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Dokumentenidentifikation DE19524472A1 01.02.1996
Titel Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente zur Befestigung von Dämm- und Dichtungsmaterial auf Flachdächern
Anmelder Magass, Walter, 69207 Sandhausen, DE
Erfinder Magass, Walter, 69207 Sandhausen, DE
Vertreter Ratzel, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 10.07.1995
DE-Aktenzeichen 19524472
Offenlegungstag 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse F16B 15/08
IPC-Nebenklasse E04B 1/78   E04D 5/14   F16B 35/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft maschinell verarbeitbare Befestigungselemente, insbesondere für die Montage von Dämm- und Dichtungsmaterial auf Flachdächern, bestehend aus je einem Halter und einer Schraube, wobei der Halter einen als Auflageteller ausgebildeten Kopf aufweist, unterhalb dessen sich ein Schaft zur Aufnahme der Befestigungsschraube erstreckt und die Befestigungselemente untereinander zum Zwecke der maschinellen Verarbeitung verbunden sind, wobei die Auflageteller der Halter untereinander eine trennbare und flexible Verbindung aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Flachdächer werden häufig mit Wärmedämmschichten und darüberliegenden Abdichtungsbahnen versehen. Zur Befestigung dieser Dämm- und Isolierbahnen werden meist Befestigungselemente verwendet, die aus einem Kunststoffhalter mit Schraube bestehen. Der Kunststoffhalter besitzt einen als Auflageteller ausgebildeten Kopf, der die auftretende Kraft entsprechend der Größe des Auflagetellers verteilt. Der Kunststoffhalter besitzt einen zentralen Kanal, der von einem unterhalb des Auflagetellers ausragenden Schaft umgeben ist. Meist ist dieser Kanal als Hubkanal ausgebildet, so daß bei Trittbelastung des mit Dämm- und Isoliermaterial belegten Daches eine sogenannte Trittsicherheit vorliegt. Der auf die oberste Isolierschicht einwirkende Halter kann sodann bei Trittbelastung senkrecht entlang der Schraube verfahren.

Ein solches Befestigungselement ist beispielsweise aus der DE 35 38 271 A1 oder auch aus G 83 15 974.6 bekannt. Diese Halter bestehen aus einem Halterkopf, der als Auflageteller ausgebildet ist und einem nach unten ausragenden Schaft, der in einem zentralen Hubkanal eine Schraube zum Zwecke der Befestigung in der Unterkonstruktion des Flachdaches aufnimmt.

Es ist nun erwünscht, solche Halter nach Möglichkeit ohne zusätzliche Handgriffe maschinell zu handhaben, d. h. innerhalb einer Vorrichtung montagegerecht zu lagern und zu montieren, wobei die Zuführung der Befestigungselemente weitestgehend automatisiert ist.

Werden hierbei die Befestigungselemente einzeln vorgelagert, ergeben sich Handhabungsschwierigkeiten, denn beim automatischen Zuführen von einzelnen Befestigungselementen besteht das technische Problem des Vereinzelns, also dem Heraustrennen eines Befestigungselementes aus einer Gruppe von Befestigungselementen.

Zu diesem Zwecke wurde bereits in der DE 42 40 605 A1 vorgeschlagen, solche Befestigungselemente zu verketten. Hier soll der Teller des Befestigungselementes mit dem Schaft eines zweiten Befestigungselementes retensieren, so daß eine verknüpfte Kette entsteht. Die Befestigungselemente sind hierbei quasi verhakt und überlappen sich teilweise. Zwar kann durch die Überlappung ein Herausfallen der Schraube vermieden werden, jedoch hat sich gezeigt, daß die maschinelle Handhabung der Befestigungselemente durch diese Verkettung nicht optimiert oder erleichtert wurde. Geringe Materialschwankungen können zum Verhaken, Klemmen oder gar zum Lösen der Teile voneinander führen, was letztendlich die Funktion eines Setzautomaten zunichte macht.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannten Befestigungselemente derart zu gestalten, daß sie unter Ausnutzung des Prinzips eines Patronengurtes verknüpft sind, um eine maschinelle Verarbeitung zu gewährleisten. Jedoch muß bei dieser Verbindung sichergestellt sein, daß die verbundenen Befestigungselemente zueinander flexibel positioniert sind, so daß eine leichte Führung des Befestigungselementgurtes sichergestellt ist, d. h. auch eine Schleifenbildung möglich ist und ein Abreißen bzw. Trennen eines Elementes nur dann erfolgen kann, wenn dies durch entsprechende Maschinenelemente erfolgen soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die maschinell verarbeitbaren Befestigungselemente nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, ausgehend von maschinell verarbeitbaren Befestigungselementen, insbesondere für die Montage von Dämm- und Dichtungsmaterial auf Flachdächern, bestehend aus je einem Halter und einer Schraube, wobei der Halter ein als Auflageteller ausgebildeten Kopf aufweist, unterhalb dessen sich ein Schaft zur Aufnahme der Befestigungsschraube erstreckt und die Befestigungselemente untereinander zum Zwecke der Maschinenverarbeitung verbunden sind, die Auflageteller der Halter untereinander mit einer trennbaren und flexiblen Verbindung zu gestalten. Somit sind die Befestigungselemente zu einem Gurt zusammengefaßt, bei dem beispielsweise die Verbindung an den Rändern der Auflageteller angeordnet sind. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei denen die Verbindung an den Rändern der Längskanten der Auflageteller angeordnet ist.

