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Dokumentenidentifikation DE69104259T2 24.05.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0454543
Titel Elektrischer Weidezaun mit variabler Energie.
Anmelder Rhomer, Brigitte, La Fleche, Sarthe, FR
Erfinder HAMM, Jean-Jacques, F-72200 La Fleche, FR
Vertreter Fehners, K., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Geyer, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 80687 München
DE-Aktenzeichen 69104259
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, LI, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 17.04.1991
EP-Aktenzeichen 914010137
EP-Offenlegungsdatum 30.10.1991
EP date of grant 28.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1995
IPC-Hauptklasse H05C 1/04

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich ganz allgemein auf die elektrischen Zäune, die den Durchgang von Tieren verhindern sollen, und im besonderen auf die Geräte zum Elektrifizieren, welche zur Aussendung elektrischer Pulse zwischen am Zaun angeschlossenen Ausgangsklemmen verwendet werden.

Die aus einem oder mehreren Drahtleitern bestehenden elektrischen Zäune, die allgemein durch Isolatoren auf Pfosten befestigt werden, sind gut bekannt. Diese Zäune verhindern, daß das Vieh eine Umzäunung verläßt oder daß Tiere in eine Parzelle eindringen.

Üblicherweise werden regelmäßige Hochspannungspulse in regelmäßigen Intervallen in die Drähte des Zaunes hineingeschickt, wobei die Pulse allgemein etwas mehr als eine Sekunde auseinanderliegen.

Je stärker die von den Tieren empfundenen Pulse sind, desto größer ist die Wirksamkeit des elektrischen Zaunes. Es ist indessen unmöglich, die Stärke wesentlich zu erhöhen, denn wenn das Gerät zum Elektrifizieren auf einem Zaun angebracht ist, bezieht es seine Energie von Batterien oder Akkumulatoren und man darf nicht veranlaßt sein, zu häufig die Batterien wechseln oder die Akkumulatoren nachladen zu müssen.

Daher sind die Konstrukteure gezwungen, den Verbrauch und folglich die Leistung von Geräten zum Elektrifizieren, die sie herstellen, zu begrenzen, was gleichermaßen die Wirksamkeit elektrischer Zäune begrenzt, insbesondere wenn diese außerdem noch schlecht isoliert oder von großer Länge sind.

Um dieses Problem zu lösen, sind bereits verschiedene Lösungen vorgeschlagen worden.

Man kennt Vorschläge für Anlagen, die Photozellen umfassen, welche die Abfolge von Pulsen verzögern oder während der Nacht ihre Leistung verringern. Diese Vorschläge beruhen auf der Feststellung, daß die Tiere nachts weniger aktiv sind und daß man diese Abnahme an Aktivität und Nervosität der Tiere ausnutzen kann, um den Energieverbrauch zu verringern. Diese Lösung ist indessen nicht vollständig zufriedenstellend, weil die elektrischen Zäune üblicherweise während der schönen Jahreszeit, wenn das Gras wächst, und damit in einem Zeitraum eingesetzt werden, bei dem der Tagabschnitt länger als der Nachtabschnitt ist. Es ist daher bei Vorrichtungen dieser Art schwierig, den durchschnittlichen Energieverbrauch um mehr als etwa 10% bis 20% zu verringern.

Man kennt auch zahlreiche andere Vorschläge zur Reduzierung des Energieverbrauchs, wenn der Draht des Zaunes gut isoliert ist: man kann einen Kondensator auf der Primärseite des Ausgangstransformators des Elektrifizier-Gerätes als Funktion der an der Sekundärseite angeschlossenen Last mehr oder weniger entladen; wenn die Last des Zaunes erheblich ist, kann man auch einen zweiten Kondensator entladen, um dessen Energie derjenigen der Entladung eines ersten Kondensators hinzuzufügen.

