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Dokumentenidentifikation DE3344433C2 11.05.1995
Titel Fungicide Zusammensetzungen auf Phosphitbasis und ihre Verwendung
Anmelder Rhône-Poulenc Agrochimie, Lyon, FR
Erfinder Gaulliard, Jean-Michel, Lyon, FR
Vertreter Beetz, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Timpe, W., Dr.-Ing.; Siegfried, J., Dipl.-Ing.; Schmitt-Fumian, W., Prof. Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 08.12.1983
DE-Aktenzeichen 3344433
Offenlegungstag 14.06.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.1995
IPC-Hauptklasse A01N 59/26
IPC-Nebenklasse A01N 57/20   A01N 57/12   A01N 47/28   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft neuartige fungicide Zusammensetzungen zum Schutz von Pflanzen gegen Pilzerkrankungen, die als Wirkstoffe ein Fungicid vom Phosphittyp sowie 1-(2-Cyano-2-methoximinoacetyl)- 3-ethylharnstoff enthalten, sowie ihre Verwendung.

Der Einsatz systemischer Fungicide zum Pflanzenschutz gegen Pilzerkrankungen ist bekannt. Zu diesem Zweck wird insbesondere Aluminiumfosetyl, d. h. Aluminium-tris (O-ethylphosphonat) bzw. Aluminiumethylphosphit, zum Schutz von Weinstöcken und anderen Pflanzen gegen Phycomyceten herangezogen. Dieses Produkt besitzt bei der normalen Anwendungsdosis eine bemerkenswerte Wirksamkeit bei der vorbeugenden Behandlung und eine sekundäre Wirksamkeit bei der kurativen Behandlung. Es wird üblicherweise im Gemisch mit Kontaktfungiciden verwendet.

Ferner wird das Fungicid Cymoxanil, d. h. 1-(2-Cyano-2- methoximinoacetyl)-3-ethylharnstoff, eingesetzt, das eine begrenzte systemische Wirksamkeit aufweist und sekundäre kurative Wirksamkeit besitzt. Dieses Produkt wird allgemein im Gemisch mit einem Kontaktfungicid gegen Phycomyceten eingesetzt, um so seine Remanenz zu verbessern.

So sind beispielsweise in Phytiatrie-Phytopharmacie 30 (1981) 215-234 Untersuchungen zur Wirksamkeit von Fungiciden gegenüber Mehltau (Plasmopora viticola) beschrieben, zu denen auch Cymoxanil gehört. Die betreffenden Untersuchungen beziehen sich auch auf Kombinationen von Cymoxanil mit dem Kontaktfungicid Mancozeb. Die gleiche Druckschrift enthält auch Ergebnisse zur fungiciden Wirksamkeit von Aluminiumfosetyl sowie der Kombination von Aluminiumfosetyl mit dem Kontaktfungicid Folpet. Kombination von Cymoxanil mit Aluminiumfosetyl sind in dieser Publikation nicht erwähnt.

Die Publikation Annls. Inst. phytopath. Benaki (N.S.) 13 (1982) 194-212 bezieht sich ferner u. a. auf die fungicide Wirksamkeit von Cymoxanil und Aluminiumfosetyl gegenüber Pseudoperonospora cubensis an Kürbissen. In der Zusammenfassung ist darauf hingewiesen, daß Aluminiumfosetyl eine bessere kurative Wirksamkeit als Cymoxanil besitzt. Auch in dieser Publikation sind Kombinationen von Cymoxanil und Aluminiumfosetyl nicht erwähnt.

Der Erfindung liegt die überraschende Feststellung zugrunde, daß durch Kombination von Aluminiumfosetyl oder bestimmten homologen Derivaten davon mit Cymoxanil resultierende Gemische eine bemerkenswerte und insbesondere kurative synergistische Wirksamkeit besitzen, was neue Anwendungsmöglichkeiten für diese Wirkstoffe eröffnet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neuartige fungicide Zusammensetzungen auf der Basis einer Kombination eines Phosphits mit Cymoxanil, die vorbeugende und insbesondere kurative synergistische Wirksamkeit gegenüber phytopathogenen Pilzen besitzen, sowie ihre Anwendung anzugeben.

