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Dokumentenidentifikation DE69107085T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0549650
Titel VORRICHTUNG FÜR DIE ABWASSERREINIGUNG.
Anmelder Frandsen, Aksel Sondergard, Skarup, DK
Erfinder Frandsen, Aksel Sondergard, Skarup, DK
Vertreter Meyer, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69107085
Vertragsstaaten CH, DE, ES, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.09.1991
EP-Aktenzeichen 919166090
WO-Anmeldetag 11.09.1991
PCT-Aktenzeichen DK9100263
WO-Veröffentlichungsnummer 9204959
WO-Veröffentlichungsdatum 02.04.1992
EP-Offenlegungsdatum 07.07.1993
EP date of grant 25.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse B01D 17/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einer Vorrichtung für die Abwasserreinigung.

Es sind sogenannte Reinigungs-/Sedimentationssysteme bekannt, wo die Reinigung dadurch geschieht, dass sich suspendierter Schlamm niederfällt. Solche Systeme haben den Nachteil, dass die Reinigung sehr lange dauert. Ferner werden die Stoffe, deren spezifisches Gewicht nicht wesentlich von dem des Wassers abweicht, sich nicht niederschlagen, sondern mit dem Wasser abgeführt.

Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung für die Abwasserreinigung anzuweisen, die die Nachteile der bekannten Reinigungsvorrichtungen vermeidet. Von US-A-4 855050 ist eine Vorrichtung für die Abwasserreinigung bekannt, die eine Anzahl Rohrstücke umfasst, die schichtweise und spiralig um ein Zentralrohr gewunden sind.

Dies wird dadurch erreicht, dass die Reinigungsvorrichtung, wie im kennzeichnenden Teil des Anspruch 1 angegeben, ausgeformt wird.

Damit wird eine schnelle und effektive Abwasserreinigung erzielt, sowohl im Hinblick auf Unreinheiten, die niedrigeres, höheres als auch annähernd das gleiche spezifische Gewicht haben wie Wasser. Ferner hat die der Erfindung entsprechende Vorrichtung einen wesentlich kleineren Umfang als bekannte Anlagen.

Durch das im Anspruch 2 behandelte, demzufolge sich die Rohre wellen, wird erreicht, dass die Vorrichtung der Erfindung entsprechend einen kleinst möglichen Umfang hat.

Anspruch 3 betrifft eine besondere Betriebsform für die der Erfindung entsprechende Vorrichtung.

Anspruch 4 betrifft eine andere Betriebsform für die der Erfindung entsprechende Vorrichtung.

Anspruch 5 betrifft eine erste Ausführungsform für eine der Erfindung entsprechende Reinigungsvorrichtung, die dazu geeignet ist, Abwasser von Unreinheiten zu reinigen, die leichter sind als Wasser, z.B. Öl.

Anspruch 6 betrifft eine zweite Ausführungsform für die der Erfindung entsprechende Vorrichtung, derzufolge das Rohrsystem sowohl in der Innenseite als auch an der Aussenseite von Wasser durchströmt wird.

Anspruch 7 betrifft ein vorgezogenes Gebiet für Oberflächenbelastung in einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung, wenn diese als Ölabscheider verwendet wird.

Anspruch 8 betrifft eine dritte Ausführungsform für die der Erfindung entsprechende Vorrichtung, die sich besonders für die Reinigung von Abwasser eignet, wo die Unreinheiten annähernd dasselbe oder grösseres spezifisches Gewicht haben als Wasser.

Die Erfindung soll im Folgenden unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert werden. Hier zeigt

Fig. 1 eine Batterie einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung in Perspektive,

Fig. 2 schematisch einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung,

Fig. 3 schematisch einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung, und

Fig. 4 schematisch einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform der Erfindung.

Wie die Fig. 1 zeigt, besteht eine Batterie 1 für eine der Erfindung entsprechenden Vorrichtung aus einer Anzahl Rohrstücke 2, die schichtweise und spiralig um ein Zentralrohr 3 gewunden sind.

Die Rohrenden 4,5 und das Zentralrohr 3 sind wasserdicht an zwei Endplatten, 6 bzw. 7 montiert.

