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Dokumentenidentifikation DE69014459T2 13.07.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0409700
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Beschichtung auf einer Oberfläche, z.B. eine Strasse.
Anmelder Screg Routes et Travaux Publics, St. Quentin-en-Yvelines, FR
Erfinder Bense, Pierre, F-54390 Frouard, FR;
Patte, Jean-Francois, F-54130 Saint-Max, FR
Vertreter Wilhelms und Kollegen, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69014459
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 12.07.1990
EP-Aktenzeichen 904020195
EP-Offenlegungsdatum 23.01.1991
EP date of grant 30.11.1994
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 25.11.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.1995
IPC-Hauptklasse E01C 19/46
IPC-Nebenklasse E01C 19/48   E01C 19/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines Oberflächenbelages aus Zuschlagstoffen und Asphalt auf einer Oberfläche wie beispielsweise einer Straße der im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebenen Art.

Die Ausbesserung von abgenutzten oder beschädigten Straßen kann dadurch erfolgen, daß auf der Oberfläche einer derartige Straße ein Oberflächenbelag ausgehend von Zuschlagstoffen wie beispielsweise Splitt und Asphalt ausgebildet wird.

Das gegenwärtige technische Verfahren zum Erzeugen eines derartigen Oberflächenbelages besteht darin, auf die Straße eine dicke Schicht eines Asphaltbinders (beispielsweise eine Schicht von 1,3 - 1,8 kg Asphalt /m² Straße) aufzusprühen und danach Splitt aus grob gemahlenem Stein in einer Menge aufzuschütten, die diejenige Menge überschreitet, die zum Überdecken der Straße gerade notwendig ist, woraufhin schließlich für eine bessere Haftung des Splitts auf der Asphaltbinderschicht durch die Verwendung von Walzen gesorgt wird.

Es ist notwendig, auf der Asphaltbinderschicht eine Menge an Splitt zu schütten, die wesentlich größer als die Menge ist, die gerade zum Überdecken der Binderschicht benötigt wird, damit kein freier Asphaltbinder mehr übrig bleibt, der an den Reifen der Fahrzeuge haften könnte.

Die vom Asphalt nicht eingebundenen Zuschlagstoffe werden in alle Richtungen durch die auf der Straße verkehrenden Fahrzeuge weggeschleudert und können einen Bruch der Windschutzscheibe anderer Fahrzeuge und ein Abspringen des Lackes sowie in Stadtgebieten ein Brechen von Vitrinen bewirken.

Des weiteren sind die Erstellungskosten der in dieser Weise erzeugten Beläge aufgrund der Tatsache höher, daß man Splitt guter Qualität vergeudet.

Dieser Verlust an Splitt direkt nach der Erzeugung des Belages ist das, was man als Arbeitsausschuß bezeichnet.

Es gibt noch eine andere Art des Ausschußes, die im Verlauf der Wochen variiert ist, die auf die Erzeugung des Belages folgen, und in einer fortschreitenden Lösung des schlecht eingebundenen oder zu einem unzureichenden Teil an seiner Oberfläche eingebundenen Splittes führt.

Man hat schließlich in der ersten kalten Jahreszeit nach der Bildung des Belages einen Ausschuß beobachtet, der als Ausschuß des ersten Winters bezeichnet wird, und sich durch die Tatsache erklärt, daß die Zuschlagstoffe, die ausreichend eingebunden sind, wenn der Binder noch plastisch ist, brüchig eingebunden sind, wenn die ersten Fröste kommen und der Asphalt spröde wird. Die verkehrenden Fahrzeuge lösen einige Prozent des Splittes heraus, dessen Einbindung den ersten Frösten nicht standhält.

Ein Jahr nach der Ausbildung des Belages ist der Splitt, der alle Prüfungen des Verkehrs und der verschiedensten klimatologischen Bedingungen bestanden hat, die im Laufe eines Jahres auftreten, dann gut fixiert, so daß er sich im allgemeinen nicht mehr löst, es sei denn, daß er abgenutzt wird und die Bindung zu stark altert.

Um die Ablösungbeständigkeit zu erhöhen, kann der aufgeschüttete Splitt eine Kontaktfläche mit dem Bindemittel haben, die so groß wie möglich ist. Aufgrund der Tatsache, daß grob gemahlener Splitt keine einfachen geometrischen Formen, wie beispielsweise kubische Formen oder Kegelstumpfformen hat, kommt es häufig vor, daß sich ein Spitze eines Splitteilchens einer Fläche gegenüber befindet.

Wenn die Splitteilchen so angeordnet sind, daß eine Spitze nach oben gerichtet ist, hat die entsprechende Anordnung Vorteile aufgrund der Tatsache, daß die Reifen der Fahrzeuge eine gute Haftung haben, während es regnet. Umgekehrt führt das zu einer sehr schnellen Abnutzung der Reifen und zu einer Geräuschentwicklung durch den Kontakt der Reifen mit den Graten oder Spitzen der Splitteilchen.

Wenn man den Splitt auf eine Asphaltbinderschicht schüttet, erzielt man eine gute dauerhafte Bindung nur dann, wenn man die folgenden Bedingungen erfüllt:

- der Splitt sollte staubfrei, nicht mit Erde verschmutzt und trocken sein, was selten der Fall ist, und gleichzeitig sollte die Oberfläche der Straße sauber und trocken sein.

- Der Asphaltbinder sollte ausreichend flüssig sein, damit er sich ausbreitet und den Splitt benetzt, was es notwendig macht, den Oberflächenbelag auszubilden, während es ausreichend warm ist. Das hat zur Folge, daß die Zeit zur Ausbildung von Oberflächenbelägen zur Ausbesserung sich in der geographischen Zone, zu der Frankreich gehört, auf die fünf wärmeren Monate des Jahres von Mai bis September beschränkt ist.

Die Technik der Ausbildung von Belägen nach bekannten Verfahren ist daher mit der Gefahr verbunden, da eine übermäßige Feuchtigkeit, Regen, eine kalte Periode, die Verwendung von verschmutztem Splitt oder eine durch Erde verschmutzte Straßenoberfläche ausreicht, um am Bauplatz einen Belag mit unzureichender Qualität zu erzeugen.

Straßen, die ausgebessert werden sollen, zeigen meistens ein schadhaftes Quer- oder Längsprofil, was mit den bekannten technischen Verfahren der Erzeugung von Oberflächenbelägen nicht zu beheben ist. Wenn nämlich eine Binderschicht auf einen verformten Träger aufgebracht wird und man dann eine einzige Schicht aus Splitt aufbringt, wird das ursprüngliche Profil in seiner allgemeinen Form erhalten. Es ist das gleiche, wenn man zwei Splittschichten oder mehrere Splittschichten zur Bildung des Belages übereinander anordnet, die Fehler in der Ebenheit reproduzieren sich an jeder der aufeinander folgenden Schichten.

