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Dokumentenidentifikation DE69019901T2 12.10.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0419289
Titel System zum Reinigen eines Druckzylinders.
Anmelder Oxy-Dry Corp., Itasca, Ill., US
Erfinder Uribe, Diego, Barrington, Illinois 60010, US;
Driskill, Paul, Elgin, Illinois 60120, US;
Hantscho, Rolf, Lake Zurich, Illinois 60047, US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 69019901
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.09.1990
EP-Aktenzeichen 903103927
EP-Offenlegungsdatum 27.03.1991
EP date of grant 07.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1995
IPC-Hauptklasse B41F 35/06

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Gegenstand der Erfindung sind Druckmaschinen allgemein und insbesondere ein System zum Reinigen rotierender zylindrischer Oberflächen wie bspw. der Drucktücher von Zwischenzylindern bei Offsetdruckmaschinen und der Klischees von Plattenzylindern bei Kupferdruck-Druckmaschinen.

Hintergrund der Erfindung

Beim Betrieb von Druckmaschinen sammeln die Drucktücher der Zwischenzylinder und die Klischees an den Plattenzylindern fremdes Material wie bspw. getrocknete Druckfarbe oder Farbstoffablagerungen, Papier, Flusen, Staub, Schmutz und ähnliches, das entfernt werden muß, um ein Drucken mit hoher Qualität aufrechtzuerhalten. Ein Ergebnis davon ist, daß die Drucktücher und Klischees während des Laufes eines speziellen Druckjobs mehrmals gereinigt werden müssen. Außerdem müssen die Drucktücher ebenfalls gereinigt werden, um das Bild zu entfernen, wenn ein spezieller Druckjob beendet ist.

Die Reinigungseinrichtungen für das Drucktuch und das Klischee müssen in der Lage sein, Fremdmaterie von der Fläche, die gereinigt wird, zu entfernen und dann die entfernten Materialien von der Reinigungseinrichtung abzuladen, um wirksam zu sein. Zu diesem Zweck sind, wie aus dem auf denselben Anmelder zurückgehenden US-Patent 4.015.307 hervorgeht, Reinigungseinrichtungen für Drucktücher bekannt, die eine zylindrische Bürstenwalze aufweisen, die mit dem Zwischenzylinder in Eingriff bringbar und gegen den Zwischen- oder Plattenzylinder drehbar sind. Lösungsmittel werden vorzugsweise während des Bürstzyklusses auf die Bürstenwalze gegeben, um den Reinigungsvorgang zu verbessern und eine Abstreifschiene ist mit der Unterseite der Bürstenwalze in Eingriff stehend montiert, um die Borsten der Bürste zu veranlassen, sich zu biegen, wenn sie über die Abstreifschiene geleitet werden und Fremdmaterial sowie von der Bürstenwalze mitgeführtes Lösungsmittel des Zwischenzylinders wegzuschleudern.

Während solche Reinigungseinrichtungen Zwischenzylinder wirksam reinigen, haben sie gewisse Grenzen hinsichtlich der Gestaltung und des Betriebes. Weil sich die Bürstenwalze gegen den Zwischenzylinder dreht und die Abstreifschiene mit der Unterseite der Bürstenwalze im Eingriff steht, erhöhen Reaktionskräfte die durch den Widerstand der Abstreifschiene auf die Bürstenwalze ausgeübt werden, den Druck, mit dem die Bürstenwalze gegen den Zwischenzylinder drückt. Wenn die Bürstenwalze einen zwischen Drucktüchern an dem Zwischenzylinder vorhandenen Spalt trifft, neigt die Bürstenwalze dazu, plötzlich vorwärts gedrängt zu werden und als Reaktion darauf nach hinten zu prellen. In dem Maße, wie sich die Drehzahl der Bürstenwalze erhöht, erhöht sich auch das Prellen und die Vibration der Bürstenwalze, was zu einer unerwünschten Streifenbildung auf dem zu reinigenden Drucktuch führen kann. Die Drehzahl der Bürstenwalze muß deshalb begrenzt werden, um eine solche Streifenbildung zu vermeiden. Außerdem ist für die Bürstenwalze, weil der Drehung der Bürstenwalze sowohl ihre Berührung mit dem Zwischenzylinder als auch mit der Abstreifschiene entgegenstehen, allgemein ein Motor mit relativ hohem Drehmoment erforderlich. Es ist außerdem herausgefunden worden, daß die Abstreifschiene ungefähr 10 bis 25% des beim Reinigungsbetrieb auf die Bürstenwalze gegebene Lösungsmittel entfernt. Die Reinigungseinrichtung muß mit einer ausreichenden Menge von Lösungsmittel versorgt werden, um die durch die Abstreifschiene entfernte Lösungsmittelmenge zu kompensieren, was die Betriebskosten des Systems erhöht.

Es ist außerdem erforderlich, daß das Drucktuch und die Reinigungseinrichtung für das Klischee nicht gestatten, daß übermäßige Mengen von Lösungsmittel auf die sich bewegenden Bögen aufgebracht werden. Weil sich in Druckanlagen verwendete Trockenvorrichtungen lediglich an vorbestimmte Lösungsmittelmengen anpassen können, ohne einen Zustand zu erzeugen, bei dem eine Entflammung auftreten kann, muß Vorsorge getroffen werden, um sicherzustellen, daß das auf die Drucktücher und Klischees während eines Reinigungsvorganges aufgebrachte Lösungsmittel und das Bogenmaterial seinerseits, das durch die Trockenvorrichtung zu transportieren ist, die Kapazität der Trockenvorrichtung nicht übersteigt. Tatsächlich kann, während es in Abhängigkeit von Farb- und Druckanforderungen häufig wünschenswert ist, vier bis zehn Druckeinheiten an einer sich bewegenden Bahn arbeiten zu lassen, die Anzahl der Druckeinheiten durch die Menge des Lösungmittels begrenzt sein, das von den Drucktuch- und Klischeereinigungseinrichtungen auf die Bahn aufgebracht wird. Damit kann die Kapazität der Trockenvorrichtung in Verbindung mit der durch die Drucktuch- oder Klischeereinigungseinrichtungen auf die Bahn aufgebrachte Lösungsmittelmenge die Druckeinheiten limitieren, die für den Druckvorgang verfügbar sind. Weil es bislang schwierig gewesen ist, die auf die Bahn aufgebrachte Lösungsmittelmenge präzise zu kontrollieren, ist es gleichermaßen schwierig, die maximale Anzahl von Druckeinheiten verläßlich zu bestimmen, die ohne Überschreitung der Sicherheitsgrenzen der Trockenvorrichtung verwendet werden können.

Die Drucktuch- und Klischeereinigungsvorrichtungen müssen außerdem ein verläßliches Abführen von Lösungsmittel und Fremdmaterial gestatten, das von der Bürstenwalze entfernt worden ist, ohne eine Verstopfen oder Überlaufen herbeizuführen, das die Bürstenwalze veranlassen kann, eine übermäßige Lösungsmittelmenge an die sich bewegende Bahn abzugeben. Außerdem können sich im Falle einer Fehlfunktion des mechanischen oder steuernden Systems der Reinigungseinrichtung bei früheren Drucktuchund Klischeereinigungseinrichtungen gefährliche Zustände ergeben. Bspw. kann, wenn Magnetspulensteuerventile verwendet werden und wenn die Drucktuch- oder Klischeereinigungseinrichtung mit dem Ventil in Offenzustand versagt, während der Zeitspanne der Fehlfunktion Lösungsmittel kontinuierlich auf die Bürstenwalze geführt werden, was wiederum in dem Aufbringen einer übermäßigen Lösungsmittelmenge auf die Bahn oder das Bogenmaterial resultiert, die bzw. das zu der Trockenvorrichtung transportiert wird. Außerdem ist es bei früheren Drucktuch- und Klischeereinigungseinrichtungen häufig schwierig, Service und Reparaturen auszuführen und Platzbegrenzungen der Druckmaschine machen häufig zusätzliche Kosten für Sonderkonstruktion und Installation erforderlich.

Aufgaben und Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Reinigungssystem für einen Zwischenzylinder für eine Druckmaschine vorgesehen, die eine Vielzahl von Druckeinheiten mit jeweils ersten und zweiten Zwischenzylindern aufweisen,

mit einer jedem Platten- oder Offsetzylinder zugeordneten, gesonderten Reinigungseinrichtung, wobei die Reinigungseinrichtungen jeweils eine drehend angetriebene Bürstenwalze, die derart angebracht ist, daß sie mit dem zugeordneten Platten- oder Offsetzylinder wahlweise in Eingriff gebracht werden kann, um Farbe und Fremdstoffe von diesem zu entfernen, sowie Mittel aufweist, um bedarfsweise Reinigungsflüssigkeit auf den Platten- oder Offsetzylinder zu leiten, um dessen Reinigung zu erleichtern,

mit einer Zuführungseinrichtung für Reinigungsflüssigkeit,

mit einem jeder Druckeinheit zugeordneten, gesonderten Steuermodul, wobei die Steuermodule jeweils wenigstens eine zyklisch betriebene Verdrängerpumpe; um während jedes Arbeitsspieles eine vorbestimmte Menge Reinigungsflüssigkeit auszugeben, Mittel zum Verbinden des Steuermoduls mit der Versorgungseinrichtung für Reinigungsflüssigkeit sowie Mittel aufweist, die den Steuermodul mit den Reinigungseinrichtungen der jeweils zugeordneten Druckeinheit verbinden, wobei die Verdrängerpumpe wahlweise betreibbar ist, um einen gesteuerten, vorbestimmten Fluß von Reinigungsflüssigkeit auf die Leitmittel wenigstens einer der Reinigungseinrichtungen zu leiten und wobei bei Beendigung der Betätigung der Verdrängerpumpe der Fluß von Reinigungsflüssigkeit auf die Flüssigkeitslenkmittel gleichzeitig unterbrochen ist.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Drucktuch- und Klischeereinigungssystem für Druckmaschinen anzugeben, das für eine wirtschaftliche und effiziente Herstellung und ebensolchen Betrieb geeignet ist.

Eine weitere Aufgabe ist, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem wie oben gekennzeichnet anzugeben, das die Lösungsmittelmengen, die beim Reinigen des Drucktuches und des Klischees verwendet werden, präzise kontrolliert und somit eine verläßlichere Bestimmung der maximalen Anzahl von Druckeinheiten ermöglicht, die bei einem Druckvorgang gleichzeitig verwendet werden können, ohne potentiell gefährliche Zustände in der Trockenvorrichtung der Druckmaschine zu erzeugen.

