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Dokumentenidentifikation DE69018769T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0426074
Titel Zur Hautpflege verwendbare Polymermischungen.
Anmelder Union Carbide Chemicals and Plastics Co. Inc., Danbury, Conn., US;
Biomatrix Inc., Ridgefield, N.J., US
Erfinder Band, Philip Arthur, Brooklyn, New York 11224, US;
Barbone, Arminda Gloria, Union, New Jersey 07083, US;
Goddard, Errol Desmond, Haworth, New Jersey 07641, US;
Leshchinger, Adolf, Creskill, New Jersey 07626, US;
Partain III, Emmett Malone, Bound Brook, New Jersey 08805, US;
Pavlichko, Joseph Peter, Helmetta, New Jersey 08828, US
Vertreter SCHMIED-KOWARZIK UND PARTNER, 80803 München
DE-Aktenzeichen 69018769
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.10.1990
EP-Aktenzeichen 901207126
EP-Offenlegungsdatum 08.05.1991
EP date of grant 19.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse C08L 89/00
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft polymere Zusammensetzungen und deren Verwendung zur Hautpflege und konkreter spezielle ternäre Polymer-Zusammensetzungen und Verfahren in der Hautpflege.

Haut ist häufig in einem Zustand, für den eine Behandlung oder irgendeine andere Pflege erforderlich oder gewünscht ist. Beispielsweise beinhaltet eine häufige Haut-Sorge Falten oder andere unregelmäßige Bereiche. Viele Substanzen sind auf die Haut aufgetragen worden, um den Zustand der Haut zu verbessern. Unter der Myriade derartiger Substanzen ist eine große Vielfalt von Polymeren eingesetzt worden, wie beispielsweise Polyanionen, d.h. anionische oder negativ geladene Polymere. Beispielsweise ist die Hautpflege unter Verwendung von Hyaluronan, einem Polyanion, und Glycosaminoglycan, in FR-A-2478468 (entsprechend US-A-4303676) und in einem Artikel von P. Band mit dem Titel "Effective Use of Hyaluronic Acid" in Drug and Cosmetic Industry, Band 137, Seite 54, Oktober 1985, beschrieben. Dextransulfat, ein hochgeladenes Polyanion, wird in Hautpflege-Anwendungen offenbart in JP-A-62-051604 und 62-051605. Verschiedene polyionische Polypeptide sind ebenfalls in der Hautpflege eingesetzt worden. Beispielsweise wird die Hautpflege unter Verwendung von Rinder-Serumalbumin, einem polyionischen Polypeptid, von A.M. Kligman und C.M. Papa in einem Artikel mit dem Titel "Albumin as an Antiwrinkling Cosmetic" im Journal of the Society of Cosmetic Chemists, Band 16, Seiten 557-562 (1965) beschrieben. Während diese Studie die Brauchbarkeit diskutiert, die von Albumin als einem kosmetischen Antifalten-Mittel bereitgestellt wird, wird eine derartige Aktivität begrenzt durch: Eliminierung durch Bearbeitung, d.h. fehlende Substantivität; Zunichtemachung durch Hautbewegung; Fehlen einer kumulativen Wirkung; beschränkte Durchlässigkeit; beschränkte Brauchbarkeit bei niedrigen Verwendungsniveaus; und Sichtbarkeit des Films und schlechte Filmeigenschaften wie beispielsweise Schuppenbildung oder Flockenbildung bei höheren Verwendungsniveaus.

Die Fähigkeit von zur Pflege der Haut verwendeten Substanzen kann durch die Eigenschaften der Haut beeinflußt werden. Beispielsweise ist Haut normalerweise sauer, gekennzeichnet durch einen pH von etwa 5 bis 6. Eine Diskussion der Haut-Azidität und des Einflusses von auf die Haut aufgetragenen Substanzen wird in einem Artikel von M. Rieger mit dem Titel "The Apparent pH on the Skin" in Cosmetics & Toiletries, Band 109, Seiten 53-60, März 1989, diskutiert.

Es wäre wünschenswert, wenn es Zusammensetzungen und Verfahren gäbe, die eine verbesserte Behandlung oder Pflege der Haut bereitstellen und sich ihre Eigenschaften bei der Anwendung zunutze machen. Beispielsweise würden durch verbesserte Zusammensetzungen und Verfahren zur Pflege von Haut-Unregelmäßigkeiten wie beispielsweise das Vermindern des Auftretens von Falten, und/oder die bei der Anwendung durch die Haut aktiviert werden, merkliche Vorteile bereitgestellt werden.

Die vorliegende Erfindung erstreckt sich auf wäßrige Zusammensetzungen von ternären Polymermischungen, die Wasser enthalten. Die ternären Polymermischungen umfassen wechselseitig eigenständige Komponenten, die aus jeder der folgenden Gruppe ausgewählt sind:

(1) Protein;

(2) Polynukleotid oder Polycarboxylat mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindestens 100.000; und

(3) Polysulfat, Polysulfonat, Polynukleotid oder Polyphosphat, das saure Gruppen mit einem PKa von weniger als 3 in einer Menge enthält, die ausreicht, um ein Äquivalentgewicht derartiger saurer Gruppe von weniger als 1000 zu liefern;

wobei die Mischungen bei einem pH von 5,2 im Vergleich zu einem pH von 7,0 eine Abnahme im Durchlassen von Licht einer Wellenlänge von 540 nm durch eine wäßrige Lösung der Mischung liefern.

Ebenfalls bereitgestellt werden Hautpflegezusammensetzungen, die Träger, mit oder ohne geeignete Hautpflegeadditive, und die obigen ternären Polymermischungen umfassen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der obigen Zusammensetzungen

(1) ist das Protein Albumin, insbesondere Serumalbumin;

(2) ist das Polycarboxylat Hyaluronan, Hylan oder Salze davon und

(3) ist das Polysulfat Dextransulfat oder Poly(vinyl)sulfat, vorzugsweise Dextransulfat.

Ein aus den obigen Zusammensetzungen hergestellter Film wird ebenfalls bereitgestellt. Die vorliegende Erfindung stellt auch eine ternäre Polymermischung bereit, die (1) Serumalbumin, (2) Natriumsalz von Hylan und (3) Dextransulfat oder Desoxyribonukleinsäure umfaßt.

Schließlich wird ein Hautpflegeverfahren bereitgestellt, welches die Auftragung irgendeiner der obigen Zusammensetzungen (Mischungen) auf die Haut umfaßt, ebenso wie ein Verfahren zur Verminderung des Auftretens von Falten oder anderen unregelmäßigen Bereichen der Haut, welches ebenfalls die Auftragung einer wie oben definierten Zusammensetzung auf derartige Bereiche der Haut umfaßt.

In den Zeichnungen:

sind die Figuren 1 bis 8 Fotografien von Haut und anderen Substraten, die mit erfindungsgemäßen Zusammensetzungen aus Polymermischungen oder Vergleichs-Kontrollen, wie im folgenden diskutiert, behandelt wurden.

