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Dokumentenidentifikation DE19509201C1 01.02.1996
Titel Siebaufbau für Taumelsiebmaschinen
Anmelder ALLGAIER WERKE GmbH & Co. KG, 73066 Uhingen, DE
Erfinder Fischer, Michael, 73087 Boll, DE
Vertreter S. Andrae und Kollegen, 81541 München
DE-Anmeldedatum 14.03.1995
DE-Aktenzeichen 19509201
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse B07B 1/28
IPC-Nebenklasse B07B 1/46   
Zusammenfassung Siebaufbau für Taumelsiebmaschinen mit mindestens zwei Siebzylindern (15, 16) und ein zwischen die beiden Siebzylinder (15, 16) einklemmbares Rundsieb (1), das einen Siebrahmen (2) hat, der einen Siebboden (3) trägt. Zwischen dem oberen Siebzylinder (15) und dem Siebrahmen (2) verläuft eine Dichtung (22). Ein Auslaufstutzen (13) erstreckt sich von einer in der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) gebildeten Auslauföffnung nach außen weg. Um einen solchen Siebaufbau gasdicht zu machen, wird der Auslaufstutzen (13) mindestens zweiteilig, nämlich aus einem an der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) befestigten Oberteil (14) und einem am Siebrahmen (2) befestigten Unterteil (12) ausgeführt. Das Oberteil (14) und das Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) sind mittels zusätzlicher Spannschrauben (25) zusammenspannbar und eine Dichtung (22) verläuft zwischen dem Oberteil (14) und dem Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Siebaufbau für Taumelsiebmaschinen, mit wenigstens zwei koaxial übereinander angeordneten, mittels Spannmitteln lösbar zusammenspannbaren Siebzylindern, einem koaxial zwischen den beiden Siebzylindern einklemmbaren Rundsieb, das einen ringförmigen Siebrahmen hat, der einen Siebboden trägt, einer zwischen dem oberen Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufenden Dichtung und einem Auslaufstutzen, der sich von einer in der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders gebildeten Auslauföffnung nach außen wegerstreckt.

Ein derartiger Siebaufbau ist aus der Praxis bekannt. Bei einem solchen Siebaufbau verläuft der Siebrahmen im wesentlichen außerhalb des von der zylindrischen Wand des jeweiligen Siebzylinders begrenzten Siebraums. Infolgedessen ragt der auf der Oberseite des Siebrahmens angeordnete Siebboden in radialer Richtung über die Innenfläche der zylindrischen Wand des jeweiligen Siebzylinders an deren unteren Rand hinaus, so daß der Siebboden und die zylindrische Wand des jeweiligen Siebzylinders spaltfrei aneinandergrenzen, wodurch sich der Vorteil ergibt, daß sich zwischen der zylindrischen Wand und dem Siebboden kein Siebgut ablagern kann. Die Ablagerung von Siebgut zwischen der zylindrischen Wand des jeweiligen Siebzylinders und dem Siebboden würde den Siebvorgang beeinträchtigen, denn es würde das Abfließen der nicht durch den Siebboden hindurchtretenden Siebgutfraktion durch den Auslaufstutzen behindern. Beim Sieben bestimmter Produkte ist es erforderlich, den Siebvorgang in einer Gasatmosphäre durchzuführen, wobei das Gas oder Gasgemisch Schutzfunktion haben kann oder Reaktionspartner des Siebgutes sein kann. Für solche Anwendungsfälle muß der Siebaufbau gasdicht sein. Die Gasdichtigkeit des Siebaufbaus stellt im Umfangsbereich außerhalb der Auslauföffnung kein Problem dar, denn dort verläuft ja die Dichtung zwischen dem oberen Siebzylinder und dem Siebrahmen. Die Gasdichtigkeit des Siebaufbaus ist jedoch nicht immer im Auslaufbereich gewährleistet, denn dort ist die zwischen dem oberen Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufende Dichtung unterbrochen. Im Auslaufbereich wird die Abdichtung zwischen Siebzylinder, Siebrahmen und Auslaufstutzen dadurch erhalten, daß am Siebrahmen eine Plattform vorgesehen ist, die sich radial nach außen erstreckt und gegenüber der Ebene des Siebbodens nach unten versetzt ist. Auf der Plattform ist eine Dichtung angeordnet, deren Oberseite an der Unterseite des Auslaufstutzens anliegt, der um die Auslauföffnung herum an der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders angeschweißt ist. Als Dichtung zwischen der am Siebrahmen befestigten Plattform und der Unterseite des Auslaufstutzens wird häufig ein Moosgummistreifen verwendet. Da diese zwischen der Plattform und dem Auslaufstutzen liegende Dichtung ein von der zwischen dem Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufende Dichtung separates Dichtungsteil ist, das gegenüber der zwischen dem Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufenden Dichtung sowohl radial als auch axial versetzt ist, besteht die Gefahr, daß es im Auslaufbereich zu unerwünschten Gasleckagen kommt.