Diese Fehler kommen in einem Mangel an Komfort beim Fahren der Fahrzeuge insbesondere bei den auf dem Straßennetz erlaubten Maximalgeschwindigkeiten zum Ausdruck.

Abgesehen von dem technischen Verfahren der Ausbildung von Belägen, werden zur Ausbesserung von Straßen auch Asphaltbelagschichten aufgebracht, die mit der Straßenoberfläche über eine dazwischen liegende Binderschicht sehr geringer Höhe verbunden sind, die im allgemeinen weniger als 10% der Gesamtmenge an verwandtem Asphalt umfaßt. Das Material des Belags, das aus einer Mischung von Asphalt und Zuschlägen verschiedener Granulumetrie besteht, liegt in Form einer geschmeidigen Masse vor, die auf der Binderschicht ausgebreitet und verdichtet wird.

Der erhaltene Belag ist im allgemeinen sehr kompakt und glatt und das Fehlen einer Rauhigkeit führt zu einer mangelenden Haftung derartiger Beläge, insbesondere bei Regen. Umgekehrt ermöglicht die Ausbreitung und Verdichtung einer relativ homogenen Masse aus einem geschmeidigen Material auf einer verformten Straße im allgemeinen das Ausbessern von kleinen Fehlern im Straßenprofil, wenn der Belag eine ausreichende Dicke hat.

Aus dem französischem Patent 2.550.248 kennt man beispielsweise eine mobile Vorrichtung zum Kalt zubereiten und Ausbreiten von asphaltumhüllten Produkten auf der Straße zur Bildung eines Straßenbelages. Diese Maschine kann insbesondere die Herstellung und das Ausschütten von Asphaltbeton auf der Straße ermöglichen, der aus einem Material niedriger Granulumetrie, wie beispielsweise Sand in einer Asphaltemulsion besteht.

Diese Vorrichtung, die auf der Straße mit einer großen Geschwindigkeit und auf der Baustelle mit einer niedrigen Geschwindigkeit dank eines Doppelgetriebes laufen kann, zeigt zahlreiche Möglichkeiten zur Aufnahme oder Lagerung von festen oder flüssigen Materialien und ihrer Verarbeitung. Diese integrierte Vorrichtung wurde jedoch bisher niemals für die Ausbildung von Belägen zum Ausbessern einer Straße benutzt.

Man kennt auch (US-A-4,011,023) ein Verfahren zum Ausbessern einer Straße, bei dem der abgenutzte Belag erwärmt, abgetragen, mit einem Asphaltbinder regeneriert und auf die Straße nach Aufspritzen vom flüssigen Asphalt aufgebracht wird. Die Maschine bewegt sich schwerfällig vorwärts und stellt notwendigerweise einen Belag mit der gleichen Dicke wie vorher her.

Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen eines Oberflächenbelags aus Zuschlagstoffen und Asphalt auf einer Oberfläche wie beispielsweise einer Straße vorzuschlagen, das darin besteht, daß eine Asphaltbinderschicht auf die Oberfläche und wenigstens eine Schicht der Zuschlagsstoffe auf die Binderschicht geschüttet werden und die Schicht der Zuschlagstoffe in Kontakt mit der Binderschicht verfestigt wird, wobei die Arbeitsvorgänge des Schüttens und Verfestigens nacheinander mittels einer Umlaufasphaltiermaschine in einer Laufrichtung erfolgen, die der Richtung entspricht, in der die Baustelle fortschreitet, welches Verfahren es erlauben soll, Splittausschuß zu vermeiden, bei dem es sich um Arbeitsausschüsse oder andere Ausschüsse handeln kann, Abrollgeräusche und die Abnutzungen der Reifen von den auf der Straße verkehrenden Fahrzeugen vermindern kann, die Möglichkeiten der Erzeugung des Belages in Abhängigkeit von den klimatischen Verhältnissen erweitert, die Qualität des erzeugten Belages empfindlich verbessert und eine Wiederherstellung des Profils der Straße erlaubt. Zu diesem Zweck hat die Erfindung ein Verfahren der oben genannten Art zum Gegenstand, das durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gekennzeichnet ist.

Die Erfindung betrifft gleichfalls eine Vorrichtung, die in ihrem allgemeinen Konzept der Vorrichtung analog ist, die im französischen Patent 2.550.248 beschrieben ist und Einrichtungen umfaßt, die dazu geeignet sind, einen Belag nach dem Verfahren gemäß der Erfindung zu erzeugen.

Die Vorrichtung, die in den Ansprüchen 7 und 8 in zwei Ausführungsbeispielen beschrieben ist, kann dazu verwandt werden, auf kaltem Wege überzogene Zuschlagsstoffe zuzubereiten, diese an der Baustelle auszuschütten, die Binderschicht auszubreiten und den Belag oberflächig zu behandeln, oder auch auf warmen Wege hergestellte Zuschlagsstoffe aufzunehmen und auszuschütten, den Binder auszubreiten und den Belagoberflächen zu behandeln.

Zum besseren Verständnis der Erfindung werden im folgenden anhand nicht beschränkender Beispiele und unter Bezug auf die zugehörigen Figuren mehrere Ausführungsformen des Verfahrens gemäß der Erfindung und der entsprechenden Vorrichtungen zur Durchführung beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Längsschnittansicht einer beweglichen Maschine, die es erlaubt, auf kaltem Wege umhüllte Zuschlagsstoffe zuzubereiten und eine Oberflächenbelag von diesen Zuschlagsstoffen ausgehend zu erzeugen.

Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht längs 2-2 in Fig. 1.

Fig. 3 zeigt eine Längsschnittansicht einer beweglichen Maschine, die es erlaubt einen Oberflächenbelag ausgehend von auf warmen Wege zubereiteten Zuschlagstoffen herzustellen.

In den Fig. 1 und 2 ist die dargestellten bewegliche Maschine in ihrem Aufbau allgemein analog der Vorrichtung, die Gegenstand des französischen Patents 2.550.248 ist.

In Fig. 1 hat man die Vorrichtung in ihrer Arbeitsposition an der Baustelle und am Kipper eines Versorgungsfahrzeuges für den Splittaufnahmebunker der Vorrichtung dargestellt.

