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Dokumentenidentifikation DE68922685T2 21.12.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0364653
Titel Farbwerkzylinder für eine Druckmaschine und Herstellungsverfahren desselben.
Anmelder Kabushiki Kaisha Tokyo Kikai Seisakusho, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shiba, Noriyuki, Tokyo, JP;
Okamura, Yuichi, Tokyo, JP
Vertreter Müller-Boré & Partner, 81671 München
DE-Aktenzeichen 68922685
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.02.1989
EP-Aktenzeichen 891029951
EP-Offenlegungsdatum 25.04.1990
EP date of grant 17.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.1995
IPC-Hauptklasse B41N 7/06

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Farbwerkzylinder, der in einer Druckvorrichtung verwendet wird. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Farbwerkzylinder, der für ein automatisches Farbwerksystem angepaßt ist, welches überschüssige Farbe von dem Farbwerkzylinder entfernen und eine im Wesentlichen konstante Menge an Farbe auf die Druckoberfläche des Piattenzylinders liefert. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des Farbwerkzylinders.

In einem Offsetdrucksystem, welches vielseitig zum Drucken von Zeitungen verwendet wurde, wird Farbe präzise auf den Plattenzylinder geliefert, und zwar durch ein Zusammenwirken zwischen einer Meßwalze bzw. Homogenisierwalze bzw. Dosierwalze bzw. Zählwalze und einem Rakel. Die Oberfläche der Meßwalze ist mit einer Vielzahl an Zellen gebildet, welche von der Konfiguration her grundsätzlich identische Größe besitzen, und in einer regelmäßigen Anordnungen bzw. Formation angeordnet sind. Eine konstante Menge an Farbflüssigkeit verbleibt in jeder der Zellen, aufgrund der entfernenden Funktion des Rakels. Dieses farbliefernde System wird "automatisches Farbwerk" genannt. Einige Stände der Technik haben speziell entworfene Meßwalzen bereitgestellt, angepaßt, für solche automatischen Farbwerke. Z.B. japanische Patentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 58-42463 mit dem Titel "Metering Roller For Offset Printing System", japanische Patentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 58-56856 mit dem Titel: "Metering Roller For Offset Printing System" und japanische Ratentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 61-181645 mit dem Titel "Ink Measuring Roller Used For Planography" haben gelehrt, daß die Oberflächenschicht, die die Zellen beinhaltet, dieser Maßwalzen partiell oder insgesamt aus lipophilen Materialien hergestellt sind, z. B. Kupfer oder Kupferlegierungen, um das Eintreten von Feucht- bzw. Dämpfungsfluid in das Farbwerksystem zu verhindern.

Des weiteren wurden weitere Ausführungen von Meßwalzen, deren Oberflächen aus Mischungen aus anorganischem (Metall) Pulvern und Harz hergestellt sind, bereitgestellt durch die japanische Patentveröffentlichung Nr. 59- 42119 mit dem Titel "Press Roller And Producing Method Thereof" (als erster Stand der Technik bezeichnet), japanische Patentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 61-669 mit dem Titel "Press Roller" (als dritter Stand der Technik bezeichnet), japanische Patentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 61-14997 mit dem Titel "Ink Cylinder For An Offset Printing" (als dritter Stand der Technik bezeichnet), japanische Patentoffenlegungsveröffentlichung Nr. 62-71 649 mit dem Titel "Dampening Device Used In An Offset Printing Apparatus" (als vierter Stand der Technik bezeichnet), und japanisches Patent (Gebrauchsmuster)offenlegungsveröffentlichung Nr. 63-33970 mit dem Titel "Form Roller Used In An Offset Printing Apparatus" (als fünfter Stand der Technik bezeichnet).

Der erste Stand der Technik offenbart eine Druckwalze, dessen Oberfläche aus nichtporösem harten Polyurethan hergestellt ist, das Steinpulver beinhaltet, welches in Besitzt einer Shore-D-Härte von 70 oder mehr sein sollte. Der zweite Stand der Technik offenbart eine andere Druckwalze, dessen Oberfläche aus hitzehärtbarem Harz hergestellt ist, das anorganisches Pulver beinhaltet, welches in Besitz von einer Shore-D-Härte von 70 oder mehr sein sollte. Diese Druckwalzen sind mit folgenden Vorteilen versehen:

a) ihre mechanische Stärke ist extrem groß,

b) sie sind leicht abtrennbar von Papier, und

c) ihre Oberfläche kann weich bzw. glatt gehalten werden, weil die enthaltenen Pulverpartikel selten verloren gehen.

