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Dokumentenidentifikation DE4104354C2 10.08.1995
Titel Positioniereinrichtung zum Verfahren eines Wagens relativ zu einer Materialauflagefläche
Anmelder Gerber Garment Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Gerber, Heinz Joseph, West Hartford, Conn., US
Vertreter Schaumburg, K., Dipl.-Ing.; Thoenes, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 13.02.1991
DE-Aktenzeichen 4104354
Offenlegungstag 14.08.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.1995
IPC-Hauptklasse B43L 13/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Positioniereinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine Einrichtung dieser Art ist aus der US 4524 520 bekannt.

Die vorliegende Erfindung kann besonders günstig bei Plottern mit vertauschten Achsen verwendet werden, bei denen die Breite des Plotters größer als seine Länge ist und bei welchen ein Werkzeug, bspw. ein Schreibstift oder ein anderes Instrument in Richtung der X-Koordinate bzw. Y-Koordinate relativ zu einer Fläche verfahrbar ist, die ein Papierblatt oder ein anderes Blattmaterial aufnimmt, auf welchem Figuren, Zeichen oder andere Graphiken aufgetragen werden; die Erfindung betrifft insbesondere eine Verbesserung für das Antriebssystem zum Verfahren des Hauptwagens eines solchen Plotters; es werden bei diesem System Mittel vorgesehen, um die Enden des Haupt- Wagens gleichmäßiger entlang der Längsausrichtung des Plotters zu bewegen und auf diese Weise das Zeicheninstrument mit größerer Genauigkeit entlang der vorgesehenen Kurve zu bewegen.

In der DE 39 15 480 A1 ist ein Plotter beschrieben, welcher zwei Antriebssysteme verwendet, die einen X-Wagen als Schreibstiftwagen und einen Y-Wagen als Hauptwagen verstellen und damit ein Schreibstift relativ zu einer Auflagefläche in Richtung der X-Koordinate bzw. Y-Koordinate bewegen. Bei jedem dieser Antriebssysteme wird über eine Seiltrommel ein einzelnes Zugseil betätigt, welches zu einer auf den zugeordneten Wagen abgestimmten Schlaufe geformt ist, so daß es diesen entlang einer vorgegebenen Koordinate verstellen kann. Da bei diesen Plottern der Y-Wagen sich über die Länge spannt und demnach wesentlich kürzer als die Breite des Plotters ist, muß er an seinen Enden durch das Zugseil mit besonders großer Gleichmäßigkeit verstellt wurden, da der geringste Schiefzug des Wagens zu einer Unterbrechung bei der graphischen Information führen kann, die durch das bewegte Instrument auf das darunterliegende Blattmaterial übertragen wird.

Ein besonders mit derartigen Wagenantrieben mit einem einzigen Zugseil verbundener Nachteil ist, daß dann, wenn das Zugseil von einem Bereich der Seiltrommel abläuft und auf einen anderen Bereich aufläuft, häufig die auf der Seiltrommel gebildete Windungszahl der Zugseilabschnitte, die mit den beiden Enden des Y-Wagens verbunden sind, ungleich wird. Diese ungleiche Windungszahl auf der Seiltrommel kann in unerwünschter Weise einen Schiefzug des Y-Wagens infolge ungleicher Spannungen der Zugseilabschnitte erzeugen.

Bei der eingangs genannten Positioniereinrichtung nach US 4 524 520 sind die Scheitelbereiche der Zugseilschlaufen axial hintereinanderliegend auf der gemeinsamen Seiltrommel aufgewickelt, während die Zugseilenden mit dem Wagen verbunden sind. Bei dieser Anordnung befinden sich die auf- und ablaufenden Partien der Zugseile jeweils in unterschiedlichen axialen Bereichen der Seiltrommel und bewegen sich beim Betrieb in Richtung der Trommelachse. Dadurch ergeben sich für die vier Partien der beiden Zugseile ständig unterschiedliche Winkel zur Trommelachse, was auch hier zu Verspannungen des Wagens führen kann.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Positioniereinrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, bei der derartige Verspannungen weitgehend ausgeschlossen werden.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 beschriebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß sind die beiden Enden jedes Zugseils mit der Seiltrommel verbunden, während jeweils ein Ast jeder Schlaufe mit einem Wagenende verbunden ist. Eine derartige Anordnung ist zwar grundsätzlich für ein einziges Zugseil bereits aus der FR 22 73 666 A1 bekannt. Wie aber bei Verwendung zweier Zugseile das Problem zu lösen ist, beide Zugseile über eine gemeinsame Seiltrommel so zu betätigen, daß die auflaufenden und ablaufenden Partien bei allen Betriebszuständen im wesentlichen stets übereinstimmende Winkel zur Trommelachse haben, zeigt die bekannte Anordnung nicht.

