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Dokumentenidentifikation DE4405013A1 07.09.1995
Titel Wechselpritsche
Anmelder Marquardt, Jörg, 68794 Oberhausen-Rheinhausen, DE
Erfinder Marquardt, Jörg, 68794 Oberhausen-Rheinhausen, DE
Vertreter Naumann, U., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 69115 Heidelberg
DE-Anmeldedatum 17.02.1994
DE-Aktenzeichen 4405013
Offenlegungstag 07.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B65D 90/14
IPC-Nebenklasse B60P 1/64   
Zusammenfassung Eine Wechselpritsche zum Aufsetzen auf ein und zum Lösen von einem Fahrgestell eines Nutzfahrzeuges mit mindestens vier voneinander beabstandeten, an den Längsseiten der Wechselpritsche angeordneten, längenvariierbaren Stützeinrichtungen (1) wird zur einfachen und bequemen Handhabung und zur stufenlosen Anpassung an den Untergrund derart ausgestaltet, daß jede Stützeinrichtung (1) als Zylinder-Kolben-Anordnung (2) ausgeführt ist und daß der aus dem Zylinder (3) ausfahrbare Kolben (4) eine auf den Untergrund (5) aufsetzbare Standfläche (6) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wechselpritsche zum Aufsetzen auf ein und zum Lösen von einem Fahrgestell eines Nutzfahrzeuges mit mindestens vier voneinander beabstandeten, an den Längsseiten der Wechselpritsche angeordneten, längenvariierbaren Stützeinrichtungen.

Wechselpritschen der in Rede stehenden Art sind aus der Praxis bekannt. Eine Wechselpritsche kann im Gegensatz zu einem Kastenaufbau vom Fahrgestell eines Nutzfahrzeuges gelöst werden und mit Hilfe von Stützeinrichtungen an einem gewünschten Platz abgestellt werden. In der Regel sind vier Stützeinrichtungen vorgesehen, die paarweise an den Längsseiten der Wechselpritsche angeordnet sind. Während die Wechselpritsche am Fahrgestell montiert ist und die Stützeinrichtungen nicht benötigt werden, sind diese eingeklappt und an der Wechselpritsche befestigt. Soll die Wechselpritsche stationiert werden, sind die Stützeinrichtungen von der Wechselpritsche zu lösen und hängen zunächst am Pritschenrahmen. Anschließend ist von Hand eine Längenvariierung der Stützeinrichtungen vorzunehmen. Dazu muß eine Bedienperson teleskopartig aus den den Stützeinrichtungen herausziehbare Stützfüße betätigen, auf den Untergrund aufsetzen und sichern. Zum Transport der Wechselpritsche mit dem Fahrgestell ist es wiederum notwendig, die Arretierung der Stützfüße zu lösen und die Stützeinrichtung einzuklappen.

Bei der bekannten Wechselpritsche ist nachteilig, daß ein enormer Zeit- und Arbeitsaufwand zum Aufstellen oder zum Aufsetzen der Wechselpritsche auf das Fahrgestell notwendig ist. Außerdem besteht, insbesondere bei einem unebenen Untergrund, die Gefahr, daß die Stützfüße ungleichmäßig aufgesetzt werden. Einerseits ist dies darauf zurückzuführen, daß der aus einem Gehäuse oder einem Rohr herausziehbare Stützfuß über seine Länge voneinander beabstandete Bohrungen zur Arretierung am Gehäuse oder am Rohr aufweist. Grundsätzlich besteht das Problem, daß der Abstand zwischen der örtlich vorgegebenen Arretierung und dem Untergrund einen Wert aufweisen kann, der durch die vorhandenen Bohrungen des Stützfußes nicht abgedeckt wird. In einem solchen Fall besteht keine andere Möglichkeit, als die nächstfolgende, einen zum Untergrund geringeren Abstand aufweisende Bohrung zu arretieren. Andererseits kann es auch zur Schieflage der Wechselpritsche kommen, wenn die Untergrundbeschaffenheit geringfügig veränderlich ist. Erdmaterial oder eine schadhafte Straßendecke könnten bei voller Belastung durch die ggf. beladene Wechselpritsche nachgeben. Bei Einsatz der herkömmlichen Stützfüße kann einer derart geringfügigen Untergrundveränderung mit dem Ausziehen der Stützfüße nicht Rechnung getragen werden. Vielmehr ist eine derartige Veränderung frühstens dann feststellbar, wenn die Wechselpritsche vom Fahrgestell des Nutzfahrzeuges nicht mehr unterstützt ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wechselpritsche anzugeben, die einfach und bequem gehandhabt werden kann und eine stufenlose Anpassung an den Untergrund, insbesondere an einen unebenen oder geringfügig veränderlichen Untergrund, ermöglicht.

