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Dokumentenidentifikation DE69107827T2 17.08.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0496871
Titel BESCHLEUNIGUNGSMESSER MIT ISOLATION ZUM THERMISCHEN SPANNUNGSAUSGLEICH DER AUSGLEICHSPULE.
Anmelder Allied-Signal Inc., Morristown, N.J., US
Erfinder FOOTE, Steven, A., Issaquah, WA 98027, US
Vertreter Hoffmann, Eitle & Partner Patent- und Rechtsanwälte, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69107827
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.08.1991
EP-Aktenzeichen 919156885
WO-Anmeldetag 15.08.1991
PCT-Aktenzeichen US9105785
WO-Veröffentlichungsnummer 9203739
WO-Veröffentlichungsdatum 05.03.1992
EP-Offenlegungsdatum 05.08.1992
EP date of grant 01.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.1995
IPC-Hauptklasse G01P 15/13
IPC-Nebenklasse G01P 1/00   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Beschleunigungsmesser in denen eine Spule zur Kompensation der Kraft an einer Eich - Masse befestigt ist.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Ein Beschleunigungsmesser gemäss dem Stand der Technik mit grosser Leistungsfähigkeit wird in dem Patent US-A-3702073 beschrieben. Der Beschleunigungsmesser besteht aus drei hauptsächlichen Bestandteilen, einer Zunge und oberen und unteren Statoren oder magnetischen Kreisen zwischen denen die Zunge aufgehängt ist. Die Zunge beinhaltet eine bewegliche Schaufel, die durch flexible Halterungen an einer äusseren, kreisförmigen Stützvorrichtung befestigt ist, derart, dass die Schaufel sich bezogen auf die Stützvorrichtung drehen kann. Die Schaufel, die flexiblen Halterungen und die Stützvorrichtung bestehen normalerweise aus einer einheitlichen Struktur, die aus geschmolzenem Quartz hergestellt ist. Eine Mehrzahl von Blöcken zur Montage werden an auseinanderliegenden Stellungen vorgesehen, die sich um die oberen und unteren Flächen der Stützvorrichtung befinden. Diese Blöcke zur Montage passen in die einwärts gerichteten Flächen der oberen und unteren Statoren wenn der Beschleunigungsmesser zusammen gebaut wird.

Sowohl die obere als auch die untere Fläche der Schaufel beinhalten Kondensatorplatten und Spulen zur Kompensation der Kräfte, die auch Drehmoment - Spulen genannt werden. Jede Spule zur Kompensation der Kraft ist derart ausgerichtet dass ihre zentrale Achse normal auf die Schaufel steht und parallel zu der Messachse des Beschleunigungsmessers. Jeder Stator ist im allgemeinen zylindrisch, und weist an seiner einwärts gerichteten Fläche eine Bohrung auf. Innerhalb der Bohrung befindet sich ein Permanentmagnet. Die Bohrung und der Permanentmagnet sind derart angeordnet, dass eine der zugehörigen Spulen zur Kompensation der Kräfte, die an der Schaufel montiert sind, in die Bohrung passt, wobei der Permanentmagnet im zylindrischen Kernbereich der Spule ausgenchtet ist. Strom, der durch die Spule fliesst, erzeugt ein magnetisches Feld, das mit dem Permanentmagnet wechselwirkt, und eine Kraft erzeugt, die auf die Schaufel wirkt. Weiter sind an den einwärts gerichteten Flächen der Statoren Kondensatorplatten angeordnet, die Kondensatoren bilden, wobei sich die Kondensatorplatten an den oberen und an den unteren Flächen der Schaufel befinden. Eine Bewegung der Schaufel bezogen auf die oberen und unteren Statoren resultiert in einer differentiellen Veränderung der Kapazität.

