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Dokumentenidentifikation DE69016865T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0409532
Titel Klingenschutz.
Anmelder Minnesota Mining and Mfg. Co., Saint Paul, Minn., US
Erfinder Longworth, Frederic A., c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnesota 55133-3427, US;
Betterley, Todd R., c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnsota 55133-3427, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69016865
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 16.07.1990
EP-Aktenzeichen 903077543
EP-Offenlegungsdatum 23.01.1991
EP date of grant 15.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B26D 7/22
IPC-Nebenklasse B26D 1/02   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft Schneidklingen zum Schneiden von Folienmaterial an Vorrichtungen zur Abgabe von Folienmaterial.

Hintergrund

Vorrichtungen wie sie in den US-Patenten Nr. Re. 30,787 und 4,379,019 beschrieben sind, eignen sich bekanntlich zum Aufbringen eines Streifens Abdeckbandes entlang einer Kante einer Folie aus Abdeckmaterial, wobei ein Abschnitt des Bandes über den Rand des Abdeckmaterials hervorsteht, mit dem das Abdeckmaterial vorübergehend an einer zu schützenden Fläche befestigt werden kann, beispielsweise beim Lakkieren einer angrenzenden Fläche. Normalerweise umfassen solche Vorrichtungen eine Schneidklinge, mit der das Band und die Folie aus Abdeckmaterial durchgeschnitten werden können, nachdem eine gewünschte Länge davon aus der Vorrichtung herausgezogen wurde.

Die US-Patentanmeldung Nr. 116,508 mit dem Titel "Sheet Material for Masking Apparatus" (Folienmaterial für eine Abdeckvorrichtung), eingereicht am 2. November 1987, beschreibt eine Rolle aus dünnem polymerem Abdeckmaterial zur Verwendung an der Art von Vorrichtung, die in den US-Patenten Nr. Re. 30,787 und 4,379,019 beschrieben ist, wobei es sich bei dem Abdeckmaterial um eine breite Folie handelt, die zickzackartig zusammengelegt wurde, um die Länge der Rolle zu verkürzen, so daß nach dem Aufbringen des Bandes auf das Abdeckmaterial und auf eine abzudeckende Fläche die Folie aus Abdeckmaterial aufgefaltet werden muß, damit sie in ihrer ganzen Breite wirksam wird. Die in dieser Vorrichtung normalerweise verwendete Schneidklinge schneidet jedoch die vielen Lagen aus dem zusammengelegten polymeren Material nicht ohne weiteres durch, vor allem wenn mehrere Falten vorhanden sind (z.B. mehr als 2 Falten).

Die US-A-4 913 767 mit dem Titel "Cut Off Blade for Severing Multiple Layers of Thin Polymeric Sheet Material" (Schneidklinge zum Durchschneiden vieler Lagen eines dünnen polymeren Folienmaterials), eingereicht am 12. Dezember 1988, beschreibt eine Schneidklinge mit einem Schneidkantenabschnitt, der eine polymere Folie aus Abdeckmaterial, die in vielen Lagen zusammengelegt ist, besonders wirksam durchschneiden kann. Im allgemeinen umfaßt diese Schneidklinge ein dünnes Blech mit einer Vielzahl von ähnlich geformten Zähnen, die einen Schneidkantenabschnitt der Klinge bilden, wobei jeder der Zähne Teile der ersten und zweiten Hauptfläche der Klinge in der Form von gleichschenkligen Dreiecken bildet, deren Basis jeweils im Bereich des Befestigungsabschnittes liegt und in einer ersten Richtung entlang der Klinge ausgerichtet ist, so daß die Spitzen der dreieckigen Flächenteile im rechten Winkel zu der ersten Richtung hervorstehen. Die vorgesehenen Zähne sind relativ scharf und lang, so daß die Zähne durch problemlos mit der Hand ausgeübten Druck mehrere Lagen eines polymeren Folienmaterials (z.B. bis zu 24 Lagen) durchdringen können und dabei verhindern, daß eine der Lagen an der Schneidkante wegrutscht, und dann nacheinander die Lagen durchschneiden können, bis der Schneidvorgang abgeschlossen ist.