Die ternäre Polymermischung ist aus wechselseitig eigenständigen Komponenten hergestellt, d.h. Polypeptid und Polyanionen, wobei sich jede von den anderen zwei Komponenten unterscheidet. Da sich die drei Gruppen oder Klassen von Polymeren überlappen, d.h. einige Polymere Mitglieder von mehr als einer Gruppe sind, wird oder werden wenn eine oder mehrere Komponenten, die ein Mitglied von mehr als einer der drei Gruppen von Polymeren ist bzw. sind, wie beispielsweise ein Polynukleotid, eine derartige Komponente bzw. derartige Komponenten so gewählt, daß sie von der bzw. den Gruppen kommen, die erforderlich ist bzw. sind, um eine Mischung von Komponenten aus jeder der drei Klassen von Polymeren vorliegen zu haben. Beispielsweise ist DNA, wie sie in den Beispielen verwendet wird, in den ternären Polymermischungen der vorliegenden Erfindung ein Mitglied sowohl der zweiten als auch der dritten Klasse von Polymeren. In Beispiel 49 wird DNA als Komponente (2) bereigestellt, während Dextransulfat als Komponente (3) verwendet wird. In Beispiel 91 wird DNA als Komponente (3) bereitgestellt, während Hyaluronan als Komponente (2) eingesetzt wird. Für ternäre Polymermischungen mit zwei oder mehr Komponenten, die Mitglieder von mehr als einer der drei Klassen von Polymeren sind, stellen die Mehrklassen-Komponenten unterschiedliche Klassen von Komponenten dar, derart, daß mindestens eine von jeder der drei Klassen von Polymeren bereitgestellt wird. In derartigen Mischungen müssen sich die Mehrklassen-Komponenten voneinander unterscheiden, d.h. müssen wechselseitig eigenständig sein, und sind im allgemeinen ausreichend verschieden, um ternäre Polymermischungen bereitzustellen, die durch die angegebene pH-abhängige Phasenänderung oder Hautpflege-Verwendbarkeiten charakterisiert sind.

Proteine (Komponente (1)) können aus allen Proteinen ausgewählt werden, wie beispielsweise denjenigen, die in Haut-Anwendungen nützlich sind, einschließlich Proteinen, die in einem Artikel von G. Schuster und L. A. Domsch mit dem Titel "Protein Chemistry as Related to Cosmetics and Toiletries" in Cosmetics and Toiletries, Band 99, Seiten 63-74, Dezember 1984; und einem Artikel von R.R. Riso mit dem Titel "Protein derivatives and cosmetics" in Cosmetics and Perfumery, Band 89, Seiten 45-48, April 1974, beschrieben sind. Der Ausdruck "Protein", wie er hierin verwendet wird, erstreckt sich auf Verbindungen, die wiederkehrende Peptidbindungen enthalten. Das Protein kann konjugierte Materialien wie beispielsweise Carbohydrate, wie in Glycoproteinen, oder Lipide, wie in Lipoproteinen, enthalten. Das Protein ist nicht auf irgendeine sekundäre, tertiäre oder quaternäre Struktur beschränkt und kann beispielsweise ausgestreckt, gefaltet, spiralförmig, spulenförmig oder kugelförmig sein. Das Protein ist im allgemeinen hochgeladen, mit einem isoelektrischen Punkt von zwischen 3 und 10 und vorzugsweise vergleichbar mit den pH- Eigenschaften von Haut von 4 bis 6. Das Protein ist im allgemeinen in salzfreier, wäßriger Lösung löslich und kann eine Brauchbarkeit für die Glättung oder das Ausfüllen von Haut- Unregelmäßigkeiten zeigen.

Im weitesten Sinn umfaßt Albumin, wie es in den bevorzugten Zusammensetzungen bereitgestellt wird, irgendein Protein, das in 50%-igem gesättigtem Ammoniumsulfat löslich ist und im allgemeinen in einer derartigen Lösung selbst in Abwesenheit von Salzen, wie beispielsweise bei Entfernung durch Dialyse, löslich bleibt. Eine detailliertere Beschreibung von Albumin wird von F. Haurowitz in Chemistry and Biology of Proteins, 1. Auflage, Academic Press Inc., New York, 1950, in dem auf Seite 148 beginnenen Kapitel VIII gegeben.

Veranschaulichende Proteine, die bereitgestellt werden können, schließen eines oder mehrere der folgenden ein: Albumin wie beispielsweise aus Ei oder Tier-, z.B. Rinder-, Serum; derivatisierte Kollagen-Polypeptide, wie beispielsweise Cationic Collagen Polypeptides, erhältlich von Amerchol Corporation; Elastin; Globulin-Polypeptid, wie beispielsweise Myoglobin; und Derivate derartiger proteinhaltiger Materialien, wie beispielsweise Keratin. Ein besonders bevorzugtes Protein ist Serumalbumin.

Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts der obigen Komponente (2) beträgt mindestens 100.000, vorzugsweise 500.000 bis 20 Millionen und am meisten bevorzugt 1 Million bis 10 Millionen. Die obige Komponente (3) enthält eine Mehrzahl von sauren Gruppen, die: (1) eine Dissoziationskonstante, d.h. PKa, von weniger als 3, vorzugsweise weniger als 2 und am meisten bevorzugt weniger als 1,5 aufweisen; und (2) in einer Menge anwesend sind, die ausreicht, um eine Dichte der anionischen Ladung, ausgedrückt als Äquivalentgewicht, das definiert ist als Gewichtsmittel des Molekulargewichts des Polyanions pro derartiger saurer Gruppe oder Salz davon, von weniger als 1000, vorzugsweise 100 bis 500, und am meisten bevorzugt von 100 bis 350, bereitzustellen. Die Komponente (3) weist außerdem im allgemeinen ein Molekulargewicht auf, das ausreicht, um die erforderliche Brauchbarkeit oder pH-abhängige Phasenänderungs-Wechselwirkung bereitzustellen, wenn sie mit den Komponenten (1) und (2) vereinigt wird. Demgemäß weist die Komponente (3) im allgemeinen ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindesten 40.000, vorzugsweise 50.000 bis 5 Millionen und am meisten bevorzugt 100.000 bis 1 Million, auf.

Die Komponenten (2), die erfindungsgemäß eingesetzt werden, sind die folgenden:

Polynukleotide, wie beispielsweise Desoxyribonukleinsäure, d.h. DNA, und Ribonukleinsäure, d.h. RNA; und Polycarboxylate, einschließlich: Hyaluronan, wie beispielsweise Hylan oder dessen Derivate; Xanthangummi und anionische Cellulosematerialien wie beispielsweise Natriumcarboxymethylcellulose. Besonders bevorzugt als Komponente (2) ist Hyaluronan. Hyaluronan enthält wiederkehrende Disaccharid-Strukturen aus D-Glucuronsäure und 2-Acetamido-2-desoxy-D-glucose, die durch alternierende β13TGlucoronid- und β1T4-Glucosaminid-Bindungen verbunden sind.

Glycosaminoglycane sind wohlbekannte, natürlich vorkommende Polysaccharide, die wiederkehrende Disaccharid-Einheiten aus Hexosamin und Hexose und Hexuronsäure enthalten und Sulfatgruppen enthalten können.

Das Glycosaminoglycan oder Hyaluronan kann in Form der freien Säure oder des Salzes bereitgestellt werden und kann mit irgendeinem geeigneten Kation assoziiert sein, welches einschließt: Alkalimetalle wie beispielsweise Natrium und Kalium; Erdalkalimetalle; stickstoffhaltige Kationen wie beispielsweise Ammonium, substituiertes Ammonium und quaternisierte Derivate davon; und andere geeignete Kationen. Bevorzugte Salze von Glycosaminoglycanen oder Hyaluronanen und Derivaten davon schließen ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-Glycosaminoglycate und Hyaluronate. Das Glycosaminoglycat oder Hyaluronan kann bereitbestellt werden: in reiner Form; als Mischung von Glycosaminoglycan oder Hyaluronan mit Proteinen und natürlich vorkommenden Substanzen, die von der Herstellung von Glycosaminoglycan oder Hyaluronan aus natürlichem Material abgeleitet sind; oder als chemisch modifiziertes Glycosaminoglycan- oder Hyaluronan-Derivat. Mischungen derartiger Glycosaminoglycane oder Hyaluronane können ebenfalls bereitgestellt werden.