Eine weitere Aufgabe ist, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem der obigen Art vorzusehen, das zur automatischen Unterbrechung der Lösungsmittelzufuhr zu der Bürstenwalze der Reinigungseinrichtung im Falle einer Fehlfunktion der Mechanik oder Steuerung in dem System geeignet ist.

Eine andere Aufgabe ist, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem des vorgenannten Typs zu schaffen, bei dem die kraftbetätigte Bürstenwalze mit relativ hohen Drehzahlen mit geringerer unerwünschter Vibrationstendenz und somit einer geringeren Tendenz zur Erzeugung von Streifen auf dem Drucktuch oder dem zu reinigenden Klischee betreibbar ist. Eine damit in Beziehung stehende Aufgabe ist, ein solches Drucktuch- und Klischeereinigungssystem zu schaffen, das eine Abstreifschiene für Fremdmaterial enthält, die den Anpreßdruck der Bürstenwalze an die Zwischenwalze oder das Klischee während eines Reinigungszyklusses nicht erhöht.

Eine weitere Aufgabe ist, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem des obigen Types zu schaffen, das geringere Lösungsmittelmengen erfordert. Eine damit in Beziehung stehende Aufgabe ist, solch ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem zu schaffen, bei dem die Abstreifschiene dazu dient, in erster Linie Fremdmaterial von der Bürste und lediglich minimale Lösungsmittelmengen zu entfernen.

Eine andere Aufgabe ist es, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem einer solchen Bauart zu schaffen, die modulare Steuerelemente enthält, die sowohl die Installation und den Service des Systems in einer Druckmaschine als auch optimalen Betrieb ermöglichen.

Eine andere Aufgabe ist, ein Drucktuch- und Klischeereinigungssystem zu schaffen, bei dem die Bürstenwalze mit einem Antriebsmotor mit geringerem Drehmoment angetrieben werden kann.

Eine weitere Aufgabe ist, eine Drucktuch- und Klischeereinigungseinrichtung zu schaffen, die das verläßliche Abführen von Fremdmaterial und Lösungsmittel, die von der Bürstenwalze entfernt worden sind, während des Reinigungsbetriebes gestatten und die relativ einfach gereinigt und gewartet werden kann.

Andere Aufgaben und Vorzüge der Erfindung werden durch das Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung mit Bezug auf die Zeichnungen ersichtlich, in denen:

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 eine diagrammartige Draufsicht auf eine Druckanlage mit einem Reinigungssystem für Platten- oder Offsetzylinder gemäß der vorliegenden Erfindung ist, wobei sie insbesondere die Lösungsmittelzufuhr des Systems darstellt;

Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Druckanlage ist;

Fig. 3 ein Vertikalschnitt einer der in der dargestellten Druckanlage veranschaulichten Druckeinheiten ist;

Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht einer der Reinigungseinrichtungen des dargestellten Reinigungssystems ist;

Fig. 5 eine Ansicht auf das vordere Ende einer Reinigungseinrichtung in teilweiser Schnittdarstellung ist, geschnitten in der Ebene der Linie 5-5 von Fig. 4;

Fig. 6 ein vergrößerter Vertikalschnitt der Reinigungseinrichtung ist, geschnitten in der Ebene der Linie 6-6 von Fig. 5;

Fig. 7 eine vergrößerte Vorderansicht eines der Steuermodule des Reinigungssystems ist;

Fig. 8 ein Vertikalschnitt des Steuermodules ist, geschnitten in der Ebene der Linie 8-8 von Fig. 7;

Fig. 9 ein Vertikalschnitt des Steuermodules ist, geschnitten entlang der Ebene der Linie 9-9 in Fig. 7;

Fig. 10 eine Draufsicht auf den Modul ist, gesehen in der Ebene der Linie 10-10 in Fig. 7;

Fig. 11 ein Vertikalschnitt des Lösungsmittel- und Wasserversorgungstanks des Reinigungssystems ist;

Fig. 12 eine teilweise geschnittene Vorderansicht einer Abfallabführungseinheit für das Lösungsmittelregenerierungssystem des Reinigungssystems ist;

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht einer Flachbettfiltereinheit für das Lösungsmittelregenerierungssystem ist;

Fig. 14 eine Draufsicht auf die Druckanlage, ähnlich zu Fig. 1 ist, die jedoch teilweise die Wasserzuführung für das Reinigungssystem veranschaulicht;

Fig. 15 eine Seitenansicht der in Fig. 14 dargestellten Druckanlage ist;

Fig. 16 eine Draufsicht auf die Druckanlage ist, die die Hydraulikversorgungseinrichtung des Reinigungssystems ausschnittsweise darstellt;

Fig. 17 eine Seitenansicht der in Fig. 16 dargestellten Druckanlage ist;

Fig. 18 eine Draufsicht auf die Druckanlage ist, in der insbesondere die Pneumatikversorgung für das Reinigungssystem dargestellt ist;

Fig. 19 eine Seitenansicht der in Fig. 18 dargestellten Druckanlage ist und

Fig. 20 eine insbesondere die Elektroversorgung des Reinigungssystems illustrierende Draufsicht auf die Druckanlage ist.

Während die Erfindung unterschiedlichen Modifikationen und alternativen Konstruktionen zugänglich ist, ist eine gewisse Ausführungsform derselben in den Zeichnungen dargestellt und weiter unten detailliert beschrieben. Es versteht sich jedoch, daß keine Absicht besteht, die Erfindung auf die spezifische geoffenbarte Form zu beschränken, im Gegenteil, es ist beabsichtigt, daß alle Modifikationen, Alternativkonstruktionen und Äquivalente in den Schutzbereich fallen. Während die Erfindung in Verbindung mit einem Drucktuchreinigungssystem beschrieben ist, versteht es sich fernerhin, daß sie gleichermaßen für das Reinigen von Klischees der Plattenzylinder von Druckmaschinen anwendbar ist. Der hier verwendete Begriff "druckender Zylinder" umfaßt sowohl Gummituch- oder Zwischenzylinder, als auch die Klischees von Plattenzylindern.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Es wird nun spezieller auf die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen Bezug genommen, in denen eine Druckanlage 10 zum Bedrucken von Bahnen dargestellt ist, die eine Vielzahl von Druckeinheiten 11 mit jeweils einem Reinigungssystem 12 für einen druckenden Zylinder aufweist, das in diesem Fall ein Reinigungssystem für Offsetzylinder ist. Eine aus einem Rollenstand 14 gezogene Bahn 13 aus Papier wird durch eine Einführungs- und Leiteinrichtung 15 und dann aufeinanderfolgend durch die Druckeinheiten 11 geführt, bei denen gedruckte Bilder unterschiedlicher Farben in bekannter Weise auf die Bahn aufgebracht werden können. Die bedruckte, aus den Druckeinheiten 11 herauskommende Bahn 13 wird durch eine Trockenvorrichtung 16 über Kühlwalzen 17 und eine Falzeinrichtung 18 oder andere Einrichtungen zur Nachbearbeitung geführt. Die Druckeinheiten 11 weisen, wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, jeweils einen oberen und einen unteren Zwischenzylinder 19a, 19b auf, die einen Druckspalt definieren, durch den die Bahn 13 durchläuft. Jedem oberen und unteren Zwischenzylinder 19a, 19b ist jeweils ein Plattenzylinder 20a 20b sowie eine Farbzuführung 21a, 21b in konventioneller Weise zugeordnet.

Zum wahlweisen Reinigen des Zwischenzylinders 19a, 19b jeder Druckeinheit 11 weist jeder Zwischenzylinder 19a, 19b eine Zylinderreinigungseinrichtung 22a 22b auf die, wie am besten aus den Fig. 4 bis 6 hervorgeht, zwischen seitlichen Rahmenplatten 23 der Druckmaschine in Nachbarschaft zu den entsprechenden Zwischenzylindern 19a 19b angeordnet sind. Jede Reinigungseinrichtung 22a, 22b enthält eine Bürsteneinheit 24 mit einem Gehäuse, das einen oberen und einen unteren Abschnitt 25, 26 aufweist, die gemeinsam an einer hinteren Stützplatte 27 gesichert sind. Eine Bürstenwalze 28 ist in dem Gehäuse drehbar gelagert und der obere und der untere Gehäuseabschnitt 25, 26 definieren eine Vorderöf fnung 29, durch die sich ein vorderer Abschnitt der Bürstenwalze 28 erstreckt.

Die Bürstenwalze 28 kann von einer kommerziell verfügbaren Bauart sein, die zum Reinigen von Zwischenzylindern und Plattenzylindern verwendet wird. Die Bürstenwalze 28 weist in diesem Falle einen zylindrischen Körper 30 mit sich radial erstreckenden Borsten 31 auf. Die Borsten 31 müssen gegen die Lösungsmittel, die verwendet werden, chemisch widerstandsfähig sowie ausreichend geschmeidig, so daß die zu reinigende Oberfläche nicht beschädigt wird, und ausreichend steif sein, so daß, wie nachfolgend diskutiert wird, Fremdmaterial von den Borsten geschnippt werden kann. Zum Abstützen der Bürstenwalze 28 sind zylindrische Einsätze 32 (Fig. 5) in einander entgegengesetzt liegenden Enden des Körpers 30 vorgesehen, wobei die Einsätze jeweils eine sich nach außen erstreckende Haltewelle 33 aufweisen. Um die Wartung der Bürstenwalze 28 zu verbessern, kann diese in geeigneten Lagern 34 gelagert werden, die in Lagerblockhalterungsplatten 35 an einander entgegengesetzten Enden des Gehäuses angeordnet sind, an denen nach außen geöffnete Schlitze 36 zur Aufnahme der Welle ausgebildet sind (Fig. 4 und 5). An dem Ende jedes Schlitzes 36 ist eine geeignete abnehmbare Halteklemme vorgesehen, um die Bürstenwalze 28 in der montierten Position zu halten.

