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Dokumentenidentifikation DE69019166T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0509095
Titel ROHREIFENAUFBAUMASCHINE.
Anmelder Sumitomo Rubber Industries, Ltd., Kobe, Hyogo, JP
Erfinder NOJIRI, Yasushi 8-146, Nakazatocho 1-chome, Kobe-shi Hyogo-ken 651-11, JP;
WATANABE, Yoshiomi 8-11-9, Mikagehonmachi, Kobe-shi Hyogo-ken 658, JP
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69019166
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.11.1990
EP-Aktenzeichen 909160632
WO-Anmeldetag 01.11.1990
PCT-Aktenzeichen JP9001406
WO-Veröffentlichungsnummer 9207708
WO-Veröffentlichungsdatum 14.05.1992
EP-Offenlegungsdatum 21.10.1992
EP date of grant 03.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B29D 30/32

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rohreifenaufbauvorrichtung zur Benutzung in einem Reifenerzeugungsverfahren.

Die in der Figur 4 gezeigte einstufige Aufbauvorrichtung ist, zum Beispiel, herkömmlicherweise als eine Vorrichtung zum Aufbau eines Rohreifens bekannt. Die in der Figur 4 gezeigte Vorrichtung ist bezüglich der vertikalen Mittellinie einer Formtrommel symmetrisch, und daher ist aus Gründen der Einfachheit nur die linke Hälfte der Vorrichtung gezeigt. In Figur 4 ist bei 1 ein Gummiformer und bei 2 eine Umschlagblase angedeutet. Wenn die Blase 2 nicht aufgeblasen und der Wulstsperrmechanismus nicht betätigt ist, befindet sich die äußere Oberfläche der Blase 2 in der Form eines Zylinders mit im wesentlichen dem gleichen Radius wie der durch die äußere Oberfläche des Gummiformers 1 ausgebildete Zylinder.

Der Rand des Formers 1 wird durch Klemmringe 3, 3' festgehalten. Der innere Rand 12 der Umschlagblase 2 und der äußere Rand von dieser werden beide nahe dem Rande des Gummiformers 1 festgehalten. Ein massiver Gummibereich 4' ist integral mit dem äußeren Rand der Blase 2 ausgebildet. Ein weiterer massiver Gummibereich 4 ist auch mit der Blase 2 nahe dem inneren Rand von dieser integral ausgebildet. Beide massiven Gummibereiche 4, 4' sind in jeweiligen, mit Ausnehmungen versehenen Abschnitten 6 montiert, die in den äußeren Oberflächen einer Mehrzahl von Metallsegmenten 5 ausgebildet sind, welche in der Umfangsrichtung der Formtrommel angeordnet sind. Die Metallsegmente 5 bilden insgesamt einen ringförmigen Körper aus. Ein ringförmiger Gummisack 7 ist innerhalb der Metallsegmente mit Lagerberührung mit der inneren Oberfläche des durch die Metallsegmente 5 ausgebildeten ringförmigen Körper vorgesehen. Die Unterlage der Blase 2 ist bei 8 angedeutet.

In dieser Vorrichtung wird eine Karkasse 9 gebildet, indem Reifenkomponenten wie eine Lage und ein Wulstband um den Gummiformer 1 gespult oder gewickelt werden. Ein Wulst 10 mit einem oder ohne einen Kernreiter wird in die spezifizierte Position auf der Karkasse 9 gesetzt. Wenn in diesem Zustand der Gummisack 7 mit dem Inneren von diesem zugeführter Luft aufgeblasen wird, kann der in Figur 4 gezeigte Zustand erhalten werden. Insbesondere drückt der Gummisack 7 die Metallsegmente 5 nach außen, d.h. in die Richtung des Pfeils A in Figur 4, und erweitert die Radien der massiven Gummibänder 4, 4'. Zusätzlich wird der mit dem Wulst 10 in Berührung stehende Abschnitt 9a der Karkasse 9 gegen die innere umfangsmäßige Oberfläche des Wulstes 10 durch den aufgeblasenen Gummisack 7 gedrückt, und dadurch wird der Wulst 10 in den Abschnitt 9a eingesperrt. Dieser Mechanismus wird nachstehend als Wulstsperrmechanismus bezeichnet.