Repräsentative Glycosaminoglycane schließen eines oder mehrere der folgenden ein: Hyaluronan oder Derivate davon wie beispielsweise Hylan; Heparin; Heparan; Chondroitin; Keratan, Dermatan; und Sulfate derartiger Materialien.

Repräsentatives Hyaluronan und Derivate davon, das bzw. die bereitgestellt werden können, umfassen eines oder mehrere der folgenden: von Biomatrix, Inc. bereitgestelltes BIOMATRIX*- Hyaluronan, wie in US-A-4303676 beschrieben, von Biomatrix, Inc. bereitgestelltes HYLADERM*-Hylan, wie in US-A-4713448 beschrieben, und praktisch reines Hyaluronan, wie in US-A- 4141973 beschrieben.

Die Komponenten (3) der vorliegenden Zusammensetzungen sind: Polysulfonate; Polysulfate, wie beispielsweise Dextransulfat und Poly(vinyl)sulfat; und Polynukleotide, wie beispielsweise DNA. Eine besonders bevorzugte Komponente (3) ist Dextransulfat.

Die spezifischen und relativen Mengen der Komponenten (1) bis (3) sind nicht im engen Sinne kritisch. Im weitesten Sinn:

jede ternäre Polymer-Komponente ist in spezifischen und relativen Mengen anwesend, die ausreichen, um die obigen pH-abhängigen Phasenänderungs -Eigenschaften (und Hautpflege-Brauchbarkeit) bereitzustellen. Im allgemeinen wird für die Hautpflege-Verwendung eine effektive Pflegemenge, definiert als diejenigen Mengen einer jeden oder aller drei der Polymer- Komponenten, die ausreichen, um eine Zusammensetzung, die bei Anwendung auf Haut Brauchbarkeit aufweist, bereitgestellt. In wäßrigen Zusammensetzungen beträgt die Polypeptid- oder Albumin-Menge typischerweise mindestens 0,01 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 Gew.-% bis 30 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-% der Zusammensetzung. Die Menge an Komponente (2) beträgt typischerweise mindestens 0,001 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 Gew.-% bis 2 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,05 bis 1 Gew.-% der Zusammensetzung. Die Menge an Komponente (3) beträgt typischerweise mindestens 0,001 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 Gew.-% bis 2 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-% der Zusammensetzung. Der Rest der wäßrigen Zusammensetzung, d.h. bis zu 99 Gew.-%, besteht aus Wasser plus irgendwelchen fakultativen Materialien. Für die vorliegenden ternären Polymermischungen: liegt das relative Gewichtsverhältnis von Komponente (1) zu Komponente (2) typischerweise im Bereich von 0,05:1 bis 100:1, vorzugsweise 0,1:1 bis 100:1 und am meisten bevorzugt 0,5:1 bis 70:1; liegt das relative Gewichtsverhältnis von Komponente (1) zu Komponente (3) typischerweise im Bereich von 1:1 bis 200:1, vorzugsweise 2:1 bis 100:1 und am meisten bevorzugt 3:1 bis 50:1; und das relative Gewichtsverhältnis von Komponente (3) zu Komponente (2) liegt typischerweise im Bereich von 0,1:1 bis 100:1, vorzugsweise 0,2:1 bis 50:1 und am meisten bevorzugt 0,5:1 bis 10:1.

Die vorliegende ternäre Polymermischung liefert pH-abhängige Phasenänderungseigenschaften aufgrund von Wechselwirkungen zwischen den drei Komponenten, im Gegensatz zu einfach den Eigenschaften oder Wechselwirkungen von irgendeiner oder zwei der Komponenten. Demgemäß zeigen pH-abhängige Phasenänderungswerte für die ternäre Polymermischung, die sich von den entsprechenden Werten für nur eine oder zwei der Komponenten unterscheiden, eine von ternären Komponenten-Wechselwirkungen abgeleitete pH-Abhängigkeit an. Diese Eigenschaften werden im allgemeinen gezeigt, indem man die Menge an Licht, die durch wäßrige Lösungen derartiger ternärer Polymermischungen bei unterschiedlichen pH-Bedingungen durchgelassen wird, mißt. Diese pH-abhängige Licht-Durchlaß-Eigenschaft wird im allgemeinen gezeigt von wäßrigen Lösungen der ternären Polymermischung in Wasser allein oder zusammen mit anderen Komponenten. Jedoch sollten jegliche anderen anwesenden Komponenten, die die Licht-Durchlaß-Messungen stören, entweder direkt durch Störung des Durchlassens von Licht oder indirekt durch Wechselwirkung mit der Mischung, zwecks unbeeinträchtiger Messung des Durchlassens von Licht neutralisiert oder anderweitig isoliert werden. Die pH-abhängige Licht-Durchlässigkeit kann gezeigt werden durch Vergleich des Durchlassens von sichtbarem Licht durch wäßrige Lösungen der ternären Polymermischung, das unter sauren Bedingungen (pH 5,2) für normale Haut gegenüber neutralen Bedingungen, d.h. pH 7,0, bestimmt wurde. Die Menge an bereitgestellter verminderter Durchlässigkeit ist nicht im engen Sinne kritisch. Im allgemeinen kann die Menge an unter sauren Bedingungen durchgelassenem Licht im Bereich von gerade leicht unterhalb bis zur vielfach geringeren Menge des Durchlassens von Licht durch die Zusammensetzung unter neutralen Bedingungen reichen. Die spezielle Art und Weise der Bestimmung der Durchlässigkeit ist nicht im engen Sinn kritisch. Die Durchlässigkeit wird bei einer Licht-Wellenlänge von 540 Nanometer z.B. unter Verwendung eines Pye Unicam 8610 Spektrophotometers für den UV- und sichtbaren Bereich in einer Zelle mit einer Weglänge von 1 cm gemessen.

Die ternäre Polymermischung kann auch andere wünschenswerte oder außergewöhnliche Eigenschaften zeigen. In einer Ausführungsform zeigen wäßrige Lösungen der ternären Polymermischung Flüssigphasentrennung. Ein derartiges Phänom wird in Kapitel 2 mit dem Titel "Aqueous Polymer-Phase Systems" auf den Seiten 8-39 eines Buches von P.A. Albertsson mit dem Titel Partition of Cell Particles and Macromolecules, veröffentlicht von John Wiley & Sons, New York, 1976, diskutiert. Da wäßrige Lösungen der ternären Polymermischungen polyionische Polypeptide (Proteine) und zwei Arten von anionischen Polymeren (Komponenten (2) und (3)) enthalten, tritt als Ergebnis der Polymer-Inkompatibilitäts- und Coacervationseigenschaften eine Bildung von mehreren Phasen (im allgemeinen zwei Phasen) auf, und wird beeinflußt durch Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen ionischen Gruppen, das Molekulargewicht und andere Eigenschaften der Polymeren. In einigen Ausführungsformen ist die Konzentration von Polymeren zwischen den Phasen pH-abhängig und liefert ein weiteres Maß für die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften. In solchen Fällen liefert ein Unterschied in den Konzentrationen von einem oder mehreren der Polymeren zwischen den flüssigen Phasen, wie unter sauren wie beispielsweise pH 5 bis 6 für normale Haut gegenüber neutralen, d.h. pH 7, Bedingungen, ein Maß für die Charakterisierung der ternären Polymermischungen. In einigen Fällen können pH-abhängige Phasenänderungen auch gezeigt werden durch: Unterschiede in der Trübheit; die Bildung oder Eliminierung von Flüssigphasentrennungen; oder andere physikalische oder chemische Modifikationen, die mit einer Änderung des pH auftreten.