Die Aufgabe wird gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.

Die Erfindung betrifft entsprechend fungicide Zusammensetzungen auf der Basis eines Gemischs von Wirkstoffen, von denen einer ein Phosphit ist, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie mindestens enthalten:

  • A) eine Verbindung der Formel



    in der bedeuten:

    R OH, C&sub2;- bis C&sub4;-Alkyl oder C&sub2;- bis C&sub4;-Alkoxy oder ONa,

    M Wasserstoff, ein Alkalimetallatom, ein Erdalkalimetallatom oder Aluminium, wobei M nur Wasserstoff bedeutet, wenn R OH ist, und

    n 1, 2 oder 3, und
  • B) 1-(2-Cyano-2-methoxyiminoacetyl)-3-ethylharnstoff, wobei das Massenverhältnis B/A 1/100 bis 20/100 beträgt.


Als Verbindungen A sind die Mono- und Dinatriumphosphite sowie die Ethylphosphite von Natrium, Calcium und Aluminium bevorzugt. Das Massenverhältnis B/A liegt ferner vorteilhaft im Bereich von 2/100 bis 10/100.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ferner noch andere Wirkstoffe enthalten, und zwar im allgemeinen ein bis drei Kontaktfungicide, die unter gegen Mehltau wirksamen Substanzen, wie Captafol, Folpet, Maneb, Zineb, Mancozeb, Mietiramzink (Komplex von Zineb mit Polyethylenthiuramdisulfid) oder auch gegen andere Pflanzenpilzerkrankungen, wie Botrytis, Excoriose usw., wirksamen Fungiciden, ausgewählt werden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können anwendungsfertig formuliert oder auch unmittelbar vor Gebrauch gemischt werden.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.

Beispiel

Das Beispiel bezieht sich auf experimentelle Untersuchungen zur synergistischen Wirksamkeit von Gemischen von Aluminiumfosetyl mit Cymoxanil.

Es wurde ein Gemisch von Aluminiumfosetyl und Cymoxanil im Verhältnis B/A=6/100 hergestellt.

Das so formulierte Gemisch wurde in vivo gegen Plasmopara viticola an Weinstöcken im Treibhaus angewandt (kurative Behandlung).

In Töpfen kultivierte Weinstöcke (Chardonnay-Reben) wurden auf beiden Blattseiten mit einer wäßrigen Suspension geeigneter Verdünnung gespritzt, die als zu untersuchende Wirkstoffe Aluminiumfosetyl allein in Form eines Spritzpulvers mit 80 Masse-% Wirkstoffgehalt, Cymoxanil allein in Form eines anwendungsfertigen Spritzpulvers mit 50 Masse-% Wirkstoffgehalt bzw. ein Gemisch dieser beiden Spritzpulver enthielt.

Diese Suspension wurde einfach bzw. zweifach mit Wasser verdünnt, wobei drei Emulsionen zum Spritzen mit der gewünschten Konzentration der zu untersuchenden Wirkstoffe erhalten wurden. Die Spritzbedingungen waren derart, daß das Spritzen einer Suspension mit einer Konzentration von 1 g/l der Anwendung einer Wirkstoffmenge von etwa 2 µg/cm² Blattoberfläche entsprach.

In gleicher Weise wurden für jeden der obigen Fälle zwei Suspensionen hergestellt, die jeweils einen der Wirkstoffe A und B in der Konzentration enthielten, in der sie im Gemisch vorlagen.

1 bis 3 Tage vor dem Spritzen mit den Wirkstoffen wurden die Pflanzen auf der Blattunterseite mit einer Suspension von Sporen von Plasmopara viticola, die für den Mehltau bei Weinreben verantwortlich ist, einer Konzentration von etwa 80 000 Sporen/ml gespritzt, um einen künstlichen Mehltaubefall auszulösen. Danach wurden die Töpfe 48 h bei 20°C und 100% relativer Feuchte inkubiert.

