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Dokumentenidentifikation DE4305193C2 07.09.1995
Titel Photoplotter
Anmelder Gerber Systems Corp., South Windsor, Conn., US
Erfinder Menard, Alan W., Bolton, Conn., US;
Petersen, Kenneth R., West Hartford, Conn., US;
Seniff, Dana W., South Glastonbury, Conn., US
Vertreter Schaumburg, K., Dipl.-Ing.; Thoenes, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 19.02.1993
DE-Aktenzeichen 4305193
Offenlegungstag 26.08.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B43L 13/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Trägertrommel für einen Photoplotter gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Die Erfindung betrifft insbesondere auch ein Verfahren zur Herstellung einer hochgenauen zylindrischen Oberfläche. Außerdem ist ein Verfahren zum mechanischen Kompensieren von Flächenunregelmäßigkeiten durch genaues Justieren der Ausrichtung eines Abtasters relativ zu einer Trägerfläche vorgesehen.

Innentrommel-Photoplotter benutzen als Träger für einen lichtempfindlichen Film einen Abschnitt einer zylindrischen Fläche. Diese Fläche muß möglichst genau zylindrisch sein, um den höchstmöglichen Genauigkeitsgrad der Aufzeichnung auf dem Film oder einem lichtempfindlichen Substrat zu erreichen. Jegliche Unregelmäßigkeit dieser Fläche verursacht eine unerwünschte Änderung der auf das Substrat projizierten Linien. Das Erfordernis einer Fläche mit möglichst wenig Unregelmäßigkeiten wurde zu einem gewissen Grad auch bei den Flachbett-Photoplottern erkannt. Die hier verwendete ebene Trägerfläche kann leichter als eine zylindrische Fläche realisiert werden.

Beispielsweise beschreibt das US-Patent 4963217 das Ausbilden einer genau ebenen Fläche mit einem Werkzeug, das eine hochgenau ebene Fläche auf die durch ein Folienmaterial gebildete Trägerfläche überträgt. Dies erfolgt durch Aufbringen einer Klebeschicht auf eine Seite der Folie, die dann mit dieser Seite nach außen und mit der anderen Seite auf das Werkzeug aufgebracht wird. Dann wird eine Bienenwaben-Infrastruktur auf die klebende Fläche so aufgebracht, daß die Trägerfläche beim Trocknen des Klebstoffs durch die Infrastruktur in dem gewünschten ebenen Zustand gehalten wird, unabhängig davon, ob sie insgesamt eben anliegt. Im Gegensatz dazu ist ein komplizierteres Verfahren erforderlich, um den Abschnitt einer zylindrischen Fläche in einem Trommelplotter herzustellen, da die Trägertrommel eine gekrümmte Oberfläche hat, so daß die Folie beim Befestigen gekrümmt gehalten werden muß. Eine weitere Komplikation besteht in dem Unterdrucksystem, mit dem unterhalb der Trägerfläche ein gleichmäßig verteilter Unterdruck erzeugt wird, so daß der Film gegen die Trommelkontur gezogen wird. Ein solches System muß das Folienmaterial als Trägerfläche starr in einer zylindrischen Form halten, jedoch trotzdem die freie Luftströmung durch die Fläche und danach durch den Grundkörper ermöglichen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Trommel für einen Innentrommel-Rasterphotoplotter anzugeben, die leicht als hochgenau zylindrische Trägerfläche für ein Substrat hergestellt werden kann. Außerdem soll es möglich sein, die Trägerfläche einer Trommel mit höchstmöglicher Genauigkeit möglichst einfach zu montieren.

Schließlich soll ein Verfahren zur Montage eines Abtasters im Photoplotter angegeben werden, bei dem Fehler oder Unregelmäßigkeiten berücksichtigt werden, die in der Trägerfläche vorhanden sein können, so daß elektronische Mittel zur Minimierung oder zum Kompensieren solcher Defekte beim Abtasten möglichst weitgehend vermieden werden.

Die Erfindung löst diese Aufgaben durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 oder 9 oder 13. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand jeweiliger Unteransprüche.

