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Dokumentenidentifikation DE19518179A1 23.11.1995
Titel Verfahren und Maschine zum Herstellen von Zigaretten
Anmelder Molins PLC, Milton Keynes, Buckinghamshire, GB
Erfinder Davis, Paul, Conventry, GB;
Dawson, John, Saunderton High Wycombe, Bucks, GB;
Dyett, Derek Henry, Saunderton High Wycombe, Bucks, GB
Vertreter Hauck, Graalfs & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 17.05.1995
DE-Aktenzeichen 19518179
Offenlegungstag 23.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.1995
IPC-Hauptklasse A24C 5/39
IPC-Nebenklasse A24C 5/18   
Zusammenfassung Die Zigarettenherstellungsmaschine besitzt Mittel zum Schauern von Tabak auf zwei Saugbänder (610, 612), um auf den entsprechenden Saugbändern Tabakteilströme gleicher Breite zu bilden, die dann vereinigt werden, um einen Zigarettenfüllstrom zu bilden. Die Zigarettenherstellungsmaschine besitzt ferner strangbildende Mittel, die den Zigarettenfüllstrom zur Herstellung eines kontinuierlichen Zigarettenstrangs in einer kontinuierlichen Umhüllung einhüllen. Ferner besitzt sie Mittel zum Bilden einer Lage (628) aus Kernmaterial auf mindestens einem der Teilströme oder zwischen den Teilströmen, während oder unmittelbar bevor sie vereinigt werden. Die Lage aus Kernmaterial ist schmaler als jeder der Teilströme und relativ zu diesen zentral angeordnet, so daß das Kernmaterial von dem Tabak in dem fertigen Zigarettenstrang umschlossen wird. Anstelle einer kernbildenden Lage können auch zusätzliche Tabakmengen zum Bilden verdichteter Zigarettenenden zugeführt werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Herstellen von Zigaretten und befaßt sich mit einer Anzahl von Verbesserungen, Abwandlungen des Maschinenkonzepts nach der US 5,199,446, bei dem ein Zigarettenfüllstrom dadurch gebildet wird, daß Tabak gegen zwei konvergierende Bänder geschauert wird, um zwei Tabak-Teilströme zu bilden, die zur Herstellung eines einzigen Zigarettenfüllstroms vereinigt werden.

Bezug genommen sei in diesem Zusammenhang auf die US 5,141,003 und die GB 2 269 975 A.

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Herstellen von Zigaretten mit einem Kern aus Tabak oder anderem teilchenförmigen Material, das von dem Tabak verschieden ist, welcher den restlichen Zigarettenfüllstrom bildet und den Kern umgibt.

Ein anderer Aspekt dieser Erfindung befaßt sich mit einem Verfahren und einer Maschine zum Herstellen von Zigaretten mit dichteren Endabschnitten.

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen definiert.

Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele von Zigarettenherstellungsmaschinen, bei denen verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung verwirklicht sind, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Zigarettenherstellungsmaschine zum Herstellen von Zigaretten mit dichteren Endabschnitten;

Fig. 2 eine Abwandlung der in Fig. 1 gezeigten Maschine;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine Maschine zum Herstellen von kernzentrierten Zigaretten;

Fig. 4 entlang der Linie A-A in Fig. 3;

Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 3;

Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf eine andere Zigarettenherstellungsmaschine;

Fig. 7 eine Abwandlung eines Teils der in Fig. 6 gezeigten Maschine in vergrößertem Maßstab;

Fig. 8 eine schematische Draufsicht einer weiteren Zigarettenherstellungsmaschine.

Fig. 1 zeigt eine Maschine mit konvergierenden Saugbändern 510 und 512, auf die Tabak in im wesentlichen horizontaler Richtung aus einem Schauerkanal 514 geschauert wird. Tabak- Teilströme (nicht gezeigt) bauen sich auf den Bändern 510 und 512 auf und werden vereinigt bzw. zusammengeführt, während sich die Bänder auf parallelen Bahnen ausgehend von einem Vereinigungsbereich 516 bewegen. Der auf diese Weise gebildete zusammengeführte Zigarettenfüllstrom wird in eine Papierumhüllung gehüllt, und zwar in einer gängigen Formateinrichtung.

