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Dokumentenidentifikation DE19506094A1 07.09.1995
Titel Verfahren zur Behandlung von Pflanzen
Anmelder Nihon Bayer Agrochem K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Wada, Yuzuru, Hachioji, Tokyo/Tokio, JP;
Otsu, Yuichi, Oyama, Tochigi, JP;
Isono, Kunihiro, Tochigi, JP;
Koyama, Shigeharu, Oyama, Tochigi, JP;
Sone, Shinzaburo, Yuki, Ibaraki, JP
Vertreter Müller, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Ass., 51377 Leverkusen
DE-Anmeldedatum 22.02.1995
DE-Aktenzeichen 19506094
Offenlegungstag 07.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse A01N 25/34
IPC-Nebenklasse A01N 43/50   A01N 43/653   A01N 43/40   A01N 43/66   A01N 43/78   A01N 57/14   A01N 43/54   A01N 43/90   
IPC additional class // A01N 25/08,C07D 249/12,213/61,241/02,233/20,405/04,401/04,409/04,495/04  
Zusammenfassung Nach einem neuen Verfahren lassen sich agrochemische Wirkstoffe auf Pflanzen applizieren, indem man Tabletten, die
- mindestens einen agrochemischen Wirkstoff und
- mindestens ein Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist, sowie
- gegebenenfalls einen oder mehrere Trägerstoffe gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser,
enthalten, auf der Oberfläche der zu behandelnden Pflanzen befestigt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Applikation von agrochemischen Stoffen auf Pflanzen mit Hilfe von Tabletten.

Im wesentlichen werden bisher zwei Methoden angewandt, um agrochemische Stoffe auf Pflanzen zu bringen. Die erste Methode besteht darin, daß die Wirkstoffe durch Spritzen von flüssigen Formulierungen oder von festen Formulierungen in Pulverform auf die Oberfläche der zu behandelnden Pflanzen ausgebracht werden. Die zweite Methode besteht darin, daß man flüssige oder feste Formulierungen der Wirkstoffe mit dem Boden in der Umgebung der Wurzeln der zu behandelnden Pflanzen vermischt.

Beim Arbeiten nach der Spritzmethode erreichen die versprühten Wirkstoffe den Wirkungsort relativ rasch, so daß diese Methode als schnell wirkend bezeichnet werden kann. Ein Nachteil dieser Methode besteht aber darin, daß die versprühten Wirkstoffe sich auch auf dem Boden ablagern und dann von den behandelten Zonen abdriften, so daß letztlich nur eine ziemlich geringe Dosis an Wirkstoffen auf den Pflanzen verbleibt. Außerdem besteht für die Personen, die die Formulierungen versprühen, ein nicht geringes Risiko, daß sie während des Spritzens der Formulierungen einer Belästigung durch die enthaltenen Chemikalien ausgesetzt sind.

Beim Arbeiten nach der zweiten der beiden oben erwähnten Methoden, nämlich beim Vermischen von Formulierungen mit dem Erdboden, ist für die Personen, die die Formulierungen anwenden, das Risiko, mit Chemikalien kontaminiert zu werden, erheblich geringer. Nachteilig an dieser Methode ist jedoch, daß der gewünschte Effekt nur dann erzielt werden kann, wenn Wirkstoffe mit systemischen Eigenschaften bei der Behandlung eingesetzt werden. Im Vergleich zur Spritzmethode ist an der Methode des Vermischens ungünstig, daß der biologische Effekt der Wirkstoffe sich erst langsam einstellt, daß die effektiven Mengen an Wirkstoffen für die Behandlung geringer werden, weil Wirkstoffe im Boden durch eindringendes Wasser abdriften, und daß ein höheres Risiko für eine länger anhaltende toxische Wirkung gegeben ist.

Unter Berücksichtigung des zuvor Gesagten ist es in hohem Maße wünschenswert, eine neue Behandlungsmethode zu entwickeln, bei der die oben erwähnten Nachteile vermieden werden, indem die Menge an Wirkstoffen so gering wie möglich gehalten wird und dennoch ein möglichst hoher biologischer Effekt erzielt wird.

