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Dokumentenidentifikation DE19517747A1 23.11.1995
Titel Verfahren und Vorrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung für eine Kamera
Anmelder Samsung Aerospace Industries, Ltd., Changwon, Kyeongsangnam, KR
Erfinder Seo, Soon-gil, Changwon, Kyeongsangnam, KR
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 15.05.1995
DE-Aktenzeichen 19517747
Offenlegungstag 23.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.1995
IPC-Hauptklasse G03B 7/08
Zusammenfassung Vorstehend wurde somit ein Belichtungswert-Ermittlungssystem beschrieben, welches das von einem Objekt, dessen Abbild aufgezeichnet werden soll, reflektierte Licht mißt, wenn ein Auslöseschalter für eine erste Stufe aktiviert wird. Das Abbild des Objekts wird mit einem berechneten Belichtungswert aufgezeichnet, wenn ein Auslöseschalter für eine zweite Stufe aktiviert wird. Falls die Zeit zwischen der Aktivierung des Auslöseschalters für die erste Stufe und des Auslöseschalters für die zweite Stufe eine vorbestimmte begrenzte Zeit überschreitet, so mißt eine Belichtungswert-Ermittlungsschaltung das Licht ein zweites Mal und berechnet einen neuen Belichtungswert. Wird die vorbestimmte Zeit erneut überschritten, bevor der Auslöseschalter für die zweite Stufe aktiviert wird, so mißt auch die Belichtungswert-Ermittlungsschaltung erneut das Licht und berechnet erneut einen neuen Belichtungswert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Belichtungssteuersystem zur Abbildungserzeugung und bezieht sich insbesondere auf die Belichtungswertermittlung zur Abbildung von sich bewegenden Objekten oder Objekten unter wechselnden Lichtverhältnissen.

Bei der Abbildungserzeugung ist der Belichtungswert der Lichtmenge zugeordnet, die das Abbildungsmedium, beispielsweise einen Film, erreicht. Eine Helligkeits- Meßschaltung mißt das das von einem Objekt abgestrahlte oder reflektierte Licht zur Bestimmung des Belichtungswerts.

Wenn ein Benutzer bei einer herkömmlichen Stehbildkamera einen Verschlußknopf drückt, um ein Foto zu machen, werden ein Auslöseschalter für eine erste Stufe und ein Auslöseschalter für eine zweite Stufe betätigt. Wird der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt, messen eine automatische Entfernungs-Meßschaltung die Entfernung zum Objekt und die Helligkeits-Meßschaltung die Helligkeit in der Umgebung des Objekts. Ein Mikrocontroller berechnet einen geeigneten Belichtungswert in Übereinstimmung mit dem durch die Helligkeits-Meßschaltung gemessenen Helligkeitswert. Wird der Auslöseschalter für die zweite Stufe betätigt, so weist der Mikrocontroller den Verschluß an, zu öffnen, und stellt eine wahlweise variable Blende in Übereinstimmung mit dem Belichtungswert ein, um den Film zu belichten.

Die herkömmliche Helligkeits-Meßeinrichtung mißt die Lichtmenge lediglich einmal pro Belichtungsvorgang, und die Verschlußgeschwindigkeit wird auf der Grundlage dieser einfachen Messung ermittelt. Die Bedingungen können sich jedoch zwischen der Betätigung der Auslöseschalter für die erste und die zweite Stufe ändern. Das Objekt kann sich bewegen, die Kamera kann sich bewegen, oder die Lichtverhältnisse können sich ändern. Der Benutzer kann kein korrekt belichtetes Foto machen, wenn sich das Objekt während des Zeitraums vor der Betätigung des Auslöseschalters für die zweite Stufe bewegt, da der Belichtungswert in Übereinstimmung mit dem vor der Bewegung des Objekts gemessenen Helligkeitswert ermittelt wurde.