Die Vorrichtung umfaßt ein Fahrgestell 1, daß auf vier Achsen 2a, 2b, 2c, 2d liegt, wobei die Achsen 2c, 2d über Brükken, die kinematisch mit einer Brennkraftmaschine 5 verbunden sind, angetrieben werden, der ein Getriebe 6 zugeordnet ist. Die Antriebsmaschine erlaubt es, die Maschine sowohl auf der Straße als auch an der Baustelle zu bewegen. Diese Antriebsgruppe ist im einzelnen im Patent 2.550.248 beschrieben.

Die Maschine bewegt sich auf dem Boden der Baustelle, der aus der Oberfläche einer Straße besteht, auf der eine Schicht eines Belages 8 nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ausgebildet werden soll.

Das Fahrgestell 1 trägt eine Fahrerkabine 10, deren Breite kleiner als die halbe Breite des Fahrgestells ist und die eine zu einer der beiden Seiten des Fahrgestells versetzte Position einnimmt. An einer Stelle neben der Kabine 10 und in einer zentralen Position bezüglich des Fahrgestells ist ein Becherlaufwerk 12 zwischen den beiden Längsträgern des Fahrgestells 1 angeordnet. Das Becherlaufwerk 12 ist eines der Bauteile, die eine Selbstversorgungseinrichtung der Maschine bilden, die darüberhinaus einen Aufnahmebunker 14 umfaßt, der an der Vorderseite der Maschine und an ihrem unteren Teil direkt über dem Boden 7 angeordnet ist. Der Aufnahmebunker 14 ist am Ende der Längsträger des Fahrgestells 1 befestigt und steht mit dem unteren Endabschnitt des Becherlaufwerkes 12 in Verbindung.

Das Becherlaufwerk 12 umfaßt ein Gehäuse 17 und eine Anordnung von Bechern, die von zwei Ketten 18 gehalten sind, deren Richtung in der Maschine nach hinten ansteigt und einen Winkel in der Größeordnung von 60º mit der Ebene des Fahrgestells einschließt.

Der obere Teil des Rahmens 17 steht über seine Ausgangsöffnung 19 mit dem oberen Teil eines Bunkers 20 zur Aufnahme von Zuschlagmaterialien wie beispielsweise Splitt in Verbindung.

Es ist ersichtlich, daß das Becherlaufwerk durch eine Hubeinrichtung irgendeiner anderen Art ersetzt sein kann.

Wie es in den Fig. 1 und 2 erkennbar ist, nimmt der Bunker 20 den größten Teil der Länge der Maschine und einen erheblichen Teil ihrer Breite wenigstens im oberen Teil ein. Oben auf dem Bunker 20 und über seine gesamte Länge ist eine Vorrichtung zum Verteilen des Splitts angeordnet, die Rechenregulierer genannt wird und es erlaubt, den Splitt über die gesamte Länge und über die gesamte Breite des Aufnahmebunkers 20 zu verteilen.

Der Rechenregulierer 31 besteht aus einer oder zwei Endlosketten, die um Endrollen oder Endzahnräder laufen und Querstifte 23 tragen. Der Weg der Stifte des Regulierers ist leicht nach oben von vorne nach hinten geneigt.

Statt eines Rechenregulierers kann man einen Schraubspindelregulierer verwenden.

Das Becherlaufwerk 12 und der Rechenregulierer 31 werden in eine einen Transport des Splitts 27 ermöglichende Bewegung durch hydraulische Motoren oder elektrische Motoren angetrieben, denen Untersetzungsgetriebe zugeordnet sind, die nicht dargestellt sind.

In Fig. 1 erlaubt der Kipper 28 eines Lastkraftwagens die Versorgung der Maschine mit Splitt wobei dieser in seiner Kipposition in den Aufnahmebunker 14 dargestellt ist. Das Fahrgestell des Lastkraftwagens ist über eine Einhängevorrichtung 29 mit der Maschine verbunden und der hintere Teil des Kippers steht mit einem Schwenkhaken 30 in Verbindung. In dieser Weise wird der Splitt 27 in vollständig kontrollierter Weise in den Aufnahmebunker 14 gekippt und anschließend durch die Becherkette 18 zum oberen Teil des Bunkers 20 transportiert, wo der Rechenregulierer 31 eine Verteilung der Splittladung über die gesamte Oberfläche des Bunkers 20 mit großem Querschnitt ermöglicht.

In dieser Weise bewirkt man ein vollständig gleichmäßiges Füllen des Bunkers 20 trotz seiner großen Länge und seiner großen Breite. Die Verwendung eines Becherlaufwerkes mit großer Neigung erlaubt es, die Materialien auf eine große Höhe zu transportieren, ungeachtet eines geringen Platzbedarfs der Hubeinrichtung in Längsrichtung der Maschine.

Obwohl sie sich an die Straßenbaunormen hält, kann die Maschine selbstversorgt sein und eine große Lagerkapazität für Splitt haben. Wie es im Patent 2.550.248 angegeben ist, kann der Bunker eine Kapazität von 10m³ haben.

Unter dem Bunker 20 ist ein Bandförderer 34 angeordnet, der für die Entnahme und volumentrische Dosierung des Splitts im Bunker 20 sorgt, der vom Förderer 34 bis unter die Eingangsöffnung eines Mischers 35 mitgenommen wird, in den der vom Förderer 34 zugeführte Splitt fällt. Die Antriebsrollen des Förderers 34 werden vom einem hydraulischen Motor in Drehung versetzt, der nicht dargestellt ist.

In die Öffnung des Mischers 34 entleert sich gleichfalls in dosierter Menge ein Pulvermaterial, das in einem Aufnahmebunker 36 enthalten ist. Das Pulvermaterial kann aus einem Gesteinspulver oder Feinsand bestehen und in einer dosierten Menge in den Mischer 34 gleichzeitig mit dem Splitt 27 geschüttet werden. Wie es in Fig. 2 ersichtlich ist, umfaßt die Vorrichtung zwei seitliche Behälter 43 und 44, die auf beiden Seiten des Aufnahmebunkers 20 angeordnet sind. Die Behälter 43 und 44 enthalten Asphaltemulsionen, die veschieden oder identisch sein können.

Über den Mischer 35 und hinter der Achse 2d ist am unteren Teil des Fahrgestells 1 eine Galerie 40 zum Berieseln mit Asphaltbinder befestigt, der aus der Emulsion besteht, die in einem der Behälter 43 und 44 enthalten ist.

Die Emulsion, die im zweiten Behälter enthalten ist, wird dazu verwandt, den Mischer 34 zu versorgen, der die Mischung der Zuschlagstoffe, die aus dem Aufnahmebunker 20 stammen, des Pulvermaterials, das aus dem Bunker 36 stammt, und der Asphaltemulsion herstellt, die dem Mischer 34 von einem der Behälter 43 und 44 zugeführt wird.