Bei einem Siebaufbau, wie er zum Beispiel aus unserem Gebrauchsmuster DE 93 12 733 bekannt ist, ist der Siebrahmen innerhalb des von der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders begrenzten Siebraumes angeordnet. Auf der radialen Außenseite des Siebrahmens verläuft eine ringförmige Schulter, die eine rundum laufende Dichtung trägt. Der nach außen gebördelte untere Rand des oberen Zylinders und der nach außen gebördelte obere Rand des unteren Zylinders liegen an der Dichtung an und werden mittels eines Spannringes zusammengehalten, wobei die zwischen den beiden sich gegenüberstehenden Rändern befindliche Dichtung zusammengepreßt wird. Der so gebildete Ringwulst ist auch im Auslaufbereich ununterbrochen, wobei er unterhalb des Auslaufstutzens verläuft, der an der Auslauföffnung rundherum an der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders angeschweißt ist. Ein solcher Siebaufbau ist zwar vollständig gasdicht, hat aber den Nachteil, daß zwischen dem Siebrahmen und der zylindrischen Wand des oberen Zylinders ein Spalt verläuft, in dem es zu unerwünschten Siebgutablagerungen kommen kann.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den gattungsgemäßen Siebaufbau so auszubilden, daß er auch im Auslaufbereich gasdicht ist und der Vorteil, daß sich kein Siebgut an der Grenze zwischen Siebrahmen und zylindrischer Wand des oberen Siebzylinders ablagert, fortbesteht.

Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß der Auslaufstutzen mindestens zweiteilig aus einem an der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders befestigten Oberteil und einem am Siebrahmen befestigten Unterteil ausgeführt ist, das Oberteil und das Unterteil des Auslaufstutzens lösbar zusammenspannbar sind und eine Dichtung zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Auslaufstutzens verläuft.

Bei dem erfindungsgemäßen Siebaufbau werden die Vorteile des außenliegenden Siebrahmens und die des innenliegenden Siebrahmens hinsichtlich Gasdichtigkeit und Vermeidung von Produktablagerungen vereint. Der erfindungsgemäße Siebaufbau hat ferner den Vorteil, daß das mit dem Unterteil des Auslaufstutzens versehene Rundsieb auch bei existierenden Siebmaschinen mit außenliegenden Siebrahmen verwendet werden kann, wenn an den Siebrahmen zusätzlich die herkömmliche Plattform für die Dichtungsauflage angeschweißt wird. Außerdem ist das Rundsieb des erfindungsgemäßen Siebaufbaus besser handhabbar als herkömmliche Rundsiebe, denn das Rundsieb kann an dem am Siebrahmen befestigten Unterteil des Auslaufstutzens gut gehalten und daran aufgehängt werden, wenn es nicht benötigt wird. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Siebaufbaus besteht darin, daß die zwischen dem Siebrahmen und dem oberen Siebzylinder verlaufende Dichtung und die zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Auslaufstutzens verlaufende Dichtung auf gleicher Höhe angeordnet sind und eine geschlossene Schleife bilden, wodurch sich bereits ein guter Halt auf ihrer Auflagefläche ergibt. Infolgedessen brauchen die Dichtungen nicht mehr wie bei herkömmlichen Siebaufbauten geklebt sondern können z. B. durch Stecken fixiert werden. Für den Einsatz der Siebmaschinen in der Lebensmittelindustrie ist es von besonderem Vorteil, wenn die Dichtungen nicht mehr geklebt werden müssen, denn die Qualität des Siebgutes könnte durch den Klebstoff der Dichtungen beeinträchtigt werden. Wenn die Dichtungen nicht geklebt werden müssen, ergibt sich beim Dichtungswechsel eine erhebliche Kosten- und Zeitersparnis. Auch werden die Personen, die die Dichtungen aufbringen und auswechseln müssen, nicht mehr schädlichen Lösungsmitteldämpfen ausgesetzt, die beim Kleben der Dichtungen entstehen.

