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Dokumentenidentifikation DE69202713T2 12.10.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0505314
Titel Sichtbarer Verschleissanzeiger an einem Bremsbelag.
Anmelder Abex Corp., Hampton, New Hampshire, US
Erfinder Rodriguez, Roger C., Winchester, Virginia 22601, US;
Johnson, Donald P., Winchester, Virginia 22601, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69202713
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 13.03.1992
EP-Aktenzeichen 926300278
EP-Offenlegungsdatum 23.09.1992
EP date of grant 31.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1995
IPC-Hauptklasse F16D 66/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Gegenwärtig werden bei vielen großen Kraftfahrzeugen wie Lastkraftwagen und Omnibussen Trommelbremsanlagen zum Abstoppen der Fahrzeuge benutzt. Die Anlagen können hydraulisch betätigt werden oder können durch eine Kombination von Pneumatik und Hydraulik betätigt werden. Diese Bremsanlagen umfassen mehrere Bremsbacken, von denen jede wenigstens einen Bremsbelag oder -block aus Reibmaterial hat, der auf einer Tragplatte durch Nieten oder Kleben befestigt ist. Üblicherweise sind zwei Bremsbacken auf einer Vorrichtung innerhalb der umlaufenden Nabe eines Fahrzeugrades montiert. Während des Bremsvorganges werden die beiden Bremsbacken auf der Vorrichtung radial nach außen und in Berührung mit der Innenoberfläche einer Bremstrommel bewegt, die auf der Nabe befestigt ist und der Bremsbacke überlagert ist. Reibung, die aus der Berührung der äußeren Oberfläche der Bremsbeläge mit der inneren Oberfläche der Bremstrommel resultiert, bewirkt, daß die Drehung der Fahrzeugräder verlangsamt und schließlich gestoppt wird.

Die Reibberührung zwischen den Bremsbelägen und den Bremstrommeln bewirkt, daß die äußere Oberfläche der Bremsbeläge erodiert oder verschleißt. Schließlich werden die Bremsbeläge so weit verschlissen, daß sie unbrauchbar sind. Dazu kommt es, wenn ein Bremsbelag so weit verschlissen worden ist, daß nur noch eine minimale Menge an Reibmaterial, das den oberen Enden der Nieten oder der Klebstoffmasse, womit der Belag an der Tragplatte befestigt ist, überlagert ist, vorhanden ist. Wenn dem Bremsbelag gestattet wird, auf dem Fahrzeug zu bleiben, nachdem er so weit verschlissen ist, daß nur noch die minimale sichere Menge an Reibmaterial verbleibt, wird jeglicher zusätzliche Verschleiß des Bremsbelages bewirken, daß die Nieten oder Schrauben freigelegt werden und beginnen, an der inneren Oberfläche der Bremstrommel zu kratzen, oder daß die Grenzfläche der Klebstoffmasse an der inneren Oberfläche der Bremstrommel kratzt, wenn überhaupt kein Reibmaterial mehr vorhanden ist. Jeder dieser Zustände ist unerwünscht und kann zu verringerter Bremsleistung und zur Beschädigung einer Bremstrommel führen.