Bei der Lösung nach Patentanspruch 1 ist eine Trägertrommel mit einer zweiteiligen Konstruktion vorgesehen. Ein Trägerblatt bildet mit seiner einen Seite eine Trägerfläche, und ein Körper hat in einer teilzylindrischen Vertiefung eine Vielzahl erhöhter Flächen, die die teilzylindrische Vertiefung definieren und als Auflage für die andere Seite des Trägerblatts dienen. Dieses und der Körper sind miteinander über ein Befestigungsmaterial verbunden, und es kann Luft zwischen die eine Seite des Trägerblatts und den Körper geleitet werden.

Die Lösung nach Patentanspruch 9 besteht in einem Verfahren zum Erzeugen einer hochgenauen Zylinderfläche an einer Basis. Hierbei wird ein Werkzeug mit mindestens einem Abschnitt einer hochgenauen zylindrischen Außenfläche vorgesehen und ein flexibles Blattmaterial in enger Berührung um die Außenfläche gezogen. Das Werkzeug wird mit dem Blattmaterial über einer Trommelbasis angeordnet, die mit erhöhten Trägerflächen versehen ist, welche gemeinsam einen Abschnitt einer zylindrischen Fläche bilden. Es wird ein Klebemittel zwischen die freiliegende Fläche des Blattmaterials und die Trägerflächen der Trommelbasis eingebracht und das Blattmaterial so an der Trommelbasis befestigt, während es gleichzeitig an dem Werkzeug befestigt ist. Das Klebemittel kann dann aushärten, so daß die hochgenau zylindrische Konfiguration des Werkzeugs in dem Blattmaterial erhalten bleibt, und danach wird es von dein Werkzeug getrennt, so daß es dann dessen Form wiedergibt.

Die Lösung nach Patentanspruch 13 betrifft ein Verfahren zum Kompensieren von Flächenunregelmäßigkeiten im zylindrischen Abschnitt der Trommel eines Innentrommel-Photoplotters, bei dem ein Abtaststrahl erzeugt wird, dessen Bewegungslinie einen vorgegebenen Abstand von der Fläche hat. Bei diesem Verfahren wird der Abtaster an einem Rahmen mit mindestens drei Beinen montiert und eine Basis mit einer aufwärts gerichteten Trägerfläche vorgesehen, die einen zylindrischen Abschnitt hat. Die Basis hat Abteile zur Aufnahme der Beine des Rahmens. Der Rahmen wird über der Trägerfläche so angeordnet, daß die Beine von den Abteilen zwar aufgenommen, jedoch noch nicht getragen werden. Dann werden Unregelmäßigkeiten der Trägerfläche durch Verlagerung des Rahmens kompensiert und der Rahmen an der Basis fixiert, indem zwischen seine Beine und die Abteile ein Füllmittel eingeführt wird, das vor der Freigabe des Rahmens aus seiner Aufhängung erstarren kann. Auf diese Weise wird eine gewünschte räumliche Beziehung zwischen der Trägerfläche und dem Abtaster realisiert.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Innentrommel-Photoplotters als Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Trägertrommel des Photoplotters nach Fig. 1,

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 2,

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Trägertrommel mit entferntem Trägerblatt,

Fig. 5 den Endschritt der Befestigung des Trägerblatts an der Trägertrommel mit einem zylindrischen Werkzeug,

Fig. 6 eine Endansicht des zum Anbringen des Trägerblatts an der Trägertrommel verwendeten Werkzeugs,

Fig. 7 eine Seitenansicht des Werkzeugs nach Fig. 6,

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung des Plotters mit einer Ständeranordnung zum Montieren des Rahmens an dem Trommelkörper, und

Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Ausrichtungskorrektur bei der Montage des Stahlerzeugers an der Trommelbasis.