Vorzugsweise bestehen die zwischen dem oberen Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufende Dichtung und die zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Auslaufstutzens verlaufende Dichtung aus einer einzelnen, eine geschlossene Schleife bildenden Dichtleiste, wodurch auch bei größeren Druckunterschieden Gasdichtigkeit des Siebaufbaus gewährleistet ist.

Zweckmäßigerweise weist das Unterteil des Anschlußstutzens einen vom Siebrahmen in radialer Richtung nach außen wegragender Anschlußflansch und einen am Anschlußflansch lösbar befestigbaren plattenförmigen Auslaufrahmen auf, der eine Öffnung hat, von der ein Anschlußstutzen nach unten wegragt, und ist eine Dichtung zwischen dem Anschlußflansch und dem plattenförmigen Auslaufrahmen angeordnet.

In vorteilhafter Weise liegt der Siebboden auf der Oberseite des Siebrahmens und der Oberseite des Anschlußflansches auf und ist der plattenförmige Auslaufrahmen relativ zum Anschlußflansch höhenverstellbar. Hierdurch kann der Anschlußflansch auf das gleiche Niveau wie der Siebboden gebracht werden, so daß eine den Abfluß des Siebgutes behindernde Stufe zwischen dem Siebboden und dem plattenförmigen Auslaufrahmen vermieden wird.

Die Höhenverstellbarkeit des plattenförmigen Auslaufrahmens kann in vorteilhafter Weise dadurch erreicht werden, daß der plattenförmige Auslaufrahmen an dem Anschlußflansch mittels Schrauben befestigbar ist, die durch vertikal sich erstreckende Langlöcher geführt sind, die im plattenförmigen Auslaufrahmen oder im Anschlußflansch gebildet sind.

Vorzugsweise besteht das Oberteil des Auslaufstutzens aus einem im Ziehverfahren herstellbaren, wannenförmigen Blechteil, das an einem Ende eine Aussparung hat, deren Rand an der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders befestigt ist, und das unten einen freien Rand hat, der nach außen gebördelt ist und auf der gleichen Höhe wie der untere, nach außen gebördelte Rand der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders verläuft, wobei der freie Rand des Blechteils und der untere Rand der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders dicht miteinander verbunden sind. Die Herstellung des Oberteils des Auslaufstutzens als wannenförmiges Blechteil im Ziehverfahren ist besonders kostengünstig. Außerdem zeichnet sich ein auf diese Weise hergestelltes Oberteil des Auslaufstutzens durch hohe Steifigkeit aus.

Vorzugsweise ist die Dichtleiste auf den unteren Rand der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders und den unteren freien Rand des Blechteils des Auslaufstutzens aufsteckbar, wobei sie eine glatte Unterseite hat, die an den Siebboden im Bereich des Siebrahmens und des Anschlußflansches und an den Rand des plattenförmigen Auslaufrahmens anpreßbar ist. Eine derartige Dichtleiste ist besonders einfach anzubringen und auch auszuwechseln.

Vorzugsweise sind am Auslaufstutzen wenigstens zwei sich gegenüberliegende Spannschrauben vorgesehen, die jeweils am Oberteil und am plattenförmigen Auslaufrahmen des Auslaufstutzens angreifen, um das Oberteil und das Unterteil des Auslaufstutzens miteinander zu verspannen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Rundsieb mit einem am Siebrahmen befestigten Unterteil des Auslaufstutzens;

Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 dargestellten Rundsiebs mit dem am Siebrahmen befestigten Unterteil des Auslaufstutzens;

Fig. 3 eine vergrößerte und teilweise weggebrochene Draufsicht auf einen Siebaufbau in Richtung des Pfeiles A in Fig. 4, wobei der Auslaufstutzen und ein Teil des oberen Siebzylinders ersichtlich sind;

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie B-B sowie einen Detailschnitt längs der Linie C-C in Fig. 3;

Fig. 5 eine Seitenansicht des Unterteils des Auslaufstutzens sowie eines Teils des Siebrahmens, an dem das Unterteil des Auslaufstutzens befestigt ist;

Fig. 6 eine Seitenansicht des Oberteils des Auslaufstutzens sowie eines Teils der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders an dem das Oberteil des Auslaufstutzens befestigt ist; und

Fig. 7 einen weggebrochenen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 5.

