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Dokumentenidentifikation DE4411578A1 05.10.1995
Titel Antriebseinrichtung zum Öffnen und Schließen von Teilen an Fahrzeugen, vorzugsweise Kraftfahrzeugen
Anmelder Hydraulik-Ring Antriebs- und Steuerungstechnik GmbH, 72622 Nürtingen, DE
Erfinder Niethammer, Bernd, 72622 Nürtingen, DE
Vertreter Jackisch-Kohl, A., Dipl.-Ing.; Kohl, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 02.04.1994
DE-Aktenzeichen 4411578
Offenlegungstag 05.10.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.1995
IPC-Hauptklasse B60R 16/08
IPC-Nebenklasse B60J 5/00   E05F 15/02   F15B 11/08   
Zusammenfassung Die Antriebseinrichtung hat einen Hydraulikantrieb, dessen Antriebsteil am Fahrzeugteil angreift und der über ein Ventil an einen Tank angeschlossen ist. Mit dem Hydraulikantrieb ist Hydraulikmedium mit einer Pumpe förderbar. Die Hydraulikzylinder sind so ausgelegt, daß die Heckklappe zum Öffnen und Schließen ruckartig startet und stoppt.
Damit beim Öffnen und Schließen der Fahrzeugteile ein visueller harmonischer Bewegungsablauf stattfindet, ohne daß hierfür eine konstruktiv aufwendige und dementsprechend teure Ausbildung erforderlich ist, ist das Ventil ein Schaltventil, das in einer Folgeschaltung liegt. Ihre erste Schaltstufe schaltet das Schaltventil und ihre zweite Schaltstufe zeitverzögert die Pumpe ein. Dadurch wird in einfacher Weise erreicht, daß der Fahrzeugteil mit nahezu keiner Geräuschentwicklung und druckfrei betätigt wird.
Die Antriebseinrichtung eignet sich für den PKW-Bereich.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung zum Öffnen und Schließen von Teilen an Fahrzeugen, vorzugsweise an Kraftfahrzeugen, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei Lkws ist es bekannt, beispielsweise eine einen Laderaum verschließende Heckklappe mittels Hydraulikzylinder zu öffnen und zu schließen. Die Hydraulikzylinder sind so ausgelegt, daß die Heckklappe zum Öffnen und Schließen ruckartig startet und stoppt. Für den Pkw-Bereich ist eine solche Ausbildung jedoch nicht geeignet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Antriebseinrichtung so auszubilden, daß beim Öffnen und Schließen der Fahrzeugteile ein visueller harmonischer Bewegungsablauf stattfindet, insbesondere zu Beginn und am Ende des Öffnungs- und des Schließvorganges, ohne daß hierfür eine konstruktiv aufwendige und dementsprechend teure Ausbildung erforderlich ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Antriebseinrichtung der gattungsbildenden Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Die Folgeschaltung der erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung stellt sicher, daß die Fahrzeugteile sanft geöffnet bzw. geschlossen werden. In der ersten Schaltstufe wird das Schaltventil geschaltet und erst in der zweiten, zeitlich nachfolgenden Schaltstufe die Pumpe eingeschaltet. Dadurch wird in einfacher Weise erreicht, daß der Fahrzeugteil mit nahezu keiner Geräuschentwicklung und ruckfrei betätigt wird. Als Ventil kann bei der Folgeschaltung ein einfaches und preisgünstiges Schaltventil eingesetzt werden.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 im Schnitt ein Kraftfahrzeug mit einer Flügeltür und einem schwenkbar angeordneten Tritt kurz vor der Schließstellung, die über eine erfindungsgemäße Antriebseinrichtung verschwenkt werden können,

Fig. 2 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 mit in Offenstellung verschwenkter Tür und Tritt,

Fig. 3 und Fig. 4 eine Verriegelungsvorrichtung für die Flügeltür in entriegelter bzw. verriegelter Stellung,

Fig. 5 den hydraulischen Schaltplan der erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung.