Ferner ist bereits eine Methode zum Schutz von Bäumen bekannt geworden, die darin besteht, daß man ein Loch in den Baumstamm bohrt und dann eine flüssige Formulierung der biologisch aktiven Stoffe in das Loch injiziert, so daß die Formulierung allmählich in das Innere des Baumes eindringt wie eine Transfusion von Medizin in einen menschlichen Körper. Diese Methode erfordert aber zur Verflüssigung der Wirkstoffe eine erhebliche Menge an Lösungsmitteln und/oder oberflächenaktiven Stoffen, die für die Bäume toxisch sein können. Bei einer solchen Behandlung werden die Volumina an flüssigen Formulierungen, die zum Schutz der Bäume angewandt werden, zwangsläufig größer. Das bedeutet, daß die Anwender eine längere Zeit warten müssen bis die Penetration der flüssigen Formulierungen in die Bäume abgeschlossen ist. Da es außerdem nötig ist, nach der Behandlung die Behälter einzusammeln, welche anfangs die Formulierungen enthielten, bedeutet dieses, daß die Arbeitseffizienz gering ist. Wenn große Mengen von phytotoxischen Lösungsmitteln und oberflächenaktiven Stoffen in die Bäume injiziert werden, kann das Gewebe der Baumkörper in Richtung des Längenwachstums geschädigt werden, wodurch die Zirkulation von Wasser in dem Gewebe behindert wird. Außerdem können die applizierten Flüssigkeiten ausgedehnte Schäden in denjenigen Pflanzenschichten hervorrufen, die den behandelten Stellen nahe benachbart sind und für das Wachstum der Bäume von Bedeutung sind. Dadurch können ernsthafte Schäden an den Bäumen verursacht werden, wie ausgedehnte Aufbrüche an der Oberfläche der Bäume und so fort. Daher ist es sehr wünschenswert, eine Behandlungsmethode zu entwickeln, die innerhalb kurzer Zeit durchgeführt werden kann und nicht nur für die Anwender kein Risiko enthält, mit Chemikalien kontaminiert zu werden, sondern auch keine phytotoxische Wirkung ausübt, durch die das Wachstum der Bäume beeinträchtigt wird.

Es wurde nun ein neues Verfahren zur Applikation von agrochemischen Wirkstoffen auf Pflanzen gefunden, welches darin besteht, daß man auf der Oberfläche der zu behandelnden Pflanzen Tabletten befestigt, die

  • - mindestens einen agrochemischen Wirkstoff und
  • - mindestens ein Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist, sowie
  • - gegebenenfalls einen oder mehrere Trägerstoffe gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser,


enthalten.

Weiterhin gefunden wurden agrochemische Formulierungen in Form von Tabletten, die

  • - mindestens einen agrochemischen Wirkstoff und
  • - mindestens ein Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist, sowie
  • - gegebenenfalls einen oder mehrere Trägerstoffe gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser,


enthalten.

Es ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, daß das erfindungsgemäße Verfahren sehr gut zur Applikation agrochemischer Stoffe auf Pflanzen geeignet ist, denn es war nicht vorherzusehen, daß die Formulierungen in Form von Tabletten dazu in der Lage sind, eine ausreichende Penetration der Wirkstoffe in die Pflanzen zu gewährleisten.

Wenn man die Mittel in Tablettenform nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf der Oberfläche von Pflanzen befestigt, sichern diese Mittel eine ausreichende Applikation der agrochemischen Stoffe auf die Pflanzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen, und zwar auch dann, wenn die Wirkstoffe in weitaus geringeren Mengen eingesetzt werden als bei der herkömmlichen Spritzapplikation. Weiterhin garantiert die erfindungsgemäße Behandlungsmethode einen hohen Wirkungsgrad und vermeidet eine unerwünschte Freisetzung von Wirkstoff in die Umwelt fast vollständig. Schließlich besteht für die Anwender kein Risiko, mit Staub oder Spritzflüssigkeiten von Chemikalien kontaminiert zu werden. Somit stellt die vorliegende Erfindung ein epochemachendes Verfahren zur Behandlung von Pflanzen bereit.

Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß vorbestimmte Mengen an agrochemischen Stoffen abgemessen und geformt werden können. Das Verfahren ist für die Anwender also vollkommen sicher, weil es sie davon befreit, agrochemische Stoffe abzumessen, zumal diese Tätigkeit in vielen Fällen dafür verantwortlich ist, daß sich die Anwender mit Chemikalien kontaminieren. Außerdem ist das Verfahren arbeitssparend beim Bemessen der gewünschten Dosis an Wirkstoffen. Durch Verwendung der Formulierungen agrochemischer Wirkstoffe in Tablettenform kann im wesentlichen ein ausreichender Wirkungsgrad erzielt werden, um alle tierischen Schädlinge und pilzlichen Erkrankungen auf dem gesamten Pflanzenkörper zu bekämpfen, ohne daß die Pflanzen durch Phytotoxis geschädigt werden. Es ist nur erforderlich, die Tabletten an Stämmen oder Stengelteilen von Pflanzen möglichst nahe am Boden zu befestigen. Außerdem können die Tabletten auch auf nicht verholzten jungen Stämmen in der Nähe neuer Blätter appliziert werden, wo zuvor schwere Schäden durch pilzliche Erkrankungen oder tierische Schädlinge erzeugt wurden. Ferner ist es möglich, die Formulierungen in Tablettenform an der Oberfläche des Pflanzenkörpers zu befestigen, nachdem dort zuvor Schnitte angebracht wurden, die das Pflanzenwachstum nicht behindern. Schließlich können die Tabletten im Falle von Bäumen auch auf solche Teile aufgebracht werden, von denen vorher die Rinde entfernt wurde.

Die Formulierungen, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Behandlung von Pflanzen eingesetzt werden, enthalten einen oder mehrere agrochemische Wirkstoffe, wie z. B. pestizide Wirkstoffe, fungizide Wirkstoffe, Pflanzenwachstumsregulatoren usw.

Unter pestiziden Wirkstoffen sind im vorliegenden Zusammenhang Verbindungen zu verstehen, die zur Bekämpfung von Insekten, Akariden und/oder Nematoden geeignet sind, die Pflanzen befallen. Unter fungiziden Wirkstoffen sind im vorliegenden Zusammenhang Verbindungen zu verstehen, die zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten geeignet sind, die Pflanzen befallen. Unter Pflanzenwachstumsregulatoren sind im vorliegenden Zusammenhang Stoffe zu verstehen, die in gewünschter Weise in den Metabolismus von Pflanzen eingreifen, ohne die Pflanzen zu schädigen. Die Formulierungen, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden, können alle üblichen agrochemischen Wirkstoffe enthalten, die systemische Eigenschaften aufweisen.

In den Formulierungen in Tablettenform, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden, können vorzugsweise einer oder mehrere der folgenden Stoffe enthalten sein:

1-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-nitro-imidazolidin-2-ylidenamin,

N-Cyano-N-(2-chlor-5-pyridylmethyl)-N&min;-methyl-acetoamidin,

1-[N-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-ethylamino]-1-methylantino-2-nitroe-thylen,

1-(2-Chlor-5-pyridylmethyl)-3,5-dimethyl-2-nitroimino-hexahydro-1,3,-5-triazin,

1-(2-Chlor-5-thiazolylmethyl)-3,5-dimethyl-2-nitroimino-hexahydro-1,-3,5-triazin,

0,0-Dimethyl-0-3-methyl-4-(methylsulfinyl)-phenyl-thiophosphat,

trans-1,4,5,6-Tetrahydro-1-methyl-2-[2-(3-methyl-2-thienyl )-vinyl]-pyrimidin-tartrat,

(-)-(S)-2,3,5,6-Tetrahydro-6-phenylimidazo[2,1-b]-thiazol-hydrochlor-id,

1-(4-Chlorphenoxy)-3,3-dimethyl-1-(1,2,4-triazol-1-yl)-2-butanon,

all-rac-1-(Biphenyl-4-yloxy)-3,3-dimethyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)--butan-2-ol,

2-p-Chlorphenyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl-methyl)-hexan-nitril,

(R,S)-2-(2,4-Dichlorphenyl)-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-hexan-2-ol,