Die Kontrolle der Pflanzen erfolgte 9 Tage nach der Kontamination durch Ermittlung des Prozentsatzes der versporten Oberfläche, bezogen auf den jeweiligen Vergleichsversuch, bei dem die Gesamtoberfläche vollständig befallen war, woraus dann die kurative Wirksamkeit als Prozentwert berechnet wurde.

Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.



Aus den Ergebnissen der Tabelle geht klar hervor, daß die kurative Wirksamkeit der Gemische bei drei verschiedenen Dosen gegenüber der Summe der Wirksamkeiten von Aluminiumfosetyl und Cymoxanil allein überlegen bis sehr überlegen ist. Durch Anwendung der Gemische wird ein praktisch vollständiger Schutz noch nach 2 Tagen und ein noch guter Schutz nach drei Tagen erzielt, wobei in diesem letzteren Fall die Einzelkomponenten bei getrennter Anwendung vollkommen unwirksam sind.

Aus den obigen Vergleichsversuchen geht die ausgezeichnete fungicide Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen hervor, die sich entsprechend zur präventiven und kurativen Bekämpfung verschiedener Familien phytopathogener Pilze wie beispielsweise Phycomyceten eignen.

Zur praktischen Anwendung werden die erfindungsgemäßen Wirkstoffgemische im allgemeinen nicht allein verwendet, sondern sind zumeist in Zusammensetzungen enthalten, die allgemein neben den Wirkstoffen einen inerten Träger bzw. ein inertes Verdünnungsmittel und/oder ein grenzflächenaktives Mittel enthalten, die mit den Wirkstoffen verträglich sind.

Die Erfindung erstreckt sich demgemäß auch auf Zusammensetzungen mit diesen Zusätzen. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weisen gewöhnlich einen Wirkstoffgehalt von 0,001 bis 95 Masse-% auf. Der Gehalt an grenzflächenaktiven Mitteln liegt im allgemeinen zwischen 0,1 und 20 Masse-%.

Unter Trägern werden hierbei organische oder anorganische, natürliche oder synthetische Materialien verstanden, mit denen zusammen die Wirkstoffe zur Erleichterung ihrer Anwendung auf Pflanzen, Samen oder Boden verwendet werden. Der Träger ist daher im allgemeinen inert und muß agrikulturchemisch geeignet sein, insbesondere im Hinblick auf die jeweils behandelten Pflanzen. Der Träger kann dabei fest (Tone, natürliche oder künstliche Silicate, Kieselsäure, Kreide, Kunstharze, Wachse, feste Düngemittel u. dgl.) oder flüssig sein (Wasser, Alkohole, Ketone, Erdölfraktionen, aromatische oder paraffinische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Flüssiggase u. dgl.).

Das grenzflächenaktive Mittel kann ein Emulgiermittel, Dispergiermittel oder Netzmittel sein und ionische oder nichtionische Eigenschaften besitzen. Hierzu gehören beispielsweise Salze von Polyacrylsäuren, Salze von Ligninsulfonsäuren, Salze von Phenolsulfonsäuren und Naphthalinsulfonsäuren, Polykondensationsprodukte von Ethylenoxid mit Fettalkoholen, Fettsäuren oder Fettaminen oder substituierten Phenolen, insbesondere Alkylphenolen, Arylphenolen oder Styrylphenol, ferner Salze von Sulfobernsteinsäureestern, Taurinderivate (insbesondere Alkyltaurate) sowie etwa Phosphorsäureester von Alkoholen oder polyethoxylierten Phenolen. Das Vorliegen mindestens eines grenzflächenaktiven Mittels ist im allgemeinen unerläßlich, insbesondere, wenn der inerte Träger nicht wasserlöslich ist und als Trägermedium bei der Anwendung Wasser verwendet wird.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in den verschiedensten festen und flüssigen Formen vorliegen. Zu den festen Formen gehören beispielsweise Pulver zum Einstäuben sowie zum Dispergieren, wobei der Wirkstoffgehalt bis zu 100% betragen kann. Zu den flüssigen Formen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bzw. Zusammensetzungen, die flüssige Zusammensetzungen bei der Anwendung ergeben, gehören Lösungen, insbesondere wasserlösliche Konzentrate, emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Konzentrate in Suspension, Aerosole, benetzbare Pulver bzw. Spritzpulver, Pasten u. dgl.