In dem vorstehenden Zustand wird die Blase 2 durch in das Innere von dieser geleitete Luft aufgeblasen, und ein Seitenabschnitt 9b der Karkasse 9 wird um den Wulst 10 durch die aufgeblasene Blase 2 geschlagen. Dieser Mechanismus wird nachfolgend als Karkassenumschlagmechanismus bezeichnet. Weiterhin werden die Klemmringe 3, 3', der Wulstsperrmechanismus und der Karkassenumschlagmechanismus um eine vorbestimmte Entfernung in eine axiale Richtung in Bezug auf die Formtrommel zu einer rechten Hälfte der Vorrichtung bewegt, d.h. in der Richtung des Pfeils B, während der Gummiformer 1 aufgeblasen wird. Somit wird die Karkasse 9 in der Form eines Toroiden geformt. Ein Rohreifen kann dann durch das Anwenden eines Breaker- und Laufflächenaufbaus an der toroidalen Karkasse fertiggestellt werden.

Jedoch besteht in der vorstehenden Vorrichtung, wo die Metallsegmente 5 durch das Aufblasen des Gummisacks 7 nach außen bewegt werden, eine Grenze im Druck, der im Gummisack 7 erzeugt werden kann. Dementsprechend ist die Kraft, die in der Praxis zum Sperren des Karkassenabschnitts 9a gegen den Wulst 10 zur Verfügung steht, oft ungenügend. Mit dem mit ungenügender Arretierung durch den Karkassenabschnitt 9a gesperrten Wulst 10 ist, wenn an dem Gummiformer 1 während des Reifenformbetriebs gezogen wird, der Karkassenabschnitt 9a fähig, sich mit Bezug auf den Wulst 10 in die axiale Richtung der Formtrommel zu verschieben. Folglich werden die Fadenwege verschoben, was eine Herabsetzung der Gleichförmigkeit des Reifens verursacht.

Ferner kann sich der benutzte Gummisack 7 in der Vorrichtung deformieren. Dementsprechend kann sich die Mitte des Wulstes von der Formtrommel verschieben, was zu einer Exzentrizität führt. Dies ist auch ein großer Faktor, der zur Herabsetzung der Gleichförmigkeit beiträgt.

Zusätzlich sind in der vorstehenden Vorrichtung die massiven Gummiabschnitte oder -bänder 4, 4' integral mit der Blase 2 ausgebildet. Dementsprechend ist es schwierig, die Blase 2 herzustellen und die Blase 2 in der Vorrichtung zu montieren. Weiterhin müssen, wenn die Blase 2 durchstochen wird, die Gummibänder durch neue zusammen mit der Blase ersetzt werden, wodurch die noch nutzbaren Gummibänder verschwendet werden. Ein Versuch zur teilweisen Lösung der vorstehenden Probleme wird durch das US-Patent mit der Nummer US-A-3 684 426 konform mit dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, welche eine Reifenaufbauvorrichtung beschreibt, die eine ausdehnbare Trommel mit Sätzen von radial beweglichen Fingern an einem der axialen Enden umfaßt, die zum Halten eines Reifenwulstes ausgelegt sind. Eine Umschlagblase, die sich in ihrem entleerten Zustand radial in dem radial am äußersten liegenden Teil der Finger befindet, ist axial außerhalb von jedem Satz von Fingern vorgesehen.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Um die vorstehenden Nachteile zu lösen, ist die vorliegende Erfindung wie folgt aufgebaut.