In Fig. 1 ist ein Photoplotter 2 dargestellt, der eine Trägertrommel 4 mit einer nach außen weisenden Trägerfläche S hat. Der Photoplotter 2 enthält ferner einen Abtaster 8, der an einem Rahmen 6 so montiert ist, daß er an der Trägertrommel befestigt und über der Trägertrommel 4 angeordnet ist, um ein Bild im Rasterformat auf ein Substrat F zu projizieren, das auf der Trägerfläche S gehalten wird. Der Abtaster 8 enthält einen Strahlerzeuger (nicht dargestellt), der am Rahmen 6 befestigt ist, und eine Vorrichtung zur Strahlausrichtung, beispielsweise einen Drehspiegel 10, der längs einer Achse Z bewegt und um diese gedreht wird, wozu er an einem Schlitten 14 angeordnet ist, der längs einer Schiene 1 in Richtung der Z-Achse verschoben werden kann. Der Spiegel 10 wird um die Achse Z mit einem Motor 13 gedreht, der am Schlitten 14 sitzt. Der Schlitten 14 wird längs der Schiene 1 mit einem Antriebsmotor 11 bewegt. Der Strahlerzeuger ist an einem Ende des Schlittens 14 befestigt und gibt einen modulierten Lichtstrahl ab, der auf den Drehspiegel projiziert und dann abwärts zur Trägerfläche S der Trägertrommel 4 geleitet wird, um eine Linie oder einen Punkt auf ein Substrat aufzubringen, das im vorliegenden Beispiel ein Film F ist. Die kombinierten Bewegungen des Schlittens 14, die gesteuerte Drehung des Drehspiegels mit dem Antriebsmotor 13 und die Modulation des mit dem Strahlerzeuger projizierten Strahls werden durch eine Steuerung so kodiniert, daß bei der Längsbewegung und Drehung des Spiegels 10 ein Bild durch Projektion individueller Raster auf den Film F erzeugt wird.

Die Trägertrommel 4 hat einen Körper 5, in dem eine halbzylindrische Vertiefung 7 mit einer Längsachse A vorgesehen ist. Die Bezeichnung "halbzylindrisch" bedeutet, daß die Vertiefung 7 Zylinderform hat und die Achse A die Zylinderachse ist. Außer dem Körper 5 hat die Trägertrommel 4 zwei nach außen ragende Flansche 20 an den beiden Längskanten 7, die mit ihr einstückig verbunden sind. Aus Fig. 2 und der noch folgenden Erläuterung der Fig. 7 und 8 ist zu erkennen, daß die Flansche 20 kastenförmig mit einem Boden B ausgebildet und in vier Abteile 21 unterteilt sind, die zur Aufnahme der Beine des Rahmens 6 in noch zu beschreibender Weise dienen. Die Flansche 20 erlauben ferner die Montage der Trägertrommel 4 mit Stützen 22, die wiederum auf einer Fläche 24 stehen, welche ein Tisch oder ein Boden sein kann.

Wie Fig. 4 zeigt, besteht die Trägertrommel 4 aus zwei Teilen. Die Basis 31 wird durch den Grundkörper 5 und die Flansche 20 gebildet, während der zweite Teil 33 ein dünnes blattförmiges Material ist, das an dem ersten Teil mit einem Befestigungsmittel 32 befestigt ist. Dieses Trägerblatt 33 hat eine Seite U, die der Basis 31 zugewandt ist, und eine weitere Seite S, die nach außen liegt und das Substrat F trägt. Zum Halten des Substrats F auf der Seite S des Trägerblatts hat dieses eine Vielzahl feiner Löcher 36, die reihenweise in einer vorgegebenen Orientierung so angeordnet sind, daß sie mit Unterdruckmitteln 35 kommunizieren, die unter ihnen angeordnet sind und das Substrat F während einer Abtastung auf seine Trägerfläche ziehen.

Die Unterdruckmitteln 35 sind ein Teil der Basis 31 und durch eine Vielzahl gebogener Rippen 37 gebildet, die zueinander den Abstand B haben. Sie bilden jeweils eine erhöhte Fläche 39, die insgesamt die halbzylindrische Form der Vertiefung 7 bestimmen und eine Auflage für das Trägerblatt 33 bilden. Diese gekrümmten Flächen haben Krümmungsmittelpunkte, welche auf der Mittelachse A der Vertiefung 7 liegen. Unter den erhöhten Flächen 39 der Rippen sind Kanäle 43 vorgesehen, die einen Unterdruck längs Umfangswegen unter die entsprechend angeordneten Reihen von Löchern 36 des Trägerblatts 33 leiten. Die Rippen sind etwa auf mittlerer Länge durch Spalte 40 unterbrochen, welche in ihrer Längsrichtung das Weiterleiten von Luft aus zwei Kanälen 41 der Basis 31 ermöglichen, an die eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen ist. Zum Abdichten des Raums zwischen dem Trägerblatt 33 und den offenen Enden der Kanäle 43 ist ein Winkelelement 51 vorgesehen. Die Trommel kann mit ihren Rippen und Flanschen auf mehrere mögliche Arten und aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. In diesem Ausführungsbeispiel ist sie einstückig aus Aluminium gegossen. Wesentlich ist, daß das Trägerblatt 33 auf den Rippen 37 aufliegt, so daß es seine gewünschte Zylinderform beibehält. Dies wird durch das Befestigungsmittel 32 zwischen der Unterseite U und den erhöhten Flächen 39 erreicht, welches das Trägerblatt 33 durch eine Klebstoffbindung an seiner Stelle hält.