Die emulgierbaren oder löslichen Konzentrate weisen zumeist einen Wirkstoffgehalt von 10 bis 80% auf, während anwendungsfertige Emulsionen oder Lösungen ihrerseits 0,01 bis 20% Wirkstoffe enthalten. Die emulgierbaren Konzentrate können neben dem Lösungsmittel erforderlichenfalls 2 bis 20% geeignete Additive, wie Stabilisierungsmittel, grenzflächenaktive Mittel, Penetrationsmittel, Korrosionsinhibitoren, Färbemittel, Adhäsive u. dgl., enthalten.

Aus diesen Konzentraten können durch Verdünnen mit Wasser Emulsionen beliebiger erwünschter Konzentration hergestellt werden, die sich insbesondere zur Anwendung auf den Blättern der behandelten Pflanzen eignen.

Die konzentrierten Suspensionen, die sich ebenfalls zum Zerstäuben bzw. Spritzen eignen, werden so hergestellt, daß ein stabiles fließfähiges Produkt erhalten wird, das sich nicht absetzt; sie besitzen gewöhnlich einen Wirkstoffgehalt von 10 bis 75% und enthalten üblicherweise 0,5 bis 15% grenzflächenaktive Mittel, 0,1 bis 10% Thixotropiermittel und 0 bis 10% geeignete Additive, wie Antischaummittel, Korrosionsinhibitoren, Stabilisierungsmittel, Penetrationsmittel und Adhäsive, sowie als Träger Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der die Wirkstoffe wenig oder nicht löslich sind; im Träger können bestimmte feste organische Substanzen oder anorganische Salze gelöst werden, die zur Sedimentationsverhinderung bzw. als Gefrierschutzmittel für Wasser dienen.

Die benetzbaren Pulver (Spritzpulver) werden gewöhnlich so hergestellt, daß sie einen Wirkstoffgehalt von 20 bis 95% besitzen; sie enthalten üblicherweise neben dem festen Träger 0 bis 5% Netzmittel, 3 bis 10% Dispergiermittel und erforderlichenfalls 0 bis 10% eines oder mehrerer Stabilisierungsmittel und/oder anderer Additive wie Peretrationsmittel, Adhäsive, Mittel gegen Verklumpen, Färbemittel u. dgl.

Beispiel für eine Spritzpulverformulierung:

(%) Wirkstoff (Gemisch B/A im Verhältnis 6,5/100) 50 Netzmittel (ethoxylierter Fettalkohol) 2,5 Dispergiermittel (ethoxyliertes Styrylphenol) 5 inerter Träger (Kreide) 42,5


Weiteres Beispiel für eine Spritzpulverformulierung:

(%) Wirkstoff (Gemisch B/A im Verhältnis 6,6/100) Aluminiumfosetyl 50 Cymoxanil 3,3 Folpet 25 Netzmittel (ethoxylierter Fettalkohol) 5,7 Dispergiermittel (ethoxyliertes Styrylphenol) 6 inerter Träger (Kreide) 10


Zur Herstellung von Spritzpulvern bzw. benetzbaren Pulvern werden die Wirkstoffe in geeigneten Mischvorrichtungen mit den weiteren Mischungskomponenten innig gemischt und in Mühlen oder anderen geeigneten Zerkleinerungsvorrichtungen zerkleinert. Hierdurch werden Spritzpulver mit günstiger Benetzbarkeit bzw. Suspendierbarkeit erhalten, die in Wasser mit jeder gewünschten Konzentration suspendiert werden können, wobei sich derartige Suspensionen in sehr vorteilhafter Weise besonders zur Anwendung auf den Blättern der behandelten Pflanzen eignen.

