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Dokumentenidentifikation DE69110805T2 16.11.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0475247
Titel Betätigungsvorrichtung für Schalter.
Anmelder GEC Alsthom S.A., Paris, FR
Erfinder Thuries, Edmond, F-69330 Meyzieu, FR
Vertreter Spott Weinmiller & Partner, 82340 Feldafing
DE-Aktenzeichen 69110805
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 03.09.1991
EP-Aktenzeichen 911148351
EP-Offenlegungsdatum 18.03.1992
EP date of grant 28.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1995
IPC-Hauptklasse H01H 33/40
IPC-Nebenklasse H01H 3/26   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerung für einen Trennschalter, insbesondere für einen Mittelspannungs- oder Hochspannungs-Trennschalter, die es erlaubt, standardisierte Öffnungs- und Schließzyklen durchzuführen.

Insbesondere aus der Druckschrift EP-A1-0 221 430 ist eine Trennschaltersteuerung bekannt, die es ermöglicht, einen schnellen Öffnungs-, Schließ- und Wiederöffnungszyklus (Zyklus OFO) durchzuführen und die zwei Federn aufweist, die so angeordnet sind, daß die Entspannung der einen Feder eine Betätigung des Trennschalters und gleichzeitig das Wiederspannen der anderen Feder ermöglicht. Solche Steuerungen enthalten eine große Anzahl von mechanischen Teilen, deren Zusammenbau und Wartung teuer sind.

Der Stand der Technik wird auch in der Druckschrift DE-C-966 573 dargestellt, die eine Druckluftsteuerung beschreibt, die nur eine einzige Feder aufweist und die einen Elektromagneten enthält, der ein Steuerglied für die Betätigung des Leistungskolbens steuert, und in der Druckschrift EP-A-0 372 449, die eine leistungsstarke Steuerung beschreibt mit zwei von einem Motor betätigten Federn, wobei die leistungsstarke Steuerung von einer Steuerung geringer Leistung gesteuert wird.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine elektromechanische Steuerung eines Trennschalters herzustellen, die nur wenige mechanische Teile enthält und daher billig und leicht zu warten ist.

Dieses Ziel wird durch einen Trennschalter gemäß dem Anspruch erreicht.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus der Ansicht eines Dreipol-Trennschalters mit einer erfindungsgemäßen Steuerung.

Figur 2 ist eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Steuerung in Perspektive.

In Figur 1 bezeichnen die Bezugszeichen 10, 20 und 30 je eine isolierende Keramiksäule, die die Trennkammern eines Dreipol-Trennschalters tragen. Diese Kammern werden von Stäben betätigt, die mit 11 bzw. 21 bzw. 31 bezeichnet sind und über Stangen 12 bzw. 22 bzw. 32 mit einer gemeinsamen Betätigungswelle 40 verbunden sind. Diese Welle 40 wird von der erfindungsgemäßen Steuerung in Bewegung gesetzt, die in Figur 2 genauer zu sehen ist.

Die erfindungsgemäße Steuerung enthält einen Gleichstrommotor 50, dessen Welle 51 koaxial zur vorgenannten Welle 40 und mit dieser fest verbunden ist. Auf die Welle 51 ist ein Arm 52 aufgekeilt, an dessen einem Ende eine Feder 53 befestigt ist, deren anderes Ende an einem ortsfesten Punkt 54 befestigt ist.

Der Arm kann eine erste Stellung einnehmen, in der die Feder 53 gespannt ist und die einer eingeschalteten Stellung des Trennschalters entspricht. Der Arm wird in dieser ersten Stellung von einem zum Beispiel mittels eines Elektromagneten 56 ausfahrbaren Anschlag 55 gehalten, der von einem programmierten Elektronikschaltkreis 57 gesteuert wird. Der Elektronikschaltkreis wird von einem elektrischen Akkumulator 58 gespeist. Dieser Akkumulator speist ebenfalls über den Elektronikschaltkreis 57 den Gleichstrommotor 50.