Die voranstehende Aufgabe wird durch eine Wechselpritsche der in Rede stehenden Art mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist die erfindungsgemäße Wechselpritsche derart ausgebildet, daß jede Stützeinrichtung als Zylinder-Kolben-Anordnung ausgeführt ist und daß der aus dem Zylinder ausfahrbare Kolben eine auf den Untergrund aufsetzbare Standfläche aufweist.

Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, daß die Handhabung der Wechselpritsche beim Positionieren erheblich erleichtert wird, wenn eine manuelle Längen- bzw. Höheneinstellung der Stützeinrichtungen zur Anpassung an den Untergrund entfällt.

Weiter ist erkannt worden, daß auf eine manuelle Tätigkeit beim Abstützen der Wechselpritsche weitgehend verzichtet und somit einfach und bequem abgestützt werden kann, wenn als Stützeinrichtungen Zylinder-Kolben-Anordnungen eingesetzt werden, deren Kolben maschinell ausfahrbar sind und eine auf den Untergrund aufsetzbare Standfläche aufweisen. Mit Zylinder-Kolben-Anordnungen ist eine stufenlose Feineinstellung der Kolben - auch unabhängig voneinander - in Anpassung an den ggf. unebenen Untergrund möglich. Ein weiterer Vorteil einer Zylinder-Kolben- Anordnung als Stützeinrichtung ist darin zu sehen, daß beim maschinellen Ausfahren des Kolbens von vornherein eine bestimmte Druckkraft auf den Untergrund ausgeübt werden kann, so daß bspw. eine eingetrocknete Schlammschicht durch weiteres Herausfahren des Kolbens nach dem Auftreffen auf dem Untergrund verdichtet würde und nicht erst bei der Belastung der Stützeinrichtung durch die Wechselpritsche, nachdem diese vom Fahrgestell gelöst ist. Auf diese Weise wird eine Schieflage der Wechselpritsche vermieden, was insbesondere im Hinblick auf bestimmte geladene Güter von Bedeutung sein kann.

Zum Aufstellen der Wechselpritsche ist es notwendig, daß die Zylinder-Kolben-Anordnung senkrecht zur Ladefläche der Wechselpritsche angeordnet ist und der Zylinder zum Ein- und Ausfahren des Kolbens zum Untergrund hin öffnet. Die Standfläche des Kolbens könnte zum Schutz gegen Verschmutzung der Zylinder-Kolben- Anordnung in Ruhestellung derart dimensioniert sein, daß der Zylinder vollständig verschlossen ist. Dazu könnte die Standfläche dem Querschnitt des Zylinders angepaßt sein und diesen insbesondere dann überschreiten, wenn an der Standfläche ein Rand oder Kragen vorgesehen ist, der an dem Zylinderende zur Anlage kommt.