Der in den Zeichnungen dargestellte Siebaufbau für eine Taumelsiebmaschine weist ein Rundsieb 1 auf, das aus einem ringförmigen Siebrahmen 2 aus Vierkantrohr und einem Siebboden 3 besteht, der beim Ausführungsbeispiel ein Gewebe ist, das auf dem Siebrahmen 2 aufgespannt ist. Anstelle des Siebgewebes kann auch ein Lochblech verwendet werden. An dem Siebrahmen 2 ist ein Anschlußflansch 4 befestigt, der in radialer Richtung von dem Siebrahmen 2 nach außen wegragt, wobei der Anschlußflansch 4 die gleiche Dicke wie der Siebrahmen 2 hat und höhengleich mit dem Siebrahmen 2 ist. Der Siebboden bedeckt die Oberseite des Siebrahmens 2 und die Oberseite des Anschlußflansches 4, wie in Fig. 1 andeutungsweise gezeigt ist.

An dem Anschlußflansch 4 ist ein plattenförmiger Auslaufrahmen 5 mittels drei Innensechskantschrauben 6 lösbar befestigt. Der plattenförmige Auslaufrahmen 5 hat die gleiche Dicke wie der Anschlußflansch 4. Die Schrauben 6 sind durch vertikal sich erstreckende Langlöcher 7 (siehe Fig. 7) im Auslaufrahmen 5 geführt und in Gewindelöchern im Anschlußflansch 4 festgehalten. Die Richtungsangabe "vertikal" für die Langlöcher 7, wie auch alle anderen Richtungsangaben, die in der Beschreibung und den Ansprüchen erwähnt sind, beziehen sich auf den Siebaufbau in der üblichen Gebrauchsstellung.

Wie aus den Fig. 1 und 7 ersichtlich ist, besteht der Auslaufrahmen 5 aus einem Gerüst 8 aus Vierkantrohr und einer an dem Gerüst 8 befestigten Bodenplatte 9. Der Auslaufrahmen 5 hat an seinem vom Anschlußflansch 4 entfernten Ende eine kreisförmige Öffnung 10, an die ein nach unten wegkragender Anschlußstutzen 11 angeschlossen ist. Der Anschlußflansch 4 und der Auslaufrahmen 5 bilden zusammen das Unterteil 12 eines Auslaufstutzens 13, der ein Oberteil 14 hat, das mit dem Unterteil 12 zusammenspannbar ist, wie unten näher beschrieben wird.

Das Rundsieb 1 ist zwischen einen oberen Siebzylinder 15 und einen unteren Siebzylinder 16 geklemmt, wie in Fig. 4 erkennbar ist. Die beiden Siebzylinder 15 und 16 und das Rundsieb 1 sind koaxial zueinander angeordnet.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel des Siebaufbaus sind nur die beiden Siebzylinder 15 und 16 und das eine Rundsieb 1 beschrieben und dargestellt. Es versteht sich aber, daß der Siebaufbau mehr als ein Rundsieb und mehr als zwei Siebzylinder aufweisen kann. Mehrere Siebe sind dann erforderlich, wenn mehr als zwei Fraktionen aus dem Siebgut gewonnen werden sollen. Wenn der Siebaufbau mehrere Siebe und mehr als zwei Siebzylinder hat, sind die Siebe und die Siebzylinder ebenfalls koaxial zueinander angeordnet und ist jedes Sieb zwischen einem oberen Siebzylinder und einem unteren Siebzylinder eingeklemmt. Die einzelnen Siebe und die Siebzylinder sind genauso ausgeführt wie die entsprechenden Bauteile des Siebaufbaus, der wie im Ausführungsbeispiel nur ein Rundsieb hat. Wenn, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, der Siebaufbau nur ein Rundsieb aufweist, ist der untere Siebzylinder 16 der Grundzylinder der Siebmaschine, und der obere Siebzylinder 15 der Oberzylinder der Siebmaschine. Bei einem Siebaufbau mit mehreren Sieben könnte der untere Siebzylinder 16 der Grundzylinder oder ein Zwischenzylinder der Siebmaschine sein. Entsprechend könnte bei einem Siebaufbau mit mehreren Sieben der obere Siebzylinder 15 ein Zwischenzylinder oder der Oberzylinder der Siebmaschine sein. Für jeden Siebzylinder eines Siebaufbaus mit mehreren Sieben ist, mit Ausnahme des Grundzylinders, ein Auslaufstutzen vorgesehen, wie er beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ausgeführt ist.

