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Dokumentenidentifikation DE69106771T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0456430
Titel Fliesenkelle.
Anmelder Rose, Derrick Dudley, London, GB
Erfinder Rose, Derrick Dudley, London, GB
Vertreter Neidl-Stippler und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69106771
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.05.1991
EP-Aktenzeichen 913040382
EP-Offenlegungsdatum 13.11.1991
EP date of grant 18.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse E04F 21/16
IPC-Nebenklasse B44D 3/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kelle zum Fliesenlegen.

Fliesenleger verwenden eine mit Vertiefungen versehene Kelle, um Kleber auf eine Oberfläche aufzubringen. Abhängig von der Oberfläche und der Art der verwendeten Fliese oder des Vinyls, ist eine unterschiedliche Schichtdicke Kleber erforderlich. Dazu benötigt der Fliesenleger einen Satz Kellen mit verschiedenen Zahngrößen für verschiedene Arbeiten. Eine Kelle mit verschiedenen Zahngrößen ist aus der GB-A-1318 493 bekannt. Der Bedarf an verschiedenen Größen bringt Nachteile mit sich.

Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile zu überwinden.

Erfindungsgemäß wird eine Kelle zum Aufbringen von Material auf eine Oberfläche, wobei die Kelle mehrere Kanten und mit den Ecken verbundene einstellbare Mittel zum Begrenzen der Höhe des auf die Oberfläche aufzubringenden Materials besitzt, wobei die Kanten und verstellbaren Mittel zusammenwirkende und verschiebbar verbundene plattenartige Teile, Vertiefungen mit entlang zweier benachbarter Kanten vorgesehenen einheitlichen Vertiefungen aufweisen, geschaffen, gekennzeichnet durch Mittel zur leichteren Bewegung eines der Teile diagonal zum anderen, wobei die Bewegung eines Teils zum anderen dazu dient, die Tiefe der Vertiefungen gleichzeitig an den einander benachbarten Kanten zu variieren, während gleichmäßige Vertiefungen entlang einander benachbarten Kanten vorliegen.

Bei einer Ausführungsform sind beide Teile gezahnt. Die Teile umfassen vorzugsweise zwei im wesentlichen rechteckige plattenähnliche Teile.

Für praktische Zwecke ist es vorteilhaft, wenn alle vier Kanten der Kelle gezahnt sind und vorteilhafterweise mit zwei oder mehreren gleichzeitig für verschiedene Aufgaben verfügbaren Zähnen verschiedener Größe versehen sind. Die Vertiefungen können rechtwinkelig, V-förmig oder in jeder anderen geeigneten Form sein, wobei Größen und Formen je nach Erfordernis kombiniert werden können. Die Vertiefungen können in dem Teil, der zum Kellengriff der Kelle fest ist und/oder im beweglichen Teil sein. Eine mit Vertiefungen versehene Klingenkonstruktion kann mit verschiebbar einstellbaren Tiefenmessern kombiniert werden, wodurch weitere Mittel zum Einstellen der Höhe des aufgebrachten Materials zur Verfügung gestellt sind.

Die Mittel zur Begrenzung der Schichtdicke des aufgebrachten Materials können in diskreten Einstellschritten verstellbar sein, sind aber vorzugsweise für einen flexiblen Einsatz über einen Bereich kontinuierlich verstellbar. Die verschiebbaren Einstellmittel sind vorzugsweise mit Befestigungsmitteln versehen, um ein Verrutschen zu verhindern, wenn die gewünschte Grenze für die Materialschichtdicke einmal eingestellt worden ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen unter Bezug auf die begleitende Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

- Figur 1 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Kelle; und

- Figur 2, 3 und 4 eine Draufsichten auf die in Figur 1 zur Erzeugung verschiedener Schichtdicken des Klebers eingestellt gezeigte Kelle.

Eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform ist in Figuren 1 bis 4 gezeigt. Eine Kelle für Fliesenleger zum Aufbringen von Kleber umfaßt eine obere Platte 4 mit einem Griff 1, und eine dazu verstellbare untere Platte 5. Zwei benachbarte Kanten 7 der oberen Platte sind mit großen rechtwinkelingen Vertiefungen 17 zum Verlegen von Bodennfliesen aus Keramik, und zwei benachbarte Kanten 6 sind mit für Wandfliesen aus Keramik geeigneten kleineren rechtwinkeligen Vertiefungen 16 versehen. Die untere Platte 5 besitzt keine Vertiefungen.