Zum drehenden Antreiben der Bürstenwalze 28 ist ein Motor 37, der in diesem Falle ein Hydraulikmotor ist, an dem hinteren Ende des Gehäuses der Bürsteneinheit montiert. Der Hydraulikmotor 37, der von einem bekannten Typ sein kann, weist ein Antriebsritzel 38 (Fig. 4) auf, das mit einem Zwischenzahnrad 39 in Eingriff bringbar ist, das durch die benachbarte Lagerblockhalteplatte 35 gestützt ist, das seinerseits mit einem an der Welle 33 an der linken Seite der Bürstenwalze 28 montierten Bürstenwalzenzahnrad 40 in Eingriff bringbar ist, wie in Fig. 5 dargestellt. Der Hydraulikmotor 37 kann mittels flexibler Zuführungs- und Rückführungsleitungen an eine Versorgungsquelle für unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit angekuppelt werden, wie weiter unten diskutiert wird, so daß der Motor, wenn unter Druck stehendes Fluid an der Zuführungsleitung anliegt, das Ausgangsritzel 38 antreibt, das seinerseits das Zwischenzahnrad 39 und das Bürstenwalzenzahnrad 40 antreibt. Die Bürstenwalze 28 ist gegen die Oberfläche des zu reinigenden Drucktuches oder Klischees mit einer solchen Geschwindigkeit drehbar, daß eine wirksame Reinigung erreicht wird. Die Drehzahl, mit der die Bürstenwalze gedreht wird, kann in weiten Grenzen variiert werden, wobei das prinzipielle Kriterium ist, daß die Drehzahl ausreichend hoch ist, um eine wirksame Reinigung in einer minimalen Zeit zu erreichen.

Um die Bürstenwalze während eines Reinigungsvorganges mit Reinigungsflüssigkeiten zu beaufschlagen, ist ein Verteilungsrohr 41 für Reinigungsflüssigkeit an der oberen, hinteren Ecke des Gehäuses der Bürsteneinheit angeordnet, wie in Fig. 6 dargestellt. Das Verteilungsrohr 41 ist zwischen einer Vielzahl von seitlich beabstandeten Stützklammern 42 gehalten, die in der Ecke der Bürsteneinheit montiert und mit einer Vielzahl von seitlich beabstandeten Löchern versehen sind, die dazu dienen, an einer der Gehäuseöffnung 29 gegenüberliegenden Seite Reinigungsflüssigkeit auf die Bürstenwalze 28 zu leiten. Die Anzahl und Beabstandung der Löcher 43 des Verteilungsrohres 41 sollte ausreichend sein, um die Bürstenwalze 28 auf ihrer gesamten Länge naß zu machen. Durch das Rohr 41 wird vorzugsweise Wasser geleitet, wie weiter unten beschrieben wird, um auf die Bürstenwalze 28 und dann den druckenden Zylinder aufgebracht zu werden, um zu ermöglichen, daß der druckende Zylinder von Gummistaubschichten, Druckbestäubungspudern und anderen wasserlöslichen Materialien befreit wird, die auf dem Gummituch oder dem Klischee sein können. Ebenfalls vorzugsweise wird ein organisches Lösungsmittel durch das Verteilungsrohr 41 geleitet, um Farbe und andere auf dem Gummituch oder dem Klischee verbliebene Substanzen zu entfernen. Die verwendeten organischen Lösungsmittel können jedes einer Vielzahl kommerziell verfügbarer Lösungsmittel sein, die bspw. eine Mischung aus aliphatischen Hydrokarbonen, Xylenen und Glycolmonoether enthalten.

Um die Schrubb- und Reinigungswirkung der Bürstenwalze 28 zu erhöhen, sind vorzugsweise Mittel vorgesehen, die ein Oszillieren der Bürstenwalze verursachen, wenn sich diese dreht. Bei der dargestellten Ausführungsform weist eine der Bürstenwalzenwellen 33 einen sich nach außen erstreckenden Nockenfolger 45 auf (Fig. 5). An dem Gehäuse der Bürsteneinheit montierte Nockenplatten 46 definieren eine ringförmige Kurvennut 48 mit einem vorbestimmten Nockenprofil, in dem der Nockenfolger 45 angeordnet ist. Bei Drehung der Bürstenwalze 28 mittels deren Antriebseinrichtung läuft der Kurvenfolger 45 auf dem Nockenprofil und veranlaßt die Bürstenwalze, gleichzeitig in schwingender Weise hin und her zu gehen. Wie es dem Fachmann bekannt ist, weist das Antriebsritzel 38 des Antriebsmotors 37 eine ausreichende Breite auf, um eine oszillierende Bewegung der Bürstenwalze und seiner Antriebszahnräder 39, 40 auszugleichen.

Zur Bewegung der Bürsteneinheit 24 zwischen einer Arbeitsposition, bei der die Bürstenwalze 28 mit dem Zwischenzylinder 19 in Eingriff steht (Fig. 4) und einer rückgezogenen oder inaktiven Position, bei der die Bürstenwalze 28 von dem Zwischenzylinder 19 weg bewegt ist, ist an der Unterseite der Bürsteneinheit 24 bei deren einander entgegengesetzt liegenden Enden (Fig. 4 und Fig. 5) ein Paar Pneumatikzylinder angeordnet. Jeder Pneumatikzylinder weist einen Kolben 51 mit einer sich rückwärts erstreckenden Kolbenstange 52 auf, die mittels entsprechender Klammern 54 an länglichen Führungen 60 der Rahmenplatten 23 der Druckmaschine befestigt sind. Jede Kolbenstange 52 weist in diesem Fall einen inneren Kanal 55 auf, der an eine Druckluftversorgungsleitung 56 angeschlossen ist und mit dem Innenraum des Zylinders 5 bei einer Seite des Kolbens 51 in Verbindung steht. Das Beaufschlagen mit Druckluft über die Leitung 56 verursacht, wie weiter unten beschrieben wird, daß sich das Gehäuse des Zylinders 50 und der mit diesem verbundenen Bürsteneinheit 24 von seiner Betriebspostition (Fig. 4 und 6) in die zurückgezogene Position bewegt, während die Stange 52 bei den länglichen Führungen 60 fest verbleibt. Das Beaufschlagen mit Druckluft über eine Leitung 58, die mit der gegenüberliegenden Seite des Kolbens 51 in Verbindung steht, verursacht eine Rückkehrbewegung des Zylinders 50 und der Bürsteneinheit 24 aus der inaktiven Position in die Arbeitsposition, wobei die Bürstenwalze 28 mit dem Zwischenzylinder 19 in Eingriff kommt. Zum Führen der Bewegung der Bürsteneinheit 24 zwischen Ihrer Arbeitsposition und ihrer zurückgezogenen Position sind an den Gehäusen der Zylinder 50 entsprechende, sich nach außen erstreckende Führungen 59 vorgesehen, die auf nach innen gerichteten Führungen 60 laufen, die mit den Rahmenplatten 23 der Druckmaschine verbunden sind (Fig. 5).

Gemäß einem Aspekt der Erfindung weisen die Einrichtungen zur Reinigung des Drucktuches jeweils eine Abstreifschiene für die Bürstenwalze auf, die eine Relativbewegung in Bezug auf die Bürstenwalze derart ausführen kann, daß die Abstreifschiene und die Bürstenwalze wahlweise in und außer Eingriff miteinander gebracht werden können, um zu ermöglichen, daß Bruchstücke der Borsten der Bürstenwalze durch die Abstreifschiene entfernt werden können, während die Bürsteneinheit von dem druckenden Zylinder weggenommen ist, und um den Betrieb der Bürstenwalze an dem druckenden Zylinder zu ermöglichen, während die Abstreifschiene von der Bürstenwalze entfernt ist. Zu diesem Zweck ist eine Abstreifklinge oder -schiene 65 zum Entfernen von Fremdmaterial und Lösungsmittel von der Bürstenwalze 28 vorgesehen, die sich wünschenswerterweise über die Länge der Bürste erstreckt und die geeignet ist, mit der Unterseite der Bürstenwalze 28 in Eingriff gebracht zu werden (wie in Fig. 6 in gestrichelten Linien dargestellt ist). Die Abstreifschiene 65 weist eine erste, im wesentlichen ebene Fläche 66 auf, die mit der Unterseite der Bürstenwalze in Eingriff gebracht werden kann, und zwar schräg zu den Bürsten der Bürstenwalze 28, die mit der Abstreifschiene 65 derart in Berührung gebracht werden, daß die einzelnen Borsten 31 aufeinanderfolgend und zunehmend gebogen werden, wenn sie über die Abstreifschiene laufen, und dann freigegeben werden, um schnell in deren jeweilige Normalposition zurückzukehren, so daß ein Entfernen des Lösungsmittels und von Fremdmaterie von der Bürste bewirkt wird. Um eine solche schnelle Rückkehrbewegung der Borsten 31 zu ermöglichen, weist die Abstreifschiene 65 in diesem Fall eine zweite geneigte, zu der ersten Fläche 66 rückwärtige Fläche 68 auf, wobei die Flächen 66, 68 einen im wesentlichen zugespitzten oberen Abschnitt der Abstreifschiene 65 bilden. Aufgrund der Richtung der Drehbewegung der Bürstenwalze 28 und der Position der Abstreifschiene 65, an deren Unterseite ist es ersichtlich, daß Lösungsmittel und Fremdmaterialien, die von der Bürstenwalze entfernt werden, wenn die Borsten 31 über die Abstreifschiene laufen, nach unten in einer Richtung weg von der Frontöffnung 29 der Bürsteneinheit 24 abgelenkt werden.

Um die Abstreifschiene 65 zwischen einer ersten Position, in der die Abstreifschiene mit der Bürstenwalze in Eingriff steht (in Fig. 6 in gestrichelten Linien dargestellt) und einer zweiten Position (in Fig. 6 mit durchgezogenen Linien dargestellt) bewegbar zu halten, ist eine Vielzahl L-förmiger Arme 78 vorgesehen. Jeder L- förmige Arm weist einen im wesentlichen horizontalen Schenkel 79, der die Abstreifschiene 65 an einem äußeren Ende derselben mittels Schraube hält, sowie einen zweiten, im wesentlichen aufrecht stehenden, im allgemeinen vertikalen Schenkel 80 auf, der mittels Scharnierplatten 84 an dem Gehäuse der Bürsteneinheit 24 gesichert ist. Jede Scharnierplatte 84 weist einen an der Stützplatte 27 des Gehäuses mittels Befestigungsschrauben 85 gesicherten Schenkel sowie einen zweiten Schenkel auf, der mittels Befestigungsschrauben 86 an dem Ende des aufrecht stehenden Schenkels 80 des Stützarmes 78 für die Abstreifschiene gesichert ist.

