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Dokumentenidentifikation DE69106182T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0447169
Titel Laser-Aushärten von Kontaktlinsen.
Anmelder Bausch & Lomb Inc., Rochester, N.Y., US
Erfinder McBrierty, Vincent, Sutton, Dublin 13, IE;
Magan, John, County Longford, IE;
Blau, Werner, Dalkey, County Dublin, IE
Vertreter Cohausz & Florack, 40472 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69106182
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.03.1991
EP-Aktenzeichen 913020368
EP-Offenlegungsdatum 18.09.1991
EP date of grant 28.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B29D 11/00
IPC-Nebenklasse G02C 7/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aushärten eines photopolymerisierbaren Kontaktlinsenmaterials unter Verwendung von kohärenter Bestrahlung.

Weiche Kontaktlinsen werden gegenwärtig hergestellt, indem ein Hydrogel-Monomer-Gemisch in eine Form gespritzt wird, die gedreht und ultravioletter Bestrahlung durch eine Quecksilberlichtlampe ausgesetzt wird, um das Monomergemisch zu photopolymerisieren. Die EP-A- 0 207 640 offenbart solch ein Verfahren. Das Hydrogel-Monomer-Gemisch besteht aus Hydroxyäthyl-Methacrylat, Äthylen-Glycol- Dimethacrylat, Äthylen-Glycol und einem Benzoin- Methyläther-Photoinitiator. Gewöhnlich wird das Hydrogel- Monomer-Gemisch für mindestens zehn Minuten einer ultravioletten Bestrahlung durch eine Reihe von Quecksilberlichtlampen ausgesetzt, um die Photopolymerisation zu induzieren, wonach die Formen in heißes Wasser getaucht werden, um das Äthylen-Glycol und andere nichtpolymerisierte Substanzen zu entfernen und die Linsen aus der Form zu lösen. Das Polymerisationsverfahren muß in Anwesenheit eines reaktionsträgen Gases, zum Beispiel Nitrogen, zum Ausschluß von Oxygen durchgeführt werden, das - falls vorhanden - die Polymerisation verhindern würde.

Ein Hauptnachteil des obigen Verfahrens besteht darin, dar alle Strahlungsfeldüberschreitungen der Quecksilberlichtlampen durch Verwendung optischer Filter beseitigt werden müssen. Die optischen Filter und die Quecksilberlichtlampen müssen beide wassergekühlt sein, um Infrarotstrahlen herauszufiltern und auch um Überhitzung zu verhindern. Auch haben die Quecksilberlichtlampen eine begrenzte Lebensdauer und müssen regelmäßig ersetzt werden. Außerdem nimmt die ultraviolette Bestrahlungsleistung der Quecksilberlichtlampen mit der Betriebsdauer ab und erfordert deswegen regelmäßige Überwachung. Hinzu kommt, daß die meiste Energie der Lampen unausgenutzt bleibt.

Die EP-A- 0 322 353 offenbart ein Verfahren zum Aushärten von Brillengläsern oder Kameralinsen unter Verwendung eines kontinuierlich arbeitenden Lasers.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Abschwächung der obigen Nachteile der Aushärtung von Kontaktlinsen.

Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Aushärten eines photopolymerisierbaren Kontaktlinsenmaterials vorgesehen, das den Schritt der Bestrahlung des photopolymerisierbaren Kontaktlinsenmaterials mit pulsierenden ultravioletten Laserstrahlen einschließt, die eine Wellenlänge zwischen ungefähr 200 nm bis ungefähr 400 nm haben, für ein von vornherein bestimmtes Zeitprotokoll.

Vorzugsweise besteht das Kontaktlinsenmaterial aus einem Hydrogel-Monomer-Gemisch. Das Hydrogel-Monomer- Gemisch enthält vorzugsweise Hydroxyäthyl-Methacrylat, Äthylen-Glycol-Dimethacrylat, Äthylen-Glycol und einen Benzoin-Methyläther-Photoinitiator.

