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Dokumentenidentifikation WO9403737 23.11.1995
Titel Spielfreies Radialkugellager
Anmelder INA Wälzlager Schaeffler KG, 91074 Herzogenaurach, DE
Erfinder Zernickel, Alexander, 91074 Herzogenaurach, DE;
Scholian, Horst, 91086 Aurachtal, DE;
Döppling, Horst, 91074 Herzogenaurach, DE
DE-Aktenzeichen 4393663
Vertragsstaaten BR, DE, JP, KR, US
Sprache des Dokument DE
WO-Anmeldetag 15.07.1993
PCT-Aktenzeichen EP9301859
WO-Veröffentlichungsnummer 9403737
WO-Veröffentlichungsdatum 17.02.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.1995
IPC-Hauptklasse F16C 25/08

Beschreibung[de]

Beschreibung 14 Spielfreies Radialkugellager Die vorliegende Erfindung betrifft ein spielfreies Radialkugellager, mit zwei spanlos hergestellten äußeren Laufringteilen, von denen das erste Laufringteil einen das zweite L.aufringteil in Umfangs- und Axialrichtung umgebenden Hülsenabschnitt aufweist und wobei die Laufringteile gemeinsam eine Außenlaufbahn tragen, an der und an einer dazu konzentrischen Innenlaufbahn Kugeln mittels eines zwischen dem Hülsenabschnitt und dem zweiten Laufringteil wirkenden, die beiden Laufringteile gegeneinander drückenden Federelementes unter Vorspannung abwälzen.

Ein derartiges Radialkugellager ist beispielsweise durch die EP-A-03 32 497 bekanntgeworden. Bei dünnwandig lusgeführten Hülsenabschnitten ist eine unerwünschte Verformung unter der Einwirkung von hohen Radiallasten möglich.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ohne zusätzliche Mittel und auf fertigungstechnisch einfache Art und W eise ein derartiges spielfreies Radialkugellager, insbesondere den Hülsenabschnitt stabiler zu gestalten.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelösti daß beide axiale Enden des Hülsenabschnitts die Kugeln in axialer Richtung überragen, wobei der Hülsenabschnitt an seinem vom freien Ende abgewandten Ende unter Bildung eines radial innenliegenden und zu dem Hülsenabschnitt konzentrisch angeordneten zylindrischen Versteifungsabschnitts gefaltet ist, der sich etwa bis zur Mitte der Kugel erstreckt und an den sich das erste Laufringteil anschließt.

Dadurch, daß der Hülsenabschnitt durch den gefalteten Versteifungsabschnitt verstärkt ist, werden unerwünschte Verformungen vermieden.

Fertigungstechnisch läßt sich ein derartiges, aus dem ersten Laufringteil, dem Versteifungsabschnitt und dem Hülsenabschnitt einstückig zusammengesetztes Bauteil beispielsweise in einem Tiefziehverfahren auf einfache Art und Weise herstellen.

Dabei ist es auf einfache Art und Weise möglich, besondere Anforderungen an die axiale Positionierung der Kugeln innerhalb des Hülsenabschnitts zu (erfüllen. Die axiale Erstreckung des Versteifungsabschnitts kann derart variiert werden, daß gemäß Anspruch 2 beide axiale Enden des Hülsenabschnitts gleich weit von der Kugelmitte beabstandet sind.

EineweitereMöglichkeit, daserfindungsgemäßespielfreieRadialkugellager fertigungstechnisch auf einfache Art und Weise herzustellen, ist dadurch gegeben, daß gemäß Anspruch 3 die Außenlaufbahn an einander zugewandten ebenen Flächen konisch geformter Laufringteile gebildet ist. Die ebenen Flächen für die Außenlaufbahn können ebenfalls in einem Tiefziehverfahren einfach hergestellt werden.

