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Dokumentenidentifikation DE19524715A1 01.02.1996
Titel Funkentstördrossel
Anmelder Schunk Motorensysteme GmbH, 27777 Ganderkesee, DE
Erfinder Buß, Klaus, 27777 Ganderkesee, DE
Vertreter Stoffregen, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 63450 Hanau
DE-Anmeldedatum 11.07.1995
DE-Aktenzeichen 19524715
Offenlegungstag 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse H01F 17/04
IPC-Nebenklasse H04B 15/00   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein induktives Bauelement (10) wie Funkentstördrossel, umfassend einen Spulenkern (12) mit Enden wie Spulenkernstirnflächen (18, 20) sowie zumindest einen auf dem Spulenkern (12) aufgebrachten Spulenkörper (14). Um eine für das Bauelement bestimmte Montagefläche optimal ausnutzen zu können, wird vorgeschlagen, daß der Spulenkern (12) zumindest abschnittsweise eine einem Bogenabschnitt folgende Mittelachse (16) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein induktives Bauelement wie Funkentstördrossel, umfassend einen Spulenkern mit Enden wie Spulenkernstirnflächen sowie zumindest einen auf dem Spulenkern aufgebrachten Spulenkörper.

Aus dem Stand der Technik sind Ringkern-Funkentstördrosseln bekannt, wobei auf den Ringkern ganz oder teilweise ein Spulenkörper aufgebracht ist (JP 57-120314 (A)). Der Ringkern dient insbesondere dazu, die Streuinduktivität der Funkentstördrossel zu minimieren.

Auch sind stabförmig ausgebildete Spulenkerne für Funkentstördrosseln bekannt, die kostengünstiger herzustellen sind und für manche Anwendungsfälle aufgrund ihrer Geometrie bevorzugt werden.

Die Kern-Ausführungsformen der bekannten Funkentstördrosseln weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie aufgrund ihrer geometrischen Ausdehnung für viele Anwendungsbereiche ungeeignet sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, Funkentstördrosseln der oben genannten Art so weiterzubilden, daß die eine Montagefläche besser ausgenutzt werden kann.

Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Spulenkern abschnittsweise eine einem Bogenabschnitt folgende Mittelachse aufweist. Die Geometrie der Funkentstördrossel kann somit einer vorgegebenen Montagfläche optimal angepaßt werden. Insbesondere kann die Funkentstördrossel kreisringförmigen bzw. kreisförmigen Montageflächen bzw. Abschnitten solcher angepaßt werden. In diesem Fall folgt der Spulenkern einem Kreisbogenabschnitt.

Auch kann der Spulenkern einem elliptisch geformten Bogenabschnitt folgen.

Als Vorteil ergibt sich, daß die vorhandenen Montageflächen optimal ausgenutzt und bei etwa gleichem Platzbedarf bessere elektrische Eigenschaften des Bauelements zur Verfügung gestellt werden.

Vorzugsweise ist der Spulenkörper als Kreisringsegment ausgebildet. Dadurch ergibt sich eine einfache und kostengünstige Herstellung des Spulenkerns. Der Spulenkern kann z. B. aus handelsüblichen Ringkernen ausgeschnitten werden. Durch diese Ausführungsform wird erreicht, daß die vorhandene Montagefläche auf einer kreisförmigen Montageplatte wie Bürstenplatte eines Gleichstrommotors besser genutzt wird, wodurch die Länge des Drosselkerns im Vergleich zu einem stabförmigen Drosselkern länger gewählt werden kann. Daher können Funkentstördrosseln mit größerer Induktivität eingesetzt werden, womit die Funkentstörung verbessert wird.