Die Schneidkante der in der US-A-4 913 737 beschriebenen Schneidklinge ist zwar sehr wirksam beim Schneiden von Lagen aus polymerem Folienmaterial, aber ihre sehr scharfen Zähne stellen ein Potential dar für eine Beschädigung des Gegenstandes, mit dem die Schneidklinge in Kontakt kommt, oder für eine Verletzung des Benutzers der Vorrichtung.

Die US-A-3,552,6l4 offenbart eine Schutzvorrichtung für eine Schneidklinge, die eine Vielzahl von ähnlichen dreieckigen Zähnen aufweist, wobei die Schutzvorrichtung einen Schutzabschnitt besitzt, der an der Klinge anliegen kann, und ein vorstehendes Teil, das über die Spitzen der Zähne hinausragen kann. Die Schutzvorrichtung besitzt einen Verankerungsabschnitt, der an einer außerdem die Klinge tragenden Fläche befestigt ist, wobei die Schutzvorrichtung aus einem elastisch flexiblen polymeren Material besteht. Die Schutzvorrichtung besteht aus einem einzigen Material, so daß eine geringe Kraft, die in eine Richtung ausgeübt wird, um das hervorstehende Teil von den Zähnen wegzuschieben, bewirkt, daß sich der Schutzabschnitt in bezug auf den Verankerungsabschnitt verschiebt, um die Zähne freizulegen. Der Schutzabschnitt und der Verankerungsabschnitt sind notwendigerweise gleich steif und es gibt keinen bestimmten Scharnierabschnitt, da sich der Schutzabschnitt aufgrund der Flexibilität des Materials der Schutzvorrichtung verschieben läßt.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Schutzvorrichtung für eine Schneidklinge bereit, die den versehentlichen Kontakt mit ihrer Schneidkante verhindert, wodurch das Potential für die Beschädigung eines Gegenstandes oder die Verletzung eines Benutzers einer Vorrichtung, an der die Klinge befestigt ist, stark eingeschränkt wird, wobei die Schutzvorrichtung ohne weiteres zurückgezogen werden kann, damit die Schneidkante leicht mit dem Folienmaterial, das sie durchschneiden soll, in Eingriff gebracht werden kann.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Schutzvorrichtung für eine Schneidklinge bereitgestellt, die eine erste Oberfläche und eine Vielzahl von ähnlich geformten Zähnen aufweist, die einen Schneidkantenabschnitt der Klinge bilden, wobei die Zähne die Teile der ersten Oberfläche der Klinge allgemein in Form von Dreiecken darstellen, die jeweils einen Boden aufweisen, der in einer ersten Richtung entlang der Klinge ausgerichtet ist, und die eine Spitze aufweisen, wobei die Spitzen der Zähne von der ersten Richtung wegragen, und wobei die Schutzvorrichtung folgendes umfaßt: einen Schutzabschnitt mit einem Seitenteil, das entlang der ersten Oberfläche der Klinge sowie entlang der durch die Zähne gebildeten Teile der ersten Oberfläche verläuft, sowie ein hervorstehendes Teil, das über die Spitzen der Zähne hinausragen kann, einen Verankerungsabschnitt zur Befestigung an der Klinge, wobei die Schutzvorrichtung aus einem elastisch flexiblen polymeren Material besteht, so daß der Schutzabschnitt in bezug auf den Verankerungsabschnitt von einer normalen Schutzposition, in der das Seitenteil an der ersten Oberfläche der Klinge und den durch die Zähne gebildeten Teilen der ersten Oberfläche anliegt, in eine Schneidposition bewegt werden kann, wo sich der Schutzabschnitt in einer von den Zähnen beabstandeten Position befindet und in die normale Schutzposition vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß:

der Verankerungsabschnitt eine Seitenfläche aufweist, die an der ersten Oberfläche der Klinge in einer vom Boden der im allgemeinen dreieckigen Teile der ersten Oberfläche beabstandeten Position befestigt werden kann, und einen Scharnierabschnitt aus elastisch flexiblem polymerem Material, der den Schutzabschnitt und den Verankerungsabschnitt miteinander verbindet, so daß der Scharnierabschnitt den Schutzabschnitt in die normale Schutzposition vorspannt; und

der Verankerungsabschnitt und der Schutzabschnitt relativ steif sind im Vergleich zu dem Scharnierabschnitt, weil der Scharnierabschnitt aus einem anderen Material mit einer anderen Dicke als der Verankerungsabschnitt und der Schutzabschnitt hergestellt ist.