Tabak, der näherungsweise in der Mitte des Kanals 514 geschauert wird, wird dazu benutzt, Tabakhäufchen 518 auf einem Band 520 zur Herstellung von verdichteten Zigarettenenden zu bilden. Zu diesem Zweck ist ein Kanal zwischen einer ortsfesten Wand 522 und einem parallelen Trum des Bandes 520 vorgesehen, wobei Tabak in diesen Kanal teilweise durch die Wirkung einer Aufladeöffnung 524 in einer Bodenwand des Kanals 514 eingezogen wird. Durch das Band 520 hindurch wird Unterdruck angelegt, um die Tabakhäufchen 518 auf dem Band zu halten, bis sie an das Band 510 abgegeben werden können. Die Menge des Tabaks, die zur Herstellung der verdichteten Zigarettenenden in den Kanal gezogen wird, kann dadurch gesteuert werden, daß die Größe des an die Öffnung 524 angelegten Unterdrucks und/oder die Größe des durch das Band 520 angelegten Unterdrucks gesteuert wird.

Rollen 526 und 528 drehen sich in den angedeuteten Richtungen, so daß Tabak, der andernfalls an den Rändern der angrenzenden ortsfesten Wände 530 und 532 festgehalten würde, statt dessen wie dargestellt geleitet wird.

Das Band 520 besteht aus gewebtem Nylon, so daß es über seine gesamte Länge luftdurchlässig ist. Innerhalb des Nylonbandes befindet sich jedoch ein luftundurchlässiges Trägerband mit gleichmäßig beabstandeten Öffnungen, die die Bereiche bilden, an denen Tabak für die verdichteten Zigarettenenden auf dem Nylonband gesammelt wird. Das Trägerband wird durch eine Rolle 534 gespannt und läuft um eine Rolle 536 zurück, während das Nylonband weiter läuft und um eine Rolle 538 herum zurückkehrt. Das Nylondband kann auch eine getrennte Spanneinrichtung umfassen und getrennt von dem Trägerband angetrieben werden.

Die Fig. 2 zeigt eine andere Konstruktion, die sich insofern unterscheidet, als Tabak für die verdichteten Zigarettenenden direkt auf ein Band 540 geschauert wird, das um Rollen 542 und 544 läuft. Wie in Fig. 1 werden Tabakhäufchen 546 auf dem Band 540 gebildet und an den von dem Band 510 getragenen Teilstrom abgegeben, ehe die von den Bändern 510 und 512 getragenen Teilströme vereinigt bzw. zusammengeführt werden, um den fertigen Zigarettenfüllstrom zu bilden. Eine Rolle wie die Rolle 526 oder 528 in Fig. 1 kann an der Verbindungsstelle der beiden ortsfesten Wände 548 und 550 vorgesehen werden. Das Band 540 ist gegenüber dem Tabakschauer um einen Winkel α geneigt, der gegebenenfalls vergrößert werden kann.

Das Band 540 kann aus nicht porösem Material bestehen, das perforierte Bereiche zur Aufnahme von Tabakabschnitten für die verdichteten Enden besitzt. Wie im Zusammenhang mit Fig. 1 erwähnt, können statt dessen auch zwei Bänder vorgesehen werden, von denen das innere Band nicht porös ist, jedoch Öffnungen in regelmäßigen Abständen besitzt, während das äußere Band gegebenenfalls aus gewebtem Nylon besteht.

Fig. 3 zeigt eine Maschine, die zur Herstellung von "kernzentrierten" Zigaretten verwendet wird. Wie zuvor besitzt sie konvergierende Saugbänder 610 und 612, auf die Tabak geschauert wird, und zwar in diesem Fall durch zwei getrennte Kanäle 614 und 616, die von parallelen oberen und unteren Wänden und durch Seitenwände 614a, 614b bzw. 616a, 616b gebildet werden. Dieser Tabak bildet eine breite, flache Tabaklage auf jedem der Bänder 610 und 612. Die Fig. 4 zeigt die Tabaklage 618, welcher auf dem Band 612 gebildet und auf dem Band durch Unterdruck gehalten wird, der durch das Band hindurch von einer Unterdruckkammer 620 angelegt wird. Eine ähnliche Anordnung ist für das Band 610 vorgesehen.

Die auf den Bändern 610 und 612 gebildeten breiten Lagen können durch Trimmer 611 und 613 getrimmt werden, die in von den Wänden 614b und 616b sowie zusätzlichen Wänden 614c und 616c gebildeten Räumen angebracht sind. Statt dessen kann die Dicke der breiten Tabaklagen durch andere Mittel gesteuert bzw. vergleichmäßigt werden, beispielsweise wie in der GB- Patentanmeldung Nr. 9 422 581 beschrieben ist.