Im Betrieb wird der Beschleunigungsmesser an einem Objekt befestigt, dessen Beschleunigung zu messen ist. Eine Beschleunigung des Objekts entlang der Messachse bewirkt eine pendelförmige, dreh ende Verschiebung der Schaufel, sowie auch der Spulen und Kondensatorplatten (die zusammen die "Eich - Masse" genannt werden) bezogen auf die Stützvorrichtung und auf den Stator. Die resultierende differentielle Veränderung der Kapazität, die durch diese Verschiebung hervorgerufen wird, wird durch einen Schaltkreis zur Rückkopplung gemessen. Als Reaktion produziert der Schaltkreis zur Rückkopplung Strom, der, wenn er durch die Spule zur Kompensation der Kräfte geschickt wird, die Eich - Masse in ihre neutrale Stellung bringen wird. Die Grösse des Stroms, der erforderlich ist, um die Eich - Masse in ihrer neutralen Stellung zu halten, stellt ein Mass für die Beschleunigung längs der Messachse dar.

Eine wichtige Eigenschaft eines Beschleunigungsmessers des oben beschriebenen Typs ist seine Unempfindlichkeit gegenüber Fehlern, die sich aufgrund von thermischen Verspannungen ergeben. Thermische Verspannungen entstehen aufgrund der Tatsache, dass unterschiedliche Teile des Beschleunigungsmessers aus Materialien bestehen, die unterschiedliche Koeffizienten der thermischen Ausdehnung aufweisen. Zum Beispiel wird die Zunge vorzugsweise aus geschmolzenem Quartz bestehen, wogegen die Spule typisch aus Kupfer besteht, und auf einem Spulenkörper aus Aluminium montiert sein kann. Der Koeffizient der thermischen Ausdehnung von geschmolzenem Quartz beträgt 0.5 ppm/ºC, wogegen die Koeffizienten der Ausdehnung von Kupfer und Aluminium jeweils 17 und 23 ppm/ºC betragen. Daher treten, bedingt durch Veränderungen der Temperatur, Verspannungen an den Übergängen Schaufel / Spule, oder am Übergang Schaufel / Spulenkörper auf. Diese Verspannung kann die Schaufel und die flexiblen Halterungen zur Montage der Schaufel verbiegen, und sie bewirken konstante Versatz - Fehler sowie Fehler in Form von Hysterese im Ausgabewert des Beschleunigungsmessers.

Ein herkömmlicher Ansatz um die von der Temperatur herrührende Verspannung am Übergang zwischen Spule und Schaufel gering zu halten besteht darin, die Spule oder den Spulenkörper auf einem Träger zu montieren, der mit der Schaufel nur an einer kleinen kreisförmigen Fläche in der Nähe der zentralen Achse der Spule befestigt ist. Dieser Ansatz führt zu minimalen Unterschieden zwischen den Bewegungen der Spule und der Schaufel, die durch eine gegebene Veränderung der Tempera tur hervorgerufen werden. Ein anderer Ansatz gemäss dem Stand der Technik, um die Spule zu montieren, wobei die Verspannungen reduziert werden, wird im Patent US-A-4697455 gezeigt. Im Beschleunigungsmesser der darin beschrieben wird, zeigen eine Mehrzahl von Fingern zur Montage vom Spulenkörper herab und sind an einer Basis befestigt, die wiederum an der Schaufel befestigt sind. Obwohl diese Konstruktion Verspannungen, die aufgrund von Unterschieden in der thermischen Ausdehnung entstehen, auf effiziente Weise zum Verschwinden bringt, stellt sie eine relativ schwere Konstruktion dar, die eine signifikante Menge an zusätzlicher Masse der Eich - Masse bedingt. Es besteht daher ein Bedarf, einen Ansatz zu finden, wie die Spule montiert werden kann, wobei es zu minimaler thermischer Verspannung kommt, aber der ebenfalls geringes Gewicht bedingt, und der daher gut geeignet für den Einsatz in Beschleunigungsmessern für grosse g - Werte ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung sieht einen Beschleunigungsmesser vor, der aus einer Schaufel besteht, die durch einen Träger gehalten wird, und die zur Bewegung gegenüber diesem ausgeführt ist, und eine Spulen - Vorrichtung, die an der Schaufel an einer Mehrzahl von Montagepunkten befestigt ist; DADURCH GEKENNZEICHNET, DASS zumindest einer der Montagepunkte durch einen oder mehrere Schlitze in der die Schaufel formen den Vorrichtung zur Aufhängung, die die Montagepunkte mit dem Rest der Schaufel vebindet, definiert ist, wobei die Vorrichtung zur Aufhängung frei zur Bewegung der Montagepunkte bezogen auf die Schaufel in einer Ebene ist, in der sich die Schaufel befindet.