Bei einer Positioniereinrihtung nach der Erfindung hat die Seiltrommel einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt und über ihre Länge eine zweigängige Gewindenut; diese ist durch eine erste Nut zur Aufnahme des ersten Zugseiles und eine zweite Nut zur Aufnahme des zweiten Zugseiles gebildet. Das erste Zugseil und das zweite Zugseil sind jeweils an einem Ende mit dem unteren Ende des zylindrischen Abschnittes verbunden, schlingen sich von diesem Punkt getrennt voneinander nach oben bis zum oberen Ende, wo die anderen Enden der Zugseile mit der Seiltrommel verbunden sind. Um die Schlaufen für den Antrieb des Wagens zu bilden, werden jeweils Abschnitte des ersten Zugseils sowie des zweiten Zugseils aus einer Windung der zugeordneten Nut von der Seiltrommel fortgeleitet und ihr bei der nächstfolgenden Windung wieder zugeleitet. Das ermöglicht es, immer eine gleiche Windungszahl des ersten Zugseils und des zweiten Zugseils auf der Seiltrommel aufrechtzuerhalten, wenn diese in einer beliebigen Richtung gedreht wird, so daß die beiden Enden des Wagens gleichmäßig verstellt werden. Da zwei Zugseile verwendet werden, ist die Länge jedes der Zugseile kürzer, so daß die Ansprechgeschwindigkeit des Systems erhöht wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Plotters mit einem Antriebssystem gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Plotter der Fig. 1, wobei die Endabdeckungen entfernt sind;

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Zugseilantriebes gemäß der vorliegenden Erfindung für den Antrieb des Hauptwagens in Richtung der Y-Koordinate;

Fig. 4 eine perspektivische Teildarstellung der Seiltrommel und der Zugseilanordnung;

Fig. 4 eine perspektivische Teildarstellung der Seiltrommel und der Zugseilanordnung;

Fig. 5 eine Teil- Seitenansicht der Seiltrommel entsprechend der Linie 55 in Fig. 3, in vergrößertem Maßstab; und

Fig. 6 eine Teildarstellung der zweigängigen Gewindenutanordnung der in Fig. 5 gezeigten Seiltrommel, in vergrößerter Darstellung.

In den Fig. 1 und 2 ist ein die Erfindung verwendender Progressivplotter allgemein mit 16 bezeichnet. Der Plotter 16 hat einen Tisch 18 mit einem Grundgestell 20 und einer nach oben weisenden Auflagefläche 22, zwei parallele Führungsschienen 24 sowie einen langgestreckten Y-Wagen 26, auch Hauptwagen genannt welcher entlang der Führungsschienen 24 in der gezeigten Y-Koordinatenrichtung verfahrbar ist, und einen Schreibstift- oder X-Wagen 28, welcher längs des Y-Wagens 26 in der gezeigten X-Koordinatenrichtung verfahrbar ist.