1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)-4-propyl-1,3-dioxolan-2-yl-methyl]-1H-1,2,4--triazol,

(E)-4-Chlor-α,α,α-trifluor-N-(1-imidazol-1-yl-2-propoxyethyliden)-0-toluidin,

N-Propyl-N-[2-(2,4,6-trichlorphenoxy)-ethyl]imidazol-1-yl-carboxamid-,

Penta-4-enyl-N-furfuryl-N-imidazol-1-yl-carbonyl-DL-homoalaninat,

2&min;,4&min;-Dichlor-α-(pyrimidin-5-yl)-benzhydryl-alkohol,

(E)-(R,S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-1--penten-3-ol,

(E)-(S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-pen-ta-1-en-3-ol,

(R,S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-3-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)--pentan-3-ol,

2&min;,4&min;-Dichlor-2-(3-pyridyl)-acetophenon-(EZ)-O-methyloxim,

1,4-Bis-(2,2,2-trichlor-1-formamidoethyl)-piperazin,

(2RS,3RS)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-p-entan-3-ol,

(±)-cis-4-[3-(4-Tert.-butylphenyl)-2-methylpropyl]-2,6-dimethyl-morp-holin und

2-(4-Fluorphenyl)-2-(1,2,4-triazol-2-ylmethyl)-3-(2-chlorphenyl)-epo-xyethan.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Mittel in Tablettenform enthalten mindestens ein Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist. Als solche Hilfsmittel kommen bevorzugt in Betracht Fettsäureester mehrwertiger Alkohole, Polyalkylenoxid-Additionsprodukte von Fettsäureestern mehrwertiger Alkohole, Polyalkylenoxid-Fettsäure-ester, Polyalkylenoxid-Lanoline, Sorbitol- Lanolin-Derivate, Polyalkylenoxid-Bienenwachse, Sorbitol-Bienenwachs-Derivate, Polysaccharide, Polysaccharid-Derivate, höhere Alkohole mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen, Polyalkylenoxide, Pfropfpolymere von Polyalkylenoxiden, Blockpolymere von Polyalkylenoxiden und statistische Polymere von Polyalkylenoxiden.

Als Beispiele für derartige Hilfsmittel seien genannt:

  • - Fettsäureester mehrwertiger Alkohole, wie Sorbitan-Monolaurat, Sorbitan- Mono-oleat und Sorbitan-tri-oleat, usw.,
  • - Polyalkylenoxid-Additionsprodukte von Fettsäureestern mehrwertiger Alkohole, wie Polyethylenoxid-sorbitan-monolaurat, Polyethylenoxid-sorbitan- mono-oleat und Polyethylenoxid-sorbitan-tristearat, usw.,
  • - Polyalkylenoxid-fettsäure-ester, wie Polyethylenoxidlaurat und Polyethylenoxid-stearat, usw.,
  • - Polysaccharide, wie Stärke, Cellulose, Saccharose, natürlicher Gummi, Carboxymethyl-cellulose, Methylcellulose und Saccharose-stearat, usw.,
  • - höhere Alkohole, wie Laurylalkohol, usw., sowie
  • - Polyalkylenoxide, deren Pfropfpolymere, deren Blockpolymere und statistische Polymere, wie Polyethylen-glykol, Polypropylen-glykol, Polyglycerin, Polyethylenoxid-polypropylenoxid-blockpolymere und Polyethylenoxid- polypropylenoxid-blockpolymer-glycerinether usw.


Als weitere Beispiele für die Hilfsmittel, die in den Tabletten bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden können, seien genannt Sorbitan- monolaurat, Polyethylenoxid-sorbitan-monolaurat, Polyethylenglykol-oleat, Polyethylenoxid-lanolin, Polyethylen-bienenwachs, Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 200, Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 400, Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1000 und Cellulose.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Mittel in Tablettenform enthalten gegebenenfalls auch einen oder mehrere Trägerstoffe, gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser. Als Beispiele für solche Trägerstoffe seien genannt Lignin, Lignin-Derivate und mineralische Stoffe, wie Ton, Talkum, amorphes Siliziumdioxid und ähnliche Stoffe.