Außerdem ist es vorzuziehen, das Kontaktlinsenmaterial während der Laserbestrahlung in einer Form zu drehen.

Noch besser ist es, das Kontaktlinsenmaterial in einer sauerstoffreien Umgebung zu bestrahlen. Außerdem ist es vorzuziehen, daß das Kontaktlinsenmaterial in Anwesenheit eines reaktionsträgen Gases bestrahlt wird, bezogen auf das Kontaktlinsenmaterial, unter Aushärtungsbedingungen. Das Gas ist vorzugsweise Argon oder Nitrogen.

Geeignete Laser sind vorzugsweise die "excimer"-Laser (XeF, XeCl und KrF, die mit 351 nm bzw. 308 nm und 248 nm arbeiten), der Nitrogen-Laser, der mit 337 nm arbeitet, die Festkomponentenlaser, die mit ungefähr 355 nm und 266 nm arbeiten, und die Gas- und Flüssigkeitslaser mit ihrer ultravioletten Bestrahlungsleistung, z.B. Argon- und Krypton-Ionenlaser.

Die ausgewählten Laser arbeiten mit geeigneten Impulsenergieniveaus und Impulswiederholungsfrequenzen, um die Photopolymerisation des Kontaktlinsenmaterials in einer angemessen kurzen Zeit zu erzielen.

Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß eine verbesserte Kontrolle und kürzere Polymerisationszeiten erzielt werden können und daß bei der Laserausrüstung weniger Instandhaltung erforderlich ist als bei den Quecksilberlichtlampen und der damit verbunden Technologie. Zusätzlich ermöglicht die Verwendung eines Lasers das leichte Erreichen einer Automatisierung des Verfahrens; ebenso ist keine Ausrüstung für Kühlung oder optische Filterung wie bei den Quecksilberlichtlampen notwendig.

Ausführungsarten der Erfindung werden nachstehend beispielhaft beschrieben unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen, von denen

- Abbildung 1 eine Diagramm-Darstellung einer Apparatur zur Ausführung des Verfahrens entsprechend der Erfindung ist;

- Abbildung 2 eine Diagramm-Darstellung einer Apparatur zur Überwachung des Ausmaßes der Photopolymerisation in einer Probe des Kontaktlinsenmaterials ist;

- Abbildungen 3a, 3b und 3c graphische Darstellungen des Wechsels in ein Infrarotspektrum während der Photopolymerisation sind;

- Abbildung 4 eine graphische Darstellung der Aushärtungskurve eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 1 beschrieben bestrahlt wurde;

- Abbildung 5 eine graphische Darstellung der Aushärtungskurve eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 2 beschrieben bestrahlt wurde;

- Abbildung 6 eine graphische Darstellung der Aushärtungskurven eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 3 beschrieben bestrahlt wurde;

- Abbildung 7 eine graphische Darstellung einer Aushärtungskurve eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 4 beschrieben bestrahlt wurde;

Abbildung 8 eine graphische Darstellung der Aushärtungskurven eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 5 beschrieben bestrahlt wurde;

- Abbildung 9 eine graphische Darstellung einer Aushärtungskurve eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 6 beschrieben bestrahlt wurde;

- Abbildung 10 eine graphische Darstellung der Aushärtungskurven eines Kontaktlinsenmaterials ist, das wie in Beispiel 7 beschrieben bestrahlt wurde; und

- Abbildung 11 das Absorptionsspektrum einer ausgehärteten Probe eines Kontaktlinsenmaterials zeigt.