Die Verbindung kann durch Stege gebildet sein, die dann auch gleichzeitig durch eine dünnwandige oder perforierte Gestalt eine Sollbruchstelle bilden.

Besonders vorteilhaft wird nach der Erfindung angesehen, daß diese Verbindung durch einen während des Spritzverfahrens oder sonstigen Herstellungsverfahren erzeugten Steg oder Stege gebildet ist.

Die Verbindung kann somit durch kontinuierliche Strang- oder Gurtherstellung gebildet werden. Die Verbindung kann bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung durch Ineinandergreifen der Retentionsmittel gebildet sein, welche, wie auch die Stege, beim Fertigungsprozeß als angeformte Verbindungen geschaffen werden. Die Halter bzw. die Auflageteller können untereinander einstückig ausgebildet bzw. verbunden sein. Selbstverständlich bietet sich auch die Variante nach der Erfindung an, die Verbindung durch Schweißung oder Schmelzung herzustellen. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der oval ausgebildete Auflageteller abgeflachte, eine Spitzkante bildende Ränder besitzt. Dies begünstigt den Übergang einer schwachen dünnen Stelle, die dann die Verbindung zwischen mindestens zwei Spitzkanten der Auflageteller bildet. Die Wahl des Werkstoffes, hier Kunststoff, unterstützt bei der Herstellung der Halter ein günstiges Produktionsverfahren.

Anhand den beigefügten Zeichnungen, die besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen, wird diese nun näher beschrieben.

Dabei zeigen:

Fig. 1 das Befestigungselement in einer Stirnansicht;

Fig. 2 das Befestigungselement in einer Seitenansicht;

Fig. 3 das Befestigungselement in eine Draufsicht;

Fig. 4 die erfindungsgemäß zu einem Gurt zusammengefaßten Befestigungselemente;

Fig. 5 das in Fig. 4 mit "A" gekennzeichnete Detail in einer Vergrößerung;

Fig. 6 eine schematisch dargestellte Variante der Verbindung.

Die Fig. 1 bis 3 zeigen das Befestigungselement 1 aus verschiedenen Ansichten. Es besteht im wesentlichen aus dem Halter 2 und der Schraube 3. Der Halter 2 wiederum wird durch einen Auflageteller 4 und einem Schaft 5 gebildet, die miteinander einstückig verbunden sind. Der Schaft 5 besitzt einen zentralen Hubkanal 14, in dem die Schraube 3 aufgenommen ist. Der Auflageteller 4 besitzt ovale Gestalt und weist Ränder 7 und Längskanten 8 auf, die abgeflacht geformt sind, so daß sie eine Spitzkante 12 bilden. Unterhalb des Auflagetellers befindet sich eine Materialverstärkung in Form eines Übergangsbereiches 15 zwischen Auflageteller 4 und Schaft 5, der mittels Rippen 16 versteift ist.

Die Fig. 4 zeigt die zu einem Gurt 13 zusammengefaßten Befestigungselemente 1. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, die Befestigungselemente 1 an ihrem Kopf, d. h. im Bereich der Auflageteller 4 miteinander zu verbinden. Eine Verbindung in diesem Bereich hat überraschenderweise gezeigt, daß hier eine optimale Flexibilität der Einzelteile untereinander zu erreichen ist. Somit wird erfindungsgemäß erreicht, daß die gegurteten Befestigungselemente kurven- oder schlangenförmig in einer Verarbeitungsvorrichtung geführt werden können.