Demgemäß kann der Benutzer mit der herkömmlichen Helligkeits-Meßeinrichtung kein korrekt belichtetes Foto erhalten, da der Verschluß in Übereinstimmung mit dem entsprechend dem vorangehend gemessenen Helligkeitswert berechneten Belichtungswert betätigt wird und sich die Umgebungshelligkeit um das Objekt ändern kann, bevor der Auslöseschalter für die zweite Stufe betätigt wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung für eine Kamera zu schaffen, die die Probleme und Nachteile der herkömmlichen Einrichtungen überwinden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung für eine Kamera, gekennzeichnet durch Auslöseschalter für eine erste und eine zweite Stufe, die durch einen Benutzer betätigt werden, eine Einrichtung zum sukzessiven Messen einer Umgebungshelligkeit um ein Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe nach dem Betätigen des Auslöseschalters für die erste Stufe während einer vorbestimmten Zeit nicht betätigt wird, und einer Einrichtung zum Berechnen eines Belichtungswerts in Übereinstimmung mit einer zuletzt gemessenen Helligkeitsgröße, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe betätigt wird.

Die vorstehend genannte Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum sukzessiven Messen der Helligkeit für eine Kamera mit Auslöseschaltern für eine erste und eine zweite Stufe, gekennzeichnet durch die Schritte: Messen einer Umgebungshelligkeit um ein Objekt, wenn der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt wird, Ermitteln, ob eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, nachdem der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt wurde, während der Auslöseschalter für die zweite Stufe nicht betätigt wird, sukzessives Messen der Umgebungshelligkeit um das Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen auf der Grundlage der Ermittlung, und Berechnen eines Belichtungswerts in Übereinstimmung einer zuletzt vor dem Betätigen des Auslöseschalters für die zweite Stufe gemessenen Helligkeitsgröße.

Außerdem wird die obige Aufgabe gelöst durch eine Belichtungswert-Ermittlungseinrichtung für ein Bildaufzeichnungsgerät, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes eines Objekts, einer Lichtmeßeinrichtung zum Messen von Licht an dem Objekt, einer Einrichtung zum Betätigen der Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes, und einer Einrichtung zum Betätigen der Lichtmeßeinrichtung, wobei die Einrichtung zum Betätigen der Lichtmeßeinrichtung die Lichtmeßeinrichtung in jeweils festgelegten Zeitabständen betätigt, um das Licht an dem Objekt zu messen, und wobei die Lichtmeßeinrichtung zwischen der Zeit, zu der die Lichtmeßeinrichtung zum ersten Mal betätigt wird, um das Licht an dem Objekt zu messen, und der Zeit, zu der die Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes betätigt wird, um das Bild aufzuzeichnen, eine Vielzahl von Malen betätigbar ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Vorteile und der Zweck der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung erklärt und werden teilweise aus der Beschreibung heraus verständlich oder können durch Anwendung der Erfindung in Erfahrung gebracht werden. Die Vorteile und der Zweck der Erfindung werden ersichtlich und erreichbar mittels der im einzelnen in den beigefügten Patentansprüchen aufgezeigten Elemente und Kombinationen.

Zum Erhalt der Vorteile und in Übereinstimmung mit dem Zweck der Erfindung, wie dies hier ausgestaltet und deutliche beschrieben wird, umfaßt die Erfindung demzufolge eine Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung für eine Kamera. Ein Benutzer betätigt Auslöseschalter einer ersten und einer zweiten Stufe. Eine Umgebungshelligkeit um ein Objekt wird gemessen, wenn der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt wird. Daraufhin wird dann, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe für eine vorbestimmte Zeit nach der Betätigung des Auslöseschalters für die erste Stufe nicht betätigt wird, die Umgebungshelligkeit um das Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen sukzessive, also fortlaufend, gemessen. Sodann wird ein Belichtungswert in Übereinstimmung mit dem zuletzt gemessenen Helligkeitswert berechnet, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe betätigt wird.

