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Dokumentenidentifikation DE3819695C2 05.10.1995
Titel Einrichtung zum Feststellen des Durchlaufs einzelner und sich überlagernder Blätter längs eines Förderweges
Anmelder AT&T Global Information Solutions International Inc. (n.d.Ges.d. Staates Delaware), Dayton, Ohio, US
Erfinder Milne, Douglas Leslie, West Ferry, Dundee, GB
Vertreter Kahler, Käck & Fiener, 87719 Mindelheim
DE-Anmeldedatum 09.06.1988
DE-Aktenzeichen 3819695
Offenlegungstag 22.12.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.10.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.1995
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G07D 3/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Feststellen des Durchlaufs einzelner und sich überlagender Blätter längs eines Förderweges gemäß den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Bei einem Geldausgabemechanismus eines Bankschalterautomaten (ATM) ist es wichtig, eine einfache und zuverlässige Einrichtung zum Feststellen vorzusehen, wenn eine Banknote auf ihrem Weg von einem Geldvorratsbehälter zu einem Notenausgabeschlitz über einer anderen liegt, da eine derartige Überlagerung zu einem unerwünschten Ergebnis führen kann, insbesondere zur Ausgabe eines zu großen Geldbetrages. Der Einfachheit halber seien zwei oder mehrere Blätter oder Banknoten, die in eine übereinanderliegende Beziehung gekommen sind, als Mehrfachblatt oder Mehrfachbanknote bezeichnet.

Eine bekannte Einrichtung zum Feststellen des Durchlaufs von Mehrfachbanknoten längs eines Förderweges verwendet ein Paar Meßrollen, zwischen denen im Betrieb die Banknoten gefördert werden. Läuft eine Mehrfachbanknote (oder eine übermäßig dicke Banknote) zwischen den Rollen hindurch, dann wird die Achse einer der Rollen um ein derartiges Ausmaß versetzt, daß eine Notenzurückweisungsvorrichtung tätig wird, die die Noten bzw. die Note in einen Zurückweisungsbehälter umleitet. Ein Problem hat sich bei den bekannten Einrichtungen dahingehend gezeigt, daß die Einrichtung nicht zwischen Mehrfachnoten und einer einzigen Note mit einer örtlich begrenzten Verdickung unterscheiden kann, die beispielsweise von einem Knittern oder einer Falte in der Note oder dem Anbringen eines zusätzlichen Objekts, etwa eines Klebestreifens, herrühren kann. Die bekannte Einrichtung neigt deshalb dazu, übermäßig viele Banknoten zurückzuweisen. Dies führt bei der Verwendung einer derartigen Einrichtung in einem Geldausgabemechanismus eines ATM zu erhöhten Wartungskosten, da die Zurückweisung einer überhöhten Anzahl von Banknoten die Zeitdauer verringert, zwischen der aufeinanderfolgend ein Nachfüllen der Automaten mit Banknoten erfolgen muß.

Die GB-OS 2 001 038 A offenbart eine Einrichtung, die versucht, dieses Problem zu beseitigen. Hierbei wird ein Dickensensor verwendet, der einen Abschnitt einer Banknote mißt und ein Digitalsignal, abhängig von der Banknotendicke, abgibt, beispielsweise ein logisches 1-Signal unter Ansprechen auf eine Mehrfachnotendicke und ein logisches 0-Signal unter Ansprechen auf eine Einzelnotendicke. Das digitale Ausgangssignal des Dickensensors wird einer Integratorschaltung zugeführt, die dieses Ausgangssignal praktisch über die gesamte Länge des gemessenen Notenabschnitts integriert. Das Ausgangssignal der Integratorschaltung wird mit einem Bezugssignal verglichen, um festzustellen, ob die gemessene Banknote eine Mehrfachbanknote oder eine Einzelbanknote ist. Obwohl diese bekannte Einrichtung zwischen einer Mehrfachbanknote und einer Einzelbanknote unterscheiden kann, die örtlich begrenzte Flächen einer erhöhten Dicke aufweist, die beispielsweise von Schmutz oder Knittern herrührt, kann die Einrichtung nicht die Anzahl von Banknoten bestimmen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt abgetastet werden. So kann beispielsweise die Einrichtung nicht unterscheiden zwischen zwei überlagerten Banknoten und drei überlagerten Banknoten.

Eine Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 ist aus der DE 32 00 364 A1 bekannt, wobei das Vorliegen von keiner, einer oder zwei und mehr Banknoten festgestellt wird. Auch diese Einrichtung ist jedoch nicht in der Lage, eine Unterscheidung zwischen zwei und drei Banknoten zu liefern.

Aus der DE 32 35 235 A1 ist weiterhin bekannt, jeder Banknote einen Bezugswert zuzuordnen, so daß die tatsächliche Anzahl der Banknoten bestimmt werden kann. Dabei wird aber der prozentuale Längenanteil mit einfach, zweifach usw. gemessener Banknotendicke addiert und die sich daraus ergebende Summe mit den auf die Normalbanknotenlänge bezogenen Bezugswerten verglichen, so daß zur Auswertung der Meßsignale eine Reihe von Rechenoperationen erforderlich ist.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungsgemäßen Einrichtung auf einfache Weise die Ermittlung der tatsächlichen Anzahl sich überlagernder Blätter zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einer Einrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.

Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen bei einem Geldausgabemechanismus eines Bankschalterautomaten näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Ansicht von vorn auf eine Banknotenabtastvorrichtung, die in einer Banknoten-Feststelleinrichtung gemäß der Erfindung verwendet wird,

Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Banknotenabtastvorrichtung der Fig. 1 längs der Linie 2-2 der Fig. 1,

Fig. 3 eine schematische Ansicht eines Teiles eines Geldausgabemechanismus, in dem die Banknotenabtastvorrichtung gemäß den Fig. 1 und 2 verwendet wird,

Fig. 4A und 4B zusammen ein Schaltbild von Vorrichtungen zum Erzeugen eines Bezugsintegrationswertes und eines abgetasteten Banknotenintegrationswertes, wie sie beim Betrieb der Banknoten-Feststelleinrichtung verwendet werden,

Fig. 5A bis 5D grafische Darstellungen zur Erläuterung der Arbeitsweise der Banknoten- Feststelleinrichtung und

Fig. 6 ein Blockschaltbild der Banknoten- Feststelleinrichtung und zugeordneter Teile des Geldausgabemechanismus.