Zum Drehen der Stützarme 78 für die Abstreifschiene und der Abstreifschiene 65, die dabei zwischen der ersten und der zweiten Position getragen ist, ist an dem hinteren Ende der Bürsteneinheit 24 eine Vielzahl von Pneumatikzylindern befestigt und jeder weist eine entsprechende Zylinderstange 91 auf, die sich in Vorwärtsrichtung durch das Gehäuse der Bürsteneinheit 24 erstreckt und die jeweils mit einem der Stützarme 78 für die Abstreifschiene gekoppelt ist. Es ist ersichtlich, daß bei Betätigung der Pneumatikzylinder 90 durch Übertragen von Druckluft auf eine Einlaßleitung 78, wie weiter unten beschrieben wird, die Stangen 91 ausgefahren werden, um die Stützarme 78 in Bezug auf die Stützplatte 27 der Bürsteneinheit nach außen zu schwenken, wobei die Abstreifschiene 65 in Wechselwirkung mit der Unterseite der Bürstenwalze 28 gebracht wird. Ohne Betätigung der Pneumatikzylinder 19 können die Stangen 91 der Zylinder zurückgehen und die aufrecht stehenden Schenkel 80 der gtützarme 78 in eine den Stützplatten 27 unmittelbar benachbarte Position rücküberführen, die die hintere Wand der Bürsteneinheit 24 bilden, wodurch die Abstreifschiene 65 in eine Position abgesenkt wird, in der sie außer Eingriff mit der Bürstenwalze 20 ist (Fig. 6).

Zum Ableiten von Lösungmittel und Fremdstoffen, die von der Bürstenwalze 28 mittels der Abstreifschiene 65 entfernt sind, und um solche Materialien von der Bürsteneinheit 24 wegzuleiten, weist der untere Gehäuseabschnitt 26 der Bürsteneinheit 24 eine trogartige Form mit einer länglichen, bodenseitigen Auslaßöffnung 70 auf, die sich im wesentlichen über die Länge der Bürstenwalze 28 erstreckt. Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Auslaßöffnung 70 eine längliche, rechteckige Form auf, die durch ein Paar nach unten schräg verlaufender Seitenwände 73a (Fig. 6), die Lösungsmittel und Fremdmaterial an einen unmittelbar unterhalb der Bürstenwalze 28 gelegenen Ort leiten, sowie ein Paar nach unten schräg verlaufender Endwände 73b auf (Fig. 5), die sich unterhalb entsprechender einander gegenüberliegender Enden der Bürstenwalze 28 über relativ kurze Distanzen erstecken, um Lösungsmittel und Fremdmaterial oberhalb der Zylinder 50 nach innen zu der Auslaßöffnung 70 zu kanalisieren. Die geneigten Seiten und Endwände 73a, 73b enden jeweils in einer daran hängenden, vertikalen Lippe 73c. Folglich werden Fremdmaterial und Lösungmittel, die von der Bürstenwalze 28 durch die Abstreifschiene 65 abgeschleudert sind, zu und durch die relativ weite Auslaßöffnung 70 unmittelbar unterhalb der Bürstenwalze geleitet.

Um aus der Auslaßöffnung 70 des Gehäuses herauskommendes Lösungsmittel und Fremdmaterial aufzunehmen und zu kanalisieren, ist ein Ablaufbecken 71 unmittelbar unterhalb der Auslaßöffnung 70 vertikal beabstandet und abnehmbar gehalten. Das Ablaufbecken 71 weist in diesem Fall ein Paar sich bei seinen einander gegenüberliegenden Ende nach außen erstreckende Arme 72 auf, die in entsprechenden, nach innen gerichteten Öffnungsschlitzen 74 der Gehäuse der Pneumatikzylinder 50 aufgenommen sind. Zur Sicherung der Arme 72 in der montierten Position sind lösbare Haltemittel vorgesehen. Zu den Haltemitteln gehören in diesem Fall federbelastete Halter, die jeweils eine Schraube 75 aufweisen, die in eine Öffnung eingeschraubt ist, die sich von der Unterseite des Gehäuses des entsprechenden Zylinders 50 in den den Arm aufnehmenden Schlitz 74 erstreckt. Das obere Ende der Schraube 75 weist eine Ausnehmung zur Aufnahme einer federbelasteten Rastkugel 76 auf, die mit einer Rastnase oder an der Unterseite des Armes 72 ausgebildeten Ausnehmung beim Einsetzen der Arme 72 in die Schlitze 74 in lösbaren Eingriff kommt. Eine Befestigungsmutter 77 sichert die Schraube 75 in der montierten Position.

Das Ablaufbecken 71 ist an seiner Oberseite offen und rechteckförmig und liegt vollkommen unter der Auslaßöffnung 70 des Gehäuses. Das Ablaufbecken 71 weist einen nach unten und nach links geneigten Boden auf, wie aus Fig. 5 ersichtlich, um Festkörper und Flüssigkeit zu einer Abflußöffnung 71b an dem Ende des Beckens zu leiten. Das Ablaufbecken 71 ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß seine obere äußere Kante 71c unterhalb der unteren Außenkante der Lippe 73c der Auslaßöffnung beabstandet zu dieser angeordnet ist. Ein solcher Freiraum zwischen dem Ablaufbecken 71 und der Lippe 73c der Auslaßöffnung gestattet ein relativ leichtes Wegnehmen und Ersetzen des Ablaufbeckens 71, und in dem unwahrscheinlichen Fall, daß der Abfluß 71b verstopft sein sollte, kann Lösungsmittel und Fremdmaterie in dem Ablaufbecken 71 nur bis zu der Oberkante des Ablaufbeckens steigen, wodurch ein Zustand vermieden wird, in dem die Unterseite der Bürstenwalze 28 Kontakt mit angesammeltem Lösungsmittel bekommen und verursachen könnte, daß übermäßige Lösungsmittelmengen auf die sich bewegende Bahn aufgebracht werden.

Das Ablaufbecken 71 der dargestellten Ausführungsform entlädt sich in einen Abflußtrog 82, der von der Rahmenplatte 11 an der linken Seite der Einheit frei tragend gehalten ist, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Der Abflußtrog 82 weist eine Bodenwand 83 auf, die nach unten zu einem Abfluß 85 geneigt ist und die an eine Abflußleitung angeschlossen ist, um das Lösungsmittel und das Fremdmaterial zu einem Lösungsmittelregenerierungssystem zu führen, wie weiter unten beschrieben wird, um die Wiederverwendung des Lösungsmittels zu ermöglichen. Die obere äußere Kante 86 des Abflußtroges 82 ist wiederum unterhalb der unteren äußeren Kante des Abflusses 71b und beabstandet zu diesem angeordnet, um Störungen beim Wegnehmen und Ersetzen des Ablaufbeckens 71 zu vermeiden.

Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung weist jede Druckeinheit entsprechende Steuermodule auf, die die wesentlichen Komponenten zum Steuern des Betriebs der Reinigungseinrichtungen für die druckenden Zylinder für die zugehörige Druckeinheit aufweist. Die Module sind jeweils in enger Nachbarschaft zu einer entsprechenden Druckeinheit angeordnet und dienen außerdem als Verbindungsboxen, um ein schnelles und standardisiertes Verbinden der Reinigungseinrichtungen der zugeordneten Druckeinheit mit Strom, Lösungsmittel, Wasser, Pneumatik und Hydraulik von äußeren Versorgungsquellen zu ermöglichen. Bei der dargestellten Ausführungsform weist das Reinigungssystem 12 für den Platten- oder Offsetzylinder ein Lösungsmittelsystem 100 (Fig. 1 und 2), ein Wasserversorgungssystem 101 (Fig. 14 und 15), ein Hydrauliksystem 102 (Fig. 16 und 17) ein Pneumatiksystem 104 (Fig. 18 und 19) sowie ein elektrisches System 105 (Fig. 20) auf und jede Druckeinheit 11 hat einen entsprechenden Steuermodul 110 zur Verbindung solcher Systeme mit den Reinigungseinrichtungen 22a 22b für die zugeordnete Druckeinheit 11 und um eine nahe Kontrolle des Betriebs der Reinigungseinrichtungen 22a, 22b vorzusehen. Jeder Modul 110 weist, wie am besten in den Fig. 7 bis 10 dargestellt ist, ein kastenförmiges Gehäuse 111 mit einer schwenkbar montierten Frontöf fnungstür 112 für leichten Zugriff auf. Weil die Module 110 in Aufbau und Funktion gleich sind, braucht lediglich einer detailliert beschrieben zu werden.

Zum präzisen Steuern der an die Reinigungseinrichtungen 22a, 22b jeder Druckeinheit 11 gelieferten Lösungsmittelmenge enthält jeder Modul 110 in Ausführung der Erfindung ein wahlweise in Betrieb setzbares Pumpenmittel, das in der veranschaulichten Ausführungsform ein Paar Verdrängerpumpen 115a 115b (Fig. 8 und 9) enthält, derenjede zum Liefern einer kontrollierten Lösungsmittelmenge an eine entsprechende Reinigungseinrichtung 22a 22b für das Drucktuch der zugeordneten Druckeinheit einsetzbar ist. Die Pumpen 115a, 115b sind in diesem Falle hängend an einer oberen Wand des Modulgehäuses 111 an einander entgegengesetzten Seiten desselben gesichert. An den Modul 110 wird Lösungsmittel über eine Versorgungsleitung 116 geliefert, die mit dem Modul über einen Einlaßfitting 118 verbunden ist. Der Einlaßfitting 118 ist seinerseits mittels einer Speiseleitung 119 an ein T-Stück 120 angeschlossen (Fig. 7), das ein Paar Speiseleitungen 121a, 121b aufweist, die jeweils mit einer Lösungsmittelaufnahmekammer an dem oberen Ende einer entsprechenden Pumpe 115a, 115b gekoppelt ist. Jede Pumpe 115a, 115b weist einen entsprechenden Auslaß auf, der über ein Einwegsteuerventil 123a, 123b an den Einlaß eines entsprechenden T- Stückes 124a 124b angeschlossen ist, wobei jedes eine mit diesem verbundene Reinigungsflüssigkeitsauslaßleitung 125a 125b aufweist, die mit dem Verteilungsrohr 41 für Reinigungsflüssigkeit der entsprechenden Reinigungseinrichtungen 22a 22b in Verbindung steht.