Der dritte Stand der Technik offenbart einen Farbwerkzylinder, benutzt für ein Offsetdrucksystem, dessen Oberfläche aus Urethanharz hergestellt ist, welches Metallpulver, z.B. Aluminium, Messing oder ähnliches beinhaltet. Der Farbwerkzylinder ist in Besitz von Vorteilen, die da sind:

a) er ist frei von Verschlechterung bzw. Abnetzung bzw. Alterung bedingt durch das Farblösungsmittel,

b) er kann einfach Druckfarbe aufnehmen und auslassen bzw. abgeben, und

c) Farbpartikel werden von einer Zerstreuung abgehalten, aufgrund der leicht unebenen Oberfläche, bedingt durch das beinhaltete Pulver.

Der vierte Stand der Technik offenbart eine Feucht- bzw. Wischwalze, wie sie in einer Offsetdruckvorrichtung benutzt wird. Die Oberfläche der Feuchtwalze ist bedeckt mit einer Schicht, welche aus flüssigem Harz, das ein hydrophiles Pulver beinhaltet hergestellt ist. Diese Feuchtwalze ist in Besitz von folgenden Vorteilen:

a) sie kann Feuchtfluid mit einer konstanten Rate liefern,

b) ihre Lebenszeit ist verlängert,

c) ihre Oberfläche hat erhöhte Wasserhaltekapazität bedingt durch die leicht unebene Konfiguration des hydrophilen anorganischen Pulvers, das in der Oberflächenschicht beinhaltet ist, und

d) ihre Oberfläche kann leicht repariert werden.

Der fünfte Stand der Technik offenbart eine Formwalze, wie sie in einer Offsetdruckvorrichtung benutzt wird. Die Oberfläche der Walze ist aus flexiblem synthetischen Urethanharz hergestellt, welches zumindest eine Art von oxidiertem Keramikpulver beinhaltet. Diese Walze ist in Besitz von folgenden Vorteilen:

a) die lipophile Eigenschaft der Walzenoberfläche wechselt allmählich zu einer hydrophilen Eigenschaft entsprechend der Art und Menge des beinhalteten Pulvers, und

b) der auf die Formwalze übertragene Betrag an Farbe kann reduziert werden, bedingt durch die hydrophile Eigenschaft, ohne Zusatz einer Farbverteilungswalze.

Die oben beschriebene Meßwalze ist auf ihrer Oberseite mit einer Vielzahl an Zellen versehen, wovon jede in einer präzisen und im wesentlichen gleichen Konfiguration gebildet ist. Die Zellen sind in einer regelmäßigen Anordnung angeordnet. Nachdem der Überschuß an Farbe, durch eine schabende Bewegung eines Rakels entfernt ist, ist die verbleibende Farbmenge in jeder Zelle im wesentlichen äquivalent.

Dennoch sind spezielle Arbeiten notwendig, um die Zellen auf der Meßwalzenoberfläche zu bilden. Des weiteren ist die Meßwalze, die mit Zellen gebildet ist, Abschürfungen bzw. Reibung bzw. Abreibung, durch den Rakel unter Arbeitsbedingungen unterworfen. Somit wird die Meßrollenoberfläche während sie arbeitet allmählich abgeschürft, so daß die Kapazität einer jeden Zelle zu stark verkleinert wird, um die Farbe mit einer genügenden Menge zur Vollendung der Druckarbeit zu liefern.

Andererseits sind die Walzen nach der Lehre des ersten bis fünften Stand der Technik in Besitz von relativ hoher Härte, weil ihre Oberflächen aus einer Kombination aus anorganischem Pulver und synthetischem Harz hergestellt sind. Außerdem besitzen diese harten Oberflächen gute Abschürfungsresistenz, wobei sie nicht angepaßt sind als eine Meßwalze benutzt zu werden, welche mit einem Rakel in Kontakt gebracht werden sollen, um den Farbüberschußvon der Meßwalze zu entfernen, um eine im wesentlichen konstante Menge zu liefern.