Das ebenfalls von der Erfindung umfaßte Verfahren zum sukzessiven Messen einer Umgebungshelligkeit für eine Kamera beinhaltet das Messen der Umgebungshelligkeit um ein Objekt, wenn der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt wird; das Bestimmen, ob eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, nachdem der Auslöseschalter für die erste Stufe betätigt wurde, während der Auslöseschalter für die zweite Stufe nicht betätigt wird; das sukzessive Messen der Umgebungshelligkeit um das Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen auf der Grundlage des Ergebnisses der Bestimmung; und das Berechnen eines Belichtungswerts der Kamera in Übereinstimmung mit dem zuletzt gemessenen Helligkeitsbetrag, bevor der Auslöseschalter für die zweite Stufe betätigt wird.

Die beigefügten Zeichnungen, die einbezogen sind und einen Teil dieser Beschreibung bilden, zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erklärung der Grundlagen und Prinzipien der Erfindung. Es zeigen

Fig. 1 ein Blockdiagramm, welches eine Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt;

Fig. 2 eine detaillierte Schaltungsanordnung, die eine Helligkeits-Meßschaltung der Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung in Übereinstimmung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt;

Fig. 3 ein Diagramm, welches die Aufladezeit eines Kondensators der Helligkeits-Meßschaltung in Übereinstimmung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt;

Fig. 4 ein Ablaufdiagramm von Schritten eines Verfahrens zum sukzessiven Messen von Helligkeit in Übereinstimmung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel; und

Fig. 5 ein Zeitdiagramm, welches den Betriebsablauf der Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung in Übereinstimmung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt.

Ein Belichtungswert-Ermittlungssystem mißt das von einem Objekt, dessen Bild aufgezeichnet werden soll, reflektierte Licht, wenn ein Auslöseschalter für eine erste Stufe aktiviert wird. Das Bild des Objekts wird unter Heranziehen des berechneten Belichtungswerts aufgezeichnet, wenn ein Auslöseschalter für eine zweite Stufe aktiviert wird. Falls die Zeit zwischen der Aktivierung des Auslöseschalters für die erste Stufe und des Auslöseschalters für die zweite Stufe eine vorbestimmte begrenzte Dauer überschreitet, mißt die Belichtungswert-Ermittlungsschaltung die Lichtmenge ein zweites Mal und berechnet einen neuen Belichtungswert. Falls die vorbestimmte Zeitdauer erneut überschritten wird, bevor der Auslöseschalter für die zweite Stufe aktiviert wird, wird die Belichtungswert-Ermittlungsschaltung die Lichtmenge erneut messen und einen zweiten neuen Belichtungswert berechnen. Infolgedessen wird dann, wenn sich das Objekt, dessen Abbild aufgezeichnet werden soll, zwischen der Aktivierung der Auslöseschalter für die erste und die zweite Stufe bewegt, ein neuer Belichtungswert zur Aufzeichnung des Bilds herangezogen. Darüber hinaus wird die Belichtungswert-Ermittlungsschaltung dann, wenn sich die Lichtbedingungen zwischen der Aktivierung der Auslöseschalter für die erste und die zweite Stufe ändern, einen neuen Belichtungswert auf der Grundlage der neuen Lichtbedingungen ermitteln.

Wie in Fig. 1 gezeigt, wird die Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung gemäß einem Ausführungsbeispiel durch einen Mikrocontroller 40 gesteuert. Der Mikrocontroller 40 ist mit einem Auslöseschalter für eine erste Stufe S1, einem Auslöseschalter für eine zweite Stufe S2, einer automatischen Entfernungs-Meßschaltung 10, einer Helligkeits-Meßschaltung 20, einem Filmempfindlichkeitssensor 30 und Anschlußterminals der Schalter S1 und S2 verbunden.

Die automatische Entfernungs-Meßschaltung 10 mißt die Entfernung zwischen der Kamera und einem aufzuzeichnenden Objekt. Die Helligkeits-Meßschaltung 20 mißt die das Objekt umgebende Umgebungshelligkeit. Der Filmempfindlichkeitssensor 30 mißt die Empfindlichkeit des Films. Der Mikrocontroller 40 steuert ferner einen Verschluß 50, einen Motor-Aktuator 60 und eine Informationsanzeige 70. Die Helligkeits-Meßschaltung 20 kann verschiedene Formen annehmen. So kann beispielsweise ein Lichteinfalls- bzw. Lichtmengenmesser oder ein Reflexionslichtmesser, wie beispielsweise ein Punkt-, Mittenwert- oder Matrix-Lichtmesser verwendet werden.