Gemäß Fig. 1 und 2 enthält eine Banknotenabtastvorrichtung 10 einer Banknoten-Feststelleinrichtung eine Stahlrolle 12 mit fester Rotationsachse und eine damit zusammenarbeitende Stahlrolle 14 mit beweglicher Rotationsachse, wobei der Durchmesser der Rolle 12 genau zweimal so groß als derjenige der Rolle 14 ist. Wie aus der späteren Beschreibung hervorgeht, wird die Rolle 14 federnd in Anlage mit der Rolle 12 gedrückt und Banknoten 16 (vgl. Fig. 3) eines vorbestimmten Betrages laufen im Betrieb zwischen den Rollen 12 und 14 hindurch, wobei sich die Längendimension jeder Note 16 parallel zur Achse der Rolle 12 erstreckt.

Die Rolle 12 ist an einer Antriebswelle 18 angebracht, die sich drehbar zwischen zwei Seitenrahmenelementen 20 und 22 erstreckt. Die Rolle 14 ist drehbar an einer starren Stange 24 befestigt, die in Abwesenheit einer Banknote 16 zwischen den Rollen 12 und 14 sich parallel zur Antriebswelle 18 erstreckt. Die Rolle 14 wird im Betrieb durch ihre federnde Anlage zur Rolle 12 bzw. zu einer zwischen den Rollen 12 und 14 hindurchlaufenden Banknote in Rotation versetzt. Das rechte Ende (mit Bezug auf Fig. 1) der Stange 24 ist mittels einer Schraube 26 an einer schmalen Platte 28 aus Kunststoff befestigt, die im wesentlichen parallel zu dem Seitenrahmenelement 22 angeordnet ist. Die Enden der Platte 28 sind an dem Seitenrahmenelement 22 mittels Bolzen 30 befestigt, wobei die Platte 28 von der Innenfläche des Seitenrahmenelements 22 durch Abstandselemente 32 in Abstand gehalten wird.

Ein Verbindungselement 34 ist schwenkbar an einem an der Innenfläche des Seitenrahmenelements 20 befestigten Stift 36 angebracht. Das von der Platte 28 entfernte Ende der Stange 24 wird durch das Verbindungselement 34 abgestützt und verläuft mit Paßsitz durch eine kreisförmige Öffnung 38, die oberhalb des Stifts 36 in dem Verbindungselement 34 ausgebildet ist. Das Verbindungselement 34 ist mit einem sich vertikal erstreckenden Anker 40 eines linear variablen Differenztransformators (LVDT) 42 über einen Arm 44 verbunden, der einstückig mit dem Verbindungselement 34 ausgebildet ist und sich von diesem im wesentlichen horizontal erstreckt. Der LVDT 42 ist an einer Klammer 46 angebracht, die an dem Seitenrahmenelement 20 befestigt ist, und das freie Ende des Arms 44 ist mittels einer Feder 48 mit einem Stift 50 verbunden, der an dem Seitenrahmenelement 20 befestigt ist, wobei die Feder 48 dazu dient, die Anordnung des Verbindungselements 34 und des Arms 44 in Gegenuhrzeigerrichtung (Fig. 2) um den Stift 36 zu ziehen. Die Platte 28 besitzt eine gewisse ihr innewohnende Flexibilität, die dazu führt, daß die Stange 24 um ein gewisses Ausmaß um einen Punkt schwenkbar ist, der im wesentlichen in der Mitte der Platte 28 liegt. Normalerweise wird die Rolle 14 in Anlage zu der Rolle 12 unter der Wirkung der Feder 48 gedrückt. Laufen eine oder mehrere Banknoten zwischen den Rollen 12 und 14 hindurch, dann ergibt sich eine Schwenkbewegung der Stange 24 in einer Richtung, derart, daß das linke Ende (Fig. 1) der Stange von der Antriebswelle 18 wegbewegt wird. Diese Schwenkbewegung der Stange 24 bewirkt eine Schwenkbewegung des Verbindungselements 34 in Uhrzeigerrichtung (Fig. 2), um den Stift 36 gegen die Wirkung der Feder 48 mit der Folge, daß diese Bewegung des Verbindungselements 34 eine Abwärtsbewegung des Ankers 40 des LVDT 42 über den Arm 44 bewirkt. Sobald die Banknote(n) die Engstelle zwischen den Rollen 12 und 14 verläßt, bringt die Feder 48 die Stange 24 in ihre Ruheposition, wobei die Rolle 14 in Anlage mit der Rolle 12 ist, und sie bewegt den Anker 40 nach oben zurück in die Ruheposition mittels des Arms 44. Es ist zu bemerken, daß die Art der Führung des Ankers 40 in dem Gehäuse 51 des LVDT 42 eine Übersetzung der Winkelbewegung des Armes 44 in eine Auf- und Abbewegung des Ankers 40 über die geringe Schwenkbewegung der Stange 24 erlaubt.

Die Bewegung von Banknoten in Aufwärtsrichtung zwischen den Rollen 12 und 14 wird erreicht mittels Paaren von zusammenarbeitenden Gummiförderrollen 52 und 53, die auf Wellen 54 angebracht sind, welche sich drehbar zwischen den Seitenrahmenelementen 20 und 22 erstrecken. Die Förderrollen 52 und 53 und die Antriebswelle 18 für die Rolle 12 werden über ein nicht gezeigtes Getriebe von einem Elektromotor 56 (Fig. 6) angetrieben. Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, sind die Förderrollen 52 unterhalb der Rollen 12 und 14 angebracht und die Förderrollen 53 liegen oberhalb der Rollen 12 und 14.

Eine Zeitgabescheibe 58 ist an demjenigen Ende der Antriebswelle 18 angebracht, das über das Seitenrahmenelement 22 übersteht, wobei die Zeitgabescheibe 58 eine Reihe von 36 radial verteilten, nicht sichtbaren Markierungen aufweist, die um die Achse der Welle 18 gleichmäßig verteilt sind. Die Zeitgabescheibe 58 arbeitet mit einem optischen Sensor 60 zusammen, der an dem Seitenrahmenelement 22 angebracht ist. Im Betrieb erzeugt der Sensor 60 eine Reihe von Zeitgabeimpulsen unter Ansprechen auf das Abfühlen von Markierungen auf der Zeitgabescheibe 58. Ein weiterer optischer Sensor 62 ist an einem an dem Seitenrahmenelement 22 befestigten Bügel 64 angebracht und dient dazu, die Annäherung einer Banknote an die Engstelle der Rollen 12 und 14 abzufühlen.