DE-A 2 856 088 repräsentiert den naheliegendsten Stand der Technik und offenbart einen Farbwerkzylinder welcher aus aufgeschäumten Kunststoff hergestellt ist mit Schaumporen. Die Schaumporen, die sich an der Manteloberfläche bzw. Umfangsfläche des Farbwerkzylinders befinden, sind zur Außenseite offen und können Farbe aufnehmen, die auf eine Transferwalze übertragen werden soll.

DE-B 1 135 950 offenbart einen Farbwerkzylinder, hergestellt aus thermoplastischem Material, einem Pulver aus Metallpartikeln, welches demselben beigemischt ist, um die Resistenz des Materials gegen Angriffe durch die Farbe, welcher es ausgesetzt ist, zu erhöhen.

EP-A-0 343 250 repräsentiert den Stand der Technik entsprechend Art. 54(3) EPÜ, insofern die Vertragsstaaten DE, FR, GB und IT betroffen sind, und beschreibt eine Farbtransferwalze, die einen Kern hat und eine Matrixschicht, welche auf der Peripherie der Kernwalze gebildet ist. Wobei in die Matrixschicht eine Anzahl an hohlen Mikroballonen eingebettet sind, welche auf der Oberfläche der Matrixschicht durch einen Schleifprozeß geöffnet sind. Die Oberflächenregion der Matrixschicht kann Kupferpulver, Kupferlegierungen aus Messingpulver oder Bronzepulver beinhalten.

Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Farbwerkzylinder bereitzustellen, der in einer Druckvorrichtung verwendet wird, ohne jegliche Zellen, die konventionell in einer farbaufnehmenden Schicht gebildet sind. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Farbwerkzylinder bereitzustellen, angepaßt für ein automatisches Farbwerksystem, welches überschüssige Tinte bzw. Farbe von dem Farbwerkzylinder mittels eines Rakels entfernt, der in Kontakt mit der Oberfläche des Farbwerkzylinders gebracht ist, und im wesentlichen konstante Mengen an Farbe auf die Druckoberfläche eines Plattenzylinders liefert.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist einen Farbwerkzylinder bereitzustellen, dessen Oberfläche ein Abrieb- bzw. Verschleißwiderstand gegen den Rakel besitzt.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren zur Herstellung des Farbwerkzylinders bereitzustellen.

Zum Erreichen dieser Ziele ist ein Farbwerkzylinder gemäß Anspruch 1 bereitgestellt.

Entsprechend einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des Farbwerkzylinders gemäß dem unabhängigen Verfahrensanspruchs bereitgestellt.

Dieses Verfahren kann leicht den Farbwerkzylinder bereitstellen, der mit der farbaufnehmenden Schicht bedeckt ist, welche viele grübchenförmige bzw. vertiefungsartige Vertiefungen besitzt, wobei der Farbwerkzylinder in Besitz von besseren Meß- und Abschürfwiderstandseigenschaften ist.

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.

Andere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden während der folgenden Diskussion der beigefügten Figuren offensichtlich werden.

Fig. 1 ist eine schematische Darstellung, die die Gesamtansicht des Farbwerkzylinders entsprechend der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 2 ist eine teilweise vergrößerte Darstellung der farbaufnehmenden Schicht des in Fig. 1 gezeigten Farbwerkzylinders; und

Fig 3 ist eine teilweise vergrößerte Darstellung der farbaufnehmenden Schicht, welche eine Modifikation von Fig. 2 ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform eines Farbwerkzylinders gemäß der vorliegenden Erfindung wird in Verbindung mit der Zeichnung erläutert.

In der Zeichnung kennzeichnen die selben Bezugszeichen die selben Teile oder entsprechende Elemente, so daß die selbe Erklärung nicht wiederholt wird.

In Fig. 1 kennzeichnet das Bezugszeichen 1 einen Farbwerkzylinder, dessen Basisglied 6 in einer zylindrischen Form, aus Stahl oder ähnlichem hergestellt, gebildet ist. Das Basisglied 6 ist mit einer farbaufnehmenden Schicht 2 bedeckt. Wie in Fig. 2 gezeigt, beinhaltet die farbaufnehmende Schicht 2 ein Substrat 4 und eine Vielzahl von sphärischen Gliedern 3, die gleichförmig in dem Substrat 4 verteilt sind. Alternativ beinhaltet die farbaufnehmende Schicht 2 des weiteren hartes Materialpulver 5, zusätzlich zu dem Substrat 4 und den feinen sphärischen Gliedern 3, wie in Fig. 3 gezeigt.