Die pH-Empfindlichkeit der vorliegenden ternären Polymermischungen kann vorteilhaft in der Hautpflege eingesetzt werden. Beispielsweise können Hautpflege-Zusammensetzungen, die die ternäre Polymermischung enthalten, so formuliert werden, daß sie einen vom pH der Haut verschiedenen pH aufweisen, z.B. einen neutralen pH von etwa 7. Bei der Auftragung auf Haut und die sie begleitenden sauren Bedingungen können die pH-empfindlichen Eigenschaften der Zusammensetzung so ausgelegt werden, daß sie die Brauchbarkeit der Zusammensetzung unterstützen. Derartige Zusammensetzungen wären deshalb "durch die Haut aktiviert". Veranschaulichende Haut-Nützlichkeit kann einschließen: Unterstützung der Bildung von Filmen mit kosmetisch wünschenswerten optischen Eigenschaften bei der Auftragung auf Haut, wie beispielsweise verminderte Flockenbildung und vermindertes Trocknen des Films; Verstärkung der Abscheidung der ternären Komponenten oder anderer Additive, die auf der Haut bereitgestellt werden; Verbesserungen eines wünschenswerten Anfühlens der Haut und von Eigenschaften wie beispielsweise Feuchtmachung und Glättung; Optimierung ästhetischer und kosmetischer Attribute der ternären Polymerkomponenten wie beispielsweise Abtrocknen; und Verschwindenlassen der Falten durch physikalische Wirkung von die Polymermischung enthaltenden Filmen, die auf die Oberfläche der Haut aufgetragen werden.

Beispielsweise können für ternäre Polymermischungen, die auch Trübsein als pH-abhängige Phasenänderung zeigen, klare Gele aus derartigen Mischungen eingesetzt werden, um bei der Auftragung auf die Haut durchscheinende Filme bereitzustellen. Es wurde gefunden, daß die pH-abhängige Zunahme der Trübheit ein Anzeichen für die pH-abhängigen filmbildenden Eigenschaften dieser Zusammensetzungen ist.

Durch die ternäre Polymermischung bereitgestellt Hautpflege- Brauchbarkeit kann einschließen verbesserte Verhaltenseigenschaften für Zusammensetzungen, die eine derartige Mischung enthalten, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden. Verbesserte Ausbreitbarkeit ebenso wie verbesserte Glättungswirkung und Gleichmäßigkeit können beispielsweise in Make-up-Formulierungen bereitgestellt werden. Zusätzlich zeigen derartige Polymer-Komplexe eine rheologische Synergie, die zu den Glättungs-Wirkungen beiträgt und sich in verbessertem Einreib- Verhalten und Anfühlen danach manifestiert. Eine verbesserte Keratin-Substantivität von Hyaluronan, einem Polyanion mit hohem Molekulargewicht, wird ebenfalls erzielt und liefert eine langanhaltende Hydratation oder Feuchthaltung der Haut aufgrund der stark hygroskopischen Eigenschaften von Hyaluronan. Die Polymermischungen können die Vorteile einer jeden einzelnen Komponente innerhalb der Mischung auf komplementäre und synergistische Weise optimieren, während sie die inhärenten ästhetischen Eigenschaften derartiger Komponenten, einschließlich Aufrechterhaltung eines natürlichen Anfühlens und Erscheinungsbildes der Haut, sichtbar verbessern. Eine verbesserte Löslichkeit kann für Proteine bereitgestellt werden, wenn sie in der ternären Polymermischung statt alleine bereitgestellt werden, beispielsweise durch Verminderung der Protein-Sedimentation in beispielsweise Gel- oder Toner-Formulierungen.

Die ternären Polymermischungen und ihre wäßrigen Zusammensetzungen können Brauchbarkeit nicht nur in der Hautpflege, sondern auch in anderen Gebieten der Kosmetik, der Gesundheitspflege, den biologischen Trennungen, in farblosem Papier oder in irgendeiner anderen Anwendung, die von den pH-abhängigen Eigenschaften der Polymermischung profitiert, bereitstellen.

Die ternäre Polymermischung kann in einem geeigneten Träger oder einer geeigneten Mischung von Trägern, der bzw. die als fluider Träger für die Zusammensetzung fungiert bzw. fungieren, und entweder allein oder in Kombination mit geeigneten fakultativen Komponenten bereitgestellt werden. Der Träger- Typ ist nicht kritisch und kann aus irgendeinem für die spezielle Anwendung geeigneten Träger ausgewählt werden. Veranschaulichende Träger umfassen: Wasser, wie beispielsweise entionisiertes oder destilliertes Wasser; Emulsionen, wie beispielsweise Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionen; Alkohole wie beispielsweise Ethanol und Isopropanol; Glykole wie beispielsweise Propylenglykol und Glycerin; und Kombinationen davon. Bevorzugte Trägersysteme umfassen Wasser-in- Öl- oder Öl-in-Wasser-Emulsionen, Wasser, Ethanol und wäßrige Ethanolmischungen.

Fakultative Komponenten oder Additive, die den ternären Polymermischungen zugesetzt werden können, können aus irgendwelchen geeigneten Substanzen, die für die Hautpflege verwendet werden können, ausgewählt werden. Obwohl erwartet wird, daß die ternären Polymermischungen die pH-abhängigen Eigenschaften und/oder Hautpflege-Brauchbarkeit in Anwesenheit einer großen Anzahl unterschiedlicher Typen von fakultativen Komponenten zeigen würden, wird erwartet, daß nicht-ionisierte und relativ unpolare Additive einschließlich wasserunlöslicher Materialien am wenigsten wahrscheinlich die Eigenschaften der Polyrnermischungen beeinträchtigen. In der Praxis müßte jedoch der Einfluß irgendwelcher fakultativer Komponenten auf die Brauchbarkeit der Polymermischungen beurteilt werden, insbesondere bei der Zugabe von ionischen Tensiden oder anderen Komponenten, die sich mit ähnlich oder entgegensetzt geladenen Polymeren der ternären Mischungen assoziieren oder diese stören. Demgemäß sollte bei der Formulierung große Sorgfalt waltengelassen werden, um die ternären Polymerkomplexe nicht so zu beeinträchtigen, daß sie unwirksam gemacht werden. Mit Ausnahme von allen kompatiblen Komponenten, d.h. Additiven, die bei Vereinigung mit den ternären Mischungen zu der vorher angemerkten Störung der Polymer-Brauchbarkeit führen, können veranschaulichende fakultative Komponenten eine oder mehrere der folgenden einschließen, sind aber nicht darauf beschränkt.

