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Dokumentenidentifikation DE69107940T2 13.07.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0478045
Titel Weiches hochfestes Papier und Verfahren zur Herstellung.
Anmelder Eka Nobel AB, Surte, SE
Erfinder Elsby, Leif, S-444 42 Stenungsund, SE;
Öijerfeldt, Margareta, S-440 74 Hjälteby, SE;
Turunen, Marie, S-444 93 Stenungsund, SE;
Thyberg, Anette, S-444 45 Stenungsund, SE
Vertreter SCHMIED-KOWARZIK UND PARTNER, 80803 München
DE-Aktenzeichen 69107940
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 10.09.1991
EP-Aktenzeichen 912023280
EP-Offenlegungsdatum 01.04.1992
EP date of grant 08.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.1995
IPC-Hauptklasse D21H 11/00
IPC-Nebenklasse D21H 11/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein weiches aber auch festes Papier, das auf einer Mischung eines Hartholz-Halbstoffes, eines Abfallpapier-Halbstoffes oder eines mechanischen oder halbmechanischen Cellulose-Halbstoffes oder einer Mischung davon und eines Sulfat-Halbstoffes und/oder Sulfit- Halbstoffes auf der Basis von Nadelholz basiert; sowie ein Verfahren zur Herstellung davon.

Üblicherweise ist es erforderlich, daß weiches Papier, z.B. Seidenpapier, nicht nur weich, sondern auch fest sein sollte. Um einen zufriedenstellenden Kompromiß zwischen qualitativen Eigenschaften wie beispielsweise Weichheit und Festigkeit auf der einen Seite und finanziellen Überlegungen auf der anderen Seite zu erzielen, hat man unterschiedliche Cellulose-Halbstoffe mit unterschiedlichem Ursprung und unterschiedlichen Eigenschaften gemischt, wenn man weiches Papier wie beispielsweise Seidenpapier herstellte. Im allgemeinen ist eine Hauptkomponente langfaserig, um dem Papier Festigkeit zu verleihen, während die andere Hauptkomponente kurzfaserig ist, um dem Papier seine Weichheit und die gewünschten Absorptionseigenschaften zu geben.

Der langfaserige Halbstoff basiert üblicherweise auf Nadelholz wie beispielsweise Kiefernholz oder Fichtenholz, das mit Hilfe eines Sulfat- oder Sulfit-Verfahrens chemisch delignifiziert wurde. Der kurzfaserige Halbstoff basiert im allgemeinen auf Laubholz, beispielsweise Birkenholz, Eukalyptusholz, Espenholz oder Eichenholz, das mit Hilfe eines Sulfat-Verfahrens delignifiziert wurde. Gelegentlich kann das Cellulose-Rohmaterial bis zu einem gewissen Grad auch auf mechanischem und halbmechanischem Halbstoff basieren, wie beispielsweise Holzschliff, TMP- und CTMP-Halbstoff und Abfallpapier-Halbstoff. Die langfaserigen Halbstoffe wie beispielsweise der chemische Halbstoff aus Fichtenholz oder Kiefernholz weist eine Faserlänge von etwa 3 - 3,5 mm und eine Faserbreite von etwa 0,04 mm auf. Ein kurzfaseriger Halbstoff auf der Basis von Birkensulfat weist eine durchschnittliche Faserlänge von 1,3 mm und eine Faserdicke, die etwa die Hälfte derjenigen von Nadelholzfasern ist, auf. Der Anteil an kurzen Fasern, sogenannten Feinstoffen, ist hoch. Mechanischer, halbmechanischer und Abfallfaser-Halbstoff weisen eine Faserlänge auf, die üblicherweise kürzer ist als diejenige von chemischem Halbstoff aus Fichtenholz oder Kiefernholz. Der Anteil an Feinstoffen kann hoch sein. Wenn weiches Papier hergestellt wird, ist es wünschenswert, daß der Anteil an Feinstoffen so niedrig wie möglich gehalten wird, um das Stauben zu vermindern.

Um Halbstoff geeignete Papier-bildende Eigenschaften zu verleihen, wird der Halbstoff üblicherweise gemahlen, z.B. in einem Mahlholländer oder einem Raffineur, was zu einem Papier von höherer Zugfestigkeit führt. Der Mahlgrad wird im allgemeinen als Entwässerungswiderstand des Halbstoffes gemäß Schopper-Riegler gemessen (SCAN C 19:65). Der ºSR-Wert nimmt mit zunehmendem Mahlen des Halbstoffes zu. Bereits während der Herstellung von Cellulose-Halbstoff für Papier wird der Halbstoff üblicherweise auf 10 - 20ºSR raffiniert.