Bezugnehmend auf die Abbildung 1 wird darin eine Apparatur, mit genereller Kennzeichnung 10, zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt. Ein konventionelles weiches Kontaktlinsenmaterial (11) in Form eines Hydrogel-Monomer- Gemisches wird in eine drehbare Form (12) eingebracht, die bei einer geeigneten Geschwindigkeit von zum Beispiel 350 upm gedreht werden kann, wie sie in der Technik bekannt ist. Das Linsenmaterial (11) und die Form (12) sind in einem Gehäuse (13) angebracht, das die im wesentlichen sauerstoffreie Kammer (14) definiert. Die Kammer (14) enthält ein reaktionsträges Gas, wie zum Beispiel Nitrogen oder Argon, das in sie eingeleitet wurde. Die das Kontaktlinsenmaterial (11) enthaltende Form (12) wird mit einer Geschwindigkeit gedreht, die geeignet ist, eine innere konkave Oberfläche an den eventuellen Linsen zu formen. Dann wird der ultraviolette Laser (15) in Betrieb genommen, der einen Laserstrahl (20) erzeugt, der bei einem angemessenen Impulsenergieniveau und entsprechender Impulswiederholungsfrequenz auf das Linsenmaterial (11) gerichtet wird mit einer ausreichenden Zeitdauer, um das Kontaktlinsenmaterial (11) zu polymerisieren. Der Laserstrahl (20) its klar von einer ausreichenden Breite, um das Linsenmaterial (11) zu ergreifen, oder er kann von der Drehachse versetzt werden, um die Bestrahlung des gesamten Linsenmaterials zu ermöglichen.

Der Polymerisationsgrad des Kontaktlinsenmaterials (11) kann kontinuierlich überwacht werden unter Verwendung einer Anordnung wie in Abbildung 2 dargestellt oder einer ähnlichen Anordnung. Wie dargestellt liegt das Kontaktlinsenmaterial (11) auf einem geeigneten Infrarot- Übermittlungsträger, zum Beispiel NaCl- oder CaF-Substrat (16) in einer Kammer (14'), die durch ein Gehäuse (13') definiert ist. Die Kammer (14') ist sauerstoffrei, und Argongas wird über eine Leitung (17) eingeführt. Ein Ultraviolett-Laserstrahl (20') wird über ein Fenster (18) in die Kammer (14') gerichtet und durch ein Quarzprisma (19) reflektiert und auf das Kontaktlinsenmaterial (11) gerichtet. Das Substrat (16) kann in konventioneller Weise gedreht werden.

Ein Infrarot-Lichtstrahl (21) wird durch das Kontaktlinsenmaterial (11) geleitet, und der durch die Probe (11) übertragene Infrarotstrahl (21') wird durch ein Infrarot-Spektrometer (22) überwacht. Ein Referenz- Infrarot-Lichtstrahl (23) wird auch in die Kammer (14') gerichtet, und der übertragene Referenzstrahl (23) wird auch durch das Spektrometer (22) überwacht. Das Ausgangsspektrum des Spektrometers (22), das die progressive Aushärtung des Linsenmaterials (11) zeigt, ist in den Abbildungen 3a, 3b und 3c dargestellt. Das Spektrometer (22) vergleicht den Probestrahl (21') mit dem Referenzstrahl (23') und liefert das IR-Absorbierspektrum des Probematerials (11), wie in jeder der Abbildungen 3a, 3b und 3c dargestellt. In den Abbildungen 3a, 3b und 3c ist der Absorbierhöhepunkt (B) der Carbon-Sauerstoff -c=o- Absorbierhöhepunkt bei 1720 cm&supmin;¹ und der Absorbierhöhepunkt (A) die Carbon-Carbon- c=c -Absorbierung am Höhepunkt 1640 cm&supmin;¹. Abbildung 3a liefert das Absorbierspektrum vor jeder Polymerisation des Probematerials (11), und somit befindet sich der Carbon-Carbon- c=c -Absorbierhöhepunkt in einem Maximum, wie in ΔAo gezeigt. Abbildung 3b zeigt das Absorbierspektrum im Zwischenstadium der Polymerisation des Probematerials (11), und somit hat sich der Carbon-Carbon - c=c -Absorbierhöhepunkt (ΔAi) in der Größe verringert. Abbildung 3c zeigt das Absorbierspektrum nach einer Zeit wenn beinahe die gesamte Polymerisation der Probe (11) erfolgt ist und somit der Absorbierhöhepunkt (A) an Größe abgenommen hat, wie in ΔAt dargestellt. Es ist klar, daß die Größe des Carbon-Stauerstoff- c=o -Absorbierhöhepunktes konstant bleibt, da sich die Polymerisation der Probe des Kontaktlinsenmaterials (11) nicht hierauf auswirkt.