Die Batterie 1 ist, wie in Fig. 24 gezeigt, so in einem Behälter 8 angebracht, dass die Endplatten 6,7 sich wasserdicht an die innere Seitenwand des Behälters 8 anfügen. Die Batterie 1 ist wie gezeigt so im Behälter 8 angebracht, dass über der Batterie 1 ein Reservoir 9 ist und unter der Batterie eine Kammer 10, die wie in Fig. 4 gezeigt, wie ein Reservoir ausgeformt sein kann.

Der Wasserwiderstand in den Rohren 2 ist so der Schubkraft über der Vorrichtung angepasst, dass alle Rohrmündungen 11 von einem Wasserspiegel gedeckt sind. Dadurch wird eine gleichmässige Wasserverteilung an alle Rohre 2 erreicht.

Ferner wird die durchströmende Wassermenge O m3/h dem gesamten bestrichenen Oberflächenareal, F m2, der Rohre 2, in Abhängigkeit von der Affinität der Unreinheiten mit Wasser, angepasst.

Bei einer Oberflächenbelastung von Q/F = 0,015 m/h kann das Abwasser von mechanisch und chemisch emulgiertem Öl gereinigt werden.

Bei einer Oberflächenbelastung von Q/F = 15,0 m/h kann das Abwasser von nichtemulgiertem Öl gereinigt werden.

Bei Abwasserreinigung von emulgiertem Öl kann 90 % des Öls abgeschieden werden, wo sich bei bekannten Ölabscheidern höchstens 30-40 % niederschlagen.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung wird dem Reservoir 9 durch eine Leitung 12 ungereinigtes Abwasser zugeführt. Das Wasser läuft durch die Rohre 2 und wird unten in der Kammer 10 in das Zentrakohr 3 geleitet, von dessen Spitze gereinigtes Abwasser durch ein Abflussrohr 13 abgeleitet wird.

Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform ist als Ölabscheider geeignet. Das Öl perlt und steigt gegen den Strom nach oben, wo es sich an der Oberfläche sammelt und abgeschöpft oder auf andere Weise entfernt werden kann.

Die in Fig. 3 genannte Ausführungsform kann auch als Öläbscheider verwendet werden.

Das Zentralrohr 3 ist hier ganz zur Spitze des Reservoirs 9 geführt, das somit in eine äussere, ringförmige Zone und eine innere Zone, im Rohr 3, aufgeteilt wird.

Das Wasser wird zur äusseren Zone durch eine Leitung 12 geführt. Wenn die Vorrichtung im Betrieb ist, ist das Reservoir 9 annähernd mit Wasser gefüllt. Das Wasser wird durch die Rohre 2 in eine untere Kammer 10 geführt, wovon es durch die Öffnungen 14 in den untersten Rohrboden 7 geleitet wird.

Von hier wird das Wasser durch die Batterie 1 auf der Aussenseite der Rohre 2 und durch die Öffnungen 15 oben in das Zentralrohr geleitet, welches unten mit einer Platte 16 verschlossen ist. Das Wasser wird nach unten zur Platte 16 geleitet und von dort durch die Leitung 13 hinaus. Die Rohrmündung 17 ist etwas oberhalb der Platte 16 angebracht. Die Leitung 13 funktioniert so zusammen mit dem Zentralrohr 3 wie eine Wassersperre.

Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform geschieht eine erste Abscheidung des Öls in den Rohren 2, wobei das Öl an der Wasseroberfläche, in der äusseren, ringförmigen Zone des Reservoirs 9, gesammelt wird, und eine zweite Abscheidung des Öls an der Aussenseite der Rohre 2. Dieses zweite Öl wird durch die Öffnungen 15 geleitet und an der Wasseroberfläche in der inneren Zone im Rohr 3 abgeschieden.

Bei den in Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsformen der Erfindung ist der Wasserstrom durch die Vorrichtung kontinuierlich.

Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist der Wasserstrom durch die Vorrichtung diskontinuierlich.

Die Vorrichtung kann wie in EP-A-0410923 beschrieben nach dem N-Pumpen-Prinzip aufgebaut sein.

Das oberste Reservoir 9 ist oben mit einer Kappe 18 verschlossen. Das Reservoir kan mit Hilfe eines Gebläses 19 unter Druck gesetzt werden, welches mittels einer Leitung 20, die in die Kappe 18 einmündet, mit dem Reservoir verbunden ist und es kann mit Hilfe eines Entlüftungsventils 21, z.B. einem Magnetventil, das durch eine Leitung 22, die in die Kappe 18 einmündet, mit dem Reservoir verbunden ist, entlüftet werden.