In Fig. 5 bis 7 ist dargestellt, wie das Trägerblatt 33 an der Trägertrommel 4 befestigt wird. Ein Werkzeug 50 hält das Trägerblatt 33, bis es auf die Basis 31 aufgebracht wird. Das Werkzeug 50 hat eine Klemmvorrichtung 52 auf seiner einen Seite, mit der die Seitenkante 55 des Trägerblatts 33 gegen Bewegung gesichert ist. Das Werkzeug 50 hat ferner eine Spannvorrichtung 54 diametral zu der Klemmvorrichtung 52, die die andere Seitenkante 53 des Trägerblatts 33 lösbar festhält. Hierzu hat das Trägerblatt 33 an einer anderen Seitenkante 53 mehrere Öffnungen, die so bemessen und angeordnet sind, daß sie Stifte 60 der Spannvorrichtung 54 aufnehmen können. Durch geeignetes Bedienen der Spannvorrichtung 54 wird das Trägerblatt 33 in enge Berührung mit der zylindrischen Außenfläche des Werkzeugs 50 gezogen. Die Spannvorrichtung 54 kann beliebig aufgebaut sein, bei diesem Ausführungsbeispiel hat sie eine Schiene 62, die mit Schrauben verspannt wird, welche in einem Flansch 64 sitzen, der diametral zur Klemmvorrichtung 54 liegt.

Die Außenfläche des Werkzeugs 50 ist hochgenau bearbeitet, um eine hochgenaue rechtwinklige Zylinderform zu erhalten, so daß das Trägerblatt 33 durch sein Aufziehen auf diese Zylinderform entsprechend geformt wird. Hierzu muß das Material für das Trägerblatt 33, das beispielsweise Aluminium mit einer relativ geringen Dicke von etwa 0,5 mm sein kann, so flexibel sein, daß es entsprechend zu handhaben ist, jedoch muß es auch widerstandsfähig gegenüber Verlängerung durch das Spannen mit der Spannvorrichtung 54 sein. Bevor es auf diese Weise an dem Werkzeug 50 befestigt wird, muß es vorbereitet werden, indem die Öffnungen 36 in der beschriebenen Reihenanordnung gebohrt werden, welche schließlich auf die Kanäle 43 der Basis 31 auszurichten ist.

Zum Befestigen des Trägerblatts 33 an der Basis 31 wird dann das Verbindungsmittel 32 auf die erhöhten Flächen 39 der Rippen 37 aufgebracht. Das Verbindungsmittel 32 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Schicht aus härtbarem Klebstoff. Ein Beispiel eines geeigneten Klebstoffs ist "Eccobond 45SC Black" (Kunstharz) und "15SC Black" (Katalysator) der Firma EMERSON AND CUMING, INC. Wenn des Trägerblatt 33 in beschriebener Weise an dem Werkzeug 50 befestigt ist und bevor das Verbindungsmittel 32 aushärtet, wird das Werkzeug 50 über der Basis 31 der Trägertrommel 4 mit einer geeigneten Aufhängung angeordnet und danach auf die Rippen gerade so weit abgesenkt, daß die Unterseite U des Trägerblatts 33 mit der Klebstoffschicht auf den erhöhten Flächen 39 in Berührung kommt. Ist das Verbindungsmittel 32 ausgehärtet, wird das Trägerblatt 33 von dem Werkzeug 50 gelöst, indem die Klemmvorrichtung 52 und die Spannvorrichtung 54 gelöst werden. Da das Verbindungsmittel 32 nun das Trägerblatt 33 in derselben Konfiguration festhält, die es auf dem Werkzeug 50 hatte, ergibt sich eine Trägerfläche, die die gewünschte Zylinderform hat.