In der Technik ist bekannt, daß, zurückzuführen auf die Absorbierung durch das Monomer, das Ausmaß an Infrarot- Absorption mit der Polymerisation eines Hydrogel-Monomer- Gemisches abnimmt; Abbildung 3a zeigt keine Polymerisation, Abbildung 3b zeigt ein mäßiges Ausmaß an Polymerisation und Abbildung 3b stellt die fast vollständige Übertragung des Infrarot-Probestrahls (21') bei 1640 cm&supmin;¹ dar und somit die fast vollständige Polymerisation des Kontaktlinsenmaterials (11).

BEISPIEL 1

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein CaF-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem XeF-"excimer"- Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 351 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 4 Hz und mit einer Impulsenergie von 35 mJ aussandte. Der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Die Ergebnisse sind in Abbildung 4 wiedergegeben, einer Graphik, die die polymerisierte Fraktion gegenüber der Zeit in Minuten darstellt. Wie dargestellt war die Probe nach sechs Minuten zu ungefähr 85% polymerisiert.

BEISPIEL 2

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein CaF-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem N&sub2;-Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 337 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 4 Hz und mit einer Impulsenergie von 0,3 mJ aussandte. Der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Die Ergebnisse sind in Abbildung 5 wiedergegeben, einer Graphik, die ähnlich ist wie die der Abbildung 4. Wie dargestellt war die Probe nach drei Minuten ungefähr zu 85% polymerisiert und nach sechs Minuten fast vollständig polymerisiert.

BEISPIEL 3

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein NaCl-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem N&sub2;-Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 337 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz und mit einer Impulsenergie von 0,7 mJ aussandte. Der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Eine ähnliche Probe eines Monomergemisches wurde in ähnlicher Weise einer Laserbestrahlung ausgesetzt, aber unter Betrieb des N&sub2;-Lasers mit einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz und einer Impulsenergie von 0,3 mJ. Die Ergebnisse sind in Abbildung 6 wiedergegeben, einer Graphik, die ähnlich ist wie die der Abbildung 5. Wie dargestellt scheinen Impulse von 0,7 mJ die erforderliche Mindestenergie zu sein, um in zwei Minuten über 90% Aushärtung zu erreichen.

BEISPIEL 4

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein NaCl-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem N&sub2;-Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 337 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 10 Hz und mit einer Impulsenergie von 0,75 mJ aussandte. Der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Die Ergebnisse sind in Abbildung 7 wiedergegeben, aus der ersehen werden kann, daß 90% Aushärtung in fünf Minuten erzielt wurde, wobei zu diesem Zeitpunkt der Laser ausgeschaltet wurde, die Fortsetzung des Aushärtens bei Abwesenheit weiterer Bestrahlung jedoch in ungefähr 1,5 Stunden 100% Aushärtung erbrachte.

BEISPIEL 5

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein NaCl-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem N&sub2;-Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 337 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz und mit einer Impulsenergie von 0,7 mJ aussandte. Der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Eine ähnliche Probe eines Monomergemisches wurde auch auf ein NaCl-Substrat gesprüht und in einer sauerstoffreien Umgebung einem N&sub2;-Laser ausgesetzt, der einen Laserstrahl von 337 nm Impulsen bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 10 Hz und mit einer Impulsenergie von 0,75 mJ aussandte. Die Probe wurde überwacht, und die Ergebnisse sind in Abbildung 8 dargestellt, aus der zu ersehen ist, daß bei dem niedrigeren Impulsgrad von 10 Hz der Aushärtungsgrad niedriger war. Der niedrigere Impulsgrad simuliert die Wirkung, die erreicht würde, wenn - wie gesagt - ein Laser, der bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz arbeitet, verwendet wurde, um aufeinanderfolgend zehn Proben zu untersuchen.