Wenn der Trennschalter geöffnet werden soll, wird ein von einem nicht dargestellten Relais kommender Befehl an den Elektronikschaltkreis 57 gerichtet, der dann den Elektromagneten 56 speist und so das Zurückziehen des Anschlags 55 bewirkt. Unter der Wirkung der Feder, die sich plötzlich entspannt, kippt der Arm gemäß dem in durchgezogenen Strichen gezeichneten Pfeil F1, was die Drehung der Wellen 51 und 40 und die Öffnung der Pole des Trennschalters bewirkt. Die Drehung des Arms wird von einem festen Anschlag 59 begrenzt, der als Dämpfungsglied dient.

Wenn man den Trennschalter schließen will, speist der Elektronikschaltkreis den Motor 50, der die Welle 51 und den Arm 53 in Richtung des in unterbrochenen Strichen gezeichneten Pfeils F2 in Drehung versetzt. Dieser Vorgang bewirkt das Wiederspannen der Feder 53 und das Schließen des Trennschalters. Ein Gleichstrommotor, zum Beispiel mit Serienerregung, hat ein starkes Start-Drehmoment, so daß die Feder wiedergespannt und der Trennschalter geschlossen werden kann in einer Zeit, die mit der kompatibel ist, die von den standardisierten OFO-Zyklen festgelegt wird. Der Elektronikschaltkreis ist so programmiert, daß er den Elektromotor nur während der Zeit speist, die gerade notwendig ist, um den Trennschalter zu schließen und die Feder wieder zu spannen und die Bewegung am Ende zu dämpfen. Wenn eine erneute Öffnung gewünscht wird, läuft sie wie die erste ab.

Die Anwendung der Erfindung erfordert die Verwendung einer Akkumulatorbatterie von 24 oder 48 Volt und einer Kapazität, die der Fachmann in Abhängigkeit von der Art des zu steuernden Trennschalters und der Art der durchzuführenden Zyklen berechnen kann.

Die erfindungsgemäße Steuerung enthält eine verringerte Anzahl von mechanischen Bauteilen und ist daher billig und hat geringe Wartungskosten.


Anspruch[de]

Steuerung für einen Mittelspannungs- oder Hochspannungs- Trennschalter mit mehreren Polen, die je eine Betätigungsstange aufweisen, wobei die Steuerung einen Motor (50) und eine von diesem Motor (50) angetriebene Welle (40) besitzt, die die Bewegung der Betätigungsstangen der Pole steuert, wobei die Welle mit einem zentralen Bereich eines Arms (52) fest verbunden ist, an dessen einem Ende ein erstes Ende einer Öfnungsfeder (53) befestigt ist, deren anderes Ende an einem ortsfesten Punkt befestigt ist, wobei die Welle (40) eine erste Stellung, in der die Feder gespannt ist und die Pole des Trennschalters geschlossen sind, und eine zweite Stellung einnehmen kann, in der die Feder entspannt ist und die Pole geöffnet sind, wobei das zweite Ende des Arms mit einem verschiebbaren Anschlag (55) zusammenwirkt, der eine erste Stellung, in der er den Arm in der ersten Stellung hält, und eine zweite Stellung einnehmen kann, in der er den Arm freigibt, wobei der Anschlag mittels eines elektromagnetischen Betätigungsglieds (56) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die diese Bewegung der Betätigungsstangen steuernde Welle (40) fest mit der Welle des Motors (50) verbunden ist und daß der Motor (50) ein Gleichstrommotor ist, der von einer Batterie (58) gespeist wird, wobei die Speisung des Motors und des Betätigungsglieds unter der Kontrolle eines Elektronikschaltkreises (57) steht, der so programmiert ist, daß er einen gegebenen Zyklus von aufeinanderfolgenden Öffnungen und Schließungen des Trennschalters durchführt.







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