Um das Ausmaß an Verschleiß eines Reibmaterialbremsbelages auf einer Bremsbacke zu überprüfen und festzustellen, ob er bis auf die sichere Mindestmenge an verbleibendem Material erodiert worden ist, ist es bislang notwendig gewesen, das Rad und die Bremstrommel von der Achse des Fahrzeuges abzunehmen, um den Bremsbelag visuell zu inspizieren. Nachdem die Bremstrommel von dem Fahrzeug abgenommen worden ist, kann die Dicke des Bremsbelagmaterials gemessen werden, um die Menge an Material zu bestimmen, die auf der Bremsbacke verblieben ist. In einigen Fällen kann eine bogenförmige Linie auf den Seiten des Bremsbelages angezeichnet werden, um die sichere Mindestdicke des Belages anzuzeigen, was es unnötig macht, die Dicke des Belages zu messen. In einigen Fällen mißt das Personal, welches das Fahrzeug wartet, nicht die Dicke des Bremsbelages, sondern verläßt sich auf die Erfahrung bei der Bestimmung, ob ausreichend Material verbleibt, um eine sichere Benutzung eines Bremsbelages zu ermöglichen. Selbst wenn das Wartungspersonal die Dicke des Bremsbelages manuell mißt, muß es zuerst feststellen, ob der Bremsbelag mit der Tragplatte verklebt oder vernietet ist, um die exakte Dicke des nutzbaren verbleibenden Reibmaterials des Bremsbelages richtig ermitteln zu können. Wegen der Kosten, der Unbequemlichkeit und der Fahrzeugstillstandszeit, die sich ergeben, wenn die Räder und die Bremstrommeln von einem Fahrzeug zur Inspektion der Bremsbeläge abgenommen werden müssen, machen Fahrzeugbetreiber solche Inspektionen weniger häufig, als es notwendig wäre, um einen Bremsbelag zu finden, der verschlissen ist. Wenn das erfolgt, kann die Bremsleistung des Fahrzeuges verringert und die Bremstrommel beschädigt werden.

In der US-A-3 782 513, auf welcher die zweiteilige Form des unabhängigen Anspruchs 1 basiert, ist eine Trommelbremsvorrichtung beschrieben, die eine Öffnung in der Bremstrommel oder Tragplatte hat zur visuellen Inspektion des Grades des Belagverschleißes ohne Abnahme der Trommel. Wenn jedoch das Wartungspersonal nicht weiß, ob der Bremsbelag mit der Tragplatte verklebt oder vernietet ist, muß die Bremstrommel abgenommen werden, damit die genaue Dicke des verbleibenden nutzbaren Reibmaterials des Bremsbelages richtig ermittelt werdem kann.

Das Ziel der Erfindung ist es, einen Reibmaterialbremsbelag zu schaffen, der, wenn er in einer Kraftfahrzeugtrommelbremsanlage benutzt wird, die Bremsbelagverschleißinspektionsöffnungen hat, gestattet, die genaue Dicke des nutzbaren verbleibenden Reibmaterials richtig zu ermitteln, ohne daß die Bremstrommel abgenommen werden muß.

Um das zu erreichen, schafft die Erfindung einen Bremsbelag zur Verwendung in einer Kraftfahrzeugtrommelbremsanlage mit einer Bremstrommel, die mit Öffnungen versehen ist, durch welche hindurch der Abnutzungsgrad der Bremsbacke visuell inspiziert werden kann, wobei der Bremsbelag einen äußeren Radius aufweist, der eine obere Bremsoberfläche bildet, und einen inneren Radius, der eine gekrümmte untere Oberfläche bildet, die dafür vorgesehen ist, an einer komplementär geformten oberen Oberfläche einer Tragplatte befestigt zu werden, wobei der Bremsbelag einen Bereich nutzbarer Dicke hat, der sich um eine vorbestimmte Distanz von der oberen Bremsoberfläche aus nach unten erstreckt, und ein Paar sich in Längsrichtung erstreckender Seitenoberflächen sowie ein Paar sich quer erstreckender Endoberflächen, welche den Umfang des Bremsbelages bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsbelag eine sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung hat zum direkten sichtbaren Anzeigen der verbleibenden nutzbaren Dicke des Bremsbelages in bezug auf die obere Bremsoberfläche oder die untere Oberfläche durch eine der Öffnungen in der Bremstrommel hindurch und daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung an einer der sich quer erstreckenden Endoberflächen vorgesehen ist.

