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Dokumentenidentifikation DE69019231T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0400627
Titel Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx.
Anmelder Nissan Motor Co., Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Iwakiri, Yasunori, Yokohama City, JP;
Moriyama, Akinobu, Kanazawa-ku, Yokohama City, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69019231
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.05.1990
EP-Aktenzeichen 901102962
EP-Offenlegungsdatum 05.12.1990
EP date of grant 10.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse G01N 27/27
IPC-Nebenklasse G01N 27/419   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx, bei der zwei Großbereich- Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensoren eingesetzt werden.

JP-A-63-122707 beispielsweise beschreibt eine Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx, bei der zwei Großbereich-Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensoren eingesetzt werden. Der erste Sensor ist gegenüber Stickoxiden empfindlich, um Stickoxide bei niedrigen Sauerstoffpartialdrücken zu lösen. Der erste Sensor enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die zwei Elektroden hat, die an den gegenüberliegenden Oberflächen von dieser angeordnet sind, um ein erstes, einen ersten Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Gase angebendes Sensorsignal zu erzeugen. Der zweite Sensor ist gegenüber Stickoxiden unempfindlich. Der zweite Sensor enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die zwei Elektroden hat, die an den gegenüberliegenden Oberflächen von dieser angeordnet sind, um ein zweites, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Gase angebendes Sensorsignal zu erzeugen. Das erste und das zweite Sensorsignal werden genutzt, um die NOx-Konzentration der in die elektrochemischen Zellen des ersten und des zweiten Sensors eingeführten Gase zu errechnen.

Der erste und der zweite Sensor sind in der Abgasanordnung einer Brennkraftmaschine angeordnet, um die NOx-Konzentration der von dem Motor ausgestoßenen Abgase zu messen. Der Druck der Abgasanordnung schwankt jedoch stark und beeinflußt die Genauigkeit der Messung der NOx-Konzentration des ersten und des zweiten Sensors beim Betrieb des Motors.

EP-A-0257842 offenbart einen NOx-Sensor, der zur Bestimmung der Konzentration von Stickoxiden genutzt wird, die in Abgasen einer Brennkraftmaschine enthalten sind.

EP-A-0192084 offenbart eine Lambdasonde, die in einer Kammer angeordnet ist, die mit einem Kanal verbunden ist, der eine Brennkraftmaschine überbrückt. Der Überbrückungskanal hat eine Öffnung zur Verringerung von Druckschwankungen der Motorabgase.

Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine verbesserte Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx zu schaffen, die verhindern kann, daß Gasdruckschwankungen die Genauigkeit der Messung der NOx-Konzentration beeinflussen.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen entsprechend dem kennzeichnenden Abschnitt von Anspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx von in eine Abgasanordnung einer Brennkraftmaschine abgegebenen Abgasen geschaffen. Die Vorrichtung umfaßt einen ersten und einen zweiten Sensor. Der erste Sensor ist gegenüber Stickoxiden empfindlich, um Stickoxide bei niedrigen Sauerstoffpartialdrücken zu lösen. Der erste Sensor enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Flächen von dieser angeordnet sind, um ein erstes, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen. Der zweite Sensor ist gegenüber Stickoxiden unempfindlich. Der zweite Sensor enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Oberflächen von diesen angeordnet sind, um ein zweites, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen. Der erste und der zweite Sensor sind mit einer Einrichtung zur Berechnung einer NOx-Konzentration auf der Grundlage der ersten und der zweiten Sensorsignale verbunden. Die Vorrichtung enthält des weiteren einen in die Abgasanordnung mündenden ersten Durchgang, um Abgase in die elektrochemischen Zellen des ersten und zweiten Sensors einzuleiten. Eine erste und eine zweite begrenzte kleine Öffnung sind in dem ersten Durchgang stromauf vom ersten und zweiten Sensor vorhanden, um eine Gasströmung in den ersten und den zweiten Sensor zu begrenzen. Ein zweiter Durchgang ist mit dem ersten Durchgang zwischen der ersten und der zweiten kleinen Öffnung verbunden, und eine Saugpumpe ist mit dem ersten Durchgang stromab des ersten und des zweiten Sensors verbunden, um einen Saugunterdruck in dem ersten Durchgang zu erzeugen. Die Saugpumpe ist mit dem zweiten Durchgang verbunden, um einen Saugunterdruck in dem zweiten Durchgang zu erzeugen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung wird ausführlicher unter Bezugnahme auf die folgende Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:

Fig. 1 eine schematische Darstellung ist, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx zeigt;

Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht der elektrochemischen Zelle des zweiten Sensors ist;