Das Substrat 4 ist aus einem flexiblen Material hergestellt, z. B. synthetischem Harz, natürlichem Harz, Gummi oder ähnlichem. In der Ausführungsform ist das Substrat 4 aus Urethanharz hergestellt.

Das Innere eines jeden der feinen sphärischen Glieder 3 ist hohl. Die Hülle der feinen sphärischen Glieder 3 ist durch Schleifkraft leicht aufgebrochen, so daß der hohle Innenraum geöffnet ist. Der geöffnete Hohlraum kann die Farbe auf der Zylinderoberfläche auffangen, so wie konventionelle Meßwalzen, die mit vielen Zellen gebildet sind. Das sphärische Glied 3 per se ist gut unter verschiedenen Namen bekannt, z.B. Mikroballon, Mikrosphär, Hohlballon und synthetischer Schaum. Z.B. wurden Kohlenstoffballone, Glasballone, Silikaballone, Shirasuballone, Fenolballone, Vinyledenchloridballone, Aluminaumballone und Zirkoniaballone weitläufig als feine sphärische Glieder benutzt. Typischerweise sind kommerzielle Produkte weitläufig bekannt, wie "Carbo Spheres" (Handelsname) hergestellt durch Versa Manufacturing Inc. in USA und "Filite" (Handelsname) hergestellt durch Filite Co., Ltd. in England. Die im weiteren Verwendeten gehören zu den Kohlenstoffballonen, und haben eine spezifische bzw schütt- Dichte von 0,15 g/cm³ und Hüllendicken von 1 bis 2 um. Der Hersteller hat vier Typen bezüglich der Partikelgröße bereitgestellt. Ein erster Typ hat Partikeldurchmesser im Bereich von 50 bis 150 um (durchschnittlicher Partikeldurchmesser; 50 um), ein zweiter Typ hat Partikeldurchmesser im Bereich von 5 bis 100 um (durchschnittlicher Partikeldurchmesser; 45 um), ein dritter Typ hat Partikeldurchmesser im Bereich von 5 bis 50 um (durchschnittlicher Partikeldurchmesser; 30 um) und ein vierter Typ hat Partikeldurchmesser im Bereich von 50 bis 150 um (durchschnittlicher Partikeldurchmesser; 60 um). Des weiteren können diese Partikel mit verschiedenen Metallen beschichtet sein, z.B. Nickel, Eisen, Kupfer, Gold oder ähnlichem. Solche metallbeschichteten Partikel werden ebenfalls effektiv verwendet.

"Filite" gehört zu den Silikaballons und hat eine spezifische Dichte von 0,4 g/cm³ und Partikeldurchmesser im Bereich von 30 bis 300 um.

Die feinen sphärischen Glieder 3 dieser Erfindung sind bevorzugt aus einem Partikeldurchmesserbereich von 5 bis 300 um gewählt.

Das harte Materialpulver 5 ist bevorzugt gewählt aus keramischem Pulver, Metallpulver, Legierungspulveroder Kombination derselben. Das harte Materialpulver 5 hat bevorzugt Partikeldurchmesser im Bereich von 1 bis 100 um.

Folgend wird ein Verfahren zur Herstellung des oben dargestellten Farbwerkzylinders gemäß der bevorzugten Ausführungsform und Modifikation beschrieben.

Der Farbwerkzylinder gemäß der bevorzugten Ausführungsform, wird hergestellt durch ein Verfahren mit einem ersten Schritt zum Verteilen der feinen sphärischen Glieder 3 in das Substrat 4, einem zweiten Schritt zum Auftragen des Substrates 4 auf die Oberfläche bzw. Fläche des zylindrischen Basisgliedes 6, um die farbaufnehmende Schicht 2 zu bilden, und einem dritten Schritt, zum Abschleifen der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2. Die feinen sphärischen Glieder 3, die in der Nähe der Oberfläche verteilt sind, sind einer Schleifarbeit unterworfen, und somit werden ihre Hüllen teilweise aufgebrochen. Die hohlen Innenräume der feinen sphärischen Glieder 3 sind, wie in Fig. 2 gezeigt teilweise an der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 geöffnet.

Bei dem ersten Schrittes kann ebenfalls das harte Materialpulver 5 in dem Substrat 4 verteilt werden.