Wenn man Seidenpapier herstellt, können die unterschiedlichen Halbstoffe separat oder in Mischung raffiniert werden. Das Mahlen führt nicht nur zu einer höheren Zugfestigkeit, sondern auch zu einer höheren Zugsteifheit des Papiers. Die Tabelle 1 unten veranschaulicht diese Tatsache in Verbindung mit handgeschöpften Bögen aus einer Mischung von 70% Birkensulfat- und 30% Kiefernsulfat-Halbstoff. In TAPPI Journal 66 (2), 1983, S. 97 - 99, stellt H. Hollmark fest, daß die Zugsteifheit eines Papiers eine sehr gute Korrelation mit der durch Plattenversuche bestimmten Weichheit zeigt. Je geringer die Zugsteifheit, desto weicher das Papier, gemäß der Testplatte.

US-A-2706155 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von weichem Papier, wobei das Ausgangsmaterial eine Mischung von 25 - 70% Eichenholz-Halbstoff ist und der Rest Nadelholz- Halbstoff ist. Der Eichenholz-Halbstoff ist im wesentlichen nicht gemahlen, während der Nadelzholz-Halbstoff raffiniert ist. In einem Beispiel wurde der Nadelholz-Sulfathalbstoff auf 500 ml CSF gemahlen, was 25ºSR entspricht, und wurde dann mit gleichen Teilen von im wesentlichen unraffiniertem Eichenholz-Sulfathalbstoff gemischt, um die gewünschte Kombination von Zugfestigkeit, Reißfestigkeit, Weichheit und Absorptionseigenschaften des Papiers zu erzielen.

SU-A-779483 offenbart die Herstellung eines Papiers aus 40 - 60% gebleichtem Nadelholz-Sulfathalbstoff, 30 - 54% chemisch raffiniertem Espenholz-Halbstoff und 5 - 15% Birkenholz-Sulfathalbstoff, der zwecks Erhöhung der Festigkeit des Papiers weiter chemisch raffiniert worden ist.

Ein Artikel in dem sowjetischen Periodikum Sb. Tr. TsNIIB Nr. 15: 72 - 77 (1978) befaßt sich mit handgeschöpften Bögen, die aus Nadelholz-Sulfithalbstoff, Nadelholz-Sulfathalbstoff und Laubholz-Sulfathalbstoff, auf 13 - 30ºSR gemahlen, hergestellt wurden, wobei diese Bögen hinsichtlich Absorption, Komprimierbarkeit, Weichheit, Zugfestigkeit, spezifischem Volumen und Spannung getestet wurden. Gemäß dem Artikel führte eine Dreikomponenten-Mischung, die aus 50% Nadelholz-Sulfathalbstoff (< 25ºSR), 30% Laubholz-Sulfathalbstoff (20 - 21ºSR) und 20% Nadelholz-Sulfithalbstoff (20 - 21ºSR) bestand, zu dem Seidenpapier mit den besten Eigenschaften.

SU-A-775212 stellt fest, daß Seidenpapier, das aus einer Mischung von Nadelholz-Sulfathalbstoff, Laubholz-Sulfathalbstoff und Nadelholz-Sulfithalbstoff, auf 23 - 25ºSR gemahlen, hergestellt ist, weicher wird, wenn der Nadelholz-Sulfathalbstoff zuerst auf 18 - 20ºSR gemahlen wurde.

SU-A-1008324 offenbart die Herstellung von Papier für die Typographie mit guter Opazität und Tintenabsorptionsfähigkeit aus einem Papierherstellungs-Halbstoff, der 30 - 40 Gewichts- % gebleichten Nadelholz-Sulfathalbstoff, auf 50 - 55ºSR gemahlen, und 60 - 70 Gewichts-% Laubholz-Sulfathalbstoff, gemahlen auf 30 - 35ºSR, enthielt.