Unter Zusatzstoffen sind im vorliegenden Zusammenhang übliche Komponenten zu verstehen, die in Formulierungen des vorliegenden Typs verwendbar sind, ohne die biologischen Eigenschaften der Mittel zu beeinträchtigen. Beispiele für solche Zusatzstoffe sind Stabilisierungsmittel, Gleitmittel, Farbstoffe und Bindemittel. Bevorzugte Stabilisierungsmittel sind Antioxidantien und Chemikalien, die in der Lage sind, geformte Formulierungen gegen unerwünschten Abbau zu schützen, der während der Herstellung stattfinden kann, z. B. durch Ultraviolett-Strahlung und Extrudieren. Ein Stabilisierungsmittel, wie z. B. epoxidiertes Sojabohnenöl, kann als sekundärer Weichmacher verwendet werden. Zu den bevorzugt verwendbaren Gleitmitteln gehören Stearate, Stearinsäure und niedermolekulare Polyethylene. Diese Komponenten können in den Formulierungen in Konzentrationen von bis zu 20 Gew.-% eingesetzt werden.

Die Konzentration an agrochemischen Wirkstoffen kann in den erfindungsgemäß verwendbaren tablettenförmigen Formulierungen innerhalb eines größeren Bereiches variiert werden. Im allgemeinen enthalten die Mittel von etwa 1 bis etwa 50 Gew.-Teile, vorzugsweise von etwa 1 bis etwa 20 Gew.-Teile eines oder mehrerer Wirkstoffe pro 100 Gew.-Teile an der Formulierung.

Die Konzentration an Hilfsmitteln kann in den erfindungsgemäß verwendbaren tablettenförmigen Formulierungen ebenfalls innerhalb eines größeren Bereiches variiert werden. Im allgemeinen enthalten die Mittel von etwa 50 bis etwa 99 Gew.-Teile, vorzugsweise von etwa 80 bis etwa 99 Gew.-Teile eines oder mehrerer Hilfsmittel, gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Trägerstoffen, anderen Zusatzstoffen und/oder Wasser, pro 100 Gew.-Teile an Formulierung.

Die eingesetzten Mengen an Wirkstoffen können bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Abhängigkeit von der Aktivität der Wirkstoffe innerhalb eines bestimmten Bereiches variiert werden.

Die erfindungsgemäß verwendbaren tablettenförmigen Formulierungen können nach üblichen Methoden zur Herstellung von Tabletten zubereitet werden, wie z. B. nach der Extrudierungsmethode, der Injektions-form-Methode, der Kompressionsform-Methode (= Tablettierungsmethode), der Schmelz-form-Methode und ähnlichen Methoden.

Bei der Behandlung von Pflanzen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die tablettenförmigen Formulierungen auf der Oberfläche von Stämmen oder Stengeln der Pflanzenkörper befestigt, wodurch die Wirkstoffe in den Pflanzenkörper hinein penetrieren, um dort die gewünschte Wirkung zu entfalten und so den Behandlungseffekt zu erzielen.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können generell alle üblichen tierischen Schädlinge, vorzugsweise Arthropoden und Nematoden, insbesondere Insekten und Spinnentiere, die Pflanzen befallen, bekämpft werden. Als Beispiele für Insekten seien genannt:

Aus der Ordnung der Coleoptera, z. B. Callosobruchus chinensis, Sitophilus zeamais, Tribolium castaneum, Epilachna vigintioctomaculata, Agriotes fuscicollis, Anomala rufocuprea, Leptinotarsa decemlineata, Diabrotica spp., Monochamus alternatus, Lissorhoptrus oryzophilus, Lyctus bruneus;

aus der Ordnung der Lepidoptera, z. B. Lymantria dispar, Malacosoma neustria, Pieris rapea, Spodoptera litura, Mamestra brassicae, Chilo suppressalis, Pyrausta nubilalis, Ephestia cautella, Adoxophyes orana, Carpocapsa pomonella, Agrotis fucosa, Galleria mellonella, Plutella maculipennis, Heliothis virescens, Phyllocnistis citrella;