Der Spulenkörper ist derart ausgebildet, daß dessen Stirnflächen bzw. der Spulenkörper mit seinen Endwindungen in Ebenen liegen, die einen Winkel zueinander einschließen, der vorzugsweise im Bereich von 15° ≤ α ≤ 120° liegt. Dadurch kann die Längenausdehnung des Spulenkerns den geforderten elektrischen und mechanischen Bedingungen angepaßt werden. Vorteilhaft weist das Kreisringsegment einen Biegeradius auf, der im Bereich 15 mm ≤ R ≤ 50 mm liegt.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Spulenkörper einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Mit dieser Ausführungsform wird ermöglicht, daß gerade gewickelte Zylinderspulen ohne Schwierigkeiten auf den gebogenen Spulenkern aufgeschoben werden können.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen und den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der bevorzugten Ausführungsbeispiels.

Die Zeichnung zeigt eine Funkentstördrossel (10) bestehend aus einem Spulenkern (12), auf dem abschnittsweise wenigstens ein Spulenkörper (14) aufgebracht ist.

Der Spulenkern (12) weist zumindest abschnittsweise eine einem Kreisbogenabschnitt folgende Mittelachse (16) auf. Im Ausführungsbeispiel ist der Spulenkern (12) als Kreisringsegment ausgebildet. Der Spulenkern (12) wird von Stirnflächen (18), (20) begrenzt, die in durch eine gemeinsame Mittelachse M verlaufenden Ebenen liegen. Bogenlänge B und Biegeradius R des Spulenkerns (12) werden im wesentlichen durch die Geometrie einer Montagefläche wie Bürstenplatte bestimmt. Der Biegeradius R liegt vorzugsweise im Bereich 15 mm ≤ R ≤ 50 mm. Die Bogenlänge B entspricht der Länge des Spulenkerns (12). Diese wird bestimmt durch den Biegeradius R und einem von den Stirnflächen (18), (20) aufgespanntem Winkel α. Der Winkel α liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 15° ≤ α ≤ 120°.

Der Spulenkörper (14) mit seinen Anschlüssen (22), (24) ist als Zylinderspule ausgebildet. Bei der Herstellung der Funkentstördrossel (10) wird die gerade gewickelte Zylinderspule (14) auf den gebogenen Spulenkern (12), der vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt hat, aufgeschoben. Dadurch wird ein einfacher und kostengünstiger Aufbau der Funkentstördrossel (10) ermöglicht.

Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Funkentstördrosseln der erfindungsgemäßen Form insbesondere bei kreisförmigen bzw. kreisringförmigen Montageflächen zur besseren Ausnutzung des vorhandenen Bestückungsraumes eingesetzt werden können. Insbesondere ist dadurch die Möglichkeit gegeben, den Drosselkern in seinen Ausmaßen größer zu wählen, als dies mit aus dem Stand der Technik bekannten stabförmigen Drosselspulen der Fall ist. Somit kann bei besserer Ausnutzung des vorhandenen Freiraums eine höhere Induktivität bereitgestellt und damit eine bessere Funkentstörung gewährleistet werden. Durch Funkentstördrosseln nach dem Stand der Technik würde bei oben beschriebenen Montageflächen die zur Verfügung stehende Bestückungsfläche erheblich eingeschränkt.


Anspruch[de]
  1. 1. Induktives Bauelement (10) wie Funkentstördrossel, umfassend einen Spulenkern (12) mit Enden wie Spulenkernstirnflächen (18, 20) sowie zumindest einen auf dem Spulenkern (12) aufgebrachten Spulenkörper (14), dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkern (12) zumindest abschnittsweise eine einem Bogenabschnitt folgende Mittelachse (16) aufweist.
  2. 2. Funkentstördrossel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachse (16) einem Kreis- oder Ellipsenabschnitt folgt.
  3. 3. Funkentstördrossel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (12) als Kreis- oder Ellipsenringsegment ausgebildet ist.
  4. 4. Funkentstördrossel nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächenenden (18, 20) bzw. Endwindungen des Spulenkörpers (14) in Ebenen liegen, die einen Winkel α zueinander einschließen, der vorzugsweise im Bereich zwischen 15° ≤ α ≤ 120° liegt.
  5. 5. Funkentstördrossel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kreisringsegment (12) einen Biegeradius R aufweist, der vorzugsweise im Bereich zwischen 15 mm ≤ R ≤ 50 mm liegt.
  6. 6. Funkentstördrossel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (12) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.






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