PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19505079A1 09.11.1995
Titel In zwei Drehrichtungen betreibbarer Senker
Anmelder Noga Engineering Ltd., Nahariya, IL
Erfinder Hirsch, Mordechai, Nahariya, IS
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Anmeldedatum 15.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505079
Offenlegungstag 09.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.1995
IPC-Hauptklasse B23B 51/10
IPC-Nebenklasse B25G 3/00   
Zusammenfassung Durch die vorliegende Erfindung wird ein in zwei Drehrichtungen betreibbarer, handbetätigter Senker mit einem Schaft bereitgestellt, wobei ein Ende des Schaftes an einem im wesentlichen flachen Schneideinsatz mit mindestens zwei Schneidkanten und das andere Ende des Schaftes an einem Handgriff befestigt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen neuartigen Senker und insbesondere einen in zwei Drehrichtungen betreibbaren Senker.

Senker werden am häufigsten dazu verwendet, das äußere Ende eines Lochs oder eines Hohlraums zu vergrößern, um den Kopf einer Schraube aufzunehmen.

Senker werden ferner häufig dazu verwendet, Grate auf Rändern von Löchern zu entfernen, wenn das Loch durch Bohren oder andere bekannte Verfahren hergestellt wird. Ränder von in Metallplatten ausgebildeten Löchern sind für bekannte Senker, die im wesentlichen kegelförmig ausgebildet sind, wobei sich entlang der kegelförmigen Fläche mehrere Schneidkanten erstrecken, die bezüglich der kegelförmigen Fläche einen Freiwinkel bilden, von beiden Seiten des Lochs leicht zugänglich. Die Schneidkanten bekannter kegelförmiger Senker sind alle in die gleiche Richtung ausgerichtet und können daher nur in einer Drehrichtung einen Schneidvorgang ausführen, was ein großer Nachteil ist, weil die Bedienungsperson ihr Handgelenk hin- und herbewegen muß, um das Entgraten von Hand auszuführen, so daß die Rückwärtsbewegung bei bekannten Senkern nicht zum Entgraten beiträgt.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen handbetätigten Senker bereitzustellen, der dazu geeignet ist, Grate von durch Bohren hergestellten Löchern sowohl durch eine kreisförmige Vorwärts- als auch eine kreisförmige Rückwärtsbewegung des Werkzeugs zu entfernen.

Erfindungsgemäß wird ein handbetätigter Senker mit einem Schaft bereitgestellt, wobei ein Ende des Schaftes an einem im wesentlichen flachen Schneideinsatz mit mindestens zwei Schneidkanten und das andere Ende des Schaftes an einem Haltegriff befestigt ist.

Der Schneideinsatz hat im wesentlichen die Form eines gleichschenkeligen, wahlweise abgeflachten Dreiecks und weist vorzugsweise vier Schneidkanten im wesentlichen entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks auf.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Beispiels unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben; es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen handbetätigten Werkzeugs;

Fig. 2 eine Querschnittansicht des in Fig. 1 dargestellten handbetätigten Werkzeugs;

Fig. 3 eine andere perspektivische Ansicht des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Schneideinsatzes;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines anderen erfindungsgemäßen handbetätigten Werkzeugs;

Fig. 5 eine Querschnittansicht des in Fig. 4 dargestellten handbetätigten Werkzeugs; und

Fig. 6 eine andere perspektivische Ansicht des in den Fig. 4 und 5 dargestellten Schneideinsatzes.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Senker 30 weist auf: einen Schneideinsatz 32, einen zylinderförmigen Schaft 34 mit einem mittigen Schlitz an einem seiner Enden und einen Haltegriff 36. Der Schneideinsatz ist im Schlitz des Schaftes 34 durch ein bekanntes Verfahren, wie beispielsweise durch Schweißen, Hartlöten, Verkleben oder Verpressen, stabil befestigt. Das andere Ende des Schaftes ist durch eine beliebige herkömmliche Einrichtung bzw. ein beliebiges herkömmliches Verfahren im Haltegriff 36 befestigt.

Der in Fig. 3 ausführlicher dargestellte Schneideinsatz 32 ist ein flacher Einsatz, der die Form eines im wesentlichen gleichschenkligen Dreiecks hat und vier Schneidkanten 41, 42, 43 und 44 entlang den beiden gleichen Seiten des Dreiecks aufweist. Das Dreieck ist abgeflacht, so daß eine im wesentlichen flache Fläche 46 gebildet wird, durch die der Schneideinsatz zum Entgraten von Löchern verwendet werden kann, deren Durchmesser etwas kleiner als die Länge der Basis des Schneideinsatzes und etwas größer als die Länge der Fläche 46 ist. Die Breite des Schneideinsatzes ist konstant. Der Einsatz 32 ist entlang der vier Schneidkanten geschliffen, um vier Schneidflächen zu bilden, von denen in der Figur zwei - 47 und 48 - dargestellt sind. Die Schneidflächen bilden Spanwinkel, durch die die Schneidfunktion der Schneidkanten verbessert wird, wobei die Schneidflächen jedoch nicht wesentlich sind.