Das vorstehend beschriebene Verfahren zum Herstellen der Trägertrommel 4 ist sehr genau mit gewissen Toleranzen. Die Erfindung sieht nun noch ein Verfahren vor, durch das Unregelmäßigkeiten außerhalb vorgegebener Toleranzen kompensiert werden können, indem der Rahmen 6 für den Strahlerzeuger vor seiner Montage an der Trägertrommel ausgerichtet wird. Dabei wird im Idealfall die Z-Achse des Abtasters 8 auf die A-Achse der Trägertrommel 4 gebracht. Durch Flächenunregelmäßigkeiten können diese beiden Achsen aber nicht genau zusammenfallen. Durch Einstellen der Orientierung des Abtasters 8 relativ zur Fläche S kann zunächst eine grobe mechanische Kompensation solcher Unregelmäßigkeiten vorgenommen werden. Hierzu ist ein in Fig. 8 und 9 gezeigtes Kompensationssystem vorgesehen, bei dem der Rahmen 6 mit dem Abtaster 8 über der Trommel 4 mit seinem einen Ende 75 an einem ersten Ständer 70 und mit seinem zweiten Ende 77 an einem zweiten Ständer 72 so aufgehängt wird, daß seine Beine 79 nicht auf den Böden der Abteile 21 in den Flanschen 20 aufsitzen. Der erste Ständer 70 trägt den Rahmen 6 an einem Kontaktpunkt V1, während der zweite Träger 72 den Rahmen 6 an zwei Kontaktpunkten V2 und V3 trägt. Dadurch sind eine individuelle vertikale lineare sowie eine planare Einstellung möglich. Zusätzlich zur vertikalen Einstellung mit den beiden Ständern ist auch eine seitliche Einstellvorrichtung 87 vorgesehen. Diese kann unterschiedlich ausgebildet sein. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind Rollenschienen vorgesehen, die mit Führungsspindeln angetrieben werden. Auf diese Weise sind Einstellungen in vier Freiheitsgraden möglich, nämlich eine vertikal lineare VL, eine horizontal lineare HL, eine Neigung P und ein Kippen SK. Zum Erfassen der tatsächlichen Zylinderform der Fläche S ist eine Lehre G an der Achse des Drehspiegels befestigt, und diese wird über einen Bogen M geschwenkt, der quer zur Z-Achse liegt, wenn der Schlitten 14 an unterschiedlichen Stellen seiner Schiebebewegung steht. Jede erfaßte Abweichung von einer vorgegebenen Toleranz wird durch Einstellen aller drei vertikalen Möglichkeiten und durch oder einer oder beider seitlichen Einstellungen an den beiden Ständern kompensiert.

Als Alternative zu dem vorstehend beschriebenen Verfahren kann, wie Fig. 8 zeigt, die Schiene 1 des Abtasters 8 über der Trägertrommel 4 so aufgehängt werden, daß sie effektiv kein Gewicht hat. Hierzu dient ein übliches System aus Hebeln und Gegengewichten. Ein Werkzeug 80 (Fig. 9) dient zum leichten Einstellen der mittleren Lage der Mittelachse der Fläche S. Hierzu hat das Werkzeug 80 zwei U-förmige Endplatten 90, die miteinander über Längsverbindungen 86 verbunden sind und parallel zueinander gehalten werden. Die Unterkanten der Endplatten (90) sind mit Sitzen 91 beispielsweise aus Weichplastik versehen, die die Kontur der Fläche annehmen, auf der sie ruhen. Zwischen den beiden Endplatten 90 ist eine Anzeigevorrichtung in Form eines Stabes 89 oder zweier Zentrierelemente 93 vorgesehen, die mittig zu den beiden Endplatten 90 liegen. Wenn das Werkzeug 80 auf die Fläche S der Trägertrommel aufgesetzt wird, bietet die Anzeigevorrichtung eine mittlere Achse abhängig davon, wo das Werkzeug 80 angeordnet wurde. Ein entsprechend angepaßtes V-förmiges Mitnahmeelement 88 wird anstelle des Drehspiegels an dem Schlitten befestigt und an dem Stab 89 geführt oder es überbrückt die Elemente 93, wodurch die Ausrichtung der Schiene 1 auf diejenige übertragen wird, welche sich durch das Ansetzen des Mitnahmeelements 88 an die Anzeigevorrichtung ergibt.