Somit wird eine Schutzvorrichtung für eine Schneidklinge mit einer Vielzahl von ähnlich geformten Zähnen offenbart, die einen Schneidkantenabschnitt der Klinge bilden, wobei die Zähne Teile einer ersten Oberfläche der Klinge allgemein in Form von Dreiecken bilden, deren Boden jeweils in einer ersten Richtung entlang der Klinge ausgerichtet ist, wobei die Spitzen der Zähne von der ersten Richtung wegragen. Die Schutzvorrichtung umf aßt einen Schutzabschnitt mit einem Seitenteil, das an der ersten Oberfläche der Klinge anliegen kann und folgendes umfaßt: die durch die Zähne gebildeten Teile der ersten Oberfläche und ein hervorstehendes Teil, das über die Spitzen der Zähne hinausstehen kann, einen Verankerungsabschnitt mit einer Seitenfläche, die an der ersten Oberfläche der Klinge im Abstand von dem Boden der im allgemeinen dreieckigen Teile der ersten Oberfläche befestigt sein kann, und einen Scharnierabschnitt aus einem elastisch flexiblen polymeren Material, der den Schutzabschnitt und den Verankerungsabschnitt miteinander verbindet. Wenn der Verankerungsabschnitt an der Klinge befestigt ist, ermöglicht der Scharnierabschnitt die Bewegung des Schutzabschnittes in bezug auf den Verankerungsabschnitt von einer normalen Schutzposition, in der das Seitenteil an der ersten Oberfläche der Klinge anliegt, in eine Schneidposition, in der sich der Schutzabschnitt im Abstand von den Zähnen befindet. Der Scharnierabschnitt spannt auch den Schutzabschnitt in seine normale Schutzposition vor.

Der Verankerungsabschnitt kann in einem solchen Abstand von den Zähnen der Klinge angeordnet sein, daß die Zähne in der Schneidposition des hervorstehenden Abschnittes ganz in das Abdeckmaterial, das die Klinge schneiden soll, eingreifen und dieses durchdringen können.

Die distale Kante des hervorstehenden Teils kann mindestens 0,3 Zentimeter (0,12 Zoll) und vorzugsweise 0,95 Zentimeter (0,38 Zoll) über die Spitzen der Zähne hinausstehen, so daß der Schutzabschnitt automatisch ganz von den Zähnen wegbewegt wird, wenn er ein Stück des Abdeckmaterials berührt, das zwischen der Abdeckmaschine und einer Oberfläche, auf die ein Abschnitt des Abdeckmaterials aufgebracht ist, gespannt ist, oder einen Abschnitt des Abdeckmaterials, das von einem Benutzer der Abdeckmaschine gehalten wird, wenn die Zähne in das Abdeckmaterial gedrückt werden, um es durchzuschneiden. Vorzugsweise umfaßt das vorstehende Teil auch eine Leiste, die gegenüber den Spitzen der Zähne positioniert ist, wenn der Schutzabschnitt sich in seiner normalen Schutzposition befindet, damit der Kontakt mit den Zähnen verhindert wird, wenn sich der Schutzabschnitt in seiner normalen Schutzposition befindet.

Vorzugsweise sind der Verankerungsabschnitt, der Scharnierabschnitt und der Schutzabschnitt gleichzeitig aus einem polymeren Material extrudiert.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung näher beschrieben, in der gleiche Bezugszeichen gleiche Teile in den verschiedenen Ansichten bezeichnen; darin zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Klingenschutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Klingenschutzvorrichtung von Fig. 1, die an einer Schneidklinge an einem Teil einer Abdeckmaschine befestigt ist; und

Fig. 3 und 4 stirnseitige Ansichten der Klingenschutzvorrichtung, der Schneidklinge und eines Teils einer Abdeckmaschine von Fig. 2, wobei Fig. 3 einen Schutzabschnitt der Klingenschutzvorrichtung in einer normalen Schutzposition veranschaulicht, während Fig. 4 den Schutzabschnitt in einer Schneidposition veranschaulicht, so daß das dargestellte Abdeckmaterial an der Schneidklinge geschnitten werden kann.