Vorteilhafte Merkmale des Bremsbelages sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Ansicht des Reibmaterialbremsbelages nach der vorliegenden Erfindung, der in Fig. 2 dargestellt ist, montiert auf einem Fahrzeug und sichtbar durch eine Öffnung in einem Fahrzeugrad;

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht von zwei Bremsbelägen, die die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung nach der vorliegenden Erfindung haben und auf einer Tragplatte befestigt sind;

Fig. 3 ist eine Ansicht nach der Linie 3-3 in Fig. 2; und

Fig. 4 ist eine Ansicht ähnlich der in Fig. 3 mit einer alternativen Ausführungsform der sichtbaren Verschleißanzeigeeinrichtung an den Enden von zwei Bremsbelägen.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In Fig. 2 der Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird, sind zwei im wesentlichen identische Reibmaterialbremsbeläge oder -blöcke (10 und 10') befestigt auf der oberen Oberfläche (12) einer metallischen Tragplatte (14) gezeigt. Die Kombination der Bremsbeläge (10 und 10') mit der Tragplatte (14) bildet eine Bremsbacke (16). Da die Bremsbacke (16), die in Fig. 2 gezeigt ist, den Typ von Bremsbacke darstellt, wie er in Verbindung mit einer konzentrischen Bremsanlage benutzt wird, sind die Bremsbeläge (10 und 10') im wesentlichen identisch. Der Einfachheit halber sind in dieser Beschreibung diejenigen Teile und Merkmale des Bremsbelages (10'), die mit denjenigen des Bremsbelages (10) identisch sind, mit identischen Bezugszahlen bezeichnet, welche mit einem hochgesetzten Strich versehen sind. Es sei angemerkt, daß die vorliegende Erfindung zwar in Verbindung mit Bremsbelägen (10 und 10') des Typs beschrieben wird, wie er in einer konzentrischen Bremsanlage benutzt wird, die Erfindung gilt jedoch gleichermaßen für die Nocken- und Ankerbacken, welche in einer Nockenbremsanlage benutzt werden.

Gemäß Fig. 2, auf die nun wieder Bezug genommen wird, hat der Bremsbelag (10) zwei sich in Längsrichtung erstreckende Seitenoberflächen (18 und 20) und zwei sich quer erstreckende Endoberflächen (22 und 24). Der Bremsbelag (10) hat außerdem eine gekrümmte untere Oberfläche (26), die auf der komplementären oberen Oberfläche (12) der Tragplatte (14) ruht, und eine gekrümmte obere Oberfläche (28), die dafür vorgesehen ist, eine ähnlich geformte innere Oberfläche einer nicht dargestellten Bremstrommel zu berühren, wenn die Bremsen eines Fahrzeuges betätigt werden und sich die Bremsbacke (16) radial nach außen in Anlage an die innere Oberfläche der Bremstrommel bewegt.

Wenn die Bremsbacke (16) in einer Fahrzeugbremsanlage installiert worden ist, erstrecken sich die Längsseitenoberflächen (18 und 20) in einer Richtung parallel zu der Richtung der Bremstrommel- und Raddrehung, wogegen sich die seitlichen Endoberflächen (22 und 24) in einer Richtung rechtwinkelig zu der Drehrichtung einer Bremstrommel- und Radbaugruppe erstrecken.

Die Reibmaterialbremsbeläge (10 und 10') nach der vorliegenden Erfindung können an der oberen Oberfläche (12) einer Tragplatte (14) durch mehr als eine Methode befestigt werden. In der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) durch Nieten befestigt. In der Darstellung in Fig. 3 ist zu erkennen, daß mehrere abgestufte Bohrungen (30) in dem Bremsbelag (10) gebildet sind. Diese Bohrungen sind mit abgestuften Bohrungen (32) in der Tragplatte (14) ausgerichtet. Ein Niet (34), der einen Kopf (36) hat, ist in der abgestuften Bohrung (32) der Tragplatte (14) so befestigt, daß ein Schaft (38) nach oben in die abgestufte Bohrung (30) des Bremsbelages (10) vorsteht. Ein nicht dargestellter Stempel wird in die abgestufte Bohrung (32) getrieben, um das Ende des Schaftes (38) breit zu hämmern, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, um dadurch den Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) zu befestigen. Zusätzlich zu den mechanischen Befestigungselementen, die zum Befestigen eines Bremsbelages an einer Tragplatte benutzt werden, kann als Befestiger ein Klebstoff benutzt werden, um den Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) zu befestigen. Die Verwendung eines Klebstoffes zum Befestigen eines Bremsbelages an einer Tragplatte eliminiert die Notwendigkeit, Löcher in den Bremsbelag oder die Tragplatte zu bohren. Das Befestigen eines Bremsbelages an einer Tragplatte unter Verwendung eines Klebstoffes beinhaltet, den Klebstoff zwischen die gekrümmte untere Oberfläche (26) eines Bremsbelages (10) und die komplementäre gekrümmte obere Oberfläche (12) einer Tragplatte (14) einzubringen und eine geeignete Kombination von Wärme und/oder Druck auszuüben, um den Klebstoff auszuhärten.