aus der Ordnung der Hemiptera, z. B. Nephotettix cincticeps, Nilaparvata lugens, Pseudococcus comstocki, Unaspis yanonensis, Myzus persicae, Aphis pomi, Aphis gossypii, Rhopalosiphum pseudobrassicas, Stephanitis nashi, Nezara spp., Cimex lectularius, Trialeurodes vaporariorum, Psylla spp.;

aus der Ordnung der Orthoptera, z. B. Blatella germanica, Periplanetä americana, Gryllotalpa africana, Locusta migratoria migratoriodes;

aus der Ordnung der Isoptera, z. B. Reticulitermes speratus, Coptotermes formosanus;

aus der Ordnung der Azaminura, z. B. Thrips palmi Karny;

aus der Ordnung der Diptera, z. B. Musca domestica, Aedes aegypti, Hylemia platura, Celux pipiens, Anopheles silnensis, Culex tritaeniorhynchus.

Als Beispiele für Milben seien genannt:

Tetranychus telarius, Tetranychus urticae, Panonychus citri, Aculops pelekassi, Tarsonemus spp. und ähnliche.

Als Beispiele für Nematoden seien genannt:

Meloidogyne incognita, Bursaphelenchus lignicolus Mamiya et Kiyohara, Aphelenchoides besseyi, Heterodera glycines, Pratylenchus spp. und ähnliche.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch generell zur Bekämpfung aller üblichen Pilzkrankheiten, die Pflanzen befallen, eingesetzt werden. Als Beispiele für derartige Pflanzenkrankheiten seien verschiedenartigste Infektionen genannt, die hervorgerufen werden durch Plasmodiophoromycetes, Oomycetes, Chytridiomycetes, Zygomycetes, Ascomycetes, Basidiomycetes, Deuteromycetes und solche, die verursacht werden durch Pseudomonodaceae, Rhizobiaceae, Enterob acteriaceae, Corynebacteriaceae und Streptomyceteceae.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch angewandt werden, um alle Arten von Pflanzenwachstumsregulatoren zu applizieren, wie z. B. Verbindungen, die das Wachstum der Pflanzen verbessern, das Wachstum beschleunigen, das Wachstum zwischen den Internodien hemmen usw.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann zur Behandlung verschiedenartigster Pflanzen, an denen sich Tabletten befestigen lassen, angewandt werden. Das Verfahren kommt vorzugsweise in Betracht zur Behandlung von Gemüsefrüchten, Blumen, Zierpflanzen und Bäumen, wie Tomaten, Auberginen, Gurken, Rosen, Chrysanthemen, Fichten, Kiefern (Schwarzfichten, Rotfichten, Lärchen), Rottannen, Japanischen Zedern, Japanischen-Cypressen usw., wie Hiba Cypressen, Kastanienbäumen, Apfelbäumen, Birnen-, Pfirsich-, Pflaumen- und Kirschbäumen, Datteln usw.

Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendbaren Mittel in Tablettenform und deren Einsatz in dem erfindungsgemäßen Verfahren werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht. Dabei wird der technische Umfang der Erfindung durch die Beispiele aber in keiner Weise begrenzt.

Beispiele

Beispiele für Wirkstoffe:

Imidacloprid: 1-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-nitro-imidazolidin-2- yldenamin,

Triadimefon: 1-(4-Chlorphenoxy)-3,3-dimethyl-1-(1,2,4-triazol-1-yl)-2- butanon,

Verbindung A: N-Cyano-N-(2-chlor-5-pyridylmethyl)-N&min;-methyl-acetoamidin,

Verbindung B: 1-[N-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-ethyl-amino]-1-methylamino-2-nitroethylen.

Die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens benötigten Mittel wurden hergestellt durch inniges Vermischen der in den folgenden Beispielen genannten Komponenten in den angegebenen Mengen und anschließendes Formen von Tabletten mit Hilfe einer Tablettenpresse oder durch Schmelzformung. Die Tabletten hatten jeweils einen Durchmesser von 6 mm und ein Gewicht von 40 mg.





Verwendungsbeispiele Beispiel A Wirksamkeitstest gegen Läuse an Gemüse Testpflanzen: Gurken (var. Suyo) und Auberginen (var. Senryo ni gou)

Das Gemüse wurde in diesem Test im Wachstumsstadium mit 8 Blättern eingesetzt.