Gemäß Fig. 3 ist die Banknotenabtastvorrichtung 10 in einem Geldausgabemechanismus 66 eines Bankschalterautomaten (ATM) angeordnet. Der Geldausgabemechanismus 66 enthält eine Geldkassette 68 mit einem Stapel von Banknoten 16 vorbestimmten Wertes, wobei die entsprechenden Längskanten auf der Basis 69 der Kassette 68 ruhen. Der Kassette 68 ist eine Greifvorrichtung 70 zugeordnet. Sind eine oder mehrere Banknoten 16 aus der Kassette 68 im Laufe eines Geldausgabevorgangs auszugeben, dann wird die Greifvorrichtung 70 im Uhrzeigersinn geschwenkt, so daß der untere Teil der ersten Banknote 16 in dem Stapel aus der Kassette 68 herausgezogen und in eine Position gebracht wird, in der die Vorderkante dieser Note zwischen den gekrümmten Umfang einer Greifrolleneinrichtung 72 mit D-förmigem Querschnitt und dem Umfang einer damit zusammenarbeitenden Rollenvorrichtung 74 gebracht wird. Die erste Banknote wird aus der Kassette 68 durch die Rollenvorrichtungen 72 und 74 herausgefördert und mittels einer Rolle 78 und einer Führungseinrichtung 80 längs eines Förderweges 76 geleitet bis die Vorderkante der Note von den Förderrollen 52 ergriffen wird.

Jede aus der Kassette 68 herausgezogene Banknote 16 wird mittels der Förderrolle 52 zur Engstelle zwischen den Rollen 12 und 14 geleitet und nach Durchlauf zwischen diesen Rollen 12 und 14 normalerweise mittels der Förderrollen 53 zu einem üblichen Stapelrad 82 gefördert, das im Betrieb dauernd in Gegenuhrzeigerrichtung rotiert. Das Stapelrad 82 weist eine Vielzahl von Stapelplatten 84 auf, die in Abstand und parallel zueinander um eine Stapelradwelle 86 angeordnet sind, wobei jede Stapelplatte 84 eine Reihe gekrümmter Zungen 88 besitzt. Das Stapelrad 82 ist einer Abstreifplatte 90 zugeordnet, die kammförmig ausgebildet ist, und die Zungen 88 jeder Stapelplatte 84 laufen zwischen den benachbarten Zähnen der Abstreifplatte 90 hindurch. Im Betrieb läuft jede von den Förderrollen 53 zum Stapelrad 82 beförderte Banknote 16 zwischen benachbarte Zungen 88 der Stapelplatten 84 ein (Fig. 3) und wird teilweise um die Achse des Stapelrades 82 befördert. Die Banknote 16 wird dann mittels der Abstreifplatte 90 von dem Stapelrad 82 abgestreift und gegen ein normalerweise stillstehendes Förderband 92 gestapelt, wobei eine Längskante der Banknote 16 gegen die Abstreifplatte 90 anstößt. Wenn ein Bündel von Banknoten 16&min; (oder möglicherweise auch nur eine einzige Banknote) an einen Benutzer des ATM auf Anforderung einer Geldausgabe auszugeben ist und auf dem Förderband 92 gesammelt wurde, wird das Förderband 92 mittels eines nicht gezeigten eigenen Motors in Bewegung versetzt, so daß das Bündel von Banknoten 16&min; in Richtung eines nicht gezeigten Geldausgabeschlitzes gefördert wird.

Eine Weiche 94 ist auf einer Welle 96 oberhalb der Banknotenabtasteinrichtung 10 in Zuordnung zu den Förderrollen 53 angebracht. An der Welle 96 ist das eine Ende eines Arms 98 befestigt, dessen anderes Ende schwenkbar mit einem Anker 100 eines Elektromagneten 102 verbunden ist. Wie noch zu beschreiben ist, wird der Elektromagnet 102 unter Ansprechen auf die Banknoten-Feststelleinrichtung erregt, wenn diese eine ungültige Einzelnote oder eine Mehrfachnote feststellt, wenn diese durch die Banknotenabtastvorrichtung 10 läuft. Die Anordnung ist derart getroffen, daß der Elektromagnet 102 im nicht erregten Zustand die Weiche 94 in die in Fig. 3 in durchgezogener Linie gezeigte Position außerhalb des Förderweges 76 der Banknoten 16 von der Führungsrolle 78 zum Stapelrad 82 hält. Wird der Elektromagnet 102 erregt, dann legt der Anker 100 die Weiche 94 unter Schwenken mittels des Armes 98 und der Welle 96 in Uhrzeigerrichtung in die in strichpunktierter Linie in Fig. 3 gezeigte Stellung um, in der die Weiche 94 im Förderweg 76 zum Liegen kommt. Befindet sich die Weiche 94 in dieser Position, dann dient die Weiche 94 dazu, ungültige Banknoten zu den Förderrollen 104 umzuleiten, die die Banknoten in einen Zurückweisungsbehälter 106 befördern, wobei die Banknoten durch einen Schlitz 108 in den Behälter 106 laufen.

Neben dem optischen Sensor 62, der die Annäherung einer Banknote 16 zur Engstelle der Rollen 12 und 14 feststellt, enthält der Geldausgabemechanismus 66 einen optischen Sensor 110 zum Feststellen, wenn eine Banknote 16 aus der Kassette 68 durch die Greifvorrichtung 70 und die zugeordneten Rollenvorrichtungen 72 und 74 herausgezogen wurde.

Es wird nun auf die Fig. 4A und 4B Bezug genommen, aus denen hervorgeht, daß der LVDT 42 mit einer LVDT- Signalverarbeitungsschaltung 112 verbunden ist, wie sie beispielsweise als Bauteil NE 5521 von der Firma Mullard Limited, London, bezogen werden kann. Eine derartige Signalverarbeitungsschaltung 112 hat bekanntlich die Form einer integrierten Schaltung mit einem Sinuswellenoszillator mit niedriger Verzerrung und stabiler Amplitude, dessen Frequenz zum Treiben der Primärwicklung des LVDT 42 programmierbar ist, einen synchronen Demodulator zum Umwandeln der LVDT-Ausgangsamplitude und -phase in eine Positionsinformation und einen Ausgangsverstärker zum Verstärken und Filtern des demodulierten Signals. Ein Kondensator 114 und ein Widerstand 116 halten die Modulationsfrequenz der Primärwicklung des LVDT 42 auf 14 kHz. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungsschaltung 112 tritt auf einer Ausgangsleitung 118 auf, die über ein Tiefpaßfilter, bestehend aus den Kondensatoren 120 und 122 und den Widerständen 124 und 126 (Fig. 4A), mit dem Demodulatorausgang der Signalverarbeitungsschaltung 112 verbunden ist. Der Verstärkungsfaktor des Ausgangssignals der Signalverarbeitungsschaltung 112 wird durch Widerstände 128 und 130 bestimmt. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ändert sich die auf Leitung 118 auftretende Ausgangsspannung zwischen +5 V bis -5 V, wobei sich der Anker 40 in dem LVDT 42 aus seiner obersten in seine unterste Position bewegt.