Das Fahrzeug 1 nach den Fig. 1 und 2 ist im Ausführungsbeispiel ein Kleinbus und weist eine Flügeltür 2 und einen Tritt 3 auf, an denen zum Verschwenken Hydraulikzylinder 4, 5 und 6 (Fig. 1, 2 und 5) angreifen. Sie sind Teil einer Antriebseinrichtung 7 (Fig. 5), mit der die Hydraulikzylinder 4 bis 6 betätigt werden können. Die Hydraulikzylinder 4, 5 zum Öffnen und Schließen der Flügeltür 2 sind im Dachbereich des Fahrzeuges 1 verdeckt untergebracht. Die Flügeltür 2 hat einen an der Seite des Fahrzeuges 1 liegenden Seitenteil 2a, der am oberen Ende etwa rechtwinklig in einen Deckenteil 2b übergeht. Am Deckenteil sind nahe den einander gegenüberliegenden Seitenrändern (nicht dargestellte) Achsen vorgesehen, mit denen die Flügeltür 2 schwenkbar gelagert ist. Die Hydraulikzylinder 4, 5 greifen nahe dem freien Rand des Deckenteiles 2b an und sind mit Abstand nebeneinander angeordnet.

Die Antriebseinrichtung 7 hat eine im Fahrzeug 1 untergebrachte Pumpe 8, mit der das Hydraulikmedium aus einem Tank 9 gefördert wird. Zwischen einer Pumpenleitung 10 und einer Tankleitung 11 liegt ein Systemdruckbegrenzungsventil 12, das in bekannter Weise den Druck im Gesamtsystem auf einen bestimmten Wert begrenzt.

Die Pumpenleitung 10 ist über Leitungen 13 und 14 mit jeweils einem Schaltventil 15 und 16 zum Betätigen der Hydraulikzylinder 4 und 5 verbunden, mit denen die Flügeltür 2 geöffnet und geschlossen werden kann. Das Schaltventil 15 ist über ein Drosselrückschlagventil 17 und ein nachgeschaltetes entsperrbares Rückschlagventil 18, das zur Lagesicherung der Flügeltür 2 in einer beliebigen Offenstellung dient, mit den Hydraulikzylindern 4 und 5 verbunden. An das Schaltventil 15 ist eine Tankrückführleitung 19 angeschlossen. Das Schaltventil 16 ist über eine Leitung 26 und ein Drosselrückschlagventil 20 ebenfalls mit den beiden Hydraulikzylindern 4 und 5 verbunden.

Das Drosselrückschlagventil 17 ist über Leitungen 21 und 22 mit der Kolbenseite und das Drosselrückschlagventil 20 über Leitungen 23 und 24 mit der Stangenseite der Hydraulikzylinder 4 und 5 verbunden. Mit den Drosselrückschlagventilen 17 und 20 kann im Zu- und Rücklauf die Strömgeschwindigkeit des Hydraulikmediums eingestellt werden. In der Leitung 22 liegt ein Sicherheitsventil 25, das als Druckbegrenzungsventil ausgebildet und mit dem Tank 9 verbunden ist. Es dient zur Absicherung des Maximaldruckes im Falle einer Kollision, zum Beispiel wenn die Tür 2 beim Öffnen an ein benachbartes Fahrzeug oder eine zu nieder eingeschätzte Tiefgaragendecke anschlägt oder Gegenstände oder Körperteile beim Schließen eingeklemmt werden. Es dient außerdem zum mechanischen Öffnen und Schließen der Tür im Notfall. Das Sicherheitsventil 25 ist mit einem Betriebsdruck eingestellt, der höher ist als der durch das Druckbegrenzungsventil 12 bestimmte Systemdruck. Dadurch wird verhindert, daß das Hydraulikmedium während des Normalbetriebes über das Sicherheitsventil 25 zum Tank zurückströmen kann. Der Druck des Sicherheitsventiles 25 ist so eingestellt, daß im Notfall die Flügeltür 2 leicht von Hand geöffnet bzw. geschlossen werden.