BEISPIEL 6

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein NaCl-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem XeF-"excimer"- Laser mit einem Impuls von 4 mJ bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz ausgesetzt. Der Laser wurde in Abständen an- und abgeschaltet, und der Polymerisationsgrad wurde regelmäßig überwacht unter Verwendung der oben beschriebenen Infrarot-Technik. Die Ergebnisse sind in Abbildung 9 wiedergegeben, aus der ersehen werden kann, daß das Aushärten eindeutig andauerte, nachdem der Laser ausgeschaltet worden war (der Wert F steigt von 0,4 auf 0,6 an während der zwei Minuten nach der initialen Laserbestrahlungsphase). Wenn die ausgehärtete Fraktion erst einmal ungefähr 0,9 erreicht, scheint die Anwesenheit eines Laserstrahls jedoch nur eine minimale Auswirkung auf den Aushärtungsgrad zu haben.

BEISPIEL 7

Eine Probe von 10 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde auf ein NaCl-Substrat aufgesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem XeF-"excimer"- Laser mit Impulsen von 0,35 mJ bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz ausgesetzt. Eine ähnliche Probe wurde auch auf ein NaCl-Substrat gesprüht und in einer sauerstoffreien Kammer einem XeF-"excimer"-Laser mit Impulsen von 25 mJ bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 10 Hz ausgesetzt. Der Polymerisationsgrad wurde kontinuierlich überwacht, und die Ergebnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. Die obere Linie mit der Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz hat eine durchschnittliche Bestrahlungsleistung von 35 mW, obgleich sie einen schnelleren initialen Aushärtungsgrad hat als die 10 Hz Linie, die eine Durchschnittsleistung von 250 mW hat. Es scheint, daß ein höherer Impulsfrequenzgrad einen höheren initialen Aushärtungsgrad erzeugt.

BEISPIEL 8

Eine Probe von 26 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde in eine Kontaktlinsenform eingebracht (siehe Abbildung 1), die mit einer Geschwindigkeit von 350 upm dreht. Die Probe wurde in einer Argon-Atmosphäre einem N&sub2;-Laserstrahl (337 nm) ausgesetzt, der bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 100 Hz mit einer Impulsenergie von 3 mJ arbeitet. Nach zwei Minuten wurde die Form aus der Argon-Atmosphäre entfernt und in heißes Wasser getaucht, wonach die polymerisierte Kontaktlinse herausgelöst wurde. Die Kontaktlinse war frei von sichtbaren Flecken und wurde als für den Verwendungszweck geeignet beurteilt.

BEISPIEL 9

Eine Probe von 26 ul eines konventionellen Hydrogel- Monomer-Gemisches wurde in eine Kontaktlinsenform eingebracht, die mit einer Geschwindigkeit von 350 upm dreht. Die Probe wurde in einer Argon-Atmosphäre einem XeF- Laser (351 nm) ausgesetzt, der bei einer Impulswiederholungsfrequenz von 20 Hz mit einer Impulsenergie von 30 mJ arbeitet. Nach zwei Minuten wurde die Form aus der Argon- Atmosphäre entfernt und in heißes Wasser getaucht, wonach die polymerrisierte Kontaktlinse herausgelöst wurde. Die Kontaktlinse war frei von sichtbaren Flecken und wurde als für den Verwendungszweck geeignet beurteilt.