Zum Steuern des Betriebs der Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b weist jede Pumpe ein Paar Einlaßleitungen 126a 126b und 128a, 128b für Druckluft auf. Die Einlaßleitungen 126a, 126b jeder Pumpe 115a, 115b sind an ein gemeinsames T-Stück 129 angeschlossen, das seinerseits an einen Auslaß eines Magnetspulensteuerventiles 130 für Lösungsmittelversorgung angeschlossen ist. Die Drucklufteinlaßleitungen 128a 128b jeder Pumpe 115a, 115b sind mit einem zweiten gemeinsamen T-Stück 133 verbunden, das mit einem zweiten Auslaß des Magnetspulensteuerventiles 130 für Lösungsmittelversorgung verbunden ist. Das Magentspulensteuerventil 130 für Lösungsmittel weist seinerseits eine Einlaßleitung 131, die mit einer Versorgungsleitung 132 für Druckluft über einen entsprechenden Fitting an der Oberseite des Modules 110 verbunden ist (Fig. 7), sowie eine Druckluftauslaßleitung 133 auf, die an einen Fitting an dem Boden des Modules angeschlossen ist. Bei Ansteuerung des Magentspulensteuerventiles 130 für Lösungsmittel wird Druckluft über die Versorgungsleitung 132, die Einlaßleitung 131, das Magnetspulensteuerventil 130, das T- Stück 129 und die Auslaßleitungen 126a 126b in die inneren Kammern der Pumpen 115a, 115b gelassen, um diese mit Druck zu beauf schlagen, wodurch deren Kolben nach unten getrieben werden und Lösungsmittel in die oberen Seiten der Pumpen 115a, 115b über die Einlaßleitungen 121a, 121b eingesaugt wird. Bei Entregung des Magnetspulensteuerventiles 130 für Lösungsmittelversorgung wird Druckluft über das Magnetspulensteuerventil 130 an das T-Stück 133 und die Einlaßleitungen 128a, 128b geleitet, die mit der Unterseite der Pumpen 115a, 115b in Verbindung stehen, wodurch die Kolben derselben nach oben getrieben werden, um das Lösungsmittel im inneren der Pumpenkammern durch die Auslaßleitungen 125a, 125b zu den entsprechenden Reinigungseinrichtungen 22a, 22b auszutreiben.

Weil jeder Hub der Lösungsmittelversorgungspumpe eine vorbestimmte Lösungsmittelmenge freigibt, versteht es sich für den Fachmann, daß der Lösungsmittelfluß zu den Reinigungseinrichtungen 22a, 22b jeder Reinigungseinheit durch Kontrolle des Betriebes des Magnetspulensteuerventiles für Lösungsmittel präzise bestimmt werden kann. Um außerdem eine wahlweise Einstellung der Lösungsmittelflußrate zu ermöglichen, weist jede Lösungsmittelversorgungspumpe 115a, 115b eine Einstellschraube 135a, 135b auf, die in die Unterseite derselben eingeschraubt ist und sich in die Pumpkammer erstreckt. Ein Verstellen der Schraube 135a, 135b nach innen in die Kammer verkürzt den Hub des Pumpkolbens und reduziert die Menge des bei jedem Hub abgegebenen Lösungsmittels. Ähnlich bewirkt ein Verstellen der Schraube 135a, 135b in der umgekehrten Richtung ein Verlängern des Kolbenhubes und erhöht die Lösungsmittelabgabe. Jede Schraube 135a, 135b ist vorzugsweise kalibriert, um ein gewünschtes Positionieren derselben zu erleichtern und ein Sicherungsdraht kann durch eine an ihr vorgesehene Öffnung gezogen werden, um ein unautorisiertes Ändern der gewünschten Schraubeneinstellung zu verhindern.

Aufgrund solcher Kontrolle des Betriebs der Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b kann die Menge des auf die Reinigungseinrichtungen 22a, 22b und damit auf die sich bewegende Bahn 13, die durch die Drucklinie läuft, geleitete Lösungsmittel bestimmt und innerhalb relativ präziser Grenzen kontrolliert werden. Mit der Menge des so kontrollierten Lösungsmittels kann die Anzahl von Druckeinheiten 11, die an der sich bewegenden Bahn gleichzeitig verwendet werden können, ohne daß die Lösungsmittelkapazität der Trockenvorrichtung 16 überschritten wird, verläßlicher bestimmt werden. Außerdem ist im Fehlerfalle oder bei einem mechanischen Schaden in dem System unabhängig davon, ob die Kolben der Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b in deren ausgestreckter oder zurückgezogener Position sind, die Lösungsmittelversorgung zu den Reinigungseinrichtungen 22a 22b unterbrochen, wodurch die Lieferung potentiell gefährlicher Lösungsmittelmengen auf die sich bewegende Bahn und der Transport in die Trockenvorrichtung verhindert wird. Mit den Modulen 110, die in enger Nachbarschaft zu den entsprechenden Druckeinheiten 11 angeordnet sind, werden außerdem Druckabfälle in den Versorgungsleitungen zwischen den Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b und den jeweiligen Reinigungseinrichtungen minimiert.

Um für jede Druckeinheit 11 kontrollierte Wassermengen an die Reinigungseinrichtungen 22a, 22b zu liefern, enthalten jedes Modul 110 ein Paar Verdrängerpumpen 140a 140b für Wasser, die im wesentlichen gleich zu den Lösungsmittelpumpen 115a, 115b ausgebildet sind. Eine einzelne Wasserversorgungsleitung 141 ist mit dem Modul 110 über einen entsprechenden Fitting 142 verbunden, der seinerseits über eine Versorgungsleitung 143 mit einem T- Stück 144 verbunden ist, dessen einander entgegengesetzte Schenkel über entsprechende Versorgungsleitungen 145a, 145b jeweils mit Einlässen der Pumpen 140a, 140b verbunden sind. Die Wasserversorgungspumpen 140a, 140b sind ähnlich zu den Lösungsmittelversorgungspumpen pneumatisch betätigt, wobei jede Lufteinlaßleitungen 146a 146b und 147a, 147b aufweist, die mit entsprechenden T-Stücken 148, 149 gekoppelt und unter Steuerung eines Wassersteuerungsmagnetventiles 150 mit Druckluft versorgt werden. Die Wasserversorgungspumpen 140a, 140b weisen jeweils eine Auslaßleitung auf, die über ein entsprechendes Rückschlagventil 151a, 151b mit dem gegenüberliegenden Schenkel des T-Stückes 124a 124b verbunden ist, zu dem Lösungsmittel durch die Lösungsmittelpumpen 115a, 115b geleitet wird, wobei aus den Auslaßleitungen 125a 125b der T-Stücke 124a 124b eine Mischung aus Lösungsmittel und Wasser zur Beauf schlagung der Reinigungseinrichtungen 22a 22b fließt.

Um den Betrieb der Reinigungseinrichtungen 22a 22b ausschließlich mit Lösungsmittel zu ermöglichen, ist an einer elektrischen Schalttafel 155 innerhalb des Modulgehäuses 110 ein Schalter 154 vorgesehen, der manuell betätigt werden kann, um das Wassermagnetventil 150 inaktiv zu schalten. Es ist klar, daß die Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b und die Wasserversorgungspumpen 140a, 140b jedes Modules 110 alternativ mit gesonderten entsprechenden Sprührohren 41 der Reinigungseinrichtungen 22a, 22b zur Verteilung von Reinigungsfluid verbunden und daß die Lösungsmittelversorgungspumpen 115a, 115b unabhängig von den Wasserversorgungspumpen 140a, 140b betrieben werden können.

Um den Betrieb des Pneumatikzylinders 50 jeder Reinigungseinrichtung 22a 22b der entsprechenden Druckeinheit 11 zu kontrollieren und damit die Bewegung der Bürsteneinheiten 24, zwischen deren Arbeitsstellung und deren Ruhestellung zu steuern, enthält jedes Modul 110 ein Bürsten-Magnetspulenventil 156, das mit der Druckluftversorgungsleitung 132 des Modules verbunden ist und das ein Paar Auslaßleitungen 157, 158 aufweist (Fig. 7). Die Auslaßleitung 157 steht mit einem T-Stück 159 in Verbindung, das seinerseits ein Paar Auslaßleitungen 160a, 16 Ob aufweist, deren jede an eine Druckluftversorgungsleitung 56 eines entsprechenden Pneumatikzylinders 50 (Fig. 4) der oberen und unteren Reinigungseinrichtung angeschlossen ist. Die Auslaßleitung 158 steht mit einem ähnlichen T- Stück in Verbindung, das ein Paar Auslaßleitungen 160a, 160b aufweist (siehe Fig. 10), deren jede mit einer Versorgungsleitung 58 eines entsprechenden, der Pneumatikzylinder der oberen und der unteren Reinigungseinrichtung kommuniziert. Die Betätigung des Bürsten-Magnetspulenventiles 156 stellt damit die Druckluftverbindung mit den Versorgungsleitungen 56 der Pneumatikzylinder her, um die Bürsteneinheiten 24 der Reinigungseinrichtungen 22a 22b der zugehörigen Druckeinheit in die Betriebsstellung zu überführen und alternativ die Verbindung zu den Versorgungsleitungen 58 herzustellen, um die Bürsteneinheiten 24 in deren Ruhestellung rückzuüberführen.