Fig. 3 eine vergrößerte Schnittansicht der Sensorhalteeinrichtung ist; und

Fig. 4 eine schematische Darstellung ist, die eine zweite Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, bei denen gleiche Bezugszeichen in den unterschiedlichen Ansichten gleiche Teile kennzeichnen, und insbesondere auf Fig. 1, ist ein Teil einer Brennkraftmaschine 10 dargestellt, bei der eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx eingesetzt wird. Die Brennkraftmaschine 10 hat eine Abgasanordnung 12, in die Abgase aus dem Motor abgegeben werden. Die Abgase werden dann über eine Abgasanlage (nicht dargestellt), die normalerweise einen Schalldämpfer und ein Auspuffrohr enthält, an die Atmosphäre abgegeben.

Die Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx, die allgemein mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet ist, ist als einen ersten und einen zweiten Sensor 21 und 22 enthaltend dargestellt. Der erste Sensor 21 kann die Form eines Großbereich-Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensors des Typs haben, der gegenüber Stickoxiden (NOx) empfindlich ist und den herrschenden Sauerstoffpartialdruck mißt. Dieser Typ Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensor ist in der Lage, NOx nur bei niedrigen Sauerstoffpartialdrücken zu lösen. Der erste Sensor 21 enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Oberflächen derselben angeordnet sind, um ein erstes, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen. Der zweite Sensor 22 kann die Form eines Großbereich- Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensors des Typs haben, der gegenüber Stickoxiden (NOx) unempfindlich ist, um den herrschenden Sauerstoffpartialdruck zu messen. Dieser Typ Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Sensor kann NOx unabhängig vom Sauerstoffpartialdruck nicht lösen. Der zweite Sensor 22 enthält eine elektrochemische Zelle, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Oberflächen derselben angeordnet sind, um ein zweites, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen.

Der erste Sensor 21 wandelt die Konzentration von Sauerstoff (O2), Kohlenmonoxid (CO), Wasserstoff (H2), Kohlenwasserstoff (HC), Stickstoffmonoxid (NO) und anderer in den Abgasen enthaltenen Bestandteile in eine entsprechende O2-Konzentration um, und er erzeugt ein erstes Sensorsignal mit einem Wert, der der umgewandelten O2-Konzentration proportional ist. Der zweite Sensor 22 wandelt die Konzentration von Sauerstoff (O2), Kohlenmonoxid (CO), Wasserstoff (H2), Kohlenwasserstoff (HC) und anderer Bestandteile bis auf die Stickoxide in eine entsprechende O2-Konzentration um, und er erzeugt ein zweites Sensorsignal mit einem Wert, der der umgewandelten O2-Konzentration proportional ist. Daher ist der zweite Sensor 22 bis auf die Tatsache, daß er gegenüber Stickoxiden (NOx) unempfindlich ist, im wesentlichen der gleiche wie der erste Sensor 21. Der erste und der zweite Sensor 21 und 22 sind jeweils an die erste und die zweite Sensorsteuerschaltung 23 und 24 angeschlossen.

In Fig. 2 ist zu sehen, daß der zweite Sensor 22 wenigstens ein Paar Meß- und Pumpzellen 220 und 222 aufweist, die beabstandet parallel zueinander in einer Diffusionskammer 224 angeordnet sind. Die Meßzelle 220 enthält Elektroden 220B und 220C, die an den einander gegenuberliegenden Seitenflächen einer massiven Elektrolytschicht 220A angeordnet sind. Die Elektroden 220B und 220C der Meßzelle 220 bestehen aus einem Material wie beispielsweise Platin oder dergleichen, das gegenüber NOx unempfindlich ist. Die Pumpzelle 222 enthält Elektroden 222B und 222C, die an den einander gegenüberliegenden Seitenflächen einer massiven Elektrolytschicht 222A angeordnet sind. Abgase werden über eine Öffnung 224 in die Diffusionskammer 226 eingeleitet. Das Bezugszeichen 228 bezeichnet ein Heizelement. Der zweite Sensor 22 ist mit einer Sensorsteuerschaltung 24 verbunden, die einen Differentialverstärker 240 enthält, der einen mit der Elektrode 220C verbundenen Eingang und einen weiteren mit einer Bezugsspannungsquelle 242 verbundenen Eingang hat. Die Elektrode 220B ist geerdet. Der Differentialverstärker 240 hat einen Ausgang, der mit der Elektrode 222B verbunden ist. Die Elektrode 222C ist geerdet. Die Steuerschaltung 24 steuert den Strom für das Heizelement 228 und den Strom Ip für die Elektrode 222B, so daß die Spannung zwischen den Elektroden 222B und 222C, die die massive Elektrolytschicht 222A der Pumpzelle 222 einschließen, auf einem konstanten Wert bleibt. Dadurch wird die Sauerstoffkonzentration in der Diffusionskammer 226 im wesentlichen auf Null verringert, und die in die Diffusionskammer 226 eingeführten Abgase werden im wesentlichen auf dem stöchiometrischen Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Wert gehalten. Der Strom Ip an der Elektrode 222B hat einen Wert, der der O2-Konzentration entspricht. Die Steuerschaltung 23 für den ersten Sensor 21 ist im wesentlichen die gleiche wie die Steuerschaltung 24. Der erste und der zweite Sensor 21 und 22 sind ausführlich in der japanischen Patentanmeldung Nr. 63-122707 beschrieben und hiermit durch Verweis einbezogen.