Wie am besten in Fig. 2 zu erkennen ist, hat der Tisch 18 an seiner rechten Seite eine Papiervorratsrolle 30, die um eine Mittelachse 31 drehbar gelagert ist, sowie eine Aufwickelrolle 32, die um ihre Mittelachse 33 drehbar gelagert ist. Das von der Vorratsrolle 30 kommende Papier 34 wird über die Auflagefläche 22 geführt und auf die Aufwickelrolle 32 aufgewickelt. Ein Papiervorschubmotor 74 treibt die Aufwickelrolle 32 an, so daß das Papier auf diese aufgewickelt und dadurch von der Papiervorratsrolle 30 abgezogen und in der Richtung 35 verschoben wird, die parallel zur Längsrichtung des Papiers liegt. Auf der Auflagefläche 22 liegt jeweils ein Längsabschnitt des Papiers auf, so daß auf diesem durch einen vom Schreibstiftwagen 28 gehaltenen Schreibstift 36 Zeichnungen ausgeführt werden können.

Der Plotter 16 ist insbesondere zur Ausführung langer Zeichnungen, beispielsweise Schnittmuster für die Bekleidungsindustrie, ausgelegt, wenn auch die Zeichenfläche in Längsrichtung der Zeichnung um ein vielfaches kürzer ist, als es der Gesamtlänge der Zeichnung entspricht. Beispielsweise kann das Papier 34 eine Breite von 2 m bei einer Zeichnungslänge von 27 bis 45 m oder mehr haben.

Die Führungsschienen 24 haben voneinander einen Abstand d, wie Fig. 2 zeigt, welcher kleiner als die halbe Breite des Papiers 34 ist. Die Auflagefläche 22 zwischen den Endkanten 38 hat eine Breite von etwa 2,2 m und zwischen den Seitenkanten 40 eine Länge von etwa 0,6 m. Der Schreibstift 36 hat einen Bewegungsbereich von 2,0 m in Richtung der Y-Koordinate und von etwa 0,43 m in Richtung der X-Koordinate, womit sich auf der Auflagefläche 22 ein Plottingbereich von etwa 0,9 m² ergibt.

Der Hauptwagen 26 ist länglich und erstreckt sich zwischen den beiden Führungsschienen 24; der kurze Abstand zwischen den Führungsschienen 24 bedeutet, daß der Hauptwagen verhältnismäßig kleine Abmessungen und ein relativ geringes Gewicht hat, so daß er ohne weiteres an seinen beiden Enden durch die Führungsschienen 24 gehalten und geführt werden kann und dennoch ausreichend vibrations- und verformungsfest ist, um Plottingfehler zu vermeiden. Ebenso kann der Schreibstiftwagen 28 relativ klein und leicht ausgeführt werden. Die Mittel zum Führen der Wagen 26 und 28 in Richtung der Y-Koordinate bzw. X-Koordinate können unterschiedlich sein.

Um den Schreibstift 36 in Richtung der X-Koordinate zu bewegen, ist ein auf einer Endplatte 64 montierter Antriebsmotor 50 für den X-Wagen vorgesehen und mit einer Trommel 48 drehgekoppelt, die ihrerseits mit dem Schreibstiftwagen 28 über eine herkömmliche Zugseilverbindung 54 antriebsverbunden ist, wie sie beispielsweise in DE 39 15 480 A1 beschrieben ist. Der Hauptwagen wird durch sein eigenes Zugseilsystem angetrieben; hierzu ist ein Antriebsmotor 46 vorgesehen.

Eine Endplatte 62 trägt eine Steuereinheit 69 mit einem Digitalrechner, verschiedenen Verstärkern und anderen elektronischen Komponenten für die Steuerung des Plotters, sie kann mit anderen Teilen einer Computeranlage über ein Kabel 70 verbunden werden. Die die Zeichnungen definierenden Daten werden vom Rechner verarbeitet und in Befehle umgewandelt, die anschließend an den Y-Antriebsmotor 46, den X-Antriebsmotor 50 und den Papiervorschubmotor 74 gegeben werden, um die Bewegung des Schreibstiftes und des Papiers so zu steuern, daß der Schreibstift die durch die Daten vorgegebene Zeichnung auf das Papier aufbringt.