Nach dem obengenannten Dokument ist auch bekannt, daß der Hülsenabschnitt an seinem freien Ende einen einstückig angeformten radialen Bord aufweist, zwischen dem und dein Federelement eine ringförmige Scheibe als Abstützung für, das; Federelement vorgesehen ist. Eine derartige ringförmige Scheibe kann gemäß Anspruch 4 dadurch versteift werden, daß sie wenigstens eine umlaufende axiale Versetzung um einen Teilbetrag ihrer Wanddicke aufweist.

Für Anwendungen eines erfindungsgemäßen spielfreien Radialkugellagers, bei denen die Innenlaufbahn an einem zylindrischen Innenring ausgebildet ist, wird in Anspruch 5 vorgeschlagen, die Innenlaufbahn durch eine umlaufende konkave Wölbung dieses Innenrings zu bilden, dessen axiale Enden unter Bildung von radial innenliegenden, zu dem Innenring konzentrisch angeordneten Versteifungsabschnitten gefaltet sind. In diesem Fall ist gemäß Anspruch E) der lichte Innendurchmesser des Versteifungsabschnitts zweckmäßigerweise höchstens gleich groß wie der 14chte Innendurchmesser des Innenrings im Bereich der konkaven Wölbung. Wenn ein derartiger Innenring auf eine Welle montiert wird, liegen die Versteifungsabschnitte auf der Welle spielfrei an. Die durch die Versteifungsabschnitte bewirkte Wanddickenzunahme an den axialen Enden des Innenrings gewährleistet die sichere Aufnahme hoher Auf- und Abpreßkräfte.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines einzigen Ausführungsbeispiels näher erläutert:

Bei dem in der Figur dargestellten spielfreien Radialkugellager wälzen Kugeln 1 an einer Außenlaufbahn 2 und einer dazu konzentrischen Innenlaufbahn 3 ab. Die Außenlaufbahn 2 wird gemeinsam getragen von einem ersten und einem zweiten äußeren Laufringteil 4, 5 an deren einander zugewandten,ebenen und konischen Flächen 6.

An das erste äußere Laufringteil 4 ist ein Hülsenabschnitt 7 einstükkig angeformt, der das zweite äußere Laufringteil 5 in Umfangs- und Axialrichtung umgibt, und der an seinem freien Ende einen einstückig angeformten radial einwärts gerichteten Bord 8 aufweist.

Zwischen dem Bord 8 und dem zwetten äußeren Laufringteil 5 ist ein als ringförmige elastomere Feder 9 ausgebildete Federelement 10 angeordnet, das über eine ringförmige Scheibe 11 an dem Bord 8 abgestützt ist. Die elastomere Feder 9 ist vorgespannt und drückt das zweite äußere Laufringteil 5 in Richtung auf das erste äußere Laufringteil 4, so daß die Kugeln 1 unter Vorspannung an der Außenlaufbahn 2 und der Innenlaufbahn 3 abwälzen. Zur Erhöhung der Steifigkeit weist die ringförmige Scheibe 11 eine umlaufende axiale Versetzung 12 um einen Teilbetrag ihrer Wanddicke auf.

Der Hülsenabschnitt 7 ist an seinem vom freien Ende abgewandten Ende unter Bildung eines radial innenliegenden und zu dem Hülsenabschnitt konzentrisch angeordneten zylindrischen Versteifungsabschnitts 13 gefaltet. Zur Erzielung einer guten Steifigkeit liegt der Versteifungsabschnitt 13 eng an dem Hülsenabschnitt 7 an. Dieser Versteifungsabschnitt 13 erstreckt sich in axialer Richtung etwa bis zur Mitte der Kugel 1 und schließt einstückig an das erste Laufringteil 4 an.

Ein Innenring 14 weist eine die Innenlaufbahn 3 bildende konkave Wölbung 15 auf, und ist an seinen axialen Enden unter Bildung von radial innenliegenden, zu dem Innenring 14 konzentrisch angeordneten Versteifungsabschnitten 16 gefaltet. Der lichte Innendurchmesser des Versteifungsabschnitts 16 ist dabei höchstens gleich groß wie der lichte Innendurchmesser des Innenring's 14 im Bereich der konkaven Wölbung 15.