Die Mengen an Splitt, dem Pulvermaterial und der Asphaltemulsion werden so dosiert, daß im Mischer 35 Zuschlagstoffe zubereitet werden, die aus Splitt bestehen, der mit Asphalt gemischt und mit dem Pulvermaterial in einer derartigen Proportion überzogen ist, daß der Überzug der Zuschlagstoffe eine pastenartige Konsistenz hat.

Der Anteil an Asphalt bezüglich der Feststoffe liegt unter 6% und das resultierende Produkt hat die Form von einzelnen voneinander getrennten Zuschlagstoffteilen und nicht die Form einer pastenartigen Masse, wie es bei der Herstellung eines Asphaltbelages der Fall ist.

Derartige Zuschlagsstoffe, die aus Splitt bestehen, der mit Asphalt gemischt mit einem Pulvermaterial überzogen ist, können im folgenden als Zuschlagpralinen bezeichnet werden, um sie von Asphaltbelagmaterialien zu unterscheiden, die eine undeutliche Masse bilden, in denen Asphalt, die Zuschlagstoffe, ein oder mehrere Sandarten und Pulvermaterial gemischt sind, wobei die Zuschlagstoffe vollständig miteinander durch den Asphalt, das Pulvermaterial und den Sand verbunden sind, die alle Zwischenräume zwischen den Zuschlagstoffen füllen.

Die Zuschlagpralinen werden auf die Oberfläche 7 der Straße am Ausgang des Mischers 34 oberhalb einer Verteilungs- und Ausbreitungsvorrichtung 41 geschüttet.

Eine Platte 42 zur heizenden und schwingenden Oberflächenbehandlung ist gelenkig am hinteren Ende des Fahrgestells 1 unmittelbar hinter der Verteilungsverrichtung 41 für die Zuschlagpralinen 45 angebracht, die auf kaltem Wege im Mischer 35 zubereitet werden.

Die Platte 42, die für die Fachleute auf dem Gebiet des Straßenbaus bekannt ist, bewirkt eine Verdichtung und Oberflächenbehandlung der Zuschlagstoffe, um eine Belagschicht 8 hinter der Maschine zu bilden, die sich in der Richtung und in dem Sinn des Pfeiles 46 (Fig. 1) fortplanzt, welche Richtung der Richtung entspricht, in der die Baustelle fortschreitet.

Die Ausbildung der Belagschicht 8 wird in der Weise bewirkt, wie es im folgenden beschrieben wird.

Die Galerie 40, die mit einer Asphaltemulsion von einem der seitlichen Behälter der beweglichen Maschine versorgt wird, gießt über die gesamte Breite der Straße oder des Straßenbandes eine Asphaltemulsionschicht konstanter Dicke und zwar mittels einer Anordnung von Spritzdüsen in regelmäßigen Abständen in Richtung der Galerie 40, die der Querrichtung der Maschine entspricht.

Es sei darauf hingewiesen, daß die Asphaltemulsion hinter der letzten Achse 2d ausgegeben wird und die Maschine zum Erzeugen des Belages niemals auf der Emulsionschicht läuft, die auf der Oberfläche der Straße ausgebreitet wird.

Im folgenden werden genaue numerische Beispiele, was die Menge an Asphalt anbetrifft, gegeben, die auf der Oberfläche der Straße durch die Binderverteilungsgalerie 40 verteilt wird. Allgemein sind diese Mengen annähernd zwei bis dreimal kleiner als die Mengen, die im Fall der Erzeugung eines klassischen Belages ausgehend von trockenen Zuschlagstoffen aufgeschüttet werden, und dreimal größer als die Mengen, die zum Erzeugen eines Überzugs auf einer Straßenoberfläche aus einer Schicht eines Asphaltbelages aufgebracht werden.

Die Zuschlagpralinen, die den Mischer 35 verlassen, werden auf die Oberfläche 7 der Straße geschüttet, wo sie zunächst über eine Schneckeneinrichtung 41 verteilt werden.

Die schwingende und heizende Platte 42 oder Endbearbeitungsplatte verdichtet und oberflächenbehandelt die Zuschlagstoffpralinen, die auf die Schicht des Asphaltbinders geschüttet werden.

Die Bindersprühgalerie 40, der Bereich der Ausbreitung der Zuschlagstoffpralinen 45 und die Endbearbeitungsplatte 42 sind nacheinander in geringen Abständen am hinteren Bereich der Maschine zum Erzeugen des Belages angeordnet, die in Richtung des Pfeiles 46 läuft.

Der Abstand zwischen der Galerie 40 und dem rückseitigen Teil der Endbearbeitungsplatte 42 ist derart, daß unter der Voraussetzung, daß die Geschwindigkeit der Maschine der Geschwindigkeit des Fortschritts der Baustelle entspricht, niemals mehr als 5s zwischen dem Aufbringen des Asphaltbinders auf der Oberfläche 7 der Straße und dem Ende der Verdichtung und der Oberflächenbehandlung des Belages auf dem entsprechenden Teil der Straße vergehen.

Die drei Arbeitsvorgänge, nämlich das Aufbringen des Binders, das Aufschütten der Zuschlagstoffpralinen und die Verdichtung werden in wenigstens 5s an irgendeinem Teil der Straße durchgeführt.

Weiterhin ist die Geschwindigkeit des Fortschritts der Baustelle, die der Geschwindigkeit der Maschine entspricht, in Richtung des Pfeiles 46 immer größer als ein Wert annährend gleich 10 m/min, wobei diese Geschwindigkeit in der Größenordnung von 20 oder 25 m/min liegen kann.

Diese Geschwindigkeit, die wesentlich höher als die Vorbewegungsgeschwindigkeit einer Endbearbeitungseinrichtung im Fall der Erzeugung einer Belagschicht ist, die aus einem Asphaltbelag besteht, erlaubt es, eine besonders gute Qualität der Oberflächenbehandlung und eine sehr wirksame Wiederherstellung des Profils der Straße im Verlauf der Ausbesserung zu erhalten.

Dieser Vorteil verbindet sich mit weiteren Vorteilen in Verbindung mit der höheren Produktivität der Anlage.

Die Wiederherstellung des Profils der Straße wird dank des Aufbaus eines Belages erreicht, der eine Anzahl verschiedener übereinander angeordneter Belagstoffschichten umfaßt, und zwar über Bereiche dieser Straße, die Fehler im Profil haben können, die sich in Vertiefungen mit einer mehr oder weniger großen Tiefe zeigen.