Die Fig. 3 bis 6 zeigen ein erfindungsgemäßes Zugseilantriebssystem für den Hauptwagen 26, welches im ganzen mit 104 bezeichnet ist und dazu dient, den Hauptwagen 26 in zwei Richtungen entlang der Y-Koordinate zu verfahren. Das System 104 hat eine Seiltrommel 44, die mit dem auf der Endplatte 64 montierten Antriebsmotor 46 drehgekoppelt ist; es hat ferner ein erstes Zugseil 51, welches mit einem Ende des Hauptwagens 26 bei 55 verbunden und mit diesem beweglich ist, sowie ein zweites Zugseil 52 (gestrichelt), welches bei 65 mit dem anderen, dem ersten abgewandten Ende des Hauptwagens 26 verbunden und mit diesem bewegbar ist. Die Zugseile 51 und 52 sind gleich lang und biegsam genug, um beweglich entlang der jeweiligen Schlaufe A bzw. B verlegt zu werden, die jeweils einem der beiden Enden des Hauptwagens 26 zugeordnet sind. Da die Antriebskräfte für den Hauptwagen 26 auf zwei Zugseile 51, 52 anstelle nur eines Zugseils verteilt werden, können die Seildurchmesser um etwa 20% verringert sein. Die Schlaufen A und B werden jeweils mit Hilfe einer Umlenkrolle 53 bzw. 56 gebildet, die am Schlaufenende auf der Endplatte 62 angeordnet ist, sowie durch zwei einander entsprechende Umlenkrollenpaare 57a, 57b und 59a, 59b, die in der Nähe der Seiltrommel 44 auf der Endplatte 64 angeordnet sind.

Die Seiltrommel 44 hat einen oberen zylindrischen Abschnitt 102, dessen unteres Ende mit einem Basisabschnitt 104verbunden ist, welcher durch zwei mit Abstand zueinander angeordnete Ringflansche 103 und 105 gebildet wird. Am Basisabschnitt 104 zwischen den Ringflanschen 103, 105 ist eine Folge radialer Zähne 106 vorgesehen, die in einen Antriebsriemen 107 eingreifen, welcher die Seiltrommel 44 mit dem Antriebsmotor 46 drehverbindet. Eine geeignete Drehlagereinrichtung, beispielsweise am oberen und am unteren Ende der Seiltrommel 44 angeordnete Lager 110, halten diese drehbar auf einer Achse 140, die sich von der Endplatte 64 aus nach oben erstreckt.

Im folgenden wird anhand der Fig. 5 und 6 die Konfiguration der Seiltrommel 44 beschrieben, durch die erreicht wird, daß stets gleiche Längen der Zugseile 51 bzw. 52 aufgewickelt und abgewickelt werden, wenn sich die Seiltrommel 44 dreht; man erkennt, daß rechtszügige, zweigängige Gewindenuten 100 an der Außenfläche des zylindrischen Abschnitts 102 der Seiltrommel 44 ausgebildet sind. Die zweigängige Gewindenutanordnung 100 wird durch eine erste Nut 112 sowie eine zweite Nut 114 gebildet, die jeweils ein im wesentlichen gebogenes Profil für die Aufnahme des ersten Zugseiles 51 bzw. des zweiten Zugseiles 52 haben. Beginnend mit der Nut 112 sind die Nuten 112 bzw. 114 jeweils in abwechselnder Folge angeordnet und bilden fortlaufende Windungen, die da beginnen, wo der Basisabschnitt und der zylindrische Abschnitt zusammenstoßen, und die von dort bis zur oberen Endfläche des zylindrischen Abschnittes 102 verlaufen.

Die erste Nut 112 und die zweite Nut 114 haben gleiche Breite W, so daß die Steigung P jeder Nut durch das Zweifache der Breite W bestimmt ist, die bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung etwa 0,3 cm beträgt. Die mit gleichen Abständen parallel verlaufenden Schraubenwindungen der Nuten 112 bzw. 114 werden durch gleichzeitige Bearbeitung der Außenfläche des zylindrischen Abschnittes 102 mit Hilfe eines Zweifach-Werkzeuges hergestellt. Für die Herstellung der Seiltrommel 44 können unterschiedliche Materialien verwendet werden, beispielsweise ein Komposit-Polymer.

Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind beide Zugseile 51 und 52 an einem Ende im Basisabschnitt 104 an der Stelle 122 verankert und verlaufen von dieser Stelle durch eine gemeinsame Öffnung 116 im zylindrischen Abschnitt 102 nach außen, die in der Nähe der Anfänge der ersten Nut 112 bzw. der zweiten Nut 114 liegt. Von dort an verlaufen die Zugseile 51 bzw. 52 innerhalb der ersten Nut 112 bzw. der zweiten Nut 114 und sind bis zur oberen Endfläche des zylindrischen Abschnittes 102 parallel zueinander gewickelt, wobei sie abwechselnd in den fortlaufenden Windungen der zweigängigen Gewindenuten 100 verlaufen. Das erste Zugseil 51 und das zweite Zugseil 52 sind jeweils auf dem zylindrischen Abschnitt 102 bis nach oben geführt; ihre anderen Enden sind in diesem Bereich der Seiltrommel in diametral einander gegenüberliegenden Ausnehmungen 120 befestigt, die jeweils mit einer zugeordneten Nut 112 bzw. 114 in Verbindung stehen; sie könnten jedoch auch gemeinsam an einer Stelle befestigt sein.

Um die Schlaufen A bzw. B zu bilden, wird das erste Zugseil 51 und das zweite Zugseil 52 von der Seiltrommel 44 fort- und wieder zu ihr zurückgeführt. Wenn man die Anordnung dieser Abschnitte auf der Seiltrommel 44 von unten nach oben in den Fig. 4 und 5 betrachtet, so erkennt man, daß zuerst das zweite Zugseil 52 mit seinem die Schlaufe B bildenden Abschnitt Q von der Rückseite der Seiltrommel 44 abläuft und um die Umlenkrolle 57a herumgeführt ist. Es läuft dann zu der weiter entfernten Umlenkrolle 53 und wird sodann zur Seiltrommel 44 zurückgeführt, wobei es in diesem Abschnitt bei 65 mit dem Hauptwagen 26 verbunden ist. Danach läuft das zweite Zugseil 52 über die Umlenkrolle 57b und sodann zur Vorderseite der Seiltrommel 44 entlang dem Rückführabschnitt S der Schlaufe B.

In ähnlicher, jedoch umgekehrter Weise läuft das Zugseil 51 mit seinem Abschnitt T der Schlaufe A von der Vorderseite der Seiltrommel 44 ab und um die Umlenkrolle 59b herum, läuft sodann zu der weiter entfernten Umlenkrolle 56, wo es zur Seiltrommel 44 zurück umgelenkt wird. In diesem Abschnitt ist das erste Zugseil 51 bei 55 mit dem anderen Ende des Hauptwagens 26 verbunden. Anschließend läuft es um die Umlenkrolle 59a herum, worauf der Rückführabschnitt R der Schlaufe A zur Rückseite der Seiltrommel 44 geführt wird.

Wie Fig. 5 zeigt, sind das erste Zugseil 51 und das zweite Zugseil 52 so um die Seiltrommel 44 herumgewickelt, daß der Abschnitt Q der Schlaufe B immer von einer Windung der Nut 114 abläuft, die unmittelbar unter der Windung liegt, auf die der Abschnitt S aufläuft, und daß der Abschnitt T der Schlaufe A immer von einer Windung der Nut 112 abläuft, die unmittelbar unter der Windung liegt, auf die der Abschnitt R aufläuft, so daß die durch diese vier Abschnitte gebildete Gruppe immer die gleiche Folge in der zweigängigen Gewindenut-Anordnung 100 beibehält. Auf diese Weise sind der ablaufende Abschnitt und der auflaufende Abschnitt jeder Schlaufe A und B immer in einem gleichbleibenden Abstand zueinander angeordnet, vorzugsweise der Breite einer Nut entsprechend.

Beim Betrieb dreht sich die Seiltrommel 44 in einer beliebigen Richtung, wobei gleichzeitig gleiche Längen des ersten Zugseils 51 bzw. des zweiten Zugseils 52 abgewickelt sowie aufgewickelt werden.