In Fig. 5 sind die Schaltventile 15 und 16 in ihrer Durchlaßstellung dargestellt, in der eine Verbindung zum Tank 9 über die Leitung 13 bzw. 14, 10 und 11 besteht. Zum Öffnen der Flügeltür 2 muß zunächst das Schaltventil 15 umgeschaltet werden, während das Schaltventil 16 die dargestellte Schaltstellung beibehält. Erst dann wird die Pumpe 8 eingeschaltet, um das Hydraulikmedium über die Leitung 10 und 13, das Schaltventil 15, das Rückschlagventil 27 des Drosselrückschlagventiles 17 sowie über das Rückschlagventil 18 und die Leitungen 21 und 22 in die kolbenseitigen Druckräume 28 und 29 der Hydraulikzylinder 4 und 5 zu fördern. Ihre Kolben 30 und 31 werden dadurch in der Zeichnung gemäß Fig. 5 nach rechts verschoben, wodurch das in den stangenseitigen Druckräumen 32 und 33 befindliche Medium über die Leitungen 23 und 24, eine Zweigleitung 26&min;, eine Drosselstelle 34 des Drosselrückschlagventiles 20, die Leitung 26, das Schaltventil 16 und die Leitung 19 zum Tank 9 zurückfließt. Wie die Fig. 1 und 2 für den Hydraulikzylinder 4 zeigen, sind die Kolbenstangen 4a und 5a der Hydraulikzylinder mit der Flügeltür 2 gelenkig so verbunden, daß sie beim beschriebenen Verschieben der Kolbenstangen in ihre in Fig. 2 dargestellte Offenstellung hochgeschwenkt wird. Die Öffnungsbewegung der Flügeltür 2 ist beendet, wenn sie an einem (nicht dargestellten) Anschlag zur Anlage kommt. Dann wird über einen an sich bekannten Schalter die Pumpe 8 abgeschaltet.

Das Rückschlagventil 18 sorgt dafür, daß der Druck und das Volumen des Mediums im System aufrechterhalten werden, so daß die Flügeltür 2 in ihrer Offenstellung bleibt.

Durch einen (nicht dargestellten) an sich bekannten Schalter ist es möglich, den Antrieb der Pumpe 8 von Hand abzuschalten und damit die Tür 2 in jeder beliebigen Offenstellung anzuhalten.

Sobald der Pumpenantrieb abgeschaltet ist, schaltet auch das Schaltventil 15 wieder in seine in Fig. 5 dargestellte Durchlaßstellung zurück.

Zum Schließen der Tür 2 wird das Schaltventil 16 umgeschaltet und danach erst die Pumpe 8 eingeschaltet. Das Schaltventil 15 bleibt in seiner Durchlaßstellung. Nun wird das Hydraulikmedium über die Leitungen 10 und 14, das Schaltventil 16, das Rückschlagventil 36 des Drosselrückschlagventiles 20 und die Leitungen 26&min;, 23 und 24 in die stangenseitigen Druckräume 32 und 33 der Hydraulikzylinder 4 und 5 gefördert. Ihre Kolben 30 und 31 werden in Fig. 5 nach links verschoben, wobei das Hydraulikmedium in den kolbenseitigen Druckräumen 28 und 29 über die Leitungen 21 und 22 abgeführt wird. Das Rückschlagventil 18 wird gleichzeitig entsperrt, so daß über die Drosselstelle 37 des Drosselrückschlagventiles 17, das Schaltventil 15 sowie die Leitung 19 das Hydraulikmedium in den Tank 9 zurückströmt. Sobald die Flügeltür 2 geschlossen ist, wird das Schaltventil 16 wieder umgeschaltet und die Pumpe 8 abgeschaltet.

Mit dem beschriebenen Antrieb ist es außerdem möglich, die Flügeltür 2 in ihrer Schließlage zu verriegeln, ohne daß hierfür zusätzliche Ventile erforderlich sind. Diese Verriegelung erfolgt mechanisch. An der Flügeltür 2 ist hierfür ein Riegelbolzen 38 (Fig. 3, 4, 5) vorgesehen, der beim Schließen der Tür 2 am Ende der Schließbewegung auf eine als drehbare Scheibe ausgebildete Sperrklinke 41 trifft (Fig. 3). Sie ist um eine Achse A am Fahrzeug 1 drehbar gelagert und hat eine Rastöffnung 51 für den Riegelbolzen 38. Nahe der am Umfang der Rastklinke 41 vorgesehenen Rastöffnung 51 ist das eine Ende 40 eines Gelenkarmes 39 angelenkt, dessen anderes Ende am freien Ende einer Kolbenstange 43 eines Hydraulikzylinders 44 angelenkt ist. Durch Druckbeaufschlagung des Kolbens 42 wird die Sperrklinke 41 um ihre Achse A gedreht. In den stangenseitigen Druckraum 45 des Hydraulikzylinders 44 mündet eine Leitung 47 und in seinen kolbenseitigen Druckraum 46 eine Leitung 48 (Fig. 5). Die Leitung 47 ist mit der Leitung 26&min; und die Leitung 48 mit der Leitung 22 verbunden.