Um den Senker zu verwenden, wie beispielsweise zum Entfernen von auf Rändern eines bearbeiteten Lochs gebildeten Graten, wird das Werkzeug 30 gegen den Rand des Lochs gedrückt, so daß alle Schneidkanten 41 bis 44 den Rand des zu entgratenden Lochs berühren, wobei das Werkzeug durch die Bedienungsperson von Hand einige Male um etwa eine halbe Umdrehung vor- und zurückgedreht wird, während ein kontinuierlicher Druck ausgeübt wird. Bei der Drehbewegung im Uhrzeigersinn sind die Schneidkanten 42 und 44 im Einsatz, während bei einer Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn die Schneidkanten 41 und 43 im Einsatz sind. Weil das Werkzeug 30 ein handbetätigtes Werkzeug ist, kann es so in der Hand gehalten werden, daß es nicht vollkommen senkrecht zur Fläche gehalten wird, in der das zu entgratende Loch sich befindet, so daß eher eine leichte Taumelbewegung der Hand zusammen mit dem Werkzeug ausgeführt wird, wodurch, wenn eine Drehbewegung des Werkzeugs im Uhrzeigersinn ausgeführt wird, die Schneidkanten 42 und 44 etwas vom Rand des Lochs weg geneigt werden, wohingegen, wenn eine Drehbewegung des Werkzeugs entgegen dem Uhrzeigersinn ausgeführt wird, die Schneidkanten 41 und 43 etwas geneigt werden, um die Reibung zu vermindern.

Der Senker 32 kann auch wirksam als in zwei Drehrichtungen betreibbarer Senker verwendet werden, wenn er nur zwei Schneidkanten aufweist, so lange eine Schneidkante bei einer Drehbewegung im Uhrzeigersinn und die andere bei einer Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn wirksam ist. Geeignete Paare von Schneidkanten für erfindungsgemäße Schneideinsätze sind 41 und 44, 42 und 43, 41 und 42 oder 43 und 44.

Der in Fig. 4 dargestellte Senker 20 weist einen zylinderförmigen Schaft auf, wobei ein Ende des Schaftes durch eine geeignete Befestigungseinrichtung in einen Handgriff 14 eingesetzt wird. Ein in der Mitte des anderen Endes des Schaftes angeordneter Längsschlitz 3 hat eine konstante Breite, durch die zwei gleiche Endabschnitte 4 gebildet werden, die jeweils kreisförmige Queröffnungen 5 aufweisen, die einander gegenüberliegen.

Ein zylinderförmiger Stift 6 mit einer Länge, die im wesentlichen dem Durchmesser des Schaftes 8 entspricht, und dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser der Öffnungen 5, wird in den Öffnungen 5 befestigt, um den Schneideinsatz 10 zu halten.

Der in Fig. 6 ausführlicher dargestellte flache Schneideinsatz 10 hat im wesentlichen die Form eines gleichschenkeligen Dreiecks und insgesamt vier Schneidkanten 11 (in der Figur sind drei dargestellt) entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks. Eine in Querrichtung verlaufende kreisförmige Öffnung 12 erstreckt sich durch die Mitte des Schneideinsatzes 10 und hat einen Durchmesser, der etwas größer ist als der Durchmesser des Stifts 6.

Um das Werkzeug 20 zusammenzusetzen, wird der Schneideinsatz 10 im Schlitz 3 angeordnet, so daß die Mitte seiner in Querrichtung verlaufenden Öffnung 12 sich in einer geraden Linie mit den Mitten der beiden Öffnungen 5 des Schaftes 8 erstreckt. Der zylinderförmige Stift 6 wird darauf hin in die drei Öffnungen gedrückt und durch eine Preßpassung im Schaft 8 befestigt.

Beim zusammengesetzten Senker 20 kann der Schneideinsatz 10 sich auf dem Stift 6, der als Gelenkpunkt dient, frei drehen.

Die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Position des Schneideinsatzes 10 des Werkzeugs 20 ist dazu geeignet, der Bedienungsperson zugewandte rauhe Kanten des Außenrands eines Lochs zu entgraten. Durch eine Drehung des Schneideinsatzes 10 auf dem Stift 6 kann der Schneideinsatz andere Positionen annehmen, bei denen der Schneideinsatz in ein Loch eingeführt und der Innenrand des Lochs, insbesondere von in rohrförmige Teile gebohrten Löchern, entgratet werden kann.

Für den Entgratungsvorgang wird der Schneideinsatz 10 auf dem Rand des Lochs angeordnet, wobei die Bedienungsperson den Handgriff einige Male vor- und zurückdrehen muß, wobei das Werkzeug nach innen gegen den Rand des Lochs gedrückt wird, so daß die Schneidkanten gegen den Rand des Lochs gedrückt und durch die hin- und hergehende Drehbewegung des Senkers Grate entfernt werden.

Durch den Aufbau des Schneideinsatzes 10, bei dem vier Schneidkanten - Schneidkanten 11b und 11d für die Drehbewegung im Uhrzeigersinn und Schneidkanten 11a und 11c für die Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn - für die Entgratungsfunktion zur Verfügung stehen, wird zum Vorteil der Bedienungsperson Arbeitskraft eingespart. Daher findet das Entgraten sowohl bei der Drehbewegung im als auch bei der Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn statt, so daß auch die Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn für die Entgratungsfunktion ausgenutzt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. In zwei Drehrichtungen betreibbarer, handbetätigter Senker mit einem Schaft, wobei ein Ende des Schaftes an einem im wesentlichen flachen Schneideinsatz mit mindestens zwei Schneidkanten und das andere Ende des Schaftes an einem Handgriff befestigt ist.
  2. 2. Senker nach Anspruch 1, wobei der Schneideinsatz im wesentlichen die Form eines gleichschenkligen, wahlweise abgeflachten Dreiecks hat und vier Schneidkanten im wesentlichen entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks aufweist.
  3. 3. Senker nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneideinsatz entlang den Schneidkanten geschliffen ist, um einen Spanwinkel zu bilden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com