Schädlingsspezies: In diesem Test wurden Aphis gossypii (Wildstamm) für Gurken und Myzus persicae (gegen Organophosphor- und Carbamat-Insektizide resistenter Stamm) für Auberginen benutzt.

Ansatzgröße und Anzahl: Pro Ansatz wurden jeweils zwei Pflanzen in einen Topf von 15 cm Durchmesser gepflanzt. Es wurden 2 Töpfe pro Ansatz verwendet.

Zeitpunkt der Anwendung: Anfang Oktober

Inokulationsmethode: Etwa 200 Individuen von Aphis gossypii bzw. 120 Individuen von Myzus persicae wurde einen Tag vor der Behandlung mit der Formulierung auf jede der Testpflanzen appliziert. Scheibenförmige Tabletten (Durchmesser: 6 mm; Dicke: 1 mm) der in den oben angegebenen Beispielen 1, 2, 8, 12 und 16 beschriebenen Zusammensetzung und Tabletten der in den folgenden Vergleichsbeispielen 1, 2 und 3 erwähnten Zusammensetzung wurden hergestellt. Diese Tabletten wurden in einer Höhe von 8 cm über der Bodenoberfläche an den Testpflanzen angebracht.



Zu Beginn des Tests wurden im Gurken-Testbereich 70 Individuen von Aphis gassypii pro Standplatz und im Auberginen-Testbereich 50 Individuen von Myzus persicae pro Standplatz inokuliert.

Auswertungsmethode: Vor der Anwendung der Formulierungen und 7 Tage, 14 Tage sowie 21 Tage nach der Anwendung wurde die Zahl der Läuse gezählt, die die Testpflanzen infizieren. Nach jeder Auswertung wurden jeweils zusätzlich 100 Läuse auf die Pflanzen gegeben. Außerdem wurde die Phytotoxizität beurteilt und am Tage der Auswertung anhand einer Skala von 0 bis 5 bonitiert. Skala zur Bewertung der Phytotoxizität 0 = keine Phytotoxizität

1 = leichte Verbrennungen am Blattrand oder leichte Flecken auf dem Blatt

2 = Verbrennungen am Blattrand oder Flecken auf dem Blatt

3 = Verbrennungen des Blattrandes auch an neu gebildeten Blättern

4 = offensichtliche Phytotoxizität mit Wuchsbeeinträchtigung

5 = vollständig ausgetrocknet.

Die Versuchsergebnisse gehen aus den Tabellen 1 und 2 hervor. Tabelle 1 Testplanze: Gurke

Testtier: Aphis gossypii

Tabelle 2 Testpflanze: Aubergine

Testtier: Myzus persicae


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Applikation agrochemischer Wirkstoffe auf Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten, die
    1. - mindestens einen agrochemischen Wirkstoff und
    2. - mindestens ein Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist, sowie
    3. - gegebenenfalls einen oder mehrere Trägerstoffe gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser,
  2. enthalten, auf der Oberfläche der zu behandelnden Pflanzen befestigt.
  3. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten verwendet, die als agrochemische Wirkstoffe

    1-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-nitro-imidazolidin-2-ylidenamin,

    N-Cyano-N-(2-chlor-5-pyridylmethyl)-N&min;-methyl-acetoamidin,

    1-[N-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-ethylamino]--methylamino-2- nitroethylen,

    1-(2-Chlor-5-pyridylmethyl)-3,5-dimethyl-2-nitroimino-hexahydro-1,3,-5- triazin,

    1-(2-Chlor-5-thiazolylmethyl)-3,5-dimethyl-2-nitroimino-hexahydro-1,-3,5- triazin,

    0,0-Dimethyl-0-3-methyl-4-(methylsulfinyl)-phenyl-thiophosphat,

    trans-1,4,5,6-Tetrahydro-1-methyl-2-[2-(3-methyl-2-thienyl)-vinyl]- pyrimidin-tartrat,