In Fig. 3, auf die nun wieder Bezug genommen wird, ist zu erkennen, daß dort, wo ein Niet (34) benutzt wird, um den Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) zu befestigen, nicht die gesamte Dicke des Bremsbelages (10) verfügbar ist, um zum Abstoppen eines Fahrzeuges benutzt zu werden. Vielmehr steht nur derjenige Teil des Bremsbelages (10), der sich von der oberen Oberfläche (40) des Niets (34) zu der oberen Oberfläche (28) des Bremsbelages erstreckt und mit (a) bezeichnet ist, zur Verwendung beim Abbremsen eines Fahrzeuges zur Verfügung. Der Teil des Bremsbelages (10), der sich zwischen der oberen Oberfläche (40) des Niets (34) und der gekrümmten unteren Oberfläche (26) des Bremsbelages befindet und in der Zeichnung mit (b) bezeichnet ist, kann nicht benutzt werden, weil die Nieten (34) in diesem Bereich vorstehen und weil die Nieten die innere Oberfläche einer Bremstrommel verkratzen würden, wenn gestattet würde, daß die Bremsbacke (16) auf einem Fahrzeug verbleibt, nachdem die Dicke des Bremsbelages (10) unter die obere Oberfläche (40) der Nieten (34) reduziert worden ist.

Der visuelle Bremsbelagverschleißanzeiger nach der vorliegenden Erfindung stellt eine oder mehrere Markierungen an den seitlichen Endoberflächen (22 und 24) des Bremsbelages (10) bereit, um die verbleibende nutzbare Dicke des Reibmaterials unterhalb der oberen Oberfläche (28) sichtbar anzuzeigen. Eine Referenz kann eine Kerbe oder Nut (42) sein, die in dem Teil des Bremsbelages zwischen der unteren Oberfläche (26) und einem Punkt (44) gebildet ist, welcher der oberen Oberfläche (40) des Niets (34) entspricht. Mit anderen Worten, solange die obere Oberfläche (28) des Bremsbelages (10) nicht bis herunter auf den Punkt (44) verschlissen ist, der auf der Endoberfläche (24) definiert ist, werden die Nieten (34), mittels welchen der Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) befestigt ist, die innere Oberfläche einer Bremstrommel nicht verkratzen. Es hat sich als wünschenswert herausgestellt, einen Punkt (46) sicherer Mindesttiefe auf der Endoberfläche (24) festzulegen, indem eine abgeschrägte Oberfläche (48) an der Endoberfläche (24) gebildet wird. Gute Wartungspraktiken würden verlangen, daß die Bremsbacke (16) ausgetauscht werden sollte, wenn die obere Oberfläche (28) des Bremsbelages (10) bis auf die sichere Mindesthöhe abgenutzt worden ist, welche durch den Punkt (46) definiert ist.

Eine Bedienungsperson kann die sich quer erstreckende Endoberfläche (24) betrachten und die verbleibende nutzbare Dicke des Bremsbelagmaterials, das auf der Bremsbacke (16) verbleibt, visuell ermitteln. Solange ein Teil der abgeschrägten Oberfläche (48) sichtbar bleibt, ist die sichere Mindesthöhe des Bremsbelagmaterials nicht erreicht worden. Wenn die abgeschrägte Oberfläche (48) nicht länger sichtbar bleibt, weiß eine Bedienungsperson, daß der Bremsbelag (10) so weit abgenutzt ist, daß die sichere Mindesthöhe an Material nicht mehr zur Verfügung steht. Das Bremsbelagmaterial zwischen der sicheren Mindesthöhe, die durch den Referenzpunkt (46) festgelegt wird, und dem oberen Ende eines Nietkopfes, das durch die Referenzhöhe (44) angezeigt wird, würde anzeigen, daß der Bremsbelag (10) über eine sichere Mindesthöhe hinaus abgenutzt worden ist und ausgetauscht werden muß, um zu verhindern, daß die Nieten mit der inneren Oberfläche einer Bremstrommel in Berührung kommen.