Auf diese Weise sieht es die Erfindung vor, Verspannungen zu kompensieren, die sich aus Veränderungen der Temperaturen ergeben, ohne dass es zu einer Zunahme der Masse der Eich - Masse kommt. Der Ausdruck "Schaufel" wird hier in einem breiten Sinne verwendet, wobei jedes bewegliche Glied gemeint sein kann, unabhängig davon, ob es sich bei einer solchen Bewegung um eine dreh ende, versetzende, oder um eine Kombination von beiden handelt. Die Spulen - Vorrichtung kann entweder eine frei stehende Spule beinhalten, oder eine Spule, die auf einem Spulenkörper montiert ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Spulen - Vorrichtung an der Schaufel an ersten, zweiten, und dritten Montagepunkten befestigt. Die ersten und zweiten Montagepunkte sind mit der Schaufel jeweils durch eine erste und zweite Vorrichtung zur Aufhängung verbunden. Jede Vorrichtung zur Aufhängung ist frei zur Bewegung ihrer jeweileigen Montagepunkte in einer Richtung zu oder vom dritten Montagepunkt, der fest ist. In einem anderen bevorzugten Aspekt, ist jeder Montagepunkt mit der Schaufel durch Balken verbunden, die mit den Montagepunkten an ihren gegenüberliegenden Ecken verbunden sind. Weiter wird eine Ausführungsform offengelegt, in der ein Teil der Schaufel zwischen den Montagepunkten entfernt ist, um die Masse der Schaufel zu verringern.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

FIGUR 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Beschleunigungsmessers mit Kompensation der Kraft gemäss dem Stand der Technik;

FIGUR 2 ist eine Ansicht der oberen Fläche einer Zunge, die gemäss der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist, und

FIGUR 3 ist eine Ansicht der oberen Fläche einer zweiten Zunge gemäss der vorliegenden Erfindung.

DETAILIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

FIGUR 1 zeigt einen Beschleunigungsmesser mit Kompensation der Kraft gemäss dem Stand der Technik. Dieser Beschleunigungsmesser beinhaltet einen oberen Stator 10 und einen unteren Stator 12. Die einwärts gerichteten Flächen jedes Stators weisen eine Bohrung auf, innerhalb der ein Permanentmagnet positioniert ist, an dessen oberen Ende ein Poolteil sitzt, wie durch das Polteil 14 in der Bohrung 16 illustriert. Weiter wird in FIGUR 1 die Baugruppe der Zunge 18 gezeigt, die zwischen den oberen und den unteren Statoren montiert ist. Die Baugruppe der Zunge 18 besteht aus der Zunge 20, aus einer äusseren kreisförmigen Stützvorrichtung 22 und aus der Schaufel 26, die an der Stützvorrichtung durch die flexiblen Halterungen 34 aufgehängt ist. Die Zunge wird vorzugsweise aus einem einzigen Teil aus geschmolzenem Quartz hergestellt. Die Stützvorrichtung 22 beinhaltet drei Blöcke zur Montage 24 an ihrer oberen Fläche, und einen ähnlichen Satz von drei Blöcken zur Montage (nicht gezeigt) an ihrer unteren Fläche. Wenn der Beschleunigungsmesser zusammen gebaut wird, kontaktieren die Blöcke zur Montage 24 die oberen und unteren Statoren, und stellen derart einen Träger für die Baugruppe der Zunge dar.

