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Dokumentenidentifikation DE19506147A1 07.09.1995
Titel Antriebsanordnung für ein von einem Elektromotor antreibbares Kraftfahrzeug
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Beiersdorf, Klaus-Jürgen, Dipl.-Ing., 82282 Aufkirchen, DE
DE-Anmeldedatum 22.02.1995
DE-Aktenzeichen 19506147
Offenlegungstag 07.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B60K 1/00
IPC-Nebenklasse B60K 17/16   B60K 17/356   B60K 6/02   
Zusammenfassung Eine Antriebsanordnung mit einem ein Kraftfahrzeug antreibenden Elektromotor weist mindestens eine angetriebene Achse mit einem Differential auf. Zur Erzielung eines möglichst geringen Gewichtes ist der Elektromotor baulich in das Differential integriert, wobei an dem Ausgleichsgehäuse der Läufer und im Differentialgehäuse der Stator ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der GB-PS 1.448.507 ist eine elektrisch angetriebene Achse eines Kraftfahrzeuges bekannt, wobei der Elektromotor koaxial zu der Achse und unmittelbar benachbart zu diesem Motor ein Differential angeordnet ist, welches mittels zweier Halbwellen die Räder dieser Achse antreibt.

In DE-41 15 306 A1 ist ein Hybridfahrzeug offenbart, dessen Elektromotor koaxial zur Kardanwelle angeordnet ist. Hierbei ist ein Abschnitt der Kardanwelle als Läufer ausgebildet. Desweiteren wird zur Platzersparnis und besseren Gewichtsverteilung vorgeschlagen, diesen Elektromotor unmittelbar an ein Hinterachsdifferential anzuflanschen.

Nachteilig bei diesen bekannten Anordnung ist das vergleichsweise hohe Gewicht, verbunden mit entsprechenden Kosten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsanordnung mit einem Elektromotor für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, welche von geringem Gewicht und vergleichsweise einfachem Aufbau ist.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen benannt.

Wenn in einer Antriebsanordnung für ein Kraftfahrzeug einer angetriebenen Achse, zum Beispiel der Hinterachse, ein Differential zugeordnet ist und dieses als Elektromotor zum Antrieb des Kraftfahrzeuges ausgebildet ist, so wird gegenüber bekannten Lösungen mit separatem Elektromotor und Differential eine deutliche Gewichtsersparnis erzielt. Hierbei wird das Ausgleichsgehäuse des Differentiales durch Funktionsintegration zum Läufer als Teil des Elektromotores, dessen Stator in dem Differentialgehäuse angeordnet ist. Somit ist lediglich ein Gehäuse erforderlich.

Insbesondere bei Kraftfahrzeugen mit reinem Elektroantrieb ist jegliche Gewichtsersparnis vorteilhaft, da sich diese unmittelbar in einer vergrößerten Reichweite oder in einer größeren Batteriekapazität nutzen läßt.

Gegenüber bekannten Lösungen mit getrennt regelbaren Radnabenmotoren ohne Differential werden die Nachteile der dabei auftretenden, vergleichsweise großen ungefederten Massen und deren Auswirkungen auf das Fahrverhalten vermieden.

Die erfindungsgemäße Anordnung ist gleichermaßen in Hybridfahrzeugen mit einer Kombination aus Elektroantrieb und Brennkraftmaschine vorteilhaft einsetzbar. Hierbei trägt das Ausgleichsgehäuse des Differentials in bekannter Weise ein Tellerrad, in welches die zum Beispiel von der Brennkraftmaschine angetriebene Kardanwelle eingreift.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielhaft näher erläutert.

Aufbauseitig ist an einem Fahrzeugboden 1 eines nicht näher gezeigten Kraftfahrzeuges ein Differentialgehäuse 2 gehalten. In diesem Differentialgehäuse 2 sind mittels Lagern 3 zwei zu den nicht gezeigten, angetriebenen Fahrzeugrädern führende Abtriebswellen 4, 5 gelagert.

Innerhalb eines Ausgleichsgehäuses 6 des Differentiales sind auf den Abtriebswellen 4, 5 Ausgleichskegelräder 7 angeordnet, welche mit auf einem Bolzen 8 gelagerten Differentialrädern 9 kämmen.

Das Ausgleichsgehäuse 6 ist zylindrisch und rotationssymmetrisch zur Drehachse der Abtriebswellen 4, 5 ausgebildet, wobei auf einer Außenfläche 10 ein Läufer 11 eines in dem Differential integriert angeordneten Elektromotors zum Antrieb des Kraftfahrzeuges ausgebildet ist. Auf der Außenfläche 10 sind als Teil des Läufers 11 Permanentmagneten 12 angeordnet, wobei auf einer hohlzylindrischen Innenfläche 13 des Differentialgehäuses 2 Wicklungen 14 eines Stators 15 des Elektromotores angeordnet sind.

Zur Einstellung der Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges ist eine nicht gezeigte elektronische Regelung für den Elektromotor vorgesehen.

Eine Anpassung an verschiedene Fahrzeugtypen bzw. Fahrzeuggewichte ist über zwischen dem Elektromotor und den Abtriebswellen 4, 5 angeordnete Planetenradsätze erzielbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Antriebsanordnung für ein von einem Elektromotor antreibbares Kraftfahrzeug,

    mit mindestens einer antreibbaren, ein Differential sowie Fahrzeugräder aufweisenden Achse,

    wobei ein Läufer des Elektromotors unter Zwischenschaltung des Differentiales auf die Fahrzeugräder wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Differential als Elektromotor ausgebildet ist, wobei an dem Ausgleichsgehäuse (6) des Differentiales der Läufer (11) und der Stator (15) in dem Differentialgehäuse (2) angeordnet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsgehäuse (6) zylindrisch und rotationssymmetrisch zur Drehachse der Abtriebswellen (4, 5) des Differentiales ausgebildet ist, wobei auf einer Außenfläche (10) der Läufer (11) angeordnet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch (2), gekennzeichnet durch auf der Außenfläche (10) befestigte Permanentmagnete (12) und koaxial dazu angeordnete, auf einer hohlzylindrischen Innenfläche (13) des Differentialgehäuses (6) angeordnete Wicklungen (14) des Stators (15).






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