PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4402904C2 02.11.1995
Titel Minenhalter mit Klemmzange und Druckmechanik
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 90427 Nürnberg, DE
Erfinder Sonntag, Roland, 90766 Fürth, DE;
Roth, Michael, 90518 Altdorf, DE;
Brunner, Engelbert, 90513 Zirndorf, DE
DE-Anmeldedatum 29.01.1994
DE-Aktenzeichen 4402904
Offenlegungstag 10.08.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1995
IPC-Hauptklasse B43K 21/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Minenhalter mit Klemmzange und Druckmechanik.

Derartige Minenhalter sind insbesondere als sogenannte Druckbleistifte, Füllstifte oder Feinminenstifte prinzipiell bekannt.

So wird beispielsweise in DE-PS 20 34 500 ein Druckbleistift gezeigt und beschrieben, der eine Klemmzange und einen Klemmring und ein System zum schrittweisen Vorschieben einer Mine mittels Betätigung eines Drückers aufweist.

Zudem ist hierbei ein axial bewegliches Minenrohr mit einer Minenbremse versehen und in die Schaftspitze hinein versenkbar angeordnet.

Aus US-PS 4 687 363 ist ferner ein mechanischer Druckbleistift bekannt, an dessen Schaftspitze eine Minenbremse angeformt ist.

Ein Nachteil der bekannten Minenstifte besteht darin, daß sie in der Regel nur für relativ feste Minen geeignet sind, deren Oberfläche nicht zu weich ist und durch die Klemmzange sicher gehalten werden kann. Bei relativ weichen Minen drückt sich die Klemmzange oft fest in die Minenoberfläche ein und kann dann die Mine nicht mehr funktionsgerecht und sicher freigeben.

Dadurch kommt es häufig zu Funktionsstörungen wenn in derartige Minenstifte beispielsweise Wachsminen, Radierstränge oder andere weiche Minen eingesetzt werden sollen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Minenhalter mit Klemmzange und Druckmechanik zu schaffen, der diese Nachteile nicht aufweist und der für die Verwendung relativ weicher Minen ebenso geeignet ist wie für normale gebrannte Minen mit relativ fester Oberfläche.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den weiteren Ansprüchen umfaßt.

Anhand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung mit Hilfe der Abbildungen nachfolgend näher erläutert.

Hierbei zeigt:

Fig. 1 einen Minenhalter in gedrückter Position,

Fig. 2 den Minenhalter gem. Fig. 1 in Klemmposition,

Fig. 3 den Minenhalter gern. Fig. 1 und 2 in Vorschubposition und

Fig. 4 den Minenhalter gem. Fig. 1 bis 3 ebenfalls in ganz gedrückter Position.

Bei dem in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Minenhalter 1 mit einer Klemmzange 6 und einem Drücker 4, ist der Klemmzange 6 ein axial begrenzt beweglicher Klemmring 7 zugeordnet, zum schrittweisen Vorschieben einer Mine 9 mittels Betätigung des Drückers 4. In der Schaftspitze 3 ist eine Minenbremse 8 angeordnet, zum zeitweiligen Festhalten der Mine 9 während der Drückerbetätigung.

Die Schaftspitze 3 weist hierbei einen axial nach innen gerichteten Ansatz 31 auf, der mit mindestens einer Druckkante 32 versehen ist.

An der Klemmzange 6 ist eine nach vorne zur Schaftspitze 3 hin gerichtete ringförmige Hülse 61 angeformt, die mindestens eine Druckstelle 62 aufweist.

Bei der Betätigung des Drückers ist der axiale Druckweg 41 der Klemmzange 6 bzw. des Drückers 4 um die axiale Länge der Spreitzstrecke 63 größer als die Vorschubstrecke 71 des Klemmringes 7.

Die Druckkante(n) 32 am Ansatz 31 und/oder die an der Hülse 61 angeordnete(n) Druckstelle(n) 62 ist bzw. sind derart schräg verlaufend ausgebildet und wirken beide so zusammen, daß bei vorgeschobener Klemmzange 6 diese geöffnet wird. Hierbei beaufschlagen beim Zurücklegen der Spreitzstrecke 63 der Klemmzange 6 und in deren vorgeschobener Position, die an der Hülse 61 angeordnete(n) Druckstelle(n) 62 die Druckkante(n) 32 am Ansatz 31, wodurch die Klemmzange 6 immer zwangsweise geöffnet wird.

Dies insbesondere dann, wenn die zusammenwirkenden Druckkanten 32 und Druckstellen 62 entsprechend abgeschrägt bzw. konisch verlaufend ausgebildet sind.

Der axiale Druckweg 41 der Klemmzange 6 bzw. des Drückers 4 ergibt sich somit insgesamt aus der Vorschubstrecke 71 des Klemmringes 7 und der Mine 9 sowie der Spreitzstrecke 63 der Klemmzange 6.

Die Minenbremse 8 ist an dem radial federnden Ansatz 31 der Schaftspitze 3 angeordnet und einstückig mit dem Ansatz und mit der Schaftspitze 3 ausgebildet.

Die Bohrung 64 der Hülse 61 soll zudem mit Spiel über dem Mantel 34 des Ansatzes 31 gleiten.

Bezugszeichenliste

1 Minenhalter

2 Schaft

3 Schaftspitze

31 Ansatz (an 3)

32 Druckkante (an 31)

33 Anschlag

34 Mantel (von 31)

4 Drücker

41 Druckweg

42 Druckplatte

5 Feder

51 Stützring

6 Klemmzange

61 Hülse (an 6)

62 Druckstelle (in 61)

63 Spreitzstrecke (von 6)

64 Bohrung (von 6)

7 Klemmring

71 Vorschubstrecke (der Mine 9)

8 Minenbremse

9 Mine

91 Minenoberfläche


Anspruch[de]
  1. 1. Minenhalter mit Klemmzange und Druckmechanik, wobei der Klemmzange ein axial begrenzt beweglicher Klemmring zugeordnet ist, zum schrittweisen Vorschieben einer Mine mittels Betätigung eines Drückers, und wobei in der Schaftspitze eine Minenbremse angeordnet ist, zum zeitweiligen Festhalten der Mine, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Schaftspitze (3) einen axial nach innen gerichteten Ansatz (31) aufweist, der mit mindestens einer Druckkante (32) versehen ist,

    daß an der Klemmzange (6) eine nach vorne zur Schaftspitze (3) hin gerichtete ringförmige Hülse (61) angeformt ist, die mindestens eine Druckstelle (62) aufweist,

    daß der axiale Druckweg (41) der Klemmzange (6) bzw. des Drückers (4) um die axiale Länge der Spreitzstrecke (63) größer ist als die Vorschubstrecke (71) des Klemmringes (7)

    und daß die Druckkante(n) (32) am Ansatz (31) und/oder die an der Hülse (61) angeordnete(n) Druckstelle(n) (62) derart schräg verlaufend ausgebildet ist/sind und beide so zusammenwirken, daß bei vorgeschobener Klemmzange (6) diese geöffnet wird.
  2. 2. Minenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Minenbremse (8) an dem radial federnden Ansatz (31) der Schaftspitze angeordnet und einstückig mit diesem ausgebildet ist.
  3. 3. Minenhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Bohrung (64) versehene Teil der Hülse (61) mit Spiel über dem Mantel (34) des Ansatzes (31) gleitet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com