Die in Fig. 5 mit durchgehenden Linien dargestellte Anordnung der Abschnitte R, T sowie S, Q auf der Seiltrommel 44 entspricht ganz allgemein dem Zustand, nachdem die Seiltrommel 44 im Uhrzeigersinn verdreht worden ist, bis der Hauptwagen 26 seine Endlage erreicht hat; die mit strichpunktierten Linien dargestellte Anordnung dieser Abschnitte entspricht dem Zustand, nachdem die Seiltrommel 44 im Gegenuhrzeigersinn verdreht worden ist, bis der Hauptwagen 26 seine andere Endlage einnimmt. Eine Drehung der Seiltrommel 44 im Uhrzeigersinn bewirkt, daß der Hauptwagen 26 in Richtung zur Endplatte 62 hin verfahren wird, während eine Verdrehung der Seiltrommel 44 in der entgegengesetzten Richtung bewirkt, daß der Hauptwagen 26 in Richtung zur an der anderen Seite angeordneten Endplatte 64 verfahren wird. Unabhängig davon, in welche Richtung die Seiltrommel 44 gedreht wird, bewegen sich die Abschnitte R, T sowie S, Q als Gruppe in vertikaler Richtung entlang der Seiltrommel 44. Zur Verdeutlichung dessen wird angenommen, daß an der Seiltrommel 44 z. B. 32 volle Windungen ausgebildet sind, von denen 16 in der ersten Nut 112 und die anderen 16 in der zweiten Nut 114 liegen. Wenn man diese Windungen der Reihe nach von unten nach oben betrachtet, dann sind die mit durchgehenden Linien dargestellten Abschnitte T und R der dritten und der fünften Windung zugeordnet, während die Abschnitte Q und S der zweiten und der vierten Windung der Gewindenuten 100 zugeordnet sind. Wenn die Seiltrommel 44 im Gegenuhrzeigersinn verdreht wird, bewegen sich diese vier Abschnitte gemeinsam entlang der Trommeloberfläche nach oben, bis, wie beispielhaft strichpunktiert dargestellt ist, die Abschnitte T und R in der 27. und 29. Windung liegen und die Abschnitte Q und S die 26. und 28. Windung der Gewindenuten 100 einnehmen. Das ist wesentlich, da eine Drehung der Seiltrommel 44 in irgendeiner Richtung sowohl beim ersten Zugseils 51 als auch beim zweiten Zugseil 52 nicht dazu führt, daß ungleiche Längenbeträge des einen oder des anderen Zugseils auf die Seiltrommel 44 aufgewickelt werden, wenn diese sich in unterschiedlichen Richtungen dreht. Das heißt, unabhängig von der Drehrichtung der Seiltrommel 44 werden immer gleiche Längenbeträge des ersten Zugseils 51 und des zweiten Zugseils 52 auf die Seiltrommel 44 aufgewickelt, so daß die Möglichkeit eines Schiefzuges des Hauptwagens 26 ausgeschlossen wird.