Der obere Siebzylinder 15 hat eine zylindrische Wand 17, deren unterer Rand 18 nach außen gebördelt ist. Auch der obere Rand 19 der zylindrischen Wand 17 ist, wie in Fig. 4 zu sehen ist, nach außen gebördelt. Der untere Siebzylinder 16 hat eine zylindrische Wand 20, deren oberer Rand 21 nach außen gebördelt ist. Der Siebrahmen 2 des Rundsiebs 1 ist zwischen dem unteren Rand 18 der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 und dem oberen Rand 21 der zylindrischen Wand 20 des unteren Siebzylinders 16 angeordnet. Zwischen dem Siebboden 3 und dem unteren Rand 18 der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 verläuft längs des Siebrahmens 2 eine obere Dichtung 22, die einen U-förmigen Querschnitt hat und auf den unteren Rand 18 der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 aufgesteckt ist, wobei die Schenkel des U-Profils nach oben weisen. Eine untere, im Querschnitt U-förmige Dichtung 23 verläuft zwischen dem oberen Rand 21 der zylindrischen Wand 20 des unteren Siebzylinders 16 und der Unterseite des Siebrahmens 2. Die untere Dichtung 23 ist auf den oberen Rand 21 der zylindrischen Wand 20 des unteren Siebzylinders 16 aufgesteckt, wobei die Schenkel des U-Profils nach unten weisen.

Die obere Dichtung 22 bildet eine geschlossene Schleife, wobei sie außerhalb des Auslaufbereichs, in welchem sich eine nicht näher dargestellte Auslauföffnung in der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 befindet, Kreisringform hat und im Auslaufbereich V-Form hat und zwischen dem Oberteil 14 und dem Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 verläuft.

Das Oberteil 14 des Auslaufstutzens 13 besteht aus einem, im Ziehverfahren hergestellten, wannenförmigen Blechteil, das an einem Ende eine Aussparung hat, deren Rand an der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 angeschweißt ist. Das untere freie Ende 24 des Oberteils 14 ist nach außen gebördelt und befindet sich auf der gleichen Höhe wie der untere Rand 18 der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15. Die beiden Ränder 18 und 24 sind ebenfalls miteinander verschweißt Die obere Dichtung 22 ist im Bereich des Auslaufstutzens 13 auf den unteren freien Rand 24 des Oberteils 14 des Auslaufstutzens 13 aufgesteckt. Mit ihrer Unterseite liegt die obere Dichtung 22 im Bereich des Auslaufstutzens 13 auf dem Abschnitt des Siebbodens 3, der sich auf dem Anschlußflansch 4 erstreckt, und auf der Oberseite des Auslaufrahmens 5 auf.

Die beiden Siebzylinder 15 und 16 sind durch nicht dargestellte Spannschrauben lösbar miteinander verspannt, wobei die Dichtungen 22 und 23 zwischen dem Sieb 1 und dem oberen Siebzylinder 15 bzw. zwischen dem Sieb 1 und dem unteren Siebzylinder 16 zusammengepreßt werden, wodurch eine gasdichte Abdichtung zwischen den Siebzylindern 15 und 16 und dem Rundsieb 1 geschaffen ist. Außerhalb des Auslaufbereichs grenzt der Siebboden 3 spaltfrei an die obere Dichtung 22, wodurch die Gefahr von Siebgutablagerungen in diesem Grenzbereich vermieden ist.