Wenn das System entlüftet ist, wird Wasser, z.B. von einer Kläranlage, durch eine Anschlussleitung 12 geführt, die durch eine T-Verbindung 23 mit einem ersten Rohr 24 verbunden ist, das in dem Zentralrohr 3 montiert ist und ein Stück in das Reservoir 10 hinuntergeführt ist. Das Wasser wird danach durch die Rohre 2 in die Batterie 1 hochgepresst und läuft durch die Öffnungen 25 über eine Zwischenplatte 26 zur obersten Rohrmündung 27 im Rohr 13.

Wenn das System unter Druck gesetzt wird, indem das Ventil 21 geschlossen und das Gebläse 19 aktiviert wird, wird das Wasser vom Reservoir 9 durch die Rohre 2 in die Batterie 1 gepresst. Dieses Wasser wird den Schlamm losreissen, der sich an der inneren Oberfläche der Rohre 2 gelagert hat. Der losgerissene Schlamm folgt dem Wasserstrom und lagert sich am Boden des Reservoirs 10 ab, wovon er durch ein Abflussrohr 28 entfernt werden kann.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung für die Abwasserreinigung, welche eine Anzahl Rohrstücke (2) umfasst, die schichtweise und spiralig um ein Zentralrohr (3) gewunden sind,dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrenden (4,5) und das Zentralrohr (3) wasserdicht an zwei Endplatten (6,7) montiert sind, so dass sie zusammen eine Batterie (1) bilden, die in einem äusseren Behälter (8) so angebracht ist, dass die Endplatten (6,7) sich wasserdicht an die innere Seitenwand des Behälters anfügen, und dass im Behälter (8) über und unter der Batterie (1) eine Kammer oder ein Reservoir (9,10) ist, wobei dem einen das Abwasser zufliesst und dem anderen gereinigtes Abwasser abläuft, dass der Wasserwiderstand in den Rohren (2) der Schubkraft über der Vorrichtung angepasst ist, dass alle Rohrmündungen (11) von einem Wasserspiegel gedeckt sind, wodurch eine gleichmässige Wasserverteilung an alle Rohre (2) erreicht wird, und dass die durchströmende Wassermenge, Q m3/h, dem gesamten bestrichenen Oberflächenareal, F m2, der Rohre (2), in Abhängigkeit von der Affinität der Unreinheiten mit Wasser, angepasst wird.

2. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (2) sich wellen.

3. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstrom durch die Vorrichtung kontinuierlich ist.

4. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstrom durch die Vorrichtung intermittent ist.

5. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1-3 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser den obersten Enden der Rohre (2) zugeleitet wird, und dass der Behälter (8) mit einem oberen Reservoir (9) über der Endplatte (6) ausgestattet ist, welches Reservoir (9) entweder oben offen oder mit einer Platte verschlossen sein kann, so dass das Zentralrohr (3) mit der untersten Endplatte (7) eine Wassersperre bildet.

6. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1-3 und 5 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass die unterste Endplatte (7) mit Öffnungen (14) versehen ist, und dass das Zentralrohr (3) oben, unterhalb der obersten Endplatte (6), mit Öffnungen (15) versehen ist, und unten mit einer Platte (16) verschlossen wird, wobei ein Abflussrohr (13) für Abwasser durch das Zentralrohr (3) geführt ist, so dass sich die Rohrmündung (17) etwas oberhalb der Platte (16) des Zentralrohres befindet.

7. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1-3, 5 und 6 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Oberflächenbelastung Q/F im Gebiet 0,015 bis 15,0 m/h befindet.

8. Vorrichtung für die Abwasserreinigung dem Anspruch 1 und 4 entsprechend, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (8) mit einem oberen (9) und unterem Reservoir (10) ausgestattet ist, dass im Zentralrohr (3) ein Rohr (24) zwecks Zufuhr von Abwasser zum Reservoir (10) und ein anderes Rohr (13) zwecks Abfuhr von gereinigtem Abwasser montiert ist, das von dem oberen Reservoir (9) zu einer oberen Rohrmündung (27) im Rohr (13) durch Öffnungen (25) ins Zentralrohr (3) geleitet wird, wobei am Boden des unteren Reservoirs (10) ein Abflussrohr (28) montiert ist zwecks Transport von Klärschlamm.







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