Die Druckschrift WO 88/10059 beschreibt ein Verfahren zur Erzeugung von Pulsen in einem Elektrifizier-Gerät, durch das in Zeitintervallen der Größenordnung einer Sekunde regelmäßig Pulse ausgesendet werden. Eine Laststeuervorrichtung wird zur Detektion der auf der Sekundärseite des Elektrifizier-Gerätes, d. h. im Draht des Zaunes, vorhandenen Last eingesetzt. Diese Vorrichtung bewirkt die Aussendung eines im Vergleich zu den regelmäßig ausgesandten Pulsen sehr viel deutlicheren Pulses, sobald die Last einen bestimmten, den Zustand einer Berührung des Zaunes durch ein Tier darstellenden Wert überschreitet. Ein solcher bedeutenderer Puls wird ausgesandt, solange die Last auf der Sekundärseite den Schwellwert überschreitet.

Ein solches Verfahren läßt keine große Energieeinsparung zu, da es sehr schwierig ist, einen vollständig isolierten Stromkreis zu schaffen, und weil die stärkeren Pulse häufig ausgesandt werden, wenn Gräser und nicht Tiere die Drähte berühren. Außerdem sind die Vorrichtungen, die dieses Verfahren umsetzen, sehr beträchtliche Energieverbraucher, wenn sie Pulse hoher Leistung aussenden.

Die vorliegende Erfindung soll einen elektrischen Zaun vorschlagen, der sehr wirksam ist und dabei wenig von der Primärquelle (Batterie oder Akkumulatorenbatterie) stammende Energie verbraucht. Dieser Zaun soll insbesondere auch diese Energie nicht verschwenden, wenn der elektrische Zaun im Hinblick auf die Vegetation, die den oder die Drähte in mehr oder weniger zufälliger Weise (Funkenentladungen) berührt, schlecht isoliert ist.

Versuche haben gezeigt, daß das Intervall zwischen zwei elektrischen Pulsen nicht zu groß sein darf, um zu vermeiden, daß das Tier sich nicht zu sehr bemüht, bevor es auf den Draht stößt und diesen für harmlos und schmerzlos hält. Falls sich das Tier sehr bemüht, erhält es einen Schlag, dessen Herkunft es nicht mehr zu identifizieren weiß, da es ja mit dem Draht mehrere Sekunden lang in Kontakt stand, ohne die Wirkung zu fühlen, und führt dann eine vorwärts gerichtete Fluchtbewegung aus.

Daher trennen die Konstrukteure die Pulse für nicht mehr als 1,5 Sekunden bis 2 Sekunden, um die Vorstellung "Elektrischer Schlag - Draht" im Kopf der Tiere aufrechtzuerhalten.

Man hat indessen beobachtet, daß die weidenden Tiere mit einer bestimmten Langsamkeit vorrücken. Wenn sie die Herkunft der elektrischen Schläge erfaßt haben, verbringen sie den Kopf mit großer Vorsicht unter den Draht, um das jenseits der Drahtgrenze zugängliche zarte Gras zu fressen. Die Tiere scheinen sich so zu verhalten, als wenn sie die Intensität des elektrischen Feldes der Pulse, selbst der schwachen Pulse, spürten, was es ihnen gestattet, sich dem Draht bis auf einige Millimeter zu nähern.

Die vorliegende Erfindung nutzt diese Erkenntnis, um ein Verfahren zur Erzeugung von Pulsen für ein Gerät zum Elektrifizieren elektrischer Zäune vorzuschlagen, die den Durchgang von Tieren verhindern sollen, bei dem in regelmäßigen Abständen Hochspannungspulse abgegeben werden und das dadurch gekennzeichnet ist, daß die elektrischen Pulse entsprechend einem Zyklus verteilt sind, der eine bestimmte, im voraus festgelegte Anzahl n von Pulsen relativ schwacher Energie umfaßt, denen ein Puls mit erheblich größerer Energie als die der Pulse, die ihm vorhergehen, folgt.

Ein solches Verfahren erlaubt die Abgabe regelmäßiger Pulse ziemlich schwacher Energie, die um übliche Intervalle von zum Beispiel zwischen 1 und 2 Sekunden auseinanderliegen, wie auch die eines viel stärkeren Pulses als sämtliche n Pulse, wobei n eine vorbestimmte Anzahl ist, die zum Beispiel den Wert 7 oder 10 annehmen kann.

Für einen gleichen Energieverbrauch kann man aber besser Sequenzen von 7 Pulsen mit 200 Millijoules aussenden, denen ein Puls von 1000 Millijoules folgt, als regelmäßige Pulse von 300 Millijoules.