Damit nun das Fahrgestell des Nutzfahrzeuges unterhalb der Wechselpritsche entfernt werden kann, ist es notwendig, die Wechselpritsche auf ein über der eigentlichen Fahrgestellhöhe liegendes Höhenniveau zu verbringen. Dies könnte mittels einer dem Fahrgestell zugeordneten Hebeeinrichtung erfolgen. Nachdem die Kolben aus der senkrecht positionierten Zylinder-Kolben-Anordnung ausgefahren sind, wird das Fahrgestell bzw. dessen Hebeeinrichtung abgesenkt und entfernt, während die Wechselpritsche am Aufstellort verbleibt. Alternativ dazu bietet die Zylinder-Kolben-Anordnung den enormen, erfindungswesentlichen Vorteil, daß sie selbst als Hebeeinrichtung genutzt werden kann. Das nach dem ersten Kontakt mit dem Untergrund fortsetzbare Herausfahren des Kolbens dient demnach nicht nur der Verdichtung eventueller Bodenverschmutzungen oder dgl., sondern auch zum Anheben, bzw. Lösen der Wechselpritsche vom Fahrgestell. Aus der Einstellbarkeit des Höhenniveaus der Wechselpritsche durch Variation der Ausfahrlänge des Kolben ergibt sich der weitere Vorteil einer größeren Flexibilität in der Einsetzbarkeit von Nutzfahrzeugen mit vom Untergrund verschieden beabstandeten Fahrgestellen. Zudem müssen die Fahrgestelle selbst nicht mit einer Hebeeinrichtung ausgestattet sein. Ein weiterer Vorteil des Aufsetzen bzw. Absenkens auf das oder des Lösens bzw. Anhebens vom Fahrgestell mittels der Zylinder-Kolben-Einheit als Hebeeinrichtung ist darin zu sehen, daß die Hubbewegungen allmählich vor sich gehen. Eine abrupte Belastung der Stützeinrichtungen nach dem Lösen des Fahrgestells ist somit ausgeschlossen. Mit einer kontinuierlichen Be- oder Entlastung der Stützeinrichtungen wird in vorteilhafter Weise eine Erhöhung der Standsicherheit und ein stetig stabiles Gleichgewicht herbeigeführt.

Nach einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Wechselpritsche erstreckt sich der Zylinder der Zylinder-Kolben-Anordnung in Betriebsstellung, d. h. zum Positionieren und während der Aufstellung der Wechselpritsche, bezogen auf den Pritschenboden senkrecht nach oben. Diese Ausführungsform ist im Hinblick auf das vollständige Aufsetzen der Wechselpritsche auf den Untergrund von Vorteil, was bspw. aus Sicherheits- oder Platzgründen wünschenswert sein kann. Außerdem würde ein Be- und Entladen der Wechselpritsche zu ebener Erde ermöglicht werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Zylinder in dieser Stellung als Stabilisator für eine Bordwand der Wechselpritsche dienen könnte.

Zur Ausbildung einer weitgehend ebenen Grundfläche der auf den Untergrund abgesenkten Wechselpritsche gemäß dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist es vorteilhaft, das zum Ein- und Ausfahren dienende Ende der Zylinder-Kolben-Anordnung auf dem Höhenniveau des Pritschenbodens anzuordnen. Bei eingefahrenem Kolben ist eine weitgehend ebene Grundfläche auch zum Verschieben auf dem Fahrgestell oder zu Stapelzwecken vorteilhaft. Eine Verschiebbarkeit ist bspw. bei Wechselpritschen erwünscht, die nicht nur eine Ladefläche aufweisen, sondern mit Bordwänden ausgestattet oder gar als Container ausgebildet sind.

Während bei einer Zylinder-Kolben-Anordnung, deren zum Ein- und Ausfahren dienendes Zylinderende in Betriebsstellung unterhalb des Pritschenbodens angeordnet ist, der Kolben zur Realisierung des Hebe- bzw. Lösevorgangs nicht zwingend eine dem Abstand zwischen Fahrgestell und Untergrund entsprechende Länge aufweisen muß, ist es bei einem auf Pritschenbodenniveau angeordneten Zylinderende vorteilhaft, den Kolben möglichst lang zu dimensionieren. Dies ist im Hinblick auf die Eigenschaft der Anpaßbarkeit der Ausfahrlänge an den Abstand zwischen Fahrgestell und Untergrund und der damit verbundenen Flexibilität in der Fahrzeugauswahl von Bedeutung. Dazu sollte die Kolbenlänge auf das Fahrzeug ausgerichtet sein, dessen Fahrgestell den maximalen Abstand vom Untergrund aufweist.

Die Zylinder-Kolben-Anordnung ist zur Befestigung an der Wechselpritsche mit einem Befestigungsmittel ausgestattet. Dieses Befestigungsmittel ist am Zylinder der Zylinder-Kolben-Anordnung vorgesehen und erstreckt sich senkrecht zur Zylinder-Kolben-Anordnung. Das Befestigungsmittel könnte als Rohr ausgeführt werden, das an der Ober- oder Unterseite der Wechselpritsche befestigt wird. Als Aufnahme für das Befestigungsmittel könnte ein Traglager dienen, in das das Rohr eingeschoben wird. Alternativ könnte das Befestigungsmittel auch als Strebe oder Vollprofilstab ausgeführt sein und unterschiedlichste Verbindungsmittel zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Wechselpritsche oder einer an dieser angeordneten Aufnahme aufweisen.