Fig. 2 zeigt ein vereinfachtes Diagramm eines Ausführungsbeispiels der Helligkeits-Meßschaltung 20. Die Helligkeits-Meßschaltung 20 umfaßt ein photoresistives Lichtempfangselement Cds. Der Widerstandswert des Lichtempfangselements Cds ändert sich in Übereinstimmung mit der auf das Lichtempfangselement Cds fallenden Lichtmenge. Der Mikrocontroller 40 sendet über ein mit OUT bezeichnetes Anschlußterminal Signale an die Helligkeits-Meßschaltung 20 und empfängt Signale an einem mit IN bezeichneten Anschlußterminal.

Die Helligkeits-Meßschaltung 20 umfaßt einen Vergleicher IC1 und drei bipolare Transistoren T1, T2 und T3. Jeder Transistor T1, T2 oder T3 besitzt eine Basis, einen Kollektor und einen Emitter. Eine Spannungsquelle Vcc und ein Kondensator C1 sind in Parallelschaltung zwischen einem Massepotential und dem Emitter des Transistors T1 verschaltet. Der Kollektor des Transistors T2 ist mit der Basis des Transistors T1, und der Emitter des Transistors T2 ist mit dem Massepotential verbunden. Die Basis des Transistors T2 empfängt einen Eingangsimpuls von dem Mikrocontroller 40 über das Ausgangsterminal OUT.

Der Kollektor des Transistors T1 ist mit einem Widerstand R1, dem Lichtempfangselement Cds, einem veränderlichen Widerstand VR1 und einem Widerstand R4 verbunden. Die Widerstände R1 und R2 bilden einen Spannungsteiler zwischen dem Kollektor des Transistors T1 und dem Massepotential. Der Ausgang des Spannungsteilers ist mit dem invertierenden Eingangsterminal des Vergleichers IC1 verbunden. Das Lichtempfangselement Cds und der veränderliche Widerstand VR1 sind in Parallelschaltung zwischen dem Kollektor des Transistors T1 und einem Widerstand R3 verschaltet. Der Widerstand R3 verbindet das Lichtempfangselement Cds mit dem nichtinvertierenden Anschlußterminal des Vergleichers IC1 und dem Massepotential über einen Kondensator C2.

Der Kollektor des Bipolartransistors T3 ist mit dem nichtinvertierenden Anschlußterminal des Vergleichers IC1, und der Emitter des Transistors T3 ist mit der Masse verbunden. Die Basis des Transistors T3 ist mit der Basis des Transistors T1 und dem Kollektor des Transistors T2 verbunden. Der Ausgang des Vergleichers IC1 ist über das IN-Anschlußterminal mit dem Widerstand R4 und dem Mikroprozessor 40 verbunden.

Nachstehend wird der Betriebsablauf der Kamera in Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben.

Wie in Fig. 4 gezeigt, wird zu Beginn elektrische Spannung angelegt (Schritt 100). Der Mikrocontroller 40 initialisiert alle Betriebsschaltungen, Variablen sowie einen internen Zeitgeber bzw. Zeitmesser (Schritt 110) und ermittelt dann, ob der Auslöseschalter für die erste Stufe S1 betätigt wird (Schritt 120). Drückt ein Benutzer den Verschlußauslöser, um ein Foto eines Objekts zu machen, wird der Auslöseschalter für die erste Stufe S1 betätigt und ein entsprechendes elektrisches Signal wird in den Mikrocontroller 40 eingegeben.