In Fig. 1 wiederum ist zu sehen, daß die ersten und zweiten Sensorsignale einem ersten und einem zweiten Computer 25 und 26 von der ersten bzw. der zweiten Sensorsteuerschaltung 23 bzw. 24 zugeführt werden. Der erste Computer 25 errechnet einen Wert des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses der Abgase auf der Grundlage des Wertes des ihm von der ersten Sensorsteuerschaltung 23 zugeführten ersten Sensorsignals, und leitet den errechneten Wert des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses einer Motorsteuereinheit 27 zu. Der erste Computer 25 leitet ebenfalls das erste Sensorsignal, das ihm von der ersten Sensorsteuerschaltung 23 zugeführt wird, zu dem zweiten Computer 26. Der zweite Computer 26 errechnet einen Wert der O2- Konzentration, der die Hälfte der NO-Konzentration beträgt, als eine Funktion einer Differenz zwischen den Werten des ersten und des zweiten Sensorsignals. Der zweite Computer 26 wandelt den errechneten Wert der O2-Konzentration in einen entsprechenden Wert der NO-Konzentration um. Der Wert der NO-Konzentration wird zu der Motorsteuereinheit 27 übertragen. Die Motorsteuereinheit 27 verwendet den ihr von dem ersten Computer 25 zugeführten Wert des Luft/Kraftstoff- Verhältnisses, und den ihr von dem zweiten Computer 26 zugeführten Wert der NO-Konzentration, um den Motor 10 zu steuern. Da der erste Computer 25 den Wert des Luft/Kraftstoff- Verhältnisses der Motorsteuereinheit 27 zuführt, ist kein zusätzlicher Sauerstoffsensor erforderlich, der der Überwachung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses des dem Motor Zugeführten Luft/Kraftstoff-Gemischs dient.

Die Vorrichtung zum Messen der NOx-Konzentration enthält eine Sensorhalteeinrichtung 30 mit einem mit Außengewinde versehenen Endabschnitt 31, der mit einer mit Innengewinde versehenen Öffnung 16 in Eingriff ist, die in einer Abgasanordnungswand 14 ausgebildet ist. Die Sensorhalteeinrichtung 30 hat einen Gaseinlaßdurchgang 32, der durch die Sensorhalteeinrichtung 30 in der Richtung der Länge der Sensorhalteeinrichtung 30 und in einer Richtung im wesentlichen senkrecht zu der Richtung verläuft, in der die Abgase durch die Abgasanordnung 12 strömen. Da die Öffnung 16 mit der Abgasanordnung 12 in Verbindung steht, führt dies dazu, daß der Gaseinlaßdurchgang 32 an seinem einen Ende in die Abgasanordnung 12 mündet. Das andere Ende des Gaseinlaßdurchgangs 32 ist über eine Leitung 42 mit einer Ansaugöffnung einer Saugpumpe 50 verbunden. Eine weitere Ansaugöffnung der Saugpumpe 50 ist mit einer Leitung 43 verbunden, und eine Ablaßöffnung ist mit einem Ende einer Leitung 44 verbunden. Das andere Ende der Leitung 44 mündet in die Abgasanordnung 12.

