PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4411828A1 05.10.1995
Titel Teilzirkel
Anmelder Koerth, Reimar, 24937 Flensburg, DE
Erfinder Koerth, Reimar, 24937 Flensburg, DE;
Canician, Graciano, 24937 Flensburg, DE;
Schmidt, Arne, 24937 Flensburg, DE;
Iwen, Nils, (verstorben), 24941 Medelby, DE
DE-Anmeldedatum 31.03.1994
DE-Aktenzeichen 4411828
Offenlegungstag 05.10.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.1995
IPC-Hauptklasse B43L 9/00
IPC-Nebenklasse B43L 9/22   
Zusammenfassung Ein Teilzirkel mit an seinen oberen Enden schwenkbar gekoppelten Schenkeln, die im Abstand vom oberen Ende des einen Schenkels über eine Schubstange mit einem Führungselement des anderen Schenkels verbunden sind, daß auf einer Schraubenspindel, die parallel dem zweiten Schenkel geführt wird, über eine Spindelmutter auf der Schraubenspindel verfährt und den Öffnungswinkel bestimmt. Die Spindelmutter löst bei größer werdender Krafteinwirkung zur Öffnung und Schließung der Schenkel den Schraubenspindeleingriff und wird axial schiebbar und durch Klemmung des Feststellers des Führungselements auf den Profilschenkeln feststellbar. Die unteren Schenkelenden laufen als Profillappen aus, die durch die klemmende Querverschraubung die Führungseinsätze halten und in die die zylinderförmigen, geschlitzten Befestigungen des Spitzen- und des Zeicheneinsatzes verklemmt werden, die nach innen zur Nullen-Position verschwenkt werden können, in die Normalposition, durch Rastung fühlbar, oder nach außen zur Aufnahme gekröpfter Verlängerungen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Teilzirkel mit an seinen oberen Enden schwenkbar gekoppelten Schenkeln, die über eine Schubstange mit einer Schraubenspindel, ein Führungs- und Spindelmutter- Element und ein Betätigungselement tragend, zur Veränderung des Öffnungswinkel der Schenkel kraftschlüssig verbunden sind, wobei die oberen Schenkelenden, die lösbar Spitzen- und Zeichen-Einsatz haltend, so lagern, daß sie nach innen, wie auch nach außen verschwenkt werden können.

Bekannte Teilzirkel dieser Art sind mit auf gleicher Höhe der Schenkel liegenden Spindeltrieb versehen (DE-AS 22 55 521), auf verschiedener Höhe (DE 41 33 395/EP 536857 A1), die den seitlichen Überstand der Schraubenspindel deutlich verringert, aber immer noch zusätzlichen Platz benötigt und über den Grundkörper hinausragend den Handungsablauf durch das Drehen der Spindel horizontal oder schrägversetzt über der Zeichenebene behindert.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Teilzirkel zu schaffen, bei dem ein seitlicher Überstand verletzender Teile entfällt, die Handhabung der Einstellung sowie das Abtragens des Kreises verbessert und der Einsatz am Zeichen- und Spitzenschenkel zur Aufnahme gekröpfter Verlängerungen und zur Radienvergrößerung nach außen verschwenkt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Teilzirkel der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß die Schraubenspindelachse (1), gelagert in Führungen (14/15) entsprechend einer unbehinderten Einstellungshandhabung und unabhängig von der Einstellung parallel der Spitzenschenkelachse (2) verläuft. Das Betätigungselement (3) der Spindel kann sowohl dem oberen, wie dem unteren Schenkelende zugeordnet sein. Durch Drehung des Betätigungselements wird eine Spindelmutter als Führungselement (4) verfahren, die über eine drehbare Schubstange (5) drehbar mit dem Zeichenschenkel (6), kraftschlüssig das Kräftedreieck gewährleistend, verbunden ist und eine Einstellung zuläßt. Zur Schnellverstellung werden Gewindeführungselemente (7) über kraft-bestimmte Elemente (8) der Spindelmutter ausgerückt, die der Spindelmutter die Funktion einer Schubhülse zuweist; das schnelle Verfahren des Spindelmutter-Führungselements bewirkt eine schnelle Öffnungswinkeländerung der Schenkel (2/6) über die Schubstange (5). Die Feststellung gegen unbeabsichtigtes Verstellen erfolgt mit Hilfe eines Feststellelements (9) an der Spindelmutter, dessen Flanken sich auf dem Spitzenschenkelprofil verklemmen. Die Einsatzführungsteile des Zeichen- (12) und Spitzenschenkels (13) besitzen eine Nullstellung und erlauben die Verschwenkung der Funktionseinsätze (16/17) nach innen und außen. Die Gleichmäßigkeit der Schenkelbewegung wird mit Hilfe zweier Doppelzahnelemente bekannter Bauart erzielt, kann aber auch mit einem axial verfahrenden Schubteil im Kopf ausgestaltet sein, der Verbindung zu beiden Schenkeln besitzt. Die anderen Teile sind üblicher Bauart (10/11).

Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren näher erläutert:

Fig. 1 zeigt die Seitenansicht des Teilzirkels mit teilweise aufgebrochenem Detail des Halteteils für den Spitzeneinsatz.

Fig. 2 zeigt die Ansicht der Fig. 1 mit geschlossenen Schenkeln, oberhalb die Seitenansicht des Feststellers (9) und seitlich davon den Seitenschnitt durch das Profil und mit Ansicht des Feststellers.

Fig. 3 zeigt die teilweise geöffneten Schenkel gemäß Fig. 2, den nach innen verschwenkten Spitzeneinsatz und den nach außen verschwenkten Zeichenschenkel, ergänzt um die Bezeichnungsnumerierung.


Anspruch[de]
  1. 1. Teilzirkel mit an seinen oberen Enden schwenkbar gekoppelten Schenkeln (2/6), die als Profile ausgestaltet mit einer parallel zum Spitzenschenkel (6) verlaufenden Schraubenspindel (1), gelagert in Führungen (14/15), zur Veränderung des Öffnungswinkels der Schenkel (2/6) versehen ist, die ein Betätigungselement (3) trägt, geführt ein Führungselement (4) auf der Schraubenspindel beweglich werden läßt, das seine Stellung über eine verbindende Schubstange (5) auf den Zeichenschenkel (6) überträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenspindel (1) parallel verläuft und eine Betätigung der Schraubenspindel das Öffnungswinkel bestimmende Führungselement (4) in Richtung des Profilverlaufs verfährt, durch Gewindeführungsteile (7), die an die Spindel gepreßt (8) werden.
  2. 2. Teilzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindeführungsteile (7) des Führungselements (4) bei einer bestimmten Öffnungskraft aus ihrem Spindelgewindegang heraustreten und ein Überfahren der Gewindegänge zulassen.
  3. 3. Teilzirkel nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Führungselement (4) eine Verbindung als Schubstange (5) zum zweiten Schenkel (6) ansetzt, das ein im Ergebnis wirksames Dreieck der Krafteinflüsse herstellt.
  4. 4. Teilzirkel nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen- und Minenhaltereinsätze (16/17) in einem Halteteil (12/13) aufgenommen werden, daß das Spannen des Einsatzführungsteils, eine fühlbare Nullstellung und eine Drehung zu beiden Seiten zuläßt und als Halter zentrisch zwischen als Profillappen ausgebildeten Schenkelenden verschraubt ist.
  5. 5. Teilzirkel nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Klemmteil (9) am Gewindeführungselement die Klemmung am Schenkelprofil an beliebiger Stelle zuläßt, durch Verschiebung eines Profils, vom Nutzer weg, oder zu ihm hin.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com