Die Kondensatorplatte 28 ist an der oberen Fläche der Schaufel 26 angebracht, und eine ähnliche Kondensatorplatte (nicht gezeigt) ist an der unteren Fläche der Schaufel angebracht. Die Kondensatorplatten wirken zusammen mit den einwärts gerichteten Flächen der oberen und unteren Statoren 10 und 12, um ein kapazitives Abgreifsystem vorzusehen. Weiter sind an jeder Seite der Schaufel 26 Spulenkörper 12 montiert, an denen Spulen zur Kompensation der Kräfte 30 montiert sind. Wie in der Kunst der Instrumentenbauer wohlbekannt, wirken die Spulen 30 zusammen mit den Permanentmagneten in den Statoren und mit einem geeigneten Schaltkreis zur Rückkopplung, um die Schaufel 26 in einer vorbestimmten Stellung bezogen auf die Stützvorrichtung 22 zu halten. Die Stifte 36 und 38 zum Abgreifen, die in Dünnfilmtechnik ausgeführt sind, und ähnliche Stifte (nicht gezeigt) an der unteren Fläche der Zunge 20 stellen eine elektrische Verbindung zu den Abgreifplatten des Kondensators und zur Spule zur Kompensation der Kräfte her.

Bei der Konstruktion eines Beschleunigungsmessers des Typs wie er in FIGUR 1 gezeigt ist, ist es fast unmöglich, das gleiche Material für alle unterschiedlichen Bestandteile zu verwenden. So besteht zum Beispiel die Zunge 20 vorzugsweise aus geschmolzenem Quartz. Die Spule 30 besteht vorzugsweise aus Kupfer, und der Spulenkörper 32 wird vorzugsweise aus Aluminium hergestellt. Als Resultat, wird sich unweigerlich eine fehlende Anpassung der Koeffizienten der thermischen Ausdehnung von aneinander anschliessenden Bestandteilen einstellen. Solche fehlenden Anpassungen können zur Ver form und der Bestandteile führen, und bewirken Fehler, die auf eine Anzahl von unterschiedlichen Arten entstehen, in Abhängigkeit vom Typ der Aufhängung und von der verwendeten Methode des Abgriffs.

Im Beschleunigungsmesser der FIGUR 1 werden die Spulenkörper typisch direkt an der Schaufel befestigt, wobei ein nachgiebiges Elastomer verwendet wird. Der Unterschied in den thermischen Koeffizienten zwischen Aluminium und geschmolzenem Quartz ist gross, und die Schicht aus nachgiebigem Elastomer kann nicht die gesamte Verspannung an diesem Übergang aufnehmen. Die restlichen Verspannungen, die durch die gegenüberliegende Spule nicht aufgehoben werden, können zur Verformung der Abgreifplatten des Kondensators oder der flexiblen Halterungen führen. Alle Verformungen können einen Versatz im Ausgabewert des Beschleunigungsmessers zur Folge haben. Darüber hinaus können Verzerrungen, die die Position der Windungen der Spule betreffen, zu Fehlern in der Skala der Messung führen. Diese Fehlerquellen sind um so signifikanter in einer Konstruktion, in der nur eine einzige Spule zur Kompensation der Kraft verwendet wird, wegen der Asymmetrie der resultierenden Verspannung, die an der Schaufel anliegt.

FIGUR 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Systems zur Montage der Spule gemäss der vorliegenden Erfindung. Im besonderen zeigt FIGUR 2 die Zunge 50, bestehend aus der Stützvorrichtung 52 von der die Schaufel 54 durch die flexiblen Halterungen 56 und 58 gehalten wird. Die Schaufel beinhaltet drei Montagepunkte zur Befestigung der Spule an der Schaufel: den festen Montagepunkt 60 und die beweglichen Montagepunkte 62 und 64. Eine genaue Kondensatorplatte 66 ist an der Schaufel angebracht, und die Kondensatorplatte wird sich im allgemeinen um die Fläche, an der die Spule montiert wird herum erstrecken.