Zwischen den Schauerkanälen 614 und 616 befindet sich ein Schauerkanal 622, durch den zusätzliches teilchenförmiges Material (Tabak und/oder anderes Material) gegen beide Bänder 610 und 612 geschauert wird. In den Bereichen, in denen dieses zusätzliche teilchenförmige Material auf dem Band 612 ankommt, ist der Schauerkanal breitenverringert, und zwar durch Schienen 624 und 626 (s. Fig. 5) mit inneren Flächen 624a und 626a, die die Breite einer Lage 628 des zusätzlichen teilchenförmigen Materials definieren, welches sich in einem zentralen Bereich der Tabaklage 618 bildet. Dasselbe trifft auf die andere Hälfte der Maschine in dem Bereich des Bandes 610 zu.

Jede Tabaklage 618 kommt somit an einem Zusammenführungspunkt zwischen den Rollen 610a und 612a an, wobei sie eine zentral positionierte Lage des zusätzlichen teilchenförmigen Materials auf sich trägt. Die beiden Lagen aus diesem Material werden zusammengebracht und vereinigt, um einen von Tabak umgebenen Kern in dem fertigen Zigarettenfüllstrom zu bilden. Überschüssiges teilchenförmiges Material kann von einem Stacheln tragenden Rad 630 entfernt werden, das um eine horizontale Achse rotiert und gegenüber geschauertem teilchenförmigem Material durch eine V-förmige Abdeckung 631 geschützt ist.

Während sich die Rollen 610a und 612 zu weiteren Rollen 610b und 612b (die einen konkaven Umfangsquerschnitt haben) bewegen, wird der Querschnitt der Bänder zunehmend konkav, so daß die Seitenrandabschnitte der Lagen 618 um die Seiten des Kerns geschlagen werden und der Zigarettenfüllstrom zu einem Strom kreisförmigen Querschnitts geformt wird. Nachdem die Bänder an den Rollen 610b und 612b vorbeigelangt sind, erhalten sie wieder zunehmend einen flachen Querschnitt, während sie sich weiteren Rollen 610c und 612c nähern und sie bleiben eben, wenn sie sich von den letztgenannten Rollen zu weiteren Rollen 610d und 612d bewegen.

Der auf diese Weise gebildete Zigarettenfüllstrom kann in eine herkömmliche Formateinrichtung getragen werden, in der er in eine kontinuierliche Papierbahn gehüllt wird, um einen kontinuierlichen Zigarettenstrang zu bilden, der dann in einzelne Zigarettenlängen geschnitten wird.

Statt dessen kann die gesamte Kernlage auf eines der Bänder 610 oder 612 gebildet werden.

Als weitere Möglichkeit kann das zusätzliche teilchenförmige Material auf ein getrenntes Saugband geschauert werden, das zwischen den konvergierenden Bändern 610 und 612 (beispielsweise wie das Band 520 in Fig. 1) liegt, um eine schmale Lage zusätzlichen teilchenförmigen Materials zu bilden, das dann auf einem der Tabakströme auf dem Band 610 oder 612 abgelegt wird, ehe die Tabakströme in dem Vereinigungsbereich 630 ankommen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das zusätzliche teilchenförmige Material auf zwei konvergierende Bänder zu schauern, die oberhalb oder unterhalb der Bänder 610 und 612 angeordnet sind, um einen Strom zu bilden, der zwischen die Tabaklagen in dem Bereich der Rollen 610a, 612a von einem Saugrad oder durch ein Führungsrohr gefördert wird.

Das zusätzliche teilchenförmige Material kann beispielsweise aus relativ langen Fasern eines Tabaks geringer Qualität oder eines anderen Materials bestehen, was mithilft, daß Tabak aus den Enden der fertigen Zigaretten herausfällt. Statt dessen oder zusätzlich kann das teilchenförmige Material Stiele und andere schwerere Tabakteilchen enthalten (oder aus ihnen bestehen), die durch Windsichten aus dem zum Herstellen der Tabaklagen verwendeten Tabak gewonnen wurde, oder Tabak mit irgendeiner erwünschten zusätzlichen Substanz zum Verändern einer oder mehrerer Eigenschaften der fertigen Zigaretten.