Eine Rohreifenaufbauvorrichtung mit einer Formtrommel mit einem Hauptkörper, der eine Oberfläche aufweist, auf der eine Lage von Reifenmaterial zu plazieren ist, und mit gegenüberliegenden Seiten, auf denen Wulste jeweils konzentrisch zur Formtrommel in einer radial nach außen hin beabstandeten Beziehung zur Formtrommel anzuordnen sind, wobei die Rohreifenaufbauvorrichtung auf jeder der gegenüberliegenden Seiten des Formtrommelhauptkörpers eine Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten umfaßt, die in der Form eines Kreises, der konzentrisch mit der Formtrommel ist, und in einer solchen Position angeordnet sind, daß ein äußerer Umfang der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten einem inneren Umfang des Wulstes gegenüberliegen, wobei die Mehrzahl der Wulstsperrsegmente in radialen Richtungen der Formtrommel beweglich sind, um einen erweiterten Zustand und einen zusammengezogenen Zustand aufzuweisen, einem beweglichen Glied, welches in der axialen Richtung der Formtrommel bewegbar ist, einem Antriebsmittel zum Bewegen des bewegbaren Gliedes und einem Bewegungsumwandlungsmechanismus zum Umwandeln der Bewegung des bewegbaren Gliedes in Bewegungen der jeweiligen Wulstsperrsegmente in der radialen Richtung der Formtrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ferner ein elastisches ringförmiges Glied, welches an dem äußeren Umfang der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten gehalten ist und geeignet ist, die Lage von Reifenmaterial gegen den inneren Umfang des Wulstes zu drücken, wenn sich die Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten im ausgedehnten Zustand befinden, und eine Umschlagblase, die radial außerhalb der radialen äußeren Oberfläche des elastischen ringförmigen Gliedes angeordnet ist und die unabhängig von dem elastischen ringförmigen Glied ausgebildet ist, umfaßt.

Mit der vorstehenden Konstruktion kann eine Karkasse durch das Wickeln von Reifenkomponenten um die Formtrommel ausgebildet werden, wobei die gegenüberliegenden Ränder von diesen auf jeweiligen Umschlagblasen plaziert sind. Danach wird jeder Wulst in seine spezifizierte Position auf der Karkasse gestellt und gesperrt. Das Antriebsmittel bewegt dann das bewegbare Glied in die vorbestimmte axiale Richtung der Formtrommel, um alle Wulstsperrsegmente radial nach außen zu bewegen. Dadurch drückt das elastische ringförmige Glied die Karkasse gegen die innere umfangsmäßige Oberfläche des Wulstes. In diesem Zustand drücken die jeweiligen Wulstsperrsegmente die Karkasse gegen die innere umfangsmäßige Oberfläche des Wulstes mit einer starken Antriebskraft von dem Antriebsmittel. Dementsprechend kann der Wulst nicht aus seiner gesperrten Position auf der Karkasse während des Reifenformbetriebs gleiten.

Weiterhin umfaßt die Rohreifenaufbauvorrichtung der vorliegenden Erfindung eine Formtrommel mit einem Hauptkörper, der an jeder der gegenüberliegenden Seiten eine Mehrzahl von Wulstsperrsegmente aufweist, an deren äußeren Oberflächen mit Ausnehmungen versehene Abschnitte vorgesehen sind, die in einer umfangsmäßigen Richtung der Formtrommel so angeordnet sind, daß die mit Ausnehmung versehenen Abschnitte der jeweiligen Segmente miteinander verbunden sind und zusammen eine ringförmige Nut ausbilden, ein elastisches ringförmiges Glied, welches bewegbar in den radialen Richtungen der Formtrommel gehalten wird und in der ringförmigen, durch die Wulstsperrsegmente ausgebildeten Nut lokalisiert ist, eine Umschlagblase, die unabhängig von dem elastischen ringförmigen Glied ausgebildet ist und die sich außerhalb einer äußeren Oberfläche des elastischen ringförmigen Gliedes zu einer Position außerhalb eines Randes des Formtrommelhauptkörpers in die axiale Richtung der Formtrommel erstreckt.

Mit der vorstehenden Konstruktion sind das elastische ringförmige Glied und die Umschlagblase unabhängig voneinander ausgebildet. Dementsprechend kann der Austauschvorgang von, zum Beispiel, der Umschlagblase unabhängig von dem elastischen ringförmigen Glied ausgeführt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine Draufsicht im Schnitt, die ein Hauptteil einer die vorliegende Erfindung verkörpernden Rohreifenaufbauvorrichtung zeigt;

Figur 2 ist eine Seitenansicht, die den Hauptteil der Rohreifenaufbauvorrichtung zeigt;

Figur 3 ist eine Draufsicht, die den Hauptteil der Rohreifenaufbauvorrichtung zeigt; und

Figur 4 ist eine Draufsicht im Schnitt, die einen Hauptteil einer Rohreifenaufbauvorrichtung nach dem Stand der Technik zeigt.