Der Mikrocontroller 40 überprüft den Spannungszustand und den Ladezustand einer (nicht gezeigten) Stroboskop- oder Blitzeinheit (Schritt 130) und mißt die Empfindlichkeit des in der Kamera eingelegten Films. Der Filmempfindlichkeitssensor 30 erfaßt die Empfindlichkeit des Films und übermittelt ein der Filmempfindlichkeit entsprechendes elektrisches Signal an den Mikrocontroller 40 (Schritt 140).

Der Mikrocontroller 40 erzeugt (Schritt 140) das Ansteuersignal OUT von hohem bis niedrigem Pegel und steuert die Helligkeits-Meßschaltung 20 dahingehend, daß diese nach Beenden des obigen Schrittes die Umgebungshelligkeit um das Objekt mißt (Schritt 150). Sodann zählt der Mikrocontroller 40 die Zeit bis zur Erzeugung des Hochpegelsignals durch die Helligkeits- Meßschaltung 20 durch Inbetriebsetzen des internen Zeitgebers.

Das durch den Mikrocontroller 40 erzeugte hochpegelige Ansteuersignal OUT wird an den Basisanschluß des Transistors T2 der Helligkeits-Meßschaltung 20 angelegt, und der Transistor T2 schaltet ein bzw. beginnt zu leiten. Beginnt der Transistor T2 zu leiten, so sinkt das elektrische Potential am Kollektor des Transistors T2 ab, so daß den Basen der Transistoren T1 und T3 ein Niedrigpegelsignal zugeführt wird. Der Transistor T1 wird eingeschaltet, und der Transistor T3 wird ausgeschaltet.

Die Helligkeits-Meßschaltung 20 mißt die Umgebungshelligkeit um das Objekt, wenn der Transistor T1 eingeschaltet und Spannung an das Lichtempfangselement Cds angelegt wird. Die Widerstände R1 und R2 teilen die an die Helligkeits-Meßschaltung 20 angelegte Spannung und bestimmen infolgedessen eine an dem invertierenden Anschlußterminal des Vergleichers IC1 angelegte Bezugsspannung.

Die mittels des Transistors T1 angelegte Spannung wird durch den Kondensator C2 in Übereinstimmung mit dem Widerstandswert des Lichtempfangselements Cds akkumuliert bzw. gespeichert. Der Widerstandswert des Lichtempfangselements Cds ändert sich in Übereinstimmung mit der Umgebungshelligkeit um das Objekt. Die Aufladegeschwindigkeit des Kondensators C2 ändert sich in Übereinstimmung mit dem Widerstandswert des Lichtempfangselements Cds.

Wenn die dem nichtinvertierenden Anschlußterminal des Vergleichers IC1 zugeführte Spannung aufgrund einer Zunahme der Ladespannung des Kondensators C2 höher ist als die dem invertierenden Anschlußterminal des Vergleichers IC1 zugeführte Spannung, so wechselt das Ausgangssignal des Vergleichers IC1 von einem niedrigen Pegel auf einen hohen Pegel. Dieses Ausgangssignal wird sodann an den Mikrocontroller 40 übermittelt (Schritt 160).

Der Mikrocontroller 40 liest den Zählerstand des internen Zeitgebers und ermittelt den Helligkeitszustand des Objekts, wenn das Hochpegelsignal am IN-Anschlußterminal der Helligkeits-Meßschaltung 20 erscheint. Der Mikrocontroller 40 ermittelt, daß die Helligkeit des Objekts zu groß ist, wenn der ausgelesene Zählerstand unterhalb eines ersten vorbestimmten Werts liegt, oder zu klein ist, wenn der ausgelesene Zählerstand größer als ein zweiter vorbestimmter Wert ist. Der Mikrocontroller 40 ermittelt, daß die Helligkeit dann groß ist, wenn der Zählerstand weniger als acht beträgt, und dann niedrig ist, wenn der Zählerstand mehr als 80 beträgt.

Fig. 3 zeigt die Ladegeschwindigkeit des Kondensators C2 unter verschiedenen Lichtbedingungen A, B und C. In Übereinstimmung mit der durch die Umgebungshelligkeit um das Objekt wechselnden Ladegeschwindigkeit des Kondensators C2 zeigt die Kurve A die große Helligkeit, während die Kurve C die geringe Helligkeit darstellt. Die Kurve B bezieht sich auf eine zwischen A und C liegende Helligkeit.