Die von der Endbearbeitungsplatte bewirkte Oberflächenbehandlung erlaubt es tatsächlich, eine Belagschicht zu erhalten, deren Oberfläche vollständig eben ist, wobei die hohlen Bereiche der Straße mit einer Anzahl von übereinander angeordneten Schichten aus Zuschlagstoffpralinen gefüllt sind, die ausreicht, um die Höhe der Oberfläche der Belagschicht wieder zu erreichen. Die Zuschlagstoffe der aufeinanderfolgenden Schichten liegen direkt aneinander was es erlaubt, ein inkompressibles Füllmaterial der Hohlräume zu erhalten.

Die Zuschlagstoffpralinen sind mit einer pastenartigen Schicht überzogen, die gleichzeitig klebend und schmierend ist, und ordnen sich ohne Probleme auf der Oberfläche der Straße oder auf einer unteren Zuschlagstoffschicht an, da sie gleiten, was durch die Überzugschicht begünstigt wird. Die Bewegungsgeschwindigkeit von mehr als 10m/min der Endbearbeitungsplatte begünstigt die Verteilung und Anordnung der Zuschlagstoffschichten.

Die Verdichtung der Zuschlagstoffe sichert ein wirksames Verbinden und Verkleben der Zuschlagstoffe auf der Binderschicht, die auf die Oberfläche der Straße aufgebracht ist.

Die Zuschlagstoffpralinen, die mit einer pastenartigen und klebenden Schicht auf Asphaltgrundlage überzogen sind, werden unmittelbar im Augenblick der Verdichtung fest aneinander angeordnet, wodurch jeder Arbeitsausschuß vermieden wird. Darüberhinaus ist die Verdichtung stark dadurch vereinfacht, daß der Splitt von einer schmierenden Asphaltschicht überzogen ist. Es ist daher möglich die Straße sehr bald für den Kraftfahrzeugverkehr nach der Ausbildung des Belages wieder zu verwenden.

Der erhaltene Belag erlaubt es, die Fahrgeräusche der Fahrzeuge insofern zu verringern, als es keine Oberflächenrauhigkeiten des Splittes mehr gibt, und die Hohlräume zwischen den Splitteilchen die Schallwellen absorbieren.

Diese Eigenschaften, die mit einer ausgezeichneten Profilierung der Straße verbunden sind, erlauben es, den Fahrkomfort für die Autofahrer empfindlich zu erhöhen.

Es stehen keine Splitteilchen mehr vor und man hat dementsprechend diese Mängel beseitigt.

Abgesehen von den guten Laufqualitäten erlaubt es der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Belag, eine gute Haftung für die Fahrzeuge insbesondere bei Regenwetter in dem Maße zu erzielen, in dem er Rauhigkeiten und Oberflächenhohlräume zeigt.

In Fig. 3 ist eine Variante der Ausbildung der oben beschriebenen und in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung wiedergegeben.

Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung deren allgemeiner Aufbau dem Aufbau der beweglichen Vorrichtung analog ist, die im französischen Patent 2.550.248 beschrieben ist, ist dazu bestimmt, einen Belages gemäß der Erfindung ausgehend von Zuschlagstoffpralinen zu erzeugen, die durch eine Mischung auf warmen Wege vom trockenem und erwärmten Splitt, von Asphalt und einem Pulvermaterial in einer Anlage zubereitet wurden, die von der Maschine zum Erzeugen des Belages getrennt ist.

Die Zuschlagstoffpralinen können beispielsweise in einer Warmbeschichtungstrommel vom herkömmlichen Typ zubereitet und dann zur Baustelle über Kipplastwagen transportiert werden, die am vorderen Teil der Maschine zum Erzeugen des Belages auf der Höhe des Bunkers 14 angekoppelt werden können, um die warmen Zuschlagstoffpralinen von dem Kipper 28 des Lastkraftwagens in diesen Bunker zu schütten. Dieser Arbeitsvorgang wird in derselben Weise wie das Schütten des Splitts 27 im Fall der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ausgeführt.

Die Zuschlagstoffpralinen 50, die in den Bunker 14 geschüttet sind, werden dort über einen Rechenförderer 12' aufgenommen und dann in einen Zentralbunker 20 am Ausgang des Förderers 12' geschüttet.

Eine Sprossenkette 34' transportiert die warmen Zuschlagstoffpralinen bis zum hinteren Teil der Maschine, wo die Zuschlagstoffe 50 sich auf die Oberfläche 7 der Straße ergießen.

Wie im Fall der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung kann der zentrale Bunker 20 einen Rechenregulator oder eine analoge Regulierschraubenspindel 31 umfassen, um die Aufnahmekapazität des Bunkers 20 zu erhöhen.

Die in Fig. 3 dargestellte Maschine umfaßt keinen Mischer, die Zuschlagstoffpralinen werden auf warmen Wege in einer getrennten Anlage zubereitet.

Der Aufnahmebunker 36 für das Pulvermaterial ist durch einen Tank 51 ersetzt, der dazu bestimmt ist, Asphaltbinder aufzunehmen, der aus einer Emulsion bestehen kann.

Im Fall der Vorrichtung, die in Fig. 3 dargestellt ist, können auch die seitlichen Vorratsbehälter, die zu den Behältern 43 und 44 der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung analog sind, wie der Tank 51, Asphaltbinder, beispielsweise eine Emulsion enthalten, die dazu bestimmt ist, auf der Oberfläche 7 der Straße über eine Gießgalerie 52 variabler Breite verteilt zu werden, die am Fahrgestell 1 der Maschine hinter der hinteren Achse 2d befestigt ist. Die Aufnahmekapazität an Asphaltbinder der Maschine ist dadurch wesentlich größer und darüberhinaus ist zum Ausbilden der Verbindungsschicht der Zuschlagstoffpralinen nur eine Emulsionsqualität notwendig.

Bei einer Maschine mit einer Breite des Fahrgestells von 2,50m, einer Höhe von 4m, und einer Länge von 11m erlaubt es die Form der Ausbildung der Maschine gemäß der Erfindung, einen Zuschlagstoffvorrat von 15 Tonnen im zentralen Bunker und einen Bindervorrat von 12 Tonnen in den seitlichen Behältern und in dem hinteren Tank 51 aufzunehmen.

Das sorgt für eine starke Autonomie der Maschine, die es ihr erlaubt, normal zu arbeiten, auch wenn die Versorgung durch die Lastkraftwagen unregelmäßig ist.

Wenn die Maschine normal arbeitet, reicht eine einzige Wiederbelieferung der Vorratsbehälter mit Binderemulsion im Verlauf eines Arbeitstages an der Baustelle aus.

Wie im Fall der Maschine, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, trägt der hintere Teil 1a des Fahrgestelles 1 eine schwingende und heizende Endbearbeitungsplatte 42. Die Platte 42 ist an das Fahrgestell über drei Gelenkpunkte angelenkt.