BESTE ART ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mit Bezug auf Figuren 1 bis 3 beschrieben.

In diesen Figuren befindet sich, bei 50 angezeigt, ein Hauptkörper der Formtrommel. In dieser Ausführungsform ist die Formtrommel nicht mit einer Blase versehen. Die Rohreifenaufbauvorrichtung in dieser Ausführungsform ist symmetrisch in Bezug auf die vertikale Mittellinie der Formtrommel und daher ist der Einfachheit halber nur der linke halbe Teil der Vorrichtung in Figur 1 gezeigt. Ein Antriebsteil (Antriebsmittel) 22 ist an einer Seitenwand 25 des Formtrommelhauptkörpers 50 angebracht. Das Antriebsteil 22 umfaßt eine innere Seitenwand 32 und eine äußere Seitenwand 36. Die innere Seitenwand 32 ist an die Seitenwand 25 des Formtrommelhauptkörpers 50 durch einen Bolzen 33 befestigt. Die äußere Seitenwand 36 weist ein ringförmiges Zylinderteil 13 auf, welches in einem Mittelteil dafür ausgebildet ist.

Ein nach außen offener Raum 30 ist zwischen den Seitenwänden 32 und 36 definiert. In dem Raum 30 sind eine Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten 20 angrenzend in einer umfangsmäßigen Richtung des Trommelhauptkörpers 50 angeordnet, um einen Ring auszubilden. Als eine Halterungsstruktur der Wulstsperrsegmente sind Führungsstäbe 27, 28 jeweils an gegenüberliegenden Stirnflächen der Seitenwände 32 und 36 befestigt, die sich in einer radialen Richtung der Formtrommel erstrecken. Zusätzlich sind Nuten 20a und 20b jeweils in inneren und äußeren Seitenteilen von jedem Wulstsperrsegment 20 ausgebildet. Die Führungsstäbe 27, 28 sind jeweils in die Nuten 20a, 20b eingesetzt. Dementsprechend ist jedes Wulstsperrsegment 20 gehaltert, um entlang den Führungsstäben 27, 28 bewegbar zu sein.

Ein ringförmiger Kolben (bewegbares Glied) 29 ist in dem Zylinderteil 13 vorgesehen. Ein Rohrblock 38 ist an der äußeren Stirnfläche des Zylinderteils 13 vorgesehen. Luft wird zum Raum 30 geliefert, wo die Wulstsperrsegmente 20 durch den Rohrblock 38 und einen Durchgang 39 aufgenommen werden. Luft wird auch hinter dem Kolben 29 durch den Rohrblock 38 und einer Öffnung 40 zum Zuführen und Auslassen von Luft in das und aus dem Zylinderteil 13 eingeleitet, wodurch der Kolben 29 betätigt wird.

In einem inneren Endteil des Kolbens 29 sind in Bezug auf die axiale Richtung der Formtrommel Gelenkhalterungsteile 31 mit zwei Armen ausgebildet, wie in Figur 2 gezeigt ist. Es sind so viele Gelenkhalterungsteile 31 wie Wulstsperrsegmente 20 vorgesehen. Ein Ende jedes Antriebsgelenks 23 ist schwenkbar an einem Bolzen 34 zwischen den Armen jedes Gelenkhalterungsteils 31 gehalten. Das andere Ende jedes Antriebsgelenkes 23 ist in der Form einer Gabel geformt und schwenkbar durch einen Bolzen 35 an einem inneren Endteil von jedem Wulstsperrsegment 20 an einem radialen inneren Punkt, d.h. an dem unteren Endteil von diesem in Figur 1, gehalten. Insbesondere sind der Kolben 29 und die jeweiligen Wulstsperrsegmente 20 jeweils durch Antriebsgelenke 23 verbunden, um so einen Gelenkmechanismus zu bilden. Durch diesen Gelenkmechanismus wird die Bewegung des Kolbens 29 in der axialen Richtung der Trommel in eine Bewegung der Wulstsperrsegmente 20 in die radialen Richtungen von dieser umgewandelt.