Fig. 3 zeigt einen Bremsbelag (10), der einen sichtbaren Verschleißanzeiger (44) - (48) hat, welcher dafür ausgebildet ist, benutzt zu werden, wenn der Bremsbelag an einer Tragplatte mittels Nieten befestigt ist. In einigen Fällen kann, wie oben dargelegt, der Bremsbelag (10) an der oberen Oberfläche (12) einer Tragplatte (14) durch einen Klebstoff befestigt werden, der zwischen der unteren Oberfläche (26) des Bremsbelages (10) und der oberen Oberfläche (12) der Tragplatte (14) angeordnet wird. Das ergibt eine geklebte Bremsbacke, und es sind keine Nieten erforderlich. Weil ein Niet nicht in den Körper des Bremsbelages (10) hinein vorsteht, um die nutzbare Dicke zu reduzieren, kann der Bremsbelag einer geklebten Bremsbacke auf eine geringere verbleibende Dicke (52) sicher abgenutzt werden. In Fig. 4 der Zeichnungen, auf die nun Bezug genommen wird, ist zu erkennen, daß der sichtbare Verschleißanzeiger an der Endoberfläche (24) des Bremsbelages (10) insgesamt dem in Fig. 3 dargestellten gleicht. Der Verschleißanzeiger hat Punkte 44 bis 48, wo das obere Ende des mechanischen Befestigungselements durch die Linie 44 angegeben ist, die sichere Mindestdicke des Bremsbelages (10) durch eine Linie (46) angegeben ist, und eine sichere Dicke des Bremsbelages innerhalb der abgeschrägten Oberfläche (48) verbleibt. Es ist jedoch eine zusätzliche geneigte Oberfläche (50) an der Endoberfläche (24) gebildet. Die geneigte Oberfläche (50) erstreckt sich zwischen der Linie (44), welche die Lage eines mechanischen Befestigungselements angibt, wenn ein solches benutzt wird, um dem Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) zu befestigen, und einer Linie (52), die die sichere Mindestdicke des Bremsbelagmaterials anzeigt, wenn der Bremsbelag (10) an der Tragplatte (14) durch einen Klebeprozeß befestigt worden ist. Mit anderen Worten, ein Bremsbelag (10), der die Verschleißanzeigeeinrichtung (44 bis 52) hat, welche in Fig. 4 dargestellt ist, kann benutzt werden, wenn entweder Nieten oder ein Klebeprozeß benutzt wird, um den Bremsbelag an einer Tragplatte zu befestigen.

Die Anzeigeeinrichtung (44 bis 52), die in den Fig. 2 bis 4 gezeigt ist, wird zwar vorzugsweise integral in den Bremsbelag (10) gleichzeitig dann eingeformt, wenn der Bremsbelag (10) hergestellt wird, die Verschleißanzeigeeinrichtung (44 bis 52) kann jedoch auch durch spanabhebende Bearbeitung von einer oder beiden Endoberflächen (22 und 24) des Bremsbelages (10) gebildet werden.

