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Dokumentenidentifikation DE19518609C1 01.02.1996
Titel Zerspaner für Hackschnitzel
Anmelder B. Maier Zerkleinerungstechnik GmbH, 33649 Bielefeld, DE
Erfinder Ameling, Rolf, Dipl.-Ing., 33739 Bielefeld, DE
Vertreter Weitzel, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 89522 Heidenheim
DE-Anmeldedatum 23.05.1995
DE-Aktenzeichen 19518609
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse B27L 11/02
IPC-Nebenklasse B02C 18/18   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Zerspaner für Hackschnitzel mit einem Rotor, der einen Kranz von achsparallelen Flügeln aufweist;
mit einem Messerring, der eine Mehrzahl von über den Umfang verteilten Messerpaketen aufweist;
jedes Messerpaket umfaßt einen Tragklotz, der eine dem Rotor zugewandte Verschleißfläche aufweist, und der ein Messer trägt, dessen Schneide wenigstens annähernd achsparallel verläuft und gegen den Rotor gerichtet ist.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
die Verschleißflächen der Tragklötze sind eben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zerspaner für Hackschnitzel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Zerspaner sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt geworden. Beispielsweise wird verwiesen auf DE-U-93 07 371. Solchen Zerspanern werden Hackschnitzel von einer bestimmten Größe zugeführt, mit dem Ziel, die Hackschnitzel in Späne zu zerlegen, die vor allem von der Spanplattenindustrie verarbeitet werden.

Die allgemeinen Anforderungen an solche Zerspaner sind eine hohe Mengenleistung bei guter Spanqualität, ferner ein konstruktiver Aufbau, der eine kostengünstige Herstellung erlaubt.

Zwischen den einander benachbarten Messerpaketen des Messerringes befindet sich ein Spalt, und zwar zwischen dem Messer des einen Messerpaketes und dem Tragklotz des benachbarten Messerpaketes. Der Spalt verläuft parallel zur Schneide. Durch den Spalt treten die Späne radial nach außen.

Besonders kritische Größen bezüglich der Qualität und der Menge der erzeugten Späne ist die Weite des genannten Spaltes. Entscheidend ist ferner das Maß, um das die Messerschneide radial nach innen über die Verschleißfläche des Messerklotzes zum Rotor hin ragt. Auch der Abstand zwischen der Verschleißfläche und dem Flugkreis des Motors gilt als wichtig.

Entsprechend der Kreisform des Flugkreises des Rotors werden auch die Verschleißplatten auf ihrer dem Rotor zugewandten Fläche gerundet, so daß sie in ihrer Gesamtheit ebenfalls Kreisform haben. Der Ringspalt zwischen der Verschleißfläche des Tragklotzes und dem Flugkreis des Rotors hat somit eine konstante Weite.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Konstruktion von Zerspanern der eingangs genannten Art derart zu gestalten, daß der Herstellungsaufwand verringert wird, ohne daß Qualität und Mengenleistung an erzeugten Spänen darunter leiden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Der Erfinder hat erkannt, daß der Spalt zwischen dem Flugkreis des Rotors und der Gesamtheit der Verschleißflächen der Tragklötze keineswegs konstant sein muß, sondern daß solche Zerspaner auch dann einwandfrei arbeiten, wenn die Verschleißflächen völlig eben sind, und der Spalt zwischen Flugkreis des Rotors und Verschleißflächen demgemäß über den Umfang veränderlich ist.

Dies hat für die Fertigung ganz erhebliche Vorteile. Es ist nämlich viel einfacher, die Tragklötze der Messer mit ebenen Verschleißflächen zu versehen, als mit gerundeten. Seither mußten die Rundungen der Verschleißflächen dadurch erzeugt werden, daß die Verschleißflächen in eine Vorrichtung eingespannt und rundgeschliffen werden. Man hat hierzu auch die Messerpakete in den übrigen Messerkorb eingebaut und den Messerkorb als Vorrichtung beim Schleifen verwendet.

Dies fällt nunmehr alles weg. Die Späne, die mit erfindungsgemäßen Zerspanern erzeugt werden, sind einwandfreier Qualität. Beim Umlauf des Rotors kommt es keineswegs zu Stauungen, was zunächst befürchtet werden mußte.