Im Hinblick auf eine Sicherung des Befestigungsmittels am Traglager ist ein rohrförmiges Befestigungsmittel in besonders vorteilhafter Weise mit Bohrungen versehen, in die ein Riegelelement des Traglagers eingreifen kann. Dadurch wird ein selbsttätiges Lösen der Zylinder-Kolben-Anordnung von der Wechselpritsche wirksam verhindert. Das rohrförmige Befestigungsmittel weist vorteilhafterweise einen eckigen, insbesondere rechteckigen oder quadratischen, Querschnitt auf. Wird das Rohr bspw. unterhalb der Wechselpritsche angeordnet, so besteht einerseits ein flächiger Kontakt zur Grundfläche bzw. zum Boden der Wechselpritsche, wodurch die Stabilität der Stützeinrichtung insgesamt erhöht wird. Andererseits ist bei einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt des Befestigungsrohrs die der ebenen Kontaktfläche gegenüberliegende Seite ebenfalls flächig ausgeführt, so daß beim Aufsetzen der Wechselpritsche auf ein Fahrgestell oder ggf. auf den Untergrund auch zum Fahrgestell oder zum Untergrund ein flächiger Kontakt hergestellt wird. Zur Ausbildung einer ebenen Grundfläche gemeinsam mit den Befestigungsmitteln ist die Unterseite des Pritschenbodens vorzugsweise mit Ausnehmungen für die Befestigungsmittel versehen, so daß diese nicht abragen.

Zur weiterführenden Stabilisierung der in Betriebsstellung senkrecht zum Pritschenboden verlaufenden Zylinder-Kolben-Anordnung könnten weitere Sicherungsmaßnahmen getroffen werden. Unabhängig davon, ob die Zylinder-Kolben-Anordnung starr oder beweglich an der Wechselpritsche angeordnet ist, könnte oberhalb des zum Ein- uns Ausfahren des Kolbens dienenden Endes des Zylinders eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen sein. Die Sicherheitseinrichtung könnte bspw. als Strebe ausgeführt sein und mit einem an der Wechselpritsche angebrachten Gegenlager zusammenwirken. Dazu könnte sich die Strebe entweder im Sinne einer Querstrebe parallel oder schräg zum Befestigungsmittel erstrecken, je nach dem, wo das Gegenlager positioniert ist.

Die Zylinder-Kolben-Anordnung könnte an der Wechselpritsche angelenkt sein und - wenn die Wechselpritsche auf dem Fahrgestell aufsitzt - in einer eingeklappten Ruhestellung verbleiben. Zum Verschwenken weist ein rohrförmiges Befestigungsmittel zumindest in dem mit dem passenden Traglager verbundenen Abschnitt einen kreisförmigen Querschnitt auf. Eine angelenkte Zylinder- Kolben-Anordnung ist zwar dahingehend nachteilig, daß manuelle Tätigkeit notwendig ist, um die Zylinder-Kolben-Anordnung in die Betriebsstellung zu verbringen, jedoch bietet eine einklappbare Zylinder-Kolben-Anordnung den Vorteil einer freien Zugänglichkeit der Ladefläche in dem Fall, in dem sich die Zylinder-Kolben-Anordnung senkrecht zur Ladefläche nach oben gerichtet erstrecken würde. In diesem Fall könnten Güter ohne Behinderung auf die Ladefläche aufgeladen werden.

Zur Aufnahme der Zylinder-Kolben-Anordnung in eingeklapptem Zustand könnte an der Längsseite der Wechselpritsche ein Stützenlager vorgesehen sein, in das die Zylinder-Kolben-Anordnung eingeschoben wird. Bei dieser Variante erstreckt sich die Zylinder-Kolben-Anordnung in Ruhestellung im wesentlichen parallel zur Längsseite der Wechselpritsche. Alternativ könnte sich die Zylinder-Kolben-Anordnung im eingeklappten Zustand auch unterhalb der Wechselpritsche erstrecken.