Ein Verfahren, um dem Papier eine erhöhte Weichheit zu verleihen, ist, das Papier oder die Papiermasse mit einem die Bindung zwischen den Fasern vermindernden Mittel, oft als Entbindungsmittel bezeichnet, zu behandeln. Ein die Bindung zwischen den Fasern verminderndes Mittel umfaßt üblicherweise eine primäre, sekundäre, tertiäre oder quaternäre Ammoniumverbindung, die eine Kohlenwasserstoff-Gruppe mit 8 - 30 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls nicht-ionische hydrophile Ketten enthält. Es ist üblich, die kationische Ammoniumverbindung mit einem nicht-ionischen Tensid zu kombinieren. Derartige die Bindung zwischen Fasern vermindernde Mittel sind unter anderem beschrieben in US-A-3554862, 3554863 und 4144122, ebenso wie in GB-A-2121449. Das die Bindung zwischen den Fasern vermindernde Mittel erniedrigt die Festigkeit der Bindung zwischen den Fasern im Papier merklich, während die Weichheit zunimmt. Dies ist aus Tabelle 1 ersichtlich, die sich auf handgeschöpfte Bögen aus einer Mischung von 70% Birkenholz-Sulfathalbstoff und 30% Kiefernholz-Sulfathalbstoff bezieht. US-A-4795530 versucht, diese unangenehme Festigkeitsverminderung dadurch zu lösen, daß das die Bindung zwischen den Fasern vermindernde Mittel nur auf einen Teil der Dicke des Seidenpapiers angewendet wird, wodurch man einen nicht behandelten Papierteil erhält, der seine ursprüngliche Festigkeit beibehält. Wie aus Tabelle 1 unten ersichtlich, kompensieren sich die Änderungen in der Zugsteifheit und der Zugfestigkeit des Papiers auf Grund einer herkömmlichen erhöhten Mahlung einer Halbstoff-Mischung unter Zugabe eines die Bindung zwischen den Fasern vermindernden Mittels zur Mischung aus gemahlenen Fasern. Wenn das Mahlen verstärkt wird, nehmen die Festigkeit und die Steifheit proportional zu. Wenn die zugegebene Menge an die Bindung zwischen den Fasern verminderndem Mittel erhöht wird, nimmt die Zugsteifheit ebenso wie die Zugfestigkeit proportional ab. Somit wird der Gewinn an Festigkeit durch den Verlust and Weichheit kompensiert und umgekehrt. Es gibt deshalb einen allgemein ausgedrückten Wunsch, die Weichheit eines Papiers zu verbessern, während man eine zufriedenstellende Festigkeit aufrechterhält.

Es ist nun überraschenderweise gefunden worden, daß ein Papier, das in vorteilhafter Weise Weichheit und Festigkeit in sich vereinigt, erhalten wird, wenn es basiert auf einer Mischung von

a) einem Laubholz-Halbstoff, einem Abfallpapier-Halbstoff oder einem mechanischen oder halbmechanischen Cellulose- Halbstoff oder einer Mischung davon, 55 - 90 Gewichts- % der Gesamtmenge der Cellulosefasern ausmachend und einen Entwässerungswiderstand unter 25ºSR aufweisend, und

b) einem Sulfat-Halbstoff und/oder Sulfit-Halbstoff auf der Basis von Nadelholz, 10 - 45 Gewichts-% der Gesamtmenge der Cellulosefasern ausmachend und einen Entwässerungswiderstand oberhalb von 30ºSR aufweisend. Der Unterschied im Entwässerungswiderstand zwischen den Cellulose-Halbstoffen b) und a) beträgt vorzugsweise mindestens 10ºSR. Das Papier kann hergestellt werden, indem man eine Masse aus den obigen Cellulose-Halbstoffen a) und b) in den angegebenen Mengen herstellt, worauf die Massenmischung auf ein Langsieb gegeben und in an sich bekannter Art und Weise entwässert und getrocknet wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das weiche Papier auch ein die Bindung zwischen den Fasern verminderndes Mittel in einer Menge von 0,05 - 2,5 Gewichts-%, bezogen auf die Menge an Cellulosefasern. Wie oben erwähnt, weist ein erf indungsgemäßes weiches Papier ein überraschend vorteilhaftes Verhältnis von Weichheit zu Festigkeit auf. Um diesen Effekt zu erzielen, sollte der Cellulose-Halbstoff b) auf über 300SR gemahlen werden, aber vorzugsweise nicht über 800SR, da Halbstoffe mit so hohen Mahlgraden vergleichsweise große 6

Mengen an die Bindung zwischen den Fasern vermindernden Mitteln erfordern, um dem Papier eine zufriedenstellende Weichheit zu verleihen. Der Cellulose-Halbstoff b) weist vorzugsweise 35 - 600SR auf. Der Cellulose-Halbstoff a) sollte 5im wesentlichen ungemahlen oder auf weniger als 2505R, vorzugsweise weniger als 200SR, gemahlen sein.