In Fig. 3 ist zu sehen, daß die Sensorhalteeinrichtung mit einer ersten Vertiefung 33 zur Aufnahme des ersten Sensors 21 versehen ist, sowie mit einer zweiten Vertiefung 34 zur Aufnahme des zweiten Sensors 22. Die erste und die zweite Vertiefung 33 und 34 stehen über den Gaseinlaßdurchgang 32 miteinander in Verbindung. Der Gaseinlaßdurchgang 32 weist eine erste begrenzte kleine Öffnung 35 auf, deren Öffnungsfläche den Grad der Verringerung des Abgasdrucks bestimmt, der aus der Abgasanordnung 12 in den Gaseinlaßdurchgang 32 geleitet wird. Der Lufteinlaßdurchgang 32 weist des weiteren eine zweite begrenzte kleine Öffnung 36 auf, die sich in dem Lufteinlaßdurchgang 32 oberhalb der ersten Vertiefung 33 befindet. Die Öffnungsfläche der zweiten kleinen Öffnung 36 bestimmt den Grad der Verringerung des Gasdrucks, der in die erste Vertiefung 33 eingeleitet wird. Ein verzweigter Durchgang 37 öffnet sich an seinem einen Ende in den Gaseinlaßdurchgang 32 zwischen der ersten und der zweiten kleinen Öffnung 35 und 36 und ist am anderen Ende desselben über die Leitung 43 mit der Saugpumpe 50 verbunden (Fig. 1). Das Bezugszeichen 21A bezeichnet eine oberhalb der Diffusionskammer des ersten Sensors 21 vorhandene Luftklappe, und das Bezugszeichen 22A bezeichnet eine oberhalb der Diffusionskammer des zweiten Sensors 22 vorhandene Luftklappe.

Die Funktion ist die folgende. Wenn die Saugpumpe 50 arbeitet, werden Abgase aus der Abgasanordnung 12 über die erste kleine Öffnung 31 in den Gaseinlaßdurchlaß 32 eingeleitet. Die erste kleine Öffnung 31 verringert den Abgasdruck in einem Bereich von ungefähr 50 mmHg bis ungefähr 100 mmHg in bezug auf den Abgasanordnungsdruck. Der Großteil der Abgase wird durch den verzweigten Durchgang 37 und die Leitung 43 zu der Saugpumpe 50 gesaugt. Ein Teil der Abgase jedoch wird durch die zweite kleine Öffnung 36 in die Diffusionskammer des ersten Sensors 21 eingeleitet, der in der ersten Vertiefung 33 angeordnet ist. Die zweite kleine Öffnung 36 verringert zusätzlich den Abgasdruck in einem Bereich von ungefähr 200 mmHg bis 400 mmHg. Das Abgas wird dann in die Diffusionskammer des zweiten Sensors 22 geleitet, der in der zweiten Vertiefung 34 angeordnet ist, und damit über die Leitung 42 zur Saugpumpe 50. Die Saugpumpe 50 führt die Abgase, die über die Leitung 42 und 43 zugeführt werden, über die Leitung 44 in die Abgasanordnung 12 ab.

Die erste und die zweite kleine Öffnung 35 und 36 können die Breite des Bereiches, in dem der Druck der Abgase, die in die Diffusionskammern des ersten und des zweiten Sensors 21 und 22 eingeleitet werden, reduziert wird, auf mehrere mmHg verringern, wenn die Breite des Bereiches, in dem sich der Abgasanordnungsdruck ändert, mehrere hundert mmHg beträgt. Dadurch verhindern die erste und die zweite kleine Öffnung 35 und 36, daß momentane Schwankungen des Abgasanordnungsdrucks die Genauigkeit der Messungen des ersten und des zweiten Sensors 21 und 22 beeinflussen.