Die Ausgangsleitung 118 der Signalverarbeitungsschaltung 112 ist mit dem negativen Anschluß eines Differenzverstärkers 132 über einen Widerstand 134 verbunden, wobei dieser Anschluß auch über einen Widerstand 136 an eine Ausgangsleitung 138 des Differenzverstärkers 132 angeschlossen ist. Der positive Anschluß des Verstärkers 132 ist über einen Widerstand 140 mit Masse und mit einem Widerstand 142 mit einer +7,5 V- Spannungsversorgung verbunden. Der Differenzverstärker 132 dient dazu, das +5-V- bis -5-V-Ausgangssignal der Signalverarbeitungsschaltung 112 in eine 0- bis +10-V-Schwankung auf Leitung 138 umzuwandeln. Die Leitung 138 ist über einen Spannungsteiler aus Widerständen 140 und 142 und einem RC-Filter aus einem Widerstand 144 und einem Kondensator 146 mit dem positiven Anschluß eines Operationsverstärkers 148 verbunden, dessen negativer Anschluß an eine Ausgangsleitung 150 des Verstärkers 148 angeschlossen ist. Der Spannungsteiler 140, 142 dient zur Begrenzung der Ausgangsschwankung des Verstärkers 132 auf einen Wert zwischen 0 und +5 V und die Kombination aus dem RC-Filter 144, 146 und dem Operationsverstärker 148 dient als Tiefpaßfilter zum Entfernen des Einflusses der mechanischen Niederfrequenzschwingungen des LVDT-Ankers 40 aufgrund des Einflusses der Rückholfeder 48 (Fig. 1 und 2). Es zeigt sich somit, daß das auf Leitung 150 auftretende Signal eine Gleichspannung zwischen 0 und +5 V ist, die linear mit der Bewegung des Ankers 40 in den LVDT 42 und aus diesem heraus schwankt, was einer linearen Änderung mit der Winkelbewegung der Achse der Rolle 14 zur Achse der Rolle 12 hin und von dieser weg entspricht (Fig. 1-3).

Die Leitung 150 führt zu einem Eingangsanschluß 152 eines elektronischen Schalters 154, der Teil einer Spannungsintegratorschaltung 156 ist. Der Schalter 154 besitzt auch einen mit Masse verbundenen Anschluß 158 sowie einen Anschluß 160, der selektiv mit dem Anschluß 152 oder dem Anschluß 158 unter der Steuerung eines Signals verbindbar ist, das an einen Steueranschluß 162 des Schalters 154 angelegt wird. Die Anschlüsse 158 und 160 sind entsprechend über Widerstände 164 und 166 mit der positiven bzw. negativen Eingangsklemme eines Operationsverstärkers 168 verbunden. Ein zweiter elektronischer Schalter 170 ist in der Integratorschaltung 156 enthalten und besitzt einen Anschluß 172, der wahlweise mit einem Anschluß 174 oder einem erdfreien Anschluß 176 unter Steuerung eines an einen Steueranschluß 178 des Schalters 170 angelegten Signals verbindbar ist. Der negative Eingang des Operationsverstärkers 168 ist mit einer Ausgangsleitung 180 des Verstärkers 168 über einen Kondensator 182 verbunden. Ist der Schalter 170 in der geschlossenen Stellung, d. h. daß der Anschluß 172 mit dem Anschluß 174 verbunden ist, dann liegt ein Widerstand 184 über dem Kondensator 182 und entlädt diesen. Ist die Integratorschaltung 156 nicht in Betrieb, dann ist der Anschluß 160 mit dem Anschluß 158 dadurch verbunden, daß das Steuersignal auf hohem Wert ist und der Schalter 170 wird mittels des Steuersignals auf niedrigem Wert in geschlossenem Zustand gehalten. Die Ausgangsspannung auf der Leitung 180 ist zu diesem Zeitpunkt dann Null. Bei einer Integration der auf der Leitung 150 auftretenden Spannung wird der Schalter 170 durch Umschalten des Anschlusses 172 zu einer Verbindung zum Anschluß 176 mittels des hohen Steuersignals geöffnet und dann wird der Anschluß 160 mit dem Anschluß 152 durch das niedrige Steuersignal verbunden. Im Verlauf einer Spannungsintegration wird das Steuersignal auf niedrigem Wert für eine vollständige Umdrehung der großen Rolle 12 gehalten, wobei die Integration dadurch beendet wird, daß das Steuersignal den hohen Wert annimmt. Es zeigt sich somit, daß die mittels der Integratorschaltung 156 erzeugte und in dem Kondensator 182 gespeicherte integrierte Spannung Vo der Gleichung genügt



wobei

Vi die Spannung auf Leitung 150 ist,

t&sub1; bis t&sub2; die Länge der Integrationsperiode darstellt,

R den Wert des Widerstands 166 bedeutet,

C der Wert des Kondensators 182 ist und

K eine Konstante ist, die von der Anfangsposition des LVDT- Ankers 40 abhängt.

Die auf der Ausgangsleitung 180 der Integratorschaltung 156 auftretende Schaltung wird mittels eines Inverters 185 invertiert und dann an einen Analog-/Digitalwandler (A/D) 186 angelegt, der diese Spannung in ein 8-Bit-Digital-Word umwandelt, dessen Bits entsprechend auf Ausgangsleitungen 188 des A/D-Wandlers 186 auftreten. Der Ausgang des Inverters 185 ist über eine Diode 190 mit einer +5-V-Spannungsversorgung verbunden, um zu verhindern, daß mögliche Spannungsspitzen größer als 5 V dem A/D-Wandler 186 zugeführt werden. Ein Bezugseingangsanschluß eines A/D-Wandlers 186 ist über den Verbindungspunkt zwischen einer Diode 192 und einem Widerstand 194 verbunden, die in Reihe zwischen Masse und die +5-V-Spannungsversorgung geschaltet sind, wobei dieses Bezugseingangssignal die Umwandlung einer 0- bis +5-V- Eingangsspannungsänderung in Werte zwischen 000 hex bis OFF hex auf den Ausgangsleitungen 188 ermöglicht. Eine Steuerleitung 196 ist an den A/D-Wandler 186 angeschlossen und das Arbeiten des A/D-Wandlers 186 wird durch ein Steuersignal gesteuert, das über die Leitung 196 angelegt wird. Eine Analog-/Digital- Wandlung erfolgt, wenn das Signal für eine Periode von etwa 50 µs den niedrigen Wert annimmt. Die Ausgangsleitungen 188 führen zu einem Mikroprozessor 198, etwa einem 8049- Mikroprozessor der Firma Intel Corporation, wobei der Mikroprozessor 198 dazu dient, die auf den Leitungen 188 auftretenden Informationen in zu beschreibender Weise zu verarbeiten.