Der feste Montagepunkt 60 kann einfach eine bestimmte Fläche aus der gesamten Fläche der Schaufel sein, oder er kann, bezogen auf die restliche Fläche der Schaufel, erhöht sein, wie weiter unten beschrieben wird. Die beweglichen Montagepunkte 62 werden erzeugt, indem ein Paar Schlitze 70 und 72 in die Schaufel geätzt werden. Die Schlitze werden derart geformt, um die Montagepunkte 62 zu erzeugen, die mit der restlichen Schaufel durch die Balken 76 und 78 verbunden sind. Ein zweites Paar von Schlitzen 80 und 82 werden ebenso in der Schaufel erzeugt, wobei die Schlitze 80 und 82 Montagepunkte 64 erzeugen, die mit der restlichen Schaufel durch die Balken 86 und 88 verbunden sind. Die Balken 76 und 86 und Teile der beweglichen Montagepunkte 62 und 64 können beschichtet sein, so dass sie einen Teil der Kondensatorplatte 66 bilden.

Die Formverhältnisse der Balken 76, 78, 86, und 88 sind derart ausgeführt, dass die Balken sich relativ frei in der Ebene der Schaufel, normal auf die Längsachsen der Balken verbiegen können, dass diese jedoch relativ steif sind gegenüber Verbiegungen aus der Ebene der Schaufel, d.h. im Rechten Winkel auf die Ebene der Zeichnung. Darüber hinaus werden die Balken derart dimensioniert, dass sie relativ steif längs ihrer Längsachsen sind wenn es sich um Spannungen, wie sie aufgrund von thermischer Verspannung erwartet werden können, handelt. Die Balken 76 und 78 sind derart ausgerichtet, dass der feste Montagepunkt 60 ungefähr längs der Richtung ausgerichtet ist, in der die Balken 76 und 78 nachgiebig sind, d.h. in die Richtung Normal zu den Längsachsen dieser Balken. Der feste Montagepunkt 60 ist längs der nachgiebigen Richtung der Balken 86 und 88 positioniert. Die Balken sind daher frei zur Bewegung der beweglichen Montagepunkte in Richtung zu und von dem festen Montagepunkt. Es ergibt sich als Resultat, dass, wenn eine Veränderung der Temperatur zu unterschiedlicher thermi scher Ausdehnung oder Schrumpfen der Spule oder des Spulenkörpers bezogen auf die Schaufel führt, die Montagepunkte 62 und 64 sich in Richtung zu und vom festen Montagepunkt 60 bewegen, wobei die Verspannungen kompensiert werden, und die Einkopplung von Verspannungen, die thermisch bedingt sind, in die Zunge oder in die Spule gering gehalten werden.

Die Ausführungsformen, die in FIGUR 2 gezeigt werden, können ebenso bei Beschleunigungsmessern verwendet werden, in denen die Spule an einem Spulenkörper montiert ist, der wiederum an der Schaufel befestigt ist, und in gleicher Weise bei Ausführungsformen in denen eine frei stehende Spule direkt an der Schaufel montiert ist. In beiden Fällen kann es von Vorteil sein, kleine erhabene Flächen an den Montagepunkten zu formen, um eine Freistellung zwischen dem Spulenkörper oder der Spule und der Schaufel vorzusehen. Trotzdem können nicht erhabene Montagepunkte in manchen Anwendungen vorteilahfter sein, da sie eine grössere flache Fläche für die Kondensatorplatte 66 ermöglichen. In derartigen Ausführungsformen können kleine Perlen aus Klebstoff oder vor ge formte Epoxy - Blöcke, die zwischen der Schaufel und der Spule ausgerichtet sind, dazu vorgesehen werden, um die Freistellung zu erreichen. Als Alternative können dazu Grate verwendet werden, um eine derartige Freistellung vorzusehen. Die Konstruktion, die in FIGUR 2 gezeigt wird, eignet sich ebenso in Fällen, in denen nur eine einzige Spule an einer Seite der Schaufel befestigt ist, oder für Konstruktionen mit zwei Spulen, in denen die Spulen an beiden Seiten der Schaufel montiert sind. Im letzteren Fall können erhabene Flächen zur Montage an beiden Seiten für jeden Montagepunkt vorgesehen werden.