In Fig. 4 ist eine zweite Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx dargestellt. Bei der Anordnung in Fig. 4 wird eine Reihe von bereits beschriebenen Bauteilen eingesetzt, und gleiche Bezugszeichen in Fig. 4 kennzeichnen gleiche Teile, wie sie unter Bezug auf Fig. 1 beschrieben wurden. Der Hauptunterschied zwischen Fig. 4 und der ersten beschriebenen Ausführung besteht darin, daß die Meßvorrichtung einen Sensor 60 enthält, bei dem zwei Sensoren in ein einzelnes Gehäuse integriert sind. Diese Sensoren, die im wesentlichen die gleichen sind wie der erste und der zweite Sensor 21 und 22 in Fig. 1 sind mit einer Sensorsteuerschaltung 62 verbunden. Die Sensorsteuerschaltung 62 erzeugt ein erstes Sensorsignal mit einem Wert, der der gemessenen O2-Konzentration proportional ist, wie dies im Zusammenhang mit dem ersten Sensor 21 beschrieben worden ist, und ein zweites Sensorsignal mit einem Wert, der der gemessenen O2-Konzentration proportional ist, wie dies im Zusammenhang mit dem zweiten Sensor 22 beschrieben wurde. Die ersten und die zweiten Sensorsignale werden einem ersten Computer 64 zugeführt. Der erste Computer 64 erreichnet einen Wert der O2-Konzentration, der die Hälfte der NO-Konzentration beträgt, als eine Funktion einer Differenz zwischen den Werten des ersten und des zweiten Sensorsignals. Der erste Computer 64 wandelt den errechneten Wert der O2-Konzentration in einen entsprechenden Wert der NO-Konzentration um, und leitet den Wert der NO-Konzentration der Motorsteuereinheit 27 zu. Der erste Computer 64 leitet darüber hinaus das erste Sensorsignal zu einem zweiten Computer 66, der einen Wert des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses der Abgase auf der Grundlage des Wertes des ihm von dem ersten Computer 64 zugeführten ersten Sensorsignals errechnet und den errechneten Wert des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses der Motorsteuereinheit 27 zuführt. Die Motorsteuereinheit 27 verwendet den ihr von dem ersten Computer 64 zugeführten Wert der NO-Konzentration und den ihr von dem zweiten Computer 66 zugeführten Wert des Luft/Kraftstoff- Verhältnisses, um den Motor 10 zu steuern. Da der zweite Computer 66 den Wert des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses der Motorsteuereinheit 27 zuführt, ist kein zusätzlicher Sauerstoffsensor nötig, der der Überwachung des Luft/Kraftstoff- Verhältnisses des dem Motor zugeführten Luft/Kraftstoff-Verhältnisses dient. Da der erste und der zweite Sensor die in dem Sensor 60 enthalten sind, die gleichen Eigenschaften haben, kann die Genauigkeit der Messung der NOx-Meßvorrichtung verbessert werden. Des weiteren benötigt die Meßvorrichtung dieser Ausführung weniger Platz für Einrichtungen als die Meßvorrichtung der ersten beschriebenen Ausführung.

Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit Motorabgasen beschrieben worden ist, versteht sich, daß die Erfindung auch bei der Messung der NOx-Konzentration anderer Gase eingesetzt werden kann.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Messen der Konzentration von NOx von in eine Abgasanordnung (12) einer Brennkraftmaschine (10) abgegebenen Abgasen mit:

einem ersten Sensor (21), der gegenüber Stickoxiden empfindlich ist, um Stickoxide bei niedrigen Sauerstoffpartialdrücken zu lösen, wobei der erste Sensor (21) eine elektrochemische Zelle umfaßt, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Oberflächen von dieser angeordnet sind, um ein erstes, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen.

einem zweiten Sensor (22), der gegenüber Stickoxiden unempfindlich ist, wobei der zweite Fühler (22) eine elektrochemische Zelle umfaßt, die eine Sauerstoffionen leitende Elektrolytschicht enthält, die mindestens zwei Elektroden hat, die an gegenüberliegenden Oberflächen von dieser angeordnet sind, um ein zweites, einen Sauerstoffpartialdruck der in die elektrochemische Zelle eingeführten Abgase angebendes Sensorsignal zu erzeugen, und

einer Einrichtung (23, 24, 25, 26, 27, 64, 66), die mit dem ersten und zweiten Sensor verbunden ist, um eine NOx-Konzentration aufgrund der ersten und zweiten Sensorsignale zu berechnen;

gekennzeichnet durch

einen in die Abgasanordnung (12) mündenden ersten Durchgang (32), um Abgase in die elektrochemischen Zellen des ersten und zweiten Sensors (21, 22) einzuleiten;

erste und zweite begrenzte kleine Öffnungen (35, 36), die in dem ersten Durchgang (32) stromauf vom ersten und zweiten Sensor (21, 22) vorgesehen sind, um eine Gasströmung in den ersten und zweiten Sensor (21, 22) zu begrenzen;

einen zweiten Durchgang (37), der mit dem ersten Durchgang (32) zwischen der ersten und der zweiten Öffnung (35, 36) verbunden ist, und

eine Saugpumpe (50), die mit dem ersten Durchgang (32) stromab des ersten und zweiten Sensors (21, 22) verbunden ist, um einen Saugunterdruck in dem ersten Durchgang (32) zu erzeugen, wobei die Saugpumpe (50) mit dem zweiten Durchgang (37) verbunden ist, um einen Saugunterdruck in dem zweiten Durchgang (37) zu erzeugen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Berechnungseinrichtung (23, 24, 25, 26, 27, 64, 66) eine Einrichtung (66) zum Berechnen eines Luft/Kraftstoff-Verhältniswertes für eine Luft-Kraftstoff-Mischung umfaßt, die der Brennkraftmaschine (10) aufgrund des ersten Sensorsignals zugeführt wird.







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