Die Integratorschaltung 156 dient dazu, die Querschnittsfläche einer einzigen Note oder einer Mehrfachbanknote 16 zu messen, die zwischen den Rollen 12 und 14 (Fig. 1-3) hindurchläuft, dies bedeutet, daß eine Integration der Dicke über die Note über ihre gesamte Breite erfolgt. Es sei bemerkt, daß dann, wenn die beiden Rollen 12 und 14 rotieren, ohne daß eine Banknote durch sie hindurchläuft, die Ausgangsspannung der Signalverarbeitungsschaltung 112 geringfügig schwankt, und zwar aufgrund verschiedener Faktoren, wie eine Lagerabnutzung und Toleranzen, Verschmutzung der Rollen 12 und 14 und eine Rollenexzentrizität. Eine derartige Spannungsschwankung sei nachstehend als Rollenstörsignal bezeichnet. Wie zuvor erwähnt, ist der Durchmesser der Rolle 12 mit fester Achse genau doppelt so groß wie derjenige der Rolle 14, so daß während einer Umdrehung der Rolle 12 die kleinere Rolle 14 genau zwei Umdrehungen ausführt. Somit wird das gesamte Rollenstörsignal innerhalb einer Umdrehung der Rolle 12 mit fester Achse erzeugt und dieses Störsignal wiederholt sich im wesentlichen von einer Umdrehung zur anderen. Zu Beginn eines Geldausgabevorgangs des ATM und bevor Banknoten 16 aus der Geldkassette 68 gezogen werden, findet eine Bezugsmessung des Rollenstörsignals dadurch statt, daß die Integratorschaltung 156 eine Bezugsintegration für eine Umdrehung der Rolle 12 in zuvor beschriebener Weise durchführt.

Es wird nun auf die Fig. 5A bis 5D Bezug genommen, in denen eine Linie 200 die Eingangsspannung Vi zur Integratorschaltung 156 auf der Leitung 150 darstellt und die Zeitpunkte t&sub1; und t&sub2; jeweils die Zeitpunkte sind, zu denen eine Integration unter Steuerung des Steuersignals beginnt und endet. Fig. 5A zeigt, daß die Fläche unter der Linie 200 zwischen den Zeiten t&sub1; und t&sub2; eine Bezugsintegration der Spannung V darstellt (wobei keine Banknote durch die Rollen 12 und 14 läuft), beginnend an einem ersten Punkt in einer Umdrehung der Rolle 12, wobei die unregelmäßigen Schwankungen der Linie 200 das Rollenstörsignal darstellen. Gemäß Fig. 5B stellt die Fläche unter der Linie 200 zwischen den Zeitpunkten t&sub1; und t&sub2; eine Integration der Spannung V dar, wenn eine einzige Note oder eine Mehrfachbanknote durch die Rollen 12 und 14 läuft, wobei die Integration zum gleichen Punkt in der Umdrehung der Rolle 12 beginnt, wie dies bei der Bezugsintegration gemäß Fig. 5A der Fall ist und die Banknote die Engstelle zwischen den Rollen 12 und 14 nach der Zeit t&sub1; erreicht und diese Engstelle vor der Zeit t&sub2; verläßt. Es ist erkenntlich, daß nach Abzug der vorgenannten Fläche in Fig. 5A von der vorgenannten Fläche in Fig. 5B der sich ergebende Differenzwert proportional zur Querschnittsfläche der Einzel- oder Mehrfachnote ist, die zwischen den Rollen 12 und 14 hindurchgelaufen ist, wobei das Rollenstörsignal keinen Einfluß auf das Ergebnis hat. Es zeigt sich ferner, daß sich der gleiche Wert für zwei Banknoten 16 ergibt, die in vollständiger Überlagerung zwischen den Rollen 12 und 14 hindurchlaufen, als wenn die gleichen beiden Banknoten 16 in teilweiser Überlappung zwischen die Rollen 12 und 14 hindurchgefördert werden. Genauso ergibt sich der gleiche Wert für eine Einzelbanknote 16, wenn diese um ihre Längsachse gefaltet ist.

Fig. 5C und 5D entsprechen den Fig. 5A und 5B mit der Ausnahme, daß die Integrationen gemäß den Fig. 5C und 5D zu einem unterschiedlichen Punkt in einer Umdrehung der Rolle 12 verglichen mit den Integrationen gemäß den Fig. 5A und 5B erfolgen. Es zeigt sich, daß bei einer Integration über genau eine Umdrehung der Rolle 12 das Ergebnis der Integration unbeeinflußt ist von dem Punkt der Umdrehung der Rolle 12, zu dem die Integration beginnt. Somit ist die Fläche in Fig. 5A unter der Linie 200 zwischen den Zeitpunkten t&sub1; und t&sub2; die gleiche wie die entsprechende Fläche in Fig. 5C und die Fläche in Fig. 5B unter der Linie 200 zwischen den Punkten t&sub1; und t&sub2; ist die gleiche wie die entsprechende Fläche in Fig. 5D.

Die Arbeitsweise der Banknoten-Feststelleinrichtung und der zugehörigen Teile des Geldausgabemechanismus 66 werden nun unter zusätzlicher Bezugnahme auf die Fig. 6 beschrieben. Das Arbeiten wird durch den Mikroprozessor 198 gesteuert, der über einen 8-Bit-Bus 202 mit dem Hauptprozessor 204 des ATM verbunden ist. Fordert der Hauptprozessor 204 die Ausgabe einer bestimmten Anzahl von Banknoten durch den Geldausgabemechanismus 66 aus der Geldkassette 68 (Fig. 3) an, dann speichert der Mikroprozessor 198 diese Anzahl in einer internen Speicherposition 206. Der Mikroprozessor 198 schaltet dann den Motor 56 dadurch an, daß ein Steuersignal auf Leitung 208 mit niedrigem Wert belegt wird. Es ist erkenntlich, daß der Motor 56 das Arbeiten der Antriebswelle 18, der Förderrollen 52, 53 und 104, der zusammenarbeitenden Rollenvorrichtungen 72, 74, der Rolle 78 und des Stapelrades 82 steuert.