Die obere Platte 4 ist mit diagonalen Schlitzen 3 versehen. Die untere Platte 5 hat entsprechende kleinere Öffnungen 9. Beim Zusammensetzen werden die Öffnungen 9 in der unteren Platte 5 und die Schlitze 3 in der oberen Platte 4 ausgerichtet und durch Schrauben 8 und Flügelmuttern 2 locker gehalten. Dann kann die durch die Platten 4 und 5 vorgegebene Nutvertiefung durch Mittel zum Gegeneinander-Verschieben der Platten eingestellt werden, wobei sich die Schrauben 8 entlang der Schlitze 3 bewegen, während sie zu den Öffnungen 9 im wesentlichen stationär bleiben. Wenn die gewünschte Vertiefung erreicht ist, werden die Flügelmuttern 2 dort festgezogen, um die Platten zu befestigen.

Tiefenmesser 10 sind an der unteren Platte 5 verschiebbar, wobei der Tiefenmesser mit Schlitzen 11 zur Aufnahme der durch die Öffnungen 9 in der unteren Platte verlaufenden Befestigungsmittel versehen ist. Die Länge des Tiefenmessers 10 wird durch Verschieben zur Platte 5 verstellt, wobei sich die Schrauben 8 entlang der Schlitze bewegen. Flügelmuttern 2 werden festgezogen, um die Messvorrichtungen zu befestigen.

Figur 2 zeigt eine extreme Position der Einstellmittel mit am Ende der Schlitze 3 angeordneten Befestigungsmitteln. Die Platten sind so eingestellt, daß sie die für eine dicke Kleberschicht geigneten Vertiefungen 17 an den Kanten 7 vollständig zeigen.

Figur 3 zeigt eine Zwischeneinstellung, in der die Befestigungsmittel in einem mittleren Teil der Schlitze 3 liegen, so daß beide Vertiefungen 17 und 16 durch Platte 5 wirksam verkleinert sind, um eine geringere Schichtdicke des Klebers zu liefern.

Figur 4 zeigt lösbare, an Platte 5 befestigte Tiefenmesser 10, die von der Kante der Kelle herausragen, um eine sehr dicke Kleberschicht zu liefern.

Obwohl in diesem Beispiel die obere Platte mit Vertiefungen versehene Kanten hat, kann selbstverständlich die Kelle an der oberen Platte gerade Kanten und an der unteren Plattee entlang ihrer Kante oder Kanten Zähne haben.

In der gezeigten Ausführungsform sind vier Schlitze vorgesehen, aber eine Alternative bei der insbesondere der zusätzliche Tiefenmesser fehlt, besitzt zwei an gegenüberliegenden Seiten des Griffs angeordnete Schlitze.


Anspruch[de]

1. Kelle zum Aufbringen von Material auf eine Oberfläche, wobei die Kelle mehrere Kanten (6; 7) und mit den Ecken verbundene einstellbare Mittel zum Begrenzen der Höhe des auf die Oberfläche auf zubringenden Materials besitzt, wobei die Kanten und verstellbaren Mittel zusammenwirkende und verschiebbar verbundene plattenartige Teile (4; 5), Vertiefungen (16; 17) mit entlang zweier benachbarter Kanten (6; 7) vorgesehenen einheitlichen Vertiefungen, aufweisen, gekennzeichnet durch Mittel (3, 2, 8) zur leichteren Bewegung eines der Teile diagonal zum anderen, wobei die Bewegung eines Teils zum anderen dazu dient, die Tiefe der Vertiefungen gleichzeitig an den einander benachbarten Kanten zu variieren, während gleichmäßige Vertiefungen entlang einander benachbarten Kanten vorliegen.

2. Kelle nach Anspruch 1, wobei beide Teile gezahnt sind.

3. Kelle nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwei oder mehrere unterschiedliche Zahngrößen gleichzeitig für die entsprechenden Kanten zur Verfügung stehen.

4. Kelle nach irgendeinem der Ansprüche 1, 2 oder 3, wobei eines der Teile gegenüber dem Griff (1) der Kelle befestigt ist.

5. Kelle nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, wobei Befestigungsmittel (2, 8) zum selektiven Anbringen der beiden Teile zueinander vorgesehen sind, um die maximale Schichtdicke des aufbringbaren Materials einzustellen.







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