In der Ausführungsform der FIGUR 2 weisen die Montagepunkte im allgemeinen rechteckige Form auf, und die Balken verbinden die gegenüberliegenden Ecken jedes Montagepunktes. Obwohl dies nicht erforderlich ist, wird diese Anordnung bevorzugt, da sie eine bessere Isolation gewährleistet. Der Grund dafür besteht darin, dass die Länge eines Balkens sich im Effekt verkürzt, wenn dieser Normal zu seiner Längsachse versetzt wird. Daher würde, wenn die Achsen der Balken auf einer gleichen Linie liegen würden, eine Verschiebung der Montagepunkte die Balken unter Spannung setzten, und eine gewisse Verspannung würde in die Schaufel eingekoppelt. Die Verbindung an gegenüberliegenden Ecken vermeidet dies wobei eine geringe Verdrehung der Montagepunkte zugelassen wird, um für die Veränderung der effektiven Länge der Balken zu kompensieren. Vorzugsweise werden die beweglichen Montagepunkte 62 und 64 symmetrisch bezogen auf die flexiblen Halterungen ausgerichtet, so dass etwa noch vorhandene restliche Verspannungen ausgeglichen werden.

Eine Isolation könnte auch für den Montagepunkt 60 vorgesehen werden. Trotzdem sind nur zwei nachgiebige Montagepunkte nötig um eine effiziente Kompensation der Verspannungen zu erreichen. Indem der Montagepunkt 60 fest belassen wird, wird eine starrere Struktur erzeugt, und es wird das Vordringen der Strukturen zur Isolation der Spule auf die Fläche für die Kondensatorplatte gering gehalten. Auf der anderen Seite würde es ein Vorteil eines nachgiebigen Trägers für den Montagepunkt 60 sein, dass Veränderungen der Temperatur die Position des Zentrums der Spule bezogen auf die Schaufel nicht verändern. Wenn ein nachgiebiger Träger für den Montagepunkt 60 verwendet wird, kann die Nachgiebigkeit der Balken oder der anderen Strukturen, an denen der Montagepunkt 60 befestigt ist, bezogen auf die Nachgiebigkeit der Balken, die die Montagepunkte 62 und 64 halten, angepasst werden, um für die Temperaturempfindlichkeit des Skalen - Fehlers des Beschleunigungsmessers zu kompensieren.

FIGUR 3 zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Im Besonderen zeigt FIGUR 3 die Zunge 100 bestehend aus der Stützvorrichtung 102 von der die Schaufel 104 durch die flexiblen Halterungen 106 und 108 gehalten wird. Die Schaufel 104 beinhaltet den festen Montagepunkt 110 und die beweglichen Montagepunkte 112 und 114. Der Montagepunkt 112 ist mit dem Rest der Schaufel 104 durch die Balken 120 und 122 verbunden, und der Montagepunkt 114 ist mit dem Rest der Schaufel durch die Balken 130 und 132 verbunden. Die Geometrie der Montagepunkte und Balken ist im wesentlichen identisch mit der der Ausführungsform von

FIGUR 2. Trotzdem wurde in FIGUR 3, ein substantieller zentraler Teil der Schaufel 104 entfernt, um die Masse der Schaufel und damit der Eich - Masse weiter zu verringern. Eine substantielle Lippe 134 wird vorzugsweise in der Schaufel in der Nähe der flexiblen Halterungen 106 und 108 belassen, um zusätzliche Steifheit dieser Fläche vorzusehen.

