. Wie aus Fig. 6 zu sehen ist, wird das bloße Ende des Erdungsdrahtes zwischen der Endplatte 94 und einem V-förmigen Abschnitt 103 der Hülse 96 festgehalten. Aus Fig. 6 ist auch zu sehen, daß der andere Schenkel 101 des L-förmigen Erdungsabschnittes 98 mit Ohren 105-105 versehen ist, um eine versehentliche Demontage des anderen Schenkels und der Hülse zu verhindern, bevor die Stellschraube 99 zur Sicherung eines Erdungsdrahtes 66 in der Hülse festgedreht ist.

Bei der Verwendung der Verbindungseinrichtung 80 schiebt ein Handwerker die Klemmwandklemme 97 über das Endstück des Kabels, von dem die Umhüllung und die Abschirmung entfernt wurden. Dann läßt man eine gekrümmte Platte 95 eines zweiten Kabeleingriffsteils 87 mit der Kabelumhüllung in Eingriff treten und ordnet sie so an, daß der gedrehte Abschnitt 91 benachbart zu dem freiliegenden Abschirmung angeordnet ist. Das Klemmband 97 wird über die gebogene Platte 95 geschoben und angezogen, um die gekrümmte Platte mit dem Kabel zu befestigen.

Die Verstärkungselementdrähte 38-38 des Kabels 30 werden benachbart zu dem gedrehten Abschnitt 91 des zweiten Kabeleingriffsteils angeordnet. Um die Verstärkungselementdrähte mit dem gedrehten Abschnitt 91 sicher zu verbinden, dreht man anschließend die Arme 92-92 in eine zurückgebogene Position.

Nun wird der Verbindungsschuh 82 zwischen der Abschirmung und dem Kabelkern eingeschoben, bis der Gewindestift 93 an die periphere Stirnseite der Abschirmung anstößt. Die Verbindungsplatte wird mit dem Verbindungsschuh zusammengesetzt, damit der aufrechte Stift durch die Öffnung in der Verbindungsplatte hervorsteht. Anschließend wird eine Mutter auf den Stift aufgeschraubt, um die Anordnung aus Verbindungsschuh und Verbindungsplatte mit der dazwischen liegenden Abschirmung sicher zu verbinden.

Anschließend wird eine Endplatte des die Erdleitung aufnehmenden Teils zwischen dem gedrehten Abschnitt 91 des zweiten Kabeleingriffsteils und dem aufrechten Teil 89 der Verbindungsplatte 86 des ersten Kabeleingriffsteils 83 angeordnet. Ein Befestigungselement 93 wird durch die Öffnungen in den aufrechten Teilen 91 und 89 und in der Endplatte 94 gedreht, und es wird eine Mutter aufgeschraubt, um die Teile miteinander zu verbinden.

Ein Endabschnitt eines Erdungsdrahtes 66 wird in das runde Gehäuse 96 zwischen dem anderen Schenkel 101 und dem V-förmigen Abschnitt des runden Gehäuses eingeschoben. Die Stellschraube 99 wird gedreht, um den Erdungsdraht sicher zu befestigen und um die elektrische Verbindung zwischen 0der Abschirmung, den Verstärkungselementen und dem Erdungsdraht 66 zu vervollständigen.


Anspruch[de]

1. Kabelverbindungsvorrichtung (20), die zur Befestigung an einem Kabel (30) ausgebildet ist, ferner zumindest mit einem Abschnitt des Kabels (30) elektrisch verbindbar ist und ein erstes Kabeleingriffsmittel enthält, um mit einem inneren Abschirmbereich (34) des Kabels in Eingriff zu treten und an diesem sicher befestigt zu werden, wobei das erste Kabeleingriffsmittel zwei zusammenwirkende, bogenförmige Abschnitte (42, 44) enthält, dadurch gekennzeichnet,

daß einer der bogenförmigen Abschnitte einen aufrechten Teil (52) enthält,

daß ein zweites Kabeleingriffsmittel dafür ausgebildet ist, mit einem Kunststoffmantel (36) des Kabels in Eingriff zu treten, die den inneren Abschnitt des Kabels umhüllt, wobei das zweite Kabeleingriffsmittel einen aufrechten Teil (56) enthält, der zur Befestigung an dem aufrechten Teil (52) des ersten Kabeleingriffsmittels dient, und