Der Mikroprozessor 198 bewirkt dann, daß die Integratorschaltung 156 eine Bezugsintegration durchführt, ohne daß Noten zwischen den Rollen 12 und 14 vorhanden sind, und zwar für eine volle Umdrehung der Rolle 12 mit fester Achse unter Steuerung der an die Integratorschaltung 156 über Leitungen 210 und 212 angelegten Steuersignale und . Die durch die Bezugsintegration erzeugte Bezugsspannung wird mittels des A/D- Wandlers 186 digitalisiert und vom Mikroprozessor 198 in einer internen Speicherposition 214 gespeichert, wobei die Analog-/ Digital-Wandlung der Bezugsspannung ausgeführt wird unter Ansprechen auf das Steuersignal auf Leitung 196 mit niedrigem Wert. Als nächstes setzt der Mikroprozessor 198 ein Signal auf Leitung 216 auf niedrigen Wert, was bewirkt, daß aus der Geldkassette 68 durch die Greifvorrichtung 70 eine Banknote herausgezogen wird. Die ergriffene Banknote (die eine Einzelnote oder eine Mehrfachnote sein kann) wird vom Sensor 110 festgestellt, der über Leitung 218 ein Signal an den Mikroprozessor 198 sendet und diesen anweist, daß eine Note aufgenommen wurde. Unter Ansprechen auf den Empfang dieses Signals stellt der Mikroprozessor 198 das Signal auf Leitung 216 wieder auf den hohen Wert, wodurch die Greifvorrichtung 70 deaktiviert wird.

Die aufgenommene Banknote 16 wird durch die zusammenarbeitenden Rollenvorrichtungen 72, 74 (Fig. 3) längs des Förderweges 76 zu den Förderrollen 52 transportiert und nach Durchlaufen der Förderrollen 52 wird die Vorderkante der aufgenommenen Note 16 durch den Sensor 62 festgestellt. Hierbei sendet der Sensor 62 ein Signal an den Mikroprozessor 198 über Leitung 220 und teilt diesem mit, daß eine Banknote 16 sich der Notenabtasteinrichtung 10 nähert. Nach Empfang dieses Signals setzt der Mikroprozessor 198 das Signal auf Leitung 210 auf den hohen Wert, so daß der Schalter 170 (Fig. 4B) der Spannungsintegratorschaltung 156 geöffnet wird. Dann setzt der Mikroprozessor 198 das Signal auf Leitung 212 auf den niedrigen Wert, wodurch der Anschluß 160 des Schalters 154 mit dem Anschluß 152 verbunden wird, was eine Dickenabtast-Spannungsintegration einleitet, die für eine volle Umdrehung der Rolle 12 mit fester Achse andauert. Nach Beginn dieser Dickenabtast-Spannungsintegration läuft die aufgenommene Banknote 16 in die Engstelle der Rollen 12 und 14 und im Normalfall verläßt die Hinterkante der aufgenommenen Note die Engstelle vor Beendigung der gerade erwähnten vollen Umdrehung der Rolle 12. Die Spannungsintegration wird durch den Mikroprozessor 198 dadurch beendet, daß er das Signal auf Leitung 212 auf den hohen Wert setzt, worauf das Signal auf Leitung 156 für 50 µs den niedrigen Wert annimmt, um eine Analog-/Digital-Wandlung vorzunehmen. Dann setzt der Mikroprozessor 198 das Signal auf Leitung 210 auf den niedrigen Wert, wodurch der Schalter 170 geschlossen wird, bevor die nächste Banknote aus der Geldkassette 68 entnommen wird. Wie zuvor erläutert, erzeugt die Spannungsintegration eine Spannung, die proportional der Querschnittsfläche der durch die Engstellen der Rollen 12 und 14 gelaufenen Note ist. Diese Spannung wird in ein 8-Bit-Digital-Word mittels des A/D-Wandlers 186 umgewandelt, wenn der Mikroprozessor 198 ein niedriges Steuersignal auf der Leitung 196 an den A/D-Wandler 186 anlegt. Das erzeugte Wort stellt den abgetasteten Notenintegrationswert dar und wird vom Mikroprozessor 198 an einer internen Speicherposition 222 gespeichert. Die Zeitgabe des Arbeitens des Mikroprozessors 198, beispielsweise, zu der das Signal während jeder Aufnahmeoperation auf hohen Wert gesetzt wird, wird durch von dem Zeitgabescheibensensor 60 erzeugte und an den Mikroprozessor 198 über Leitung 224 angelegte Zeitgabeimpulse gesteuert. Die Zeitgabeimpulse werden von einem im Mikroprozessor 198 angeordneten Zähler 226 gezählt, der eine Kapazität von 36 hat, beginnend zum Zeitpunkt, zu dem das Signal auf Leitung 212 auf niedrigen Wert gesetzt wird, und anzeigend, daß eine vollständige Umdrehung der Rolle 12 mit fester Achse stattgefunden hat. Nachdem der Zähler 226 eine Zahl von 36 erreicht hat, wird er durch den Mikroprozessor 198 Null gestellt.

Nachdem der abgetastete Notenintegrationswert in der Speicherposition 222 gespeichert wurde, subtrahiert der Mikroprozessor 198 den in der Speicherposition 214 gespeicherten Bezugswert von diesem Wert und vergleicht das Ergebnis (das die Querschnittsfläche der aufgenommenen Einzel- oder Mehrfachbanknote darstellt) mit dem Inhalt einer Aufruftabelle in einer internen Speicherposition 228 des Mikroprozessors 198, um, wenn möglich, die Anzahl der zwischen den Rollen 12 und 14 durchgelaufenen Noten zu bestimmen. Der Inhalt der Aufruftabelle in der Speicherposition 228 umfaßt drei diskrete Wertbereiche entsprechend ein, zwei oder drei Noten. Fällt das Ergebnis dieser Subtraktion in einen dieser Bereiche, dann wird die den zutreffenden Bereich entsprechende Anzahl von aufgenommenen Noten in einer internen Speicherposition 230 des Mikroprozessors 198 gespeichert. Es ist verständlich, daß bei einem normalen Aufnehmen die Greifvorrichtung 70 eine einzelne Banknote 16 aus der Geldkassette 68 zieht und zum Stapelrad 82 (Fig. 3) befördert.