In der Offenstellung der Tür 2 liegt ein axial von der Sperrklinke 41 abstehender Anschlag 59, der als Zapfen oder dergleichen ausgebildet sein kann, an einem fahrzeugfesten Gegenanschlag 50 an. Die Kolbenstange 43 ist ausgefahren, und das Ende 40 des Gelenkarmes 39 befindet sich auf der vom Hydraulikzylinder 44 abgewandten Hälfte der Sperrklinke 41 (Fig. 3). Beim Schließen schwenkt die Flügeltür 2 in Fig. 1 im Gegenuhrzeigersinn. Der Riegelbolzen 38 der Flügeltür 2 gelangt dabei auf den in Schwenkrichtung vorderen Rand 70 der Rastöffnung 51, die in der Anschlagstellung des Anschlages 59 schräg aufwärts gerichtet ist (Fig. 3). Beim weiteren Schwenken der Flügeltür 2 wird dann die Rastklinke 41 um ihre Achse A im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Die Kolbenstange 43 des Hydraulikzylinders 41 fährt ein, wobei das im kolbenseitigen Druckraum 46 befindliche Hydraulikmedium über die Leitung 48 in die Leitung 21 und von dort in der beschriebenen Weise in den Tank 9 zurückgeführt wird.

Ist die Flügeltür 2 geschlossen, ist ihr Riegelbolzen 38 in der Rastöffnung 51 der Sperrklinke 41 arretiert (Fig. 4). Die Sperrklinke 41 liegt in dieser Arretierstellung mit einem weiteren bolzenartigen Anschlag 52, der axial von der Sperrklinke 41 absteht, am Gegenanschlag 50 an. Somit ist die Tür 2 in der Schließstellung einwandfrei verriegelt.

Beim Öffnen der Tür 2 wird über die Leitung 48 der kolbenseitige Druckraum 46 des Hydraulikzylinders 44 beaufschlagt. Zum Verschieben des Kolbens 42 ist eine wesentlich geringere Hydraulikkraft erforderlich als zum Verschieben der Kolben 30 und 31 der Zylinder 4 und 5, da die beaufschlagbare Kolbenfläche des Hydraulikzylinders 44 kleiner ist als die Kolbenflächen der Hydraulikzylinder 4, 5. Daher wird beim Umschalten des Schaltventiles 15 zunächst der Kolben 42 des Hydraulikzylinders 44 verschoben und die Kolbenstange 43 ausgefahren. Die Sperrklinke 41 wird hierbei im Uhrzeigersinn so weit gedreht, bis ihr Anschlag 59 am Gegenanschlag 50 zur Anlage kommt (Fig. 3). Bei dieser Drehbewegung wird der Riegelbolzen 38 und damit die Flügeltür 2 geringfügig verstellt und der Riegelbolzen freigegeben.

Sobald der Anschlag 59 am Gegenanschlag anliegt, kann sich im Hydrauliksystem ein Druck aufbauen. Erst dann werden die Kolben 30 und 31 der Hydraulikzylinder 4 und 5 zum Hochschwenken der Flügeltür 2 verschoben. Da die Hydraulikzylinder 4, 5, 44 durch dasselbe Schaltventil 15 bzw. 16 betätigt werden, ergibt sich eine besonders einfache Ausbildung der Antriebseinrichtung.

Der Tritt 3 des Kraftfahrzeuges 1 wird wie die Flügeltür 2 hydraulisch betätigt und um eine horizontale Achse geschwenkt. Da der Tritt 3 nur geringes Gewicht hat, reicht zum Verschwenken nur der eine Hydraulikzylinder 6 aus. Der Hydraulikzylinder 6 hat einen kolbenseitigen Druckraum 61, in den eine Leitung 60 mündet. In ihr liegen ein Rückschlagventil 59, ein Drosselrückschlagventil 58 und ein Schaltventil 54, das über eine Leitung 55 an die Tankrückführleitung und über Leitungen 56, 56b an die Pumpenleitung 10 angeschlossen ist.

Der stangenseitige Druckraum 63 des Hydraulikzylinders 6 ist über eine Leitung 64, in der ein Drosselrückschlagventil 66 mit einem Rückschlagventil 67 sitzt, mit einem Schaltventil 53 verbunden. Es ist über eine Leitung 71 und die Leitung 55 mit der Tankrückführleitung 19 und über eine Leitung 56a und die Leitung 56 mit der Pumpenleitung 10 verbunden.