Man hat festgestellt, daß die erfindungsgemäße Lösung sich als viel wirksamer zu erkennen gibt: das Tier nähert sich im Laufe der 7 Pulse mit reduzierter Energie immer mehr dem Draht des Zaunes und bleibt dabei aufgrund der Entladungen, und zwar auch der schwachen Entladungen, die es laufend empfängt aufmerksam, wobei die Entladungen, die aufgrund ihrer schwachen Intensität, insbesondere wenn der Draht ziemlich schlecht isoliert ist, erträglich sein können; dann, beim achten Puls, der wesentlich stärker ist, wird dem Tier ein erheblich intensiverer Schmerz zugefügt, der ein plötzliches Zurückweichen des Tieres auslöst und ihm eine heilsame Furcht vor dem Draht einflößt.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Dazu benutzt man die Tatsache, daß die Geräte zum Elektrifizieren allgemein die Entladung eines Kondensators C&sub1; über einen Aufspanntransformator zum Aussenden der Pulse ziemlich schwacher Energie einsetzen, um die starken Pulse in ähnlicher Weise entsprechend einer der nachfolgenden Ausführungsformen hervorzubringen:

- man entlädt gelegentlich einen zweiten Kondensator entweder gleichzeitig mit der Entladung des für die Entladungen schwächerer Energie verwendeten Kondensators oder abwechselnd mit dieser Entladung, oder

- man lädt den Kondensator bis zu einer höheren Spannung als derjenigen, bis zu der man ihn für die Pulse schwächerer Energie lädt.

Falls man einen zweiten Kondensator C&sub2; einsetzt, kann dessen Entladung über denselben Ausgangstransformator wie denjenigen, der für die Entladung des ersten Kondensators C&sub1; eingesetzt wird, oder über einen zweiten Transformator erfolgen, wobei dann die Sekundärseiten der beiden Transformatoren parallel zueinander geschaltet sind.

Für diese parallele Verbindung kann man vorzugsweise Hochspannungsdioden oder -Brücken einsetzen, welche die Interferenzen zwischen verschiedenen Sekundärkreisen vermeiden.

Nach einer Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht man vor, daß der n-te stärkere Puls nur dann erzeugt wird, wenn die mit dem Pulsgenerator verbundene Impedanz der Leitung des Zaunes unter einen vorher festgelegten Wert abfällt. So tritt der starke, Energie verbrauchende Puls nur dann auf, wenn ein Tier einen der Drähte des Zaunes berührt, oder wenn diese schlecht isoliert sind, wodurch dieser starke Puls noch weniger häufig abgegeben wird.

Die Vorteile, die sich dank der Vorrichtungen ergeben, die das erfindungsgemäße Verfahren einsetzen, bestehen darin, daß man die Abstände der sich nähernden Tiere von einem elektrischen Zaun überwachen kann, und noch darin, daß man einen starken Schmerz bewirkt, der die Tiere vom Zaun entfernt hält und ihnen nachträglich Furcht vor einer Annäherung an den Draht des Zaunes einflößt; diese Vorteile werden dadurch aufgewertet, daß der Energieverbrauch der Quelle auf einem niedrigen Niveau gehalten wird.

Die vorliegende Erfindung läßt sich anhand der folgenden Beschreibung unter Bezug auf die Zeichnung noch besser verstehen. Es zeigen:

- Figur 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

- Figur 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

- Figur 3 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

- Figur 4 eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

- Figur 5 eine abgewandelte Ausführung, bei der zwei Ausgangstransformatoren eingesetzt werden, und

- Figur 6 eine abgewandelte Ausführungsform der Schaltung nach Figur 5.