Der Mikroprozessor 198 vergleicht dann die in der Speicherposition 230 gespeicherte Anzahl (d. h. die Anzahl von aufgenommenen Noten), mit der in der Speicherposition 206 gespeicherten Anzahl (d. h. die Anzahl von angeforderten Noten). Ist die Anzahl in Position 230 größer als diejenige in Position 206, dann wurde eine Mehrfachbanknote aufgenommen, die mehr Banknoten umfaßt als angefordert wurden. In diesem Falle sendet der Mikroprozessor 198 ein Signal über Leitung 232 zu dem Weichenelektromagneten 102, wodurch der Elektromagnet 102 aktiviert wird und die Weiche 94 aus der Normalposition gemäß der durchgezogenen Linie in Fig. 3 in die in strichpunktierter Linie angedeutete Position umlegt. Die Folge des Aussendens des Signals an den Weichenelektromagneten 102 ist somit, daß die aufgenommene Mehrfachnote in den Zurückweisungsbehälter 106 (Fig. 3) umgeleitet wird. Hiernach werden die Speicherpositionen 222 und 230 gelöscht und eine weitere Aufnahmeoperation wird durch den Mikroprozessor 198 dadurch eingeleitet, daß das Signal auf Leitung 216 auf niedrigen Wert gesetzt wird. Ist die Anzahl in Position 230 geringer oder gleich derjenigen in Position 206, dann wird die aufgenommene Einzel- oder Mehrfachnote zu dem Stapelrad 82 befördert und auf dem Förderband 92 (Fig. 3) gestapelt. Die Anzahl in Position 230 wird von derjenigen in Position 206 subtrahiert und das Subtraktionsergebnis wird in die Position 206 überschrieben. Die Position 206 enthält nun, falls überhaupt, die Anzahl der Noten, die noch aus der Kassette 68 zu entnehmen und auf dem Förderband 92 zu stapeln sind. Ist die nun in Position 206 enthaltene Anzahl gleich Null, dann schaltet der Mikroprozessor 198 den Motor 56 dadurch ab, daß das Signal auf Leitung 208 auf den hohen Wert gesetzt wird. Die Speicherstellen 206, 214, 222 und 230 werden gelöscht und das Förderband 92 wird aktiviert, so daß es den Stapel von Noten 16&min; auf dem Förderband 92 zu dem nicht gezeigten Geldausgabeausgang befördert, wodurch der Geldausgabevorgang beendet wird. Ist die in Position 206 enthaltene Anzahl nicht gleich Null, dann werden die Speicherpositionen 222 und 230 gelöscht und der Geldausgabevorgang wird unter Durchführung einer oder mehrerer zusätzlicher Entnahmeoperationen, wie zuvor beschrieben, fortgesetzt bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Anzahl in Position 206 auf Null reduziert wurde. Ist dieser Zustand erreicht, dann wird der Motor 56 abgeschaltet, die Speicherstellen 206, 214, 222 und 230 werden alle gelöscht und das Förderband 92 wird, wie gerade beschrieben, betätigt.

Bevor eine Geldausgabe stattfindet, wird die in der Speicherposition 228 gespeicherte Aufruftabelle dadurch erstellt, daß eine Anzahl von Einzelnoten, eine Anzahl von Doppelnoten (d. h. zwei überlagerte Noten) und eine Anzahl von Dreifachnoten (d. h. drei überlagerte Noten) durch die Notenabtastvorrichtung 10 gesandt und die so erhaltenen unterschiedlichen abgetasteten Notenintegrationswerte aufgezeichnet werden. Bei einem typischen Beispiel einer Aufruftabelle ist der Bereich der Werte für eine Einzelnote zwischen 18 hex bis 26 hex, der Bereich der Werte für eine Doppelnote 38 hex bis 46 hex und der Bereich der Werte für eine Dreifachnote 58 hex bis 66 hex. Ergibt sich im Verlaufe einer Notenentnahmeoperation ein abgetasteter Notenintegrationswert, der zwischen oder außerhalb der Bereiche liegt, die die Aufruftabelle darstellen, beispielsweise ein Wert zwischen 26 hex und 38 hex, dann ist dieser Wert ungültig und der Mikroprozessor 198 sendet über die Leitung 232 ein Signal an den Weichenelektromagneten 102, was bewirkt, daß die aufgenommene Einfach- oder Mehrfachbanknote, die zu dem vorgenannten ungültigen Wert geführt hat, in den Zurückweisungsbehälter 106 umgeleitet wird. Eine aufgenommene Banknote kann zu einem ungültigen Integrationswert beispielsweise dann führen, wenn die Note zerrissen ist oder wenn Teile der Note mittels Klebeband zusammengefügt sind. Die Aufruftabelle kann dahingehend erweitert werden, daß ein Bereich von Werten für vier überlagerte Noten und möglicherweise sogar ein Bereich für Werte von fünf überlagerten Noten hinzugefügt wird. Es ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, daß vier oder fünf Banknoten bei einem einzigen Aufnahmevorgang aufgenommen werden. Auch kann die Aufruftabelle nur aus zwei Bereichen entsprechend einer oder zweier Banknoten bestehen.

Es zeigt sich somit, daß die zuvor beschriebene Banknoten- Feststelleinrichtung sich überlappende Doppel- oder Dreifachnoten zählen und zu dem Stapelrad 82 durchlassen kann, wobei die gesamte Breite der Doppel- und Dreifachnoten größer als diejenige einer Einzelnote ist, vorausgesetzt, daß diese Gesamtbreite nicht größer als der Umfang der Rolle 12 mit fester Achse minus dem Abstand zwischen dem Sensor 62 und der Engstelle der Rollen 12 und 14 ist. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel werden sich überlappende Doppel- oder Dreifachbanknoten als ungültig behandelt, wenn ihre Gesamtbreite einer Zählung des Zählers 226 über 31 entspricht. Wenn diese Zählung überschritten wird, während sich überlappende Banknoten durch den Sensor 62 weiter abgetastet werden, dann sendet der Mikroprozessor 198 ein Signal an den Weichenelektromagneten 102, um die sich überlappenden Banknoten in den Zurückweisungsbehälter 106 umzuleiten. In diesem Falle wird kein abgetasteter Notenintegrationswert in der Speicherposition 222 gespeichert und ein neuer Notenentnahmevorgang wird ohne Löschen der Speicherpositionen 222 und 230 eingeleitet.