Falls die Helligkeit zu gering ist (Schritt 170), so warnt der Mikrocontroller 40 den Benutzer durch Ansteuern der Informationsanzeige 70 (Schritte 180 bis 190). Der Mikrocontroller 40 stellt ferner die Verschlußgeschwindigkeit auf die minimale oder langsamste Geschwindigkeit ein. Falls die Helligkeit zu groß ist (Schritt 200), stellt der Mikrocontroller 40 die Verschlußgeschwindigkeit auf die maximale oder größte Geschwindigkeit ein (Schritt 210).

Der Mikrocontroller 40 bestimmt die Verschlußgeschwindigkeit (Schritt 220) durch Steuern des Programms zur automatischen Belichtung in Übereinstimmung mit dem gemessenen Zählerstand, wenn der gemessene Zählerstand zwischen dem ersten und dem zweiten vorbestimmten Wert liegt, so daß demzufolge die Helligkeit weder zu gering noch zu groß ist.

Der Mikrocontroller 40 mißt die Entfernung zwischen der Kamera und dem Objekt durch Steuern der automatischen Entfernungs-Meßschaltung 10, nachdem die Verschlußgeschwindigkeit in Übereinstimmung mit der Helligkeit des Objekts ermittelt wurde. Der Mikrocontroller 40 führt sodann in Übereinstimmung mit der gemessenen Entfernung eine automatische Entfernungsberechnung (Schritte 230 bis 240) durch.

Nach dem Durchführen der automatischen Entfernungsberechnung ermittelt der Mikrocontroller 40 (Schritt 250), ob der Auslöseschalter für die zweite Stufe S2 betätigt wird und ermittelt (Schritt 260), ob bzw. wenn eine vorbestimmte Zeit verstreicht, während der der Auslöseschalter für die zweite Stufe S2 nicht betätigt wird. Falls die vorbestimmte Zeit verstreicht, kehrt der Mikrocontroller 40 zu Schritt 150 zurück. In Schritt 150 steuert der Mikrocontroller 40 die Helligkeits-Meßschaltung 20 zur Messung der Helligkeit.

Falls somit das Objekt seine oder die Kamera ihre Position ändern, berechnet der Mikrocontroller 40 einen neuen Belichtungswert. Ebenso wird dann ein neuer Belichtungswert berechnet, wenn sich die Lichtverhältnisse zwischen dem Auslösen der ersten und der zweiten Stufe ändert. Der Mikrocontroller 40 berechnet Belichtungswerte auf der Grundlage des unmittelbar vor der Betätigung des Auslöseschalters für die zweite Stufe S2 gemessenen Belichtungswerts, nachdem die Umgebungshelligkeit um das Objekt dann fortlaufend gemessen wurde, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe S2 während der vorbestimmten Zeit nicht betätigt wurde.

Der Mikrocontroller 40 fotografiert das Objekt, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe S2 betätigt wird (Schritt 270). Der Mikrocontroller 40 steuert den Verschluß in Übereinstimmung mit dem in Schritt 220 ermittelten Belichtungswert. Nach dem Belichten eines Einzelbilds des Films transportiert der Mikrocontroller 40 durch Aktivieren des Motor-Aktuators 60 und beendet alle Schritte (Schritte 280 bis 290).

Der Auslöseschalter für die zweite Stufe 52 wird durch Drücken des Verschlusses bzw. Verschlußknopfs und Messen der Umgebungshelligkeit um das Objekt betätigt. Die Umgebungshelligkeit um das Objekt wird fortlaufend gemessen, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe S2 während der vorbestimmten Zeit nicht betätigt wird, wodurch eine Fotografie mit einer geeigneten Belichtung erhalten wird in Übereinstimmung mit der Helligkeitsänderung des Objekts aufgrund einer vor der Betätigung des Auslöseschalters für die zweite Stufe S2 erfolgenden Lageänderung des Objekts oder des Kameraaufbaus bzw. der Kamera.