Nachdem das Schienensystem auf eine der beiden vorstehend beschriebenen Arten ausgerichtet ist, wird ein Füllstoff in flüssiger Form in jedes Abteil 21 eingebracht, das ein unteres Ende eines Beins des Rahmens 6 aufnimmt. Das Füllmittel wird flüssig eingegossen und härtet dann aus, wodurch die Beine 79 relativ zur Basis 31 festliegen. Ein Beispiel für ein geeignetes Füllmittel ist SUPER ALLOY SILBER 500 der Firma ITW PHILADELPHIA RESINS.


Anspruch[de]
  1. 1. Trägertrommel (4) für einen Photoplotter, mit einem Trägerblatt (33), dessen eine Seite eine Trägerfläche (S) ist, mit einem Körper (5) mit einer teilzylindrischen Vertiefung (7) konzentrisch einer vorgegebenen Längsachse (A), mit Öffnungen (36) in den Trägerblatt (33) zum Leiten von Luft zwischen die Trägerfläche (S) und den Körper (5), gekennzeichnet durch eine Vielzahl erhöhter Flächen (39) in der teilzylindrischen Vertiefung (7), die eine Auflage für die andere Seite (U) des Trägerblatts (33) bilden, und durch ein Befestigungsmaterial (32) zwischen dem Trägerblatt (33) und den erhöhten Flächen (39) zum Halten des Trägerblatts (33) an dem Körper (5).
  2. 2. Trägertrommel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei einander gegenüberliegende Flansche (20), die mit dem Körper (5) die Basis (31) der Trägertrommel bilden, wobei jeder Flansch (20) Anteile (21) zum Tragen eines Abtasters (8) über der Trägerfläche (S) des Trägerblatts (33) hat.
  3. 3. Trägertrommel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Tragen des Abtasters (8) zwei Abteile (21) in jedem Flansch (20) mit einem Boden (B) neben den Seitenkanten der teilzylindrischen Vertiefung (7) vorgesehen sind.
  4. 4. Trägertrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl erhöhter Flächen (39) durch eine Vielzahl halbkreisförmiger Rippen (37) mit gemeinsamem Krümmungsradius gebildet ist, die jeweils durch Kanäle (43) zum Leiten von Luft durch die Trägertrommel (4) voneinander getrennt sind.
  5. 5. Trägertrommel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (37) durch Kanäle (43) voneinander mit gleichen Abständen getrennt und etwa in der Mitte ihrer Länge durch Spalte (40) unterbrochen sind, über die ein Unterdruck in Umfangsrichtung und in Längsrichtung der Trägertrommel (4) geleitet wird, und daß in dem Körper (5) mindestens eine Leitung (41) ausgebildet ist, die die Kanäle (43) mit einer Unterdruckquelle verbindet.
  6. 6. Trägertrommel nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Trommel-Gußkörper und durch ein Trägerblatt aus Aluminium.
  7. 7. Trägertrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Flansch (20) mindestens zwei kastenartige Abteile (21) hat, die an den vier Ecken einer Trommelhalterung angeordnet sind.
  8. 8. Trägertrommel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerblatt (33) aus Aluminium mit einer Dicke von etwa 0.5 mm besteht.
  9. 9. Verfahren zum Herstellen einer hochgenauen Zylinderfläche an einer Basis, bei dem ein Werkzeug (50) mit mindestens einem Abschnitt einer hochgenau zylindrischen Außenfläche und ein Klebemittel zum Befestigen von Blattmaterial an einer Trägertrommel bereitgestellt wird, gekennzeichnet durch Bereitstellen eines flexiblen, ein Trägerblatt (33) bildenden Blattmaterials, das in enge Berührung mit der zylindrischen Fläche des Werkzeugs (50) gezogen wird (Fig. 6), Anordnen des Werkzeugs (50) mit dem Blattmaterial (33) über einer Trommelbasis (31) mit einer teilzylindrischen Vertiefung (7), die mit erhöhten Trägerflächen (39) als Abschnitt einer zylindrischen Fläche versehen ist, Einbringen des Klebemittels (32) im nichtgehärteten Zustand zwischen das Blattmaterial (33) und die erhöhten Flächen (39), Anbringen des Blattmaterials (33) an die Trommelbasis (31) im auf das Werkzeug (50) aufgezogenen Zustand, Aushärten des Klebemittels, während das Blattmaterial (33) an dem Werkzeug (50) gehalten bleibt, so daß die hochgenaue zylindrische Form des Werkzeugs (50) in dem Blattmaterial (33) beibehalten wird, und Ablösen des Blattmaterials (33) von dem Werkzeug (50), so daß das Blattmaterial (33) die Form des Werkzeugs (50) behält.