Die Gestaltung der Verschleißflächen der Tragklötze in Ebenen hat aber eine Reihe weiterer Vorteile. So läßt sich eine ebene Fläche viel leichter entsprechend herrichten, daß sie die notwendige Verschleißfestigkeit hat. Sie läßt sich somit leicht beschichten, beispielsweise mit einer Chrom-Schicht, oder bedampfen zum Zwecke des Erzeugens einer Keramikbeschichtung. Auch kann die Verschleißfläche durch Auftragsschweißen und anschließendes Abschleifen erzeugt werden. Hierbei ist das Abschleifen zu einer Ebene viel einfacher, als das Erzeugen einer gerundeten Fläche.

Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt.

Fig. 1 zeigt in verkleinerter Darstellung eine Ansicht auf einen Zerspaner von vorn, d. h. auf diejenige Seite, auf dem sich der Gehäusedeckel mit dem Einlaß für die Hackschnitzel befindet.

Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab in einem Axialschnitt und in Seitenansicht denselben Zerspaner.

Fig. 3 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Fig. 2.

Fig. 4 zeigt eine Darstellung ähnlich jener gemäß Fig. 3, jedoch mit einer etwas anderen Ausbildung des Messerpaketes.

Wie man im einzelnen sieht, umfaßt der Zerspaner einen Rotor 1, der von einer Welle 2 angetrieben ist. Der Rotor 1 enthält einen Kranz von achsparallelen Flügeln 3. Ein Messerkorb mit ebenfalls achsparallel angeordneten Messern 4 umschließt den Rotor 1. Rotor 1 und Messerkorb sind wiederum in einem Gehäuse 5 angeordnet und gemeinsam von diesem umschlossen. Das Gehäuse 5 weist einen Einlaß 6 für die zuzuführenden Hackschnitzel sowie einen Auslaß für das fertige Hackgut auf.

In den Fig. 3 und 4 sind in einem achssenkrechten Schnitt zwei Messerpakete dargestellt. Diese beiden Messerpakete sind jeweils Bestandteil des Messerringes der Maschine.

Jedes Messerpaket ist wie folgt aufgebaut: Ein Tragklotz 10 trägt ein Schneidmesser 11, das mittels einer Spannplatte 12 und einer Schraube 13 am Tragklotz 10 befestigt ist.

Jeder Tragklotz 10 weist eine Verschleißfläche 10.1 auf. Entscheidend ist, daß diese der Maschinenachse zugewandte Verschleißflächen 10.1 eben sind und somit nicht gekrümmt wie beim Stande der Technik.

Dabei ist die Verschleißfläche 10.1 im Falle der Fig. 3 aus einer Verschleißplatte 10.2 gebildet, die ihrerseits am übrigen Tragklotz 10 befestigt ist. Im Falle der Fig. 4 ist die Verschleißfläche 10.1 aus einer Verschleißschicht gebildet, die durch Auftragsschweißen und anschließendes Schleifen erzeugt wurde.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist ein Stockmesser 14 vorgesehen, das auf der dem Schneidmesser 11 gegenüberliegenden Seite des Tragklotzes 10 befestigt ist, und das mit dem Schneidmesser 11 des benachbarten Messerpaketes zusammenarbeitet. Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 hingegen ist eine stockmesserlose Ausführungsform.


Anspruch[de]
  1. 1. Zerspaner für Hackschnitzel
    1. 1.1 mit einem Rotor, der einen Kranz von achsparallelen Flügeln aufweist;
    2. 1.2 mit einem Messerring, der eine Mehrzahl von über den Umfang verteilten Messerpaketen aufweist;
    3. 1.3 jedes Messerpaket umfaßt einen Tragklotz, der eine dem Rotor zugewandte Verschleißfläche aufweist, und der ein Messer trägt, dessen Schneide wenigstens annähernd achsparallel verläuft und gegen den Rotor gerichtet ist,

      gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
    4. 1.4 die Verschleißflächen (10.1) der Tragklötze (10) sind eben.
  2. 2. Zerspaner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißflächen (10.1) mit dem Radius einen Winkel bilden, der in Ablaufrichtung des Rotors (1) kleiner als 90° ist.
  3. 3. Zerspaner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißfläche (10.1) an einer am Tragklotz (10) befestigten Verschleißplatte (10.2) gebildet ist.
  4. 4. Zerspaner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißfläche (10.1) durch Auftragsschweißen und anschließendes Schleifen zu einer ebenen Fläche erzeugt ist.
  5. 5. Zerspaner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißflächen (10.1) durch Bedampfen oder Beschichten erzeugt ist, beispielsweise zum Herstellen einer Keramikbeschichtung oder einer Chrom-Beschichtung.






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