Die Bindergießgalerie 52 und die Endbearbeitungsplatte 42 sind am hinteren Teil des Fahrgestells 1 derart angeordnet, daß nicht mehr als 5s zwischen dem Auftragen des Binders auf die Oberfläche 7 der Straße durch die Galerie 52 und den Abschluß der Verdichtung und der Oberflächenbehandlung durch die Endbearbeitungsplatte 42 vergeht, wobei die Laufgeschwindigkeit der Maschine berücksichtigt wird.

Die warmen Zuschlagstoffpralinen 50 werden an einer Stelle ausgeschüttet, die sich zwischen der Gießgalerie 52 und der Endbearbeitungseinrichtung 42 etwas vor der Verteilungseinrichtung in Form einer Schnecke 41 befindet.

Die Zuschlagstoffpralinen haben eine Temperatur im allgemeinen von mehr als 120º Celsius, die in der Nähe von 150º Celsius zum Zeitpunkt ihrer Abgabe auf die Asphaltbinderschicht liegen kann, die durch die Galerie 52 auf der Oberfläche 7 der Straße ausgebreitet ist.

Wie es oben im Fall der Maschine angegeben wurde, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist die Vorbewegungsgeschwindigkeit der Maschine in Fig. 3 in Richtung und im Sinne des Pfeiles 46 größer als 10m pro Minute, um eine Belagschicht 8 zu erhalten, die oberflächenbearbeitet ist und wirksam das Straßenprofil wiederherstellt.

Die Vorteile des Verfahrens gemäß der Erfindung, das unter Verwendung der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung durchgeführt wird, die mit warmen Zuschlagstoffpralinen versorgt wird, sind wenigstens den Vorteilen äquivalent, die bei der Durchführung des Verfahrens unter Verwendung der Maschine erzielt werden, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist.

Die Menge an Asphalt, die in der Binderschicht enthalten ist, die auf der Straße vor dem Ausschütten der Zuschlagstoffpralinen ausgebreitet wurde, ist deutlich kleiner als die Asphaltmenge, die auf der Straße bei den bekannten technischen Verfahren ausgebreitet wird, um die trockenen Zuschlagstoffe einzubinden. Diese Menge kann im Fall des technischen Verfahrens gemäß der Erfindung zwei- bis viermal kleiner sein.

Die Zuschlagstoffpralinen werden mit einer relativ dicken und pastenartigen Schicht aus dem Asphalt und dem Pulvermaterial überzogen. Man setzt dem Splitt 2 bis 6% Asphalt und als Pulvermaterial 4 bis 5 Gewichtsprozent Gesteinspulver oder 10 bis 20% Feinsand zu.

Das Gesteinspulver oder der Sand hat nur die Funktion, den flüssigen Asphalt pastenartig auszubilden und die Klebeschicht zu verdicken, damit die Splitteilchen über eine dickere Schicht aneinander haften.

Das ist eine wichtige Information, da sonst der mit Asphalt überzogene Splitt nur von einem dünnen Film an heißem und daher sehr flüssigem Asphalt überzogen würde, der darüberhinaus die Neigung hat, herunterzufließen.

Das Gesteinspulver (oder der zugesetzte Feinsand) haben nur zur Funktion, den Asphalt, der sehr flüssig ist, pastenartig zu machen und die Binderschicht zu verdicken, die zu dünn ist, um die dauerhafte Verbindung zwischen den Zuschlagstoffteilen zu garantieren. Das Verdickungsmittel, das zugegeben wird, hat daher eine Doppelaufgabe:

- Es dient zunächst zum Verdicken im geometrischen Sinn dieses Begriffes,

- es dient auch zum Verdicken im Sinne einer Verfestigung der Konsistenz.

Als ein Beispiel werden im folgenden die Zusammensetzung eines Oberflächenbelages nach dem bekannten Verfahren aus zwei übereinanderliegenden Schichten (Zweischichtbelag) und die Zusammensetzung eines Belages gemäß der Erfindung angegeben.

Der Oberflächenbelag nach dem Stand der Technik umfaßt eine erste Schicht aus einer Asphaltemulsion, die in einem Verhältnis von 1,1 kg pro m², d. h. 0,8kg Asphalt pro m² aufgebracht ist.

Eine erste Schicht aus Zuschlagstoffen hoher Granulometrie ist auf der Emulsionschicht ausgebreitet. Diese erste Schicht umfaßt 17kg Grobsplitt pro m².

Auf der ersten Schicht an Zuschlagstoffen ist eine zweite Emulsionsschicht im Verhältnis von 1,5kg Emulsion pro m², d. h. 1kg Asphalt pro m² gegossen.

Auf dieser zweiten Emulsionschicht ist eine zweite Splittschicht feiner Granulometrie im Verhältnis von 8kg pro m² geschüttet.

Der Belag nach dem Stand der Technik wird einer Verdichtung unterworfen, an deren Ende ein relativ großer Teil des Splittes nicht mehr ausreichend mit der Oberfläche der Straße durch den Asphaltbinder verbunden ist, was bedeutet, daß die Gefahr besteht, daß der Splitt herausgeschleudert wird, wenn die Fahrzeuge darübergehen.

Der Belag gemäß der Erfindung, der als Beispiel angeführt wird, wird dadurch gebildet, daß auf der Oberfläche der Straße eine Asphaltemulsionschicht im Verhältnis von 0,95 kg Emulsion pro m² d.h. 0,60kg Asphalt pro m² ausgebreitet wird.

Auf diese Emulsionschicht schüttet man eine Splittpralinenschicht im Verhältnis von 22kg Splittpralinen pro m². Die Splittpralinen werden auf die Asphaltbinderschicht unmittelbar nachdem diese aufgebracht ist, geschüttet und die Verdichtung und das Glattstreichen der Schicht aus Splittpralinen werden ihrerseits unmittelbar nach dem Aufschütten der Splittpralinen bewirkt.

Die Menge an Asphalt, die die Splittpralinen pro m² des Belages überzieht, beträgt 1,4kg. Der Asphalt, der die Zuschlagstoffpralinen umhüllt, ist durch Mischen von 5 bis 6kg Feinsand oder 1 bis 2kg Gesteinspulver pro m² Belag verstärkt.

Die Gesamtmenge an Asphalt bezüglich der Feststoffe liegt somit in der Nähe von 5%, was annähernd die obere Grenze des Anteils an Asphalt ist, der auf den Splitt aufgebracht ist, um die Zuschlagstoffpralinen gemäß der Erfindung zu bilden.

In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Materialmengen dargestellt, die zur Erzeugung des Belags gemäß des Standes der Technik und des Belags gemäß der Erfindung verwandt werden.