In der äußeren Oberfläche des jeweiligen Wulstsperrsegments 20 sind Nuten 26 ausgebildet, die nach außen in der radialen Richtung offen sind. (In Figur 1 ist die Nut 26 nach oben offen). Die Wulstsperrsegmente sind so angeordnet, daß die Nuten 26 von diesen zusammen eine ringförmige Nut ausbilden. Eine Mehrzahl von massiven Gummiringen (in dieser Ausführungsform, drei Ringe) sind in die ringförmige Nut eingesetzt, wobei ein Gummiring über dem anderen liegt. Diese massiven Gummibänder bilden ein ringförmiges Gummiband (elastisches ringförmiges Glied) 21. In der Ausführungsform ist die äußere Oberfläche 21a des äußeren Gummibandes 21 geneigt. Der Neigungswinkel der äußeren Oberfläche 21a kann auf einen spezifizierten Wert in Abhängigkeit von einem Halterungszustand eines Wulstes 10 in Bezug auf einen Reifen eingestellt werden. In einigen Fällen braucht die äußere Oberfläche 21a nicht geneigt zu sein.

Eine Umschlagblase 24, die unabhängig von dem Gummiband 21 ausgebildet ist, ist axial nach außen von dem Formtrommelhauptkörper 50 (die linke Seite in Figur 1) vorgesehen, um das Antriebsteil 22 (die obere Seite in Figur 1) vollständig zu bedecken. Ein innerer Rand 24a der Umschlagblase 24 wird fest zwischen der inneren Seitenwand 32 und der Seitenwand 25 des Formtrommelhauptkörpers 50 gehalten. Die Blase 24 erstreckt sich von dem inneren Ende 24a von dieser durch äußere Oberflächen der Wulstsperrsegmente 20 und das Gummiband 21 zu einer Position, die axial außerhalb von einem Ende der Formtrommel ist, um eine zylindrische Form zu bilden. Die Blase 24 wird dann in der Mitte umgeschlagen und ein äußerer Rand 24b von ihr wird fest zwischen der äußeren Seitenwand 36 und einem anderen ringförmigen Glied 37 gehalten.

Luft wird in die Umschlagblase 24 eingeleitet und aus dieser ausgelassen durch den Durchgang 39, der nach außen verbunden ist durch den Rohrblock 38, den Raum 30 und einen durch die äußere Seitenwand 36, die Wulstsperrsegmente 20 und die innere Seitenwand 32 definierten Raum. In Figur 1 ist die Öffnung 40 ein weiteres Mittel zum Zuführen und Auslassen von Luft in und aus dem Zylinderteil 13. Bei 41 ist eine Stütze für die Blase angezeigt und bei 55 ein Trommelteil der Formtrommel.

Als nächstes wird ein Rohreifenaufbauverfahren unter Benutzung der vorstehenden Vorrichtung beschrieben.

Als erstes wird die Karkasse 9 durch das Wickeln von Reifenkomponenten um die Vorrichtung ausgebildet. Dann wird der Wulst 10, der einen vormontierten Kernreiter 11 aufweist, in die Position gesetzt, die der Position der Wulstsperrsegmente 20 entspricht. Es sollte bemerkt werden, daß der Wulst 10 nicht mit einem Kernreiter 11 versehen sein muß. In diesem Zustand wird komprimierte Luft zum Zylinderteil 13 des Antriebsteils 22 durch die Öffnung 40 geliefert, so daß der Kolben 29 nach rechts in Figur 1 bewegt wird. Diese Bewegung des Kolbens 29 wird in eine radiale Bewegung der jeweiligen Wulstsperrsegmente 20 nach außen durch den Bewegungsumwandlungsmechanismus umgewandelt, der durch die jeweiligen Antriebsgelenke 23 gebildet wird. Insbesondere wird jedes Antriebsgelenk 23 von einem geneigten Zustand in einen auf rechten Zustand versetzt, wobei das entsprechende Wulstsperrsegment 20 radial nach außen gedrückt wird. Als eine Konsequenz wird der Radius des Gummibandes 21 erweitert. Das radial erweiterte Gummiband 21 drückt den Teil 9a der Karkasse 9, auf der der Wulst 10 gewickelt ist, gegen die innere umfangsmäßige Oberfläche des Wulstes 10, wie mit Phantomlinien in Figur 1 gezeigt ist. Dies bewirkt, daß der Wulst 10 in einen gesperrten Zustand gebracht wird.