Ob der langfaserige Halbstoff b) mit Hilfe eines Sulfat-Verf ahrens oder mit Hilfe eines Sulfit-Verfahrens erhalten wurde, ist nicht von entscheidender Bedeutung. Ob er aus Kiefernholz, Fichtenholz oder einem anderen Nadelholz hergestellt ist, ist ebenfalls nicht von entscheidender Bedeutung.

Es ist jedoch wünschenswert, daß er auf solche Weise gemahlen wurde, daß die Fasern so wenig wie möglich gekürzt wurden.

Das Mahlen führt zu einer Faser von hoher Flexibilität. Um sich diese erhöhte Flexibilität des langfaserigen gemahlenen Cellulose-Halbstoffes zunutze zu machen, gibt es vorzugsweise eine Zugabe eines die Bindung zwischen den Fasern reduzierenden Mittels, das dazu dient, die vom Mahlen herrührende Erhöhung der Festigkeit zu vermindern, wenn der Halbstoff einen Papierbogen bildet. Dieses Mittel wird auf solche Weise zugegeben, daß es in der Lage ist, auf die Bindungen zwischen den Fasern einzuwirken. Vorzugsweise findet die Zugabe auf einer Stufe während der Herstellung der Masse statt, aber das die Bindung zwischen den Fasern vermindernde Mittel kann auch zu dem Cellulose-Halbstoff a) und/oder dem Cellulose-Halbstoff b) oder zu der nassen, geformten oder getrockneten Papierbahn gegeben werden.

Herstellung von handgeschöpften Bögen und Meßverfahren

Die Cellulose-Halbstoffe wurden in einem Mahlholländer gemäß SCAN C 25:67 auf den gewünschten Entwässerungswiderstand, bestimmt in einer Schopper-Riegler-Apparatur gemäß SCAN- Standard C 19:65, gemahlen. In den Fällen, wo man den Entwässerungswiderstand des Cellulose-Halbstoffes nicht merklich ändern wollte, wurde der Halbstoff gemäß SCAN C 18:65 naßzerfasert.

Vor der Herstellung der Bögen wurde der Cellulose-Halbstoff, alternativ die Cellulose-Halbstoffmischung, bei einer Halbstoff-Konzentration von etwa 2 Gewichts-% für 10 Minuten gerührt, gegebenenfalls in Anwesenheit eines die Bindung zwischen den Fasern vermindernden Mittels. Bei der Herstellung von Bögen wurde Leitungswasser von 30ºC, dessn pH auf 6 - 7 eingestellt worden war, eingesetzt. Die Bögen wurden getrocknet und gemäß SCAN P 2:75 konditioniert, worauf das Flächengewicht der Bögen gemäß SCAN P 6:63 bestimmt wurde. Beim Messen der Zugfestigkeit und der Zugsteifheit gemäß SCAN P 44:81, aber mit 15 mm breiten Bändern, wurde ein Zugfestigkeits-Testgerät der Marke Alwetron TH1, hergestellt von Lorentzen & Wettre, Stockholm, verwendet. Die Indices der Zugfestigkeit bzw. Zugsteifheit wurden durch Dividieren durch das Flächengewicht des Bogens bestimmt, um den Einfluß des letzteren zu eliminieren.

Vergleich

Im Vergleichstest wurden Kiefernholz-Sulfathalbstoff und Birkenholz-Sulfathalbstoff gemischt. Die Halbstoffe, wie unten gemahlen, wurden auf solche Weise gemischt, daß 70 Gewichts- % aus Birkenholz-Sulfathalbstoff und 30 Gewichts-% aus Kiefernholz-Sulfathalbstoff bestanden. Handgeschöpfte Bögen wurden gemäß dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten.

Tabelle 1
Birkenholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

*) pTH = pro Tonne Halbstoff

Wie aus diesen Ergebnissen ersichtlich, beeinflußt ein erhöhtes Mahlen einer Halbstoff-Mischung in Kombination mit der Zugabe eines die Bindung zwischen den Fasern vermindernden Mittels zu der Mischung aus gemahlenen Fasern das Verhältnis von Festigkeit zu Steifheit nicht merklich (siehe die letzte Spalte der Tabelle). Wenn das Mahlen zunimmt, steigt sowohl die Festigkeit als auch die Zugsteifheit proportional an. Wenn mehr die Bindung zwischen den Fasern verminderndes Mittel zugesetzt wird, nimmt die Zugsteifheit proportional ab, ebenso wie die Festigkeit. Somit wird der Gewinn an Zugfestigkeit durch ein verminderte Weichheit kompensiert und umgekehrt.