Es versteht sich, daß Änderungen an dem beschriebenen Zugseilantriebssystem möglich sind, ohne daß damit der Gegenstand der Erfindung verlassen wird. Beispielsweise ist es möglich, das erste Zugseil 51 sowie das zweite Zugseil 52 im Basisabschnitt 104 an Stellen zu verankern, die einander diametral gegenüberliegen, sodann diese Zugseile an um 180 Grad versetzten Stellen in ihre zugeordneten Nuten einzuführen und sie nach oben bis zum Ende des zylindrischen Abschnittes der Seiltrommel 44 aufzuwickeln, wo sie an einer gemeinsamen Stelle befestigt werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Positioniereinrichtung zum Verfahren eines Wagens (26) relativ zu einer Auflagefläche (22), umfassend einen Tisch (18), einen auf dem Tisch (18) relativ zur Auflagefläche (22) verfahrbar gelagerten Wagen (26), welcher zwischen zwei seitlichen Führungen (24) angeordnet ist und eine im wesentlichen senkrecht zu diesen Führungen (24) ausgerichtete Lage einnimmt, ferner eine an dem Tisch (18) drehbar gelagerte und mittels einer Antriebseinrichtung (46) in beiden Drehrichtungen antreibbare Seiltrommel (44), ein erstes auf die Seiltrommel (44) wickelbares Zugseil (51), welches mit einem Ende des Wagens (26) verbunden ist, und ein zweites auf die Seiltrommel (44) wickelbares Zugseil (52), welches mit dem anderen Ende des Wagens (26) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die beiden Enden jedes Zugseils (51, 52) in zwei in Trommelachsenrichtung beabstandeten Bereichen (116, 120) an der Seiltrommel (44) befestigt sind,
    2. - daß die Seiltrommel (44) eine zweigängige Gewindenut (100) mit zwei zueinander parallelen Nuten (112, 114) hat, die auf der Trommelaußenseite zwischen den beabstandeten Bereichen (116, 120) ausgebildet sind, wobei die erste Nut (112) zur Aufnahme des ersten Zugseils (51) und die zweite Nut (114) zur Aufnahme des zweiten Zugseils (52) dient, und
    3. - daß sich die Endabschnitte der Zugseile (51, 52) jeweils in zugeordnete Endabschnitte der zugeordneten Nut (112, 14) einlegen und zwischen den beabstandeten Stellen eine Schlaufe (A, B) bilden, die mit einem Ende des Wagens (26) verbunden ist.
  2. 2. Positioniereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die beiden Nuten (112, 114) im wesentlichen die gleiche Nutbreite (W) haben, und daß sie jeweils eine Steigung (P) haben, die im wesentlichen der zweifachen Nutbreite (W) entspricht.
  3. 3. Positioniereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die beiden Zugseile (51, 52) jeweils mit einem Ende an einem gemeinsamen Punkt in einem der beiden beabstandeten Bereiche (116, 120) befestigt sind, und
    2. - daß von dem gemeinsamen Befestigungspunkt aus das erste Zugseil (51) in den zugeordneten Endabschnitt der ersten Nut (112) unterhalb der Stelle einläuft, an welcher das zweite Zugseil (52) in den zugeordneten Endabschnitt der zweiten Nut (114) einläuft.
  4. 4. Positioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die beiden Zugseile (51, 52) jeweils mit einem Ende an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen (120) in einem der beiden beabstandeten Bereiche der Seiltrommel (44) befestigt sind.
  5. 5. Positioniereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückseite der Seiltrommel (44) der Auflagefläche (22) zugewandt ist und eine Vorderseite der Seiltrommel (44) dieser abgewandt ist, daß von dem gemeinsamen Befestigungspunkt an der Seiltrommel (44) ausgehend und oberhalb von diesem ein Abschnitt (Q) des zweiten Zugseils (52) von der Rückseite der Seiltrommel (44) aus der zweiten Nut (114) abläuft und unter Bildung der zweiten Schlaufe (B) über Umlenkrollenanordnungen (57a, 53, 57b) geführt ist, daß ein Abschnitt (T) des ersten Zugseils (51) als nächster von der Vorderseite der Seiltrommel (44) aus der ersten Nut (112) abläuft und unter Bildung der ersten Schlaufe (A) über Umlenkrollenanordnungen (59b, 56, 59a) geführt ist, daß das zweite Zugseil (52, Abschnitt S) an der Vorderseite der Seiltrommel (44) in die nächstfolgende Windung der zweiten Nut (114), aus der er abgelaufen ist, einläuft und sich anschließend entlang der verbleibenden Strecke der zweiten Nut bis zu einer (120) der einander diametral gegenüberliegenden Stellen am oberen Ende der Seiltrommel (44) wickelt, und daß das erste Zugseil (51, Abschnitt R) an der Rückseite der Seiltrommel (44) in die nächstfolgende Windung der ersten Nut (112), aus der er abgelaufen ist, einläuft und sich anschließend entlang der verbleibenden Strecke der ersten Nut bis zu der anderen (120) der einander diametral gegenüberliegenden Stellen am oberen Ende der Seiltrommel (44) wickelt.






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