Veranschaulichende Tenside können umfassen: anionische Materialien einschließlich Fettsäureseifen, Alkylsulfaten, Alkylethersulfaten, Alkylarylsulfonaten, Sarcosinaten, Alkylglucoseestern oder deren Alkoxylaten und insbesondere Natriumlaurylsulfat, Ammoniumlaurylsulfat, Triethanolaminlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat, Triethanolaminstearat; nicht-ionische Materialien einschließlich Methylglucosestearaten oder deren Ethoxylaten und Glycerinmonostearat, Fettsäurealkanolaminen, Alkylarylpolyglycolether, Polyglycolethern und insbesondere Cocoyldiethanolamid, Nonoxynol-7 und Octoxynol-9; kationische Materialien, einschließlich Alkyltrimethylammoniumsalzen, quaternisierten Amiden von Ethylendiamin, Alkylpyridiniumsalzen und insbesondere Cetrimoniumchlorid, Stearalkoniumchlorid und Cetylpyridiniumchlorid; und amphotere Materialien, einschließlich Alkyl-β-aminopropionaten, Betainen, Alkylimidazolinen und insbesondere Cocamidopropylbetain und Caproamphocarboxypropionat. Veranschaulichende Reinigungsöle können einschließen natürliche Öle und Alkohole und insbesondere Mineralöl, Lanolinöl, Jojobaöl, Sesamöl, Ethanol und Isopropanol. Veranschaulichende farbgebende Mittel können einschließen Pigmente, Farbstoffe und insbesondere FD&C Blue No. 1, FD&C No. 1 Aluminium Lake oder ähnliche Sätze von Grün, Rot oder Gelb. Veranschaulichende Konservierungsmittel können einschließen Alkohole, Aldehyde, p-Hydroxybenzoate und insbesondere Methylparaben, Propylparaben, Glutaraldehyd und Ethylalkohol. Veranschaulichende feuchthaltende Mittel können einschließen 2-Pyrrolidon-5-carbonsäure und deren Salze und Ester, Alkylglucosealkoxylate oder deren Ester, Fettalkohole, Fettester, Glykole und insbesondere Methylglucoseethoxylate oder -propoxylate und deren Stearatester, Isopropylmyristat, Lanolin oder Cetylalkohole, Aloe, Silicone, Propylenglykol, Glycerin und Sorbit. Veranschaulichende Mittel zur Einstellung des pH können einschließen anorganische und organische Säuren und Basen und insbesondere wäßrigen Ammoniak, Zitronensäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Triethanolamin und Natriumhydroxid. Veranschaulichende Emulgatoren können einschließen anionische und nicht-ionische Tenside und insbesondere Stearinsäure, Glycerinmonostearat, Cocoyldiethanolamid und die speziellen oben aufgelisteten anionischen und nicht-ionischen Tenside. Veranschaulichende Treibmittel können einschließen Kohlenwasserstoffe, Fluorkohlenstoffe, Ether, Kohlendioxid, Stickstoff und Dimethylether. Veranschaulichende Reduktionsmittel können einschließen Ammoniumthioglycolat und Natriumthioglycolat. Veranschaulichende Verdickungsmittel können einschließen Salze und Cellulosematerialien wie insbesondere Natriumchlorid, wasserlösliche Cellulosederivate wie beispielsweise Hydroxyethylcellulose und assoziative verdickende Polymere.

Andere typische Komponenten können eine oder mehrere der folgenden einschließen: Duftstoffe; schaumbildende Mittel; Sonnenschutz-und Sonnenbräunungs-Mittel; Enthaarungsmittel; Geschmacksstoffe; Adstringenzien; antiseptische Mittel; Deodorantien; Antiperspirantien; Insekten-Abwehrmittel; Bleichmittel und Aufheller; Antischuppenmittel; Klebstoffe; Polituren; Festiger; Füllstoffe; Sperrmaterialien; und andere Hautpflege-Additive.

Die Menge an fakultativen Komponenten, die in der Zusammensetzung enthalten ist, ist nicht kritisch, sondern wird in Abhängigkeit von der speziellen Komponente, der Zusammensetzung und dem gewünschten Verwendungsniveau schwanken und kann irgendeine effektive Menge zur Erzielung der gewünschten Eigenschaft, die durch derartige Komponenten bereitgestellt wird, unter Befolgung etablierter Verfahren, sein.

Die ternäre Polymermischung kann hergstellt werden durch Bereitstellung des Proteins, z.B. Albumin, und der Komponenten (2) und (3) zusammen mit einem oder mehreren fakultativen Bestandteilen wie oben beschrieben und einem oder mehreren geeigneten Träger unter Verwendung von Standardverfahren.

In einer typischen Ausführungsform werden wäßrige Lösungen der Komponenten (1) bis (3) erhalten und zusammengegeben, um die ternäre Polymermischung zu bilden. Diese Mischungen können dann mit geeigneten Hautpflege-Additiven oder anderen fakultativen Bestandteilen vereinigt werden, um Hautpflege-Formulierungen oder andere nützliche Zusammensetzungen wie beispielsweise für die Hautpflege einschließlich der Verminderung des Auftretens von Falten oder anderer unregelmäßiger Bereiche der Haut unter Verwendung etablierter Techniken bereitzustellen.

Die folgenden Beispiele werden als veranschaulichende Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung vorgestellt und sollen den Umfang derselben nicht beschränken. Kontrollbeispiele werden im allgemeinen durch ein Suffix "C" identifiziert. Soweit nichts anderes angegeben ist, beziehen sich alle Teile, Prozentsätze und Verhältnisse, auf die hierin, einschließlich der Ansprüche, Bezug genommen wird, auf das Gewicht.

BEISPIELE

Die verschiedenen Bezeichnungen, die in den Beispielen verwendet werden, sind wie folgt definiert:

Bezeichnung Beschreibung Rinderserumalbumin, ein Protein (Komponente (1)), das sich, soweit nichts anderes angegeben ist, in Wasser löst, um einen pH von etwa 7 zu ergeben, und von Waitaki International Biosciences als Produkt #16349 erhältlich ist. Hydrolysierte Kollagen-Polypeptide, Proteine (Komponente (1)) mit einem isoionischen Punkt oberhalb von 8, erhältlich von Amerchol Corporation under dem Warenzeichen CATIONIC COLLAGEN POLYPEPTIDES(R). Chondroitinsulfat, ein sulfatiertes Glucosaminoglycan, das, soweit nichts anderes angegeben ist, von Sigma Chemical Co. als Produkt #C- 4134 erhältlich ist. Natriumcarboxymethylcellulose, ein Polyanion mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)), hergestellt aus Baumwoll-Linters durch das Verfahren, das beschrieben ist in Macromolecular Synthesis, Collective Volume 1, herausgegeben von J.A. Moore, J. Wiley, 1977, mit einem Substitutionsgrad von Carboxy-Substituenten von 0,9 und einem Molekulargewicht von 1 - 2 Millionen. Natriumcarboxymethylcellulose, ein Polyanion mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)), mit einem Substitutionsgrad von Carboxy-Substituenten von 0,9 und einem Molekulargewicht von 0,6 - 0,7 Millionen, erhältlich von Hercules Inc. unter dem Warenzeichen CELLULOSE GUM(R).
Bezeichnung Beschreibung Egalb GERMABEN Dextran mit einem Molekulargewicht von 2 bis 12 Millionen, erhältlich von Pharmachem als Dextran - gereinigte Rohqualität 3P. Desoxyribonukleinsäure, ein Polynukleotid und Polyanion, das sowohl ein hohes Molekulargewicht aufweist als auch stark geladen ist (Komponente (2) oder (3)), Typ III, erhalten aus Lachshoden, mit einem Äquivalentgewicht pro Natriumphosphatgruppe von etwa 332, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #D-1626. Dextransulfat, ein stark geladenes Polyanion (Komponente (3)), das soweit nichts anderes angegeben ist, ein Äquivalentgewicht von Natriumsulfatgruppen von etwa 180 und ein Molekulargewicht von etwa 500.000 aufweist und von Pharmacia AB als Dextransulfat-Natriumsalz, Katalog #17-0340-01, erhältlich ist. Dextransulfat mit niedrigem Molekulargewicht, ein stark geladenes Polyanion (Komponente (3)), das ein Äquivalentgewicht pro Natriumsulfatgruppe von etwa 180 und ein Molekulargewicht von etwa 5000 aufweist und von Sigma Chemical Co. als Produkt #D-0768 erhältlich ist. Ethylendiamintetraacetat, erhältlich von Dow Chemical Co. unter dem Warenzeichen VERSENE . Eialbumin, ein Protein (Komponente (1)), in entweder roher oder gereinigter Form wie angegeben, erhältlich von Sigma Chemical Co. unter Produkt #A-5253 bzw. #A-5503. Ein Breitspektrum-Konservierungsmittel, das Diazolidinylharnstoff, Methylparaben und Propylparaben in einer Propylenglycol-Basis ent-
Bezeichnung Beschreibung GLUCAM hält und von Sutton Laboratories unter dem Warenzeichen GERMABEN II erhältlich ist. Mol-Ethoxylat von Methylglucose, erhältlich von Amerchol Corporation unter dem Warenzeichen GLUCAM E-10. Mol-Ethoxylat von Methylglucose, erhältlich von Amerchol Corporation under dem Warenzeichen GLUCAM E-20. Mol-Ethoxylat von Methylglucosedistearatether, erhältlich von Amerchol Corporation unter dem Warenzeichen GLUCAM E-20 DISTEARAT. Mol-Propoxylat von Methylglucose, erhältlich von Amerchol Corporation unter dem Warenzeichen GLUCAM P-10. Mol-Propoxylat von Methylglucose, erhältlich von Amerchol Corporation unter dem Warenzeichen GLUCAM P-20. Mol-Propoxylat von Methylglucosedistearatether, erhältlich von Amerchol Corporation unter dem Warenzeichen GLUCAM P-20 DISTEARAT. Ein Hyaluronan mit relativ niedrigem Molekulargewicht, ein Glycosaminoglycan mit einem Molekulargewicht von weniger als 500.000, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #H-1751. Ein Hyaluronan mit relativ niedrigem Molekulargewicht, ein Glycosaminoglycan, hergestellt durch Bakterien und mit einem Molekulargewicht von weniger als 500.000, erhältlich von Lifecore Biomedical als Hyaluronsäure für die ausschließliche Verwendung in vitro.
Bezeichnung Beschreibung HEALON Natriumsalz von Hylan, ein Glycosaminoglycan und Polyanion mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)), hergestellt durch in-situ-Reaktion von Aldehyd mit in Hahnenkamm natürlich vorkommenden Hyaluronan, gefolgt von den in US-A-4713448 beschriebenen Verfahren, mit einer Grenzviskositätszahl oberhalb von 4000 ml pro Gramm (gemessen bei 80 mg pro ml Glycosaminoglycan in einem 0,15 N Natriumchlorid- Lösungsmittel bei 20ºC), erhältlich von Biomatrix, Inc. unter dem Warenzeichen HYLADERM . Eine ultrareine Hyaluronan-Fraktion, ein Glycosaminoglycan mit einem Molekulargewicht von 3 - 4 Millionen, erhältlich von Pharmacia AB unter dem Warenzeichen HEALON . Heparin, ein stark geladenes Polyanion und sulfatiertes Glycosaminoglycan (Komponente (3)) mit einem Äquivalentgewicht der Natriumsulfatgruppen von etwa 188 und einem Molekulargewicht von 10.000 - 20.000, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #3125. Lysosym, ein Protein (Komponente (1)), mit einem isoelektrischen Punkt oberhalb von pH 10, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #L-6876. Myoglobin, ein Protein (Komponente (1)), das aus Pferde-Skelettmuskel erhalten wurde und von Sigma Chemical Co. als Produkt #M-0630 erhältlich ist. para-Aminobenzoesäure, ein Sonnenschutzmittel, erhältlich von Nipa Laboratories unter dem Warenzeichen NIPA PABA. Polyacrylsäure mit einem Molekulargewicht von etwa 4 Millionen, erhältlich von B.F. Goodrich unter dem Warenzeichen CARBOPOL 940.
Bezeichnung Beschreibung Polyoxyethylen mit einem Molekulargewicht von etwa 5 Millionen, erhältlich von Union Carbide Chemicals and Plastics Company Inc. unter dem Warenzeichen POLYOX WSR COAGULANT. Polyoxyethylen mit einem Molekulargewicht von etwa 400, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #P-3265. Polyoxyethylene mit Molekulargewichten von etwa 100.000, 400.000 bzw. 600.000, erhältlich von Union Carbide Chemicals and Plastics Company Inc. unter den Warenzeichen POLYOX WSR N-10, POLYOX WSR N-3000 bzw. POLYOX WSR N-60-K. Poly-L-Arginin, HCI-Salz, ein Protein (Komponente (1)), mit einem Molekulargewicht von etwa 100.000, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt Nr. #P-3892. Polyvinylalkohol mit einem Molekulargewicht von etwa 40.000, erhältlich von Sigma Chemical Co. als Produkt #P-1763. Polyvinylpyrrolidon mit einem Molekulargewicht von etwa 360.000, erhältlich von Aldrich Chemical Co. unter Produkt #85,656-8. Polyvinylsulfat, ein stark geladenes Polyanion (Komponente (3)) mit einem Äquivalentgewicht pro Natriumsulfatgruppe von etwa 162 und einem Molekulargewicht von etwa 350.000, erhältlich von Kodak Co. unter Katalog #1199678. TEA Triethanolamin. Xanthangummi, ein Polyanion mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)), ein exocelluläres Polysaccarid mit einem Molekulargewicht von größer als 2 Millionen, erhältlich von Kelco Inc. unter dem Warenzeichen KELTROL .

Soweit nichts anderes angegeben ist, werden die folgenden Testverfahren verwendet, um die in den Beispielen angegebenen Produkt- und Verhaltenseigenschaften zu messen.

Licht-Durchlässigkeit: Nachdem sie von Luftblasen befreit worden sind, werden Proben von wäßrigen Lösungen des angegebenen Materials hinsichtlich der dekadische Extinktion im sichtbaren Bereich bei einer Wellenlänge von 540 Nanometer unter Verwendung eines Spektrophotometers und von destilliliertem Wasser als Kontrolle gemessen.

Radioaktive Markierungs-Messung: Die angegebene Zusammensetzung wird in ein 20 ml-Szintillations-Glasröhrchen gegeben und dann werden 10 ml Szintillations-Cocktail zugesetzt. Die Radioaktivität des Materials wird unter Verwendung eines ISOCAP 300-Flüssigkeits-Szintillations-Zählgerätes nachgewiesen. Die Menge an radioaktivem Material wird in Zählvorgängen pro Minute gemessen, aus denen die Zerfälle pro Minute, d.h. DMP, berechnet werden.

BEISPIELE 1-114: BEURTEILUNG DER LICHT-DURCHLÄSSIGKEIT

Wäßrige Lösungen von verschiedneen Polymeren werden unter Verwendung des zuvor beschriebenen Licht-Durchlässigkeitstests beurteilt, mit den in den Tabellen 1 und 2 angegebenen Ergebnissen.

Die Beispiele 1 - 13 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungs-Eigenschaften von verschiedenen ternären Polymermischungen, gezeigt durch erhöhte dekadische Extinktionswerte für Licht unter sauren, d.h. pH unter 7, im Vergleich zu neutralen, d.h. pH = 7, Bedingungen.

Die Beispiele 14 - 27 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für ternäre Polymermischungen mit wechselnden Polymerkonzentrationen.

Die Beispiele 28 - 40 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für ternäre Polymermischungen für eine Vielfalt von bevorzugten Polymer-Spezies.

Die Beispiele 41 - 58 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für Polymermischungen, die eine Vielfalt von Polyanionen mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)) oder Ersatz-Materialien enthalten.

Die Beispiele 59 - 70 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für Polymermischungen, die eine Vielfalt von Proteinen (Komponente (1)) oder Ersatz-Materialien enthalten.