In bekannter Weise umfaßt eine Elektrifiziervorrichtung für einen elektrischen Zaun einen Transformator Ta mit einer Primärwicklung Na&sub1;, durch die Strompulse fließen, welche von dem Transistor TR&sub1; gesteuert werden, der selbst durch eine Schaltung A&sub1; gesteuert wird, welche die Basis von TR&sub1; ansteuert und den Durchlaß, sowie danach das Sperren des Transistors TR&sub1; mit erhöhter Frequenz bewirkt. Die Sekundärwicklung Na&sub2; des Transformators Ta nimmt die Überspannungen ab, die bei jeder Unterbrechung des Primärstroms auftreten; sie gestattet das Aufladen des Kondensators C&sub1; über die Diode D&sub1;. Der Kondensator C&sub1; entlädt sich alle 1 oder 2 Sekunden über die Primärwicklung Nb&sub1; des Transformators Tb in dem Moment, wenn ein Thyristor Th&sub1; durch einen Puls, der von einem Taktgeber K&sub1; abgegeben wird, auf seinem Gate aktiviert wird. Der Hochspannungspuls wird von den Anschlüssen der Sekundärwicklung Nb&sub2; des Transformators Tb abgenommen, um zwischen der Masse (Erde oder Masseleiter) und dem Draht des Zaunes mittels Verbindung mit den Klemmen L&sub1; und L&sub2; ausgesandt zu werden.

Zum Einsatz des Verfahrens nach der Erfindung weist die Vorrichtung ergänzende Elemente auf, die nun beschrieben werden.

Eine zweite Diode D&sub2; gestattet es, einen zweiten Kondensator C&sub2; von größerer Kapazität als C&sub1; aufzuladen, man nimmt zum Beispiel C&sub2; = 16uF mit C&sub1; = 2uF. Der Kondensator C&sub2;, der auf dieselbe Spannung aufgeladen wird wie C&sub1;, zum Beispiel 400 Volt, speichert dann mehr Energie als C&sub1;, und zwar in einem gleichen Verhältnis wie das Verhältnis der Kapazitätswerte. C&sub2; kann zur gleichen Zeit wie C&sub1; entladen werden, und zwar über einen Thyristor Th&sub2;. Diese gleichzeitige Entladung der zwei Kondensatoren C&sub1; und C&sub2; in der Primärwicklung Nb&sub1; des Ausgangstransformators Tb bewirkt einen Puls N&sub0;, der vielfach stärker ist als die einfache Entladung von C&sub1;, mit N&sub0; gleich dem Verhältnis (C&sub1; + C&sub2;)/C&sub1;.

C&sub2; kann gleichermaßen gelegentlich abwechselnd mit C&sub1; entladen werden, was ein Energieverhältnis N&sub0; = C&sub2;/C&sub1; ergibt.

Die Aktivierung von Th&sub2; wird nur dann bewirkt, und zwar durch einen elektronischen Kreis K&sub2;, nachdem eine bestimmte Anzahl von Ansteuerungen von Th&sub1; stattgefunden haben. K&sub2; kann zum Beispiel einen mit K&sub1; verbundenen Binärzähler umfassen, der nur beim achten Puls von K&sub1; die Bildung eines Auslösepulses in K&sub2; bewirkt.

Unter Bezugnahme auf das Schaltbild nach Figur 2 ist festzustellen, daß sich bei dieser Ausführungsform die zwei Kondensatoren C&sub1; und C&sub2; über einen einzelnen Thyristor Th&sub3; entladen, der die Thyristoren Th&sub1; und Th&sub2; nach Figur 1 ersetzt. Demgegenüber wird der Kondensator C&sub2; nur dann geladen, wenn ein in dem Kreis angeordneter Hochspannungstransistor TR&sub2; leitend ist. Bei dieser Ausführungsform einer Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung wird die Erzeugung des stärkeren Pulses durch eine Entladung der Energie von C&sub2; zur gleichen Zeit wie die der Energie von C&sub1; in dem Zwischenintervall zwischen den sukzessiven Aufladungen von C&sub2; erhalten. Dieser Abstand wird durch Zuführung eines Signals zur Basis von TR&sub2; bewirkt, der seinen Durchlaß nur nach 4, 8, oder 16 ... Entladungen von C&sub1; sicherstellt.

Bei der dritten möglichen Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung, die in der Figur 3 wiedergegebenen ist, verwendet man keinen zweiten Kondensator mehr, sondern verändert die Maximalspannung für die Aufladung des Kondensators C&sub1; und zieht Nutzen aus der Tatsache, daß die in C&sub1; gespeicherte Energie der Gleichung W = (1/2)C&sub1; V² gehorcht.