Die Erfindung wurde in Zusammenhang mit einer Stehbildkamera beschrieben. Die Erfindung kann jedoch auch in anderen Einrichtungen, die die Helligkeit in der Umgebung eines sich bewegenden Objekts oder unter sich ändernden Licht- und Beleuchtungsbedingungen messen, eingesetzt werden. Die Erfindung kann beispielsweise in einer optischen Meßeinrichtung verwendet werden. Ferner beinhaltet die Erfindung geringe Herstellungskosten und eine hohe Zuverlässigkeit.

Obwohl lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel und ausgewählte Modifikationen der Erfindung offenbart und beschrieben wurden, ist offensichtlich, daß weitere Ausführungsbeispiele und Modifikationen innerhalb des Umfangs der beigefügten Patentansprüche möglich sind.

Vorstehend wurde somit ein Belichtungswert-Ermittlungssystem beschrieben, welches das von einem Objekt, dessen Abbild aufgezeichnet werden soll, reflektierte Licht mißt, wenn ein Auslöseschalter für eine erste Stufe aktiviert wird. Das Abbild des Objekts wird mit einem berechneten Belichtungswert aufgezeichnet, wenn ein Auslöseschalter für eine zweite Stufe aktiviert wird. Falls die Zeit zwischen der Aktivierung des Auslöseschalters für die erste Stufe und des Auslöseschalters für die zweite Stufe eine vorbestimmte begrenzte Zeit überschreitet, so mißt eine Belichtungswert- Ermittlungsschaltung das Licht ein zweites Mal und berechnet einen neuen Belichtungswert. Wird die vorbestimmte Zeit erneut überschritten, bevor der Auslöseschalter für die zweite Stufe aktiviert wird, so mißt auch die Belichtungswert-Ermittlungsschaltung erneut das Licht und berechnet erneut einen neuen Belichtungswert.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur sukzessiven Helligkeitsmessung für eine Kamera, gekennzeichnet durch

    Auslöseschalter für eine erste und eine zweite Stufe (S1, S2), die durch einen Benutzer betätigt werden,

    eine Einrichtung (40) zum sukzessiven Messen einer Umgebungshelligkeit um ein Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe (S2) nach dem Betätigen des Auslöseschalters für die erste Stufe (S1) während einer vorbestimmten Zeit nicht betätigt wird, und

    einer Einrichtung (40) zum Berechnen eines Belichtungswerts in Übereinstimmung mit einer zuletzt gemessenen Helligkeitsgröße, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe (S2) betätigt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch

    eine Einrichtung (10) zum Messen der Entfernung zwischen der Kamera und dem Objekt,

    einer Einrichtung (30) zum Erfassen der Empfindlichkeit eines in der Kamera eingelegten Films,

    einer Einrichtung (50) zum Belichten des in der Kamera eingelegten Films,

    einer Einrichtung (60) zum Transportieren eines fotografierten Films, und

    einer Einrichtung (70) zum Warnen des Benutzers, daß die gemessene Helligkeitsgröße zu klein ist, wenn die Umgebungshelligkeit um das Objekt gering ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Erfassungseinrichtung (30) die Filmempfindlichkeit erfaßt,

    die Meßeinrichtung (10) die Entfernung mißt, wenn der Auslöseschalter für die ersten Stufe (S1) betätigt wird,

    eine Einrichtung (40) vorgesehen ist zum Einstellen einer Verschlußgeschwindigkeit auf einen kleinsten Wert, wenn die Umgebungshelligkeit um das Objekt zu gering ist, und auf einen Maximalwert, wenn die Umgebungshelligkeit um das Objekt zu groß ist,

    die Berechnungseinrichtung (40) den Belichtungswert in Übereinstimmung mit einer gemessenen Entfernung zu dem Objekt und der gemessenen Helligkeitsgröße ermittelt, wenn die Umgebungshelligkeit weder zu gering noch zu groß ist, und