Die Verbindung 6 zwischen zwei Auflagetellern 4 ist beispielsweise in Fig. 5 dargestellt, die das in Fig. 4 mit "A" gekennzeichnete Detail in einer Vergrößerung zeigt.

Die Verbindung 6 ist hier mit einem schmalen Steg 9 zwischen zwei Auflagetellern 4 geschaffen.

Selbstverständlich eignen sich im Sinne der vorliegenden Erfindung auch andere sogenannte feste Verbindungen, die jedoch zum gewünschten Zeitpunkt und zwar während des Einschraubvorganges gelöst werden können. Im Sinne dieser Erfindung können hierbei diese Verbindungen 6 durch Verschweißungen, Verschmelzungen oder Anformungen während des Herstellungsprozesses geschaffen werden. Alternativ hierzu eignen sich auch Retentionsmittel 10 und 11 im Kopfbereich der Befestigungselemente.

In Fig. 6 sind diese schematisch und beispielhaft für die verschiedensten Ausführungsvarianten abgebildet. Mit Fig. 6 soll lediglich angedeutet werden, daß hierbei die Befestigungselemente einerseits mit Aussparungen und andererseits mit Noppen versehen sein sollen, die zum Zwecke des Retensierens ineinander eingreifen können.

Mit der vorliegenden Erfindung werden maschinell verarbeitbare Befestigungselemente geschaffen, die durch die Bildung eines Gurtes mittels einer Verbindung im Kopfbereich größte Flexibilität und somit Handhabbarkeit in einer Verarbeitungsmaschine besitzen.

Bezugszeichenliste

1 Befestigungselement

2 Halter

3 Schraube

4 Auflageteller

5 Schaft

6 Verbindung

7 Ränder

8 Längskanten

9 Stege

10 Retentionsmittel

11 Retentionsmittel

12 Spitzkante

13 Gurt

14 zentraler Hubkanal

15 Übergangsbereich

16 Rippen.


Anspruch[de]
  1. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente, insbesondere für die Montage von Dämm- und Dichtungsmaterial auf Flachdächern, bestehend aus je einem Halter und einer Schraube, wobei der Halter einen als Auflageteller ausgebildeten Kopf aufweist, unterhalb dessen sich ein Schaft zur Aufnahme der Befestigungsschraube erstreckt und die Befestigungselemente untereinander zum Zwecke der maschinellen Verarbeitung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageteller (4) der Halter (2) untereinander eine trennbare und flexible Verbindung (6) aufweisen.
  2. 2. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (1) zu einem Gurt (13) zusammengefaßt sind.
  3. 3. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) an den Rändern (7) der Auflageteller (4) angeordnet sind.
  4. 4. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) an den Rändern (7) der Längskanten (8) der Auflageteller (4) angeordnet sind.
  5. 5. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) durch Stege (9) gebildet ist.
  6. 6. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (9) eine Sollbruchstelle bilden.
  7. 7. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungszone eines Steges (9) zwischen zwei Haltern (2) bzw. Auflagetellern (4) aus dünnem oder perforiertem Material gebildet ist.
  8. 8. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) durch einen, während des Spritzverfahrens erzeugten Steg oder Stege (9) gebildet ist.
  9. 9. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) durch kontinuierliche Strang- oder Gurtherstellung gebildet ist.
  10. 10. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) durch ineinandergreifende Retentionsmittel (10, 11) gebildet ist.
  11. 11. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Retentionsmittel (10, 11) und/oder die Stege (9) beim Fertigungsprozeß als angeformte Verbindungen (6) gebildet sind.
  12. 12. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (2) bzw. die Auflageteller (4) untereinander einstückig ausgebildet bzw. verbunden sind.
  13. 13. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) durch eine Schweißung oder Schmelzung gebildet ist.
  14. 14. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflageteller (4) oval ausgebildet ist und abgeflachte, eine Spitzkante (12) bildende Ränder (7) aufweist.
  15. 15. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (6) mindestens zwischen zwei Spitzkanten (12) der Auflageteller (4) gebildet ist.
  16. 16. Maschinell verarbeitbare Befestigungselemente nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (2) aus Kunststoff geschaffen sind.






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