A&sub2; ist dann ein Pulsgenerator zur Steuerung des Transistors TR&sub1;, der so gebaut ist, daß er sich durch die Einwirkung eines Pulses mit negativer Flanke sperrt und daß er nach dem Entladungspuls des Kondensators C&sub1; wieder betriebsbereit ist, und zwar mittels eines in Figur 3 nicht dargestellten Schaltkreises.

Ein Spannungsregler bestehend aus den Elementen D&sub3;, R&sub1;, R&sub2;, R&sub3; und Z&sub1; liefert einen negativen Puls, bis zwischen den Anschlüssen von Na&sub2; eine Spannung anliegt, die eine bestimmte Spannung (zum Beispiel 200 Volt) überschreitet.

N&sub1; ist ein elektronischer Schalterkreis, der während der sieben Entladungspulsen von C&sub1; entsprechenden Zeitdauer geschlossen, jedoch zwischen dem achten und neunten Entladungspuls von C&sub1; geöffnet bleibt.

Der Schaltkreis, wie er in Figur 3 gezeigt ist, gestattet es, den Kondensator C&sub1; während der den 7 ersten Pulse entsprechenden Zeitdauer nur bis zu einer vorbestimmten Spannung (zum Beispiel 200 Volt) wiederaufzuladen, wobei die Aufladung von C&sub1; beendet ist, wenn die Spannung 200 Volt erreicht, da ein negativer Puls die Steuerpulse von A&sub2; sperrt; demgegenüber ist der Kondensator C&sub1; während des Zeitintervalls, das den siebten und den achten Puls trennt, in seiner Aufladung nicht mehr begrenzt, da N&sub1; ein Schalter in geöffneter Stellung ist, wobei dann die Spannung von C&sub1;, beispielshalber und entsprechend den Leistungen des Ladekreises, bis auf einen Wert von 500 oder 600 Volt ansteigen kann. Dies erlaubt, auf den Zaun zeitlich getrennte Pulse zu geben, die sehr viel stärker sind als die häufigsten Pulse.

In den verschiedenen Darstellungsfällen, bei denen das Prinzip der Entladung zweier Kondensatoren, abwechselnd oder gleichzeitig, verwendet wird, um die Pulse großer Energie zu erhalten, ist es möglich, zwei Ausgangstransformatoren einzusetzen, wobei jede Primärseite mit einem der zwei Kondensatoren verbunden wird und die Sekundärausgänge untereinander gemäß dem Schema entsprechend Figur 5 zusammengeschaltet sind. Die Interferenzen zwischen den Sekundärwicklungen Nb&sub2; und Nb&sub2; sind aufgrund der erhöhten Impedanz, die jede Sekundärwicklung für die sehr kurzen Zeiten der Entladung der Kondensatoren darstellt, von relativ geringer Bedeutung.

Man kann indessen die Interferenzen zwischen den Sekundärseiten vermeiden, wenn man Hochspannungsdioden verwendet, um die Ausgänge der Sekundärwicklungen Nb&sub2; und N'b&sub2; zu verbinden, und zwar entsprechend dem Schema nach Figur 6. D&sub1; und D&sub2; bezeichnen Dioden oder symoblisieren Diodenbrücken, deren Verknüpfungsprinzip gut bekannt ist.

In Figur 4 ist eine neue Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, die ein zusätzliches Merkmal zeigt, nach dem die Abgabe des starken, aber weniger häufigen Pulses nur dann stattfindet, wenn die Last, die der mit den Ausgängen L&sub1; und L&sub2; verbundenen Impedanz entspricht, bedeutsam ist (niedrige Impedanz).

Wie man sehen kann, ähnelt das Schaltbild nach Figur 4 dem nach Figur 1.

Die Unterschiede bestehen in der seriellen Verbindung einer schwachen Impedanz Rp mit dem Thyristor Th&sub1; und dem Ersetzen des Schaltkreises K&sub2; durch einen Schaltkreis Dp, Rq, Cp, Rs, Di, P.