Die Beispiele 71 - 104 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für Polymermischungen, die eine Vielfalt von stark geladenen Polyanionen (Komponente (3)) oder Ersatz- Materialien enthalten.

Beispiel 105 zeigt die pH-abhängigen Phaseneigenschaften für eine ternäre Polymermischung, die Konservierungsmittel enthält.

Die Beispiele 106 - 114 zeigen die pH-abhängigen Phasenänderungseigenschaften für Polymer-Zusammensetzungen mit eingestelltem pH.

BEISPIELE 115-137: BEURTEILUNG DER PHASENVERTEILUNG

Die Konzentration von Polymerkomponenten in den oberen und unteren Phasen von zweiphasigen Lösungen ist in Tabelle 3 angegeben. In den Beispielen 134 bis 137 werden anfängliche Hyaluronan-Konzentrationen vor der Zentrifugierung von 0,40, 0,41, 034 bzw. 0,44 mg/ml eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, daß sich das Protein (Komponente (1)), d.h. BSA, und das stark geladene Polyanion (Komponente (3)), d.h. DxS, im allgemeinen in der unteren Phase anreichern, während das Polyanion mit hohem Molekulargewicht (Komponente (2)), d.h. HD, sich im allgemeinen in der oberen Phase anreichert.

TABELLE 1: LICHT-TRANSMlSSIONS-DATEN (pH 4,0 - 7,0)
Polymere Dekadische Extinktion (bei pH:) a - Mit 1,5% GERMABEN und 0,2% EDTA.
TABELLE 2: LICHT-TRANSMlSSIONS-DATEN (pH 5,2 - 7,0)
Polymere Dekadische Extinktion (bei pH:) a - gereinigt b - mit NaOH auf pH 7,0 eingestellt c - Dextran Products Ltd., Charge DSM-05V-46 d - Spectrum Inc., Katalog #DE134 e - Sigma Chemical Co. Produkt #A3912 f - ergibt beim Lösen in Wasser pH 5,2 g - Sigma Chemical Co. Produkt #A7806 h - ergibt beim Lösen in Wasser pH 7,0 i - Sigma Chemical Co. Produkt #A8022 j - Sigma Chemical Co. Produkt #A9647
TABELLE 2: (Fortsetzung)
Polymere Dekadische Extinktion (bei pH:) a - Sigma Chemical Co. Produkt #A6918 b - ergibt beim Lösen in Wasser pH 5,2 c - Sigma Chemical Co. Produkt #A6793 d - ergibt beim Lösen in Wasser pH 7,0 e - Amresco Produkt #P0903 f - ergibt beim Lösen in Wasser pH 5,0 g - Amresco Produkt #P0332 h - Rita BOVINAL*, pH 7,0 wäßrige Lösung i - enthält 0,05% Acetat-Puffer j - Rita BOVINAL*, pH 7,0 wäßrig dialysiert
TABELLE 2: (Fortsetzung)
Polymere Dekadische Extinktion (bei pH:) a - roh b - Niederschlag c - gereinigt
TABELLE 2: (Fortsetzung)
Polymere Dekadische Extinktion (bei pH:) a - Niederschlag b - mit NaOH auf pH 7 eingestellt c - am Anfang zugegeben um auf pH 7,0 einzustellen d - am Anfang zugegeben um auf pH 6,5 einzustellen
TABELLE 3: PHASENVERTEILUNGS-DATEN
Polymere gemessenes Material Phasen-Messunga oben unten a - soweit nicht anders angegeben in mg/ml nach Zentrifugation ausgedrückt b - in 0,015M HCl c - als dekadische Extinktion angegeben d - durch das Lowry-Proteinverfahren e - durch Markieren mit Rhodamin f - durch chemische Sulfat-Analyse

Formulierungen 1-44: Hautpflege-Zusammensetzungen

Formulierungen, die 1% einer 12%-igen wäßrigen Lösung von ternären Polymermischungen aus HD, BSA und DxS in einem relativen Verhältnis von 0,8:40:1 enthalten und 1,5% GERMABEN zusammen mit in Tabelle 5 angegebenen Hautpflege-Additiven aufweisen, werden unter Verwendung der folgenden allgemeinen Verfahren hergestellt. Die angegebene Formulierung wird im allgemeinen bereitgestellt, indem man die angegebenen Öl- und/oder Wasser-Phasen, die die angegebenen Additive enthalten, bildet. Bei Verwendung von zwei Phasen wird die Wasserphase der Ölphase unter kräftigem Rühren zugesetzt, gefolgt von der Zugabe der angegebenen Menge an ternärer Polymermischung in wäßriger Lösung mit gründlichem Bewegen. Wenn geeignet, werden ausgewählte Additive wie beispielsweise Magnesiumaluminiumsilicat am Anfang als in einer Aufschlämmung in Wasser dispergiert bereitgestellt.

Die Eigenschaften der Formulierungen werden hinsichtlich Anfühlen, Einreiben, Anfühlen der behandelten Haut danach, Aussehen der Haut zusammen mit anderen angegebenen Eigenschaften beurteilt. In einigen Fällen werden Vergleiche mit identischen Formulierungen angestellt, in denen die ternäre Polymermischung weggelassen oder durch eine gleiche Konzentration von nur BSA ersetzt wurde. Beispielsweise liefert die Analyse der nicht-ionischen Lotion aus Formulierung Nr. 15, die ternäre Polymermischung enthält, im Vergleich zu Haut, die mit derselben Formulierung ohne Polymermischung oder durch BSA ersetzt ein glatteres Anfühlen der Haut ebenso wie einen verringerten Widerstand während des Einreibens. Ähnlich liefert das klare Augengel aus Formulierung Nr. 29 im Vergleich mit demselben Gel, das aber BSA anstelle der ternären Polymermischung enthält, ein besseres Nachgefühl und liefert auch einen Film mit einem weniger starren Aussehen. Außerdem liefert das nichtionische Grundierungs-Make-up von Formulierung Nr. 44 einen hellen, glatten, matten Finish, während die Kontrolle mit BSA ein klebriges Einreiben zeigt und während dieselbe Formulierung ohne die ternäre Polymermischung einen glänzenden Finish mit ungleichmäßiger Bedeckung der Haut ergibt. Die Nachtcreme- Formulierungen Nr. 27 und 28 zeigen geringere Öligkeit im Vergleich zu derartigen Formulierungen ohne ternäre Polymermischung. Gesichtstoner-Formulierungen Nr. 37-42 zeigen ein vermindertes "Brennen", das mit dem Alkoholgehalt verbunden ist, ebenso wie ein verbessertes Anfühlen der Haut und ein glatteres Aussehen der Hautoberfläche im Vergleich zu derartigen Formulierungen ohne die ternäre Polymermischung oder stattdessen unter Verwendung von nur BSA.