Das hier dargestellte spielfreie Radialkugellager ist für Anwendungen vorgesehen, bei denen die Einbauumgebung eine axiale iositionierung der Kugeln 1 in der Mitte des Hülsenabschnitts 7 erfordert.

Erfindungsgemäße Radialkugellager können beispielsweise als Lenksäulenlager in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, wobei der Hülsenabschnitt beispielsweise in eine Gehäusebohrung eingefügt ist.

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Bezugszahlenliste

V 1 Kugel 2 Außenlaufbahn 3 Innenlaufbahn 4 erstes äußeres Laufringteil zweites äußeres Laufringteil 6 ebene Fläche 7 Hülsenabschnitt 8 Bord 9 elastomere Feder Federelement 11 ringförmige Scheibe 12 axiale Versetzung 13 Versteifungsabschnitt 14 Innenring konkave Wölbung 16 Versteifungsabschnitte

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Anspruch[de]

Ansprüche

  1. 1. Spielfreies Radialkugellager mit zwei spanlos hergestellten äußeren Laufrin gteilen (4, 5), von denen das erste Laufringteil (4) einen das zweite Laufringteil (5) in Umfangs- und Axialrichtung umgebenden Hülsenabschnitt (7) aufweist, und wobei die äußeren Laufringteile (4, ) gemeinsam eine Außenlaufbahn (2) bilden, an der und ei-ner dazu konzentrischen Innenlaufbahn (3) Kugeln (1) mittels eines zwischen dem Hülsenabschnitt (7) und dem zweiten Laufringteil (5) wirkenden, die beiden äußeren Laufringteil (4, 5) gegeneinander drückenden Federelementes (10) unter Vorspannung abwälzen, dadurch gekennzeichnet, daß beide axiale Enden des Hülsenabschnitts (7) die Kugeln (1) in axialer Richtung überragen, wobei der Hülsenabschnitt (7) an seinem vom freien Ende abgewandten Ende unter Bildung eines radial innenliegenden und zu dem Hülsenabschnitt (7) konzentrisch angeordneten zylindrischen Versteifungsabschnitts (13) gefaltet ist, der sich etwa bis zur Kugelmitte erstreckt und an den sich das erste Laufringteil (4) anschließt.
  2. 2. Spielfreies Radialkugellager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide axiale Enden des Hülsenabschnitts (7) gleich weit von der Mitte der Kugel (1) beabstandet sind.
  3. 3. Spielfreies Radialkugellager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenlaufbahn (2) an einander zugewandten ebenen Flächen (6) konisch geformter Laufringteile (4, 5) gebildet ist.
  4. 4. Spielfreies Radialkugellager nach Anspruch 1, bei dem der Hülsenabschnitt (7) an seinem freien Ende einen einstückig angeformten radialen Bord (8) aufweist, zwischen dem und dem Federelement (10) eine ringförmige Scheibe (11) als Abstützung für das Federelement (10) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (11) wenigstens eine umlaufende axiale Versetzung (12) um einen Teilbetrag ihrer Wanddicke aufweist.
  5. 5. Spielfreies Radialkugellager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenlaufbahn (3) an einem zylindrischen Innenring (14) durch eine umlaufende konkave Wölbung (15) dieses Innenringes (14) gebildet ist, dessen axiale Enden unter Bildung von.radial innenliegenden, zu dem Innenring (14) konzentrisch angeordneten Versteifungsabschnitten (16) gefaltet sind.
  6. 6. Spielfreies Radialkugellager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Innendurchmesser des Versteifungsabschnitts (16) höchstsens gleich groß wie der lichte Innendurchmesser des Innenrings (14) im Bereich der konkaven Wölbung (15) ist.






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