Fig. 6 zeigt eine Maschine, die insofern ähnlich ist, als Tabakaufsaugbänder 810, 812 durch horizontale Schauerkanäle 814, 816 geschauert werden. Die auf diese Weise auf den Bändern gebildeten Tabaklagen können durch Trimmer 811, 813 getrimmt werden, ehe sie zusammengebracht werden, während sie sich entlang Führungsteilen 838, 840 für die beiden Bänder bewegen.

Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem der Fig. 3 im Prinzip dadurch, daß das zusätzliche teilchenförmige Material durch einen horizontalen Kanal 822 geschauert wird, der zu zusätzlichen konvergierenden Saugbändern 842, 844 verläuft, um zwei getrennte Teilströme aus teilchenförmigem Material auf den beiden Bändern zu bilden, die vereinigt werden, während sich die Bänder auf parallelen Bahnen über einen Zusammenführungspunkt 846 hinaus bewegen. Der auf diese Weise gebildete vollständige Kernstrom läuft dann durch eine Düse 848 und tritt in den Spalt zwischen den auf den Bändern 810, 812 gebildeten Tabaklagen ein. Wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 9 wird der Strom aus Kernmaterial in diesem Spalt durch einen axialen Luftstrom unterstützt, der durch Luft induziert wird, welche von Unterdruckleitungen 834, 836 durch die Bänder 810, 812 gesaugt wird.

Der konstruktive Aufbau der in Fig. 6 gezeigten Maschine ist vorzugsweise wie der in Fig. 7. Diese Figur zeigt Tabaklagen 810a und 812a, die auf den Bändern 810, 812 gebildet wurden und zwischen denen der Kernstrom "eingespritzt" wird, wenn sich die Bänder 810, 812 über die Führungsrollen 810b, 812b hinaus bewegen.

Die Düse 848, durch die das Kernmaterial geführt wird, ehe es in den Spalt zwischen den Tabaklagen eintritt, hat die Form eines Rohres, deren Außenfläche an beiden Enden konvergieren, so daß sie als relativ scharfe Kante enden. Die Bänder 842, 844, die den vereinigten Strom aus Kernmaterial tragen, werden durch entsprechend geformte Führungsteile (nicht gezeigt) so geführt, daß sie bei 842a, 844a divergieren, während sie sich Führungsrollen 842b, 844b auf gegenüberliegenden Seiten der rohrförmigen Düse 848 nähern.

Die Mittelbohrung in der Düse 848 hat einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß eine Lage aus teilchenförmigem Kernmaterial auf einem Saugband geformt und dann (möglicherweise nach einem Trimmvorgang) auf einen der Tabakteilströme zugeführt wird. Statt dessen können zwei Teilströme aus Kernmaterial dadurch gebildet werden, daß teilchenförmiges Material beispielsweise auf zwei divergierende Saugbänder geschauert wird, wobei die beiden Kernteilströme jeweils auf den Tabakteilströmen (vorzugsweise nachdem diese getrimmt wurden) abgelegt werden, ehe diese zusammengeführt werden, um einen vollständigen "kernzentrierten" Zigarettenfüllstrom zu bilden. Im Vergleich zu Fig. 6 würde die letztgenannte Möglichkeit tatsächlich bedeuten, daß Kernmaterial durch den Kanal 822 auf zwei kurze divergierende Bänder statt auf die konvergierenden Bänder 842, 844 geschauert wird, so daß jeder Kernteilstrom auf seinem entsprechenden Tabakteilstrom vor dem Vereinigungspunkt abgelegt werden kann; der Querschnitt jedes Hauptbandes unmittelbar vor dem Zusammenführungspunkt kann daher wie in Fig. 5 sein.

Fig. 8 zeigt eine Maschine, die ähnlich wie die in Fig. 6 ausgebildet ist, wie dies durch die Verwendung der gleichen Bezugszeichen angedeutet wird. Zusätzliche Bezugszeichen 814a, 814b, 822a, 822b, 816a und 816b bezeichnen die Seitenwände der Schauerkanäle 814, 822 und 816.