Der Tritt 3 ist mit seinem unteren Rand am Fahrzeug 1 angelenkt (Fig. 1). In der Schließstellung steht der Tritt 3 etwa senkrecht, während er in der Offenstellung (Fig. 2) horizontal liegt. Die Kolbenstange 72 des Hydraulikzylinders 6 greift im Bereich des unteren Randes am Tritt 3 an.

Zum Absenken des Trittes 3 aus seiner Schließstellung, in der die Kolbenstange 72 ausgefahren ist, wird das Schaltventil 53 umgeschaltet, während das Schaltventil 54 seine Stellung gemäß Fig. 5 beibehält. Erst nach der Ventilumschaltung wird die Pumpe 8 eingeschaltet. Das Hydraulikmedium strömt über die Leitungen 10, 56, 56a, das Schaltventil 53, das Drosselrückschlagventil 66 und die Leitung 64 in den stangenseitigen Druckraum 63 des Hydraulikzylinders 6. Der Kolben 62 wird dadurch in die in Fig. 5 dargestellte Lage verschoben, wobei der Tritt 3 in seine Offenstellung (Fig. 2) verschwenkt wird. Das im kolbenseitigen Druckraum 61 befindliche Hydraulikmedium wird über die Leitung 60, das Rückschlagventil 59, welches entsperrt wird, das Drosselrückschlagventil 58, das Schaltventil 54 und die Leitungen 55, 19 zum Tank 9 zurückgeführt. Vorteilhaft ist der Tritt 3 vollständig in seine Gebrauchslage (Fig. 2) ausgeschwenkt, wenn er an einem (nicht dargestellten) Anschlag zur Anlage kommt. Die Pumpe 8 wird dann abgeschaltet. Nach Abschalten der Pumpe 8 wird das Schaltventil 53 wieder in die in Fig. 5 dargestellte Lage zurückgeschaltet.

Zum Hochschwenken des Trittes 3 wird das Schaltventil 54 umgeschaltet und dann die Pumpe 8 eingeschaltet. Das Schaltventil 53 bleibt in seiner in Fig. 5 dargestellten Stellung. Das Hydraulikmedium wird dann über die Leitungen 56, 56b, das Schaltventil 54, das Drosselrückschlagventil 58, das Rückschlagventil 59 und die Leitung 60 in den kolbenseitigen Druckraum 61 gefördert. Die Kolbenstange 72 wird dadurch ausgefahren und der Tritt nach oben in seine Schließstellung geschwenkt. Das im stangenseitigen Druckraum 63 befindliche Hydraulikmedium wird über die Leitung 64, eine Drosselstelle 65 des Drosselrückschlagventils 66, das Schaltventil 53 und die Leitungen 71, 55, 19 in den Tank 9 verdrängt.

Das Rückschlagventil 59 gewährleistet, daß der Druck im Druckraum 61 des Hydraulikzylinders 6 bei abgeschaltetem Ventil und System aufrechterhalten bleibt und der Tritt 3 dadurch seine Schließstellung zuverlässig beibehält.

Entsprechend wie bei der Tür 2 ist auch für den Tritt 3 ein Sicherheitsventil 69 vorgesehen, um den Tritt im Notfall - wenn beispielsweise eine Person bereits auf dem Tritt steht, bevor er seine untere Endlage erreicht hat - nach unten schwenken zu können. Es ist entsprechend wie das Sicherheitsventil 25 mit einem Betriebsdruck eingestellt, der höher ist als der Systemdruck, so daß das Hydraulikmedium im Notfall nicht über das Sicherheitsventil 69 zum Tank 9 zurückströmen kann. Dieser Druck ist so gewählt, daß der Tritt unter dem Gewicht einer auf ihm stehenden Person leicht nach unten schwenken kann.

Anstelle des für die Tür 2, den Tritt 3 und das Schloß gemeinsamen Antriebs mit der einzigen Pumpe 8 können für sie auch gesonderte Antriebe bzw. Pumpen vorgesehen sein.

Um die Tür 2 und den Tritt 3 zu öffnen, sind im Fahrzeug 1 entsprechende Schalter vorgesehen. Zum Schließen der Tür 2 und des Trittes 3 können im Fahrzeug weitere Schalter vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, die Schaltung so auszulegen, daß die Schalter bei der ersten Betätigung die Öffnungsbewegung und bei der zweiten Betätigung die Schließbewegung der Tür 2 und des Trittes 3 auslösen. Sind für den Tritt 3 und die Tür 2 getrennte Schalter vorgesehen, können beide Fahrzeugteile unabhängig voneinander betätigt werden.