Das Erfindungskonzept umfaßt, wie oben angegeben, auch wäßrige Dispersionen und Emulsionen, beispielsweise Zusammensetzungen, die durch Verdünnung eines erfindungsgemäßen Spritzpulvers oder emulgierbaren Konzentrats mit Wasser erhältlich sind. Die Emulsionen können dabei vom Wasser-in-Öl- oder vom Öl-in-Wasser-Typ sein und eine dickflüssige Konsistenz wie etwa Mayonnaise besitzen.

Die zum Aufbringen auf den Boden vorgesehenen Granulate werden gewöhnlich so hergestellt, daß sie eine Teilchengröße von 0,1 bis 2 mm besitzen; sie sind durch Agglomeration oder Imprägnierverfahren herstellbar. Die Granulate enthalten allgemein einen Wirkstoffgehalt von 0,5 bis 25% sowie 0 bis 10% Additive, wie Stabilisierungsmittel, Mittel zur langsamen Wirkstofffreisetzung, Bindemittel und Lösungsmittel.

Das erfindungsgemäß eingesetzte Wirkstoffgemisch kann ferner auch in Form von Pulvern zum Einstäuben verwendet werden; hierbei werden z. B. Zusammensetzungen angewandt, die 50 g Wirkstoff und 950 g Talk enthalten. Ferner sind auch Zusammensetzungen verwendbar, die 20 g Wirkstoff, 10 g feinverteilte Kieselsäure und 970 g Talk enthalten. Diese Komponenten werden gemischt und zerkleinert; das resultierende Gemisch wird durch Einstäuben angewandt.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Behandlung von Pflanzen gegen phytopathogene Pilze, das dadurch gekennzeichnet ist, daß eine wirksame Menge einer Zusammensetzung auf die betreffenden Pflanzen angewandt wird, die ein erfindungsgemäßes Wirkstoffgemisch enthält. Unter einer wirksamen Menge wird dabei eine Menge verstanden, die zur Kontrolle und Vernichtung von Pilzen auf den betreffenden Pflanzen ausreicht. Die Anwendungsdosen hängen innerhalb weiter Grenzen von zu bekämpfenden Pilz, der Art der Kultur und den klimatischen Verhältnissen ab.


Anspruch[de]
  1. 1. Fungicide Zusammensetzungen auf der Basis eines Gemischs von Wirkstoffen, von denen einer ein Phosphit ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens enthalten:
    1. A) eine Verbindung der Formel



      in der bedeuten:

      R OH, C&sub2;- bis C&sub4;-Alkyl oder C&sub2;- bis C&sub4;-Alkoxy oder ONa,

      M Wasserstoff, ein Alkalimetallatom, ein Erdalkalimetallatom oder Aluminium, wobei M nur dann Wasserstoff bedeutet, wenn R OH ist, und

      n 1, 2 oder 3, und
    2. B) 1-(2-Cyano-2-methoximinoacetyl)-3-ethylharnstoff, wobei das Massenverhältnis B/A 1/100 bis 20/100 beträgt.
  2. 2. Fungicide Zusammensetzungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Massenverhältnis B/A 2/100 bis 10/100 beträgt.
  3. 3. Zusammensetzungen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie Aluminium-tris(O-ethylphosphonat) als Verbindung A enthalten.
  4. 4. Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich ein gegen Mehltau wirksames Kontaktfungicid enthalten.
  5. 5. Zusammensetzungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gegen Mehltau wirksames Kontaktfungicid Folpet, Captafol, Mancozeb oder ein Kontaktfungicid auf Kupferbasis enthalten.
  6. 6. Verfahren zur Behandlung von Pflanzen gegen durch phytopathogene Pilze hervorgerufene Pilzerkrankungen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 auf die Pflanzen angewandt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung nach dem Pilzbefall der Pflanzen angewandt wird.






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