Ausführliche Beschreibung

Mit Bezug auf die Zeichnung ist nun eine Klingenschutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt, die allgemein mit dem Bezugszeichen 10 gekennzeichnet ist.

Die Klingenschutzvorrichtung 10 dient allgemein zum Gebrauch mit einer in Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Schneidklinge 12, die an einem Teil 11 einer Abdeckmaschine wie zum Beispiel der im US-Patent Nr. Re. 30,787 (auf deren Inhalt hier Bezug genommen wird) beschriebenen Abdeckmaschine befestigt ist. Die Schneidklinge 12 besitzt einander entgegengesetzte erste und zweite Hauptflächen 13 und 14 und eine Vielzahl von ähnlich geformten Zähnen 15, die einen Schneidkantenabschnitt der Klinge 12 bilden, wobei die Zähne 15 Teile der ersten und zweiten Fläche 13 und 14 der Klinge 12 allgemein in der Form von Dreiecken bilden, deren Boden jeweils in einer ersten Richtung in Längsrichtung entlang der Klinge 12 ausgerichtet ist, wobei die Spitzen der Zähne von der ersten Richtung wegragen.

Die Klingenschutzvorrichtung 10 umfaßt (1) einen Schutzabschnitt 18 mit einem Seitenteil 19, das an der ersten Oberfläche 13 der Klinge anliegen kann und die durch die Zähne 15 gebildeten Teile der ersten Oberfläche 13 umfaßt, und ein hervorstehendes Teil 20, das über die Spitzen der Zähne 15 hinausstehen kann, (2) einen Verankerungsabschnitt 22 mit einer Seitenfläche, die beispielsweise mit einer geeigneten Klebstoffschicht an der ersten Oberfläche 13 der Klinge 12 im Abstand von den Zähnen 15 befestigt werden kann, und (3) einen Scharnierabschnitt 24 aus elastisch flexiblem polymerem Material, der den Schutzabschnitt 18 und den Verankerungsabschnitt 22 miteinander verbindet.

Wenn der Verankerungsabschnitt 22 an der Klinge 12 befestigt ist, wie in Fig. 2, 3 und 4 dargestellt, ermöglicht der Scharnierabschnitt 24 eine Bewegung des Schutzabschnittes 18 in bezug auf den Verankerungsabschnitt 22 von einer normalen Schutzposition (Fig. 2 und 3), in der das Seitenteil 19 an der ersten Oberfläche 13 der Klinge 12 anliegt, in eine Schneidposition (Fig. 4), in der der Schutzabschnitt 18 so von den Zähnen 15 beabstandet ist, daß ein Stück Abdeckmaterial 26 an den Zähnen 15 abgeschnitten werden kann. Durch die Elastizität des polymeren Materials in dem Scharnierabschnitt 24 wird außerdem der Schutzabschnitt 18 in seine normale Schutzposition vorgespannt.

Der Verankerungsabschnitt 22 kann von den Zähnen 15 der Klinge 12 beabstandet sein, so daß die Zähne 15 in der Schneidposition des Schutzabschnittes 18 das Abdeckmaterial, das die Klinge 12 durchschneiden soll, ganz berühren und durchdringen.

Der Schutzabschnitt 18 ist im allgemeinen L-förmig und umfaßt eine Leiste 28 an seinem hervorstehenden Teil 20, die das distale Ende des Schutzabschnittes 18 begrenzt und gegenüber und im Abstand von den Spitzen der Zähne 15 angeordnet ist, wenn der Schutzabschnitt 18 sich in seiner normalen Schutzposition befindet. Die Leiste 28 ragt etwas über die gesamte Dicke der Klinge 12 zwischen den Oberflächen 13 und 14 hinaus, um den Kontakt mit den Zähnen 15 zu verhindern, wenn sich der Schutzabschnitt 18 in seiner normalen Schutzposition befindet.