Um die Abstreifschiene 65 zeitlich koordiniert zu der Bewegung der Bürsteneinheit 24 in deren zurückgezogene oder Ruheposition mit der Bürstenwalze 28 in Eingriff zu bringen, ist bei der dargestellten Ausführungsform die Druckluftabgabeleitung 158 des Bürsten-Magnetspulenventiles 156 außerdem bspw. über ein entsprechendes (nicht dargestelltes) T-Stück mit dem Pneumatikzylinder 90 der entsprechenden oberen und unteren Reinigungseinrichtungen 22a, 22b verbunden. Im Ergebnis wird, wenn das Bürsten-Magnetspulenventil 156 nicht angesteuert ist und Druckluft über die Abgabeleitung 158 und die jeweilige Einlaßleitung 58 des Zylinders 50 der Bürsteneinheit eingeleitet wird, um die Bürsteneinheiten zu veranlassen, sich in deren zurückgezogene Position zu bewegen, gleichzeitig Druckluft an die Einlaßleitungen 93 der Pneumatikzylinder 90, der Bürsteneinheiten 24 geliefert, um die Abstreifschiene 65 mit der Bürstenwalze 28 in Eingriff zu bringen. In ähnlicher Weise beendet die Betätigung des Bürsten-Magnetspulenventiles 156 das Beaufschlagen der Abgabeleitung 158 des Magnetspulenventiles mit Druckluft und die Einlaßleitung 58 beendet gleichzeitig die Beaufschlagung der Einlaßleitung 93 des Zylinders der Abstreifschiene mit Druckluft, wodurch die Abstreifschiene veranlaßt wird, sich von der Bürstenwalze wegzubewegen, wenn die Bürsteneinheit 24 in Eingriff mit dem Zwischenzylinder gebracht wird. Es versteht sich, daß die Druckluftversorgung zu den entsprechenden Pneumatikzylindern 90 der oberen und der untern Abstreifschiene 65 durch ein gesondertes Magnetspulenventil gesteuert werden kann, das mit der Druckluftversorgung 132 der Module 110 gekoppelt ist, die ihrerseits durch einen entsprechenden Endschalter 133 (siehe Fig. 4) betätigt werden kann, der durch die Bewegung der Bürsteneinheit in die Rückzugsstellung betätigt wird oder alternativ können sie durch eine mikroprozessorbasierte Systemsteuerung gesteuert werden, wie noch ersichtlich wird. Vorzugsweise wird die Abstreifschiene 65 sofort nach Auslösung der Rückzugsbewegung der Bürstenwalze 24 von dem Offsetzylinder weg in Eingriff mit der Bürstenwalze 24 gebracht und vor dem Wieder-in-Eingriff-bringen der Bürstenwalze mit dem Zwischenzylinder in deren zurückgezogene Position rücküberführt.

Um die Dehzahl der Bürstenwalze während des Reinigungsbetriebes zu kontrollieren, ist jeder Modul 110 an eine Hauptleitung 170 der Hydraulikversorgung angeschlossen, die vorzugsweise zum Liefern von Hydraulikflüssigkeit mit einem Druck in der Größenordnung von 1.200 PSI und mit einer Durchflußmenge von wenigstens 2 Gallonen pro Minute pro Modul bei Betätigung der Hydraulikpumpe 171 geeignet ist (Fig. 16, 17). Die Hauptleitung 170 der Hydraulikversorgung ist an jedem Modul an dessen Einlaßleitung an seiner Oberseite verbunden, wie aus den Fig. 7 bis 10 ersichtlich ist, an die ein wahlweise betätigbares Magnetspulensteuerventil 174 für Hydraulik angeschlossen ist (Fig. 8). Das Magnetspulensteuerventil 174 für Hydraulik ist an eine hydraulische Versorgungsverzweigung 175 angeschlossen, (Fig. 7) die über entsprechende druckkompensierende Flußsteuerventile 176a, 176b an Versorgungsleitungen 178a, 178b angeschlossen sind, die mit dem Modul über entsprechende Fittings verbunden sind, die ihrerseits an entsprechende Hydraulikmotoren 87 der oberen und unteren Reinigungseinheit 22a, 22b angeschlossen sind. Die Flußsteuerventile 176a, 176b zur Druckkompensierung können wahlweise eingestellt werden, um den Fluß der Hydraulikflüssigkeit zu den Versorgungsleitungen 178a, 178b bei Betätigung des Hydrauliksteuerventiles 174 zu begrenzen und somit die Drehzahl der Bürstenwalzen 24 zu steuern, die vorzugsweise in der Größenordnung von 175 Umdrehungen pro Minute liegt. Hydraulische Rückführungsleitungen 179a, 179b (Fig. 10) der Hydraulikmotoren 37 der oberen und der unteren Reinigungseinrichtung 22a, 22b sind an den Modul über Fittinge angeschlossen, die ihrerseits an eine gemeinsame Rückführungsleitung 180 für Hydraulikflüssigkeit angeschlossen sind (Fig. 7). Eine einzelne Rückführungsleitung verbindet die Rückführungsleitung 180 mit der Hauptrückführungsleitung 181 für Hydraulik über einen in diesem Falle wiederum an der Oberseite des Modules 110 angeordneten Auslaßfitting, um einen geschlossenen Hydraulikkreislauf zu schaffen.

Um Lösungsmittel zu den Modulen 110 zu liefern, enthält das Lösungsmittelversorgungssystem 100, wie am besten in den Fig. 1, 2 und 11 dargestellt ist, einen Lösungsmittelversorgungstank oder ein Reservoir 185, das von einem Raum 186 aufgenommen ist, der bei der dargestellten Ausführungsform stromaufwärts zu der ersten Druckeinheit 11 angeordnet ist. Der Lösungsmittelversorgungstank 185 steht über ein Steuerventil 188 mit einer Versorgungshauptleitung 189 für Lösungsmittel in Verbindung, die ihrerseits über entsprechende Einlaßversorgungsleitungen 116 mit den individuellen Modulen verbunden ist. Lösungsmittel kann über eine Versorgungsleitung 190 in das Reservoir 185 gepumpt werden, die ein Abgabeende 190 aufweist, das Lösungsmittel über ein Filterabteil 192 in den Tank leitet. Der Betrieb der Pumpe und somit die Menge des in den Tank geleiteten Lösungsmittels wird durch ein oberes bzw. ein unteres Niveau überwachende Schwimmerventile 194, 195 gesteuert. Um einen extremen Überlauf- oder einen Leerzustand anzuzeigen und in jedem dieser Fälle einen angemessenen Alarm zu erzeugen, sind bei der veranschaulichten Ausführungsform Ventilindikatoren 196, 198 für Überfließen und für Leerzustand oberhalb und unterhalb der Schwimmerventile 194, 195 für das obere und das untere Niveau angeordnet, wie in Fig. 11 dargestellt ist. Es versteht sich, daß aus dem Tank 185 Lösungsmittel durch die Wirkung der Gravitation in die Hauptversorgungsleitung 189 eingeführt und durch die Module gesaugt sowie durch den Betrieb der Verdrängerpumpen 115a, 115b der entsprechenden Module in die Versorgungsleitungen 125a, 125b geleitet wird. Alternativ kann Lösungsmittel durch Anheben eines schwenkbaren Deckels 199 des Aufnahmeraumes 186 und durch Eingießen von Lösungsmittel über das Filterabteil 192 manuell in das Tankreservoir 185 für Lösungsmittelversorgung eingefüllt werden.

Um zur Verwendung in den Reinigungseinrichtungen 22a, 22b Wasser zu den Modulen 110 zu liefern, enthält das Wasserversorgungssystem 101, wie am besten in den Fig. 10, 14 und 15 dargestellt ist, ein Reservoir oder Tank für Wasserversorgung, der, um einen kompakten Aufbau zu erhalten, von demselben Ausnahmeraum 186 aufgenommen ist, wie das Tankreservoir für Lösungsmittelversorgung. Der Wasserversorgungstank 200 speist in ähnlicher Weise eine Wasserversorgungshauptleitung 201 über ein Steuerventil 202 und die Versorgungshauptleitung 201 steht mit den entsprechenden Versorgungsleitungen 141 der Module 110 in Verbindung. Der Wasserversorgungstank 200 weist eine Versorgungsleitung 204 auf, die aus dem Wassernetz gespeist und durch Steuerung eines Schwimmerventiles 205 in Betrieb gesetzt werden kann, um ein vorbestimmtes Wasserniveau in dem Tank aufrechtzuerhalten. Um ein Überfließen zu vermeiden, weist der Wassertank 200 in diesem Fall ein stehendes Überlaufrohr 206 auf, das dazu dient, Wasser abfließen zu lassen, das höher als das obere Ende des aufrecht stehenden Überlaufrohres 206 steht.

Von den Reinigungseinrichtungen des druckenden Zylinders abgeführte Abfälle, die sowohl das auf die Bürstenwalzen und Zwischenzylinder geleitete Wasser und Lösungsmittel als auch von diesem entferntes Fremdmaterial enthalten, werden von den Abflüssen 85 der entsprechenden Reinigungseinrichtungen 22a, 22b zu einem Lösungsmittelrückgewinnungssystem geführt. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Ablüsse 85 jeweils mit einer Rückführungshauptleitung 210 verbunden, die eine Übertragungseinheit oder einen Tank 211 für abgeführten Abfall speist (Fig. 1, 2, 12 bis 15). Abgeführter Abfall, der von dem Übertragungstank 211 (Fig. 12) aufgenommen worden ist, wird durch die Arbeit einer druckluftbetätigten Pumpe 214 in eine Flachbettfiltereinrichtung 212 (Fig. 13) geleitet, die an der Oberseite der Transfereinheit 211 angeordnet ist. Die Pumpe 214 weist eine Einlaßleitung 215 für abgeführten Abfall auf, die sich in Bezug auf den Boden des Übertragungstankes hängend zu diesem erstreckt und die einen, mit einem Gitter versehenen Einlaß 216 aufweist, durch den Flüssigkeit aus dem Tank nach oben abgezogen und durch eine Abflußleitung 218 geleitet wird. Durch ein Magnetspulenventil 219 wird Druckluft für die Pumpe, wie ersichtlich werden wird, gesteuert, das seinerseits durch ein innerhalb des Tankes angeordnetes Schwimmerventil 220 betätigt ist, wenn das Abfallniveau in dem Tank ein vorbestimmtes Niveau übersteigt, das durch das Schwimmerventil 220 eingestellt ist. Ein Druckregulator 221 steuert den Luftdruck der Pumpe und somit die Geschwindigkeit, mit der die Pumpe Flüssigkeit aus dem Übertragungstank 211 in die Filterbetteinrichtung 212 leitet.