In dem ersten Schritt werden die feinen sphärischen Glieder 3 (und das harte Materialpulver 5) gleichförmig in dem Substrat 4 verteilt, mittels bekannter Misch- oder Kneteinrichtungen entsprechend den Eigenschaften und der Form des Substrates 4. In dem zweiten Schritt wird das Substrat 4, das verteilt ist mit den feinen sphärischen Gliedern 3 (und dem harten Materialpulver 5) auf die Oberfläche des zylindrischen Basisgliedes 6 aufgetragen, durch wohl bekannte Guß-, Wickel-, oder beschichtende Weisen. Im dritten Schritt wird die Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 abgeschliffen, durch eine Schleifmaschine oder durch Unterliegen der schleifenden Funktion durch ein Rakel, nachdem der Farbwerkzylinder 1 in eine Druckvorrichtung eingebaut wurde. Durch diesen Schleifschritt, wird jede der Hüllen der feinen sphärischen Glieder 3, welche in der Nähe der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 verteilt sind, partiell aufgebrochen und entfernt, so daß der hohle Innenraum eines jeden der feinen sphärischen Glieder 3, an der Oberfläche des Farbwerkzylinders 1 geöffnet ist. Auch das harte Materialpulver 5, welches in der Nähe der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 verteilt ist, wird durch diesen Schleifschritt sichtbar.

Der Betrieb des Farbwerkzylinders gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben. Wenn der in Fig. 2 gezeigte Farbwerkzylinder 1, in herkömmlich benutzten Druckvorrichtungen, die nicht gezeigt sind, eingebaut wird, und Farbe zu dem Farbwerkzylinder 1 geliefert wird, bleibt die gelieferte Farbe auf der farbaufnehmenden Schicht 2 des Farbwerkzylinders 1 hängen bzw, haften und wird aufgefangen bzw. aufgenommen durch die hohlen Räume der feinen sphärischen Glieder 3. Dann wird ein Rakel, nicht gezeigt, mit der Oberfläche der farbaufnehmenden Schichi 2 in Kontakt gebracht, um den Farbüberschuß von der Oberfläche zu entfernen. Die Farbe tritt teilweise in die hohlen Räume der feinen sphärischen Glieder 3 ein. Jeder der hohlen Räume funktioniert wie die Zellen, welche in den Farbwerkzylindern gebildet sind, wie im Stand der Technik offenbart. Demnach kann die Farbe, die auf der farbaufnehmenden Schicht 2 verbleibt, immer geregelt bzw. gesteuert sein mit einer im wesentlichen äquivalenten bzw. konstanten bzw. gleichen Menge.

Der Farbwerkzylinder 1, der in Fig. 3 gezeigt ist, wird in derselben Art betrieben wie der oben erwähnte, und sichert dieselbe Funktion des vorangehenden. Dieser Farbwerkzylinder 1 stellt des weiteren abschürfungsresistente Funktionen gegen den Rakel bereit. Die Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 beinhaltet einiges hartes Materialpulver 5, welches hauptsächlich die durch den Rakel verursachte abschürfende Kraft unterliegt. Dem entsprechend kann die farbaufnehmende Schicht 2 frei von bemerkbaren Abschürfungen sein und somit ist ihr Leben verlängert.

Die farbaufnehmende Schicht 2 beinhaltet viel feine sphärische Glieder 3 (und hartes Materialpulver 5), und zwar gleichförmig in das Substrat 4 gemischt. Selbst wenn die farbaufnehmende Schicht 2 allmählich abgeschürft wird, werden neue feine sphärische Glieder 3 (und das harte Materialpulver 5) auf der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht 2 sichtbar. Dann werden solche neuerlich erschienenen feinen sphärischen Glieder 3 der abschürfenden Arbeit unterworfen, so daß die hohlen Innenräume der feinen spärischen Glieder 3 ebenfalls geöffnet werden. Dem entsprechend wird die äußere Oberfläche des Farbwerkzylinders 1 immer seinen ursprünglichen Zustand behalten, wobei eine Vielzahl an hohlen Räumen die Farbe darin auffangen können, ähnlich wie Zellen, uni die Farbbemessungsfunktion mit äquivalenter Menge zu sichern. Diese farbbemessene Funktion des Farbwerkzylinders 1 wird erhalten bleiben für eine lange Zeit bis zu dem Zeitpunkt, sofort bevor die farbaufnehmende Schicht 2 verschwindet.