Bei einer einfacheren Ausführungsform ist für den Tritt 3 und die Tür 2 ein einziger Schalter vorgesehen. Dadurch werden diese Teile gemeinsam betätigt. Damit beim Einschalten in der beschriebenen Weise zunächst das jeweilige Schaltventil 15, 16, 53, 54 und erst anschließend die Pumpe 8 betätigt werden, ist wenigstens ein Zeitverzögerungsglied, vorzugsweise ein Anzugsverzögerungsrelais, in der Zuleitung zum Motor der Pumpe 8 vorgesehen. Dadurch ist gewährleistet, daß der Pumpenmotor zeitverzögert eingeschaltet wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Antriebseinrichtung zum Öffnen und Schließen von Teilen an Fahrzeugen, vorzugsweise an Kraftfahrzeugen, mit mindestens einem Hydraulikantrieb, dessen Antriebsteil am Fahrzeugteil angreift und der über wenigstens ein Ventil an einen Tank angeschlossen ist, aus dem Hydraulikmedium mit wenigstens einer Pumpe förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil ein Schaltventil (16, 17, 53, 54) ist, das in einer Folgeschaltung liegt, deren erste Schaltstufe das Schaltventil (15, 16, 53, 54) und deren zweite Schaltstufe zeitverzögert die Pumpe (8) einschaltet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaltventil (15, 16; 53, 54) mindestens ein Drosselrückschlagventil (17, 20; 58, 66) nachgeordnet ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Drosselrückschlagventil (17, 20; 58, 66) ein entsperrbares Rückschlagventil (18; 59) nachgeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer zur Pumpe (8) und einer zum Tank (9) führenden Leitung (10 und 11) ein Systemdruckbegrenzungsventil (12) liegt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Pumpe (8) verbundene Pumpenleitung (10) über Leitungen (13, 14; 56, 56a, 56b) mit dem Schaltventil (15, 16; 53, 54) verbunden ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikantrieb ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder (4, 5, 6, 44) ist, und daß beiden Druckräumen (28, 32; 29, 33; 45, 46; 61, 63) jeweils ein Schaltventil (15, 16, 53, 54) zugeordnet ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltventile (15, 16, 53, 54) jeweils mit dem Tank (9) leitungsverbunden sind.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der kolbenseitige Druckraum (28, 29; 45; 61) des Hydraulikzylinders (4, 5, 6, 44) über das Drosselrückschlagventil (17, 20, 58) mit dem zugehörigen Schaltventil (15, 16, 54) verbunden ist.
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der stangenseitige Druckraum (32, 33, 46, 63) des Hydraulikzylinders (4, 5, 6, 44) über das Drosselrückschlagventil (20, 66) mit dem zugehörigen Schaltventil (16, 53) verbunden ist.
  10. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Drosselrückschlagventilen (17, 20; 58, 66) die Geschwindigkeit des Zu- und Rücklaufs des Hydraulikmediums einstellbar ist.
  11. 11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Antriebseinrichtung mindestens ein als Druckbegrenzungsventil ausgebildetes Sicherheitsventil (25; 69) vorgesehen ist.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsventil (25; 69) mit einem Betriebsdruck eingestellt ist, der höher ist als der durch das Druckbegrenzungsventil (12) bestimmte Systemdruck.
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugteil eine schwenkbare Flügeltür (2) ist, an der die Kolbenstange mindestens eines Hydraulikzylinders (4, 5) angreift.
  14. 14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugteil ein schwenkbarer Tritt (3) ist, an dem die Kolbenstange (72) mindestens eines Hydraulikzylinders (6) angreift.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verriegeln der Tür (2) in ihrer Schließlage mindestens ein Verschlußteil (38) vorgesehen ist, das mit einem fahrzeugfesten Gegenschließstück (41) zusammenwirkt.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil (38) ein Bolzen ist.
  17. 17. Einrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenschließstück (41) eine drehbar gelagerte Sperrklinke ist, die eine Rastaufnahme (51) für das Verschlußteil (38) aufweist.
  18. 18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (41) gelenkig mit der Kolbenstange (43) des zugehörigen Hydraulikzylinders (44) verbunden ist.
  19. 19. Einrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (44) für die Sperrklinke (41) und die Flügeltür (2) einen gemeinsamen Antrieb (8) haben.
  20. 20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenschließstück (41) in beiden Endstellungen an einem fahrzeugfesten Anschlag (50) anliegt.






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