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Dokumentenidentifikation DE19501521A1 27.07.1995
Titel Verstellbarer Fahrzeugsitz
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Beyer, Bernd, Dipl.-Ing., 38126 Braunschweig, DE;
Berg, Roeland van den, 66484 Althornbach, DE
DE-Anmeldedatum 19.01.1995
DE-Aktenzeichen 19501521
Offenlegungstag 27.07.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.1995
IPC-Hauptklasse B60N 2/18
Zusammenfassung Ein verstellbarer Fahrzeugsitz umfaßt je eine den Längsseiten des Sitzes zugeordnete sitzfeste Oberschiene (3), die mit einer vorderen (4) und einer hinteren Unterschiene (5) zusammenwirkt. Die vordere Unterschiene (4) ist in einem ersten fahrzeugfesten Gelenk (6) gelagert, das sich auf einem fahrzeugfesten Querträger (7) abstützt. Die hintere Unterschiene (5) weist eine Lagerstelle (9) für eines der Enden einer Schwinge (8) auf, deren anderes Ende in einem zweiten fahrzeugfesten Gelenk (10) gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sitzanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Derartige Sitzanordnungen sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt, vergleiche zum Beispiel DE 40 36 608 A1 und DE 41 19 418 C1. Sie sind alle mehr oder weniger aufwendig und meistens nicht oder nur unter erheblichem Aufwand geeignet, Einsatz zu finden, wenn es darum geht, eine Sitzanordnung oder Teile davon in einen Seitenaufprallschutz mit einzubeziehen.

So liegt denn der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Sitzanordnung zu finden, die einfach im Aufbau ist und auch dann mit Vorteil eingesetzt werden kann, wenn ein seitlicher Aufprallschutz in Form eines sich über die Fahrzeugbreite erstreckenden Querträgers gefordert wird.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen

Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäßen Sitzanordnung in Seitenansicht und

Fig. 2 einen Überblick über die Verstellbereiche am Beispiel von vier ausgewählten Sitzpositionen.

Der dargestellte Sitz umfaßt das eigentliche Sitzteil 1 und eine Rückenlehne 2, die beide relativ zueinander verstellbar sein können. Die unterhalb des Sitzteils 1 angeordneten Verstell- und Feststelleinrichtungen dienen zum einen der Verstellung des Sitzes in Fahrzeuglängsrichtung, zum anderen einer Höhenverstellung des Sitzes, genauer gesagt einer Neigungsverstellung des Sitzes 1. Die Feststelleinrichtungen sind im einzelnen nicht dargestellt, sie sind jedoch in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Zur Längsverstellung dient eine Schienenanordnung, bestehend aus je einer (d. h. links und rechts angeordneten) sitzteilfesten Oberschiene 3 und je einer, in einen vorderen Abschnitt 4 und einen hinteren Abschnitt 5 unterteilten Unterschiene. Die vordere Unterschiene 4 ist um eine fahrzeugfeste erste Querachse 6 schwenkbar und stützt sich dabei auf einem fahrzeugfesten Querträger 7 ab, der als Seitenaufprallträger ausgebildet ist und als solcher die Folgen eines Seitencrashs für die Fahrzeuginsassen mildern soll.

Die hintere Unterschiene 5 ist über eine Schwinge 8 in zwei Gelenken 9, 10 mit dem Fahrzeugboden 11 verbunden.

Wie Fig. 2 zeigt, bietet die erfindungsgemäße Sitzanordnung dem Benutzer vielfache individuelle Einstellmöglichkeiten, insbesondere durch die überlagerte Höhen- und Längsverstellung. Beispielhaft sind in Fig. 2 vier Sitzpositionen dargestellt, die mit a bis d gekennzeichnet sind. In der Stellung a ist der Sitz, genauer gesagt die Sitzhinterkante, am weitesten abgesenkt und in der hintersten Position. Durch leichtes Anheben der Sitzhinterkante, was in der Praxis durch Federkraft erfolgt, nachdem die entsprechende Feststelleinrichtung gelöst worden ist, nimmt der Sitz die Stellung b ein; dabei bleibt die Lage der Sitzvorderkante praktisch unverändert. Durch weiteres Anheben der Sitzhinterkante gelangt diese bei senkrecht stehender Schwinge 8 in ihre höchstmögliche Stellung c mit dann horizontal liegenden Schienen 3, 4, 5.

Wie man erkennt, hat sich dabei die Sitzvorderkante etwas nach vorn verlagert, ohne daß der Sitz in seinen Schienen bewegt worden ist. Erforderlichenfalls kann der Sitz jetzt noch nach Lösen der Schienen-Feststelleinrichtung bis in seine Stellung d nach vorn gefahren werden.

Die im Fahrbetrieb erforderliche Festlegung des Sitzes erfolgt über geeignete Feststelleinrichtungen. Diese müssen so gewählt werden, daß weder eine Verschiebung noch ein Verschwenken des Sitzes möglich ist. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. So ist es denkbar, in einer gewählten Sitzposition die beiden Unterschienen 4, 5 mit der Oberschiene 3 zu verrasten, eine spezielle Verdrehsicherung erübrigt sich dann. Eine andere Möglichkeit ist die, im Bereich des Gelenkes 9 eine kombinierte Feststelleinrichtung vorzusehen, die sowohl Dreh- als auch Verschiebebewegungen an dieser Stelle verhindert; damit sind auch Dreh- und Verschiebebewegungen an anderen Stellen ausgeschlossen.


Anspruch[de]
  1. 1. Sitzanordnung in einem Kraftfahrzeug mit einem Sitz sowie Verstell- und Feststelleinrichtungen, mit denen der Sitz sowohl längsverschiebbar als auch höheneinstellbar und in einer gewählten Position verrastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch je eine den beiden Längsseiten des Sitzes (1, 2) zugeordnete sitzfeste Oberschiene (3), die mit einer vorderen (4) und einer hinteren Unterschiene (5) zusammenwirkt, wobei die vordere Unterschiene (4) in einem ersten fahrzeugfesten Gelenk (6) gelagert ist, während die hintere Unterschiene (5) eine Lagerstelle (9) für eines der Enden einer Schwinge (8) aufweist, deren anderes Ende in einem zweiten fahrzeugfesten Gelenk (10) gelagert ist.
  2. 2. Sitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste fahrzeugfeste Gelenk (6) einem fahrzeugfesten Querträger zugeordnet ist.
  3. 3. Sitzanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger als Sitzquerträger (7) ausgebildet ist.
  4. 4. Sitzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als einzige sowohl Dreh- als auch Verschiebebewegungen verhindernde Feststelleinrichtung eine solche im Bereich der Lagerstelle (9) vorgesehen ist.






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