daß eine Verbindungsblockeinrichtung (26) zur Verbindung mit den aufrechten Teilen des ersten und zweiten Kabelverbindungsmittels ausgebildet ist, um zumindest einen Endabschnitt eines Erdungsdrahtes (66) aufzunehmen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Kabel (30) eine metallische Abschirmung enthält, die von der Umhüllung (36) umgeben ist, wobei einer der bogenförmigen Abschnitte des ersten Kabeleingriffsmittels (42) dafür ausgelegt ist, im Inneren der Abschirmung (34) angeordnet zu werden, und eine daran befestigte und aufrecht davon abstehende Stütze (46) enthält, wobei die Stütze dafür ausgelegt ist, sich durch eine Öffnung in dem anderen bogenförmigen Abschnitt (44) des ersten Kabeleingriffsmittel zu erstrecken, um den gesicherten Zusammenbau der beiden Abschnitte des ersten Kabeleingriffsmittels zu erleichtern, und wobei das zweite Kabeleingriffsmittel (24) eine bogenförmige Platte (58), die zur Anlage an dem Kabelmantel dient, sowie eine Klemmeinrichtung (70) enthält, die, um die bogenförmige Platte (58) des zweiten Kabeleingriffsmittels und um das Kabel (30) herum angeordnet werden kann, um die bogenförmige Platte an dem Kabel zu befestigen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Kabel zumindest ein sich längs erstreckendes Verstärkungselement (38) enthält, von dem ein Endabschnitt durch Festklemmen sicher zwischen dem aufrechten Teil des zweiten Kabeleingriffsmittels (56) und der Verbindungsblockeinrichtung (26) befestigt ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Verbindungsblockeinrichtung zur Verbindung mit den aufrechten Teilen (52, 56) der ersten und zweiten Kabeleingriffsmittel ausgebildet sind und zumindest eine Bohrung (63), um einen Endabschnitt eines Erdungsdrahtes aufzunehmen, sowie Mittel enthalten, um den Endabschnitt des Erdungsdrahtes innerhalb der Bohrung zu befestigen, wobei der aufrechte Teil des zweiten Kabeleingriffsmittels eine Vielzahl von Fingern (55-55) enthält, die über der Verbindungsblockeinrichtung liegen und mit Abstand zueinander angeordnet sind, um zwischen sich Endabschnitte der Verstärkungselemente aufzunehmen, und zwar mit genügend weitem Abstand, um die Vielzahl der Verstärkungselemente eines Kabels aufzunehmen, mit dem die Vorrichtung verbunden werden soll.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das zweite Kabeleingriffsmittel eine bogenförmige Schuhplatte (58) enthält und wobei der aufrechte Teil (58) des zweiten Kabeleingriffsmittels eine Vielzahl von wegstehenden Fingern (55) aufweist, die sich im wesentlichen parallel zu einer Längsachse des Kabels erstrecken, wobei zwischen benachbarten Fingern Einkerbungen vorgesehen sind, wobei das Kabel zumindest ein metallisches Verstärkungselement enthält, das sich durch zueinander ausgerichtete Einkerbungen des aufrechten Teils des zweiten Kabeleingriffsmittels erstreckt, wobei das zweite Kabeleingriffsmittel eine Klemmeinrichtung (70) enthält, um dessen Schuhplatte sicher mit der Kabelumhüllung zu verbinden, und wobei die Verbindungsblockeinrichtung ein Gehäuse (60) mit einer Bohrung (63) enthalten, um einen Endabschnitt eines Erdungsdrahtes aufzunehmen, wobei die Verbindungsblockeinrichtung sicher mit den aufrechten Teilen der ersten und zweiten Kabeleingriffsmittel verbunden ist, um zumindest ein Verstärkungselement zwischen dem Gehäuse (60) und dem aufrechten Teil (56) des zweiten Kabeleingriffsmittels festzuklemmen.

6. Kabelverbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der aufrechte Abschnitt (91) des zweiten Kabelverbindungsmittels eine Vielzahl von Paaren von sich seitlich erstreckenden Armen (92) enthält, die zu einer zurückgebogenen Konfiguration gedreht werden können, um Kabelverbindungselemente zu befestigen.

7. Kabelverbindungsvorrichtung (20), die mit einem Kabel verbindbar ist und die zum Abschließen von Drähten als Verstärkungselemente des Kabels dient, dadurch gekennzeichnet,

daß das Kabeleingriffsmittel (24) zur Anlage an einer Kunststoffmantel des Kabels ausgebildet ist, wobei die Anlageeinrichtung einen aufrechten Teil (56) enthält, der im wesentlichen rechtwinklich zu einer Längsachse des Kabels verläuft, und

daß eine Verbindungsblockeinrichtung (26) zur Verbindung mit dem aufrechten Teil (56) der Klemmeinrichtung dient, um Verstärkungselemente des Kabels, die zwischen den aufrechten Teil und der Verbindungsblockeinrichtung angeordnet sind, zu befestigen, wobei die Verbindungsblockeinrichtung (26) auch zumindest einen Durchgang (63) zum Aufnehmen eines Endabschnitts eines Erdungsdrahtes enthält.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Kabeleingriffseinrichtung eine bogenförmige Platte (58), die zur Anlage an der Kabelumhüllung (36) ausgebildet ist, sowie eine Klemmeinrichtung (70) enthält, die um die bogenförmige Platte und um das Kabel herum angeordnet werden kann, um die bogenförmige Platte (58) sicher mit dem Kabel zu verbinden.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei der aufrechte Teil (56) des Kabeleingriffsabschnitts eine Vielzahl von Fingern (55) enthält, die die Verbindungsblockeinrichtung überragen, wobei die Finger (55) beabstandet zueinander angeordnet sind, um zwischen sich Endabschnitte der Kabelverstärkungselemente aufzunehmen, und zwar mit hinreichendem Abstand zueinander, um eine Vielzahl von Verstärkungselementen von Kabeln aufzunehmen, mit denen die Vorrichtung verbunden werden soll.







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