Fig. 8 unterscheidet sich dadurch, daß zur Bildung des Kernstroms statt der konvergierenden zusätzlichen Bänder 842, 844 divergierende zusätzliche Saugbänder 850 und 852 vorgesehen sind, die Teilströme aus teilchenförmigem Material bilden, das durch den Kanal 822 geschauert wurde. Jeder der Teilströme wird auf dem entsprechenden Tabakteilstrom angeordnet, der von dem Saugband 810 oder aber auch von dem Saugband 812 getragen wird. Es können zusätzliche Trimmer 854 und 856 vorgesehen werden, um die Kernteilströme zu trimmen; diese Trimmer oder die Trimmer 811, 813 können jedoch auch weggelassen werden.

Ein weiterer Unterschied dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, daß sich die Saugbänder 810, 812 einander nähern, während sie sich auf einer von ortsfesten Führungen 858 und 860 definierten weichen Kurve bewegen. Diese Führungen sind perforiert oder porös, so daß Luft durch sie hindurch aus den Unterdruckleitungen 834, 836 gesaugt werden kann, um die Teilströme auf den Bändern 810, 812 zu halten, ehe sie zusammengebracht werden, wo sich die Bänder auf geraden parallelen Führungsteilen 838 und 840 bewegen. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird Unterdruck nicht durch die Bänder in den Bereich der Führungsteile 838, 840 angelegt, da es dort keinen nennenswerten axialen Luftstrom geben soll, der die Kernströme stören könnte, wenn sie sich um die Führungsteile 858, 860 herum bewegen. Um einen derartigen axialen Luftstrom zu vermeiden oder zumindest so gering wie möglich zu halten, können ferner eine oder mehrere Öffnungen in der oberen und/oder unteren Wand der Maschine oberhalb oder unterhalb (und in der Mitte zwischen) den ortsfesten Führungsteilen 858, 850 vorgesehen werden, so daß Luft, die durch die Bänder 810, 812 in dem Bereich der Führungsteile 858, 860 gesaugt wird, im wesentlichen senkrecht durch die Saugbänder strömt.

Es sei darauf hingewiesen, daß das zusätzliche Band 850 für Kernmaterial länger als das Band 852 ist, so daß die Kernteilströme eine geringfügig unterschiedliche Dicke haben. Statt dessen können die Bänder 850, 852 unterschiedlich so ausgebildet werden, daß gleiche Kernteilströme auf ihnen gebildet werden.

Wie bereits erwähnt, können die Trimmer 811, 813 auch weggelassen werden. In diesem Fall würden die Seitenwände 822a, 822b weggelassen, und die Bänder 850, 852 würden länger gemacht werden und könnten anders angeordnet (d. h. auseinanderbewegt) werden, um das gesamte durch den Kanal 822 geschauerte teilchenförmige Material zu empfangen.

Die Fig. 9 zeigt eine andere Form einer Maschine zum Herstellen von "kernzentrierten" Zigaretten. Der Tabak wird auf konvergierende Unterdruckbänder 710 und 712 durch horizontale Schauerkanäle 714 und 716 geschauert, um identische Tabaklagen auf den Bändern 710, 712 zu bilden, wie z. B. in Fig. 3 gezeigt ist. Wie zuvor, können die Tabaklagen auch durch Trimmer 711 und 713 getrimmt werden, ehe die Lagen um einen Kern aus zusätzlichem teilchenförmigem Material zusammengebracht werden.

Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein Strom aus Kernmaterial durch einen Schauerkanal 722 geschauert, der von einer oberen und einer unteren Wand sowie konvergierenden Seitenwänden 722a und 722b gebildet wird. Das durch den Kanal 722 geschauerte teilchenförmige Material konvergiert somit, um einen Kernstrom an den stromabwärtigen Enden der Wände 722a, 722b zu bilden, und dieser Kernstrom tritt in einen Spalt zwischen den von den Bändern 710, 712 getragenen Tabaklagen ein.

Der auf den Bändern 710, 712 ankommende Tabak wird auf den Bändern von Unterdruck gehalten, der von Unterdruckleitungen 730 und 732 durch die Bänder hindurch angelegt wird. Unterdruck wird weiterhin an den Bändern aus weiteren Unterdruckleitungen 734, 736 angelegt, während sich die Bänder auf geringfügig konvergierenden Bahnen und dann auf parallelen Bahnen entlang der Führungswände 738, 740 bewegen. Diese sind perforiert, so daß Luft durch sie hindurch aus den Leitungen 734, 736 gesaugt werden kann, wie dies durch die Luftstrompfeile angedeutet ist. Die durch die Bänder in diesem Bereich gesaugte Luft induziert einen axialen Luftstrom, der zusätzliches teilchenförmiges Material durch den Kanal 722 in den Spalt zwischen den Tabaklagen auf den Bändern 710, 712 saugt.