    (-)-(S)-2,3,5,6-Tetrahydro-6-phenylimidazo[2,1-b]-thiazol-hydrochlor-id,

    1-(4-Chlorphenoxy)-3,3-dimethyl-1-(1,2,4-triazol-1-yl)-2-butanon,

    all-rac-1-(Biphenyl-4-yloxy)-3,3-dimethyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)--butan-2- ol,

    2-p-Chlorphenyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl-methyl)-hexan-nitril,

    (R,S)-2-(2,4-Dichlorphenyl)-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-hexan-2-ol,

    1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)-4-propyl-1,3-dioxolan-2-yl-methyl]-1H-1,2,4-- triazol,

    (E)-4-Chlor-α,α,α-trifluor-N-(1-imidazol-1-yl-2-propoxyethyliden)-0- toluidin,

    N-Propyl-N-[2-(2,4,6-trichlorphenoxy)-ethyl]-imidazol-1-yl-carboxami-d,

    Penta-4-enyl-N-furfuryl-N-imidazol-1-yl-carbonyl-DL-homoalaninat,

    2&min;,4&min;-Dichlor-α-(pyrimidin-5-yl)-benzhydryl-alkohol,

    (E)-(R,S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-1--penten- 3-ol,

    (E)-(S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-pen-ta-1-en- 3-ol,

    (R,S)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-3-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-- pentan-3-ol,

    2&min;,4&min;-Dichlor-2-(3-pyridyl)-acetophenon-(EZ)-O-methyloxim,

    1,4-Bis-(2,2,2-trichlor-1-formamidoethyl)-piperazin,

    (2RS,3 RS)-1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-pentan-- 3-ol,

    (±)-cis-4-[3-(4-Tert.-butylphenyl)-2-methylpropyl]-2,6-dimethyl-morp-holin und

    2-(4-Fluorphenyl)-2-(1,2,4-triazol-2-ylmethyl)-3-(2-chlorphenyl)-epo-xyethan

    enthalten.
  4. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten verwendet, die als Hilfsmittel mindestens einen Stoff aus der Gruppe bestehend aus Fettsäureestern mehrwertiger Alkohole, Polyalkylenoxid- Additionsprodukten von Fettsäureestern mehrwertiger Alkohole, Polyalkylenoxid-fettsäure-estern, Polyalkylenoxid-lanolinen, Sorbitol-lanolin- Derivaten, Polyalkylenoxidbienenwachsen, Sorbitol-bienenwachs-Derivaten, Polysacchariden, Polysaccharid-Derivaten, höheren Alkoholen mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen, Polyalkylenoxiden, Pfropfpolymeren von Polyalkylenoxiden, Blockpolymeren von Polyalkylenoxiden und statistischen Polymeren von Polyalkylenoxiden enthalten.
  5. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten verwendet, die als Hilfsmittel Sorbitanmonostearat, Polyethylenoxidsorbitan-tristearat, Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 4000, Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 6000, Ölsäurepolyethylenglykol-ester, Polyethylenoxid-lanolin, Polyethylenoxid-polypropylenoxid-block-copolymere, Polyethylenoxid-bienenwachse, Hydroxypropylcellulose, kristalline Cellulose, Saccharose-stearat und/oder Carboxymethylcellulose enthalten.
  6. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten verwendet, die als agrochemische Wirkstoffe mindestens einen fungizid wirksamen Stoff und/oder mindestens einen pestizid wirksamen Stoff enthalten.
  7. 6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Tabletten verwendet, die als agrochemischen Wirkstoff mindestens einen Pflanzenwachstumsregulator enthalten.
  8. 7. Agrochemische Formulierungen in Form von Tabletten, gekennzeichnet durch einen Gehalt an
    1. - mindestens einem agrochemischen Wirkstoff und
    2. - mindestens einem Hilfsmittel, das bei Raumtemperatur fest, flüssig oder pastenförmig ist, sowie
    3. - gegebenenfalls einem oder mehreren Trägerstoffen gegebenenfalls im Gemisch mit einem oder mehreren Zusatzstoffen und/oder Wasser.
  9. 8. Formulierung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie von etwa 1 bis etwa 50 Gew.-Teile an agrochemischen Wirkstoffen auf 100 Gew.-Teile an Formulierung enthalten.






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