    eine Einrichtung (40) vorgesehen ist zum Fotografieren des Objekts durch Betätigen eines Verschlusses (50) in Übereinstimmung mit dem ermittelten Belichtungswert, wenn der Auslöseschalter für die zweite Stufe (S2) betätigt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (40) zum sukzessiven Messen einer Umgebungshelligkeit eine Einrichtung zum Messen einer verstrichenen Zeit und zum Bestimmen auf der Grundlage der verstrichenen Zeit, ob die Umgebungshelligkeit um das Objekt zu gering oder zu groß ist, aufweist.
  5. 5. Verfahren zum sukzessiven Messen der Helligkeit für eine Kamera mit Auslöseschaltern für eine erste und eine zweite Stufe (S1, S2), gekennzeichnet durch die Schritte

    Messen einer Umgebungshelligkeit um ein Objekt, wenn der Auslöseschalter für die erste Stufe (S1) betätigt wird,

    Ermitteln, ob eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, nachdem der Auslöseschalter für die erste Stufe (S1) betätigt wurde, während der Auslöseschalter für die zweite Stufe (S2) nicht betätigt wird,

    sukzessives Messen der Umgebungshelligkeit um das Objekt in jeweils vorbestimmten Zeitabständen auf der Grundlage der Ermittlung, und

    Berechnen eines Belichtungswerts in Übereinstimmung einer zuletzt vor dem Betätigen des Auslöseschalters für die zweite Stufe (S2) gemessenen Helligkeitsgröße.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Schritte

    Erfassen der Empfindlichkeit eines in die Kamera eingelegten Films und Messen einer Entfernung von dem Objekt, wenn der Auslöseschalter für die erste Stufe (S1) betätigt wird,

    Bestimmen einer minimalen Verschlußgeschwindigkeit, wenn die Umgebungshelligkeit um das Objekt zu gering ist, und einer maximalen Verschlußgeschwindigkeit, wenn die Umgebungshelligkeit um das Objekt zu groß ist, sowie des Belichtungswerts in Übereinstimmung mit der gemessenen Helligkeitsgröße, wenn die Helligkeit weder zu gering noch zu groß ist, und

    Aufnehmen eines Fotos mit dem bestimmten Belichtungswert.
  7. 7. Belichtungswert-Ermittlungseinrichtung für ein Bildaufzeichnungsgerät, gekennzeichnet durch

    eine Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes eines Objekts,

    einer Lichtmeßeinrichtung (20) zum Messen von Licht an dem Objekt,

    einer Einrichtung (50) zum Betätigen der Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes, und

    einer Einrichtung (40) zum Betätigen der Lichtmeßeinrichtung (20),

    wobei die Einrichtung (40) zum Betätigen der Lichtmeßeinrichtung (20) die Lichtmeßeinrichtung (20) in jeweils festgelegten Zeitabständen betätigt, um das Licht an dem Objekt zu messen, und

    wobei die Lichtmeßeinrichtung (20) zwischen der Zeit, zu der die Lichtmeßeinrichtung (20) zum ersten Mal betätigt wird, um das Licht an dem Objekt zu messen, und der Zeit, zu der die Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes betätigt wird, um das Bild aufzuzeichnen, eine Vielzahl von Malen betätigbar ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes ein lichtempfindliches Medium ist, und daß die Einrichtung (50) zum Betätigen der Einrichtung zum Aufzeichnen eines Bildes ein Verschluß (50) ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußgeschwindigkeit in Übereinstimmung mit der letzten vor der Betätigung des Verschlusses durch die Lichtmeßeinrichtung (20) durchgeführten Lichtmessung bestimmt wird.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußgeschwindigkeit in Übereinstimmung mit einem Durchschnittswert der zwischen der Zeit, zu der die Lichtmeßeinrichtung (20) zum ersten Mal betätigt wird, um das Bild des Objekts aufzuzeichnen, und der Zeit, zu der der Verschluß (50) betätigt wird, durchgeführten Lichtmessungen bestimmt wird.






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