Die Führungswände 738, 740 können einen konkaven Querschnitt haben oder zunehmend konkav werden, um die Seitenrandabschnitte der Tabaklagen um den Kern zu falten, wie dies anhand der Fig. 3 beschrieben wurde. Der auf diese Weise gebildete "kernzentrierte" Zigarettenfüllstrom kann wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel von einem weiteren Saugband (nicht gezeigt) in eine herkömmliche Formateinrichtung getragen werden, damit der Füllstrom in einer kontinuierlichen Papierumhüllung eingeschlossen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen von Zigaretten, bei dem Tabak auf zwei Saugbänder geschauert wird, um zwei Tabakteilströme gleicher Breite zu bilden, die dann zur Herstellung eines Zigarettenfüllstroms vereinigt werden, welcher zur Herstellung eines kontinuierlichen Zigarettenstrangs verwendet wird, bei welchem Verfahren eine kontinuierliche oder im wesentlichen kontinuierliche Lage aus einem vom Tabak der Teilströme verschiedenen teilchenförmigen Material auf mindestens einem der Teilströme gebildet oder diesem zugeführt wird oder solch eine Lage zwischen die Teilströme eingeführt wird, während oder unmittelbar bevor sie vereinigt werden, wobei diese Lage oder Lagen schmaler als jeder der Teilströme und relativ zu diesen zentral angeordnet sind, so daß sich jeder der Teilströme seitlich über die Seitenränder der Lage oder Lagen hinaus erstreckt, damit die Lage oder Lagen einen von Tabak umgebenen Kern in dem fertigen Zigarettenfüllstrom bilden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Seitenabschnitte der Tabakteilströme um die Seiten der kernbildenden Lage gefaltet werden, während die Teilströme und die Lage zusammengeführt werden, ehe sie zur Herstellung des kontinuierlichen Zigarettenstrangs in die kontinuierliche Umhüllung eingeschlossen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage oder ein Abschnitt der Lage dadurch gebildet wird, daß das teilchenförmige Kernmaterial auf einen der Tabakteilströme zwischen Führungen geschauert wird, die das geschauerte Kernmaterial begrenzen, um die Lage im wesentlichen mittig zu dem Teilstrom und mit einer kleineren Breite zu bilden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die oder jede Lage dadurch gebildet wird, daß Kernmaterial auf einen von mehreren getrennten Förderern geschauert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage dadurch gebildet wird, daß teilchenförmiges Kernmaterial durch einen Kanal mit konvergierenden Wänden geschauert wird, die das Kernmaterial zu einem Spalt zwischen den Tabakteilströmen führen.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das den Kern in der fertigen Zigarette bildende teilchenförmige Material in einen Spalt zwischen den Tabakteilströmen zumindest teilweise durch die Wirkung eines Luftstroms gezogen wird, der durch Unterdruck induziert wird, welcher durch die Saugbänder hindurch in einen Bereich angelegt wird, in dem die Teilströme auf im wesentlichen parallelen Bahnen gefördert werden, während sie zur Bildung des Spaltes beabstandet sind.
  7. 7. Zigarettenherstellungsmaschine mit einer Schauereinrichtung (614, 618; 714, 716; 814, 816), die Tabak auf zwei Saugbänder (610, 612; 710, 712; 810, 812) schauert, um auf den entsprechenden Bändern Tabakteilströme (618) gleicher Breite zu bilden, die dann zur Bildung eines Zigarettenfüllstroms vereinigt werden, und mit einer Strangbildungseinrichtung, die den Zigarettenfüllstrom in einer kontinuierlichen Umhüllung einhüllt, um einen kontinuierlichen Zigarettenstrang zu bilden, und einer Einrichtung (622; 722; 822, 842, 844; 850, 852), die eine Lage aus kernbildendem teilchenförmigen Material (628) auf mindestens einem der Teilströme oder zwischen den Teilströmen bildet oder dorthin zuführt, während oder unmittelbar bevor sie vereinigt werden, wobei die Lage schmaler als jeder der Teilströme und relativ zu diesen zentral angeordnet ist, so daß das kernbildende Material von Tabak in dem fertigen Zigarettenstrang umgeben wird.
  8. 8. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bilden der Lage aus kernbildendem teilchenförmigem Material eine Schauereinrichtung (622; 722; 822, 842, 844; 850, 852) zum Schauern des teilchenförmigen Materials aufweist.