Die distale Kante des hervorstehenden Teils 20 kann mindestens 0,3 Zentimeter (0,12 Zoll) und vorzugsweise 0,95 Zentimeter (0,38 Zoll) über die Spitzen der Zähne 15 hinausstehen, so daß, wie in Fig. 4 dargestellt, der Schutzabschnitt 18 automatisch ganz von den Zähnen 15 wegbewegt wird, wenn er ein Stück des Abdeckmaterials 26 berührt, das zwischen der Abdeckmaschine 10 und entweder einer Oberfläche, auf die ein Abschnitt des Abdeckmaterials 26 aufgebracht wird, oder einem Abschnitt des Abdeckmaterials gespannt ist, der von einem Benutzer der Abdeckmaschine gehalten wird, wenn die Zähne 15 in dieses Abdeckmaterial 26 eingedrückt werden, um es durchzuschneiden.

Wie dargestellt, sind der Verankerungsabschnitt 22, der Scharnierabschnitt 24 und der Schutzabschnitt 18 der Klingenschutzvorrichtung 10 gleichzeitig aus einem polymeren Material extrudiert, wobei der Verankerungsabschnitt 22 und der Schutzabschnitt 24 aus einem relativ steifen polymeren Material (z.B. Polyvinylchlorid in einer Dicke von 0,46 Zentimeter bzw. 0,22 Zoll) bestehen und der Scharnierabschnitt 24 aus einem relativ biegeelastischen polymeren Material (z.B. Polyurethan in einer Dicke von 0,56 Zentimeter bzw. 0,18 Zoll) besteht, so daß im wesentlichen die gesamte Biegung, die notwendig ist, damit sich der Schutzabschnitt 18 von seiner normalen Schutzposition (Fig. 2 und 3) in seine Schneidposition (Fig. 4) bewegen kann, in dem Scharnierabschnitt 24 auftritt.

Die Klingenschutzvorrichtung 10 ist besonders nützlich, wenn es sich bei der Schneidklinge 12 um eine Klinge von dem in der US-Patentanmeldung Nr. 283,237 vom 12. Dezember 1988 (auf die hier Bezug genommen wird) beschriebenen Typ handelt, wo der Winkel zwischen der zweiten Oberfläche 14 und jedem Abschnitt einer Kantenfläche entlang des Schneidkantenabschnittes bei Messung in einer zu der ersten Richtung senkrechten Ebene der gleiche spitze Winkel im Bereich von 15 bis 45 Grad und vorzugsweise 30 Grad ist, und das Metall an der Kantenfläche entlang des Schneidkantenabschnitts der Klinge ist in Richtung zu dem Übergang mit der zweiten Hauptfläche kaltgeflossen, so daß an diesem Übergangspunkt eine sehr scharfe Kante entsteht. Der Abstand zwischen den Spitzen von benachbarten Zähnen liegt außerdem im Bereich von 0,1 bis 0,32 Zentimeter (0,04 bis 0,125 Zoll) und beträgt vorzugsweise 0,23 Zentimeter (0,09 Zoll); die Abmessung zwischen der Spitze und dem Boden jedes Zahnes liegt im Bereich von 0,25 bis 0,5 Zentimeter (0,1 bis 0,2 Zoll) und beträgt vorzugsweise 0,33 Zentimeter (0,129 Zoll); und der eingeschlossene Winkel an der Spitze jedes Zahnes, gemessen in der Ebene der Flächen 13 und 14, liegt im Bereich von 30 bis 45 Grad und beträgt vorzugsweise etwa 38 S Grad, so daß sich Zähne ergeben, die durch leicht mit der Hand auf gebrachten Druck mehrere Lagen eines polymeren Folienmaterials (z.B. bis zu 24 Lagen) durchbohren können, um zu verhindern, daß eine der Lagen von der Schneidkante wegrutscht, und dann nacheinander die Lagen durchschneiden können, um den Schneidvorgang zu beenden.

Die vorliegende Erfindung wurde nun mit Bezug auf eine Ausführungsform derselben beschrieben. Für den Fachmann ist es offensichtlich, daß viele Änderungen an der beschriebenen Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der vorliegenden Ansprüche zu verlassen. Beispielsweise könnte der Scharnierabschnitt über dem Verankerungs- und dem Schutzabschnitt liegen und mit einer Klebstoffschicht daran befestigt sein, anstatt gleichzeitig mit diesen extrudiert zu sein; oder die gesamte Klingenschutzvorrichtung könnte aus einem polymeren Material bestehen, wobei der Scharnierabschnitt durch ein dünneres Teil gebildet wird als der Verankerungs- und der Schutzabschnitt. Der Rahmen der vorliegenden Erfindung sollte also nicht auf die in dieser Anmeldung beschriebene Vorrichtung begrenzt sein, sondern nur durch die mit dem Wortlaut der Ansprüche beschriebenen Vorrichtungen und durch Äquivalente dieser Vorrichtungen.