Wenn der Wulst 10 gesperrt ist, wird Luft zum Raum 30 geliefert, und dadurch wird die Umschlagblase 24 aufgeblasen, um den Randteil der Karkasse um den Wulst 10 zu schlagen. Dann wird Luft zum Formtrommelhauptkörper 25 geliefert, um die Karkasse 9 in die Form eines Toroiden zu formen. Ein Rohreifen kann dann fertiggestellt werden, indem ein Breakers und ein Laufflächenaufbau an der toroidalen Karkasse angebracht werdenl. Durch diese Zustände wird der Wulst 10 in der Karkasse 9 mit einem starken Arretierer durch die Kraft des Antriebsteils 22 gesperrt. Dementsprechend besteht eine sehr kleine Wahrscheinlichkeit, daß der Wulst 10 in Bezug auf das Karkassenteil 9a während des Reifenformbetriebs verschoben wird.

Weiterhin muß in dem Fall, daß die Umschlagblase 24 durch einen Einstich oder andere Gründe ersetzt werden muß, nur die Umschlagblase 24 ohne das Gummiband 21 ersetzt werden.

Es sollte bemerkt werden, daß die vorliegende Erfindung sich nicht auf die vorstehende Ausführungsform beschränkt, sondern auch wie folgt ausgebildet werden kann:

(1) In der vorstehenden Ausführungsform umfaßt ein Gummiband (elastisches ringförmiges Glied) 21 eine Mehrzahl von massiven Gummiringen, es kann jedoch ein einzelnes elastisches Glied umfassen. Jedoch kann mit einer Mehrfachlagenstruktur, wie in der vorstehenden Ausführungsform gezeigt ist, das Gummiband 21 mit einem relativ geringem Druck während eines Wulstsperrbetriebs radial ausgedehnt werden. Auch kann die Verringerung des Überdrucks, welche durch die Ausdehnung bewirkt wird, auf einem relativ geringeren Wert aufrechterhalten werden.

(2) In der vorstehenden Ausführungsform wird eine axiale Bewegung eines Kolbens 29 in eine radiale Bewegung von jeweiligen Wulstsperrsegmenten 20 durch einen Gelenkmechanismus umgewandelt. Jedoch ist der spezifische Aufbau des Bewegungsumwandlungsmechanismus nicht wesentlich. Zum Beispiel kann der Bewegungsumwandlungsmechanismus wie folgt aufgebaut sein. Ein auf einen Punkt verjüngtes Nockenteil ist an einem axial inneren Ende des Kolbens 29 in Bezug auf die Mitte der Formtrommel vorgesehen. Jedes Wulstsperrsegment 20 ist mit einem mit dem Nockenteil in Berührung stehenden Nockenstößel versehen. Die Nockenposition und die Nockenstößel, die damit in Berührung stehen, dienen als ein Bewegungsumwandlungsmechanismus, der ähnlich dem vorstehend genannten Gelenkmechanismus ist und dadurch den gleichen Effekt wie die vorstehende Ausbildungsform schafft.

(3) In der vorstehenden Ausführungsform ist eine Vorrichtung mit einer Formeinrichtung vorgesehen, die keine Blase aufweist, d.h. der teleskopischen Art ist. Jedoch kann die vorliegende Erfindung ohne weiteres bei einer Vorrichtung angewendet werden, die mit einer Formeinrichtung mit einer Blase vorgesehen ist.

INDUSTRIELLE AUSNUTZUNG

Die vorliegende Erfindung ist wie vorstehend beschrieben sehr nützlich als eine Rohreifenaufbauvorrichtung. Jeweilige Wulstsperrsegmente können kraftvoll in die radiale Richtung mit der Antriebskraft eines einzelnen Antriebsmittels durch einen Bewegungsumwandlungsmechanismus angetrieben werden. Dadurch kann ein Wulst genau in einem Karkassenteil mit einer starken Arretierung verriegelt werden. Dementsprechend können das Auftreten beispielsweise einer Karkassenverschiebung in Bezug auf den Wulsten während des Reifenformens oder daß Kordwege aus ihrer Lage kommen, verhindert werden, was eine verbesserte Gleichförmigkeit des Reifens ergibt.