Es wurden die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung illustriert und beschrieben, doch werden dem Fachmann Variationen davon unmittelbar einsichtig sein. So kann zum Beispiel die Erfindung für jeden Beschleunigungsmesser, in dem eine Spule an einer beweglichen Schaufel oder dergleichen befestigt ist, angewendet werden, und sie ist nicht begrenzt auf die illustrierten Fälle, in denen die Schaufel pendelförmig mittels flexiblen Halterungen montiert ist.


Anspruch[de]

1. Beschleunigungsmesser bestehend aus einer Schaufel (54, 104) die durch einen Träger (52, 102) gehalten wird um sich auf diesen bezogen zu bewegen, und eine Spulen - Vorrichtung die auf dieser Schaufel an einer Mehrzahl von Montagepunkten (60-64, 110-114) an der Schaufel montiert ist; DADURCH GEKENNZEICHNET, DASS zumindest einer der Montagepunkte (62, 64, 112, 114) durch einen oder mehrere Schlitze (70, 72, 80, 82) in der Schaufel (54, 104) definiert ist, und eine Vorrichtung zur Aufhängung (76, 78, 86, 88, 120, 122, 130, 132) erzeugt, die die Montagepunkte mit dem Rest der Schaufel (54, 104) verbindet, wobei die Vorrichtung zur Aufhängung nachgiebig gegenüber der Bewegung der Montagepunkte (62, 64, 112, 114) bezogen auf die Schaufel (54, 104) in einer Ebene, in der die Schaufel liegt, ist.

2. Beschleunigungsmesser gemäss Anspruch 1, wobei die Spulen - Vorrichtung mit der Schaufel (54, 104) an ersten, zweiten und dritten Montagepunkten, (60, 62, 64; 110, 112, 114) befestigt ist, wobei die ersten und zweiten Montagepunkte (62, 64; 112, 114) mit der Schaufel (54, 104) durch jeweils die ersten und zweiten nachgiebigen Vorrichtungen zur Aufhängung (76, 78, 86, 88; 120, 122, 130, 132) verbunden sind.

3. Beschleunigungsmesser gemäss Anspruch 2, wobei die dritten Montagepunkte (60, 110) fest sind; die ersten Vorrichtungen zur Aufhängung (76, 78, 120, 122) sind nachgiebig gegenüber einer Bewegung der ersten Montagepunkte (62, 112) in einer Richtung zu und von den dritten Montagepunkten (60, 110); und die zweiten Vorrichtungen zur Aufhängung (86, 88, 130, 132) sind nachgiebig gegenüber Bewegung der zweiten Montagepunkte (64, 114) in einer Richtung zu und von den dritten Montagepunkten (60, 110).

4. Beschleunigungsmesser gemäss einem beliebigen der vorherigen Ansprüche, wobei die Vorrichtung zur Aufhängung aus einem Paar von Balken (76, 78, 86, 88, 120, 122, 130, 132) besteht, die die Montagepunkte (62, 64, 112, 114) mit der Schaufel (54, 104) verbindet.

5. Beschleunigungsmesser gemäss Anspruch 4, wobei die Balken (76, 78; 86, 88; 120, 122, 130, 132) an gegenüberliegenden Seiten der Montagepunkte (62, 64; 112, 114) befestigt sind.

6. Beschleunigungsmesser gemäss Anspruch 5, wobei die Balken (76, 78; 86, 88; 120, 122; 130, 132) von jedem Paar jeweils longitudinale Achsen aufweisen, die parallel zueinander, jedoch gegeneinander versetzt sind.

7. Beschleunigungsmesser gemäss Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei die Montagepunkte (62, 64, 112, 114) im allgemeinen von rechteckiger Form sind, und wobei die Balken (76, 78; 86, 88; 120, 122; 130, 132) an diagonal gegenüberliegenden Ecken befestigt sind.

8. Beschleunigungsmesser gemäss einem beliebigen der vorherigen Ansprüche, wobei ein Teil der Schaufel (104) zwischen den Montagepunkten (110, 112, 114) weggelassen ist, um dadurch die Masse der Schaufel (104) zu verringern.







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