BELAG NACH DEM STAND DER TECHNIK (ZWEISCHICHTBELAG) BELAG NACH DER ERFINDUNG GESAMTMENGE AN ASPHALT ASPHALTMENGE, DIE AUF DEM BODEN AUSGEBREITET WIRD MENGE AN ASPHALT, DIE FÜR DIE ZUSCHLAGSTOFFPRALINEN VERWANDT WIRD GESAMTDICKE DES ÜBERZUGS BENUTZTE GESAMTMENGE AN SPLITT (PRO m²) ANDERE ZUSATZSTOFFE GESAMTMENGE AN FESTSTOFFEN MINERALISCHEN URSPRUNGS 15 mm AN JEDER STELLE 17kg GROBSPLITT UND 8kg FEINSPLITT GLEICH 25kg EVENTUELL EIN HAFTSTOFF AN DER GRENZFLÄCHE ZWISCHEN SPLITT UND BINDER 10 BIS 40mm JE NACH DEN FEHLERN IM BISHERIGEN UNTERBAU 22kg SPLITT MITTLERER GRÖße 5 BIS 6kg FEINSAND ODER 1 BIS 2 kg GESTEINPULVER OBLIGATORISCH ZUM VERSTÄRKEN DES ASPHALTS

Es ist ersichtlich, daß diese Werte nicht kennzeichnend sind und daß die Erfindung unter Verwendung von anderen Materialmengen oder relativen Materialproportionen, als sie bei den obigen Beispielen angegeben wurde, ausgeführt werden kann.

Die Menge an Asphaltbinder, die dazu verwandt wird, ausgehend von Splitt die Zuschlagstoffpralinen zuzubereiten, kann in ausreichendem Maße unter der angegeben Menge liegen, die im wesentlichen der oberen Grenze zur Durchführung der Erfindung entspricht. Die Menge an benutztem Asphalt für die Pralinenbildung der Zuschlagstoffe sollte dabei ausreichend sein, damit jeder Ausschuß und jedes Herausschleudern von Splitteilchen nach der Bildung des Belages vermieden ist.

Die Menge an Asphalt, die für den Splittüberzug verwandt wird, sollte wenigstens 11% der Menge an Gesamtasphaltbinder betragen, die pro m² des fertigen Belags verwandt wird.

D. h. mit anderen Worten, daß der Asphalt, der im Asphaltbinder enthalten wird, der auf die Oberfläche der Straße vor dem Aufschütten der Zuschlagstoffpralinen aufgebracht wird, bis zu 89% der gesamten Menge an Asphalt betragen kann.

Um eine gute Verbindung mit der Straße herzustellen, sollte andererseits die Menge an Asphalt, die im Binder enthalten ist, nicht unter 11% der gesamten Menge an Asphalt liegen, die pro m² Belag verwandt wird. Die Zuschlagstoffe können somit bis zu 89% der Gesamtmenge des verwandten Asphalts enthalten.

Üblicherweise liegt die Menge an Asphalt, die im Binder enthalten ist, über 20% der Gesamtmenge an verwandtem Asphalt. Vorzugsweise liegt diese Asphaltmenge im Binder in der Nähe von 30% der Gesamtmenge an verwandtem Asphalt.

Bezüglich des Gewichtes an Feststoffen, d.h. des Gewichtes an Splitt und Pulvermaterial liegt der Anteil an Asphalt im allgemeinen zwischen 2 und 6%.

Es ist gleichfalls ersichtlich, daß das Verfahren gemäß der Erfindung mit einem Asphaltbinder ausgeführt werden kann, der von einer Emulsion verschieden ist, und daß beispielsweise Asphalt in einem Lösungsmittel oder auch heißer flüssiger Asphalt verwandt werden kann.

Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auch derart ausgeführt werden, daß die Granulometrie des benutzten Splittes zum Bilden des Belages innerhalb der Grenze der Granulometrien liegt, die gewöhnlich zur Erzeugung von Belägen nach dem Stand der Technik verwandt werden.

Wenn der Splitt durch grob gemahlene Steine ersetzt wird, kann man in vorteilhafter Weise gemahlene Produkte verwenden, die aus dem Abbau älterer Straßenasphaltschichten stammen, wobei diese rückgewonnen Produkte im allgemeinen Fräsprodukte genannt werden. In diesem Fall ergibt sich zusätzlich zu dem Vorteil, daß ein Produkt verwandt wird, das gewöhnlich deponiert oder beseitigt werden muß, ein wirtschaftlicher Materialverbrauch sowohl was den Splitt als auch den Asphalt anbetrifft, der beim erfindungsgemäßen Verfahren verwandt wird. Die feste Asphaltschicht, die an den Fräsmaterialien bleibt, trägt nämlich zum Aufbau des pastenartigen Überzugs der Zuschlagstoffe bei.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann dadurch ausgeführt werden, daß Maschinen verwandt werden, die sich etwas von denen unterscheiden, die oben beschrieben wurden. Das Gesamtkonzept, das diesen Maschinen zum Herstellen und Aufbringen eines Belages eigen ist, erlaubt es dabei, die Erfindung unter besseren Bedingungen auszuführen, indem Einstellungsfehler der notwendigen Parameter zur Erzeugung eines Belages ausreichender Qualität vermieden werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Erzeugen eines Oberflächenbelages aus Zuschlagstoffen und Asphalt auf einer Oberfläche wie z. B. einer Straßenoberfläche, welches darin besteht, daß eine Schicht eines Asphaltbinders auf die Oberfläche und wenigstens eine Schicht der Zuschlagstoffe auf die Binderschicht aufgebracht werden und die Schicht der Zuschlagstoffe in Kontakt mit der Binderschicht verfestigt wird, wobei die Arbeitsvorgänge des Aufbringens des Binders und der Zuschlagstoffe und der Verfestigung nacheinander mittels einer Umlaufasphaltiermaschine in einer Laufrichtung erfolgen, die der Richtung entspricht, in der die Baustelle fortschreitet, und die Zuschlagstoffe aus Split (27) bestehen, der mit einem Gemisch von pastenartiger Konsistenz aus Asphalt und einem Pulvermaterial überzogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Binderschicht wenigstens 11% der Gesamtasphaltmenge enthält, die zum Erzeugen des Belages verwandt wird, und an einer gegebenen Stelle der Straße die Arbeitsvorgänge des Aufbringens des Asphaltbinders, des Aufbringens der Zuschlagstoffe und der Verfestigung sowie der Oberflächenbehandlung des Belages nacheinander mit einer zeitlichen Dauer von weniger als 5 s erfolgen, wobei die Geschwindigkeit, mit der die Baustelle fortschreitet, wenigstens 10 m/min beträgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagstoffe zwischen 89% und 11% der Gesamtasphaltmenge enthalten, die für die Erzeugung des Belages verwandt wird, und die Binderschicht zwischen 11% und 89% dieser Gesamtasphaltmenge enthält.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagstoffe an der Baustelle während ihres Fortschrittes dadurch zubereitet werden, daß Splitt (27) kalt mit Asphaltbinder und einem Pulvermaterial gemischt wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagstoffe (50) dadurch zubereitet werden, daß Splitt, Asphalt und das Pulvermaterial heiß gemischt und zur Baustelle transportiert werden, wo sie noch warm auf die Schicht des Asphaltbinders aufgebracht werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagstoffe 2 bis 6 Gewichtsprozent reinen Asphalt bezogen auf das Gewicht der Feststoffe enthalten, die aus Splitt und dem Pulvermaterial bestehen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Splitt aus gemahlenen Produkten besteht, die aus dem Abbau alter Asphaltstraßenschichten stammen.