P ist ein elektronischer Schaltkreis, der wie ein Schalter arbeitet und sich nur nach einer bestimmten Anzahl von Entladungspulsen von C&sub1; schließt, um ein mögliches Auslösen von Th&sub2; und so die Entladung von C&sub2; zu gestatten.

Rp ist eine schwache Impedanz, die die Funktion des Generators wenig stört, während C&sub1; entladen wird. Sie erlaubt es, an den Anschlüssen von Cp eine integrierte Spannung abzugreifen. Diese Spannung ist um so höher, je stärker der Nb&sub1; durchfließende Strom und folglich je niedriger die an die Sekundärwicklung Nb&sub2; angeschlossene Impedanz ist. Di ist ein Schaltkreis, der einzig dann einen Puls aussendet, welcher mit dem von K&sub1; synchronisiert ist, wenn die Spannung an den Anschlüssen von Cp einen bestimmten Wert überschreitet.

Man versteht, daß dieser Aufbau den n-ten starken Puls, der der Entladung von C&sub2; entspricht, nur dann abgibt, wenn die zwischen den Klemmen befindliche Impedanz niedrig ist, was den Zustand wiedergibt, wenn ein Tier die Drähte berührt oder diese schlecht isoliert sind.

Der erfindungsgemäße Einsatz einer Vorrichtung, die höchstens alle n Pulse einen starken Puls abgibt, gestattet eine sehr sparsame Verwendung von Energie aus der Energie-Quelle und dabei außerdem eine höhere Wirksamkeit gegenüber Tieren.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Erzeugung von Pulsen für ein Gerät zum Elektrifizieren elektrischer Zäune, die den Durchgang von Tieren verhindern sollen, bei dem in regelmäßigen Intervallen Hochspannungspulse abgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Pulse entsprechend einem Zyklus verteilt sind, der eine bestimmte, im voraus festgelegte Anzahl n von Pulsen relativ schwacher Energie umfaßt, denen ein Puls mit erheblich größerer Energie als die der Pulse, die ihm vorhergehen, folgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der n-te stärkere Puls nur dann erzeugt wird, wenn die Impedanz der Leitung des Zaunes, der an das Gerät zum Elektrifizieren angeschlossen ist, unter einen vorher festgelegten Wert abfällt.

3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulse schwacher Energie durch die Entladung eines ersten Kondensators (C&sub1;) und die Pulse großer Energie durch die Entladung eines zweiten Kondensators (C&sub2;) erhalten werden, der gleichzeitig mit dem ersten Kondensator (C&sub1;) nach besagter, vorher festgelegter Anzahl n von Entladungen des letzteren entladen wird.

4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulse schwacher Energie durch die Entladung eines ersten Kondensators (C&sub1;) und die Pulse großer Energie durch die Entladung eines zweiten Kondensators (C&sub2;) erhalten werden, der mehr Energie als der erste Kondensator (C&sub1;) enthält und der nach einer bestimmten, vorher festgelegter Anzahl n von Entladungen des ersten Kondensators (C&sub1;) alternativ zu diesem entladen wird.

5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulse schwacher Energie durch die Entladung eines Kondensators (C&sub1;) und die Pulse großer Energie ebenfalls durch die Entladung dieses Kondensators (C&sub1;) erhalten werden, wobei dieser nach der vorher festgelegten Anzahl n von Entladungen schwacher Energie während des Zeitintervalls, das dem Puls mit hoher Energie vorausgeht, bei einer höheren Spannung aufgeladen wird.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kondensator (C&sub2;) sich über den gleichen Ausgangstransformator wie der erste Kondensator (C&sub1;) entlädt.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kondensator (C&sub2;) sich über einen zweiten Transformator entlädt, der von dem Transformator, über den sich der erste Kondensator (C&sub1;) entlädt, verschieden ist, dessen Sekundärwicklungen jedoch an den gleichen Hochspannungsausgängen angeschlossen sind, welche die Verbindung mit den Leitern der stromführenden Leitung erlauben.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungsausgänge der Transformatoren, über die sich der erste und der zweite Kondensator (C&sub1;, C&sub2;) entladen, durch Dioden oder Diodenbrücken miteinander verbunden sind, welche die Parallelschaltungen der Sekundärwicklungen der Transformatoren vermeiden.







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