Die zuvor beschriebene Banknoten-Feststellvorrichtung hat den Vorteil, daß ein Rollenstörsignal automatisch durch die Verwendung des zu Beginn jeder Geldausgabeoperation erzeugten Bezugsintegrationswert kompensiert wird. Diese Anordnung gestattet auch die Herstellung der Rollen 12 und 14 und der zugeordneten Lager mit geringeren Toleranzen, so daß die Herstellungskosten verringert werden. Da ferner aufgenommene Doppel- und Dreifachnoten genau festgestellt und bei der Geldausgabe verwendet werden können (vorausgesetzt, daß die abgetasteten Notenintegrationswerte in die zutreffenden Bereiche in der Aufruftabelle in der Speicherposition 228 fallen), können die Perioden zwischen aufeinanderfolgendem Auffüllen der Geldkassette 68 verlängert werden, was zu einer Verringerung der AUS-Zeit des ATM führt, von dem der Geldausgabemechanismus 66 ein Teil ist. Da ferner die Querschnittsfläche des Teiles einer aufgenommenen Einfach- oder Mehrfachbanknote, die durch die Engstelle der Rollen 12 und 14 läuft, bestimmt wird und nicht die Dicke der Note, kann eine gefaltete Einzelnote genau als eine Note erkannt werden, wie auch sich überlappende Doppel- oder Dreifachnoten genau als zwei oder drei Banknoten festgestellt werden können (vorausgesetzt, daß ihre Gesamtbreite nicht eine gewisse Grenze überschreitet). Dies verringert die Anzahl der zurückgewiesenen Banknoten weiter. Von Vorteil bei der zuvor beschriebenen Banknoten-Feststelleinrichtung ist ferner, daß aufgrund der Verwendung von durch Lücken getrennten Bereichen von gültigen abgetasteten Notenintegrationswerten in der Aufruftabelle in der Speicherposition 228 beschädigte Noten zurückgewiesen werden, während das Risiko, daß eine aufgenommene Doppelbanknote als eine Einzelbanknote ausgegeben wird, praktisch verhindert wird. Ein weiterer Vorteil der Banknoten-Feststelleinrichtung besteht darin, daß der Mikroprozessor 198 eine kurze Verarbeitungszeit hat, da lediglich ein abgetasteter Notenintegrationswert für jede aufgenommene Banknote zu erzeugen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Feststellen des Durchlaufs einzelner und sich überlagernder Blätter längs eines Förderweges zwischen zwei federnd gegeneinander gedrückten Rollen, deren Abstand voneinander abhängig von dem Durchlauf eines Einzel- oder eines Mehrfachblattes als elektrisches Signal, das über eine vollständige Umdrehung einer der Rollen integriert wird, abgenommen wird, wobei in einer Datenverarbeitungsvorrichtung vom Integrationsergebnis ein Wert subtrahiert wird, der dem Rollenabstand bei Durchlauf keines Blattes entspricht und das Subtraktionsergebnis zur Feststellung verwendet wird, wieviele Blätter zwischen den Rollen durchgelaufen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsvorrichtung (198) in einer Aufruftabelle (228) für die unterschiedlichen Blattzahlen mehrere diskrete Wertbereiche, die jeweils durch den Durchlauf einer Anzahl von Referenzblättern festgelegt sind, speichert und das Substraktionsergebnis mit diesen Wertebereichen vergleicht, und daß die Wertebereiche mit Abstand voneinander gewählt sind und ein Einzel- oder ein Mehrfachblatt nur dann als gültig erkannt wird, wenn das Substraktionsergebnis innerhalb eines der Wertebereiche, nicht jedoch zwischen den Wertebereichen liegt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der ersten Rolle (12) doppelt so groß wie derjenige der zweiten Rolle (14) ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Rolle (14) drehbar auf einer schwenkbar angeordneten Stange (24) angebracht ist, die an einem Ende im wesentlichen fixiert ist, wobei ein Endteil der Stange (24), der von dem einen Ende entfernt ist, mit einem Verbindungselement (34) verbunden ist, das schwenkbar an einer Abstützungsstruktur (20) angebracht ist und das mit Generatorvorrichtungen (42, 112) gekoppelt ist, so daß der Durchlauf eines Einzel- oder Mehrfachblattes zwischen den ersten und zweiten Rollen (12, 14) eine Schwenkbewegung des Verbindungselementes (34) nach sich zieht, die eine Änderung in der Ausgangsspannung der Generatorvorrichtungen (42, 112) bewirkt.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (34) mit einem Anker (40) eines linear variablen Differenztransformators (42) verbunden ist, der Teil der Generatorvorrichtungen ist, wobei die Schwenkbewegung des Verbindungselementes (34) im Betrieb eine Bewegung des Ankers (40) nach sich zieht, die eine Änderung in der Ausgangsspannung der Generatorvorrichtungen (42, 112) bewirkt.
  5. 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Integratorvorrichtung (156) als Spannungsintegratorschaltung vorgesehen ist mit einer ersten elektronischen Schaltvorrichtung (154), die aktivierbar ist, um zu bewirken, daß die Integratorschaltung (156) das Ausgangssignal der Generatorvorrichtungen (42, 112) für eine vollständige Umdrehung einer der Rollen (12, 14) integriert sowie eine Kondensatorvorrichtung (182), die angeordnet ist, den integrierten Ausgangswert der Generatorvorrichtungen (42, 112) nach Beendigung einer Spannungsintegration zu speichern und eine zweite elektronische Schaltvorrichtung (170), die aktivierbar ist, um die Entladung der Kondensatorvorrichtung (182) vor Beginn einer Spannungsintegration zu bewirken.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitgabeelement (58) vorgesehen ist, das auf einer Antriebswelle (18) für eine der Rollen (12, 14) angebracht ist und in zusammenarbeitender Beziehung zu einer Sensorvorrichtung (60) steht, die angeordnet ist, eine Reihe von Zeitgabeimpulsen bei der Rotation der Antriebswelle (18) zu erzeugen, wobei die Zeitgabeimpulse zur Steuerung der Zeitgabe des Betriebs der ersten elektronischen Schaltvorrichtung (154) dienen.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Blattabtastvorrichtung (62), die angeordnet ist, ein erstes Signal zu erzeugen, das das Vorhandensein eines Einzel- oder Mehrfachblattes (16) beim Einlauf an die Engstelle der ersten und zweiten Rollen (12, 14) anzeigt und durch eine Zählvorrichtung (226), die angeordnet ist, eine Zählung der Zeitgabeimpulse unter Ansprechen auf die Erzeugung des ersten Signals zu beginnen, wobei die Datenverarbeitungsvorrichtung (198) angeordnet ist, ein zweites Signal zu erzeugen, das ein ungültiges Blatt bei fortgesetzter Erzeugung des ersten Signals anzeigt, wenn die Zählvorrichtung eine vorbestimmte Zählung erreicht, wobei das zweite Signal dazu dient, die Umleitung des ungültigen Blattes in einen Behälter (106) für zurückgewiesene Blätter zu bewirken.






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