Alternativ zu einer verschwenkbaren Ausführungsform könnte die Zylinder-Kolben-Anordnung auch starr an der Pritsche befestigt sein und sich bezogen auf den Pritschenboden senkrecht nach oben erstrecken. Auf diese Weise wird der Abstützvorgang abermals vereinfacht und zeitlich verkürzt, da ein zeit- und kraftaufwendiges Umklappen der Zylinder-Kolben-Anordnung von der Betriebs- in die Ruhestellung und umgekehrt entfällt. Außerdem würde sich der mit der Pflege und Wartung der gelenkigen Lagerung einer klappbaren Zylinder-Kolben-Anordnung verbundene Aufwand erübrigen. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß ein starrer Zylinder theoretisch auch als Teil der Wechselpritsche, nämlich als Tragelement einer Außenhaut, Plane oder dgl. oder als Bordwandverstärkung dienen kann.

Die Zylinder-Kolben-Anordnung könnte nun pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden. Im Hinblick auf eine bessere Druckkraftübertragung wird eine Beaufschlagung mit einem inkompressiblen Druckmedium, wie bspw. Öl, bevorzugt.

In besonders vorteilhafter Weise ist zur Steuerung der Druckmittelzu- und abführung eine Steuereinrichtung in den Druckmittelkreislauf geschaltet. Eine Regulierung der Druckbeaufschlagung, insbesondere eine getrennte Beaufschlagung der einzelnen Zylinder-Kolben-Anordnungen, ermöglicht eine sensible Anpassung an den Untergrund.

Die Steuereinrichtung und das Druckerzeugungsaggregat, Druckvorratsbehälter und Energiespeicher oder -erzeuger sowie weitere Hilfseinrichtungen könnten direkt an der Wechselpritsche angeordnet sein. Alternativ ist eine Zuordnung zum Nutzfahrzeug oder eine Zusammenfassung innerhalb einer anschließbaren transportablen Baueinheit denkbar.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, den Gegenstand der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigt

die einzige Figur, in schematischer Darstellung, eine Stützeinrichtung der erfindungsgemäßen Wechselpritsche.

Die einzige Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Stützeinrichtung 1 der erfindungsgemäßen Wechselpritsche. Die Stützeinrichtung 1 weist als Hauptbestandteil eine Zylinder-Kolben- Anordnung 2 auf. Der hier aus dem Zylinder 3 vollständig ausgefahrene Kolben 4 der in Betriebsstellung befindlichen Zylinder-Kolben-Anordnung 2 weist an seinem unteren Ende eine auf den Untergrund 5 aufsetzbare Standfläche 6 auf.

Das zum Ein- und Ausfahren des Kolbens dienende Ende 7 des Zylinders 3 öffnet nach unten und wird bei eingefahrenem Kolben 4 von dem freien Kolbenende verschlossen. Dazu weist die Standfläche 6 einen gegenüber dem Querschnitt des Kolbens 4 größeren Querschnitt auf.

Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Zylinder 3 bezogen auf den nicht dargestellten Pritschenboden senkrecht nach oben. Das zum Ein- und Ausfahren des Kolbens 4 dienende Ende 7 der Zylinder-Kolben-Anordnung 2 ist auf der Höhe des Pritschenbodens angeordnet. Unterhalb eines auf dem Höhenniveaus des Zylinderendes 7 angeordneten Befestigungsmittels 8 ist Platz für das hier nicht dargestellte Fahrgestell. Der vollständig ausgefahrene Kolben 4 weist eine Länge auf, die über die Höhe des Fahrgestells hinausgeht.

Das am Zylinder 3 angeordnete Befestigungsmittel 8 erstreckt sich senkrecht zur Zylinder-Kolben-Anordnung 2 und ist als Rohr mit Bohrungen 9 ausgebildet. In die Bohrungen 9 können Riegelelemente eines hier nicht dargestellten, an der Wechselpritsche befestigten Traglagers eingreifen.

In diesem Ausführungsbeispiel ist die Zylinder-Kolben-Anordnung 2 an der Wechselpritsche angelenkt. D.h., in der Ruhestellung wird der Zylinder-Kolben-Anordnung 2 verschwenkt und an der Wechselpritsche fixiert.