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Vorsehen einer Vielzahl halbkreisförmiger Rippen (37) als Mittel zum Bilden der erhöhten Flächen (39) unter einem vorgegebenen gegenseitigen Abstand, und Einbringen einer Vielzahl feiner Löcher (36) in das Blattmaterial (33) entsprechend der Position der Abstände zwischen den Rippen (37).
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff ein in Luft aushärtbares Epoxydharz ist.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Blattmaterial (33) mit der Außenfläche des Werkzeugs (50) in enge Berührung gezogen und hierzu eine Spannvorrichtung (52, 54) verwendet wird, die das Blattmaterial (33) an einem Ende zieht, während sein anderes Ende mit dem Werkzeug (50) verklemmt ist.
  13. 13. Verfahren zum Kompensieren von Unregelmäßigkeiten einer Fläche (S) auf einer Trommel mit zylindrischem Abschnitt, die in einem Innentrommel-Photoplotter mit einem Abtaster (8) verwendet wird, dessen Bewegungslinie (1) einen vorgegebenen Abstand von der Fläche (S) hat, wobei der Abtaster (8) an einem Rahmen (6) mit mindestens drei Beinen (79) montiert wird und eine Basis (31) mit einer nach oben weisenden zylindrischen Trägerfläche (5) mit Abteilen (21, B) für jedes Bein des Rahmens (6) vorgesehen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (6) über der Trägerfläche (S) so aufgehängt wird, daß seine Beine (79) in den Abteilen (21, B) aufgenommen, jedoch nicht getragen werden, daß jegliche Flächenunregelmäßigkeit durch Verlagerung des Rahmens (6) kompensiert wird, und daß der Rahmen (6) gegen Bewegung an der Basis (31) durch Einführen eines härtbaren Füllmittels zwischen die Beine (79) und die Abteile (21, B) fixiert wird, indem der Raum zwischen ihnen mit dem härtbaren Füllmittel gefüllt und dieses verfestigt wird, bevor der Rahmen (6) von seiner Aufhängung gelöst wird, so daß eine vorgegebene räumliche Anordnung der Trägerfläche (S) relativ zu dem Abtaster (8) erreicht wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmittel in flüssiger Form in die Abteile (21, B) eingegossen wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (6) über der Trommel mit zwei Ständern (70, 72) aufgehängt wird, die jeweils an einem Ende der Trommel stehen und den Rahmen (6) an seinen beiden Enden tragen, daß der erste Ständer (70) einen einzelnen Trägerpunkt (V1) und der zweite Ständer (72) zwei Trägerpunkte (V2, V3) bildet, und daß jeder Trägerpunkt (V1, V2, V3) in vertikaler Richtung linear einstellbar (VL) ist und die beiden Ständer (70, 72) mit horizontal wirkenden Einstellvorrichtungen (HL) versehen sind.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Einstellung der beiden Ständer (70, 72) zum Einstellen der vertikalen linearen (VL) und der Neigungseinstellung (P) verwendet wird, und daß die horizontale Einstellung der beiden Einstellvorrichtungen zur horizontalen linearen (HL) und zur Kippeinstellung (SK) verwendet wird.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein Werkzeug (80) mit zwei einander gegenüberliegenden Endplatten (90) vorgesehen wird, die in vorgegebener räumlicher Zuordnung miteinander verbunden sind, daß eine Anzeigevorrichtung (89, 93) an den Endplatten (90) zur Anzeige der mittleren Längsachse der Trägerfläche (S) zwischen den beiden Endplatten (90) vorgesehen wird, und daß der Abtaster (8) so aufgehängt wird, daß er um die durch die Anzeigevorrichtung (89, 93) vorgegebene Orientierung einnimmt.






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