Beispiel 1

Ein langfaseriger Kiefernholz-Sulfathalbstoff wurde auf 13, 16,5, 20, 27 und 45ºSR gemahlen. Dann wurden 30 Gewichtsteile des langfaserigen Halbstoffes mit 70 Gewichtsteilen kurzfaserigem, naß-zerfasertem Birkenholz-Sulfathalbstoff gemischt, worauf handgeschöpfte Bögen hergestellt wurden. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.

Tabelle 2
Birkenholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Wie aus diesen Ergebnissen ersichtlich, ist bei einem Entwässerungswiderstand von 13 - 27ºSR des Kiefernholz-Halbstoffes das Verhältnis Festigkeit/Steifheit des Papiers ungefähr konstant, verbessert sich aber beträchtlich, wenn ein Kiefernholz-Halbstoff mit 45ºSR eingesetzt wird.

Weiter kann man sehen, daß eine Masse, die Kiefernholz- Halbstoff, der auf einen Entwässerungswiderstand von 45ºSR gemahlen wurde, und einen Zusatz an die Bindung zwischen den Fasern verminderndem Mittel enthält, sogar zu einem noch besseren Verhältnis führt.

Beispiel 2

Ein Kiefernholz-Sulfathalbstoff gemäß Beispiel 1, wie unten gemahlen, wurde mit einem Kurzfaser-Halbstoff, der aus einem naß-zerfaserten Eukalyptusholz-Sulfathalbstoff bestand, gemischt. Für die Herstellung von Bögen wurde eine Halbstoff- Mischung aus 70% Eukalyptusholz-Sulfathalbstoff und 30% gemahlenem Kiefernholz-Halbstoff verwendet. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten.

Tabelle 3
Eukalyptusholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Aus der obigen Tabelle kann man erkennen, daß das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit für das erfindungsgemäße Papier vorteilhaft ist.

Beispiel 3

Ein Fichtenholz-Sulfathalbstoff, wie unten gemahlen, wurde mit einem kurzfaserigen naß-zerfaserten Birkenholz-Sulfathalbstoff gemischt. Für die Herstellung von Bögen wurde eine Halbstoff- Mischung aus 70% Birkenholz-Sulfathalbstoff und 30% gemahlenem Fichtenholz-Sulfithalbstoff eingesetzt. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.

Tabelle 4
Birkenholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Aus der obigen Tabelle ist ersichtlich, daß das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit auch in diesem Fall für das erfindungsgemäße Papier vorteilhaft ist.

Beispiel 4

Ein langfaseriger Kiefernholz-Sulfathalbstoff, wie unten gemahlen, wurde mit einem kurzfaserigen, naß-zerfaserten Birkenholz-Sulfathalbstoff gemischt. Für die Herstellung von Bögen wurde eine Halbstoff-Mischung aus 80% Birkenholz- Sulfathalbstoff und 20% gemahlenem Kiefernholz-Sulfathalbstoff eingesetzt. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.

Tabelle 5
Birkenholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Aus den obigen Ergebnissen läßt sich entnehmen, daß das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit vorteilhaft ist, wenn das Papier eine erfindungsgemäße Zusammensetzung aufweist.

Beispiel 5

Ein Kiefernholz-Sulfathalbstoff, gemahlen wie unten, wurde mit einem kurzfaserigen, naß-zerfaserten Birkenholz-Sulfathalbstoff gemischt. Für die Herstellung von Bögen wurde eine Halbstoff-Mischung aus 60% Birkenholz-Sulfathalbstoff und 40% gemahlenem Kiefernholz-Sulfathalbstoff eingesetzt. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.

Tabelle 6
Birkenholz-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Wie aus diesen Ergebnissen ersichtlich, ist das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit vorteilhaft, wenn das Papier die erfindungsgemäße Zusammensetzung aufweist.