TABELLE 5: FORMULIERUNGEN
Typ: DÜNNE LOTIONEN REINIGER Formulierung Nr. Ölphase: ACETULAN AMERCHOL AMERLATE Bienenwachs Cetylalkohol GLUCATE SS Mineralöl MODULAN PROMULGEN Solulan C-24 Spermawachs Stearylalkohol Wasserphase: GERMABEN CARBOPOL GLUCAM GLUCAMATE TEA (10% wäßrig) Wasser * - 3% wäßrig
TABELLE 5 (Fortsetzung)
Typ: MITTILERE LOTIONEN MITTEL- BIS HOCHVISKOSE CREME Formulierung Nr. Ölphase: ACETULAN AMEROXOL Cetylalkohol Dimethicon 200, 350 GLUCAM E-20 DS GLUCATE SS Glycerinmonostearat, neut. Mineralöl PROMULGEN Sesamöl Wasserphase CARBOPOL 934* GERMABEN IIE GLUCAMATE E-20 Wasser * - 3% wäßrig
TABELLE 5 (Fortsetzung)
Typ: MITTLERE CREMES NACHTCREMES Formulierung Nr. ACETULAN AMERCHOL L-101 Bienenwachs Cetylalkohol GLUCATE Mineralöl Modulan Petrolatum PROMULGEN SOLULAN 5 Stearylalkohol Wasserphase: GERMABEN GLUCAM E-10 GLUCAMATE SSE-20 Wasser
TABELLE 5 (Fortsetzung)
Typ: Gesichtsgele Klare Augengele Aloe-Gel nach dem Sonnen Formulierung Nr. Wasserphase: Aloe-Extrakt Aloe-Gel CARBOPOL GERMABEN GERMALL GLUCAM Glycerin Methylparaben CELLOSIZE SOLULAN TEA (10% wäßrig) Wasser * - 3% wäßrig
TABELLE 5 (Fortsetzung)
Typ: Gesichtstoner Hydroalkoholisches Aftershave Grundier-Make-up Formulierung Nr. Ölphase: AMEROXOL OE-2 Cetylalkohol Cetylpalmitat Dimethicon 200, 300 Glycerylstearat, Iscpropylisostearat OHLANC SOLULAN Stearylalkohol Wasserphase: GERMABEN GLUCAM Menthol Mg Al-Silikat* Pigment Propylenglycol TEA (10% wäßrig) Wasser Witch Hazel SDA 40 Alkohol * - 4% wäßrig

Photographische Analyse

Ternäre Polymermischungen, die 0,1% HD, 5% BSA und 1% DxS in wäßriger Lösung enthalten, auf die Haut und andere Substrate aufgetragen, sind in den Zeichnungen dargestellt. Der pH der anfänglichen Lösung wird unter Verwendung eines 1M Phosphat- Puffers auf 7,0 eingestellt, wie auf der rechten Seite der Figuren 1 bis 3 gezeigt, und unter Verwendung eines 1M Acetat-Puffers auf 5,2 eingestellt, wie auf der linken Seite der Figuren 1 bis 3 gezeigt.

Die Figur 1 ist eine Photographie der ternären Polymermischung zusammen mit 1% Glycerin, unter Bereitstellung eines trockenen Filmes auf SARAN -Einwickelfolie, d.h. Polyvinylidenchlorid, aufgetragen. Wie aus der Photographie klar zu ersehen ist, liefert die ternäre Polymermischung unter den sauren Bedingungen (pH 5,2) einen opaken Film, während sie unter den neutralen Bedingungen (pH 7,0) klar bleibt.

Die Figuren 2 und 3 zeigen den Maskierungs-Effekt der ternären Polymermischung unter sauren im Vergleich zu neutralen Bedingungen. In Figur 2 wird ein Film aus der ternären Polymermischung auf Polyvinylidenchlorid gebildet, das über einen weißen Zettel gegeben wird, der mit einer schwarzen Linie markiert ist. Wie in Figur 2 klar gezeigt, maskiert der Film unter sauren Bedingungen (d.h. pH 5,2) den Hintergrund im Vergleich zum praktisch klaren Film unter neutralen Bedingungen (d.h. pH 7,0). Die in Figur 3 gezeigten Ergebnisse, wobei Stratum corneum-Membran anstelle von Polyvinylidenchlorid und ein schmaler weißer Streifen im Hintergrund eingesetzt wurden, demonstrieren den Maskierungseffekt der ternären Polymermischung, die unter sauren im Vergleich zu neutralen Bedingungen auf Haut aufgetragen wurde, ebenfalls.

Die Figuren 4 bis 8 sind Photographien von menschlicher Haut vor und nach der Auftragung von verschiedenen Polymer-Zusammensetzungen. Die Figur 4 ist eine Photographie einer Hautfläche vor der Auftragung einer 10%-igen wäßrigen Lösung von BSA. Nach vier Auftragungen von BSA ergibt sich ein fortschreitendes Weißwerden, Brechen und insgesamt nicht ästhetisches Filmaussehen, wie in Figur 5 gezeigt. Die Figur 6 ist eine Photographie der in Figur 5 gezeigten behandelten Haut, aber nachdem die Haut gedehnt ist, und zeigt nicht wünschenswerte Dehnungsflecken und Brechen, was für BSA-Filme charakteristisch ist. Die Figur 7 ist eine Photographie von Haut vor der Auftragung einer 12%-igen wäßrigen Lösung einer ternären Polymermischung von HD, BSA und DxS in einem relativen Verhältnis von 0,1:5:1. Die Figur 8 ist eine Photographie derselben Hautfläche von Figur 7, die mit vier Auftragungen der ternären Polvmermischung behandelt und dann gedehnt wurde, was das Aussehen des Films nicht veränderte, wobei die Mischung ein glattes, nicht glänzendes und annehmbares Anfühlen ebenso wie eine Maskierung liefert.


Anspruch[de]

1. Wäßrige Zusammensetzung, umfassend Wasser und eine ternäre Polymermischung von wechselseitig eigenständigen Komponenten, die aus jeder der folgenden Gruppen ausgewählt sind:

(1) Protein;

(2) Polnukleotid oder Polycarboxylat mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindestens 100000; und

(3) Polysulfat, Polysulfonat, Polynukleotid oder Polyphosphat, das saure Gruppen mit einem PKa von weniger als 3 in einer Menge enthält, die ausreicht, um ein Äquivalentgewicht derartiger saurer Gruppen von weniger als 1000 zu liefern;

wobei die Mischung bei einem pH von 5,2 im Vergleich zu einem pH von 7,0 eine Abnahme im Durchlassen von Licht einer Wellenlänge von 540 Nanometer durch eine wäßrige Lösung der Mischung liefert.

2. Hautpflegezusammensetzung, umfassend einen Träger, mit oder ohne geeignete Hautpflegeadditive, und eine ternäre Polymermischung von wechselseitig eigenständigen Komponenten, die aus jeder der folgenden Gruppen ausgewählt sind:

(1) Protein;

(2) Polnukleotid oder Polycarboxylat mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindestens 100000; und

(3) Polysulfat, Polysulfonat, Polynukleotid oder Polyphosphat, das saure Gruppen mit einem PKa von weniger als 3 in einer Menge enthält, die ausreicht, um ein Äquivalentgewicht derartiger saurer Gruppen von weniger als 1000 zu liefern;

wobei die Mischung bei einem pH von 5,2 im Vergleich zu einem pH von 7,0 eine Abnahme im Durchlassen von Licht einer Wellenlänge von 540 Nanometer durch eine wäßrige Lösung der Mischung liefert.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, in welcher:

(1) das Protein Albumin ist;

(2) das Polycarboxylat Hyaluronan, Hylan oder Salze davon ist; und

(3) das Polysulfat Dextransulfat oder Poly(vinyl)sulfat ist.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, in welcher das Albumin Serumalbumin und das Polysulfat Dextransulfat ist.

5. Film, hergestellt aus der Zusammensetzung von irgendeinem der Ansprüche 1 - 4.

6. Ternäre Polymermischung, umfassend (1) Serumalbumin, (2) Natriumsalz von Hylan und (3) Dextransulfat oder Desoxyribonükleinsäure.

7. Hautpflegeverfahren, welches das Auftragen einer Zusammensetzung gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 - 6 auf Haut umfaßt.

8. Verfahren zur Verminderung des Auftretens von Falten oder anderer irregulärer Bereiche der Haut, welches das Auftragen einer Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6 auf derartige Hautflächen umfaßt.







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