7. Vorichtung zum Erzeugen eines Oberflächenbelages aus Zuschlagstoffen und Asphalt auf einer Oberfläche wie z. B. der Oberfläche (7) einer Straße mit einem Fahrgestell (1), das auf Laufeinrichtungen (2a, 2b, 2c, 2d) angebracht ist, von denen wenigstens eine von einem Motor angetrieben ist, um die Vorrichtung in der Richtung des Fortschreitens (46) der Baustelle zu bewegen, welche Vorrichtung der Reihe nach in der Richtung von der Vorderseite zur Rückseite des Fahrgestells einen Aufnahmebunker (14) für die Zuschlagstoffe, eine Hubeinrichtung (12), die mit dem Bunker (14) an seinem untren Ende in Verbindung steht, einen Aufnahmebunker (20), der auf dem mittleren Teil des Fahrgestells (1) sitzt und für seine Füllung mit dem oberen Ende der Hubeinrichtung (12) verbunden ist, einen Förderer (34) zum Herausfördern von Splitt, der im Bunker (20) enthalten ist, der unter diesem Bunker angeordnet ist und ein Ausgangsende an der Rückseite des Bunkers aufweist, einen Aufnahmebunker (36) für Pulvermaterial, dessen Ausgang über dem Ausgangsende des Förderers (34) mündet, einen Mischer (35) mit einem Eingangsbereich, auf dessen Höhe das Ausgangsende des Förderers (34) mündet, und der wenigstens zwei Behälter (43, 44) trägt, die an seitlichen Positionen bezüglich des mittleren Bunkers (20) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin eine Galerie (40) zum Aufsprühen von Asphaltbinder, die quer zum Fahrgestell an der Rückseite der hinteren Laufeinrichtung (2d) angeordnet und zur Versorgung mit Asphaltbinder mit einem der Behälter (43, 44) verbunden ist, die seitlich bezüglich des Bunkers (20) angeordnet sind, und eine Endbearbeitungsplatte (42) umfaßt, die gelenkig am Fahrgestell (1a) in einer Lage an der Rückseite der Galerie (40) aufgehängt ist, wobei das Ausgangsende des Mischers (35) sich in Längsrichtung des Fahrgestells (1) zwischen der Aufsprühgalerie (40) und der Endbearbeitungsplatte (42) befindet, derart, daß der Reihe nach das Aufbringen einer Binderschicht durch Aufsprühen auf die Oberfläche (7) der Straße, das Schütten der Zuschlagsstoffe, die kalt im Mischer (35) zubereitet werden und aus Splitt bestehen, der mit Asphalt mit einem Pulvermaterial vermischt überzogen ist, und die Verfestigung und die Oberflächenbearbeitung der Zuschlagstoffe (35), die auf die Oberfläche (7) der Straße geschüttet sind, erfolgen, während die Vorrichtung in der Richtung vorbewegt wird, in der die Arbeiten fortschreiten.

8. Vorrichtung zum Erzeugen eines Oberflächenbelages aus Zuschlagstoffen und Asphalt auf einer Oberfläche wie z. B. der Oberfläche einer Straße mit einem Fahrgestell (1), das an Laufeinrichtungen (2a, 2b, 2c, 2d) angebracht ist, von denen wenigstens eine von einem Motor angetrieben wird, um die Vorrichtung in der Richtung (46) zu bewegen, in der die Baustelle fortschreitet, und die in der Richtung von der Vorderseite zur Rückseite des Fahrgestells einen Bunker (14) zur Aufnahme der Zuschlagstoffe, eine Hubeinrichtung (12'), die mit dem Bunker (14) an seinem unteren Ende verbunden ist, einen Aufnahmebunker (20) der sich am mittleren Teil des Fahrgestells (1) befindet und zu seiner Füllung mit dem oberen Ende der Hubeinrichtung (12') verbunden ist, einen Förderer zum Herausfördern der Zuschlagstoffe, die im Bunker (20) angeordnet sind, der unter dem Bunker angeordnet ist und ein Ausgangsende an der Rückseite des Bunkers sowie wenigstens einen Flüssigkeitsbehälter (43, 44, 51) aufweist, umfasst, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin eine Galerie (40) zum Aufsprühen von Asphaltbinder, die quer bezüglich des Fahrgestells an der Rückseite der hinteren Laufeinrichtung (2d) angeordnet und zur Versorgung mit Asphaltbinder mit dem Behälter (43, 44, 51) verbunden ist, und eine Endbearbeitungsplatte (42) umfaßt, der gelenkig am Fahrgestell (1) in einer Lage hinter der Galerie (40) aufgehängt ist, wobei das Ausgangsende des Förderers (34'), der unter dem mittleren Bunker (20) angeordnet ist, sich in Längsrichtung des Fahrgestells zwischen der Galerie (52) zum Aufsprühen von Binder und der Endbearbeitungsplatte (42) befindet, derart, daß auf die Binderschicht, die durch die Aufsprühgalerie (42) aufgebracht wird, Zuschlagstoffe, die mit Asphalt überzogen sind, der mit einem Pulvermaterial gemischt ist, oder Zuschlagstoffpralinen geschüttet werden, die in den Aufnahmebunker (14) geschüttet wurden und über den mittleren Bunker (20) mittels der Hubeinrichtung (12') zugeführt werden, woraufhin sie verfestigt und zum Erzeugen eines Belages mit der Endbearbeitungsplatte (42) oberflächenbearbeitet werden, während die Vorrichtung in der Richtung (46) bewegt wird, in der die Arbeiten fortschreiten.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rechenregulierer (31) am oberen Teil des Bunkers (20) über dessen Länge angeordnet ist, um das Auffüllen des Bunkers (20) zu erleichtern.







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