Ferner ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Umschlagblase unabhängig von dem elastischen ringförmigen Glied ausgebildet und außerhalb des elastischen ringförmigen Gliedes vorgesehen, wodurch es folglich möglich wird, die Blase einfacher als eine herkömmliche herzustellen und den Ersatzvorgang für eine undichte Blase erleichtert.


Anspruch[de]

1. Eine Rohreifenaufbauvorrichtung mit einer Formtrommel mit einem Hauptkörper (50), der eine Oberfläche aufweist, auf der eine Lage von Reifenmaterial zu plazieren ist, und mit gegenüberliegenden Seiten, auf denen Wulste jeweils konzentrisch zur Formtrommel in einer radial nach außen hin beabstandeten Beziehung zur Formtrommel anzuordnen sind, wobei die Rohreifenaufbauvorrichtung auf jeder der gegenüberliegenden Seiten des Formtrommelhauptkörpers eine Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) umfaßt, die in der Form eines Kreises, der konzentrisch zu der Formtrommel ist, und in einer solchen Position angeordnet sind, daß ein äußerer Umfang der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten einem inneren Umfang des Wulstes gegenüberliegen, wobei die Mehrzahl der Wulstsperrsegmente in radialen Richtungen der Formtrommel bewegbar sind, um einen erweiterten Zustand und einen zusammengezogenen Zustand aufzuweisen, einem bewegbaren Glied (29), welches in der axialen Richtung der Formtrommel bewegbar ist, einem Antriebsmittel zum Bewegen des bewegbaren Gliedes (29) und einem Bewegungsumwandlungsmechanismus zum Umwandeln der Bewegung des bewegbaren Gliedes (29) in Bewegungen der jeweiligen Wulstsperrsegmente in der radialen Richtung der Formtrommel,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Vorrichtung ferner ein elastisches ringförmiges Glied (21), welches an dem äußeren Umfang der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) gehalten ist und geeignet ist, die Lage von Reifenmaterial gegen den inneren Umfang des Wulstes zu drücken, wenn sich die Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) im ausgedehnten Zustand befinden und eine Umschlagblase (24), die radial außerhalb der radialen äußeren Oberfläche des elastischen ringförmigen Gliedes (21) angeordnet ist und unabhängig von dem elastischen ringförmigen Glied (21) ausgebildet ist, umfaßt.

2. Eine Rohreifenaufbauvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) in ihren jeweiligen äußeren Oberflächen mit einer Ausnehmung versehene Abschnitte (26) aufweisen, welche eine ringförmige Nut ausbilden, wenn sich die Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) im zusammengezogenen Zustand befinden und das elastische ringförmige Glied (21) in den mit einer Ausnehmung versehenen Abschnitten gehalten ist.

3. Eine Rohreifenaufbauvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewegungsmittel (22) ein bewegbares Glied (29), das in axialen Richtungen der Formtrommel (50) bewegbar ist, ein Antriebsglied (22) zum Bewegen des bewegbaren Gliedes (29) in die axialen Richtungen und einen Bewegungsumwandlungsmechanismus (23) zum Umwandeln der axialen Bewegung des bewegbaren Gliedes (29) in die jeweiligen radialen Bewegungen der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) umfaßt.

4. Eine Rohreifenaufbauvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Glied einen Kolben (29) umfaßt, daß das Antriebsglied (22) einen Zylinder (13) zum Antreiben des Kolbens (29) umfaßt und daß der Bewegungsumwandlungsmechanismus (23) einen Gelenkmechanismus zum Koppeln des Kolbens (29) mit der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) und ein Führungsglied (27, 28) zum Führen von jedem der Mehrzahl von Wulstsperrsegmenten (20) in den radialen Richtungen umfaßt.

5. Eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische ringförmige Glied (21) eine Mehrzahl von elastischen Gliedern umfaßt, die übereinander in der radialen Richtung der Formtrommel liegen.

6. Eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische ringförmige Glied (21) eine äußere Oberfläche aufweist, die in Bezug auf die Achse der Formtrommel geneigt ist.







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