Beispiel 6

Ein Kiefernholz-Sulfathalbstoff, gemahlen wie unten, wurde mit einem enttinteten Halbstoff auf Basis von Abfallpapier gemischt. Der Halbstoff war in einer Enttintungsanlage hergestellt worden, wobei das Abfallpapier aus Computerausdrucken, Büchern, Broschüren und dergleichen bestand. Für die Herstellung der Bögen wurde eine Halbstoff-Mischung aus 70% Abfallpapier-Halbstoff und 30% gemahlenem Kiefernholz-Sulfathalbstoff eingesetzt. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten.

Tabelle 7
Abfallpapier-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Aus den obigen Ergebnissen ist ersichtlich, daß das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit vorteilhaft ist, wenn das Papier eine erfindungsgemäße Zusammensetzung hat.

Beispiel 7

Ein Kiefernholz-Sulfathalbstoff, gemahlen wie unten, wurde mit einem naß-zerfaserten CTMP-Halbstoff gemischt. Für die Herstellung von Bögen wurde eine Halbstoff-Mischung aus 70% CTMP und 30% gemahlenem Kiefernholz-Sulfathalbstoff eingesetzt. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.

CTMP-Halbstoff (ºSR) Kiefernholz-Halbstoff (ºSR) Zugindex (Nm/g) Steifheitsindex (Nm/g) Festigkeit/Steifheit *1000 Ohne Entbindungsmittel

Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß das Verhältnis von Zugfestigkeit zu Zugsteifheit vorteilhaft ist, wenn das Papier eine erfindungsgemäße Zusammensetzung aufweist.


Anspruch[de]

1. Papier mit vorteilhafter Kombination von Weichheit und Festigkeit und auf einer Mischung von Cellulose-Halbstoffen basierend, dadurch gekennzeichnet, daß

a) 55 - 90 Gewichts-% der Gesamtmenge an Cellulosefasern aus Laubholz-Halbstoff, Abfallpapier-Halbstoff oder mechanischem oder halbmechanischem Cellulose- Halbstoff oder einer Mischung davon mit einem Entwässerungswiderstand unter 25ºSR bestehen, und 10 - 45 Gewichts-% der Gesamtmenge an Cellulosefasern aus einem Sulfit-Halbstoff und/oder Sulfat- Halbstoff auf der Basis von Nadelholz und mit einem Entwässerungswiderstand über 30ºSR bestehen.

2. Papier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Cellulose-Halbstoff b) einen Entwässerungswiderstand von nicht über 80ºSR aufweist.

3. Papier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Cellulose-Halbstoff b) einen Entwässerungswiderstand von 35 - 60ºSR aufweist.

4. Papier nach irgendeinem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Cellulose-Halbstoff a) einen Entwässerungswiderstand unter 20ºSR aufweist.

5. Papier nach irgendeinem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß es ein die Bindung zwischen den Fasern reduzierendes Mittel enthält.

6. Papier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das die Bindung zwischen den Fasern reduzierende Mittel eine Verbindung mit Ammoniumionen enthält.

7. Papier nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,05 bis 2,5 Gewichts-% des die Bindung zwischen den Fasern reduzierenden Mittels enthält.

8. Verfahren zur Herstellung von Papier nach irgendeinem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Masse hergestellt wird aus

einem Laubholz-Halbstoff, einem Abfallpapier- Halbstoff oder einem mechanischen oder halbmechanischen Cellulose-Halbstoff oder einer Mischung davon mit einem Entwässerungswiderstand unter 25ºSR, und gemischt wird mit

b) einem Sulfit-Halbstoff und/oder Sulfat-Halbstoff auf der Basis von Nadelholz und mit einem Entwässerungswiderstand über 30ºSR, wobei der Cellulose- Halbstoff a) 55 bis 90 Gewichts-% der Gesamtmenge der Cellulosefasern ausmacht und der Cellulose- Halbstoff b) 10 bis 45 Gewichts-% der Gesamtmenge der Cellulosefasern ausmacht, worauf die Massen- Mischung auf einem Langsieb aufgenommen wird und in an sich bekannter Weise entwässert und getrocknet wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Cellulose-Halbstoff a) einen Entwässerungswiderstand unter 20ºSR aufweist und daß der Cellulose-Halbstoff b) einen Entwässerungswiderstand von 35 - 60ºSR aufweist.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch die Zugabe auf irgendeiner Stufe eines die Bindung zwischen den Fasern reduzierenden Mittels, das vorzugsweise eine Verbindung mit Ammoniumionen enthält und vorzugsweise in einer Menge von 0,05 - 2,5 Gewichts-% bezogen auf die Menge der Cellulosefasern anwesend ist.







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