In Fig. 1 der Zeichnungen, auf die nun Bezug genommen wird, ist ein Rad (54) befestigt auf der Achse (56) eines nicht dargestellten Fahrzeuges, auf bekannte Weise durch mehrere Radmuttern (58) befestigt, gezeigt. Mehrere kreisförmige Öffnungen (60) sind in dem Rad (54) gebildet. Diese Öffnungen fallen mit Öffnungen in einer nicht dargestellten Bremstrommel zusammen, die hinter dem Rad (54) montiert ist. Die Radöffnungen (60) und die Öffnungen in der Bremstrommel sind mit den Enden (22 und 24) der Bremsbeläge (10 und 10') ausgerichtet. Infolgedessen ist die Verschleißanzeigeeinrichtung (44 bis 52), die an den seitlichen Enden der Bremsbeläge (10 und 10') gebildet ist, zu erkennen, indem durch die Radöffnungen (60) hindurchgeblickt wird, wenn diese sich in eine Position drehen, in der sie mit den Bremsbelagenden (22 und 24) ausgerichtet sind. In einer herkömmlichen Trommelbremsanlage sind zwei Bremsbacken (16) innerhalb der Trommel jedes Rades montiert. Infolgedessen ist der Reibmaterialbremsbelag (10 und 10') jeder der Bremsbacken (16) zu erkennen, indem durch die Radöffnungen (60) hindurchgeblickt wird, wenn diese sich in eine Position drehen, in welcher die seitlichen Enden (22 und 24) der Reibmaterialbremsbeläge (10 und 10') sichtbar werden.


Anspruch[de]

1. Bremsbelag zur Verwendung in einer Kraftfahrzeugtrommelbremsanlage mit einer Bremstrommel, die mit Öffnungen versehen ist, durch welche hindurch der Abnutzungsgrad der Bremsbacke (10, 10') visuell inspiziert werden kann, wobei der Bremsbelag (10, 10') einen äußeren Radius aufweist, der eine obere Bremsoberfläche (28, 28') bildet, und einen inneren Radius, der eine gekrümmte untere Oberfläche (26, 26') bildet, die dafür vorgesehen ist, an einer komplementär geformten oberen Oberfläche (12) einer Tragplatte (14) befestigt zu werden, wobei der Bremsbelag (10, 10') einen Bereich nutzbarer Dicke hat, der sich um eine vorbestimmte Distanz von der oberen Bremsoberfläche (28, 28') aus nach unten erstreckt, und ein Paar sich in Längsrichtung erstreckender Seitenoberflächen (18, 18', 20, 20') sowie ein Paar sich quer erstreckender Endoberflächen (22, 22', 24, 24'), welche den Umfang des Bremsbelages (10, 10') bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsbelag (10, 10') eine sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung hat zum direkten sichtbaren Anzeigen der verbleibenden nutzbaren Dicke des Bremsbelages (10, 10') in bezug auf die obere Bremsoberfläche (28, 28') oder die untere Oberfläche (26, 26') durch eine der Öffnungen in der Bremstrommel hindurch und daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung an einer der sich quer erstreckenden Endoberflächen (22, 22', 24, 24') vorgesehen ist.

2. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung in den Bremsbelag (10, 10') integral eingeformt ist.

3. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung in den Bremsbelag (10, 10') spanabhebend eingearbeitet ist.

4. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung eine Referenz (46, 46') aufweist, welche eine visuelle Anzeige der verbleibenden nutzbaren Dicke des Bremsbelages (10, 10') liefert.

5. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung eine Referenz (44, 44') aufweist, die eine visuelle Anzeige der Lage einer Befestigungseinrichtung liefert, welche benutzt wird, um den Bremsbelag (10, 10') an der Tragplatte (14) zu befestigen.

6. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung eine erste Referenz (46, 46') aufweist, die eine visuelle Anzeige der verbleibenden nutzbaren Dicke des Bremsbelages (10, 10') liefert, wenn ein Befestigungselement benutzt wird, um den Bremsbelag (10, 10') an der Tragplatte (14) zu befestigen, und eine zweite Referenz (44, 44') die eine visuelle Anzeige der Lage eines Befestigungselements liefert, welches benutzt wird, um den Bremsbelag (10, 10') an der Tragplatte (14) zu befestigen.

7. Bremsbelag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Verschleißanzeigeeinrichtung weiter eine dritte Referenz (52) aufweist, die eine visuelle Anzeige der verbleibenden nutzbaren Dicke des Bremsbelages (10, 10') liefert, wenn der Bremsbelag (10, 10') mit der Tragplatte (14) verklebt ist.







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