  9. 9. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das geschauerte Kernmaterial eine Lage (628) unmittelbar auf mindestens einem der Tabakteilströme (618) bildet.
  10. 10. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das geschauerte Kernmaterial auf mindestens einem zusätzlichen Saugförderer (842, 844; 850, 852) bildet.
  11. 11. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das geschauerte Kernmaterial Lagen auf zwei konvergierenden Saugförderern (842, 844) bildet, welche Lagen vereinigt werden, ehe sie in einen Spalt (846) zwischen den Tabakteilströmen gefördert werden.
  12. 12. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das geschauerte Kernmaterial Lagen auf zwei divergierenden Saugförderern (850, 852) bildet, von denen jede Lage auf einen der Tabakteilströme gefördert wird.
  13. 13. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das geschauerte Kernmaterial zwischen konvergierenden ortsfesten Wänden (722A, 722B) hindurchgeführt wird, um einen Strom aus teilchenförmigem Material zu bilden, der unmittelbar in einen Spalt zwischen den Tabakteilströmen eingeführt wird.
  14. 14. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das teilchenförmige Material in den Spalt zwischen den Tabakteilströmen zumindest teilweise durch die Wirkung eines Luftstroms eingezogen wird, der durch Unterdruck induziert wird, welcher durch die Saugbänder (710, 712) hindurch in einen Bereich angelegt wird, in dem die Teilströme auf im wesentlichen parallelen Bahnen gefördert werden, während sie zur Bildung des Spaltes beabstandet sind.
  15. 15. Verfahren zum Herstellen von Zigaretten, bei dem Tabak auf zwei Saugbänder geschauert wird, um zwei Tabakteilströme gleicher Breite zu bilden, die dann zur Bildung eines Zigarettenfüllstroms vereinigt werden, welcher zur Bildung eines kontinuierlichen Zigarettenstrangs benutzt wird, bei welchem Verfahren eine kontinuierliche oder intermittierende Lage aus Tabak oder anderem teilchenförmigem Material auf mindestens einem der Teilströme dadurch gebildet wird, daß das teilchenförmige Material auf ein zusätzliches Saugband geschauert und dann die Lage aus teilchenförmigem Material auf den Tabakteilstrom übertragen wird, der auf einem der erstgenannten Saugbänder vorgesehen ist.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Saugband so ausgebildet ist, daß es das teilchenförmige Material nur an Stellen anzieht, die den Endabschnitten der fertigen Zigaretten entsprechen.
  17. 17. Zigarettenherstellungsmaschine mit einer Schauereinrichtung (514; 714, 716; 814, 816), die Tabak auf zwei Saugbänder (510, 512; 710, 712; 810, 812) schauert, um Tabakteilströme gleicher Breite auf den entsprechenden Bändern zu bilden, die dann zur Bildung eines Zigarettenfüllstroms vereinigt werden, und mit einer Strangbildungseinrichtung, die den Zigarettenfüllstrom in eine kontinuierliche Umhüllung einhüllt, um einen kontinuierlichen Zigarettenstrang zu bilden, und mit einer Einrichtung (722; 822), die eine kontinuierliche oder intermittierende Lage aus Tabak oder anderen teilchenförmigem Material mindestens einem der Teilströme dadurch zuführt, daß das teilchenförmige Material auf ein zusätzliches Saugband (520; 540; 842, 844; 850, 852) geschauert und dann die Lage aus teilchenförmigem Material auf den Tabakteilstrom, der an einem der ersterwähnten Saugbänder vorgesehen ist, übertragen wird.
  18. 18. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Saugband (520; 540) so ausgebildet ist, daß es das teilchenförmige Material nur an Stellen anzieht, die den Endabschnitten der fertigen Zigarette entsprechen.
  19. 19. Zigarettenherstellungsmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Saugband aus einem ersten Band (520) und einem zweiten Band besteht, von denen das erste Band gleichförmig luftdurchlässig an verschiedenen Stellen über seiner Länge ist und von denen das zweite Band entlang und angrenzend an dem ersten Band in dem Bereich verläuft, in welchem geschauertes teilchenförmiges Material empfangen wird, und an in Längsrichtung beabstandeten Stellen, an denen das teilchenförmige Material angezogen werden soll, perforiert ist.






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