Anspruch[de]

1. Schutzvorrichtung (10) für eine Schneidklinge (12) mit einer ersten Oberfläche (13) und einer Vielzahl von ähnlich geformten Zähnen (15), die einen Schneidkantenabschnitt der Klinge (12) bilden, wobei die Zähne (15) die Teile der ersten Oberfläche (13) der Klinge (12) allgemein in Form von Dreiecken darstellen, die jeweils einen Boden aufweisen, der in einer ersten Richtung entlang der Klinge (12) ausgerichtet ist, und die eine Spitze aufweisen, wobei die Spitzen der Zähne (15) von der ersten Richtüng wegragen, und wobei die Schutzvorrichtung (10) folgendes umfaßt einen Schutzabschnitt (18) mit einem Seitenteil (19), das entlang der ersten Oberfläche (13) der Klinge (12) sowie entlang der durch die Zähne (15) gebildeten Teile der ersten Oberfläche (13) verläuft, sowie ein hervorstehendes Teil (20), das sich über die Spitzen der Zähne (15) hinausragen kann, einen Verankerungsabschnitt (22) zur Befestigung an der Klinge, wobei die Schutzvorrichtung aus einem elastisch flexiblen polymeren Material besteht, so daß der Schutzabschnitt (18) in bezug auf den Verankerungsabschnitt (22) von einer normalen Schutzposition, in der das Seitenteil (19) an der ersten Oberfläche (13) der Klinge (12) und an den durch die Zähne (15) gebildeten Teilen der ersten Oberfläche (13) anliegt, in eine Schneidposition bewegt werden kann, wo sich der Schutzabschnitt (18) in einer von den Zähnen (15) beabstandeten Position befindet und in die normale Schutzposition vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß:

der Verankerungsabschnitt eine Seitenfläche aufweist, die an der ersten Oberfläche (13) der Klinge (12) in einer vom Boden der im allgemeinen dreieckigen Teile der ersten Oberfläche (13) beabstandeten Position befestigt werden kann, und einen Scharnierabschnitt (24) aus elastisch flexiblem polymerem Material, der den Schutzabschnitt (10) und den Verankerungsabschnitt (22) miteinander verbindet, so daß der Scharnierabschnitt (24) den Schutzabschnitt (18) in die normale Schutzposition vorspannt; und

der Verankerungsabschnitt (22) und der Schutzabschnitt (18) relativ steif sind im Vergleich zu dem Scharnierabschnitt (24), weil der Scharnierabschnitt (24) aus einem anderen Material mit einer anderen Dicke als der Verankerungsabschnitt (22) und der Schutzabschnitt (18) hergestellt ist.

2. Schutzvorrichtung (10) nach Anspruch 1, des weiteren dadurch gekennzeichnet, daß der Scharnierabschnitt (24) aus einem anderen polymeren Material besteht als der Verankerungsabschnitt (22) und der Schutzabschnitt (18), und daß der Verankerungs-, der Scharnier- und der Schutzabschnitt (22, 24 und 18) aus polymerem Material coextrudiert sind.

3. Schutzvorrichtung (10) nach Anspruch 1, des weiteren dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungs-, der Scharnier- und der Schutzabschnitt (22, 24 und 18) coextrudiert sind, wobei der Verankerungs- und der Schutzabschnitt (22, 18) aus Polyvinylchlorid bestehen und der Scharnierabschnitt (24) aus Polyurethan besteht.

4. Schutzvorrichtung (10) nach Anspruch 1, des weiteren dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Teil (20) eine Leiste (28) aufweist, die den Spitzen der Zähne (15) gegenüberliegt, wenn der Schutzabschnitt (18) sich in der normalen Schutzposition befindet.

5. Schutzvorrichtung (10) nach Anspruch 1, des weiteren dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Teil (20) etwa 0,95 cm über die Spitzen der Zähne (15) hinausragen kann.







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