Die Filterbetteinrichtung 212 kann von konventioneller Bauart mit einem wahlweise vorschiebbaren Filtermedium 225 sein, auf dem abgeführter Abfall aus der Abgabeleitung 280 aufgefangen wird. Wenn die auf dem Filtermedium 225 angesammelten Festkörper ein vorbestimmtes Gewicht überschreiten, wird ein innerhalb der Filterbetteinrichtung 212 angeordneter Motor automatisch angesteuert, um das Filtermedium 225 vorwärts zu bewegen, so daß ein sauberer Abschnitt desselben unter das Ausgußende der Leitung 218 gebracht wird und daß der vorher benutzte Abschnitt an eine Stelle gebracht wird, an der die auf ihm angesammelten Festkörper in ein Gefäß 226 fallen. Der über das Piltermittel 225 laufende, abgegebene Abfall wird aus der Filterbetteinrichtung 212 zu einer Lösungsmittelaufbereitungseinheit 230 geführt, die von einer konventionellen Bauart mit Ausflockung oder Verklumpung sein kann und zum Trennen des Lösungsmittels und des Wassers von dem abgegebenen Abfall dient. Wasser, das die Lösungsmittelrückgewinnungseinheit 230 verläßt, kann zur Wiederverwendung dem Wasserversorgungstank zugeführt werden. Lösungsmittel, das aus der Lösungsmittelrückgewinnungseinheit 230 kommt, kann durch ein abschließendes Kohlefilter geführt, um Farbpigmente und andere Verunreinigungen zu entfernen, und dann zur Wiederverwendung in dem System gesammelt werden.

Das pneumatische System 104 enthält, wie am besten in dem Fig. 18 und 19 dargestellt ist, eine Versorgungshauptleitung 233 für Druckluft, die typischerweise an die Druckluftversorgung des Betriebs angeschlossen ist, in dem die Druckanlage arbeitet. Die Versorgungshauptleitung 232 für Druckluft ist sowohl an entsprechende Versorgungsleitungen 132 der Module 110 als auch an die pneumatische Pumpe 214 der Übertragungseinheit 211 des Lösungsmittelrückgewinnungssystemes angeschlossen.

Das elektrische System 105 des Reinigungssystemes des druckenden Zylinders ist in Fig. 20 dargestellt. Eine Gleichstromversorgungseinheit ist an eine elektrische Hauptschalttafel 235 angeschlossen, die umgekehrt die erforderliche Energie an die Hydraulikpumpe 171, die Lösungsmittelwiedergewinnungseinheit 230, die Flachbettfiltereinrichtung 212 und die Übertragungseinheit 211 liefert. Die elektrische Schalttafel 235 ist außerdem an eine auf einem Mikroprozessor basierende Steuerung 236, die über entsprechende elektrische Eingänge 238 mit jedem der Module 110 in Verbindung steht, und die Schalttafel 155 zu Modulsteuerung angeschlossen. Jede Schalttafel 155 zur Modulsteuerung (Fig. 8 und 9) ist ihrerseits sowohl über eine Leitung 239 an Magnetspulensteuerventile 130, 150, 156 des Modules, als auch über die Leitung 240 an das hydraulische Magnetspulensteuerventil 174 angeschlossen. Die Magnetspulensteuerventile 130, 150, 156, 174 der Module können entweder manuell oder durch die Steuerung automatisch gesteuert sein. Wie vorausgehend ausgeführt, ist an der Schalttafel 154 zur Modulsteuerung ein manuell betätigbarer Schalter 154 zum Abschalten des Magnetspulensteuerventiles 150 der Wasserversorgung für den Fall vorgesehen, daß es gewünscht wird, einen Reinigungsvorgang lediglich mit Lösungsmittel durchzuführen. Die Steuerung 236 ist außerdem mit der Trockenvorrichtung 16 verbunden, so daß die Trockenvorrichtung vor dem Auslösen eines Reinigungsvorganges an einem Zylinder automatisch in einen Maximalbetriebszustand gebracht und an die Lösungsmittelmenge angepaßt wird, die während des Reinigungsvorganges auf die Bahn vorgebracht und in die Trockenvorrichtung getragen wird.

Beim Betrieb des Reinigungssystemes 12 für den drukkenden Zylinder kann der Prozeß, wenn die Drucktücher auf dem Zwischenzylinder 19a, 19b der Druckeinheit 11 zu reinigen sind, ausgelöst werden, wenn die Steuerung 236 entweder ein durch einen Bediener ausgelöstes Signal oder ein automatisches Signal empfängt, das von anderen arbeitenden Stationen der Druckanlage gegeben wird. Die Steuerung signalisiert unmittelbar nach dem Signal der Steuerung 236 zur Auslösung des Reinigungsvorganges an dem Drucktuch an die Trockenvorrichtung 16, daß diese sich für den Reinigungsvorgang, bspw. durch Schaffung eines Zustandes mit maximalem Ausstoß und maximaler Reinigung, vorbereitet, um sich an die Lösungsmittel anzupassen, die mit der sich bewegenden Bahn während des Reinigungszyklusses in die Trockenvorrichtung getragen werden. Wenn ein Return-Signal der Steuerung 236 anzeigt, daß die erforderlichen Bedingungen in der Trockenvorrichtung erreicht sind, kann ein Signal an das Magnetspulensteuerventil 174 für Hydraulikflüssigkeit gegeben werden, um zu gestatten, daß unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit an jeden Hydraulikmotor 37 gegeben wird, um die Bürstenwalzen 24 der Reinigungseinrichtungen 22a 22b in Vorbereitung auf den Reinigungsvorgang rotieren und schwingen zu lassen. Ein Signal an das zu dem Modul gehörige Magnetspulensteuerventil 156 für das Bürsten gestattet, daß die Pneumatikzylinder 50 mit Druckluft beaufschlagt werden, um jede Bürsteneinheit 14 von ihrer rückgezogenen Ruheposition in ihre jeweilige Arbeitsstellung zu bringen, bei der die Bürstenwalze mit dem Zwischenzylinder in Eingriff steht. Während des Bürstzyklusses werden die Bürstenwalzen infolge entsprechender Signale der Steuerung 236 an die Magnetspulensteuerventile 130 und 150 für Lösungsmittel und Wasser mit im Volumen kontrollierten Spülungen von Lösungsmittel oder einer Mischung aus Lösungsmittel und Wasser beaufschlagt. Es versteht sich, das das Volumen des Lösungsmittels oder der Mischung aus Lösungsmittel und Wasser durch ein von dem Bediener ausgewähltes Programm in Abhängigkeit von der Kapazität der Trockenvorrichtung festgelegt werden kann. Während solch eines Bürstzyklusses ist die Abstreifschiene 65 jeder Reinigungseinrichtung 22a, 22b in ihrer jeweiligen inaktiven oder rückgezogenen Position, wie in durchgezogenen Linien in Fig. 6 dargestellt ist, und sie veranlaßt die Bürstenwalze 24 nicht, erhöhte Lagerreaktionskräfte auf den Zwischenzylinder auszuüben, noch verursacht sie ein vorzeitiges Entfernen von Lösungsmitteln von der Bürstenwalze während des Reinigungsvorganges, noch bremst sie die Drehbewegung der Bürstenwalze, was für die Waschvorrichtung nach dem Stand der Technik typisch ist.

Bei Beendigung des Bürstzyklusses kann die Bürsteneinheit 14 durch Abschalten des Bürsten-Magnetspulenventiles 156 des Modules und damit durch Beaufschlagung der Pneumatikzylinder 50 über die Versorgungsleitungen 58 mit Druckluft von ihrer Arbeitsposition in ihre Ruheposition überführt werden und zur gleichen Zeit kann die Abstreifschiene 65 aus ihrer Ruheposition durch Druckluftbeaufschlagung über die Versorgungsleitung 93 in ihre Arbeits-Position, d. h. in Eingriff mit der entsprechenden Bürstenwalze 24 gebracht werden. Die fortgesetzte Drehbewegung der Bürstenwalze 24 resultiert darin, daß die Abstreifschiene 65 die Bürstenwalze von Fremdmaterial, Lösungmittel und Wasser abstreift und reinigt, indem die Borsten 24, die nacheinander über die Fläche 66 der Abstreifschiene gehen, vorschnellen oder -schnippen. Weil die Bürstenwalze 24 mit dem entsprechenden Zwischenzylinder nicht in Eingriff steht, kann die Bürstenwalze während des Bürstenreinigungszyklusses ohne den Widerstand erfolgen, der durch den Eingriff der Bürstenwalze mit dem Zwischenzylinder entsteht. Von der Bürstenwalze während des Reinigungsvorganges abgestreiftes Lösungsmittel und Fremdmaterial wird durch die Auslaßöffnung 70, das abnehmbare Becken 71 zu dem Trog 82 und der Abflußleitung 85 geleitet, um zu der Hauptrückführungsleitung 210 und zu dem Tank 211 der Transfereinheit geleitet zu werden. Der Abfall des Transfertanks 211 wird zu der Flachbettfilteranordnung 212 gepumpt und zu der Lösungsmittelrückgewinnungseinheit 230 geleitet, bei der Lösungsmittel zur Wiederverwendung in dem System abgetrennt wird.

Aus dem vorhergehenden ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße Reinigungssystem für den druckenden Zylinder dazu dient, die bei dem Reinigungsvorgang verwendete Lösungsmittelmenge präziser zu kontrollieren, und somit eine verläßlichere Bestimmung der maxialen Anzahl von Druckeinheiten gestattet, die bei einem Druckvorgang gleichzeitig verwendet werden können, ohne eine potentiell gefährliche Situation in der Trockenvorrichtung der Druckanlage zu erzeugen. Die jeder Druckeinheit zugeordneten Steuermodule gestatten eine nahe Kontrolle des Reinigungsvorganges an dem druckenden Zylinder und erleichtern die Installation und den Service durch standardisierte Verbindungen zwischen den Reinigungseinrichtungen jeder Druckeinheit und den äußeren Quellen für Lösungsmittel, Flüssigkeit, Hydraulik, Pneumatik und Strom. Weil die Abstreifschiene während des Reinigungszyklusses in einen Zustand überführt werden kann, in dem sie mit der Bürstenwalze nicht in Eingriff steht, sind während des Reinigungszyklusses geringere Lösungsmittelmengen erforderlich und die Bürstenwalze kann mit höheren Drehzahlen bei geringerer Neigung zu unerwünschten Vibrationen betrieben werden.