Der Farbwerkzylinder 1, der durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt ist, ist ein insbesondere optimal für den Gebrauch als ein Meßzylinder in einem automatischen Farbwerksystem, weil der Farbwerkzylinder 1 immer Tinte liefern kann, mit einer im wesentlichen äquivalenten Rate, ohne Fluktuation der Farbbemessung, welche in konventionellen Meßwalzen mit maschenförmigen Aushöhlungen verursacht wurde. Solche maschenförmigen Aushöhlungen werden durch Abschürfung flach bzw. seicht, und somit wird die farbbemessende Menge fluktuieren oder sich verringern. Des weiteren benötigt das Verfahren zur Herstellung des Farbwerkzylinders 1 keine komplizierten Arbeitsschritte, wie z.8. Zellenbildungsarbeiten oder Spezialbeschichtungsarbeiten, wie sie beim Stand der Technik erforderlich sind, wodurch der Farbwerkzylinder mit vergleichsweise niedrigen Kosten bereitgestellt wird mit einem flexiblen Material, so daß die farbaufnehmende Schicht 2 weicher ist als bei konventionellen Zylinderoberflächen. Somit ist der Rakel, der in Kontakt mit dem Farbwerkzylinder 1 gebracht ist, frei von bemerkbaren Abschürfungen, bedingt durch die schabende Arbeit gegen den Farbwerkzylinder 1, um überschüssige Farbe von ihm zu entfernen. Ein so dargestellter Farbwerkzylinder 1 kann lange Lebenszeiten des Rakels sichern.


Anspruch[de]

1. Farbwerkzylinder für eine Druckvorrichtung mit einem Basisglied (6) in zylindrischer Form und einer farbaufnehmenden Schicht (2), die auf dem Basisglied (6) aufgetragen ist, wobei die farbaufnehmende Schicht (2) ein Substrat (4) beinhaltet, in welchem eine Vielzahl von feinen sphärischen Elementen (3), die eine Hülle und einen hohlen Innenraum haben, und hartes Materialpulver (5) fein und gleichförmig verteilt sind.

2. Farbwerkzylinder nach Anspruch 1, wobei das Substrat (4) aus flexiblen Material hergestellt ist, z.B. synthetischem Harz, natürlichem Harz, Gummi oder dergleichen.

3. Farbwerkzylinder nach Anspruch 2, wobei das synthetische Harz Urethanharz ist.

4. Farbwerkzylinder nach Anspruch 1, wobei das feine sphärische Element (3) einen Partikeldurchmesser in einem Bereich von 5 bis 300 um aufweist.

5. Farbwerkzylinder nach Anspruch 1, wobei das harte Materialpulver (5) ausgewählt ist aus Keramikpulver, Metallpulver, Legierungspulver, und dergleichen, dessen Partikeldurchmesser in einem Bereich von 1 bis 100 um liegt.

6. Verfahren zur Herstellung eines Farbwerkzylinders 1, mit einem ersten Schritt des gleichförmigen Verteilens von feinen sphärischen Elementen (3), die eine Hülle und einen hohlen Innenraum haben, und eines harten Materialpulvers (5) in einem Substrat (4), einem zweiten Schritt des Auftragens des Substrates (4), welches die gleichförmig verteilten feinen sphärischen Elemente (3) und das harte Materialpulver (5) hat, auf eine Oberfläche eines zylindrischen Basisgliedes (6), um eine farbaufnehmende Schicht (2) darauf zu bilden, und einem dritten Schritt des Abschleifens der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht (2), so daß die feinen sphärischen Elemente (3) in der Oberflächenregion teilweise geschliffen sind und ihre Hüllen aufgebrochen sind um den hohlen Innenraum zu öffnen, so daß bei allmählichem Abrieb neue sphärische Elemente (3) und hartes Materialpulver (5) auf der Oberfläche der farbaufnehmenden Schicht (2) auftreten.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der erste Schritt mittels Mischoder Kneteinrichtungen durchgeführt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der zweite Schritt durch Guß-, Wickel- oder Beschichtungseinrichtungen durchgeführt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der dritte Schritt durch eine Schleifmaschine ausgeführt wird, oder durch Abriebfunktion verursacht durch einen Rakel nach Installation des Farbwerkzylinders auf eine Druckvorrichtung.







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