Die Übertragungstechnik zur Überwachung des Polymerisationsgrades einer Probe eines Kontaktlinsenmaterials während der Laserbestrahlung kann gewöhnlich nur an dünnen Proben des Linsenmaterials ausgeführt werden. Die Technik kann nicht erfolgreich ausgeführt werden an Proben von Kontaktlinsenmaterial, die ein ausreichendes Volumen zur Herstellung einer tatsächlichen Kontaktlinse haben, da solche Volumen zu groß sind, um eine quantitative Messung des Übertragungsspektrums eines Infrarot-Lichtstrahles zu ermöglichen. Die Testergebnisse für kleine Volumen gemäß den Beispielen 1 bis 7 zeigen eindeutig die Parameter für eine erfolgreiche Photopolymerisation eines konventionellen Kontaktlinsenntaterials. Eine Reflektionstechnik, die das Infrarotlicht bei 1640 cm&supmin;¹ von den Massenproben, beschrieben in den Beispielen 8 und 9, reflektiert, kann verwendet werden, um die erfolgreiche Photopolymerisation dieser und anderer Massenproben von Kontaktlinsen zu bestimmen.

In Abbildung 11 wird das Absorptionsspektrum einer 1,4 mm dicken ausgehärteten Probe eines konventionellen Hydrogel-Kontaktlinsenmaterials dargestellt. Basierend auf dieser Kurve werden die optimalen Laserwellenlängen für das Aushärten bestimmt. Wie gezeigt ist Laserlicht über 380 nm nicht praktikabel, da nur eine kleine Fraktion absorbiert wird (8% über 1 mm Tiefe). Auf der kürzeren Wellenlängenseite absorbiert das Material stark ungefähr 300 nm und darunter, und so können nur sehr dünne Schichten mit diesen Wellenlängen ausgehärtet werden. Es scheint, daß die optimalen Laserwellenlängen für vollständige Photopolymerisation einer dicken Kontaktlinse (d.h. einer Linse mit einer Stärke, die größer ist als ungefähr 0,05 mm) sich in einem Bereich von ungefähr 300 nm bis ungefähr 380 nm befinden, und so sind die nützlichsten Laser wahrscheinlich die XeCl- und XeF-"excimer"- Laser (308 bzw. 351 nm) und der N&sub2;-Laser (337 mn).

Die untenstehende Tabelle 1 liefert eine summarische Auflistung experimenteller Daten bezüglich der Oberflächenaushärtungs- und Massenaushärtungseigenschaften einer Anzahl verschiedener Laser an Proben eines konventionellen Kontaktlinsenmonomergemisches. Die Proben wurden der gleichen Energie der betroffenen Laser ausgesetzt. Die Ergebnisse zeigen, daß Laserwellenlängen unter ca. 300 nm vorwiegend die Oberfläche des Linsenmaterials aushärten und Laserwellenlängen zwischen ca. 300 nm bis 400 nm vorwiegen die Masse der Kontaktlinsen aushärten.

TABELLE 1
gehärtet unter Argon Laser (nm) luftgehärtet Oberfl. Masse


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Aushärten eines photopolymerisierbaren Kontaktlinsenmaterials umfassend den Schritt der Bestrahlung des photopolymerisierbaren Kontaktlinsenmaterials mit pulsierter Laserstrahlung, die eine Wellenlänge von zwischen ungefähr 200nm bis ungefähr 400nm für ein vorbestimmtes Zeitprotokoll hat.

2. Vefahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem die Laserstrahlung eine Wellenlänge von zwischen ungefähr 300nm bis ungefähr 380nm hat.

3. Verfahren wie in Anspruch 1 oder 2 beansprucht, bei dem das Kontaktlinsenmaterial in einer sauerstoff-freien Umgebung bestrahlt wird.

4. Verfahren wie in Anspruch 1 oder 2 beansprucht, bei dem das Kontaktlinsenmaterial in Anwesenheit eines Gases bestrahlt wird, das bezüglich des Kontaktlinsenmaterials under den Aushärtungsbedingungen nicht reaktiv ist.

5. Verfahren wie in Anspruch 4 beansprucht, bei dem das Gas Argon oder Stickstoff ist.

6. Verfahren wie in einem der vorhergehenden Ansprüche beansprucht, bei dem das Kontaktlinsenmaterial während der Bestrahlung in einer Form gedreht wird.







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