Da das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 fest mit dem Siebrahmen 2 des Rundsiebs 1 verbunden ist und das Oberteil 14 des Auslaufstutzens 13 fest mit der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 verbunden ist, wirkt sich die Spannkraft der an den Siebzylindern 15 und 16 angreifenden Spannschrauben auch auf das Oberteil 14 und das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 in der Weise aus, daß das Oberteil 14 und das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 miteinander verspannt werden, wobei der zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Auslaufstutzens 13 verlaufende Abschnitt der Dichtung 22 zusammengepreßt wird. Da aber die Spannkraft der an den Siebzylindern 15 und 16 angreifenden Spannschrauben nur vermindert auf das Oberteil 14 und das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 wirkt, sind am Auslaufstutzen 13 zwei zusätzliche, sich gegenüberliegende Spannschrauben 25 vorgesehen, von denen eine in Fig. 4 ersichtlich ist. Die Spannschrauben 25 haben einen herkömmlichen Aufbau und sind identisch zu den Spannschrauben, die an den Siebzylindern 15 und 16 angreifen, ausgeführt. Im einzelnen hat jede Spannschraube 25 einen an einer Lasche 26 schwenkbar gelagerten Bolzen 27, der an seinem freien Ende ein Gewinde 28 aufweist. Der Bolzen 27 ragt durch die mit einem Schlitz versehene Öffnung einer weiteren Lasche 29. Die Lasche 26 ist an dem Oberteil 14 des Auslaufstutzens 13 befestigt, und die weitere Lasche 29 ist an dem Auslaufrahmen 5 des Unterteils 12 des Auslaufstutzens 13 befestigt. Eine Mutter 30 ist auf das Gewinde 28 des Bolzens 27 geschraubt und drückt gegen die weitere Lasche 29, so daß die beiden Laschen 26 und 29 gegeneinandergezogen und infolgedessen das Oberteil 14 und das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 zusammengespannt werden, wobei der zwischen ihnen verlaufende Abschnitt der Dichtung 22 zusammengepreßt wird. Das Verspannen des Oberteils und des Unterteils des Auslaufstutzens 13 mittels der beiden zusätzlichen Spannschrauben 25 gewährleistet eine gasdichte Abdichtung nicht nur zwischen dem Unterteil und dem Oberteil des Auslaufstutzens 13 sondern auch im Übergangsbereich zwischen dem Siebrahmen 3 und dem Auslaufstutzen 13. Eine weitere Dichtung 31, welche die Form eines flachen Streifens hat und z. B. aus Teflon® hergestellt ist, ist zwischen dem Auslaufrahmen 5 und dem Anschlußflansch 4, wie aus Fig. 1 ersichtlich, angeordnet, um auch zwischen dem Anschlußflansch 4 und dem Auslaufrahmen 5 eine gasdichte Abdichtung zu schaffen.

Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Siebaufbaus wird an den noch nicht mit einem Siebboden versehenen Siebrahmen 2 des Rundsiebs 1 der Anschlußflansch 4, der die gleiche Dicke wie der Siebrahmen 2 hat, angeschweißt und beidseitig planeben mit dem Siebrahmen 2 verschliffen. Dann wird der Siebrahmen 2 mit dem Siebboden 3 versehen, wobei der Siebboden auch den Anschlußflansch 4 abdeckt. Danach wird der Auslaufrahmen 5 mit Hilfe der Innensechskantschrauben 6 an den Anschlußflansch 4 angeschraubt. Die zwischen dem Anschlußflansch 4 und dem Auslaufrahmen 5 liegende Dichtung 31 wird dabei zusammengepreßt. Die Langlöcher 7 im Auslaufrahmen 5 gestatten es, den Auslaufrahmen 5 auf das gleiche Niveau wie das des Siebbodens zu bringen. Das Oberteil 14 des Auslaufstutzens 13 wird an die zylindrische Wand 17 des oberen Zylinders 15 angeschweißt. Dann wird die obere Dichtung 22 auf den unteren Rand 18 der zylindrischen Wand 17 des oberen Siebzylinders 15 und auf den unteren freien Rand 24 des Oberteils 14 des Auslaufstutzens 13 aufgesteckt. Auf den oberen Rand 21 der zylindrischen Wand 20 des unteren Siebzylinders 16 wird die untere Dichtung 23 aufgesteckt. In diesem Fertigungszustand werden die beiden Siebzylinder 15 und 16 und das Rundsieb 1 koaxial zusammengesetzt, wobei das Oberteil 14 und das Unterteil 12 mit der dazwischenliegenden Dichtung 22 aufeinanderzuliegenkommen. Dann werden die beiden Siebzylinder 15 und 16 mit Hilfe der an ihnen angreifenden Spannschrauben und das Oberteil 14 und das Unterteil 12 des Auslaufstutzens 13 mit Hilfe der zusätzlichen Spannschrauben 27 miteinander verspannt, wobei die obere Dichtung 22 und die untere Dichtung 23 jeweils zusammengepreßt werden. Auf diese Weise wird der Siebaufbau vollkommen gasdicht, und das Siebgut kann eben durch den Auslaufstutzen 13 ausfließen und dann nach unten durch den Anschlußstutzen 11 abgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Siebaufbau für Taumelsiebmaschinen, mit wenigstens zwei koaxial übereinander angeordneten, mittels Spannmitteln lösbar zusammenspannbaren Siebzylindern, einem koaxial zwischen den beiden Siebzylindern einklemmbaren Rundsieb, das einen ringförmigen Siebrahmen hat, der einen Siebboden trägt, einer zwischen dem oberen Siebzylinder und dem Siebrahmen verlaufenden Dichtung und einem Auslaufstutzen, der sich von einer in der zylindrischen Wand des oberen Siebzylinders gebildeten Auslauföffnung nach außen wegerstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaufstutzen (13) mindestens zweiteilig aus einem an der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) befestigten Oberteil (14) und einem am Siebrahmen (2) befestigten Unterteil (12) ausgeführt ist, das Oberteil (14) und das Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) lösbar zusammenspannbar sind und eine Dichtung (22) zwischen dem Oberteil (14) und dem Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) verläuft.
  2. 2. Siebaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen dem oberen Siebzylinder (15) und dem Siebrahmen (2) verlaufende Dichtung (22) und die zwischen dem Oberteil (14) und dem Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) verlaufende Dichtung (22) aus einer einzelnen, eine geschlossene Schleife bildenden Dichtleiste besteht.
  3. 3. Siebaufbau nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) einen vom Siebrahmen (2) in radialer Richtung nach außen wegragenden Anschlußflansch (4) und einen am Anschlußflansch (4) lösbar befestigbaren plattenförmigen Auslaufrahmen (5) aufweist, der eine Öffnung (10) hat, von der ein Anschlußstutzen (11) nach unten wegkragt, und daß eine Dichtung (31) zwischen dem Anschlußflansch (4) und dem plattenförmigen Auslaufrahmen (5) angeordnet ist.
  4. 4. Siebaufbau nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebboden (3) auf der Oberseite des Siebrahmens (2) und der Oberseite des Anschlußflansches (4) aufliegt und der plattenförmige Auslaufrahmen (5) relativ zum Anschlußflansch (4) höhenverstellbar ist.
  5. 5. Siebaufbau nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der plattenförmige Auslaufrahmen (5) an dem Anschlußflansch (4) mittels Schrauben (6) befestigbar ist, die durch vertikal sich erstreckende Langlöcher (7) geführt sind, die im plattenförmigen Auslaufrahmen (5) oder im Anschlußflansch (4) gebildet sind.
  6. 6. Siebaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (14) des Auslaufstutzens (13) aus einem im Ziehverfahren herstellbaren wannenförmigen Blechteil besteht, das an einem Ende eine Aussparung hat, deren Rand an der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) befestigt ist, und das unten einen freien Rand (24) hat, der nach außen gebördelt ist und auf der gleichen Höhe wie der untere, nach außen gebördelte Rand der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) verläuft, und daß der freie Rand (24) des Oberteils (14) und der untere Rand (18) der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) dicht miteinander verbunden sind.
  7. 7. Siebaufbau nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (22) auf den unteren Rand (18) der zylindrischen Wand (17) des oberen Siebzylinders (15) und den freien Rand (24) des Oberteils (14) des Auslaufstutzens (13) aufsteckbar ist und eine glatte Unterseite hat, die an den Siebboden (3) im Bereich des Siebrahmens (2) und des Anschlußflansches (4) und an den Rand des plattenförmigen Auslaufrahmens (5) anpreßbar ist.
  8. 8. Siebaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Auslaufstutzen (13) wenigstens zwei sich gegenüberliegende Spannschrauben (25) vorgesehen sind, die jeweils am Oberteil (14) und am plattenförmigen Auslaufrahmen (5) des Auslaufstutzens (13) angreifen, um das Oberteil (14) und das Unterteil (12) des Auslaufstutzens (13) miteinander zu verspannen.






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