Zur Sicherung der hier in Betriebsstellung dargestellten Stützeinrichtung 1 ist am Zylinder 3 der Zylinder-Kolben-Anordnung 2 eine Sicherheitseinrichtung 10 vorgesehen. Die Sicherheitseinrichtung 10 ist als Querstrebe ausgeführt und wird zur Befestigung an der Wechselpritsche aus der in der einzigen Figur gezeigten Stellung verbracht und mit einem an der Pritsche angeordneten Gegenlager verbunden. Am freien Ende der Querstrebe ist zur Verbindung mit dem Gegenlager ein Verbindungselement vorgesehen.

Die Zylinder-Kolben-Anordnung 2 wird in diesem Ausführungsbeispiel hydraulisch betrieben. Entsprechende Anschlüsse für Druckmittelleitungen, das Druckerzeugungsaggregat und eine Steuereinrichtung sind hier nicht dargestellt.

Abschließend sei hervorgehoben, daß das zuvor rein willkürlich gewählte Ausführungsbeispiel lediglich zur Erörterung der erfindungsgemäßen Lehre dient, diese jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel einschränkt.


Anspruch[de]
  1. 1. Wechselpritsche zum Aufsetzen auf ein und zum Lösen von einem Fahrgestell eines Nutzfahrzeugs mit mindestens vier voneinander beabstandeten, an den Längsseiten der Wechselpritsche angeordneten, längenvariierbaren Stützeinrichtungen (1), dadurch gekennzeichnet, daß jede Stützeinrichtung (1) als Zylinder-Kolben-Anordnung (2) ausgeführt ist und daß der aus dem Zylinder (3) ausfahrbare Kolben (4) eine auf den Untergrund (5) aufsetzbare Standfläche (6) aufweist.
  2. 2. Wechselpritsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (1) als Hebeeinrichtung dient und die Ausfahrlänge des Kolbens (4) zum Aufsetzen und Lösen der Wechselpritsche auf das oder von dem Fahrgestell an dessen Abstand vom Untergrund (5) anpaßbar ist.
  3. 3. Wechselpritsche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (3) der Zylinder-Kolben-Anordnung (2) in Betriebsstellung bezogen auf den zum Untergrund (5) parallelen Pritschenboden senkrecht nach oben abragt.
  4. 4. Wechselpritsche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Ein- und Ausfahren des Kolbens dienende Ende (7) des Zylinders (3) im wesentlichen auf dem Niveau des Pritschenbodens angeordnet ist.
  5. 5. Wechselpritsche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Kolbens (3) zum Aufsetzen und Lösen der Wechselpritsche auf das oder von dem Fahrgestell über den maximal möglichen Abstand zwischen Fahrgestell und Untergrund (5) hinausgeht.
  6. 6. Wechselpritsche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Zylinder (3) der Zylinder-Kolben-Anordnung (2) ein Befestigungsmittel (8) zur Befestigung an der Wechselpritsche vorgesehen ist.
  7. 7. Wechselpritsche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (8) als sich senkrecht zum Zylinder (3) erstreckendes Rohr ausgeführt ist.
  8. 8. Wechselpritsche nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (8) mit einem an der Wechselpritsche angeordneten Traglager wirkverbindbar ist.
  9. 9. Wechselpritsche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (8) zum Eingriff für ein Riegelelement des Traglagers Aussparungen oder Bohrungen (9) aufweist.
  10. 10. Wechselpritsche nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Zylinder (3), oberhalb des Endes (7), eine Sicherheitseinrichtung (10) angeordnet ist.
  11. 11. Wechselpritsche nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Wechselpritsche ein Gegenlager zur Aufnahme der Sicherheitseinrichtung vorgesehen ist.
  12. 12. Wechselpritsche nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Anordnung (2) an der Wechselpritsche angelenkt ist.
  13. 13. Wechselpritsche nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zylinder-Kolben-Anordnung in Ruhestellung im wesentlichen parallel zur Längsseite der Wechselpritsche erstreckt.
  14. 14. Wechselpritsche nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Anordnung starr an der Wechselpritsche befestigt ist.
  15. 15. Wechselpritsche nach einem der Ansprüche i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Anordnung mit einem vorzugsweise inkompressiblen Druckmedium beaufschlagbar ist.
  16. 16. Wechselpritsche nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Anordnung über Druckzuführungsleitungen mit einem Druckerzeugungsaggregat strömungsverbunden ist.
  17. 17. Wechselpritsche nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß im Druckmittelkreislauf eine Steuereinrichtung vorgesehen ist.






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