Anspruch[de]

1. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder für eine Druckmaschine (10) mit einer Vielzahl von Druckeinheiten (11), die jeweils einen ersten und einen zweiten Platten- oder Zwischenzylinder (19a, 19b) aufweisen,

mit einer jedem Platten- oder Zwischenzylinder zugeordneten, gesonderten Reinigungseinrichtung (22a, 22b), wobei die Reinigungseinrichtungen jeweils eine drehend angetriebene Bürstenwalze (28), die derart angebracht ist, daß sie mit dem zugeordneten Platten- oder Zwischenzylinder wahlweise in Eingriff gebracht werden kann, um Farbe und Fremdstoffe von diesem zu entfernen, sowie Mittel aufweist, um bedarfsweise Reinigungsflüssigkeit auf den Platten- oder Zwischenzylinder zu leiten, um dessen Reinigung zu erleichtern,

mit einer Versorgungseinrichtung für Reinigungsflüssigkeit,

mit einem jeder Druckeinheit zugeordneten, gesonderten Steuermodul (110), wobei die Steuermodule jeweils wenigstens eine zyklisch betriebene Verdrängerpumpe (115a, 115b; 140a, 140b), um während jedes Arbeitsspieles eine vorbestimmte Menge Reinigungsflüssigkeit auszugeben, Mittel zum Verbinden des Steuermoduls mit der Versorgungeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit sowie Mittel (125a, 125b) aufweist, die den Steuermodul mit den Reinigungseinrichtungen der jeweils zugeordneten Druckeinheit verbinden, wobei die Verdrängerpumpe wahlweise betreibbar ist, um einen gesteuerten, vorbestimmten Fluß von Reinigungsflüssigkeit auf die Flüssigkeitsleitungsmittel (41) wenigstens einer der Reinigungseinrichtungen (22a, 22b) zu leiten, und wobei bei Beendigung des Betriebes der Verdrängerpumpe der Fluß von Reinigungsflüssigkeit auf die Flüssigkeitsleitungsmittel gleichzeitig unterbrochen ist.

2. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Modul (110) eine gesonderte Verdrängerpumpe (115b, 140a), um Reinigungsflüssigkeit an die Reinigungsflüssigkeitsleitungsmittel (41) des ersten Platten- oder Zwischenzylinders (22a) der zugeordneten Druckeinheit (11) zu liefern, sowie eine gesonderte Verdrängerpumpe (115b, 140b) aufweist, um Reinigungsflüssigkeit an die Reinigungsflüssigkeitsleitungsmittel (41). der zweiten Reinigungseinrichtung für den Platten- oder Zwischenzylinder (22b) der zugeordneten Druckeinheit (11) zu leiten.

3. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungseinrichtung für Reinigungsflüssigkeit eine Versorgungseinrichtung für Lösungsmittel und eine Versorgungseinrichtung für Wasser aufweist und daß jedes Modul (110) eine Vielzahl Verdrängerpumpen aufweist, die wahlweise betrieben werden können, um gleichzeitig eine Mischung aus Lösungsmittel und Wasser aus den Versorgungseinrichtungen für Lösungsmittel und Wasser an die Reinigungseinrichtungen (22a, 22b) der zugeordneten Druckeinheit (11) zu leiten.

4. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in jedem Modul (110) Mittel (50, 51, 52) zum Bewegen der Bürstenwalzen (18) jeder Reinigungseinrichtung (22a, 22b) in und außer Eingriff mit dem entsprechenden Platten- oder Zwischenzylinder (19a) sowie Steuerventilmittel aufweist, um die Mittel zur Bewegung der Bürstenwalze der Reinigungseinrichtungen der zugeordneten Druckeinheit (11) zu steuern.

5. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Versorgungseinrichtung für Druckluft enthält, wobei die Mittel zur Bewegung der Bürstenwalze jeder Reinigungseinrichtung (22a, 22b) einen Pneumatikzylinder (50) enthalten und wobei das Steuerventilmittel jedes Modules wahlweise betätigbar ist, um die Übertragung von Druckluft aus der Versorgungseinrichtung für Druckluft an die Pneumatikzylinder (50) der Reinigungseinrichtungen (22a, 22b) der zugeordneten Druckeinheit zu steuern, um den Betrieb der Pneumatikzylinder (50) und die Bewegung der Bürstenwalzen (28) in und außer Eingriff mit den Platten- oder Zwischenzylindern (19a, 19b) der Druckeinheit 11 zu steuern.

6. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventilmittel für den Pneumatikzylinder bei jedem Modul ein einzelnes Magnetspulensteuerventil (156) ist.

7. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenmittel für jedes Modul ein Paar Verdrängerpumpen (115a, 115b) zur Lösungsmittelversorgung, um Lösungsmittel zu den Reinigungseinrichtungen (22a) des ersten oder zweiten Platten- oder Zwischenzylinders zu schicken, Flüssigkeitsleitungsmittel (41) und ein Paar Verdrängerpumpen (140a, 140b) zur Wasserversorgung enthalten, die jeweils zum Leiten von Wasser an Flüssigkeitsleitungsmittel (41) der Reinigungseinrichtungen (22b) des ersten oder zweiten Zwischenzylinders vorgesehen sind.

8. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Hydraulikmotormittel (171) zum drehenden Antreiben der Bürstenwalze (28) jeder Reinigungseinrichtung, eine Hauptversorgungseinrichtung für unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit sowie Steuermodule (110) enthält, deren jeder Mittel zum Steuern der Übertragung von Hydraulikflüssigkeit von der Versorgungseinrichtung für Hydraulikflüssigkeit zu dem Hydraulikmotormittel jeder Reinigungseinrichtung (22a, 22b) der zugeordneten Druckeinheit (11) enthält.

9. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Steuerung der Hydraulikflüssigkeit jedes Modules wahlweise einstellbare Steuerventile (176a, 176b) zur Flußkompensation zum Aufbauen eines vorbestimmten Flusses unter Druck stehenden Fluids von dem Modul (110) zu dem Hydraulikmittelmotor (171) der Reinigungseinrichtungen (22a, 22b) der zugeordneten Druckeinheit (11) enthält und dabei die Drehzahl der Bürstenwalzen (28) steuert.

10. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Hydraulikmotormittel einen jeder Reinigungseinrichtung (22a, 22b) zugeordneten Hydraulikmotor (37) enthält, wobei jeder Hydraulikmotor eine Versorgungsleitung (178a, 178b) für Hydraulikflüssigkeit und eine Rückführungsleitung (179a, 179b) für Hydraulikflüssigkeit aufweist, wobei die Module (110) jeweils ein Speisereservoir für Hydraulikflüssigkeit aufweisen, das an die Hauptversorgung (170) für Hydraulikflüssigkeit angeschlossen ist, und wobei das Speisereservoir mit den Fluidversorgungsleitungen (178a, 178b) des Hydraulikmotors der Reinigungseinrichtungen (22a, 22b) der zugeordneten Druckeinheit (11) verbunden ist.

11. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Modul außerdem ein Rückführungsreservoir für Hydraulikflüssigkeit aufweist und daß das Rückführungsreservoir mit den Fluidrückführungsleitungen (179a, 179b) des Hydraulikmotors der zugeordneten Druckeinheit (11) verbunden ist.

12. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Speisereservoir für Hydraulikflüssigkeit und das Rückführungsreservoir für Hydraulikflüssigkeit an die gleiche Versorgungseinrichtung für Hydraulikflüssigkeit (170) angeschlossen sind, um einen geschlossenen Hydraulikkreislauf zu bilden.

13. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenwalze (28) jeder Reinigungseinrichtung (22) sich nach außen erstreckende Borsten (31) aufweist und daß jede Reinigungseinrichtung (22) eine Abstreifschiene (65) sowie Mittel zur Erzeugen einer Relativbewegung zwischen der Abstreifschiene (65) und der Bürstenwalze (28) zwischen einer ersten Relativposition, in der die Abstreifschiene (65) von den Borsten (31) der Bürstenwalze (28) weg bewegt ist, und einer zweiten Relativposition enthält, in der die Abstreifschiene (65) mit den Borsten (31) der Bürstenwalze (28) derart in Eingriff steht, daß deren Borsten (31) über die Abstreifschiene (65) laufen und gebogen werden, um ein Entfernen der Reinigungsflüssigkeit und der von den Borsten (31) getragenen Fremdstoffe zu bewirken.

14. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Mittel enthält, um die Bürstenwalze (28) jeder Reinigungseinrichtung (22) in und außer Eingriff mit dem entsprechenden Platten- oder Zwischenzylinder (19a, 19b) zu bringen, wobei die die Relativbewegung bewirkenden Mittel jeder Reinigungseinrichtung (22a, 22b) zeitlich koordiniert zu der Bewegung der Bürstenwalze (28) der Druckeinrichtung in und außer Eingriff mit dem entsprechenden Platten- oder Zwischenzylinder (19a, 19b) bringbar sind.

15. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das die Relativbewegung bewirkende Mittel dazu dient, die Abstreifschiene (65) und die Bürstenwalze (28) gesteuert von der Bewegung der Bürstenwalze (28) in die zweite Relativposition außer Eingriff mit dem Platten- oder Zwischenzylinder (19) zu bringen.

16. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifschiene (65) jeder Reinigungseinrichtung (22) eine im wesentlichen ebene Fläche (66) aufweist, die zu den Borsten (31) der Bürstenwalze (28) geneigt ist, die über die Abstreifschiene (65) laufen, wenn die Abstreifschiene (65) und die Bürstenwalze (28) in der zweiten Relativposition stehen.

17. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifschiene (65), wenn sich die Abstreifschiene (65) und die Bürstenwalze (28) in der zweiten Relativposition befinden, mit einer Unterseite der Bürstenwalze (28) in Eingriff steht.

18. Reinigungssystem für Platten- oder Zwischenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Pneumatikzylindermittel (50) zur Bewegung der Bürstenwalze (28) jeder Reinigungseinrichtung in und außer Eingriff mit dem entsprechenden Platten- oder Zwischenzylinder (19a, 19b), eine Druckluftversorgungseinrichtung, wahlweise betätigbare Steuerventilmittel (15b) innerhalb jedes Modules zum Steuern der Beaufschlagung der Pneumatikzylindermittel der Reinigungseinrichtungen der zugeordneten Druckeinheit (11) mit Druckluft von der Druckluftversorgungseinrichtung, Hydraulikmotormittel zum drehenden Antreiben der Bürstenwalze (28) jeder Reinigungseinrichtung (22), eine Hauptversorgungseinrichtung für Hydraulikfluid sowie Steuerventilmittel in jedem Modul enthält, um die Beauf schlagung der Hydraulikmotormittel der Reinigungseinrichtungen der zugeordneten Druckeinheit mit Hydraulikflüssigkeit aus der Hauptversorgungseinrichtung für Hydraulikflüssigkeit zu steuern, um die Drehbewegung der entsprechenden Bürstenwalzen zu steuern.







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